Weihnachtliche Schneeberge – (Kleine Genießer)

Zu Weihnachten werden wir ein herrliches 3-Gänge Menu verspeisen. Okay, ich mache mir nichts vor, ich weiß, dass der Weihnachtsabend auch in diesem Jahr in meiner Vorstellung viel festlicher ist, als er dann tatsächlich sein wird. Vermutlich werden die Kinder nicht eine Minute still am Tisch sitzen können, weil sie natürlich mit ihren Geschenken spielen müssen. Allerdings weiß ich, Weiterlesen

Jetzt erstmal Weihnachten!

Ihr Lieben,

dieses Jahr war ich sehr rechtzeitig dran mit meinen Weihnachtsgeschenken- und trotzdem bin ich ein jetzt ein wenig im Streß.

Hier warten noch Geschenke darauf, eingepackt zu werden, das Weihnachtsessen will vorbereitet werden, der Baum muss geschmückt werden und ich muss nochmal los, um mir eine Strumpfhose für morgen zu kaufen.

Aber bevor ich mich endgültig den letzen Erledigungen hingebe, möchte ich mich von Euch verabschieden!

Doch, doch, ich komme ja wieder, aber erst im neuen Jahr.

Weihnachtsferien

 

Ich werde die Feiertage auch für einen kleinen Urlaub von Mama Mia nutzen. In diesen Weihnachtsferien will ich jede Minute mit meinen Jungs, mit meinem Mann und mit dem Rest der Familie verbringen, denn es warten so Schöne Dinge auf uns:

Ich freue mich darauf, dass meine Schwester aus der Schweiz zu Besuch kommt und wir endlich ihren Freund kennenlernen werden.

Ich freue mich darauf, meine drei Wochen alte Nichte (das Baby meiner anderen Schwester) stundenlang im Arm halten zu dürfen- unser Christkind!

Ich freue mich darauf, Urlaubszeit mit dem Mann und den Kindern zu verbringen- das hatten wir zuletzt im Mai!

Mama Mia ist längst ein Teil von mir und von einem Teil von mir brauche ich keinen Urlaub, aber für ein paar Tage möchte ich mich jede Stunde des Tages mit meiner Familie beschäftigen.

Meine Augen sollen mal nicht auf einen Bildschirm sehen, sondern nur auf meine Lieben gerichtet sein und ich möchte keine Hand zum Tippen frei haben, weil ich immer ein Kind im Arm oder auf dem Schoß haben möchte- oder einfach mal die Hand meines Mannes halten.

Auch Euch wünsche ich ein paar wunderschöne Tage mit Euren Familien. Macht es Euch richtig schön und genießt die Feiertage!

Im neuen Jahr lesen wir uns wieder. Ich werde bestimmt viele Geschichten zu erzählen haben- meine Großfamilie würde Stoff für mindestens drei Soaps bieten und freue mich auf Eure Kommentare und den Austausch mit Euch!

Frohe Weihnachten!

Mamablog Mama Mia

 

 

 

P.S.: Ach ja, ohne Twitter und Instagram muss man ja nun auch Weihnachten nicht leben, gell 😉

Noch einmal alle Freunde treffen- Adventsparty

Wenn das Jahr zu Ende geht drängeln sich die Dinge, die ich erfolgreich von Januar bis November beiseite geschoben habe, mit aller Macht zurück in meinen Kopf. Dort tanzen sie wie kleine, drohende Zeigefinger eine Weile herum, bevor ich sie als Pläne ins neue Jahr schiebe. Puh, wieder ein Jahr Zeit- ein Glück!

„Ich habe mir viel zu wenig Zeit für meine Freunde genommen“, ist einer dieser Gedanken. Bevor ich Kinder hatte, wäre es für mich gar nicht in Frage gekommen, ein Wochenende ohne Freunde zu verbringen. Heute ist mein Leben so durchgetaktet und ich habe so wenig Zeit, die ich einfach nur für mich habe, dass ich am Wochenende froh bin, wenn ich den Abend mit dem Mann auf dem Sofa verbringen kann. Der Antrieb, mich mit Freunden zu verabreden, ist sehr gering, aber die Sehnsucht nach einem Abend mit Freunden ist trotzdem da. Ohne Freunde ist schließlich alles doof!

Ich wollte das Jahr deshalb nicht vergehen lassen, ohne sie alle noch einmal zu treffen und da habe ich kurzerhand zu einer Adventsfeier eingeladen.

Das Schöne an so einer Adventsfeier ist, dass man gar nicht so viel Aufwand mit den Vorbereitungen hat. Wir haben einfach ein paar Plätzchen gebacken (das kann der Maxi dieses jahr schon richtig toll), Glühwein und Kinderpunsch gemacht und natürlich für die passende Weihnachtsdeko gesorgt.

Die Gäste konnten hereinschneien, wann sie Zeit und Lust hatten- ab 14 Uhr war hier open house. Weil auf diese Weise nicht alle gleichzeitig da waren, konnte ich mich in Ruhe mit allen meinen Gästen unterhalten.

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Das passende Outfit für meine Party ist von Me&I. Obwohl ich es schon im August bestellt habe, hat es mich von Anfang an irgendwie an Lebkuchen erinnert und heißt deswegen bei mir auch „mein Lebkuchenkleid“.  Und weil dieses „Lebkuchenkleid“ einfach so herrlich in den Dezember passt und außerdem eines meiner Lieblingskleider ist, habe ich mal bei Me&I nachgefragt, ob ich eines davon an Euch verlosen darf.

Die gute Nachricht: Ja, ich darf! Eine von Euch kann dieses Kleid gewinnen! Die schlechte Nachricht ist allerdings, dass es das Kleid nun zum Ende der Saison  nur noch in Größe S gibt. Wenn Ihr bis jetzt nicht allzu viele Lebkuchen gegessen habt, passt es Euch aber bestimmt (die Sachen fallen immer eher groß aus- auch M-Trägerinnen dürfen sich heranwagen ;-)).

Mamablog

Hinterlasst mir dazu einfach einen Kommentar zu diesem Post. Erzählt mir doch zum Beispiel mal, welche Dinge Ihr Euch jedes Jahr vornehmt, und die dann doch wieder zu kurz kommen.

Der Gewinner wird am 21.12.2014 hier bekanntgegeben.

Viel Erfolg!

Psst: Weil ja nur einer gewinnen kann: Am 28. Januar kommt die neue Me& I Kollektion . Partys können ab sofort gebucht werden!

Mamablog Mama Mia

 

 

 

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Me&I.

Blogs are for sharing. Linktipps zum Wochenende

Jede Woche denken sich Blogger die schönsten Dinge aus und veröffentlichen sie auf ihren Blogs. Die herzerwärmendsten, lustigsten, kreativsten Links sammle ich für Euch, damit Ihr nichts verpasst! Das müsst ihr Euch anschauen! Und weiter sagen! Blogs are for sharing!

In dieser Woche wimmelt es auf den Blogs vor Adventsstimmung.

Renate vom Blog Titatoni hat ein wunderschönes Freebie für Euch: Adventsstimmung To Go! Einfach Ausdrucken und Aufhängen- zu Hause, im Büro oder wo sonst noch ein bißchen Adventsstimmung fehlt.

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Foto by Titatoni.blogspot.de

 

Fast jeder Blog hat in diesem Monat einen Adventskalender mit vielen tollen Gewinnen für Euch. Nicht verpassen solltet Ihr diesen hier von Lucie Marshall, der ist nämlich nur für Mamas und verwöhnt Euch mit tollen Produkten!

Die Weihnachtsgeschenke für Eure Kleinen gewinnt Ihr Euch einfach bei Butterflyfish zusammen, denn hier gibt es richtig tolle, hochwertige Geschenke zu gewinnen.

Einen etwas anderen Adventskalender veranstalten Stadt Land Mama gemeinsam mit Euch: Den Adventskalender der anonymen Freundlichkeiten. Die schöne Idee dahinter: Macht fremden Menschen eine Freude. Wie wäre es zum Beispiel damit: Wenn Ihr einen Kaffee kauft, bezahlt ihr zwei und sagt der Verkäuferin, sie soll den nächsten Kunden mit dem von Euch bezahlten Gratis-Kaffee überraschen. Eure Geschichten werden auf Stad Land Mama gesammelt. Ich find´s toll!

Kent Ihr „Post aus meiner Küche“? Dahinter verbirgt sich eine wunderschöne regelmäßige Aktion, die die Bloggerinnen Clara von Tastesheriff, Rieke von Lykkelik und Jeanny von Zucker, Zimt und Liebe ins Leben gerufen haben. Das Ganze funktioniert so: Ihr meldet Euch hier per Mail an und bekommt dann einen Tauschpartner zugewiesen. Für diesen Tauschpartner zaubert Ihr in Eurer Küche ein schönes Paket zum jeweils vorgegebenen Motto und verschickt es an diesen.  Im Gegenzug erhaltet Ihr natürlich auch eine ganz tolle Post aus einer anderen Küche. Was für wunderschöne Pakete da wohl wieder durch die Republik geschickt werden… Ihr könnt Euch dort noch bis zum 7.12. anmelden. Ihr müsst dazu keinen eigenen Blog haben- mitmachen kann jeder!

Foto von tastesheriff.com
Foto von AEG

Und wenn mir jetzt noch einer von Euch verraten kann, wo ich das perfekte Weihnachtsmenü finde, dann bin ich perfekt ausgestattet mit Adventsstimmung. Und Ihr?

Mamablog Mama Mia

Kinderbücher zu Weihnachten und für die Vorweihnachtszeit

Diese Woche ist St. Martin und das heißt: Endlich, endlich, endlich können wir so langsam in Weihnachtsstimmung kommen.
Ich habe bislang jedem Dominostein widerstanden und ich bin jeder mitten im Weg platzierten Palette mit Spekulatius und Lebkuchen im Supermarkt aus dem Weg gegangen (und das seit August!).
Die einzige Sache, mit der ich mich schon Anfang Oktober beschäftigt habe, sind Bücher. Weihnachtliche Kinderbücher, dafür schlägt mein Herz, und damit bin ich jedes Jahr total ungeduldig.

Weihnachtliche Kinderbücher gibt es viele, aber ich bin nicht so leicht zufrieden zu stellen!
In vielen Büchern ist Weihnachten nämlich einfach nur der Rahmen für irgendeine Geschichte, die man genau so gut im Frühling lesen kann, wenn man den Weihnachtsbaum gegen Ostereier austauscht. Manchmal geht es zwar irgendwie immerhin um den Gedanken von Weihnachten, aber der ist dann vermeintlich kindgerecht verpackt und kommt unterschwellig mit erhobenem Zeigefinger daher („Wart Ihr auch immer brav? Habt Ihr auch immer schön geteilt?…)

Meine Jungs sind ohnehin Fans der Weihnachtszeit, denn für sie bedeutet das Plätzchen, Süßigkeiten und Geschenke. Ich möchte aber, dass Weihnachten für sie viel mehr wird. Ich möchte ihnen den Zauber der Weihnachtszeit in ihre Herzen pflanzen und ich möchte, dass Weihnachten für sie eine Bedeutung hat, die über Geschenke hinausgeht.

Ich suche deshalb nach Büchern, die die Weihnachtsgeschichte als solche vermitteln, in denen es um Maria, Josef und Jesus geht. Oder um Weihnachten als Fest der Liebe und Familienfest. Oder Bücher, die von Weihnachtstraditionen erzählen, von einem ganz normalen heiligen Abend oder Weihnachtsmorgen.

Das gilt übrigens auch für Bücher über Sankt Martin oder Nikolaus.

Ich finde es immer schwierig, die passenden Bücher auszuwählen. Oft halte ich im Geschäft ein schönes Cover in den Händen, blättere kurz drin rum und stelle dann zu Hause doch fest, dass es ein Fehlkauf ist. Damit Euch das nicht passiert, habe ich Euch ein paar der Bücher, die bei uns im Einsatz sind und für gut befunden wurden, aufgelistet. Fast alle kosten weniger als zehn Euro und sind damit eine wirklich lohnende Investition für die Weihnachtszeit mit Kindern.

 

1. Sankt Martin
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Juli ist eigentlich ganz schön frech. Eltern könnten da schonmal zusammenzucken, wenn Juli einen schlechten Tag hat und in der Kita einem andere Kind leider eine runterhauen muss. Aber genau deshalb lieben wir Juli, denn Juli ist irgendwie echt. Die Juli-Geschichten sprechen eine Sprache, die Kinder verstehen. Es ist ein bißchen wie bei Pipi Langstrumpf, die ja auch Dinge tut, die man zu Hause nicht nachmachen sollte. Die Kinder finden das total lustig, aber sie wissen, dass das nicht in Ordnung ist! Wir haben uns gleich die ganze Juli Geschichten-Sammlung (kostet 9,95€, die Einzelgeschichte kostet schon 5,95€!)  zugelegt, und darin ist eine Geschichte, in der es um Sankt Martin geht. Die eigentliche Geschichte von Sankt Martin wird zwar nur am Rande angesprochen, aber ich mag die Geschichte sehr, denn sie ist lustig und für Kinder verständlich.

Das ist Sankt Martin

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Dieses Buch (Das ist Sankt Martin, 6,90€) ist prima geeignet für kleine Kinder ( ich kann es mit Mini UND Maxi zusammen lesen), denn es erzählt in kurzen Texten und schön illustrierten Bildern die Geschichte von der Mantelteilung.

Die schönsten Geschichten von Sankt Martin
Dieses Buch ist eher für größere Kinder. Maxi kann ganz gut Bücher ohne Bilder lesen, aber grundsätzlich würde ich sagen, das Buch ist vielleicht besser geeignet für Kinder ab 5. Es geht um das Leben des Sankt Martin und zwar vor allem nach der Geschichte mit dem geteilten Mantel. (Die schönsten Geschichten von Sankt Martin, 12,99€)

 

2. Nikolaus
Die Geschichte vom heiligen Nikolaus

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Dieses Buch enthält die bekanntesten Geschichten aus dem Leben des heiligen Nikolaus und endet mit der Frage: Bringt er auch Dir etwas? Kurz und knapp und mit sehr schönen Bildern ist es ein Buch, das ich sehr gut beiden Kindern vorlesen kann. Ein schöneres Buch über den Nikolaus habe ich noch nicht gefunden. (Die Geschichte vom heiligen Nikolaus, 7,99€)

 

Mein Buch vom heiligen Nikolaus

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Ebenfalls sehr schön und für Kinder ab 2 geeignet, aber auch für Große noch sehr schön ist das Nikolaus-Buch aus der Coppenrath -Reihe. Highlight für den Mini: Es gibt Fühlelemente im Buch. Neben der Geschichte und Erklärungen zum heiligen Nikolaus gibt es auch Lieder und obwohl das Buch so dünn ist, kann man sich ganz gut auch länger damit beschäftigen.  (Mein Buch vom Heiligen Nikolaus, 7,95€)

 

3. Weihnachten
Die Weihnachsgeschichte

Dieses Buch hat der Maxi zu seinem ersten Geburtstag kurz vor Weihnachten bekommen und liebt es seitdem. Es ist kurz und knapp und leicht verständlich die Geschichte von Maria und Josef, die in Bethlehem im Stall ihr Kind zur Welt bringen. Jetzt liebt es auch der Mini. (Die Weihnachtsgeschichte, 7,95€)

 

Der große Weihnachts- Bilderbuchschatz
Dieses Buch ist sozusagen ein Rundumschlag, denn in diesem Buch findet man eigentlich jede Art von Weihnachtsgeschichten. Da ist der Klassiker von Charles Dickens „Eine Weihnachtsgeschichte“ und da sind Geschichten von Tieren, die Weihnachten feiern. Es gibt eine Geschichte, in der der Weihnachtsmann von der Polizei festgenommen wird, weil sie in seinem Sack Diebesgut vermuten. Diese Gescheite gefällt mir eher nicht so, aber der Maxi findet sie toll, denn der Weihnachtsmann muss mit auf die Wache. Auch die Weihnachtsgeschichte mit Maria und Josef hat einen Platz in diesem Buch und die ist sehr schön kindgerecht geschrieben.

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Wenn Ihr nur in ein Buch investieren wollt, dann seid Ihr mit diesem wirklich gut beraten.

(Der große Weihnachts-Bilderbuchschatz, 12,99€)

 

Erkläre mir die Weihnachtszeit

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Hier wird für kleine Kinder alles erklärt, was die Weihnachtszeit mit sich bringt, vom Advent und Weihnachtsmarkt, über Weihnachten und Silvester, bis zum Dreikönigstag. Wenn Ihr Euren Kinder die Weihnachtszeit erklären wollt, ist dieses Buch wirklich spitze! Als Gute-Nacht-Geschichten Buch ist es dafür nicht so toll geeignet, aber ich finde, es gehört in den Bücherschrank. (Erkläre mir die Weihnachtszeit, 7,95€)


Ich wünsche Euch und Euren Kindern genausoviel Spaß, wie wir ihn hier mit diesen Büchern haben!

 

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Hilfe Weihnachten!

Weihnachten ist für Mütter vor allem eine Aufgabe!

Entschuldigung, wenn das zu dramatisch klingt, aber ich stehe noch unter Nikolaus-Schock!

Nikolaus ist mir nämlich irgendwie entglitten. Nach 20 Sekunden Stiefelputzen sprang der Maxi auf und sagte fast mitleidig: „Ich geh wieder zum Papa, is gut, ja Mama?“ und damit war das Thema für ihn beendet. In meiner Vorstellung hatten wir stundenlang eifrig Stiefel geputzt, in freudiger Erwartung Kerzen angezündet und mit vor Aufregung geröteten Wangen Lieder gesungen… aber mein Kind interessierte sich einmal mehr nicht für meine Vorstellungen und fand das Kontrastprogramm, das der Vater im Wohnzimmer abhielt, interessanter (der Mann saß mit iPad auf dem Sofa!).

Später sah ich auf Facebook die Nikolaus-Fotos anderer Familien. Die waren schön. Wir hatten zum Glück keine Fotos gemacht.

Seit diesem Nikolausabend ist Weihnachten mein Angstgegner.

Weihnachten in meinem Elternhaus war wunderschön. Meine Schwestern und ich waren wilde Mädchen, jede von uns hat auf ihre Weise gegen die Eltern rebelliert, aber zu Weihnachten da hätte keine von uns jemals die Tradition in Frage gestellt. Der Ablauf des heiligen Abends war unumstößlich und wir hätten es meiner Mutter übel genommen, wenn sie es gewagt hätte, auch nur in einem Punkt davon abzuweichen.

Heiligabend anders zu verbringen, als wir es zu Hause immer getan hatten, war für mich so unvorstellbar dass ich im ersten Jahr meiner Ehe Heiligabend getrennt von meinem Mann verbracht habe, weil ich lieber bei meinen Eltern und meinen Schwestern sein wollte, als mit ihm alleine zu Hause. Und da er seine Familie nicht zugunsten meiner Familie sitzen lassen wollte, feierte jeder von uns in seinem Elternhaus.

An unserem ersten Heiligabend mit Maxi war der Maxi gerade zwei Wochen alt und als wir gerade in die Kirche gehen wollten hatte der einen wunden Popo und schrie wie am Spieß. Stille Nacht? Nicht bei uns!

Im zweiten Jahr haben wir es zwar in die Kirche geschafft, aber die Messe hatte noch nicht angefangen, da machte der Maxi sich die Windel randvoll und brachte mindestens zehn Reihen vor, hinter und neben uns mit einem bestialischen Gestank fast um den Verstand. Uns blieb nichts anderes übrig, als zu gehen.

Letztes Jahr hat der Maxi schon richtig Spaß an Weihnachten. Wir haben Raclette gemacht und der Maxi hat so viel gegessen, wie nie zuvor. Anschließend hat er sich übergeben.

Dieses Jahr soll alles anders werden. Dieses Jahr habe ich den Eindruck, dass es das Jahr ist, in dem die Weichen für unsere Weihnachtstradition gestellt werden. Und ich trage die Verantwortung dafür.

Als Mutter bin ich die zentrale Figur des heiligen Abends. Ich kann mich nicht mehr nur damit beschäftigen, noch schnell die Geschenke einzupacken und mich dann mit meinen Schwestern vor den Fernseher zu setzen um Pipi Langstrumpf zu gucken, so wie wir das noch bis vor vier Jahren getan haben.

Mama ist nicht die Person, die das Weihnachtsgefühl genießt, Mama ist die, die das Weihnachtsgefühl machen muss!

Ich habe ja sogar eine Vorstellung davon, wie ich Heiligabend mit meinem Mann und meinen Söhnen feiern möchte. Ich fürchte allerdings, dass ich am Ende mit meinem Plänen dastehen werde, als hätte ich eine flammende und wirklich brillante Rede vor einer Horde Erdmännchen gehalten. Klar, dass da keiner klatscht. Nicht deren Sprache!

Keiner wird sich ohne Geschrei etwas Schönes anziehen lassen. Keiner wird Lust haben, sich in der Kirche zumindest nicht deutlich auffallender als die anderen Kinder zu benehmen. Niemand wird ordentlich am Tisch sitzen, niemand wird einen Blick dafür haben, wie schön ich alles dekoriert habe. Keiner wird anerkennen, wieviel Arbeit ich mir gemacht habe. Oder zu schätzen wissen, dass ich die passende Musik für den Abend ausgewählt habe. Erschöpft von aufwendigen Vorbereitungen werde ich beleidigt den Boden von Essensresten befreien.

Und nun? Weihnachten Weihnachten sein lassen? Essen bestellen und den Abend verbringen, wie jeden anderen auch- Hauptsache kein Streß? Nein! Ich möchte, dass meine Kinder den Weihnachtszauber erleben und ihn im Laufe der Jahre so verinnerlichen, wie ich es getan habe. Die Söhne sollen ein wunderschönes „Weihnachtsgefühl“ erleben. Ich trage die Verantwortung dafür und ich will meine Sache gut machen.

Ich mache das nicht nur für meine Söhne, ich mache das auch für mich, denn ich möchte mein Weihnachtsgefühl, meinen Weihnachtszauber in meiner eigenen Familie weiter leben

. Zum Glück darf ich sicher sein, dass der Maxi Teile der Tradition begeistert aufnehmen wird: Pipi Langstrumpf gucken ist so gut wie sicher gekauft.

Der Rest wird schon werden…

 

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