Lillydoo- die neue Superwindel? (Werbung)

Eine Ära geht zu Ende: Nach fünfeinhalb Jahren Wickeln ist seit ein paar Wochen auch mein Jüngster ohne Windeln unterwegs. Endlich kann ich ohne zusätzliches Handgepäck aus dem Haus gehen. Na gut, es ist nicht so, als hätte ich immer eine Ersatzwindel in der Tasche gehabt. Schön wär´s. Statt dessen ist meine Freundin Julia mehr als ein Mal durch die Nachbarschaft gestreift wenn wir bei ihr zu Besuch waren und hat bei allen Familien mit kleinen Kindern geklingelt, um zu fragen, ob jemand ihrer unvorbereiteten Freundin und ihrem Sohn eine Windel zur Verfügung stellen könnte. Weiterlesen

In Mamas Bett

Hollywoodfilmen nach zu urteilen strecken 98% der Menschen morgens noch während der Aufwachphase den Arm aus und tasten nach ihrem Partner. Hollywoodfilmen nach zu urteilen ist der in 100% der Fälle nicht mehr da.

Ich taste morgens eigentlich nur nach meiner Brille. Ich muss meinen Arm nicht ausstrecken, neben mir liegt jeden Morgen der Mini und der geht nicht weg. Wo soll der schon hin? Eines Tages wird er vielleicht alleine aufstehen und kurz darauf mit einem Kaffee neben meinem Bett erscheinen, aber das wird noch Jahre dauern und ich habe die Hoffnung, dass er dann nicht mehr in meinem Bett schläft.

Es ist eine sehr vage Hoffnung, das muss ich wohl sagen. Schlafen- das ist Minis Sache nicht. Nie gewesen.

Als er etwa 6 Monate alt war, fing er an, jede Stunde wach zu werden. Nach ein paar Monaten ging ich auf dem Zahnfleisch. Ich habe es mit Globuli probiert- Nix! Dann habe ich große Hoffnungen in die Einführung der Beikost gesetzt- wieder nix! „Wenn sie anfangen zu laufen, wird es besser“, haben die anderen Mütter gesagt, aber der Mini wurde älter und älter, fing mit 14 Monaten endlich an zu laufen, und nichts änderte sich.

Nur ganz allmählich wurden seine Schlafphasen länger. Ich quartierte ihn in Maxis Zimmer aus, in der Hoffnung, dass er sich neben seinem Bruder so groß und stolz und glücklich fühlen würde, dass er endlich durchschlafen würde. Der Mini fand es toll, sein eigenes Bett im Zimmer des großen Bruders zu haben, aber gegen Mitternacht wachte er trotzdem immer auf und fand mein Bett dann doch schöner.

Heute ist der Mini 2 Jahre und 3 Monate alt und schläft noch immer keine Nacht durch. Er schläft mit seinem Bruder im gemeinsamen Kinderzimmer ein und wacht irgendwann zwischen 23 und 4:00 Uhr auf. Dann weint er und will in mein Bett (er kommt nicht alleine, ich muss ihn abholen). Immerhin schläft er in meinem Bett innerhalb von 2 Minuten wieder ein und weckt mich danach nur noch 0-2 Mal.

„Wir hatten ja damals `Jedes Kind kann schlafen lernen`“, hat am Wochenende ein befreundeter Vater zu mir gesagt. „Das ist mir zu grausam“, habe ich nur geantwortet.

Es ist natürlich ein Unterschied, ob man sein Baby schreien lässt oder ein zweijähriges Kind, das längst weiß, dass seine Eltern da sind, dass sein Bruder da ist, und dass er zu Hause in seinem Zimmer ist. Die prompte Bedürfniserfüllung ist bei einem Baby daher viel wichtiger, als bei einem Kleinkind. Trotzdem: Mein Zweijähriger hat einen Platz in meinem Bett, wann immer er ihn braucht.

In manchen Nächten dreht er mir einfach den Rücken zu und schläft. In anderen Nächten geht er auf Tuchfühlung. Er schiebt seine kleinen Hände unter meinen Rücken oder kommt mit seinem Köpfchen auf mein Kissen. Das sind die Nächte, in denen er mehr als ein Mal wach wird.

Ja, ich bin müde. Manchmal sogar schrecklich müde. Aber es ist okay für mich, müde zu sein. Wenn allerdings mein Sohn nachts aufwacht und ihm die Dunkelheit nicht geheuer ist, wenn er dann weint, weil er seine Mama braucht und ich ließe ihn mit seiner Angst alleine- das wäre nicht okay für mich!

Vielleicht kommt irgendwann der Punkt, an dem ich merke, dass er nur noch gewohnheitsmäßig in Mamas Bett kommt, während ich den Schlafmangel nicht mehr ertrage. Dann müssen wir beide unser nächtliches Ritual verändern. Ich spüre aber, dass er wirklich einen Menschen braucht, wenn er nachts aufwacht, und dieser Mensch darf ich sein. Das ist schön.

Manchmal, ganz selten schläft der Mini dann doch durch. Es hat sich herausgestellt, dass das häufig mit Besuchen bei den Großeltern zusammenhängt; Genaueres ist noch nicht bekannt, aber die Gabe von Medikamenten können wir definitiv ausschließen 😉

Und so wachte ich auch nach dem letzten Besuch bei den Großeltern am nächsten Morgen auf und irgendetwas war anders. Hatte ich etwa die komplette Nacht durchgeschlafen? War denn der Mini gar nicht gekommen?

Ich streckte meinen Arm aus, und tastete nach meinem Sohn. Keiner da! Ich musste grinsen. Dann lachen:

Mein Leben ist wie ein Hollywoodfilm. Danke dafür, mein Sohn!

Mamablog Mama Mia

 

 

16 Monate- Dieses wunderbare zweite Lebensjahr

Kommt man eigentlich irgendwann im Leben an einen Punkt, an dem die Zeit wieder etwas langsamer vergeht?

Wahrscheinlich liegt es daran, dass jeder Tag bis obenhin vollbepackt ist mit Ereignissen, die für mich als Mutter immer wieder überwältigend sind. Mein müdes, träges Mutterhirn kann die Entwicklung der Jungs gar nicht so schnell verarbeiten, wie sie voranschreitet, und so hinke ich wohl immer ein bisschen hinterher und habe das Gefühl, dass mir die Zeit wie Sand durch die Finger rinnt.

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Der Mini ist nun schon 16 Monate alt. Mir kommt er immer noch sehr babymäßig vor. Ich glaube, das liegt nicht nur daran, dass er mein Baby ist. Im Vergleich zu den anderen Kindern aus seiner Pekip Gruppe, mit denen wir uns noch regelmäßig treffen, ist er zwar körperlich größer, aber er hat so ein kugelrundes Babygesichtchen, das ihn deutlich jünger wirken lässt. Außerdem hat er ja nach wie vor nur ein paar Flusen auf dem Kopf.

Ich habe das zweite Lebensjahr schon beim Maxi so genossen. Es ist eine relativ ruhige Phase: Die Kinder können schon eine Menge, sie können sich mitteilen, sie können sagen oder zeigen, wo es ihnen weht tut. Sie haben einen riesigen Spaß daran, den Eltern bei allem möglichen zu helfen und sind so eifrig bei der Sache. Man kann sie noch leicht ablenken und zufriedenstellen. Bald wird diese Phase von der Trotzphase abgelöst…

Die Entwicklung vollzieht sich im zweiten Lebensjahr in riesigen Sprüngen. Schon lange versteht der Mini jedes Wort. Und plötzlich kommen auch mehr und mehr echte Wörter aus ihm heraus. Ich finde das so faszinierend, wie auf einmal die Sprache regelrecht explodiert. Minis Lieblingswörter sind:

– Der Papa (immer mit Artikel gesprochen)

– Wawa (Hund/WauWau)

-Tatütata. So wird jedes größere Auto bezeichnet

– Tele (Telefon)

– Ma (sein großer Bruder)

-Mil (sein morgendliches Getränk)

– M-Ma (Oma)

– heiß!

– Ball

-meins!

-mehr!

– Eulälä (Eule)

…und noch einige andere.

Und was ist sonst so angesagt mit 16 Monaten?

– Ganz zentrales Element seines Lebens ist sein großer Bruder. Mini und Maxi lieben sich wie verrückt- und fetzen sich mit großer Leidenschaft. Mini reckt ständig seinen kleinen Hals, damit er sehen kann, was der große Bruder macht. Er wartet auf einen unbeobachteten Moment, dann macht er es nach. Er kennt Maxis Tagesablauf genau. Als Maxi und ich neulich einen Max-Mama-Tag eingelegt haben und Maxi nicht in die Kita ging, kam Mini mit Maxis Kita-Rucksack angelaufen und drückte ihm den auffordernd in die Hand als wollte er sagen: „Worauf wartest Du? Wir müssen los!“

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– Der Mini ist ein noch größeres Papakind als der Maxi. Er wacht morgens auf und sagt erstmal: „Papa!“ Wenn er ein Geräusch hört, vermutet er immer, es ist „der Papa!“ Das Telefon klingelt: „Der Papa!“ Ein Auto hupt: „Der Papa!“ Und wenn „der Papa“ am Abend noch nicht zu Hause ist, drückt er mir das Telefon in die Hand und sagt: „Papa!“, als wollte er mir sagen, ich soll doch mal anrufen und fragen, wann er kommt. Er streitet sich mit dem Maxi um den Platz auf Papas Arm- und gewinnt meistens. Der Maxi ist da nämlich nicht mehr so verbissen, vielleicht weil die Max-Mama-Tage ihre Wirkung zeigen…?

– Der Mini ist ein Draufgänger. Er klettert überall hoch- und ich bekomme immer fast einen Herzinfarkt. Es gab hier schon Tage, da wußte ich mir nicht anders zu helfen, als alle unsere Hochstühle und Barhocker einfach auf den Boden zu LEGEN, damit der Mini nicht mehr hochklettert. Vom Stuhl klettert er nämlich innerhalb Bruchteilen von Sekunden weiter auf den Tisch. Auch auf Beistelltischen findet man ihn immer wieder stehend. Die Rutsche auf dem Spielplatz ist schon lange keine Herausforderung mehr für ihn. Vielleicht habt Ihr es auf Instagram gesehen: Am Wochenende ist der Mini bei Verwandten in den Teich gefallen. Das war so klar! (Es bestand natürlich keine Gefahr, „der Papa“ hatte ihn an der Hand, aber er hat es trotzdem geschafft,sich in die Fluten zu stürzen!)

– Der Mini ist das geborene Kita-Kind. Während der ersten 14 Tage der Einführung dachte ich, das wird nie etwas, denn er wich mir nicht von der Seite und es war nicht daran zu denken, dass ich mal den Raum verlasse. Aber ganz plötzlich ist der Knoten geplatzt und seitdem ruft er schon im Auto den Namen seiner Bezugs-Erzieherin, stürzt sich in deren Arme und sieht sich nicht mehr nach dem Papa um. Wenn ich ihn nachmittags abhole, freut er sich allerdings so sehr und läuft so strahlend in meine Arme, wie ich es beim Maxi nie erlebt habe.

– Er ist immer noch ein super Esser. Die Erzieherinnen haben uns gebeten, ihm etwas mehr in seine Frühstücksbox zu packen. Er hat jetzt morgens eine um 1/3 größere Box als der Maxi!

– Er hat nach wie vor nur vier Zähne.

– Er schläft besser, aber immer noch mit vielen Unterbrechungen.

– Er spielt gerne Fußball. Maxi hat in dem Alter den Ball immer nur gefangen. Mini hat schon einen guten Schuss drauf.

– Er ist sehr musikalisch. Er kann komplexe Melodien summen, manche Lieder singt er schon, in dem er die Wörter lautmalend wiedergibt. Damit bringt er uns wirklich zum Staunen. Er macht auch gerne selber Musik: Er trommelt, tanzt und singt gleichzeitig. Wir sagen dann immer: „Der Mini ist ´ne Band!“ Und er macht sich immer wieder gerne selber eine CD an und beginnt dann zur Musik zu tanzen.

– Für Bücher interessiert er sich nicht so wahnsinnig. Der größte Spaß besteht darin, die Bücher auf- und zuzuklappen. Der Inhalt ist zweitrangig.

– Er versucht neuerdings, zu hüpfen. Er macht das auch ganz toll, allerdings ohne abzuheben. Das ist so putzig!

– Mit 15 Monaten hat er endlich das Sitzen entdeckt.

Erkennt Ihr Eure Kleinkinder wieder? Oder sind sie ganz anders? Ich bin neugierig!

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Wenn Du nicht da bist, Papa…

Bücher mochte der Maxi schon als ganz kleines Kind. Wir haben uns darüber gefreut.

Irgendwann fing er an, selber Geschichten zu erzählen und wir haben uns noch mehr gefreut. Ein so fantasievolles Kind, was haben wir für ein Glück! Wahrscheinlich, weil wir ihm immer so schön vorgelesen haben. Wir klopften uns für unsere Erziehungserfolge auf die Schultern.

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Seit dem letzten Wochenende ist die Freude etwas gedämpft. Maxi fuhr mit dem Papa im Auto und sagte plötzlich ganz beiläufig:

„Papa, wenn Du nicht da bist, dann kommt ein Mann zu Mama!“

„Ach! Das ist ja interessant! Und was machen die dann?!?“

„Die Mama macht dem einen Kaffee. Später geht der wieder.“

Zuerst fanden wir es sehr lustig, wie der Maxi Geschichten erfinden und absolut überzeugend erzählen kann. Wir haben gelacht und Witzchen darüber gemacht, welche durchaus angesehenen Berufe der Maxi mit dieser Fähigkeit ergreifen könnte. Dann fiel uns ein, dass er die gleiche Geschichte vielleicht schon in der Kita erzählt hat und da fanden wir es nicht mehr so lustig.

Man muss ja nicht jeden Abend Geschichten vorlesen, haben wir uns jetzt überlegt. Zahlen sind schließlich auch sehr wichtig.
Heute Abend wollen wir mit dem Maxi vor dem Einschlafen ein paar Rechenaufgaben lösen.

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P.S. Überflüssig zu sagen, dass Maxi die Geschichte erfunden hat! Ich schwöre!

 

 

Wie mein Haus im Chaos versank

„Ach, so ordentlich?“ bemerkte meine Freundin J. neulich, als sie von unserer Haustür in einer geraden Linie auf unser Wohnzimmer zugehen konnte. Keine Stolperfallen lagen rum, weder Legosteine noch Kochtöpfe und was sonst üblicherweise in unserem Flur herumliegt. Selbst die Schuhe hatte ich ordentlich aufgereiht, normalerweise tummeln sich im Flur Laufschuhe mit Ballerinas und Krabbelschuhen und  Gummistiefeln auf einem großen Haufen, wobei es wichtig zu sein scheint, dass nie zwei gleiche Schuhe nebeneinander liegen.

„Ja! Ich habe aufgeräumt“, antwortete ich stolz, aber von ihrer Bemerkung auch ein bißchen peinlich berührt! Es ist ja nicht so, als würde ich sonst nie aufräumen- im Gegenteil, ich räume eigentlich andauernd auf. Das sieht man bloß sonst nicht und das hat zwei Gründe:

Erstens ist Aufräumen bevor die Kinder im Bett sind, wie Haareföhnen im Regen. Ich räume die Legokiste ein- die Kinder räumen die Bücherkiste aus. Ich wische die Krümel unterm Tisch weg- die Kinder sitzen Kekse mampfend auf dem Sofa. Während man eine Unordnung beseitigt, eröffnen die Kinder mindestens zwei neue Baustellen.

Zweitens ist Ordnung ein Zustand, der fast nicht zu erreichen ist, wenn das Haus vor lauter Spielzeug aus allen Nähten platzt. Anfangs gab es hier kaum Spielzeug, denn der Maxi brauchte nicht viel und hat, wie die meisten Kleinkinder, am liebsten mit Alltagsgegenständen gespielt. Dann wurde er größer, die ersten Geburtstage und Weihnachten wurden gefeiert und mittlerweile gibt es hier zwei Kinder.

Ich bin kein besonders ordentlicher Mensch und kann über Unordnung problemlos hinwegsehen. Trotzdem liebe ich ordentliche Räume. Wenn ich mal aufräume, dann richtig und deswegen hasse ich es, wenn Dinge überhaupt keinen festen Platz haben, an dem sie verschwinden können.

Wann immer ich zum Möbel-Schweden fahre, kaufe ich neue Kisten, aber kaum bin ich zu Hause, stelle ich fest, dass wir immer noch zu wenige davon haben. Das Spielzeug ist einfach überall, und dazu kommen Gummistiefel, Jacken für jedes Wetter, Gummistiefel, Matschsachen, Mützen, Schals, …

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Ein besonderer Dorn im Auge sind mir diese Kindermöbel, die aufgrund ihrer Größe schon im Weg stehen. Laufstall, Babywippe, Treppengitter, Wickelkommode. Ach, wie habe ich mich darauf gefreut, diese Dinge eines Tages rauszuschmeißen und wieder etwas mehr Ordnung im Haus zu haben.

Endlich ist es soweit! Der Mini ist 13 Monate alt, meine Schwester erwartet ihr erstes Baby und wir schieben ihr alles rüber, was wir nicht mehr brauchen.

Und plötzlich finde ich das so furchtbar schade!

Der Mini liegt seit ungefähr 8 Monaten nicht mehr im Stubenwagen und der stand in seinem (bisher ungenutzten Zimmer) nur im Weg, aber als meine Schwester den Wagen am Wochenende raustrug, war ich kurz davor mich draufzustürzen und zu schreien „Neeeeeiiin!!!“

Jetzt, wo die Babyutensilien tatsächlich langsam verschwinden, will ich sie plötzlich nicht mehr loswerden. Man könnte meinen, es hätte mir Spaß gemacht, dass ich mir schon mehrfach fast den kleinen Zeh daran gebrochen hätte.

Der Traum vom aufgräumten Haus, auf dessen hellen Möbeln sich ausgesuchte Accessoires befinden, und in dem auf nicht-kippsicheren Teilen nicht-bruchsichere Deko steht, dieser Traum wird wohl noch einige Zeit genau das bleiben- ein Traum!

Aber wenn ich ganz ehrlich bin, geht mir das Herz auf, wenn ich die kleinen Gummistiefel vor der Haustür stehen sehe und diese äußerst kreativ ineinander gesteckten Spielsachen, die ich abends in ihre Kisten packe, betrachte ich mit Ehrfurcht vor so viel Kreativität.

Der ganze Krempel, diese ganze Unordnung gehören in dieses Haus, so wie Mini und Maxi dazugehören.

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Ich habe mich zwar darauf gefreut, den Babykrempel aussortieren zu können, damit man in diesem Haus endlich nicht mehr Slalom laufen muss wenn man eine Strecke von 3 Metern zurücklegen möchte, aber wenn er nun verschwindet, stellt sich wieder dieser Wunsch ein, die Zeit anhalten zu können. Schließlich ziehen die Jungs bald schon aus!

Als ich das meiner Mama sagte, meinte sie: „Aber sie sind doch auch süß, wenn sie groß sind!  Ich habe alle Jahre mit meinen Töchter genossen und auch jetzt finde ich es wunderschön zu sehen, wie Ihr erwachsen geworden seid, wie ihr selber Mütter seid! Bei meinen Kindern ist jedes Alter das Schönste!“

Wieder so eine kluge Bemerkung von meiner Mama! Und sie hat Recht: Die letzten dreieinhalb Jahre waren ALLE schön.

Ich kann mir noch gar nicht vorstellen, dass Mini und Maxi eines Tages erwachsene Männer sein werden, aber ich freue mich auf den gemeinsamen Weg mit ihnen.

Und auf jedes Auto, über das ich auf diesem Weg noch stolpern werde!

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P.S. Das bringt mich auf eine Idee: Ich könnte eine neue Serie starten, und Euch mal zeigen, wie ich wohne- inklusive Kinderchaos und wie ich versuche, das zu minimieren. Habt Ihr Lust?

Der erste Geburtstag

Jetzt ist der Mini also kein Baby mehr!

Als er vor einem Jahr beschloss, innerhalb von 2 Stunden auf die Welt zu kommen, da hat er sich den Geburtstag seines Onkels (dem Mann meiner Schwester) ausgesucht.

Der hat dieses Jahr seinen 30. Geburtstag gefeiert, und da ich ohnehin kein Fan von Mottopartys zum 1. Geburtstag bin, haben wir uns direkt aus dem Urlaub auf den Weg zur Geburtstagsparty gemacht.

Der Geburtstag wurde auf einer großen Wiese gefeiert, die zum Hof der Familie meines Schwagers gehört. Direkt nebenan beobachteten Pferde, Hühner und Schafe das Partygeschehen.

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Einige der Gäste haben auf der Wiese übernachtet- im VW Bus, oder im Zelt. Maxi war vor allem von den Zelten so begeistert, dass ich vermutlich demnächst von ihm zum Zelten aufgefordert werde.

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Der Mini ist irgendwann in der Manduca eingeschlafen, der Maxi hat bis 23 Uhr ausgehalten. Als die Stimmung zu kippen drohte, haben wir die Party verlassen und sind zu meinen Eltern gefahren, wo wir übernachteten. Bis wir uns verabschiedet hatten, bis die Kinder im Schlafanzug waren, war es plötzlich 0:00 Uhr, und so kam es, dass der Mini in seinen ersten Geburtstag reingefeiert hat!

Am nächsten Morgen waren alle hundemüde. Als der Mini aber seine Geschenke sah, war alle Müdigkeit vergessen und er hat eifrig eine Papierfetzen Party veranstaltet. Über den Inhalt wird er sich im Laufe der nächsten Tage bestimmt auch mehr und mehr freuen 🙂

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Da wir gerade so schön unterwegs waren, haben wir anschließend noch einen Abstecher zur anderen Oma gemacht, und dort mit dem anderen Teil der Familie gegessen und gefeiert.

Und was macht der Mini? Steht einfach so auf und läuft die ersten Schritte! Das war vielleicht ein Gejohle und Geklatsche! Eine ganz tolle Geburtstagsüberraschung! Der Mini hat sich so erschrocken, dass er seitdem lieber am Boden geblieben ist. Aber er steht jetzt immerhin ganz oft und wird bestimmt ganz bald die Welt auf seinen zwei Beinchen erkunden!

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Sitzen kann er nach wie vor nicht, vielleicht gehen wir doch nochmal zum Osteopathen, denn irgendwie finde ich es merkwürdig, dass er nun sogar anfängt zu laufen, aber immernoch nicht sitzen kann. Was meint Ihr?

Vielen Dank für Eure Glückwünsche auf Facebook!

Ich wünsche Euch eine tolle Woche!

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Mütter gegen Mütter- Warum wir uns immer angegriffen fühlen

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Eine Mutter der anderen schon.

Diese Woche habe ich bei  Mama Miez einen Post über schlafende Babys und das Bauchgefühl ihrer Eltern gelesen. Mama Miez sprach eine Reihe der größten Reizthemen unter Eltern an, aber das war gar nicht das, worum es ihr ging. Die Botschaft ihres Posts war die: Mütter, hört auf Euer Bauchgefühl! Die unendlichen Elternratgeber können einen verrückt machen, dabei ist es vor allem die eigene, innere Stimme, auf die wir im Umgang mit unseren Kindern hören sollten.

Es kam, wie es immer kommt: Wer Reizthemen sät, erntet unsachliche Kommentare. Sogar von einem Post, der sich für mehr Selbstbestimmtheit ausspricht, der den Eltern sagt `Ihr macht das schon richtig`fühlen sich andere Eltern angegriffen- und schimpfen drauflos.

Ich frage mich immer wieder, warum wir Mütter uns nicht einfach in Ruhe lassen können. Ich selber bin da selten besser: Erst gestern habe ich auf dem Spielplatz die Augen verdreht, als eine andere Mutter erst die Nase rümpfte, weil mein Maxi kiloweise Kies die Rutsche herunter schüttete, dann ihrer Tochter, die dem Maxi begeistert nacheifern wollte, mit den Worten ebendies verbot: Nein Schatz, so einen Blödsinn machen wir nicht`, und dann erst eine Picknick-Decke über die Bank ausbreitete, bevor sie sich darauf niederließ. So eine steife Kuh! Aber was geht mich diese Frau an? Warum nervt die mich so?

Vermutlich sind es vor allem diese Gründe, die uns immer wieder zumindest gedanklich aufeinander losgehen lassen:

 

1. Mit vielen Müttern haben wir nichts gemeinsam außer unseren Kindern.

Nachbarn, Kollegen, die Verkäuferin beim Bäcker- wer mir nicht sympathisch ist, mit dem wechsele ich nicht mehr Worte als nötig.

Mit vielen der Eltern, die mir begegnen, hätte ich wohl auch nie ein Wort gewechselt, weil wir ganz offensichtlich nicht auf einer Wellenlänge sind. Wir würden uns einfach jeder so ernähren, wie wir es für richtig halten, wir würden die korrekte Schlafzimmertemperatur nicht miteinander diskutieren, nicht über den Umgang mit Medien streiten und unsere Ansichten zum Thema Impfen würden wir für uns behalten.

Auf dem Spielplatz, in der Kita oder auch in MütterForen- und Blogs treffen wir nun aber alle aufeinander: Die Impfgegner und die Impfer, die Veganer und die Wurstfans, die Fläschchen- und die Stillmamas, die Gläschen-Fütterer und die Selberkocher. Mit vielen Menschen, mit denen wir als Eltern so unsere Freizeit verbringen, haben wir nichts gemeinsam- der einzige gemeinsame Nenner sind unsere Kinder.

 

2. Es geht um unsere Kinder, und wenn es um unsere Kinder geht, ist Schluß mit lustig! 

Es gibt auch Nachbarn und Kollegen, die finde ich , freundlich ausgedrückt, schräg. Trotzdem störe ich mich kaum an ihnen, höchstens dann, wenn sie mich direkt mit ihren Ansichten konfrontieren, aber auch dann berührt es mich nur selten. Wenn allerdings jemand meinen Kindern zu nahe tritt, dann bin ich sofort alarmiert. Geht es dann auch noch um Kritik an meinem Umgang mit den Kindern, weil ich angeblich den falschen Lichtschutzfaktor gewählt habe oder die falschen Schuhe gekauft habe, dann koche ich innerlich vor Wut. Nichts empfinde ich als größeren Angriff gegen mich, als Kritik an meinen Kindern oder die Art und Weise, wie meine Familie lebt. Kommt so eine Kritik dann auch noch von Menschen, deren Lebensweise mir wiederum völlig fremd ist, ist Streit vorprogrammiert.

 

3. Jede Entscheidung ist ein Statement

Nicht nur Mütter, mit denen man nichts gemeinsam hat, erziehen auch ihre Kinder anders als man selbst. Manchmal ist es auch die beste Freundin, mit der man als Mutter plötzlich so gar nichts mehr gemeinsam zu haben scheint. Ein Kind zu haben, bedeutet Entscheidungen treffen zu müssen. Kita, Tagesmutter oder zu Hause betreuen? 20, 30 oder 40 Stunden? Kindersitz nach vorne oder nach hinten gerichtet? Wir treffen unsere Wahl, weil wir glauben, dass sie richtig ist, aber oft sind wir auch nicht ganz sicher. Vielleicht machen es andere doch besser? Und ist deren Entscheidung nicht gleichzeitig auch ein bißchen eine Entscheidung gegen das, was ICH für richtig halte? Und schon fühlen wir uns angegriffen und verteidigen uns.

 

Mit der Anzahl der Kinder und der Jahre, die man als Mutter auf dem Buckel hat, wächst das Vertrauen in das eigene Bauchgefühl, stelle ich bei mir fest. Damit wächst auch meine Gelassenheit. Ich fühle mich eigentlich von niemandem angegriffen, der die Dinge anders handhabt als ich- ich rege mich nicht einmal mehr auf (na gut, ganz selten).

Wir können nicht alle alles richtig machen. Das geht schon deshalb nicht, weil wir ganz unterschiedliche Vorstellungen von „richtig“ haben. Wir könnten uns aber wenigstens zugute halten, dass jeder das tut, was er für richtig hält, weil wir alle das Beste für unsere Kinder wollen.

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Klitzekleines- Her mit dem Baby!

Am Sonntag fuhr ich mit dem Maxi auf dem Weg zum Theater („Der Grüffelo“) an meinem ersten Arbeitsplatz vorbei. Ich erkläre dem Maxi:

„Hier haben der Papa und ich uns kennengelernt.“

„Wart Ihr da noch winzig klein?“

„Nein, wir waren schon erwachsen, aber wir hatten uns vorher noch nie gesehen. Und dann haben wir gesagt, ach, wir haben uns so lieb, wir wollen immer zusammen bleiben und deshalb haben wir geheiratet!“

Maxi weiß anscheinend, was heiraten bedeutet: „Und Babys bekommen.“

Ich sage: „Stimmt, dann haben wir gedacht, es wäre doch schön, ein Baby zu haben. Wir haben ein Baby bekommen und wie haben wir das genannt?“

„Maxi!“

„Genau, und dann haben wir gedacht, das Baby ist ja sooo süß, davon wollen wir noch eins haben, und dann haben wir Deinen kleinen Bruder bekommen.“

Irgendwie hat es mich dann einfach gereizt und ich habe gesagt: „Und weil Ihr beide so süß seid und wir Euch so lieb haben, könnten wir doch eigentlich noch mal ein Baby bekommen, oder?“

„Ja“, sagt der Maxi nickend, „oder einfach nochmal zwei!“

Familienpolitik eines Dreijährigen: Einfach machen!

 

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Spiel wie es Dir gefällt- Regeln können warten!

Wer weiß, was das ist?

FreispielSchutzanzug

Richtig! Ein Feuerwehr-Schutzanzug. Maxi hält sich das bei seinen Löscheinsätzen, bei denen der Mini ein brennendes Hochhaus spielt, vor den Bauch.

Und das hier?

FreispielZoo

Genau, ein Zoo. Vorne seht Ihr den Eingang, hinten springt gerade ein Känguru.

So oder so ähnlich sieht es hier aus, wenn Mini und Maxi spielen. Frei Spielen.  Ich lasse sie oft einfach spielen, besonders den Mini Vormittags. Zwischendurch kommt der Mini immer wieder zu mir, kurz kuscheln, und dann geht es weiter. Manchmal denke ich dann allerdings, ich müsste ihm mehr bieten.

Letzte Woche war ich gemeinsam mit Super Mom, Mira Mondstein und Papi redet mit zu einer Gesprächsrunde mit dem Psychologen und Experten für frühkindliches Lernen,  Prof Mienert, eingeladen und konnte meine und Eure Fragen zu dem Thema stellen. Mache ich das richtig mit dem Mini?

Organisiert von der Firma Pampers haben wir uns über das sogenannte „Freie Spielen“ ausgetauscht und das Gespräch konnte über Google+ überall im Internet verfolgt werden.

Logo, dass erstmal die Technik gestreikt hat und man mich nicht hören konnte! Auch logisch, dass der Mini nur 20 Minuten Mittagsschlaf gemacht hat. Man sieht mich zwischendurch mal schnell aus dem Bild huschen, und kurz darauf mit Mini im Schlafsack zurückkehren. Der wollte wohl auch mit ins Bild. Das ging meinen Blogger-Kollegen nicht anders, und so waren am Ende alle Kinder mit im Bild.

Schließlich war es aber ein sehr interessantes Gespräch. Hier sind für Euch meine drei wichtigsten Erkenntnisse:

1. „Freies Spielen“ ist jedes Spiel, das ohne die Einmischung, Einflussnahme und Regeln von Erwachsenen stattfindet.  Jedes Kind kann frei spielen und muss das auch tun, denn auf diese Weise entdecken die Kinder in ihrem eigenen Tempo die Welt.

2. Eltern müssen Phasen des freien Spiels „aushalten“ (lernen). Ich weiß von mir selber, dass ich oft ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich mich mit meinem Blog beschäftige, während der Mini alleine spielt. „Mit dem Maxi habe ich viel mehr gesungen und gespielt“, denke ich dann oft. Solange der Mini aber zufrieden spielt, muss ich mir keine Sorgen machen.  Manchmal sind Kinder vielleicht auch quengelig und wollen gespaßt werden, so dass die Eltern denken, das Kind könne nicht alleine spielen.  Auch hier müssen Eltern aber öfter mal „aushalten“. Das Kind findet nach einer Weile sicher eine Beschäftigung- bei ganz kleinen Babys vielleicht der eigene Fuß oder die Hände, bei größeren Kindern Spielzeug oder Alltagsgegenstände.

3. „Kinder brauchen kein Spielzeug, sondern Zeug zum Spielen“, sagt Prof. Dr. Mienert. Ich glaube, das kennen wir Eltern auch alle, dass unsere Kinder sich nicht für ihr altersgerechtes Spielzeug interessieren, sondern viel lieber mit Alltagsgegenständen spielen. Tipp von Prof. Mienert: Einfach mal die Küchenschublade aufmachen. Töpfe sind in der Tat auch eines der liebsten Spielzeuge vom Mini.

Freispiel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Mini ist gerade der Meister des Freispiels. Der hat aber auch viel zu tun. Er kann jetzt stehen und zieht sich an allem hoch. Was für interessante neue Perspektiven sich dadurch im ganzen Haus ergeben! Und ich- ich kann beruhigt bloggen. Der Mini meldet sich schon, wenn er Mama braucht 😉

Für alle, die sich das 30 minütige Gespräch einmal anschauen möchten: Ihr findet es auf Youtube unter: http://www.youtube.com/watch?v=zX3K2GuVbxo 

 

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Bock zu verkaufen

„Kind, männlich, 3 Jahre alt, bildschön aber sehr laut, günstig abzugeben. Nur Selbstabholer.“

Es hat nicht viel gefehlt und Ihr hättet diesen Text in den ebay-Kleinanzeigen gefunden.

Vielleicht war es im Nachhinein nicht so klug, dem Maxi einen CD-Spieler zu Weihnachten zu schenken. Bestimmt hätten wir besser an dem ein oder anderen Tag auf einen Mittagsschlaf für ihn bestanden. Und rückblickend hätten wir wohl wissen müssen, dass freier Zugang zu Süßigkeiten unserem Kind nur bedingt gut bekommen würde-  jedenfalls war unser Nervenkostüm nach ein paar Tagen Weihnachtsferien deutlich angegriffen.

Und dann kam auch noch der Bock.

Mein sonst sehr wortgewandtes Kind schien plötzlich nur noch ein Wort zu kennen: „NEIN!“ Das war nicht das zeternde „Nein!“, das wir von seinen filmreifen Trotzanfällen kennen, sondern ein bockiges „Nein“, mit ganz weit vorgezogener Unterlippe. Dieses „Nein“ duldet keinen Widerspruch, es ist vollkommen immun gegen die Überredungskünste, die mein Mann und ich in den letzten Monaten perfektioniert haben. Es ist, als würden nach diesem bockigen „Nein“ sämtliche Empfänger beim Maxi ausgehen. Da kommt einfach nichts mehr. Kein Geschrei, kein Gemotze, keine weiteren Worte, nur „Nein!“. Einerseits herzallerliebst, andererseits…ich nenne es mal anstrengend.

Ich glaube, es ist ein kleiner Bock, der vom Maxi Besitz ergreift, anders kann ich mir Szenen wie diese nicht erklären:

Mann und Maxi wollen einkaufen gehen.

„Zieh Dir schonmal die Jacke an, Maxi!“

„Nein!“

„Aber Du wolltest doch mitkommen, dann brauchst Du eine Jacke!“

„Nein!“

Geht und zieht sich wortlos die Jacke an. Über dem Mann erscheint ein riesengroßes Fragezeichen.

Mann will dem Maxi den Reißverschluss der Jacke zu machen. Maxi macht einen Satz zurück: „Nein!“

Mann zieht die Hände zurück. „Okay, okay!“ Maxi:“ So, und jetzt zumachen!“

Mann: „Hä??“

Ich stand dabei und beobachtete das Spektakel und konnte nicht anders, als mich kaputt zu lachen. Der Mann war so verwirrt, der Maxi so bestimmt, aber irgendwie auch verwirrt- es war herrlich. Natürlich ist diese Phase nicht immer nur witzig. Oft geht der Bock ganz schön an die Substanz.

Wenn man ganz genau hinsieht, kann man kleine Hörner auf Maxis Kopf entdecken, wenn der Bock kommt. Ich vermute, dass es sich dabei um irgendeine magische Substanz handelt, die sich gelegentlich materialisiert. Das Faszinierende daran ist: Es geht auch in die entgegengesetzte Richtung.

Als ich neulich kurz davor war, den kleinen Bock zu verkaufen, da hatte sich mein Kind morgens wieder verwandelt.

Der Maxi (sonst ein Morgenmuffel) erschien mit seinem Superman Schlafanzug in unserem Schlafzimmer. Im Arm ein sehr großes Kuscheltier. Er hatte einen ganz entspannten Gesichtsausdruck und er bewegte sich sanft schreitend durchs Zimmer.

„Ich bin die Maria“, verkündete er. „Ich bin die Mama von dem Jesuskind.“ Er hielt das Kuscheltier hoch: „Das ist das Jesuskind!“ Ganz vorsichtig und liebevoll hielt die kleine Maria ihr Baby im Arm.

Maria

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das war wieder so ein Mami-Moment, in dem mein ganzer Körper in Bruchteilen von Sekunden spürbar von Liebe geflutet wird. Ich habe noch nie zuvor etwas so Süßes gesehen. Oder vielleicht doch, aber das waren dann auch der Maxi oder der Mini.

Und ich schwöre: Ich konnte einen Heiligenschein über dem Maxi sehen! Wirklich! Echt und ehrlich! Kein Morgenmuffel, kein Bock weit und breit. Der Maxi war die Sanftmut in Person. Wenn ich daran denke bin ich sofort wieder gerührt bis auf den Herzensgrund.

Der Maxi hat die Rolle erstaunlich lange durchgezogen. Er wollte keine Milch haben, sondern meinte, Maria trinke Kaffee. Als ich sagte: „Maxi Du bist so süß!“, sagte er ganz ernst und ein bißchen tadelnd: „Ich bin die Maria! Das weißt Du doch!“

Erst nach etwa 10 Minuten meinte er gnädig und ganz leise: „Mama, wenn Du willst, kannst Du mir auch eine Milch machen.“

Die interessante Frage lautet nun: Wann materialisieren sich die Hörner des Bocks und wann der Heiligenschein? Kann ich das beeinflussen? Gibt es einen Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme? Hat es etwas mit den Mondphasen zu tun?

Die Bockforschung in diesem Hause ist noch ganz am Anfang.  Bis ich Näheres weiß, ist ein Verkauf jedenfalls vom Tisch.

 

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