Kinderwunsch: Von Baby Nummer 3

Nichts und niemand auf der Welt hätte mich jemals von einem Leben ohne Kinder überzeugen können. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass der Kinderwunsch einer Frau ungefähr die Durchschlagskraft einer Atombombe hätte, und was mich betrifft kann ich nur sagen, so isses! Hätte mein Mann damals zu mir gesagt: „Och Du, Kinder will ich eigentlich nicht“, dann wäre er nicht mein Mann geworden.

Im Alter von 31 Jahren wurde ich Mutter des bezaubernden Maxi und er stellte alles in den Schatten, was mir bis dahin widerfahren war. Alles war perfekt. Also, anstrengend, nervenzerfetzend, kräftezehrend perfekt, aber perfekt. Und wenn der Maxi 1,5 Jahre alt ist, dann ist es Zeit für eine zweite Schwangerschaft, das war so klar wie Kloßbrühe.

Etwas später war ich Mutter von zwei Kindern und es war perfekt. Jetzt aber wirklich. Ich, Mutter von zwei Söhnen, ein wahrgewordener Lebenstraum- nur besser als erträumt. Unser Familienleben nahm seinen Lauf und alles war so, wie es sein sollte.

Bis mich eines Tages ein Gedanke wie ein Blitz durchfuhr: Da ist noch jemand, der fehlt! Ich saß in einem Meeting und ich habe keine Ahnung, wo dieser Gedanke plötzlich her kam, aber ab dem Moment war da halt wieder ein Kinderwunsch. Natürlich schob ich ihn erstmal beiseite. Drei Kinder? Das wäre ja der helle Wahn! Nee, nee, das ist nichts für mich.

Nun bin ich aber so ein Typ, der gerne unvernünftig ist. Stellt Euch doch bloß mal vor, ein drittes Kind! Das wäre echt verrückt! Nochmal von vorne anfangen, alles wieder auf null, schlaflose Nächte und alles was dazugehört. Wie geil!  Let´s do it! Schon am Abend unterbreitete ich dem Mann meine Pläne.

Naja, es kann nicht jeder so spontan sein wie ich. Ich ließ ihm ein bißchen Zeit, um sich mit dem Gedanken anzufreunden, aber er nutzte die Zeit eher, um sich Szenarien von einer Drillingsschwangerschaft durch den Kopf gehen zu lassen und es regte sich vor diesem Hintergrund natürlich kein Kinderwunsch bei ihm. Trotzdem stieg er mit ins Boot. Es dauerte ein paar Tage, dann sagte er: „Okay, dann also noch eins.“  Das muss Liebe sein (oder das Wissen, dass ich ihm sowieso keine Ruhe gelassen hätte).

Wir probierten es eine Weile erfolglos, dann passierten Dinge, die uns das Thema auf Eis legen liessen. Und als nach ein paar Monaten alles wieder gut war, und wir unserem dritten Kind den Weg hätten bereiten können, da war ich mir plötzlich nicht mehr sicher.

Es gab aber auch nicht einen einzigen vernünftigen Grund, der dafür gesprochen hätte. Nur emotionale. „Das reicht doch,“ sagte meine Freundin, aber das fand ich nicht. DOCH, fand ich doch! Nein, eigentlich nicht! Natürlich! Oder nicht? ICH WUSSTE ES NICHT!

Es hätte aber auch einfach nicht gepasst. Wir hatten diesen schönen Elbaurlaub gebucht, den hätten wir stornieren müssen, man kann ja nicht hochschwanger nach Italien fahren. Und die Hochzeit meiner Freundin im Herbst? Und mein Sport, mit dem ich gerade wieder angefangen hatte?

Während ich so grübelte wurde mir klar, dass der Kinderwunsch wohl einfach nicht groß genug war- wer stellt schon einen gebuchten Urlaub über ein Baby? Also, Pille wieder absetzen? Vielleicht nächsten Monat…

Diese Geschichte ist jetzt eineinhalb Jahre her und ich bin nicht schwanger. Ich werde im September 40, mein Mann ist neun Jahre älter als ich und der Mini wird bald schon 5. Jetzt ist es zu spät.

Kinderwunsch

Nein, wieso, es ist doch noch nicht zu spät, möchte der ein oder andere jetzt vielleicht sagen, aber für MICH ist es zu spät.

Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, ohne dass es sich seltsam anhört, aber ich glaube, dass ich mir immer wünschen werde, ich hätte drei Kinder und trotzdem denke ich, es wäre nicht gut. Obwohl ich immer noch das Gefühl habe, dass da noch jemand zu uns gehören sollte, will ich diesen Kinderwunsch jetzt nicht mehr wollen.

Entweder man wünscht sich ein Baby oder nicht, dachtet ihr? Dachte ich auch, aber tatsächlich ist es eben nicht immer so einfach.

Ich kann mir einfach nicht erlauben, den Kinderwunsch wieder aus der Kiste hervorkommen zu lassen, in den ich ihn gestopft habe, ihn verschlossen und mich dann draufgesetzt habe. Ich kann es einfach nicht.

Ich könnte Euch jetzt ganz viele Gründe aufzählen, warum ich es nicht kann. Dass ich zu alt bin und vor allem der Mann zu alt ist und dass ich eben finde, dass man seinen Kindern nicht so alte Eltern vorsetzen sollte. Dass ich glaube, dass Mini und Maxi nie so schön mit einem deutlich jüngeren Geschwisterkind spielen könnten, das würde gar nicht richtig dazugehören. Dass es mir davor graust, mich noch einmal aus einer Elternzeit in den Job zurückkämpfen zu müssen. Dass doch eigentlich alles gut so ist, wie es gerade ist.

Weil ich glücklich bin mit meiner Familie. Weil alles super läuft und ich unendlich froh bin, dass wir unser Gleichgewicht als Familie ganz gut gefunden haben. Dass ich es genieße, dass ich wieder mehr Zeit für mich, für Freundschaften und Hobbys habe.

Das alles könnte ich Euch erzählen, aber dann würde bestimmt jemand kommen und sagen: „Na und? Wenn Du es Dir doch wünschst?“ Und dann nützt das beste Argument nicht mehr, dann kann nicht nur sagen: Du hast Recht.

Nie zuvor in meinem Leben habe ich meine Gefühle nicht in Worte fassen können, aber wenn es um diesen Wunsch nach einem dritten Kind geht, dann ist es wie eine große Sehnsucht, in der zu viel Angst steckt, oder ein gewaltiger Zweifel, in dem zu viel Ahnung steckt, und ich habe gelernt, damit zu leben, dass in mir zwei sich wiedersprechende Gefühle gegeneinander kämpfen. Sie gehören beide zu mir und ich vermag es nicht, eins davon zum Schweigen zu bringen.

Ich lebe weiter, wie bisher, mit meinen zwei wundervollen Söhnen, vollkommen glücklich und  von dem Gefühl begleitet, wie schön noch so ein Wunderwesen wäre.

Eure Halima

 

93 Kommentare

  1. Ich kann jeden einzelnen Deiner Gedanken und auch die unausgesprochenen so so gut nachempfinden.

    Fühl Dich gedrückt! Vielleicht schaffen wir es ja bald mal wieder auf ein Frühstückstreffen zu acht. Nun sind die Kinder schon so groß, da kann man das auch mal machen und sich sogar dabei in vollständigen Sätzen unterhalten 🙂

  2. Ich kann dich total verstehen, auch ich hatte schon kurz nach dem zweiten Kind das Gefühl, jemand fehlt. Ich bin nach 9 Monaten wieder arbeiten gegangen, habe mir viel aufgebaut, aber ich war wirklich bereit. Nun ist mein Sohn bald 2 und die Große im November 7. Und auch wenn ich es nicht erklären kann, ich bin froh wie es ist, ganz plötzlich und ja auch ich denke, jetzt bin ich zu alt (36). Ich werde beiden Kindern gerecht und mir, und ich freue mich auf die Zeit ohne Trotzanfall und Windeln. Manchmal denke ich noch leise, ach ein drittes passt noch, aber dann genieße ich, was ich habe.
    Du hast eine tolle Familie und bist eine tolle Mutter, soweit ich das als Außenstehende sagen darf, genieße den Moment.

  3. Hallo Halima,
    auch ich habe zwei Söhne, etwas älter als deine und habe dasselbe durchgemacht. Ja! Nein! Doch!! Vielleicht! Ach menno, was denn nun?
    So ging das jahrelang. Inzwischen bin ich 43 und es geht immer noch ein bisschen so. Bis mir dann einer meiner Kids im Flur begegnet und ich denke: „Boah, so schön die Kleinkinderzeit auch war, ich bin froh, dass sie rum ist….“
    Meine Schwägerin hat übrigens mit 46 ihren dritten Sohn bekommen, die großen Brüder sind 14, 12 und der Kleine nun 1. Das war nicht geplant, und ist auch verdammt schwierig, wenn beide Vollzeit arbeiten, aber ein weiteres runter und wieder hoch mit den Stunden machen ihre Arbeitgeber nicht mit.
    So genieße ich aus der Ferne und freue mich unendlich auf die coolen Reisen, die wir uns bald wieder ohne Kinder leisten werden können.
    Deine Annika

  4. Du sprichst mir aus der Seele – ich bin 36, meine Töchter sind 5 und 2 und ich denke immer „jetzt oder nicht mehr“. Ja, ein drittes Kind wäre schön. Aber viel mehr als bei den beiden Zufuhr denke ich über die Risiken nach – ich hatte zwei tolle Schwangerschaften, zwei großartige Kinder. Kann ich nochmal so viel Glück haben? Und stemme ich Arbeit und drei Kinder? Auch hier: alles Rationale spricht dagegen. Mal sehen, was die Zukunft bringt.

    • Ja, über Risiken denke ich natürlich auch nach. Man will das Schicksal ja auch nicht herausfordern. Alles Gute für Euch <3

    • Ich bin 37 , mein Mann auch. Ich habe seid ca. 2 Jahren den Wunsch nach einem 3. Gehabt, mein Mann leider nicht. Er ist durch. Unsere Kinder sind jetzt fast 8 und 5 Jahre alt. Es ist alles gut so wie es ist und es bleibt bei 2 Mädels. Ich finde auch, dass man Richtung 40 zu alt für ein Baby ist. Der Gedanke bleibt trotzdem ständig in mir.
      Glg

  5. Jeanette

    Liebe Halama,
    ich kenne deine Gedanken zu gut.
    Gerade als ich meinen „unvernünftigen“ Gedanken an ein drittes Kind über Bord warf hielt ich 2 Wochen später den positiven Test in der Hand. Ich denke es sollte einfach so sein. Aber deine Gedanken kenne ich alle und ich konnte sie nie so gut in Worte fassen wie Du. Es ist komisch aber nach Kind 3 kamen diese Gedanken nicht mehr. Fühl dich unbekannterweise im Gedanken umarmt♥️

  6. Schön geschrieben. Ist es vielleicht ein heimlicher Mädchenwunsch? Bei jedem der beiden Jungs hatte ich mir insgeheim ein Mädchen gewünscht. Es sollte uns komplett machen. Sollten wir es nochmal wagen? Sollte ich mir noch nochmal Hoffnungen auf den rosa Mädchentraum machen dürfen?

    • Ach herrje, nein. Den Wunsch nach einem bestimmten Geschlecht konnte ich nie so richtig verstehen. Vor allem, wenn manche dann richtig enttäuscht sind, wenn es nicht das „richtige“ Geschlecht ist, das kann ich wirklich nicht nachvollziehen!

  7. Mir/uns geht es aktuell so mit einem allfälligen 4. Kind. Wobei eben, das ist vermutlich zu 99,9% ausgeschlossen, aber vielleicht beruhigt es Dich, dass diese Gedanken auch nach 3 Kindern nie ganz weg gehen. Übrigens haben wir genau 5 Jahre Abstand zum mittleren Kind und es passt eigentlich ganz gut, obwohl sicher das miteinander spielen nie so toll sein wird wie bei Kind 1 und 2…

  8. Liebe Halima,
    ich finde mich ganz oft in deinen Texten wieder, insbesondere in diesem. Wie schön, dass es nicht nur mir so geht. Ich bin als zweifache Mama super happy und alles hat sich eingespielt, geldmäßig klappt alles, die Kinder haben ein eigenes Zimmer, das Auto reicht aus usw…. ein drittes Kind würde vieles organisatorisch unmöglich machen. Und dennoch schau ich hin und wieder auf der Babygalerie unserer Krankenhäuser nach Namen für unser mögliches drittes Baby….verrückt;) Ich glaub ja, dass die Hormone da Schuld sind!!!:)

    Dein Blog ist toll!
    Alles Gute.

  9. Vielen Dank für diesen ehrlichen Blogbeitrag und das Teilen einer so persönlichen Angelegenheit. Das macht Dich so authentisch und ich liebe Deine Artikel einfach, auch für die vielen Denkanstöße, die sie mir immer wieder liefern. Ganz liebe Grüße!

    • Ich habe auch lange überlegt, ob ich das schreiben kann. Ums mehr freuen mich Deine Worte!

      • Danke. Ich bin 44, habe 2 Söhne- 20 und 2 Jahre alt. Nach dem älteren Sohn habe ich keinen Kinderwunsch mehr, da das Leben in allen Bereichen zu anstrengend war. Aber jetzt bin so mit meinem Kleinen glücklich, dass ich ihm ein Geschwisterchen sehr wünsche. Trotz Alter könnte ich das noch vorstellen… Aber bin realistisch. Um so schwer ist es den Kinderwunsch aus dem Kopf zu vertreiben. Bin grade am Durchkämpfen.

  10. Bei mir war das mit nr.4 so. Ich vermisste da jemanden den ich noch nicht kannte…. die grossen waren 4/6/8 als wir sämtliche vernunftsgedanken über bord warfen und ich fühle mich so happy auf mein herz gehört zu haben.auch wenn wir bei nr.4 eine absolut miese schläferin uns geangelt haben.jedes lächeln bestätigt mein gefühl.es war richtig so.nochmals von vorne zu beginnen.ich geniesse es so!

  11. Alexandra

    Danke für den ehrlichen Post! Ich kenne dieses Gefühl! Mit 37 habe ich unseren dritten Sohn bekommen, weil ich einfach das Gefühl hatte, dass wir noch nicht komplett sind – jetzt sind wir es ( das spürte ich sofort). Allerdings war die ersten 1,5 sehr sehr anstrengend), obwohl seine Geschwister schon 5 bzw 9 Jahre alt waren. Und auch jetzt habe ich immer wieder ein schlechtes Gewissen, nicht jedem von ihnen gerecht zu werden. Irgenjmd hat mal gesagt, dass man nur zwei Hände hat – für jedes Kind eine …..also ein Kind bekommt immer zu wenig Beachtung – und vielleicht stimmt es. Aber immer wenn ich sie so anschau, bin ich unendlich dankbar! Liebe Grüße!

    • Das Gefühl, dass jemand zu kurz kommt, kenn ich auch. Aber ich bin auch mit zwei Geschwistern aufgewachsen und habe mich nie zu kurz gekommen gefühlt. Ich glaube, jedes Kind holt sich das, was es braucht und so verlagert sich der Aufmerksamkeitsschwerpunkt der Eltern immer mal wieder. Du machst das sicher toll! LG

  12. Vielen Dank für den ehrlichen Blogbeitrag, der mich eben sehr gefesselt hat. Wunderschön geschrieben. Das Leben hat viele Optionen und ich kann gut nachvollziehen, dass du dich so entschieden hast.
    Ich bin selbst Mutter von vier Kindern – wunderschön – aber natürlich bleiben berufliche Ambitionen, eigene Interessen zeitweise sehr auf der Strecke und es ist dann auch irgendwann schwierig, an Voriges anzuknüpfen.
    Bleib weiter so authentisch mit deinen Beiträgen, ich lese immer wieder gerne bei Dir und lasse mich inspirieren.

  13. Liebe Halima,
    es ist verrückt: als treue Leserin, die immer sehr gespannt ist auf Deine Gedanken, habe ich mir seit Wochen gedacht, ich schreibe Dir mal eine Mail und frage an, ob Du mal einen Beitrag darüber schreiben könntest, wie es Dir jetzt mit diesem Thema geht (Deine älteren Texte dazu kenne ich). Ich finde mich so sehr wieder in Deinem Text – wir haben auch eine ganz ähnliche Situation (ich bin ein Jahr jünger als Du, aber mein Mann ist auch fast 10 Jahre älter…unsere Söhne sind 7 und fast 3…). Ich komme nicht aus diesen Gedankenschleifen raus, das läuft ständig im Hintergrund. Ich hoffe, dass bald der Tag kommt, wo ich mir plötzlich sicher bin in der einen oder anderen Richtung….aber sollte es (was eher wahrscheinlich ist) auf ein Nein hinauslaufen, weiß ich, dass immer ein Bedauern bleiben wird…
    Danke für diesen tollen und ehrlichen Text und ganz liebe Grüße
    Andrea

    • Echt verrückt. Und schön! Da macht das Bloggen gleich wieder noch mehr Spaß <3 Bin gespannt, wie Du Dich entscheidest!

  14. Ach,Zweifel gibt es leider immer. Ich hatte die gleichen Wünsche wie du und eine Freundin und dreifache Mutter hat mir damals vom dritten Kind abgeraten; Sandwichkind, Überforderung usw. Ich habe trotzdem noch eines bekommen mit 41 und es wurde ein Tag vor meinem 42. Geburtstag geboren. Und das im Osten Deutschlands, wo man schon als 35 jährige Schwangere als Oma bezeichnet wird.
    Was soll ich sagen; drei Kinder sind nicht einfach eines mehr, es ist nicht immer einfach, aber das ist es auch mit einem Kind nicht. Und wenn alle meine Kinder vor mir herradeln, skifahren oder schwimmen, was auch immer, hüpft mein Herz in mir etwas heftiger vor Stolz – die kommen alle aus mir!
    Du musst es wollen und das Alter deines Mannes ist nicht dramatisch und deines schon gar nicht. Und wenn du/ihr davon träumt, dann versucht es. Es ist ein Wahnsinnsgeschenk! Oder du bist glücklich so wie es ist, dann ist es auch wunderbar und du kannst dich gelassen auf die Zeit als Oma freuen.
    Einen Lieben Gruß
    Paula

    • Liebe Paula, ich weiß gar nicht, ob ich das hören will 😉 Meine Mama hat übrigens auch immer gesagt, dass das dritte nicht einfach eins mehr ist, sondern dass sich damit alles potenziert. Aber es klingt auch bei Dir jedenfalls wunderschön! LG

  15. Du sprichst mir aus der Seele!!!!!!
    Der Jüngste meiner zwei Jungs gerade 5 geworden und ich werde auch nächstes Jahr 40!
    Ich befürchte, dass dieses „hätten wir doch….aber jetzt ist es zu spät“ wird nie vergehen!
    Zu viele Faktoren-vor allem aber auch das Berufsleben sprechen dagegen, auch wenn das eigentlich kein Grund sein sollte und es wirklich schade ist…
    An den meisten Tagen habe ich Frieden damit geschlossen und bin mehr als glücklich mit meinen Jungs und doch wird da immer etwas Wehmut mit schwingen!
    LG

  16. Wir wollten auch ein Drittes. Da ich aber durch beide Schwangerschaften große körperliche Beschwerden hatte und habe, entschieden wir uns gegen ein drittes Kind. Was bringt es mir, wenn ich es körperlich nicht schaffe und dann mich nicht um drei Kinder kümmern kann. Mittlerweile bist der Kleine fast drei Jahre. Und Jetzt merke ich, nach vielen Tränen, es ist einfach wundervoll zwei gesunde Jungs zu haben. Wir sind komplett und genießen unsere Zeit.

  17. Hier wollte mein Mann unbedingt noch ein 4. Sie ist nun 3 Monate alt, unser absolut anstrengendstes Baby, aber gleichzeitig natürlich so süß und zauberhaft. Aber 4 bringen mich jetzt doch an die Grenze der Belastbarkeit, trotz Au Pair. Aber ich liebe meine kleine Großfamilie und kann sagen, dass der Kinderwunsch nun absolut weg ist.

  18. Liebe Mia,
    bei mir war es ähnlich. Der Wunsch nach einem Dritten kam direkt nach der Geburt meines zweiten Sohnes. Dann haben wir dreieinhalb Jahre lang gehadert und es am Ende doch gewagt (mit 37). Meine Tochter ist jetzt 6 Monate alt und ich bin einfach nur unendlich dankbar und glücklich, dass wir uns getraut haben. Aber ich denke, so wie man sich entscheidet ist es genau richtig. Denn auch mit meinen Söhnen war das Leben wunderbar. Wichtig ist nur, dass man am Ende nicht mit der Entscheidung hadert!

  19. Ich wünschte mir ich hätte schon zwei Kinder und würde jetzt über ein drittes Nachdenken.
    Aber leider bleibt es für mich nur ein Traum :/
    Ich werde Niemals Mama werden (allein das schon zu schreiben ist garnicht so einfach ICH WERDE NIEMALS MAMA)
    denkt jede Sekunde dran,jede minute,jede stunde,Tag und Nacht das es nie zu spät ist für ein weiteres Kind!
    Ich würde alles dafür tun um ein Baby zu bekommen ,eine 9 Monate Schwangerschaft mit zuerleben wäre für mich ein Wunder !
    Ich dachte immer ich wäre Kern Gesund,kein Alkohol,keine Zigaretten,keine Allergien aber mein Körper will es einfach nicht zulassen beide Eierstöcke wollen einfach nicht kämpfen .
    Keine Periode kein Eisprung !
    Bin ich überhaupt eine Frau?!

    Bitte denkt immer es kann jeden Treffen also niemals aufgeben, einen gedanken mehr darüber zu machen ob ein 1 oder 2 oder 3 Kind/er noch rein passt ….

    Für mich wird es Niemals so sein das damit muss ich klar kommen …
    Mit 27 Jahren muss ich mir ein Leben ohne Kinder vorstellen (ich werde die Hoffnung aber Niemals aufgeben)

    • Das tut mir wirklich sehr Leid. Aber Du schreibst, dass Du die Hoffnung nicht aufgibst und ich drücke Dir die Daumen, dass Du Dein Glück findest. Alles Liebe!

    • Valentina

      Das tut mir wirklich leid.
      Du hast bestimmt schon alles durchprobiert was Frau nur machen kann.
      Suche dir einen gescheiten Endokrinologen, der dir genau sagt, welche Hormone in deinem Körper nicht produziert werden und wie du es evtl hinbekommst sie selbst zu produzieren oder ergänzend zu bekommen!
      Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg! Sonst helfen auch jeden Tag Fußbäder! Ist ein Volksglaube, aber wenn es hilft ‍♀️
      Jedenfalls hast du noch Jahre vor dir in denen es evtl klappen kann!
      Schreib mir sonst gerne, ich kann dir da weitere Infos raussuchen.

  20. So geht es mir gerade mit dem Wunsch nach einem 4. Kind… ich weiß, was du meinst. Dein Text hat mich sehr berührt.

  21. Oh ja!
    Ich kann Dich so gut verstehen und alles geschriebene so gut nachvollziehen.
    In meiner Brust schlagen auch diese zwei Herzen.
    Hier spricht auch alles rationale dagegen, es ist alles so wunderbar perfekt und eingespielt, aber in der hinterletzten Ecke lauert doch der Wunsch nach Kind Nummer 3

  22. Liebe Mia,
    ich hatte schon nach der Geburt meines ersten Sohnes das Gefühl, dass das Kinderkriegen süchtig macht! Es ist so spannend, wer da zu einem kommt! Jetzt ist Nummer 2 unterwegs und meine Schwangerschaft war noch schlimmer als die erste, deswegen wird es kein drittes Kind geben, auch wenn es immer mein Wunsch war. Ich bin gespannt, wie ich in 2 Jahren darüber denke!
    Liebe Grüße Marina

  23. Jungsmama

    Liebe Halima,

    ich liebe deine Texte, aber dieser setzt noch einmal einen oben drauf. Wunderschön beschrieben!! Danke, dass du uns an diesen Gedanken teilhaben lässt!

    Meine Vorstellung vor den beiden Jungs waren immer 2 Kinder. Nachdem der Kleine auf der Welt war, war der Kinderwunsch dann aber keineswegs verschwunden, was mich mehr als überrascht hat. Dennoch haben die rationalen Gedanken, dass es so, wie es ist, für uns 4 die beste Variante ist, irgendwann die Oberhand gewonnen. Ziemlich ähnlich zu dem, wie du es beschrieben hast.

    Aber, wie sagte eine Kollegin letztens so schön: „40 ist das neue 30“. Es bleiben also noch einige Jahre zum Abwägen 😉

    LG Jungsmama

    • Das klingt gut! Und vielen lieben Dank; ich freue mich auch über jeden Deiner Kommentare, weil es auch für mich schön ist zu wissen, dass es anderen geht wie mir! <3

  24. Schon lange lese ich immer wieder deine Beiträge. Ich bin auch Mama von zwei wunderbaren Jungs (6 und bald 5)…und mit diesem Beitrag sprichst du mir aus der Seele. Jeden einzelnen Gedanken kenne ich nur all zu gut…auch wie es euch ergangen ist mit dem dritten Wunschkind …(„…wir probierten es eine Zeit lang erfolglos…dann passierten Dinge…“) Das selbe war hier bei uns…
    Ich staune über diese gleichen Gedanken,unsere ähnliche Geschichte und möchte DIR einfach von Herzen DANKE sagen!

  25. Liebe Halima,
    ich bin auch seit etwa 2012 treue Leserin und meine ersten beiden Kinder sind altersmäßig genau genau wie deine (*9/2010 und 6/2013).
    Für mich war immer klar dass ich drei Kinder möchte, schon als ich selbst ein Kind war wollte ich drei Jungs und mein Mann stellte sich das ebenfalls so vor.
    Nach den ersten beiden Kindern und den damit verbundenen Begleiterscheinungen sah er das allerdings nicht mehr so.
    Die Müdigkeit , die Anstrengungen (er pendelte seit 12 Jahren von Bonn nach Koblenz), unser Alter (ich werde nächstes Jahr 40), der Wunsch nach etwas mehr Freiheit.
    Aber ich wollte, wollte, wollte dieses dritte Kind wie noch nie etwas in meinem Leben. Und ich habe nicht nachgelassen. Es war ein harter Kampf und ich bin zu sehr vielem bereit gewesen, unter anderem nach Koblenz zu ziehen und ihm
    beruflich erstmal den Rücken freizuhalten.
    Nun wird unsere Jüngste im Juni zwei Jahre alt. Und diese zwei Jahre waren ein heftiger Ritt. Die neue Situation, die neue Umgebung und das Akzeptieren der anderen Umstände (ua eine vollkommen andere Betreuungssituation der Kinder) haben mich extrem gefordert. Bereut habe ich es nie. Ich denke dass ich noch niemals so über mich selbst gewachsen bin, so viel über mich gelernt habe, mich selbst so wenig wichtig genommen habe. Und trotzdem war da immer eine gewisse Wehmut: es ist das letzte Mal, dass ich das erlebe.
    Und jetzt, da es gaaaanz sachte etwas einfacher wird, ist das Gefühl da: Ich bin so zufrieden. Ich mag nicht mehr schwanger sein, nicht mehr stillen. Diese extreme Abhängigkeit. Ich kann ohne mulmiges Gefühl darüber nachdenken, Babysachen abzugeben. Ich freue mich auf das was kommt ohne Baby oder Kleinkind. Da ist noch eine Frau in meiner Mamahülle. Und ich bin so froh das zu fühlen.
    Dennoch, ohne diesen megastarken Babywunsch und das Bewusstsein, dass es mein Wunsch war, hätte ich/ wir diese Zeit wohl nicht unbeschadet überstanden.
    Ich bin so froh, dass ich das nun erlebe und blicke voller Optimismus und Zuversicht in die Zukunft.
    Liebe Grüße

  26. Liebe Halima,
    danke für Deine Worte. Auch hier wird noch geknobelt. Ein drittes wäre toll, aber micht notwendig. So überlegen und abwägen wir das Ganze noch. Zumal Mini noch sehr klein ist. Aber allzu viel Zeit möcht ich mir nicht lassen Maxi ist schon 6. Alles Liebe
    MamaIna von
    HAUPTSTADTFAMILY.com

  27. Guten Morgen,
    deinen Text könnte ich fast genauso schreiben. Dieses ja wenn oh wie schön aber aber …
    Mit 37 denke ich auch darüber nach wie es wäre wenn, in meinem Bekanntenkreis kam das dritte kind meist als Nachzügler, zur Einschulung der zweiten . Vielleicht ist das gar nicht schlecht , mit Abstand, die Größen sind schon selbstständiger, nochmal einen Säugling, der so mitgetragen wird durch die Familie.
    Aber ich scheue mich vor den Umstellungen, vor der Pause. Beide SS waren belastend und der große hatte nachträglich echt das Nachsehen wie Mama monatelang nur auf dem Sofa lag, das mit zwei Kindern?
    Wir fühlen uns wohl mit dem Doppelpack das gerne eine dritte Person aufnehmen würde, wir die zwei aber auch einfach nur genießen wollen ohne wenn aber …
    Ich glaube diese Gefühle kommen und gehen und wenn es sein soll, dann fügt es sich…
    Einen schönen Mittwoch

  28. Vielen Dank! Ich habe mich soooo wiedergefunden. Bei mir gehts zwar „nur“ um das 2. Kind aber die Gedanken sind doch die selben. Unser Kind wir dieses Jahr 8 Jahre, ich werde 36…. 2-3 Jahre werde ich diese starken Gefühle wohl für/gegen Nr. 2 noch zulassen und dann schließe ich das Thema auch für mich ab.

    • Liebe Je, überlege es dir gut, ob du das Thema final abschließen möchtest. Wenn dein Wunsch mit 40 irgendwann nochmal ganz stark wird, ist es aus Altersgründen einfach manchmal unglaublich schwierig, den Traum wahr werden zu lassen! Ich wäre froh, wenn ich nochmal Mitte 30 sein könnte .. liebe Grüße

  29. Mama Blume

    Spannend, wenn man seine eigenen Gedanken woanders lesen kann.
    Meine Situation ist ähnlich und doch so anders. Ich werde im Sommer 37, unsere Kleinste feiert in 12 Tagen ihren ersten Geburtstag und die große Schwester ist genau 28 Monate und zwei Tage älter als die Kleine. Und dann ist da noch mein Großer. Sprichwörtlich. Im Oktober wird er schon 17 Jahre alt. Er ist das Ergebnis einer kurzen Affäre und meine schluderigen Umgang mit dem Thema Verhütung. In Schock damals, als ich feststellte, dass ich ungeplant schwanger war. Aber ich entschied mich für den kleinen Kerl und habe es nie bereut, wobei das natürlich schwer war mit kleinem Kind und ALG 2 eine Ausbildung zu finden und zu absolvieren und ein Leben aufzubauen. Seit er 4 1/2 ist, gehört auch mein Lebensgefährte mit zu uns.
    Nach der Prüfung, Gründung eines Unternehmens, einen Umzug und diversen Höhen und Tiefen fiel im April 2012 die nicht so leichte Entscheidung für Nummer 2. Die ließ dann leider glatte zwei Jahre auf sich warten und kam dann im Dezember 2014 zur Welt. Zwei Einzelkinder fanden wir dann aber doch doof und wir spürten, dass da jemand fehlt. Ich war bereits 35,als der Beschluss für Nummer 3 fiel, vorallem mit dem Hintergrund, dass die kleine Große so lange gebraucht hat, den Weg zu uns zu finden. Doch schon zwei Monate später war ich wieder schwanger, erlebte eine wahnsinnig anstrengende, schmerzhafte Schwangerschaft und eine absolute Traumgeburt und wusste mit dem Moment, als mir sie Hebamme die Kleinste auf dem Bauch legte, dass sie die war, die uns gefehlt hat. Wir sind komplett.

    Eigentlich….

    Mein Kerl will unbedingt noch ein Baby. Ich denke auch ab und an daran und doch weiß ich, dass wir fertig sind. Auch fertig werden „müssen“. Wenn die Kleinste flügge wird, bin ich 53 Jahre alt und habe 33 Jahre lang Kinder groß gezogen. Das ist eine ganz schön lange Zeit. Zumal der Hammer ja nicht zwangsläufig mit dem 18. Geburtstag fallen wird

    Aber ehrlich, gesagt habe ich oft eine diffuse Sehnsucht danach, noch mal diese geheimnisvolle Kinderwunschzeit zu erleben, die Spannung, ob der Test wohl positiv wird? Ist alles in Ordnung und da, wo es hingehört? Wie wirst du sein? Wer wirst du sein? Ein frisches Neugeborenes im Arm halten und es stundenlang bestaunen, bewundern und beschnuppern…

    Und dann schreit die Kleinste, weil sie einen Schub hat, die kleine Große bockt, weil sie erst drei Jahre alt ist und nicht anders kann und der Große steht vor seiner Schulabschluss und weiß nicht, was er will.

    Nein, ich bin durch. Eigentlich.. Glaube ich? Finanziell ist ein weiteres Kind möglich, aber körperlich und nervlich nicht mehr. Und daher bleibt es auch dabei. Ich hab drei gesunde Kinder, werde 37 und will auch beruflich wieder mehr machen. Da ist ein weiteres Baby keine so gute Idee. Und wir sind doch komplett. Glaube ich…

    Ich weiß es nicht.

  30. Marylissa

    Sehr schön geschrieben. Du sprichst mir aus der Seele. Mein Verstand hat sich damals GEGEN ein drittes Kind entschieden. Das Herz bereut es bis heute. Ich bin 45, meine beiden Kinder (mein größtes Glück) sind 14 (Mädchen) und 11 (Junge). Mit 37 Jahren wollte ich unbedingt noch einmal schwanger werden. Doch ich hatte ständig Gliederschmerzen. Nach eineinhalb Jahren wurde festgestellt, dass ich chronische Borreliose habe, und der Arzt hat mir (kurz nach dem 39. Geburtstag dringend von einer Schwangerschaft abgeraten. 25 + Borreliose wäre machbar, 39 ohne Borreliose ist auch kein Problem, aber 39 UND Borreliose ist schwierig. Mit Unterstützung des Mannes wäre es sicher möglich gewesen, die Zeit eines Schubs nach der Schwangerschaft zu meistern.
    Dann kam noch dazu , dass mein Mann Burnout(wegen seiner Arbeit) hatte. Jeder sagte: „Dein Mann ist doch krank.“ (als ich 37 war). Er hat mich auch immer vertröstet. Mittlerweile sind wir geschieden, er hatte seit vielen Jahren eine Geliebte, lebt jetzt mit ihr zusammen. Arbeiten geht er bis heute nicht mehr (Psyche), obwohl er früher beinahe mit seiner Arbeit verheiratet war. (Er hatte nie Zeit für die Kinder, ich habe ihm den Rücken frei gehalten. Er hat DREI Häuser gebaut. Die wollte ich auch nicht, habe ihm zuliebe „Ja“ gesagt.)
    Mein Leben hat sich in eine Richtung verändert, die ich nicht wollte. Ich wollte MEHR Familie, das ist jetzt weniger, ich wollte nur nebenbei arbeiten, dafür ist das jetzt mehr, belastet mich aber sehr (Arbeitsklima).
    Wenn ich an die Zukunft denke, graut es mir. Die Kinder werden erwachsen, es geht sooo schnell. Sie haben ein Recht auf ein eigenes Leben. Das ist klar, aber es tut mir im Innern weh. Was wartet noch auf mich? Mutter wollte ich schon immer sein. Karriere hatte ich nie im Sinn, die Arbeit außerhalb war für mich immer nur Mittel zum Zweck. Darauf warten, dass ich Oma werde? Man weiß nicht, was die Kinder einmal wirklich wollen. Meine Große sagt immer, sie will viele Kinder, aber wer weiß wo sie einmal landet.. Wenn man Enkelkinder vielleicht höchstens einmal im Jahr sieht, ansonsten nur skypt, weil sie in einem fernen Land wohnen, dann ist das nicht dasselbe als wenn man die Enkelkinder ab und zu betreuen darf. Reisen gibt mir nicht viel. Ich sehe Dokus über andere Länder gerne im Fernsehen und schwimmen kann ich auch bei uns zuhause. Weggehen auf Ü 30 oder Ü 40 Partys sind mir ein Graus. Meine Jugendzeit war zwar sehr schön, das Weggehen war für DIESE Zeit toll, aber es war NIE mein Lebensinhalt. Alles in mir sagte: Mein wahres Leben beginnt mit Familie, die Weggehphase ist nur ein schöner Abschnitt vorher. Langes Gerede, kurzer Sinn:
    Mir FEHLT emotional ein Kind, das zwischen 4 und 8 Jahren ist, die Familienzeit würde sich etwas verlängern. Ich weiß, dass das vielleicht Jammern auf hohem Niveau ist, aber möchte jedem raten:
    Hört auf euer Gefühl, nicht auf den Verstand. Auf meine beiden Kinder bin ich sehr stolz, doch die Trauer darüber, das dritte Kind nicht zu haben, weil ich nicht den Mut zur Schwangerschaft hatte, begleitet mich täglich.

  31. Liebe Halima,
    vielen Dank für diesen Text! Nie hätte ich meine Gedanken so gut in Worte fassen können wie du es tust. Fast jeden einzelnen Satz , den du schreibst, kann ich so gut nachempfinden . Ich bin gerade 40 geworden, mein Mann ist älter als ich, unser Sohn 7 und unsere Tochter 5. Auch ich habe meinen Kinderwunsch in eine Kiste gestopft und mich draufgesetzt…. Inzwischen habe ich das Thema für mich abgeschlossen, die 40 war immer meine persönliche „Schallgrenze“. Und dennoch wird da immer diese Sehnsucht und dieses Gefühl „eigentlich wollte ich doch immer drei Kinder haben“ bleiben.
    Trotzdem bin ich froh, nach mindestens 3 Jahren des ständigen Abwägens ja/ nein/ vielleicht inzwischen mehr zur Ruhe gekommen zu sein. Letztendlich hat bei mir die Vernunft die Überhand gehabt, aber auch das hat seine Berechtigung.
    Liebe Grüße vom Bodensee!

  32. Ein toller Text – ich bin übrigens genau das Kind, was dann nach 9 Jahren und eigentlich etwas alten Eltern entstanden ist (40 und 50) – pui, Glück gehabt 🙂 🙂 🙂

  33. Verblüffend… denn ich dachte immer, mir geht es nur alleine so…! Du hast das sooo gut beschrieben, hätte von meiner Hand sein können. Aber dein Texte, zeigt mir … trau Dich, lebe diesen Traum, denn Du lebst nur dieses eine Leben und ich will später nicht da sitzen und es bereuen, es nie gewagt zu haben. Bei uns geht es um Kinder Nr. 4… schätze jeder aus der Familie wäre erstmal geschockt, bis auf die Geschwister, die würden sich freuen… bis einer merkt, jetzt muss ich mein Zimmer teilen 😉 … gibt schlimmeres im Leben. Unsere werden dieses Jahre, 11, 9 und 5 Jahre alt… mein Mann und ich 37… wenn nicht jetzt dann nie mehr. Klar wird man viele Dingen hören, wie “ jetzt sind sie doch groß!“ oder“ das wächst ja fast alleine auf!“ … aber auch wenn sie vielleicht nicht so viel miteinander spielen… Geschwister sind immer toll, die hat man für ein ganzes Leben :)! Und wir würden diese (definitiv) letzte Baby Zeit in vollen Zügen genießen und ich würde diesmal auch 24 und nicht nur 12 Monaten zuhause bleiben… das geht schon alles irgendwie. Tatsächlich hast du mir bei meiner Entscheidung weiter geholfen… vielen Dank dafür!!!!

  34. Danke für die schönen Worte! Ich bin 40 und Mama einer 7-jährigen, wundervollen Tochter! Ich arbeite, gebe als Freiberufler Sportkurse und gelte als ‚stark‘, als ‚‘taff‘… ja, das bin ich auch! Aber nur nach außen. In mir schlummert ein großer Traum – ein Verlangen. Das tiefe Gefühl, dass noch etwas fehlt in meinem, in unserem Leben. Das Schicksal wollte es so, dass wir uns von zwei Schwangerschaften verabschieden mussten. In dieser Zeit starb dann noch meine Schwester und im letzten Jahr wurde bei meiner Mama Krebs festgestellt. Jeder sagt mir, dass ich das erst alles verarbeiten muss, dass es jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist, dass ich doch mit einem gesunden Kind glücklich sein soll. Komisch nur, dass das immer von Müttern mit zwei oder mehr Kindern kommt. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf – wenn ich nur fest genug daran glaube kann sich mein Herzenswunsch trotz aller (eigenen und fremden) Zweifel noch erfüllen.

    • Hallo Kati,
      etwas ähnlich ist es bei mir.
      Auch bin kurz über 40,habe ein großartiges 7-jähriges Kind und (vier)Fehlgeburten in den letzten fünf Jahren hinter mor.
      Mein Mann hat den „Deckel auf seine Kiste“geschlossen und ihm reicht das,was wir tolles Wetter den Tag bewundern können. …Aber mir….mir fehlt irgendwie was.
      Auch bei mir sagen Freunde/Familie /Verwandte wie „stark“ ich über die Verluste gekommen bin,nach der Trauerzeit habe ich nie die Hoffnung auf ein weiteres Familienmitglied aufgegeben….
      Auch jetzt noch,der Wunsch ist so stark und das Gefühl,dass noch ein weiteres Kind in unsere Familie gehört,ist stark.
      Sie Vernunft redet mir aber auch zu…
      Was wir haben ist toll.
      Die Selbständigkeit eines siebenjährigen ist grossartig! Ich bin wieder in meinem alten Leichtathletik-Verein und kann vier mal die Woche trainieren,wir machen zu dritt tolle Ausflüge und sind so unabhängig….
      Warum genügt einem das nicht?
      Warum ist dieses Gefühl da?
      Warum kann man (frau??) nicht damit zufrieden sein,was man tolles schon hat.?.
      Wieso?
      Ich weiss es nicht.
      Und ich weiss auch nicht,zu was ich mich entscheiden soll.
      Wäre ich jetzt schwanger,wäre es das grösste für meine beiden…
      Aber über vierzig und das Kind schon sieben….noch eine weitere Fehlgeburt.?.?
      Ich weiss es nicht.

      Herzliche Grüsse aus Berlin

  35. Liebe Halima,
    vielen Dank für diesen schönen Text! Ich war lange sehr sicher, dass ich nur 2 will. Mit HELLP und Plazenta Prävia habe ich in beiden Schwangerschaften auch jeweils eher die fieseren Komplikationen mitgenommen.
    Seit letzten Herbst ist der Gedanke nach Nummer 3 doch in meinem Kopf und spukt da rum. Es wäre schon irgendwie schön… aber aktuell sind wir mit den Windeln durch, die Kinder schlafen einigermaßen. Ich bin 36 und die Kinder 3 und 6 – noch wäre alles in einem für mich okayen Rahmen. Ach hmm.
    Daher: vielen Dank für deine so schön aufgeschriebenen Gedanken. Und schön, damit nicht alleine zu sein.

  36. Ein toller Text! Ich dachte früher (so in meinen 20ern, während des Studiums/kurz danach): “ Wenn ich mal Mama werde dann maximal ein Kind, vielleicht so „kurz vor knapp“ Ende 30.“ Mit 32 kam der große Sohn, gewünscht und sehnlich erwartet. Mit 35 der zweite, genauso innig gewünscht und erhofft. Ich dachte „jetzt sind wir aber durch. Zwei ist ohnehin schon eins mehr als ich mal dachte.“ Doch überraschenderweise war da eine unerklärliche Sehnsucht. Ich habe mir das gar nicht so recht eingestehen wollen, aber so war es: ich hatte so ein unbeschreibbares Gefühl von „da fehlt noch wer“.
    Und dann kam die Kleine.
    Sie ist jetzt 1,5. Es war und ist oft anstrengend. Fordernd. Laut. Wunderbar. Ich bin unbeschreiblich müde. Und glücklich. Und wir sind komplett, das fühle ich ganz tief in mir drin.

  37. Liebe Halima, ich bin auch schon einige Jahre stille Mitleserin…
    Dieser Text traf voll ins Schwarze!!! Besonders gestern, da ich gestern gerade nochmal über das Thema gesprochen habe.
    Ich werde in 2 Wochen 40 (Hilfeeeee!)..und wir haben zwei wunderschöne, tolle Kinder (Sohn 6 und Tochter 4)…und wir wollten auch immer drei haben.
    Meine Schwester hat auch kürzlich ihr erstes Baby bekommen, ich hab ihr alle Babyklamotten abgegeben…die Schwangerschafts-Hosen der Nachbarin…alle Still-BHs weg, alle weiten Sachen….
    Mache endlich wieder regelmäßig Sport, ich bin selbständig, mein Mann viel auf Reisen (ca. die Hälfte des Monats bin ich alleine)…wir müssen noch umziehen und suchen eine Eigentums-Wohnung, die Kinder sind aus dem gröbsten raus…soviele einerseits klare Argumente, Fakten…und dennoch. Tief im Herzen bleibt die Frage…(und die Fragen der Kinder! „Mama, wann hast Du wieder ein Baby im Bauch? Wir möchten sooo gern ein kleines Baby hier haben“)…Bin ich ganz sicher? Nein, bin ich nicht. Aber die Klarheit, dass ich es will, habe ich auch nicht.
    Am liebsten würde ich das Schwanger-Sein, die ersten paar Monate überspringen, haha (obwohl das alles sehr unkompliziert war bei mir, auch die Geburten)…

    Ich muss auch eins sagen: die Vorstellung, dass ich jetzt älter werde und die Zeit der Unfruchtbarkeit naht – macht mich ganz schön fertig. Irgendwie ist dann eine Un-wiederbringbarkeit darin, die mir zu schaffen macht!

    Liebe Grüße und danke nochmal für Deine Gedanken und Offenheit!

    • Diese Unwiederbringlichkeit…das finde ich auch so belastend! Und auch, dass „nie wieder ein Kind bekommen“ für mich persönlich auch irgendwie gleichbedeutend ist mit dem endgültigen Abschied von einer Lebensphase, die ich bei aller Anstrengung so sehr liebe und die ich gerne nochmal verlängern würde (bevor ich eine „Frau mittleren Alters“ werde, wie eine Bekannte von mir das mal ausdrückte…) (ich bin 38 und habe 2 Jungs)

  38. Liebe Mia, du schreibst mir aus der Seele mir geht es genauso man denk irgendwie, dass man diese Gefühle allein hat (schließlich ist man erwachsen und muss immer wissen was man will das dachte ich als kind jedenfallss) Dann ist schön zu hören das es auch anderen so geht. Bei meinen Mann war das im übrigen genau wie bei dir. Und wir haben auch 2 Jungs 7 und 4 und mein Mann ist 9 Jahre älter.
    Ich freue mich immer von dir zu lesen.
    LG sabrina

  39. Wir haben drei Jungs im Alter von 10, 8 und 4 Jahren. Auch ich hatte die selben Gedanken wie du vor dem dritten Kind. Dann habe ich mir eines Tages vorgestellt, wie ich alt bin und auf mein Leben zurück blicke. Und dann habe ich mir überlegt, was passieren könnte, wenn ich auf das dritte Kind verzichtet hätte. Und da könnt es doch sein, dass da immer noch diese Sehnsucht wäre und ich mich gräme, dass mich damals meine kurzfristigen Überlegungen (Rückkehr zum Job, anstrengende Baby- und Kleinkindzeit, etc.) von einem dritten Kind abgehalten haben. Andererseits war ich mir sicher, dass ich es keine Sekunde meines Lebens bereuen werde, noch ein Kind bekommen zu haben. Denn, dass ich mein Kind von der ersten Sekunde an lieben würde, wusste ich ja schon von den Großen.

    So komisch es klingen mag – für mich war es ein geringeres „Risiko“ noch ein Kind zu bekommen, als das nicht zu tun. Und seither vergeht kein Tag, an dem ich dieses Wunderwesen nicht angucke und mir denke „so schön, dass wir ihn bei uns haben und wie blöd wären wir gewesen, uns dieses Geschenk selbst zu verwehren“. Es ist doch so toll, dass man etwas selber machen kann, was man nachher so über alles liebt.

    Tatsächlich bin ich übrigens seither auch wirklich fertig. Einen Wunsch nach einem weiteren Kind habe ich nicht mehr. Unsere Familie ist komplett, es sind alle da 🙂

  40. Ach, wie ich das verstehe.
    Bei uns verlief es andersherum. Nach der Geburt von Kind 2 war bei mir große Trauer: Es war das letzte Mal: Schwangerschaft, Geburt, Vorfreude, Wochenbett… nie wieder würde ich das erleben.
    Ein drittes Kind zu wollen wäre unvernünftig. Vor dem Mutterschutz war meine befristete Stelle ausgelaufen, wie es beruflich weitergehen würde, stand in den Sternen. Also erst einmal Elternzeit, dann Jobsuche, einarbeiten… bis dahin bin ich sicher zu alt (war damals 35), oder zumindest würde es länger nicht oder gar nicht mehr klappen (Kind 1 ist Produkt der modernen Reproduktionsmedizin, Kind zwei eine frühe Überraschung).
    Tatsächlich dauerte es ewig, nämlich drei Jahre, bis ich endlich wieder einen Job hatte. Der Kinderwunsch war Geschichte, es wurde einfach immer unpassender und ich war auch 38.
    Und dann die kleine Überraschung: ich trat die neue Stelle schwanger an.
    Meine Freude ließ dann auch erst einmal auf sich warten, denn natürlich war es gerade eben so, dass der bisher Kleinste endlich durchschlief, sauber wurde, mit seinen 3 Jahren endlich kommunizieren konnte. Wir würden von vorn anfangen. Puh…
    Und: der neue Job. Wie unangenehm…. aber ich habe es überlebt. Mein neuer Chef hat es mit Fassung getragen (er wusste es auch, bevor ich den AV unterschrieb).
    Tja, und nun ist Nummer 3 auch drei Jahre alt und aus der Familie nicht mehr wegzudenken. Vom weiteren Kinderwunsch hat er mich trotzdem geheilt. 🙂

  41. Ich finde es sehr berührend, dass du so offen darüber schreibst. Respekt! Ihr werdet es schon richtig machen. Und ich weiß nicht, ob man sagen kann, dass die eine oder andere Entscheidung „richtiger“ gewesen wäre. Man steht so häufig an Weggabelungen. Und man wird nie wissen, was einem der andere Weg gebracht hätte.
    Meine Mama hat übrigens 8 Kinder zur Welt gebracht und es nie bereut. Ich wollte dadurch auch eine große Familie. Jetzt nach drei Töchtern in kurzen Abständen ist auch für mich erstmal Pause. Aber das Thema ist nicht abgehakt. Wenn man wirklich will, schafft man es. Andererseits bin ich erst 28. Mal sehen, was die Zeit bringt.
    Und so oder so, ihr seid eine tolle Familie!

    • Dankeschön! Und ja, wenn man Großfamilie kennt, will man das auch so machen, oder? Wir waren drei Kinder zu Hause und vielleicht deswegen denke ich immer, da fehlt noch jemand.

  42. Liebe Halima,

    Wir haben vieles gemeinsam. Juristin, 2 Jungs und einen nicht greifbaren Wunsch nach Nr. 3. Mein Mann, eigentlich fertig mit unseren beiden, sagt ebenfalls „ok“, weil er mich liebt. In meinem Kopf dreht sich nun seit Wochen alles um das für und wider. Ich bin bald 38, die Kids bald beide Schulkinder. Will ich so ein Nachzügler? Noch einmal alles von vorn? Eigentlich ist doch alles schön. Hach, ein Gedankenkarussel. Ich denke fast, entweder springt man in das Baby-Abenteuer hinein und lässt es auf sich zukommen oder man grübelt so lange, bis es wirklich nicht mehr geht.

  43. Katja Michel

    Ich bin 46, habe zwei erwachsene Töchter, 21 und 23. Wir waren damals am Bauen und haben gedacht, dass es etwas dauert, bis ich schwanger werde. Falsch gedacht. Wir haben uns gefreut, auch wenn mir lange sehr übel war und ich ab der 31. SW fast nur noch in der Klinik lag, weil die Versorgung des Babys gefährdet war. So hatte ich mir das alles nicht vorgestellt. Unsere Gedanken waren nur bei dem Baby und dass es gesund zur Welt kommt. Sie hat bis zum Ende in meinem Bauch bleiben können. Mit einer Woche Verspätung und einer 4.5 stündigen Geburt konnten wir sie gesund in den Armen halten. Diesen Moment unbeschreiblichen Glücks kann ich gar nicht beschreiben. Und vergessen waren all die Sorgen. Da wir ein zweites Kind wollten, haben wir nicht verhütet und der Natur ihren Lauf gelassen. So dass Baby Nr. 2 21 Monate später das Licht der Welt erblickte. Ohne Komplikationen in der SS und bei der Geburt. Unser Glück schien perfekt. Es war anstrengend mit zwei Kleinen alleine mit Haus und Garten, da mein Mann beruflich sehr viel zu tun hatte. Als meine große in den Kindergarten kam, bemerkte ich schon, dass sie nicht viel sprach und sehr zurückhaltend war. Und so nahm alles seinen Beginn. Kinderarzt, Logopäde, kinderpsychologe. Und dann der Befund. Wahrscheinlich war doch die Sauerstoffzufuhr kurz unterbrochen, so dass die kleinen und kleinsten Nervenverästelungen nicht ganz so ausgeprägt waren wie bei einem gesunden Kind. Wir haben alles in Anspruch genommen, was möglich war. Ergo, Motorikgruppe und ständiges spielerisches Wiederholen Zuhause. Meine Jüngste bestätigt mir heute, dass sie sich nicht zurück gesetzt gefühlt hat, da ich für ihre Schwester viel Zeit aufbringen musste. Da bin ich sehr froh darüber. Da sie auch während der Schulzeit viel Unterstützung brauchte. Sie hat ihren Weg gemacht, auf den sie stolz sein kann und ich auch. Ich hatte mir auch immer drei Kinder gewünscht, aber nachdem ich wusste, dass meine große so viel Unterstützung brauchen wird, war ich froh, dass die kleine schon geboren war, sonst hätte ich damals kein zweites Baby mehr bekommen. Doch nachdem sie ihren Weg gemacht hat und alles gut lief, kam wieder der Wunsch auf. Aber wie gesagt es war ein ständiges hin und her. Ja oder nein. Nochmal so ein kleines süßes Baby. Zu diesem Zeitpunkt war ich 35. Mein Mann 42. Haben uns dann dagegen entschieden, weil wir jetzt mehr Zeit für uns und für andere Dinge hatten. Doch vor vier Jahren verunglückte mein Mann. So hart es vllt klingt, ich war froh, kein Kleinkind mehr zu haben. Jetzt habe ich einen Lebensgefährten und der Wunsch keimt wieder auf. Aber wir sind über das Alter raus. Ich denke jede Frau hat diesen insgeheimen Wunsch und hat damit zu kämpfen, dass sie damit abschließen muss. Leider. Sorry länger Text.

    • Danke für diesen langen Text. Was für eine bewegende Geschichte. Zum Glück klingt sie nach einem guten Ende.

  44. Deine Worte haben mich sehr berührt. Ich bin in der 11.Ssw und habe gestern erfahren , dass mein Kind nicht mehr lebt. Ich bin 42 und der Wunsch nach diesem dritten Kind war so stark, dass wir es trotz zwei vorangegangener Fehlgeburten nochmal versuchen wollten. Jetzt muss ich mich leider wieder versbschieden und es ist hart. Ich weiss nicht, ob ich das nochmal durchstehen, aber den Wunsch nach dem dritten Kind jetzt endgültig abzuhaken ist so schwer. Aber es ist wohl das Vernünftigste. Ich habe mich gegen eine Ausschabung entschieden und warte jetzt darauf, dass die Blutungen einsetzen.Vielleicht ist die Sehnsucht das einzige , was im Herzen bleibt. Alles Liebe

    • Oh nein, das tut mir sehr Leid. Fehlgeburten verändern einen, das weiß ich. Ich hoffe, Deine Familie kann Dich ein bißchen trösten. Alles Liebe.

  45. Danke für die Entscheidungshilfe..bei mir geht es ums vierte Kind, mit meinem neuen Partner….ich habe 13- jährige Zwillingsjungs und eine 8-jährige Tochter von meinem Exmann. Bin 38, der Papa-to-be 48 und er hat noch keine Kinder. Eigentlich möchte er unbedingt eins, aber er traut sich nicht. Und er möchte mir das nicht zumuten obwohl beide Schwangerschaften und Geburten problemlos waren. Ich wäre bereit nochmal im Job zurückzustecken, denn arbeiten kann ich mit 50 noch genug und ich bin in einer Branche mit chronischem Personalmangel, werde also nie arbeitslos sein….
    Nachdem ich die Kommentare gelesen habe, muss ich ihm meinen Wunsch doch nochmal näherbringen 😉

  46. Hallo ihr alle Mädels,
    Also ich finde euch alle nicht alt.
    Was würdet ihr zu mir dann sagen.
    Ich bin 43 und kämpfe einen Kind zu bekommen. Mein erstes.
    Ich wäre so happy wenn ich eure Sorgen Teilen könnte.
    Hiermit möchte ich euch nur sagen was für glückliche Frauen ihr nur seid.

    Lieben Gruß
    Sani

  47. Hallo Halima,
    vielen Dank für Deinen schönen ehrlichen Text.
    Ich lese sowieso immer gerne bei Dir, aber dieser Text berührt mich besonders.
    Ich habe auch zwei Kinder (4 und 2 Jahre) und der Wunsch nach einem dritten Kind ist seit der Geburt des zweiten immer da. Leider ging es mir in der zweiten Schwangerschaft so schlecht, dass ich 9 Monate lag und mich nicht um meine Tochter kümmern konnte, so dass sie sehr darunter gelitten hat, Oma und Papa konnten die Mama nicht ersetzen, da ich mich vorher hauptsächlich gekümmert habe. Durch eine Rhesusunverträglichkeit, die in der zweiten SS auftrat gab es auch Gefahren für das Ungeborene, was mit viel Angst und einer Einleitung vor Stichtag verbunden war.
    Ich muss damit rechnen, dass ich wieder so eine schwierige Schwangerschaft habe und die Gefahr für das Baby wäre noch größer, so dass wir kein weiteres Kind bekommen werden und trotzdem geht der Wunsch nicht weg und ich fühle mich dauernd im Zwiespalt.
    Ich kann Dein gedankliches Hin und Her so gut verstehen.
    Alles Liebe Jane

  48. Ich glaub, das hört nie auf.. Ich hatte Kinderwunsch nach dem ersten, nach dem zweiten- und nach dem dritten Kind immer noch. Mittlerweile bin ich aber so weit, dass mir ein Leben mit nur 3 Kindern durchaus vorteilhaft erscheint. Lese ich einen Text wie diesen, würde ich die mühsam erworbene und sehr sinnvolle Containance am liebsten stante pede über Bord werfen. Ein Leben geschenkt zu bekommen, ist halt das Größte, was das Leben zu bieten hat.
    Wenn man es sich dann noch finanziell leisten kann- nur zu 😉

  49. So viele interessante Geschichten. Ich werde nächsten Monat 31 und habe zwei kleine Jungs. Der Kleine wird im Juli 2, der Große im Oktober 4 Jahre alt, sie haben nur einen Abstand von knapp 21 Monaten. Das war und ist schon sehr anstrengend, aber ich liebe diese Zeit so sehr. Ich arbeite 30 Stunden, weniger ist wegen Hauskauf nicht drin. Oft denke ich jetzt an ein drittes Kind, denn wenn, dann möchte ich sie vom Alter nah aneinander haben. Aber sicher bin ich mir eben nicht. Und so wird der Zeitpunkt wahrscheinlich verstreichen. Ich habe noch einige Jahre die Möglichkeit ein drittes Kind zu bekommen und hoffe, dass diese Zeit nicht ein einziges nein… doch… vielleicht wird. Ich möchte auch betonen, dass es hier nicht um den Wunsch nach einem Mädchen geht. Das wird einem komischerweise oft eingeredet. Dabei habe ich mir Kinder gewünscht, kein bestimmtes Geschlecht. Hätte ich einen Bauernhof mit viel Platz und müsste nicht so viel arbeiten, dann hätte ich 5 Kinder 🙂 Stattdessen bin ich inzwischen gefragte Patentante im Freundeskreis.

  50. Marylissa hat geschrieben: … Mein Verstand hat sich damals gegen ein drittes Kind entschieden. Das Herz bereut es bis heute…

    Das und auch alle deine Gedanken, liebe Halima, kann ich nur zu gut nachempfinden. Hier sind auch zwei sehr dynamische Jungs (6 und 3) der Mittelpunkt unseres Lebens, … dazu kommen regelmäßig zwei große (15 und 16) Bonus-Brüder aus der ersten Ehe meines Mannes. Ich weiß es genau, das 3te Kind (oder für meinen Mann halt das 5te) wäre der organisatorische Super-GAU … aber das Wünschen, ja das Wünschen kann der Verstand, trotz bester Argumente wohl niemals wirklich dauerhaft unterdrücken. Daher danke ich Dir sehr für diesen persönlichen Post – für mich klingt er keineswegs seltsam. Und du siehst ja sicher auch an den vielen Kommentaren, dass Du mit deinen Gedanken in bester Gesellschaft bist.
    GLG Kathi

  51. Ein Wahnsinnstext! Danke für die Teilhabe an diesen Gedanken. Mich würde sehr interessieren, was deine Mutter zu diesen Gedanken sagt.
    Ich glaube es befinden sich ziemlich viele Frauen in einer ähnlichen Situation und stellen sich die gleichen Fragen wie Du. Auch ich habe den Gedanken an ein drittes Kind in unserer Familie noch keine neue Richtung gegeben. Ich war allerdings schon überraschend schwanger mit dem dritten Baby. War! Und seitdem weiß ich nicht, ob ich das nochmal überstehen würde. Ich hielt das Baby im Arm und vielleicht war es einfach schon das dritte Kind, was zu uns gehört, nur nicht bei uns leben kann.
    Seitdem weiß ich noch einmal mehr wie unendlich glücklich ich bin für meine zwei Kinder und darüber, dass diese Schwangerschaften und Geburten so reibungslos verlaufen sind.
    Vielleicht spare ich mir meine weitere Liebe, Geduld und Fürsorge für meine Enkelkinder auf. Trotzdem werde ich unser drittes Kind immer vermissen.

    • Ich werde meine Mutter morgen fragen 🙂 Und es tut mir sehr Leid, dass Dein drittes Baby nicht bleiben konnte. Ich kann gut verstehen, dass Du nicht weißt, ob du das nochmal überstehen würdest. Herzliche Grüße

  52. Liebe Halima,

    ich habe drei Kinder und einen ganz leisen Wunsch nach einem vierten (auch wenn mir klar ist, dass es organisatorisch dann langsam wirklich schwierig werden würde ;-)) Aber mein Mann möchte kein weiteres Kind und von daher ist es dann auch gut so.
    Eine Freundin sagte neulich zu mir: Es ist doch gut, wenn du theoretisch noch Ressourcen für ein weiteres Kind hättest, so kannst du deine drei genießen, ohne ständig am Limit zu sein.
    Ich finde das einen sehr klugen Gedanken.

    Danke für das Teilen deiner sehr persönlichen Gefühle!
    Liebe Grüße, Lea

  53. Liebe Halima,

    ich habe zwei Kinder. Ein Junge (4) und ein Mädchen (2). Ich kann Dich sooo gut verstehen; auch wenn wir ein drittes Kind wirklich ausschließen und ich mittlerweile auch schon 39 Jahre alt bin. Die Großeltern wohnen weit weg und für meinen Mann und mich ist es wirklich nicht leicht den Alltag zu wuppen. Mir fällt es aber trotzdem schwer, mich an den Gedanken zu gewöhnen, dass wir nie wieder ein kleines Baby zum kuscheln haben werden.

  54. Hallo Mia,
    Ein toller Text.
    Ich bin 37 und habe eine Tochter mit 12 und einen Sohn mit 8 Jahren (beide im Medizinstudium bekommen)… unsere Kleinste ist jetzt 2! Hab meinen Mann auch eine Weile von einem Dritten überzeugen müssen;)
    Und jetzt ist sie nicht mehr wegzudenken…
    Die beiden großen spielen viel mit ihr und sind auch tolle Babysitter! Ja, msn fängt von vorne an, aber die Zeit geht sooo schnell rum…
    Liebe Grüße
    Anja

  55. Liebe Mia! Lange schon verfolge ich Deinen Blog und habe schon darauf gewartet, das Du dieses Thema ansprichst. Ganz ehrlich: hör auf Deinen Bauch, nicht auf Deinen Kopf. Klar wird es nochmal anstrengend mit einem neuen Kind,mach die Kiste nicht komplett zu, irgendwann wirst Du das wahrscheinlich bereuen. Bin selbst Mama von drei Töchtern: fast 15, 12 und 5 Jahre alt. Die Schwangerschaft war ganz okay, ich war damals 37 Jahre, die Geburt war furchtbar, hätte ich sowas bei meiner ersten Tochter erlebt-sie wäre ein Einzelkind geblieben. Und doch hat dieses kleine Wesen in unserer Familie gefehlt. Sie bringt mich so oft zum Lachen, oft staune ich nur, bin so verliebt (auch wenn sie mich manchmal schon zur Weißglut treibt) . Ich glaube ich habe mittlerweile viel mehr Geduld als früher, weiß ja jetzt alles braucht seine Zeit. Ich sehe jeden Tag meine großen Mädels und bin so unglaublich Stolz auf sie. Auch wie die drei Schwestern harmonieren. Wenn da wirklich noch ein Fünkchen Sehnsucht in Dir steckt……

  56. Das ist der tollste Text, den ich seit langem gelesen habe. Er trifft so gut auf so vieles zu und ich glaube gefühlstechnisch ist es genau so perfekt nachvollziehbar. <3

    Hach!
    Auf bald hoffe ich!

  57. Liebe Halima,
    so habe ich auch gedacht, gerade wieder im Job etabliert, Sport angefangen, die Kinder etwas selbstständiger, und ich wurde 40 …

    Und dann passierten viele Kleinigkeiten in unserem Leben, und es gab nicht den Grund dafür, es waren ganz viele kleine Gründe. Jetzt sitze ich seit 10 Tagen mit dem 3. Wunder beim Stillen.

    Mein Mann machte mir das schönste Kompliment in unserem Baby-Honeymoon: er könne sich ein 4. vorstellen …
    Aber wir hören jetzt doch mal auf, 3 ist eine gute Zahl.
    Die Kinder sind übrigens 12, 4 und ein Neugeborenes.

    LG, Rike

  58. Agata Edeling

    Liebe Halima,
    das hast du wundervoll geschrieben, es hat mich sehr berührt.
    Die Entscheidung für das dritte Kind ist nicht einfach, da es nicht so klar ist wie beim Zweiten. Die Meisten möchten ein zweites Kind, das ist meistens schon vor dem Ersten klar, aber das Dritte ist ein Wagniss. Geht es noch einmal gut? Möchte man das perfekte Gefüge noch einmal durcheinander rütteln?
    Wir waren beim Zweiten noch nicht komplett, es kam ein drittes, zauberhaftes Kind dazu, dass ich nicht missen möchte.
    Jetzt sind wir komplett. Ich habe keinen Kinderwunsch mehr. Jetzt ist es gut!
    Ich wollte nicht, dass ein unerfüllter Kinderwunsch mein Leben begleitet.
    Ich wünsche Dir alles Gute.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Solve : *
12 + 13 =