Auch an blöden Tagen

Ich habe es einfach so hingeschrieben, als wäre es das einfachste der Welt: Wie einfach Familie sein kann! Dabei ist es in Wahrheit längst nicht immer einfach. Im Gegenteil.

Natürlich hatte ich in meinem letzten Post von Familie im Urlaub gesprochen, und das ist eine ganz andere Geschichte als die von der Familie im Alltag. Dennoch musste ich über mich selber und meinen eigenen Text schmunzeln, als sich schon am nächsten Tag meine Söhne so sehr und so ausdauernd in den Haaren hatten, dass ich am liebsten laut fluchend abgereist wäre.

Also erzähle ich Euch heute die andere Geschichte meiner Familie. Weiterlesen

Unser Wochenende in Bildern

Nach den Osterferien ging am Samstag endlich Maxis Hockeytraining wieder los. Ab sofort ist die Feldsaison eröffnet. Maxi hat jetzt ein richtiges Trikot, mit Namen und Rückennummer. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, welche Diskussionen wir am frühen Samstagmorgen  hier hatten, weil Maxi nun natürlich auch in T-Shirt und kurzer Hose zum Training wollte, was ich zu kalt fand. Ach Moment, doch! Ihr könnt es Euch vorstellen! Ihr kennt das!

Zum Glück war das Wetter so wunderschön, dass er nach dem Aufwärmen tatsächlich in T-Shirt und kurzer Hose spielen konnte. Und ich habe das Wetter am Spielfeldrand genossen.

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Das Eincremen oder einen Sonnenhut hatte ich leider vergessen- mit so schönem Wetter habe ich nicht gerechnet. Zum Glück hat der Mini seinen Super-Kuschel für alle Fälle.

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Der Mann hat mir am Freitag Abend eröffnet, dass er jetzt gedenkt, sich Clean Eating-mäßig zu ernähren. Erst habe ich mich erschrocken, aber als er kurz danach eine Flasche Wein öffnete, war ich beruhigt. Aber es gibt jetzt tonnenweise Obst bei uns im Haus.

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Nach dem Hockey bin ich mit dem Mini nach Köln zu meiner Cousine und deren Tochter, meinem Patenkind gefahren. Die Maus hatte nämlich Geburtstag und ich bin mit ihr in die Stadt gegangen, um einen Schulranzen zu kaufen. Vorher hat ihr Opa aber noch schnell eine Kasperltheatervorstellung gegeben.

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Ich vergesse immer wieder, was für eine Großstadt Köln ist. Ich bin das nicht gewöhnt und fand es mega stressig. Der Mini übrigens auch. Als wir im Gewusel der Innenstadt ankamen, hat er sofort nach seinem Kuschel verlangt. Dann ging es ihm wieder gut <3

Weil man in Köln ja auch ständig im Stau steht, kann man wenigstens in Ruhe die Aussicht auf den Dom genießen.

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Zu Hause kamen wir fast gleichzeitig mit unseren Einkäufen an. Die haben wir diese Woche zum ersten Mal bestellt. Das war ein bißchen teurer, als unsere Wocheneinkäufe sonst, aber wenn wir sehr verplant sind am Wochenende, werden wir das jetzt definitiv öfter so machen.

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Der Mann hatte derweil den Grill angeschmissen. Für uns gab es Lachs und Spargel mit Salat. Clean Eating halt o_o

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Während Mini und ich in Köln waren, waren Maxi und Papa in Bonn unterwegs. Und da hat der Maxi für mich ein Armband gekauft. Er hat sich wohl ewig Zeit bei der Auswahl gelassen. Ich glaube, ein wertvolleres Schmuckstück habe ich noch nie besessen.

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Am Sonntag stand wie üblich Maxis Schwimmkurs an. Ich sag´s mal so: Zum Hockey gehe ich lieber 🙂

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Später tranken wir Kaffee und die Kinder bekamen einen Kinderkaffee (aufgeschäumte Milch). Zur Feier des Tages mit Streuseln.

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Mini hat momentan ein ausgeprägtes Bedürfnis danach, draußen zu spielen. Weil Maxi keine  Lust hatte, bin ich mit Mini alleine losgezogen. Auf halbem Weg zum Spielplatz…

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…sind wir umgekehrt, weil der Mini doch lieber mit dem Laufrad fahren wollte. Was soll´s? Sonntags hat man ja Zeit!

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Als wir nach 1,5 Stunden wieder nach Hause kamen, waren Papa und Maxi gerade auf den Schulhof gegangen. Also sind Mini und ich auch nochmal los. Ich will ja nicht sagen, dass ich einen schlechten Einfluss auf meine Kinder habe, aber Mini nahm ein altes Telefon mit und lief den ganzen Weg über so:
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Oder so:

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Ach so, ja, und auf die unterschiedlichen Schuhe hat er auch bestanden. Kann man nix machen!

Auf dem Schulhof haben wir ein Familienwettrennen veranstaltet. Es ist mir etwas unangenehm, aber Maxi ist jetzt fast so schnell wie ich. Aber er ist natürlich auch sehr, sehr schnell!

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Am Abend gab´s natürlich wieder ein mega gesundes Essen (echt jetzt!). Apropos: Der Kochen für Kinder-Post erscheint dann morgen!

Meine Kinder schlafen-Eure auch schon?

Einen wunderschönen Abends und eine tolle Woche!

Mamablog Mama Mia

 

 

 

Mehr Wochenenden in Bildern von vielen anderen Familien gibt es wie immer bei Geborgen Wachsen.

Angekommen

Ich könnte glatt neidisch auf die heilige Familie sein. Als wir Weihnachten in der Kirche saßen und ich auf diese Szene blickte, wie sie (von hinreißend aufgeregten Kindern gespielt) im Stall knieten, da dachte ich: „Diese Familie ist angekommen.“ Weiterlesen

Was soll aus Dir nur werden?

Manchmal ist es schwer zu begreifen, dass das, wofür ich die Verantwortung trage, eigentlich gar nicht in meinen Händen liegt.

Ich habe meine Söhne gestillt und getragen, ich versorge und beschütze sie, ich mache ihnen Mut und trockne ihre Tränen, aber obwohl ich jeden Tag alles in meiner Macht stehende für sie tue, weiß ich doch, dass sie ihren eigenen Weg gehen werden.

Wenn ich den Mini manchmal noch die steile Treppe in unser Dachgeschoss hinauftrage, denke ich, dass es doch schön wäre, die Kinder ebenso, Stufe für Stufe auf einen guten Platz im Leben tragen zu können. „Hier bitteschön, mein Sohn, ich habe hier einen Abschluss in Jura für Dich, einen Platz im Management einer großen Firma, eine nette Frau, gesunde Kinder- wenn noch etwas fehlt, lass es mich wissen.“

Aber meine Vorstellungen vom Leben sind nicht ihre, und ich sehe jeden Tag, wie sie schon jetzt kleine Individuen sind, die ich nur ein wenig lenken kann, während sie ihre Schritte auf dem Weg ihres Lebens tun.

Ich wüsste gerne, wo ihre Reise sie hinführt.  Am Wochenende saß ich abends mit dem Mann vorm Kamin. Wir waren schon beim zweiten Glas Wein, da fingen wir an zu orakeln, was aus unseren Kindern wird:

Der Mini ist auffallend musikalisch. Wahrscheinlich wird er mit 8 seine erste Band gründen. Mit 16 wird er mit uns Diskussionen führen, weil er die Schule abbrechen und als Singer/Songwriter um die Welt ziehen will. Er wird uns hassen, weil wir auf einem Schulabschluss bestehen werden, aber eines Tages werden wir stolz bei einem seiner Konzerte in der Kölner Lanxess Arena in der ersten Reihe stehen und sagen: „Wir haben ja immer gewusst, dass Musik sein Ding ist!“

Und dann hatten wir eine Idee: Wir holten Papier und Stift und schrieben auf, was wir denken, was aus unseren Kindern wird. Wir steckten alle Zettel in Briefumschläge.

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Und weil wir dabei so viel Spaß hatten, will ich die Idee gerne mit Euch teilen. Hier sind die Spielregeln:

1. Für jedes Kind gibt es zwei Briefumschläge- jeder Elternteil befüllt einen.

2. Jeder Elternteil bekommt pro Kind 10 Zettel.

3. Auf jeden Zettel schreibt man eine Idee auf, wo das Kind in 20 Jahren stehen wird. Anschließend liest jeder seine Zettel vor und man hat einen wunderbaren Abend dabei.

4. Alle Zettel werden im Umschlag verschlossen. Auf den Briefumschlag wird das Datum geschrieben, an dem der Umschlag geöffnet werden darf (z.B. wenn das Kind 20 ist, oder 30, oder wenn es die Schule beendet, oder am Vorabend seiner Hochzeit…)

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5. Für jeden Zettel, dessen Inhalt sich erfüllt hat, bekommt man vom anderen Elternteil eine Flasche Wein, oder eine Fussmassage oder ein Abendessen, oder was Ihr Euch sonst für einen Einsatz überlegen wollt.

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Ob wir auch nur in einem Punkt richtig liegen? Ob wir die Umschläge gemeinsam mit den Kindern öffnen werden? Werden wir uns kaputt lachen und ohne Ende glücklich sein, oder sind wir vielleicht alle gar nicht mehr zusammen? Ich weiß es nicht. Aber eines Tages werden mir diese Umschläge wieder in die Hände fallen und ich werde dabei an diesen Abend denken, an dem mein Mann und ich lachend vor dem Kamin saßen, während unsere Söhne klein und süß ein paar Meter von uns entfernt in ihren Betten lagen und schliefen.

Mamablog Mama Mia

 

 

 

 

 

Unser Wochenende in Bildern

In unserem Garten stehen zwei Apfelbäume. Jedes Jahr sind sie voller Äpfel, und ich weiß nie, wohin damit. In diesem Jahr wollten wir sie mal nicht wieder alle auf der Wiese verfaulen lassen. Zwei Wochenenden habe ich schon mit Apfelmus-Kochen verbracht, aber dem Baum macht das überhaupt nichts aus. Deswegen haben wir dieses Jahr unseren eigenen Apfelsaft gemacht.

Dazu benötigt man erstmal mindestens 50 Kilo Äpfel. Früh am Samstag Morgen waren wir also mit der ganzen Familie im Garten und ernteten.

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Danach fuhren wir auf den Krewelshof, der an diesem Wochenende das Saftmobil zu Besuch hatte. Dort kann man seine eigenen Äpfel zu Saft pressen lassen.

Wir kippten unsere Äpfel in die Maschine…

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…sie wurden gewaschen und zerkleinert….

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…dann wurde die Apfelmasse gepresst und erhitzt, und nur 10 Minuten später waren wir stolze Besitzer von 35 Litern eigenem Apfelsaft. Der Saft ist jetzt 2 Jahre haltbar. Ich bin glücklich!

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Auf dem Hof wurden am Wochenende auch die größten Kürbisse prämiert. Keine Ahnung, wozu es wichtig ist, so unappetitliche Früchte zu züchten, aber die Kinder fanden es faszinierend.

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Und überhaupt gab es Kürbisse genug.

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Am Ende trafen wir noch eine alte Bekannte. Der Maxi tat uninteressiert cool, aber der Mini streichelte die Maus immer wieder, kam dann aber irgendwann wütend zurück: „Die sagt niss hallo!!“

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Am Sonntag haben wir einen Ausflug in die Vergangenheit gemacht.

Im August vor 6 Jahren haben wir in Unkel am Rhein geheiratet. Wenn man davon ausgeht, dass Petrus im Himmel für das Wetter verantwortlich ist, muss unsere Ehe im Himmel sehr wohlwollend betrachtet werden, denn es war ein herrlicher Sommertag.

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Als wir nun wieder an der selben Stelle standen, unterhalb der Terrasse des Hotels, in dem wir gefeiert haben, hat es mich sehr bewegt. Eigentlich sind sechs Jahre gar nicht so viel, aber wenn ich zurückblicke, waren der Mann und ich damals noch zwei ganz andere Menschen. Wie könnten wir auch noch dieselben sein, nachdem wir diese beiden Jungs in die Welt gesetzt haben?

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Heute finde ich es unvorstellbar, dass wir damals die Söhne noch nicht hatten.

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Die Jungs haben sich für die Geschichte unserer Hochzeit übrigens nicht interessiert, so sehr wir es auch versuchten, sie ihnen zu erzählen. Sie wollten eigentlich nur wissen, ob sie mit dem Schiff nach Hause fahren können.

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Die gepunktete Bluse ist zwar nicht ganz so kleidsam wie mein Brautkleid, aber immerhin gerade eines meiner Lieblingsteile. Sie ist aus der aktuellen Herbst-/Winterkollektion von me&i (gesponserter Link). Und pssst: Bei me&i kann man jetzt endlich auch direkt online bestellen!

Die Wochenenden vieler anderer Familien gibt es wie immer bei Susanne von „Geborgen wachsen“. Und wie war Euer Wochenende?

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