Pros und Cons der Kann-Kind-Einschulung

Als ich den Maxi aus der Kita hole, herrscht dort Ausnahmezustand. Glückliche, aufgeregte Kinder rennen in ihren Badeklamotten über den Flur und freuen sich offensichtlich riesig darüber, dass wir in diesem Jahr tatsächlich einen echten Sommer erleben. „Wir haben Eis ge-esst!“ ruft mir ein kleiner Junge zu.

Maxi ist wie immer eher wortkarg. Ohne ein Wort geht er mit mir in die Gruppe vom Mini, schweigend läuft er neben uns über den Parkplatz. Erst als ich losfahre sagt der Maxi kopfschüttelnd: „Der X hat ge-esst gesagt!“

Mein Mutterherz schwillt vor Stolz ein wenig an- was habe ich doch für ein schlaues Kind. Gedanklich mache ich wieder einen Strich auf meiner „Pro“ Liste für die frühere Einschulung.

Klingt albern? Na gut, ein bißchen! Aber die Sache ist die:

Der Maxi ist ein Kann-Kind, das heißt, er muss im nächsten Jahr noch nicht in die Schule, aber er kann. Diese Entscheidung müssen seine Eltern für ihn treffen und ich finde das sehr schwierig.

Maxi als frischgebackenes Kita-Kind
Maxi als frischgebackenes Kita-Kind

Wenn ich andere Eltern nach ihrer Meinung frage, bekomme ich als Antwort in 80% der Fälle zu hören: „Ich würde das nicht machen! Lass ihn so lange Kind sein, wie möglich!“

Ganz so einfach ist die Sache für mich nicht. Für mich ist entscheidend, dass mein Kind da wo es ist auch hinpasst. Vielleicht ist der beste Platz für ihn im nächsten Jahr in der Kita, vielleicht aber auch in der Schule. Das kann man nicht pauschal beantworten, weil jedes Kind anders ist. Deswegen ist es gut, dass es zwar eine Stichtagsregelung gibt, diese aber durch die Kann-Kind-Einschulung (und die Möglichkeit der Zurückstellung auf der anderen Seite) aufgeweicht wird.

Zwei Dinge gibt es dabei vor allem zu berücksichtigen: Den intellektuellen Entwicklungsstand und den sozialen.
Was den intellektuellen Teil betrifft, mache ich mir keine Sorgen- und das nicht nur, weil er in der Lage ist, den korrekten Perfekt unregelmäßiger Verben zu bilden.

Viel entscheidender ist für mich die sozial-emotionale Seite. Wenn an dieser Stelle keine „Schulreife“ besteht, gibt es auch schnell Probleme auf der intellektuellen Ebene, und damit ist sie in meinen Augen entscheidend.

Hinzu kommt, dass man nicht bei einer Momentaufnahme zum Zeitpunkt der Einschulung stehen bleiben sollte. Man muss auch ein paar Jahre weiter denken:

Wenn mein Kind ein Jahr jünger ist, als der Rest seiner Klasse, mag das in den ersten Jahren nicht auffallen. Wenn die Klassenkameraden aber in die Pubertät kommen, kann ein Kind, das ein Jahr jünger ist, die fehlenden Monate nicht mehr kompensieren. Ich kann meinem Sohn die Hormone ja nicht in der Butterbrotdose für die Pause mitgeben. Ausgehen, Sex, Rauchen- es ist nicht unbedingt mein Wunsch, dass der Maxi mit diesen Themen ein Jahr früher in Berührung kommt, und auch er selber kann vielleicht noch gar nichts mit diesen Themen anfangen, wenn sie in seiner Klasse plötzlich auftauchen. Wird er dann zum Außenseiter?

Ich selber war ein Kann-Kind und wurde später eingeschult. Ich habe damit immer gehadert und auch meine Eltern denken heute, sie hätten sich besser anders entschieden. Mit meiner eigenen Erfahrung im Rücken, mache ich mir die Entscheidung nicht leicht.

Unsere Kita plant grundsätzlich alle Kann-Kinder für das Vorschul-Programm ein. Dafür bin ich sehr dankbar, denn dadurch erspare ich mir an dieser Stelle den Makel der übermotivierten, ehrgeizigen Tigermutter, denn die bin ich nicht! Es wird einfach so gemacht (es sei denn, die Eltern möchten das nicht, z.B. weil sie sich schon für eine spätere Einschulung entschieden haben).

Die Vorschulkinder haben ein tolles Programm, aus dem sie Kurse wählen können- und ja, sie dürfen (und sollen) selber wählen: Verkehrs-AG, Tanz-AG, Theater-AG und einige mehr. Sie genießen außerdem ein paar zusätzliche Freiheiten. Da die Altersstruktur dort die gleiche sein wird, wie später in der Schule, ist das doch ein ganz guter Testlauf.

Und so wird mein Großer also im August ein Vorschulkind. Dabei habe ich ihn doch gerade erst an seinem ersten Kita-Tag auf die Krabbeldecke gelegt. Ach, ich weiß noch, wie er eines Tages aus der Kita kam und plötzlich Krabbeln konnte…wo ist dieses Baby nur hin?

Im November müssten wir ihn für die Schule anmelden. Ich werde berichten.

Läuse auf der Leber

Vielleicht reduziere ich meine Wochenarbeitszeit. Ich bin 24 Stunden pro Woche im Büro, das klappt meistens ganz gut, aber manchmal klappt gar nichts.

Wenn das Unternehmen die Grundvoraussetzungen für Vereinbarkeit geschaffen hat, ist das eine sehr gute Ausgangslage. Ich habe flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten. Die Kinder sind in einer Betriebskita und wenn mal gar nichts geht, gibt es ein Eltern-Kind-Büro, in dem man arbeiten kann, während das Kind spielt- wenn nötig sogar betreut.

Zusätzlich muss man sich zu Hause gut organisieren. Dafür ist ein Partner hilfreich, der sich die anstehenden Arbeiten mit einem teilt. Wir haben uns für das Modell Morgens-Abends entschieden, das bedeutet, der Mann ist morgens für die Kinder zuständig, damit ich früh im Büro sein kann, ich übernehme die Kinder ab dem Nachmittag. Am Wochenende wird fair geteilt (Putzen, Einkaufen, Rasenmähen, Wäsche machen= Mann; Kochen, Aufräumen DM-Einkäufe= ich).

Das System funktioniert spitze. Wir sind inzwischen alle so super eingespielt, dass wir durch nichts aus der Ruhe zu bringen sind.
Fast nichts!

Es gibt ein paar Kleinigkeiten, die bringen das ganze System zum Einsturz. Winzig kleine Kleinigkeiten. Mikroskopisch klein, aber so fies:

„14 Kinder haben Magen-Darm“ steht da auf dem Zettel im Eingang der Kita. Und schon sehe ich unser „Mama-und-Papa-arbeiten-und-haben-alles-im-Griff-happy-Family-Konstrukt“ zusammenbrechen.

Es wird uns alle erwischen. Wenn schon 14 Kinder betroffen sind, ist es wieder so eine aggressive Variante, da hat man ja keine Chance, denke ich.

Ich sehe mich nachts Kinder abduschen, Betten neu beziehen und endlose Berge von Wäsche waschen. Ich werde meinen Chef anrufen und mich abmelden müssen und kaum ist das erste Kind wieder gesund, werde ich ihn wieder anrufen und die Notwendigkeit der Betreuung von Kind 2 anzeigen. Ich werde viele Male den Boden wischen und das Klo putzen und mir 100 Mal am Tag die Hände waschen, bis sie aussehen, als hätte ich seit meinem 10. Lebensjahr auf dem Feld gearbeitet- und wäre jetzt 74 Jahre alt.

Alle meine Befürchtungen sind dieses Mal unbegründet: Die Kinder sind inzwischen sehr robust, sie haben jeden Virus schon zigfach gehabt. Und so sagen sie einmal: „Ich habe Bauchschmerzen“, dann sind sie mit dem Thema durch. Nur den Mann und mich trifft es, aber wir schaffen es, die Wäsche zu verschonen und so starten wir mit einem verhältnismäßig kleinen Berg Wäsche in die neue Woche.

Am Montag kommt eine Mail von der Kita: Läusealarm! Bei mir fängt es automatisch an zu jucken, während ich die Anweisungen lese: Alle Textilien müssen mit nach Hause genommen werden. Waschbare Textilien bei 60 Grad waschen, nicht waschbare Textilien für ein paar Tage in Plastiksäcke packen.

Als ich am Nachmittag in die Kita komme, ist bereits alles für die Eltern verpackt: Ich schleppe die Turnsachen, die Schlafsachen, Wechselklamoten, Matschhosen, Hausschuhe beider Kinder ins Auto. Auf dem Parkplatz und in den Fluren kommen mir Eltern wie Packesel beladen mit den Textilien ihrer Kinder entgegen. Weil ich Läuse so ekelig finde, fahre ich in die Apotheke. „Sie können das Zeug entweder sofort einmal auftragen, oder sie warten, bis sie die erste Laus entdecken,“ sagt der Apotheker. Ich entscheide mich für a.

Zu Hause kommt zu dem Berg Wäsche aus der Kita die gesamte Bettwäsche, Schlafanzüge, Kuscheltiere, Kissen und der Wäscheberg ist so groß wie nie, aber sicher ist eben sicher.

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Am nächsten Morgen schleppt der Mann die frisch gewaschenen Klamotten der Kinder zurück in die Kita. Er kommt an diesem Abend erst spät nach Hause und findet mich im Keller bei der Waschmaschine.

„Ich kann keine Wäsche mehr sehen“, begrüße ich ihn motzend. „Ich habe das Gefühl, ich wasche jeden Tag drei Mal so viel, wie wir tragen, das kann doch alles nicht sein, ich flipp hier irgendwann noch aus!“

„Ist Dir ´ne Laus über die Leber gelaufen?“ fragt der Mann.

„Nein,“ antworte ich, „das war gestern! Aber der Mini hat eben ins Bett gekotzt!“

Mein Chef hat zum Glück wieder kein Problem damit gehabt, dass ich mich für den nächsten Tag abmelden musste. Aber ich überlege trotzdem, meine Arbeitszeit zu reduzieren. Das wäre besser für die Wäsche-Life-Balance.

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Woher kommen die Tomaten? Ein Gemüsebeet für Maxis Kita

Über seinen Kita Alltag schweigt sich der Maxi in allerbester Männermanier beharrlich aus. Mehr als einmal habe ich mir gewünscht, in der Kita für einen Tag Mäuschen spielen zu dürfen.

Zum Glück bin ich Bloggerin, denn so konnte ich den Maxi jetzt endlich mal beobachten. Die Edeka Stiftung hat der Kita nämlich ein Hochbeet spendiert und ich war dabei, um Euch hier davon erzählen zu können.

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„Normalerweise machen wir das mit acht, maximal zehn Kindern“, erklären mir  die beiden Männer der Edeka Stiftung und blicken anfangs etwas beunruhigt auf die 20 kleine Gärtner. Die sind ihrerseits ziemlich skeptisch- kein Wunder, schließlich geht es um Gemüse!

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Jedes Kind bekommt eine eigene kleine Gärtnerschürze- und schon ist das Eis gebrochen.

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Wie fühlt sich Erde eigentlich an? Und wie riecht sie? „Nach Pferdemist“, finden die Kinder und alle Erwachsenen lachen-aber es stimmt, die Erde ist gedüngt.

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Und dann geht es endlich an Einpflanzen. Aber was sind das eigentlich alles für Pflanzen? Manches erkennen fast alle Kinder sofort. Den Spinat kannte in dieser Form allerdings keiner!

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Bevor die Radiesschensamen gesät wurden, hat einer der Männer mit der Hand eine Furche in die Erde gezogen. Seine Hand sollte dabei ein Traktor sein und die Kinder sollten die Geräusche des Traktors dazu machen. „Je ländlicher die Kita, umso lauter machen die Kinder den Traktor“, erzählt der Mann lachend. Unsere Kinder waren, nun ja, mittelmässig laut 🙂 (Hier unten links übrigens der Maxi)

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Und was fehlt jetzt noch? Richtig! Wasser! Zum Gießen bekam jeder Gärtner eine eigene Gießkanne. Dieser kleine Gärtner hier hatte daran die allergrößte Freude und hat sich immer wieder hinten angestellt.

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Um zu Hause noch einmal alles nachzulesen, was die Kinder heute über Gemüse und Gärtnern gelernt haben, gab es am Ende noch für jedes Kind ein tolles Bilderbuch, inklusive einer CD mit einem Hörspiel und vielen Liedern zum Thema.

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Und der Maxi? Der war die ganze Zeit über sehr still und zurückhaltend- wie immer, wenn es etwas Neues gibt. Wenn ich mehr über Maxis Kita-Alltag wissen möchte, muss ich mir also etwas Anderes ausdenken…

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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der EDEKA Stiftung.

Die EDEKA Stiftung hat das Projekt „Gemüsebeete für Kids“ übrigens bereits 2008 gestartet.  Allein in diesem Jahr erreichte die Initiative rund 120.000 Kinder in 810 Städten und Gemeinden. Von der EDEKA Stiftung mit Hochbeeten, Erde, Saatgut und Setzlingen ausgestattet, lernen die Kinder nicht nur, woher das Gemüse kommt. Mit der Verantwortung für die Beete und das Gedeihen der Pflanzen wächst zudem die Wahrnehmung für die Wertigkeit von Lebensmitteln. Sie erfahren auch, wie gut Gemüse und Salat schmecken und werden so erlebnisorientiert und mit viel Spaß an gesunde Ernährung herangeführt. Den Kindern wird zudem altersgerecht vermittelt, dass sie mit ihrer Ernährung auch Verantwortung für sich selbst übernehmen.

Was mir (und der Kita) besonders gut gefällt: Die Erst- oder Wiederbepflanzung der Beete in den Kindergärten wird von geschulten Mitarbeitern der EDEKA Stiftung begleitet. Für den erfolgreichen Verlauf des Projektes vor Ort hat sich zudem die Unterstützung durch EDEKA-Kaufleute bewährt: Sie übernehmen die Projektpatenschaften für eine oder teils auch mehrere Kitas und stehen Kindern und Erziehern ab Beginn der Anpflanzung mit Rat und Tat zur Seite. In der Praxis bedeutet dies beispielsweise, während Ferienzeiten das regelmäßige Gießen der Beete sicherzustellen oder bei der schmackhaften Zubereitung der Ernte zu unterstützen.

 Für dieses Jahr kann man sich leider nicht mehr bewerben, aber vielleicht ist ja im nächsten Jahr auch Eure Kita dabei, wenn die EDEKA Stiftung neue Hochbeete bepflanzt.

 

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Mias Must Haves: Ein Freundebuch für kleinere Kita-Kinder

Schon zu Weihnachten hat der Maxi von seiner Großtante dieses absolut hinreißende Freundebuch bekommen.

Und seitdem liegt es im Schrank. Es gibt da nämlich ein Problem:

Der Maxi ist (noch) kein Freund von Freundebüchern. Die Vorstellung, dass er sein Buch anderen Kindern überlässt, damit die da etwas hineinschreiben ist für ihn schrecklich. Man schreibt schließlich nicht in Bücher! Dann sind sie ja quasi kaputt!

Seit sechs Monaten habe ich immer wieder zaghafte Versuche gemacht, mit ihm wenigstens mal die erste Seite, die ja für ihn reserviert ist, auszufüllen. Jedes Mal, wenn er von jemandem ein Freundebuch zum Ausfüllen erhielt, habe ich mit seinem eigenen gewunken- aber keine Chance.

Bis zum Pfingstwochenende. Da hat er plötzlich gemeint: „Okay“, ist aufgesprungen und hat sein Freundebuch geholt.

Ich liebe dieses Buch. Es ist so gestaltet, dass auch kleine Kinder es mit nur wenig Hilfe ausfüllen können, denn man muss nur ankreuzen, was man schon kann, oder Dinge in seinen Lieblingsfarben ausmalen. Außerdem fehlen diese Fragen, die ich immer blöd finde, weil Kinder sie sowieso in jeder Minute anders beantworten.

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Das i-Tüpfelchen dieses Buches ist eine Tasche, mit der man das Buch bei seinen Kita-Kollegen an den Garderobenhaken hängen kann- mit ganz klarer Botschaft! Mami spart sich also diese ewigen Klebezettel…

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Dieses Buch ist von Cherry Picking, einem Shop für Stoffe, Nähutensilien und Papeterie und Ihr findet es hier: klick! 

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Meilensteine. Warum der Kitastart vom Mini mir nicht leicht fällt.

Nur noch vier Monate. Nur noch vier Monate, dann wird aus meinem Baby ein Kitakind!

Wie aufregend das ist, habe ich selber erst auf den zweiten Blick erkannt.

Als Geschwisterkind sind viele von Minis ersten Malen für mich als Mutter schon zweite Male und damit viel weniger aufregend. Als der Maxi in die Kita kam, hat mich das ein paar schlaflose Nächte gekostet. Ist es nicht noch zu früh? Ist er nicht noch zu klein? Es war der erste Punkt, in dem ich mir nicht sicher war, ob ich alles richtig mache. Bis dahin hatten sich alle Entscheidungen (wie lange stillen, wann Beikost, wo schlafen…) richtig angefühlt, aber die Sache mit der Kita lag mir schwer im Magen. Zum Glück war der Maxi vom ersten Tag an ein begeisterter Kita-Gänger und ich konnte wieder schlafen.

Der Mini geht mit mir seit 10 Monaten jeden Tag in die Kita, um seinen großen Bruder abzuholen. Für ihn ist das überhaupt nichts Neues mehr und er krabbelt fröhlich durch die Räume, während ich dem Maxi beim Schuhe zubinden helfe. Neulich durften die Eltern beim Musikkurs der Kinder zuschauen und damit ich mich ganz auf den Maxi konzentrieren konnte, durfte ich den Mini schonmal in seiner zukünftigen Gruppe abgegeben. Über eine Stunde war er dort und offenbar hat es ihm gut gefallen, denn die Erzieherin sagte, er hätte richtig gespielt und viel gelacht. Den Kitaeinstieg machen wir dann im August mit links. Alles kein Problem!

Dass mir trotzdem mulmig zumute ist, liegt daran, dass das Gefühl so merkwürdig ist, dass mein Baby groß wird. Der ist doch der Kleine, der immer bei mir auf dem Arm hängt, der noch nicht den halben Tag „alleine“ in der Kita verbringen kann. Jetzt wird der Mini auch flügge. Man mag das übertrieben finden, aber die Kita ist eine eigene Welt. Die Welt des Kindes, die es ohne die Eltern erlebt.  Vieles von dem, was sie dort erleben, ist unserer Einflussnahme weitgehend entzogen.

Für mich bedeutet das auch ein Stück Freiheit. Ich werde die Vormittage dann wieder ohne Kinder verbringen und mein Erwachsenen-Leben im Büro wieder aufnehmen. Das ist super, aber irgendwie auch traurig. Wenn wir nicht noch ein drittes Kind bekommen, dann werde ich ab jetzt bis ans Ende meiner Erwerbstätigkeit jeden Tag ins Büro rennen. Dabei finde ich es gerade so schön, die Vormittage mit dem Mini allein zu haben und die Nachmittage mit beiden Jungs. Vielleicht ist das gerade die beste Zeit meines Lebens…?

Eins steht fest: Obwohl es nicht das erste Mal ist, dass ich ein Kind in die Kita gebe, ist es ein riesiger Meilenstein. Die Babyjahre sind dann vorbei. Meine Elternzeit geht für immer zu Ende.

Ich habe deshalb schnell nochmal den Genießen-Modus angeworfen. Die letzten vier Monate der Elternzeit wollen genutzt werden und ich plane gerade ein paar Kurztrips mit den Kindern. Eigentlich graut es mir immer ein bißchen vor Reisen mit Kindern, aber wenn ich erstmal wieder im Büro bin,  tut es mir bestimmt Leid, wenn ich die Zeit nicht bestmöglich genutzt habe. Meine Schwester wohnt seit einem Dreivierteljahr in Zürich und ich habe sie noch nie besucht. Ein guter Anfang fürs Ende der Elternzeit, oder?

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So, und jetzt muss ich ausnahmsweise noch ein bißchen Werbung machen. Die Firma Ergobag hat mir nämlich für Minis Kita-Einstieg einen Kita-Rucksack für ihn geschenkt. Ich würde aber nicht darüber berichten, wenn ich ihn nicht so klasse finden würde.  Schon das Design ist ein Volltreffer- allerdings momentan vor allem für den Maxi. Der ist total auf dem Feuerwehr-Trip und nimmt sich immer den Feuerwehr Klettie (das ist ein Bild, das mit Klettverschluss an den Rucksack gemacht werden kann) ab. Das Besondere an Ergobag ist aber, dass die Rucksäcke aus alten PET Flaschen hergestellt werden.

In Ländern, in denen es noch kein Pfandsystem gibt und wo die Plastikflaschen auf dem Müll landen würden, werden PET-Flaschen gesammelt, recycelt und von Ergobag zu Rucksack-Textilien verarbeitet.  Dazu werden sie in klitzekleine Plastikschnipsel zerlegt, zerschmolzen und schließlich zu hauchdünnen Polyesterfasern gemacht, die dann zu Stoff gewebt werden können.

Zusätzlicher, dicker Pluspunkt: Die Rucksäcke sind frei von giftigen Weichmachern (Phtalate) oder PAKs (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe).

Umweltschutz, keine Weichmacher und ein tolles Design haben mich so begeistert, dass ich Euch das hier mal ans Herz legen wollte.

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Mütter gegen Mütter- Warum wir uns immer angegriffen fühlen

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Eine Mutter der anderen schon.

Diese Woche habe ich bei  Mama Miez einen Post über schlafende Babys und das Bauchgefühl ihrer Eltern gelesen. Mama Miez sprach eine Reihe der größten Reizthemen unter Eltern an, aber das war gar nicht das, worum es ihr ging. Die Botschaft ihres Posts war die: Mütter, hört auf Euer Bauchgefühl! Die unendlichen Elternratgeber können einen verrückt machen, dabei ist es vor allem die eigene, innere Stimme, auf die wir im Umgang mit unseren Kindern hören sollten.

Es kam, wie es immer kommt: Wer Reizthemen sät, erntet unsachliche Kommentare. Sogar von einem Post, der sich für mehr Selbstbestimmtheit ausspricht, der den Eltern sagt `Ihr macht das schon richtig`fühlen sich andere Eltern angegriffen- und schimpfen drauflos.

Ich frage mich immer wieder, warum wir Mütter uns nicht einfach in Ruhe lassen können. Ich selber bin da selten besser: Erst gestern habe ich auf dem Spielplatz die Augen verdreht, als eine andere Mutter erst die Nase rümpfte, weil mein Maxi kiloweise Kies die Rutsche herunter schüttete, dann ihrer Tochter, die dem Maxi begeistert nacheifern wollte, mit den Worten ebendies verbot: Nein Schatz, so einen Blödsinn machen wir nicht`, und dann erst eine Picknick-Decke über die Bank ausbreitete, bevor sie sich darauf niederließ. So eine steife Kuh! Aber was geht mich diese Frau an? Warum nervt die mich so?

Vermutlich sind es vor allem diese Gründe, die uns immer wieder zumindest gedanklich aufeinander losgehen lassen:

 

1. Mit vielen Müttern haben wir nichts gemeinsam außer unseren Kindern.

Nachbarn, Kollegen, die Verkäuferin beim Bäcker- wer mir nicht sympathisch ist, mit dem wechsele ich nicht mehr Worte als nötig.

Mit vielen der Eltern, die mir begegnen, hätte ich wohl auch nie ein Wort gewechselt, weil wir ganz offensichtlich nicht auf einer Wellenlänge sind. Wir würden uns einfach jeder so ernähren, wie wir es für richtig halten, wir würden die korrekte Schlafzimmertemperatur nicht miteinander diskutieren, nicht über den Umgang mit Medien streiten und unsere Ansichten zum Thema Impfen würden wir für uns behalten.

Auf dem Spielplatz, in der Kita oder auch in MütterForen- und Blogs treffen wir nun aber alle aufeinander: Die Impfgegner und die Impfer, die Veganer und die Wurstfans, die Fläschchen- und die Stillmamas, die Gläschen-Fütterer und die Selberkocher. Mit vielen Menschen, mit denen wir als Eltern so unsere Freizeit verbringen, haben wir nichts gemeinsam- der einzige gemeinsame Nenner sind unsere Kinder.

 

2. Es geht um unsere Kinder, und wenn es um unsere Kinder geht, ist Schluß mit lustig! 

Es gibt auch Nachbarn und Kollegen, die finde ich , freundlich ausgedrückt, schräg. Trotzdem störe ich mich kaum an ihnen, höchstens dann, wenn sie mich direkt mit ihren Ansichten konfrontieren, aber auch dann berührt es mich nur selten. Wenn allerdings jemand meinen Kindern zu nahe tritt, dann bin ich sofort alarmiert. Geht es dann auch noch um Kritik an meinem Umgang mit den Kindern, weil ich angeblich den falschen Lichtschutzfaktor gewählt habe oder die falschen Schuhe gekauft habe, dann koche ich innerlich vor Wut. Nichts empfinde ich als größeren Angriff gegen mich, als Kritik an meinen Kindern oder die Art und Weise, wie meine Familie lebt. Kommt so eine Kritik dann auch noch von Menschen, deren Lebensweise mir wiederum völlig fremd ist, ist Streit vorprogrammiert.

 

3. Jede Entscheidung ist ein Statement

Nicht nur Mütter, mit denen man nichts gemeinsam hat, erziehen auch ihre Kinder anders als man selbst. Manchmal ist es auch die beste Freundin, mit der man als Mutter plötzlich so gar nichts mehr gemeinsam zu haben scheint. Ein Kind zu haben, bedeutet Entscheidungen treffen zu müssen. Kita, Tagesmutter oder zu Hause betreuen? 20, 30 oder 40 Stunden? Kindersitz nach vorne oder nach hinten gerichtet? Wir treffen unsere Wahl, weil wir glauben, dass sie richtig ist, aber oft sind wir auch nicht ganz sicher. Vielleicht machen es andere doch besser? Und ist deren Entscheidung nicht gleichzeitig auch ein bißchen eine Entscheidung gegen das, was ICH für richtig halte? Und schon fühlen wir uns angegriffen und verteidigen uns.

 

Mit der Anzahl der Kinder und der Jahre, die man als Mutter auf dem Buckel hat, wächst das Vertrauen in das eigene Bauchgefühl, stelle ich bei mir fest. Damit wächst auch meine Gelassenheit. Ich fühle mich eigentlich von niemandem angegriffen, der die Dinge anders handhabt als ich- ich rege mich nicht einmal mehr auf (na gut, ganz selten).

Wir können nicht alle alles richtig machen. Das geht schon deshalb nicht, weil wir ganz unterschiedliche Vorstellungen von „richtig“ haben. Wir könnten uns aber wenigstens zugute halten, dass jeder das tut, was er für richtig hält, weil wir alle das Beste für unsere Kinder wollen.

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Stolz wie Oskar

Ich bin stolz auf meine Söhne.

Mein Mann ist nie stolz. Wenn ich das Wort „Stolz“ benutze, ersetzt er es immer durch „dankbar“.

Ja, unsere Söhne sind Geschenke, für die wir nicht dankbar genug sein können. Aber ich bin auch stolz!

Ich bin keine Mutter, die ihr Kind dauernd promoten muss. Ich renne nicht herum und erzähle allen, die es hören wollen oder auch nicht, wie außergewöhnlich toll meine Söhne sind.

Selbstverständlich sitzt auch auf meiner Nase diese rosarote Mama-Brille, die mit der Geburt mitgeliefert wird. Meine Kinder sind für mich die tollsten der Welt- vollkommen egal was sie tun, aber ich definiere mich nicht über die „Leistungen“ meiner Söhne, wie das bei manchen Mamas der Fall ist. Ich brauche keine Komplimente Anderer über meine Söhne, um glücklich zu sein. Ich kann die Entwicklung meiner Kinder sehr relaxed betrachten. Die machen das schon!

Wenn aber Komplimente kommen, dann ist es natürlich etwas anderes. DANN FLIPPE ICH AUS! „Jaaaa, juhuuu, Du findest mein Kind toll? Ichauchichauchichauch!“ Und dann bin ich stolz!

So wie gestern. Elterngespräch in der Kita. Über den Maxi gab es nur Gutes zu berichten. Der Entwicklungsbericht über ihn ist ellenlang und ich habe jedes Wort in mich aufgesaugt und mich gefreut wie ein Schneekönig!

Als der Mann und ich den Maxi abends ins Bett gebracht hatten, verließen wir das Zimmer und ich sagte:“ Schlaf gut Süßer. Wir sind stolz auf Dich!“ Damit kann der Maxi zwar nichts anfangen, aber das kam mir einfach so über die Lippen, weil ich eben einfach so erfüllt von dem Gefühl war, ein ganz besonderes Kind zu haben.

Ja, unsere Kinder sind Geschenke und ich bin dankbar. Aber mein Mann und ich dürfen auch stolz sein, denn wir haben immerhin das Umfeld geschaffen, in dem sich der Maxi so entwickeln kann.

Es ist uns wichtig, dass unsere Kinder geborgen aufwachsen dass sie sich geliebt und geachtet fühlen. Sie sollen den Rückhalt ihrer Eltern in jeder Minute ihres Lebens spüren, sie sollen sich unserer Liebe immer gewiss sein können. Ich glaube, dass diese Rahmenbedingungen dazu beitragen, dass der Maxi keine Angst vor gar nichts haben muss, sondern offen und neugierig die Welt entdecken kann.

Im Laufe der Jahre wird die Heile-Welt-Atmosphäre bestimmt einige Kratzer bekommen und es wird uns nicht immer gelingen mit den Kindern ein Friede-Freude-Eierkuchen Leben zu leben (das soll ja auch gar nicht so sein). Aber jetzt im Moment haben es die Söhne verdammt gut bei uns und bei aller Bescheidenheit echt Glück mit ihren Eltern.

Das erkläre ich dem Mann heute Abend nochmal in Ruhe. Vielleicht ist er dann auch mal nicht nur dankbar. Wenn mir das gelingt, platze ich vor Stolz.

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12 von 12 im November

Yeah! Endlich habe ich es mal geschafft an die 12 von 12 zu denken, diese wunderschöne Bloggeraktion von „Draussen nur Kännchen“ bei der man an jedem 12. eines Monats 12 Bilder des Tages postet.

Mein Tag begann mit dem Herrichten einer Brotdose für den Maxi. Ausnahmsweise und nur für die 12 von 12- sonst müssen wir oft einfach noch schnell morgens beim Bäcker vorbei, weil wir wieder vergessen haben, Brot zu kaufen…

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Gegen 8:30Uhr brechen der Mann und der Sohn in Richtung Kita und Büro auf.

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Dann kann ich mich ja endlich über den Weckmann vom Maxi hermachen! Er hätte sowieso nur zweimal reingebissen. Ehrlich!

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Höchste Zeit, ein bißchen Ordnung in den Blog zu bringen. Ich habe die nächsten Wochen ein bißchen vorgeplant, denn es gibt viel zu berichten, und dann stehen ja auch noch die tollen Gewinnspiele rund um den Adventskalender an. Ihr könnt Euch auf tolle Dinge freuen!

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Maxi bekommt dieses Jahr einen selbstgebastelten Adventskalender. Genaueres und ein tolles Download dazu gibt es in den nächsten Tagen im Blog.

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Zwischendurch immer wieder auf der Babydecke mit dem Mini kuscheln. Der ist so eine süße Knutschkugel!

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Heute hat er den Daumen für sich entdeckt. Ich hätte stundenlang zuschauen können!

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Um 15:00 den Maxi aus der Kita geholt und mich dann meinem Albtraum gewidmet: Neue Schuhe für Maxi kaufen.

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Zum Glück waren wir erfolgreich. Und zu Maxis Glück wurden dann auch noch vorm Geschäft die Fenster geputzt.

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Um 18:00 gab´s Abendessen. Das wollte ich Euch noch fotografieren, aber das fiel  mir erst nach dem Essen ein.

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Nach dem Abendessen ist immer noch genügend Zeit, das Wohnzimmer auf den Kopf zu stellen!

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Und wenn ich gleich fertig gestillt habe, habe ich vielleicht auch mal sowas wie Feierabend 🙂

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Und bei „Draußen nur Kännchen“ gibt´s noch viel mehr 12 von 12

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