Was sich mit Kindern wirklich ändert

was ändert sich mit Kindern

Manchmal machen Eltern anderen Eltern, oder solchen, die es werden wollen, Angst. Als müssten sie Unwissende auf eine schreckliche Durststrecke in ihrem Leben vorbereiten. Schwangere wissen deshalb lange bevor der Name des Kindes feststeht, dass die Nächte kurz sein werden, dass Milchstaus einem das Leben schwer machen können und dass man sich von Zeit mit dem Partner am besten direkt verabschiedet.

Wenn man das zweite Kind erwartet, setzten die Leute ihren Schilderungen sogar noch eins drauf. „Jahaha, DAS kannst Du natürlich beim zweiten Kind nicht mehr“, unkten meine Freundinnen aus der Ecke für erfahrene Mütter damals bei jeder Gelegenheit zu mir rüber.

Wenn ich jetzt manchmal über ein drittes Kind nachdenke, frage ich mich, was dann wohl auf mich zukommen würde. Das kann ich natürlich nicht wissen, aber ich weiß, wie das erste und das zweite Kind mein Leben verändert haben.

grau_swblog_bearbeitet-1

Was ändert sich mit Kindern?

Es stimmt, sie haben mein Leben auf den Kopf gestellt und gerade am Anfang habe ich das Muttersein oft als sehr anstrengend empfunden. Inzwischen würde ich allerdings längst nicht mehr Schlaflosigkeit, Müdigkeit oder Anstrengung aufzählen, wenn mich jemand nach meinem Leben als Mutter fragt. Ich bin keine neugeborene Mutter mehr. Ich bin ein Mutter von zwei Kindern, die ein ganz normales Leben mit ihren Kindern und ihrem Mann zwischen Spielplatz und Büro lebt.  Dieses Leben in einer Familie finde ich wunderschön.

Denn seit ich Kinder habe, darf ich mich jeden Tag wie eine Heldin fühlen. Weil ich einen Rasenmäher besitze, der „sähr laut“ ist. Weil ich sensationelle Tricks auf Lager habe, und meinem Kind einfach seine Nase klauen kann, und weil ich auf so lustige Ideen komme, wie die, dass man die Klettverschlüsse der Kinderschuhe überkreuzt schließt! Dann schauen sie mich an und lachen glücklich und bewundern mich.

Seit ich Kinder habe, darf ich mich in beinahe jeder Minute unersetzbar fühlen. Wenn sie morgens aufwachen, rufen sie schon nach mir und wenn ich mal eben für zwei Minuten aufs Klo schleiche, ertönt sofort ein lautes „Maaamaaa?!“ und dabei dachten ich, sie spielten gerade so vertieft und bemerken mein Fehlen gar nicht. Wenn ich sie abends ins Bett bringe, darf ich nicht das Zimmer verlassen, bis sie eingeschlafen sind. Sie schlingen ihre kleinen Ärmchen um mich und schauen mich mit großen Augen an, die mir sagen, dass sie mich brauchen.

Seit ich Kinder habe, kuschle ich in einer Woche mehr als früher in einem ganzen Jahr. Von wenigen Stunden im Büro abgesehen, habe ich eigentlich ständig Körperkontakt mit mindestens einem Kind. Sie klettern auf meinen Schoß, sobald ich mein Smartphone heraushole, sie hängen sich an mein Bein, sobald ich anfange, zu kochen und sie unterbrechen immer wieder ihr Spiel, um auf meinen Arm zu kommen und ein paar Minuten Mama  aufzutanken. Und nachts kommen sie in mein Bett gekrabbelt, um liebevoll ihre kleinen Pfoten auf mein Gesicht platschen zu lassen oder mir ihre Füße zum Aufwärmen in den Bauch zu legen.

Seit ich Kinder habe, gibt es Menschen, die mich zum Lachen bringen, die mich vermissen, die mich bewundern und mir das Gefühl geben, mit mir zusammen macht alles mehr Spaß. Das alles ist so, weil sie mich lieben. Und ich liebe meine Kinder wie verrückt. Das zeigen wir uns gegenseitig jeden Tag in vielen kleinen Gesten.

Wenn mich jemand fragt, was sich mit Kindern wirklich ändert, würde ich deshalb sagen, dass mit einem Kind mehr Liebe im Haus ist. Was sich dann mit dem zweiten Kind ändert? Ganz einfach: Es ist dann noch mehr Liebe im Haus! Und wenn mich nicht alles täuscht, müsste also mit drei Kindern noch mehr Liebe im Haus sein.

Ich finde, das ist das Wichtigste, was man wissen sollte, wenn man über (noch) ein Baby nachdenkt.

Mamablog Mama Mia

 

 

 

Ach so, Moment! Nicht dass Ihr mir hinterher Vorwürfe macht: ich habe nicht gesagt, dass es nicht anstrengend sein wird 😉