Wie man entspannt muttert

Wer mit Kindern lebt, der weiß, dass sie voller Ideen sind, über die man nur staunen kann.

Kaum habe ich mich umgedreht, machen meine Söhne genau das, was sie eigentlich gerade nicht tun sollen. In dem Moment, in dem ich den Raum verlasse, haben sie wohl vergessen, dass sie nicht im Wohnzimmer Fußball spielen sollen. Sie erinnern sich nicht mehr daran, dass  das Sofa keine Hüpfburg ist und sie wissen auch nicht mehr, dass ich Nein zu noch einem Keks gesagt hatte. Weiterlesen

Ode an die Müdigkeit

Als ich 19 Jahre alt war, stellte ich fest, dass ich in meinem Leben bis zu diesem Zeitpunkt nie müde gewesen war. Ich flog damals als Flugbegleiterin für eine japanische Airline um die Welt. Manchmal war ich 24 Stunden auf den Beinen und die Müdigkeit, die sich in den Hotelzimmern mit Blick auf den Fujiyama über mich legte wie ein nasses Handtuch, Weiterlesen

Updates am laufenden Band. Mutterrolle 6.0

Maxi hatte gestern ein Spielplatzdate mit seinem liebsten, besten „Kackpups-Freund“ (fragt nicht!).

Wir Mamis hatten es uns auf einem sonnigen Plätzchen am Rande des Sandkastens gemütlich gemacht. Nun, gemütlich ist wohl nicht ganz richtig, aber sonnig war es und gesessen haben wir auch, und da die Kinder friedlich spielten, kam uns dieses 20 cm schmale Stückchen Sandkastenbegrenzung doch sehr gemütlich vor.

Ins Gespräch vertieft schoben wir uns den Inhalt der mitgebrachten Tupperdosen in den Mund und hatten es also sehr nett.

Dann war da plötzlich diese andere Mutter. Ihr Sohn wollte wohl nicht so, wie sie wollte und da hat sie mit ihm geschimpft und als er zurückschimpfte hat sie ihn einfach gepackt und hinter sich her gezogen.

„Warum schimpft die denn so?“, fragte ich absichtlich ein bißchen laut, denn ich fand ihr Verhalten ziemlich übertrieben.  Es war doch gerade alles so schön. Das Wetter war schön, die Kinder spielten schön, wir unterhielten uns schön- kein Grund so ungeduldig zu werden. Warum spricht die Frau nicht mit ihrem Kind? Sie muss es ihm doch nur erklären! Was´n das für eine?!

Krchps, machte der Keks in meinem Mund. Dabei wollte ich doch eigentlich nie auf einem Spielplatz rumkrchpseln. Und mit dem nächsten Krchps musste ich zugeben, dass ich wohl auch nicht ganz die Mutter war, die ich mir vorgestellt hatte zu sein.

Ich wollte eine Mutter von netten, wohlerzogenen Kindern werden. Das gedachte ich dadurch zu erreichen, dass ich meinerseits immer sehr nett und freundlich zu meinen Kindern sein wollte. Auf diese Weise gewertschätzt und verstanden würden meine Kinder mir ein einziger Quell der Freude sein. Nichts gegen meine Jungs, aber der Plan ist nicht ganz aufgegangen.

Ich wollte außerdem immer cool bleiben. Über eine zerbrochene Scheibe muss man sich ja nicht gleich aufregen und  so einen Teller kann man doch ersetzen. Nachdem in diesem Hause vom Waschbecken über die Türklinken bis zum Glasschrank fast nichts mehr unversehrt ist, hat meine Coolness ein bißchen gelitten.

Nie wollte ich so eine Mutter werden, die auf dem Spielplatz immer etwas zu Essen dabei hat. Die Kinder verhungern wohl nicht, wenn sie in den 3 Stunden zwischen Kaffeeklatsch und Abendessen mal nichts zu essen bekommen, dachte ich, aber da ahnte ich ja auch noch nichts von Minis Appetit.

Und da saß ich nun mit meiner Tupperdose. Irgendwo zwischen den anderen Müttern, die das belächeln und denjenigen, die einen gesünderen Inhalt bevorzugen würden, hatte ich mich eingereiht.

Es ist nämlich so, dass meine Mutterrolle im Laufe der Jahre doch einige Updates erfahren hat.

Erst war der Sohn so klein und niedlich und alle größeren Kinder schienen mir so schlecht erzogen. Heute lebe ich in einer Welt voller Trotzanfälle und Liebeserklärungen, die mit „Kack-“ beginnen.

Andere Mütter schienen mir manchmal so kopflos- heute habe ich zwei Kinder und bin froh, wenn wir alle vollständig bekleidet aus dem Haus gehen (nur vollständig, nicht sauber).

Als ich nur ein Kind hatte, hatte ich alle Zeit der Welt, dem Maxi Dinge zu erklären. Heute muss es manchmal einfach schnell gehen.

Neben meiner eigenen Mutterrolle hat auch die Sicht auf andere Mütter in den letzten Jahren ein paar Updates bekommen. Das liegt daran, dass ich im Laufe von Elternzeiten, Berufstätigkeiten, steigender Kinderzahl, wachsendem Argumentationsvermögen des Maxi und schwindendem eigenen Nervenkostüm viel mehr Einsichten in all die Zwänge erhalten habe, in die Mütter im Alltag so geraten können.

Ich weiß ja nicht, was diese Mutter, die so ungeduldig mit ihrem Sohn war, an diesem Tag schon alles hinter und vielleicht noch vor sich hatte.  Wahrscheinlich war ich unfair zu ihr. Am liebsten hätte ich ihr einen Keks aus meiner Tupperdose angeboten. Aber wer weiß, was sie dann von mir gedacht hätte!

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Spielplatz

 

 

Kinder hin oder her- warum ich meine kinderlose Freundin jetzt wieder häufiger sehen werde.

Neulich wurde dieser Artikel aus der Huffington Post in allen Social Media Kanälen geteilt. Er handelt davon, warum Eltern seit der Geburt ihrer Kinder so wenig Zeit für ihre (kinderlosen) Freunde haben.

Hätte ich diesen Artikel nicht gelesen und hätte ich mich nicht so verdammt ertappt gefühlt- ich hätte für die Verabredung mit meiner Freundin vermutlich eine gute Ausrede gefunden.

Mit meiner Müdigkeit geht nämlich auch eine enorme Trägheit einher, so dass das Thema „Friends-Keeping“ bei mir momentan oft zu kurz kommt.

An diesem Tag hatte ich überhaupt keine Lust auf die Verabredung. Nicht nur, weil ich so müde war, sondern auch, weil ich den Eindruck hatte, dass wir uns schon lange auseinandergelebt haben. Seit ich Mutter wurde eben.

Mein Leben dreht sich zum allergrößten Teil um meine zwei kleinen Söhne- ziemlich langweilig, wenn man selber keine Kinder hat. Ihr Leben dreht sich um ihren Job (in derselben Firma, in der ich arbeite), und das Thema interessiert mich wiederum gerade überhaupt nicht.

Wie so oft, wenn man überzeugt ist, dass ein Abend total langweilig werden wird, wurde ich überrascht.

Sie hat mich erzählen lassen, von den durchwachten Nächten, von Mutterliebe und von Mutterstolz. Und ich habe ihr zugehört, als sie von ihrem großen Projekt erzählt hat, von nicht so netten Kollegen und von dem einen, der ganz besonders nett ist. Und weil wir Freundinnen sind, auch jetzt noch, da wir nicht mehr direkt nach dem Büro gemeinsam um die Häuser ziehen, haben wir uns beide nicht gelangweilt oder unverstanden gefühlt.

Die „Schlüsselszene“ des Abends war die:

Ich habe ihr davon erzählt, dass ich mir manchmal mehr Freiheit wünsche. Freiheit, Dinge zu tun, die ich gerne tue, Dinge nur für mich. Aber wegen der Kinder kann ich ja so vieles nicht. So wie neulich, als ich ein sehr interessantes Angebot bekommen habe, für das ich allerdings hätte umziehen müssen. Wegen der Kinder habe ich das gar nicht erst in Erwägung gezogen und schweren Herzens abgesagt.

Da hat sie mir von dem tollen Angebot erzählt, das sie bekommen hat und für das sie auch hätte umziehen müssen. Wochenlang hat sie sich mit der Suche nach der richtigen Entscheidung gequält. Am Ende hat sie abgesagt, und jetzt quält sie sich mit dieser Antwort.

Da wurde mir klar, dass ich mir viele unangenehme Fragen gar nicht erst stellen muss.

Ich kann Dinge von vornherein ablehnen und die Frage, was ich vom Leben eigentlich möchte, gar nicht an mich heranlassen. Ich schiebe die Kinder als Antwort vor: Ich kann nicht, ich bin ja so gebunden. Aber hätte ich es ohne Kinder getan? Hätte ich einen Neustart gewagt? In einem anderen Job, einer anderen Branche, einer anderen Stadt? Das habe ich mich gar nicht erst gefragt.

Sie, ohne Kinder, musste viel tiefer in die Entscheidung hinein gehen, denn da war niemand, den sie vorschieben konnte. Ich beneide sie nicht darum.

Meine Freundin und ich, wir leben zwei verschiedene Leben, aber wer außer mir lebt schon mein Leben? Das tun auch meine Freunde, die Kinder haben nicht. Die können zwar besser nachvollziehen, was mich so umtreibt, aber letztlich macht diese Kategorisierung Freunde mit Kindern/Freunde ohne Kinder nicht unbedingt Sinn. Jeder Alltag hat seine Besonderheiten, jedes Leben seine eigenen Fragestellungen. Wenn wir uns gegenseitig zuhören, werden wir uns nie auseinanderleben.

Nachdem mir das so plötzlich so deutlich geworden war, hatten meine Freundin und ich einen der lustigsten Abende überhaupt. Wir haben viel gelacht, viel gegessen und viel Wein getrunken.  Genau wie früher.

So ein Blick über den Tellerrand ist doch immer wieder etwas Feines!

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P.S. Liebe S., falls Du das liest: Verzeih, dass ich mich vor allem in den letzten 12 Monaten so rar gemacht habe! Ich gelobe Besserung und freue mich auf unseren nächsten Mädelsabend!

 

 

 

Was bist Du denn für eine? Von Rabenmüttern und anderen Schubladen

Ich treffe regelmäßig meine Freundinnen Katja und Julia im Lieblingscafe zum Frühstück. Man könnte sagen, ich bin eine Latte Macchiato Mutter.

Ich freue mich schon darauf, den Mini auch endlich in die Kita schicken zu können. Vermutlich bin ich eine Rabenmutter.

Wenn es so weit ist, gehe ich wieder arbeiten. Viele werden mich dann als Teilzeitmutter bezeichnen.

Vielleicht betreibe ich auch Maternal Gatekeeping, das weiß ich aber noch nicht, damit muss ich mich erst noch mehr beschäftigen.

Muss ich das? Eigentlich mag ich nämlich nicht mehr.

Jedes Mal, wenn ein neues Mütterphänomen diskutiert wird, fühle ich mich natürlich erstmal angesprochen. Ich grüble ein paar Tage und frage mich, was an der Sache dran ist. Trifft die Diskussion den Kern? Trifft sie MEINEN Kern?  Meistens schüttele ich nur verständnislos den Kopf und stelle für mich fest: „Nee, hat mit meiner Realität wenig zu tun!“ Ärgerlich finde ich es trotzdem häufig, denn eines haben alle diskutierten Mütterrollen und -Phänomene gemeinsam: So richtig gut kommen die Mütter nie dabei weg.

Wo stehen Mütter heute und wo stehen die Väter? Auf die allermeisten trifft wohl der Untertitel dieses Blogs zu: „Irgendwo zwischen Windeln und Büro.“

Alle experimentieren herum: die Mütter, die Väter, die Unternehmen, die Familienpolitik.  Überall, wo Rollen gesucht und verändert werden, entstehen auch neue Ausdrücke und Bezeichnungen für ebendiese und grundsätzlich befürworte ich das auch, denn Plakatives regt zur Diskussion an, aber müssen für uns Mütter wirklich ständig neue Schubladen erfunden werden, in die man uns reinstecken kann?

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Wenn ich auf meine eigenen Mütter-Jahre blicke, so muss ich feststellen, dass man mir im Grunde jeden Stempel aufdrücken könnte, ich habe in alle Schubladen schon reingeschaut: Die Rabenmutter, die Hausfrau- ich habe das ganze Repertoire drauf. Die äußeren Umstände meines Lebens haben sich geändert, der Job, der Job meines Mannes, die Anzahl meiner Kinder und entsprechend hat sich meine Work-Life- Balance geändert. Auch meine Einstellungen zu einigen Themen, wie z.B. Stillen hat sich aufgrund der unterschiedlichen Erfahrungen, die ich gemacht habe, geändert.

Gerade deshalb wehre ich mich gegen dieses Schubladendenken. Ob ich mehr oder weniger oder gar nicht gearbeitet habe, ob ich lange oder kurz gestillt habe, ob ich mir die Hausarbeit mit meinem Mann 80/20 oder 50/50 geteilt habe:

Ich war immer eine Mutter.

Einfach eine Mutter.

Egal, mit welchem Stempel ich gerade herumlief, ob Rabenmutter oder Latte Macchiato Mutter, ich war meinen Kindern immer dieselbe Mutter.

Ein Nebeneffekt dieser plakativen Bezeichnungen ist, dass ständig Lagerkämpfe geführt werden. Wer ist die bessere Mutter: Die berufstätige (Rabenmutter) oder die nicht berufstätige Latte Macchiato Mutter)? Die Vollzeitarbeitnehmerin oder die Teilzeitlerin (Teilzeitmami)? Wer macht es richtig- die Tragemutter oder die Kinderwagenschieberin? Die Langzeitstillende oder die zufütternde?

Das wäre ja alles egal, wenn sämtliche Bezeichnungen Varianten einer Supermutter Beschreibung wären. Sind sie aber nicht. Regelmäßig stellen diese Bezeichnungen Defizite in den Mittelpunkt.

Mir kommen solche Beschreibungen ab sofort nicht mehr ins Haus. Mein persönliches Maternal Gatekeeping, sozusagen.

Ich bin bloß Mama Mia. Und Ihr so?

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P.S. Wer mehr über den Begriff des „Material Gatekeeping“ lesen möchte und welches Ärgernis dahinter steckt, schaut mal bei Das Nuf vorbei.

Alles im Griff. Alles relativ.

Es ist so einfach, dass ich mich wundere, warum ich da nicht früher drauf gekommen bin. Endlich habe ich den Schlüssel für das „Ich-bin-so-eine-tolle-Mutter-Gefühl“ gefunden!

Na schön, die Methode entspricht wohl nicht so ganz der feinen englischen Art, aber wer sein Schlafdefizit seit Monaten wie eine Tsunami Welle vor sich her schiebt, wer drei Mal täglich zur Haustür rennt, um dann festzustellen, dass das Klingeln doch wieder nur in seinen Ohren war und wer ständig von einem zahnenden Baby so vollbesabbert wird, dass er sich von den nassen Klamotten schon eine Erkältung zugezogen hat, der muss nehmen, was er kriegen kann.

Mein Mutter-Ich kennt gute und schlechte Tage.  Die ganz besonders schlechten Tage erleidet mein Mutter-Ich nicht durch meine Kinder, sondern durch andere Mütter. Es gibt da vor allem eine Mutter in meinem Umfeld, die es regelmäßig schafft, dass ich mich schlecht fühle. Sie scheint alles im Griff zu haben, ist immer auf jede Lebenslage vorbereitet, kennt für jedes Problem die passende Lösung, hat immer auch für mein Kind Obst, Gemüse, Getränke dabei. Ihre Kinder können alles besser als meine, können alles früher als meine und sind vor allem besser erzogen. Das liegt natürlich daran, dass ich meine Kinder überhaupt nicht erziehe, deswegen macht sie das kurzerhand für mich mit.

Ich finde sie eigentlich nicht besonders toll. Ich habe regelmäßig nichts zu essen dabei, weil ich nicht glaube, dass meine Kinder im 60-Minuten-Takt etwas essen müssen. Ich habe kein Spielzimmer im Kofferraum meines Autos dabei, weil ich glaube, dass meine Kinder immer und überall etwas zum Spielen finden. Ich finde, diese Mutter ist immer ein bißchen „drüber“, aber ich fühle mich trotzdem nicht gut, wenn ich nach einem Tag mit ihr wieder zu Hause bin. Ich fühle mich faul, wenn ich auf der Bank sitzen bleibe, während sie die Streitereien unserer Kinder löst. Ich fühle mich wie ein Schmarotzer, wenn meine Kinder ihren Kindern die Apfelschnitze wegessen. Und ich gerate ins Grübeln, ob mein Sohn nicht vielleicht doch (so wie ihrer) langsam eine Fremdsprache lernen sollte.

Ebenfalls nicht gut für meinen inneren Frieden sind Mütter mit nur einem Kind, das schon mindestens vier Jahre alt ist. Die unterhalten sich immer so ruhig mit ihren Kindern, während von meinen immer eines brüllt und eines an mir rumzerrt, oder eines gerade auf die Straße rennt während das andere sich Sand in den Mund stopft. Dann fühle ich mich immer, als hätte ich gar nichts im Griff und als sei ich total überfordert. Während ich kopflos versuche, meine Kinder davor zu bewahren, sich den Hals zu brechen oder sich zu vergiften, stehen Mutter und Kind da, knabbern mitgebrachte Bio-Möhren und sehen mich mitleidig an.

Eher zufällig bin ich auf den Trichter gekommen, dass ich einfach nur in die Rolle der anderen Mutter schlüpfen muss, damit ich zufrieden lächelnd den Heimweg vom Spielplatz antreten kann.

Wir trafen eine befreundete Mutter auf dem Spielplatz. Sie musste das Anschaukeln ihres 1 1/2-jährigen unterbrechen, weil das Neugeborene wie am Spieß schrie. Während sie das Baby stillte, machte der Große ein Riesentheater und ihr blieb nichts anderes übrig, als verzweifelt zu versuchen, ihn mit immer lauteren Ermahnungen zu beruhigen, denn sie saß ja stillend auf der Bank fest. Mit hochrotem Kopf und zerzausten Haaren verließ sie später gemeinsam mit uns den Spielplatz. Ihr Großer wollte erst gar nicht laufen, dann wollte er weglaufen, dann schmiß er sich protestierend auf den Boden- das volle Programm. Mein Großer fuhr friedlich auf seinem Laufrad neben mir her, der Mini schlief im Kinderwagen. Gut, der Mini hatte vermutlich etwa 700g Sand im Bauch und der Maxi sang irgendetwas von „Kackpups“ , aber was ist das schon gegen zwei brüllende Kinder?

Plötzlich war ich diejenige, die ein bißchen mitleidig der anderen Mutter ihre Hilfe anbot. Ich war plötzlich diejenige, bei der scheinbar alles wie am Schnürchen lief. „Ja, als der Mini geboren wurde, hatte der Maxi auch eine anstrengende Zeit, aber das wird besser“, konnte ich total relaxed erklären. Ich war mit meiner Mutterrolle im Einklang, ich hatte alles im Griff.

Trefft Euch nicht mit diesen Supermüttern. Sucht Euch Mütter mit möglichst vielen, möglichst kleinen Kindern, am besten doppelte Drillingsmütter und verbringt die Nachmittage mit denen. Wenn ihr mal das Gefühl habt, ihr habt nichts im Griff: Es gibt immer jemanden, der hat die Dinge noch weniger im Griff!

Jaaa guuuut, das ist gemein. Aber man kann nicht immer nur nett sein. Außerdem werde ich das Gefühl nicht los, dass sich einige Mütter aus genau diesem Grund so gerne mit mir treffen…

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