Für immer in deinem Herzen

Letzte Woche habe ich für eine Nacht mein zweijähriges Patenkind gehütet. Die ganze Nacht hat sie immer wieder meine Hand in ihrer geknetet und sich in meinen Arm gekuschelt.  Auf der anderen Seite neben mir lag der Mini und schlief selig.

„Es ist noch gar nicht lagen her, da habe ich jede Nacht so mit dem Mini verbracht,“ dachte ich, als ich meinen Jüngsten betrachtete. Denn der Mini hat drei Jahre lang nicht durchgeschlafen. Weiterlesen

Ode an die Müdigkeit

Als ich 19 Jahre alt war, stellte ich fest, dass ich in meinem Leben bis zu diesem Zeitpunkt nie müde gewesen war. Ich flog damals als Flugbegleiterin für eine japanische Airline um die Welt. Manchmal war ich 24 Stunden auf den Beinen und die Müdigkeit, die sich in den Hotelzimmern mit Blick auf den Fujiyama über mich legte wie ein nasses Handtuch, Weiterlesen

Gewinnt ein Babyphone SCD501 von Philips Avent

„Und wenn das kaputt ist? Sollen wir nochmal gucken gehen?“

Der Mann und ich halten uns das Babyphone vors Ohr, schütteln es ein bißchen und schalten es aus und ein und wieder aus und wieder ein. Wieso kommt da kein Ton raus? Vorsichtshalber steigen wir zusammen die Treppe rauf und öffnen leise die Tür zu Maxis Zimmer. Da liegt unser Baby und atmet ganz ruhig ein und aus. Und das tun wir Eltern dann auch.

Gute vier Jahre ist das nun her, dass wir unsere ersten Erfahrungen damit machten, dass unser Baby in einem anderen Raum, sogar in einer anderen Etage als wir ganz alleine in seinem Bettchen lag und wir Eltern unseren Feierabend genießen konnten.

Wirklich genießen kann man das natürlich nur, wenn man sich auf das Babyphone auch verlassen kann. Falls Ihr auch gerade etwas ratlos vor der Frage stellt, welches Babyphone denn für Euch das Richtige sein könnte, möchte ich Euch heute ein Allround-Talent vorstellen, das die Super-Mom und ich auf der Kind+Jugend am Stand von Philips gesehen haben:

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Das DECT Babyphone SCD501 von Philips AVENT überträgt die Geräusche aus dem Kinderzimmer nicht nur absolut störungsfrei, sondern auch mit perfektem Klang über eine Reichweite von bis zu 300 Metern.

Störungsfrei ist nicht zu unterschätzen- ich habe mal unser Nachbarskind über unser Babyphone weinen hören. Ich wäre fast wahnsinnig geworden, bis ich endlich verstanden habe, woher dieses Geräusch kam! Das SCD501 lässt sich nicht stören- weder durch Handys, noch durch kabellose Telefone oder eben das Babyphone der Nachbarn. Eine Datenverschlüsselung gewährleistet zudem eine sichere private Verbindung, so dass nur Ihr Euer Baby hören könnt. So hören Eure Nachbarn Euch auch nicht beim Vorsingen von „Weißt Du wieviel Sternlein stehen“- Ja, auch das habe ich schon erlebt!

Das SCD501 Babyphone hat außerdem eine praktische Geräuschpegelanzeige mit LEDs, so dass Ihr auch bei stumm geschaltetem Babyphone sehen könnt, ob sich im Kinderzimmer etwas regt. Bei geringem Ladestand gibt es ein Warnsignal und Dank Smart ECO-Modus könnt Ihr zusätzlich Energie sparen. Ganz wichtig auch für meine Kinder: Das Babyphone hat ein integriertes Nachtlicht.

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Damit steht einem entspannten Fernsehabend unter Eltern nichts mehr im Wege! Es sei denn, man vergisst das Babyphone anzustellen. („Ist das Babyphone an?“ ist ja mein neues „Ist das Bügeleisen aus?“!)  Dann erschreckt man sich halb zu Tode, sobald man es bemerkt, rennt ins Kinderzimmer, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist und weckt dabei alle Kinder auf. Entspannung vorbei.

Ans Einschalten müsst Ihr also noch selber denken, aber damit Eurem entspannten Feierabend sonst nichts mehr im Wege steht, habe ich Euch ein Philips Avent SCD501 Babyphone von der Kind+Jugend mitgebracht, und Ihr könnt es jetzt gewinnen.

Wie immer müsst Ihr mir nur einen Kommentar unter diesem Post (oder auf Facebook) hinterlassen, und schon hüpft Ihr in den Lostopf. Das Gewinnspiel läuft bis Sonntag, 18.10., 18 Uhr.

Viele Erfolg!

Mamablog Mama Mia

 

 

In Mamas Bett

Hollywoodfilmen nach zu urteilen strecken 98% der Menschen morgens noch während der Aufwachphase den Arm aus und tasten nach ihrem Partner. Hollywoodfilmen nach zu urteilen ist der in 100% der Fälle nicht mehr da.

Ich taste morgens eigentlich nur nach meiner Brille. Ich muss meinen Arm nicht ausstrecken, neben mir liegt jeden Morgen der Mini und der geht nicht weg. Wo soll der schon hin? Eines Tages wird er vielleicht alleine aufstehen und kurz darauf mit einem Kaffee neben meinem Bett erscheinen, aber das wird noch Jahre dauern und ich habe die Hoffnung, dass er dann nicht mehr in meinem Bett schläft.

Es ist eine sehr vage Hoffnung, das muss ich wohl sagen. Schlafen- das ist Minis Sache nicht. Nie gewesen.

Als er etwa 6 Monate alt war, fing er an, jede Stunde wach zu werden. Nach ein paar Monaten ging ich auf dem Zahnfleisch. Ich habe es mit Globuli probiert- Nix! Dann habe ich große Hoffnungen in die Einführung der Beikost gesetzt- wieder nix! „Wenn sie anfangen zu laufen, wird es besser“, haben die anderen Mütter gesagt, aber der Mini wurde älter und älter, fing mit 14 Monaten endlich an zu laufen, und nichts änderte sich.

Nur ganz allmählich wurden seine Schlafphasen länger. Ich quartierte ihn in Maxis Zimmer aus, in der Hoffnung, dass er sich neben seinem Bruder so groß und stolz und glücklich fühlen würde, dass er endlich durchschlafen würde. Der Mini fand es toll, sein eigenes Bett im Zimmer des großen Bruders zu haben, aber gegen Mitternacht wachte er trotzdem immer auf und fand mein Bett dann doch schöner.

Heute ist der Mini 2 Jahre und 3 Monate alt und schläft noch immer keine Nacht durch. Er schläft mit seinem Bruder im gemeinsamen Kinderzimmer ein und wacht irgendwann zwischen 23 und 4:00 Uhr auf. Dann weint er und will in mein Bett (er kommt nicht alleine, ich muss ihn abholen). Immerhin schläft er in meinem Bett innerhalb von 2 Minuten wieder ein und weckt mich danach nur noch 0-2 Mal.

„Wir hatten ja damals `Jedes Kind kann schlafen lernen`“, hat am Wochenende ein befreundeter Vater zu mir gesagt. „Das ist mir zu grausam“, habe ich nur geantwortet.

Es ist natürlich ein Unterschied, ob man sein Baby schreien lässt oder ein zweijähriges Kind, das längst weiß, dass seine Eltern da sind, dass sein Bruder da ist, und dass er zu Hause in seinem Zimmer ist. Die prompte Bedürfniserfüllung ist bei einem Baby daher viel wichtiger, als bei einem Kleinkind. Trotzdem: Mein Zweijähriger hat einen Platz in meinem Bett, wann immer er ihn braucht.

In manchen Nächten dreht er mir einfach den Rücken zu und schläft. In anderen Nächten geht er auf Tuchfühlung. Er schiebt seine kleinen Hände unter meinen Rücken oder kommt mit seinem Köpfchen auf mein Kissen. Das sind die Nächte, in denen er mehr als ein Mal wach wird.

Ja, ich bin müde. Manchmal sogar schrecklich müde. Aber es ist okay für mich, müde zu sein. Wenn allerdings mein Sohn nachts aufwacht und ihm die Dunkelheit nicht geheuer ist, wenn er dann weint, weil er seine Mama braucht und ich ließe ihn mit seiner Angst alleine- das wäre nicht okay für mich!

Vielleicht kommt irgendwann der Punkt, an dem ich merke, dass er nur noch gewohnheitsmäßig in Mamas Bett kommt, während ich den Schlafmangel nicht mehr ertrage. Dann müssen wir beide unser nächtliches Ritual verändern. Ich spüre aber, dass er wirklich einen Menschen braucht, wenn er nachts aufwacht, und dieser Mensch darf ich sein. Das ist schön.

Manchmal, ganz selten schläft der Mini dann doch durch. Es hat sich herausgestellt, dass das häufig mit Besuchen bei den Großeltern zusammenhängt; Genaueres ist noch nicht bekannt, aber die Gabe von Medikamenten können wir definitiv ausschließen 😉

Und so wachte ich auch nach dem letzten Besuch bei den Großeltern am nächsten Morgen auf und irgendetwas war anders. Hatte ich etwa die komplette Nacht durchgeschlafen? War denn der Mini gar nicht gekommen?

Ich streckte meinen Arm aus, und tastete nach meinem Sohn. Keiner da! Ich musste grinsen. Dann lachen:

Mein Leben ist wie ein Hollywoodfilm. Danke dafür, mein Sohn!

Mamablog Mama Mia

 

 

Abends, wenn es dunkel wird

Die meisten Geschichten für einen Post fallen mir im Dunklen ein.

Jeden Abend sitze ich etwa eine dreiviertel Stunde bei heruntergelassenen Rolläden auf dem Fußboden und sofort habe ich super Ideen.

„Yoga wollte ich auch unbedingt mal ausprobieren“, denkt Ihr jetzt? Ich mache gar kein Yoga, ich bringe bloß die Kinder ins Bett.

Dunkel

Mini und Maxi haben theoretisch jeder ein eigenes Zimmer, aber im Moment schlafen sie noch gemeinsam in einem Zimmer. Jeden Abend, wenn nach mehr oder weniger großen Kämpfen alle Zähne geputzt sind, sucht sich jedes Kind ein Buch aus. Wir kuscheln uns in Maxis Bett und streiten uns eine Weile darüber, welches Buch zuerst vorgelesen wird. Ein Kind liegt dann in meinem Arm und das andere Kind schreit und tobt so lange und man versteht sein eigenes Wort beim Vorlesen nicht schmollt inzwischen mit seinem Buch auf dem Schoß.

Schließlich machen wir das Licht aus. Jedes Kind geht in sein Bett und ich auf den Boden. Da warte ich darauf, dass die Kinder einschlafen. Anfangs ist das sehr entspannend. Ich liege dann erschöpft auf dem Teppich, strecke alle viere von mir und denke: „Puh! Geschafft!“ Während ich warte, erlebe ich nochmal die vielen lustigen und schrecklichen und aufregenden und ärgerlichen und süßen Momente des Tages und denke: Darüber kannste mal schreiben! Schon habe ich im Kopf die Einleitung fertig formuliert.

„Mama“, flüstert der Maxi (flüstern Eure Vierjährigen auch so wahnsinnig laut?) „ich muss Pipi!“
„Dann geh schnell!“
„Du sollst mitkommen!“
Maxi und ich schleichen Richtung Zimmertür. Da springt der Mini aus dem Bett. „Iss tomm auch mit!“

Ein paar Minuten später sind alle wieder zurück auf ihrem Posten. Ich arbeite gedanklich weiter an meinem Text. Das ist nicht so leicht, wenn der Mini sich wie verrückt im Bett hin und her wälzt. Aber wie soll man auch einschlafen, wenn der große Bruder „flüsternd“ bis 100 zählt?

„Kinder, jetzt ist mal Ruhe! Der Tag ist zu Ende, jetzt wird geschlafen!“ Keine Ahnung, warum ich das jeden Abend wieder sage. Aber wer weiß? Vielleicht werden sie ja eines Tages tatsächlich auf diese Erklärung hin die Augen schließen und auf der Stelle einschlafen? Man darf die Hoffnung nicht aufgeben!

Ein paar Minuten wildes Schnaufen in Stereo. Bald wird der Atem ruhiger, dann kann ich mich rausschleichen und meinen Post schreiben.

Ein Kopf erhebt sich im Halbdunkeln: „Mama, iss hab noch gar niss getrunken!“ Ich könnte jetzt ungeduldig werden und schimpfen. Aber wenn der echt Durst hat? Ich stehe auf, laufe in die Küche und hole ein Glas Wasser für den Mini. Trinken ist schließlich wichtig, das predige ich selber den ganzen Tag. Ganz schön clever, der Mini. Mit Durst kriegt er mich. Ich fühle mich ein klitzekleines bißchen veräppelt, als ich mit dem Glas in der Hand die Treppe hoch gehe.

Zurück auf dem Fußboden in der Dunkelheit denke ich weiter über meine Blogpost-Idee nach. Blöderweise ist die vorformulierte Einleitung wieder weg, und ich fange nochmal von vorne an.

In den nächsten 15 Minuten muss ich noch 2x „Der Mond ist aufgegangen“ singen und 1x „Weißt Du wieviel Sternlein stehen“. Der Maxi muss nochmal zugedeckt werden, weil seine Füße rausgucken und er wohl befürchtet, zu erfrieren. Der Mini stellt fest, dass er den falschen Schnuller erwischt hat. Den richtigen finde ich nach kurzer Suche in der Badewanne. Der Maxi zählt noch einige Male bis 100- bis 17 ganz leise und danach immer lauter werdend, bis ich ihn bei ungefähr 48 schimpfend unterbreche und er leise wieder von vorne anfängt.

So geht es beinahe jeden Abend. Irgendwann schlafen alle ein. Ich auch.

Gegen 21 Uhr wache ich auf. Ich stehe vom Teppich auf und schleiche mich aus dem Zimmer.

Worüber ich schreiben wollte, habe ich leider vergessen.

Mamablog Mama Mia

 

 

Gewinner des Alvi Schlafsackes

Während meine beiden Jungs friedlich in ihren Betten schlafen, einer davon in einem kuscheligen Schlafsack, der andere unter einer Decke, mit der er im Schlaf scheinbar versucht Origamis zu falten, habe ich endlich die Gewinnerin des Alvi Schlafsackes ermittelt:

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Gewonnen hat:

Tanja: „Das käme ja wie gerufen! Einen Alvi Schlafsack brauche ich nämlich noch für das kommende Novemberbaby. Finde ja kleine Kinder und Babys in Schlafsäcken auxh so zuckersüß! Meine Große wollte aber schon früh keinen mehr.“

Liebe Tanja, herzlichen Glückwunsch. Mailst Du mir bitte Deine Adresse und Deinen Farbwunsch sowie die Größe zu, damit ich das an Alvi weitergeben kann?

Euch allen eine gute Nacht!

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Kuschelzeit

Es gehört für mich zu den schönsten Momenten des Tages, wenn ich den Mini in seinem Schlafsack morgens auf den Arm nehme und erstmal eine Runde kuschle. Mich rührt dieser Anblick von kleinen Kindern in Schlafsäcken einfach so!

Auf der Kind und Jugend Messe haben die Super Mom und ich uns am Stand von Alvi ein paar wunderschöne neue Schlafsack-Modelle angesehen.

Das Baby-Mäxchen von Alvi kennen bestimmt die meisten von Euch: Es besteht aus drei hochwertigen Schlafsäcken – zwei Innensäcken in unterschiedlichen Größen und einem variablen Außensack. Der äußere Schlafsack ist leicht wattiert, der Innensack hat  lange Ärmel und kann auch einzeln als leichte Sommervariante genutzt werden. Durch das  Knopfsystem an den Schultern des Außensacks wächst der Schlafsack problemlos bis zu zwei Größen mit.

Die Schlafsäcke gibt es in vielen verschiedenen Designs und einige sind auch in Neugeborenen- und Übergrößen erhältlich. Die Modelle in Neugeborenen-Größe haben uns ganz besonders gerührt. So winzig!

Ich liebe Elefanten heiß und innig, seit ich als Kind einen Babyelefanten im Zoo gesehen habe. Deshalb habe ich mich total in das Elefantendesign verguckt. Wie praktisch, dass es das (wie so viel andere Designs) auch als Komplettset gibt, so dass man passend zum Schlafsack auch noch z.B. die Krabbeldecke oder das Stillkissen kaufen kann!

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Das Baby-Mäxchen im Elefantendessign gehört zu den neuen Teilen der Kollektion, die jetzt mithilfe eines Textilveredelungsverfahrens durch Enzyme ganz natürlich noch weicher sind.

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Selbstverständlich achtet Alvi darauf, dass alle verwendeten Textilien einzeln oder nach Produkten dem Öko-Tex Standard 100 speziell für Kleinkinder entsprechen. Ganz neu gibt es jetzt übrigens auch eine Kollektion von bestickten Textilien, die mir sehr gut gefallen hat, weil sie sehr hochwertig ist und definitiv etwas Besonderes ist.

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Und weil man nie genug Schlafsäcke im Haus haben kann habe ich Euch einen von der Messe mitgebracht.

Ihr könnt ein original Baby- Mäxchen in diesem schönen neuen Design und in Eurer Wunschfarbe gewinnen. Es gibt ihn in den Größen 50/56- 80/86.

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Ihr könnt ihn gewinnen, indem Ihr einfach einen Kommentar zu diesem Post hinterlasst. Mich würde vor allem mal interessieren, ob Eure Großen auch noch im Schlafsack schlafen?

Der Gewinner wird am 12. Oktober bekanntgegeben.

Viel Erfolg!

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Schlaflos in Bonn

Ich bin urlaubsreif. Deshalb mache ich heute einen kleinen Kurzurlaub: Ich nehme mir die Nacht frei und der Mann übernimmt den Mini.

Eigentlich ist das ja Quatsch. Schlaf wird sowas von überbewertet! Nur Menschen, die regelmäßig ausreichend schlafen dürfen, halten das für wichtig. Alle anderen wissen: Man kommt auch müde durch den Tag.

Der Mini ist gerade dabei, sich das Schlafen gänzlich abzugewöhnen. Seit ein paar Wochen weckt er mich nachts jede Stunde auf. Mal zwei Stunden am Stück schlafen? Das wäre ein Traum (aber zum Träumen komme ich ja gar nicht mehr)!

Früher war Müdigkeit so ziemlich das Schlimmste, was mir passieren konnte. Wenn ich nach einer durchtanzten Nacht ein Schlafdefizit von vielleicht drei Stunden hatte,  bin ich abends früh ins Bett gegangen oder habe am Wochenende bis mittags geschlafen, um die Müdigkeit wieder los zu werden.

Heute beträgt mein Schlafdefizit geschätzte 789.665. 984. 433.672. 984, 34 Stunden. Ich bin eigentlich immer müde- und tanze trotzdem durch den Tag.

Mit meinem Schlafdefizit von höchstens drei Stunden habe ich es damals nicht geschafft, vor 11 Uhr das Bett zu verlassen. Mit einem Schlafdefizit von heute geschätzten 789.665. 984. 433.672. 984, 34 Stunden schaffe ich vor 11 Uhr mehr als früher an einem ganzen Wochenende.

Ich stehe den halben Tag auf Spielplätzen rum schaukele mit einer Hand den Maxi an während ich mit der anderen den Mini auf dem Arm halte, ich mache ein Wettrennen nach Hause mit dem Maxi, koche ein gesundes Abendessen während ich zwei müde und knatschige Kinder bei Laune halte, ich füttere, wickele, stille, räume auf, lese vor…

Das Einzige, das mich wirklich fertig macht, sind schlafende Menschen in der Fernsehwerbung. Wenn ich in der Wick MediN- Werbung, oder in Spots für Baldrian Menschen sehe, die sich zufrieden lächelnd in ihr Bett kuscheln, dann möchte ich manchmal eine Runde weinen. Zum Glück kann ich nie lange fernsehen, weil sich nach ein paar Minuten immer Minis Babyfon meldet…

Mein Mann erholt sich gerade im Büro von den anstrengenden Weihnachtsferien. Aber er bemitleidet mich inzwischen so sehr, dass er mir dauernd vorschlägt, die Nachtschichten zu übernehmen. Dieses Wochenende darf er.

„Aber dann will ich Dich auch nicht hier rumturnen sehen! Auch nicht, wenn Du Geschrei hörst“, hat er gesagt.

Ja, und was soll ich sonst bitte die halbe Nacht machen? Nach vier Stunden Schlaf am Stück werde ich mich so ausgeruht fühlen, wie die Frau aus der Baldrian Werbung, wetten?!

Vielleicht könnte ich ja dann endlich mal den Keller aufräumen. Oder die Steuererklärung machen. Oder irgendwas Nobelpreisverdächtiges erfinden. Sagte ich schon, dass Schlaf ja so überbewertet wird?

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