Ich bringe Dich durch die Nacht

In meiner Hand liegt eine Kinderhand. Sie ist winzig. Eifrig und unermüdlich knetet die kleine Hand meine große. Der kleine Mensch, dem diese Hand gehört ist unruhig. Er ist müde, aber er kann nicht schlafen. Dann, langsam (nach 10 Minuten oder waren es 20?) kommt er zur Ruhe. Die winzige Hand legt sich ruhig in meine, der Atem des Kindes wird langsamer und der kleine Mensch schläft ruhig weiter. Weiterlesen

Für immer in deinem Herzen

Letzte Woche habe ich für eine Nacht mein zweijähriges Patenkind gehütet. Die ganze Nacht hat sie immer wieder meine Hand in ihrer geknetet und sich in meinen Arm gekuschelt.  Auf der anderen Seite neben mir lag der Mini und schlief selig.

„Es ist noch gar nicht lagen her, da habe ich jede Nacht so mit dem Mini verbracht,“ dachte ich, als ich meinen Jüngsten betrachtete. Denn der Mini hat drei Jahre lang nicht durchgeschlafen. Weiterlesen

Gewinnt ein Babyphone SCD501 von Philips Avent

„Und wenn das kaputt ist? Sollen wir nochmal gucken gehen?“

Der Mann und ich halten uns das Babyphone vors Ohr, schütteln es ein bißchen und schalten es aus und ein und wieder aus und wieder ein. Wieso kommt da kein Ton raus? Vorsichtshalber steigen wir zusammen die Treppe rauf und öffnen leise die Tür zu Maxis Zimmer. Da liegt unser Baby und atmet ganz ruhig ein und aus. Und das tun wir Eltern dann auch.

Gute vier Jahre ist das nun her, dass wir unsere ersten Erfahrungen damit machten, dass unser Baby in einem anderen Raum, sogar in einer anderen Etage als wir ganz alleine in seinem Bettchen lag und wir Eltern unseren Feierabend genießen konnten.

Wirklich genießen kann man das natürlich nur, wenn man sich auf das Babyphone auch verlassen kann. Falls Ihr auch gerade etwas ratlos vor der Frage stellt, welches Babyphone denn für Euch das Richtige sein könnte, möchte ich Euch heute ein Allround-Talent vorstellen, das die Super-Mom und ich auf der Kind+Jugend am Stand von Philips gesehen haben:

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Das DECT Babyphone SCD501 von Philips AVENT überträgt die Geräusche aus dem Kinderzimmer nicht nur absolut störungsfrei, sondern auch mit perfektem Klang über eine Reichweite von bis zu 300 Metern.

Störungsfrei ist nicht zu unterschätzen- ich habe mal unser Nachbarskind über unser Babyphone weinen hören. Ich wäre fast wahnsinnig geworden, bis ich endlich verstanden habe, woher dieses Geräusch kam! Das SCD501 lässt sich nicht stören- weder durch Handys, noch durch kabellose Telefone oder eben das Babyphone der Nachbarn. Eine Datenverschlüsselung gewährleistet zudem eine sichere private Verbindung, so dass nur Ihr Euer Baby hören könnt. So hören Eure Nachbarn Euch auch nicht beim Vorsingen von „Weißt Du wieviel Sternlein stehen“- Ja, auch das habe ich schon erlebt!

Das SCD501 Babyphone hat außerdem eine praktische Geräuschpegelanzeige mit LEDs, so dass Ihr auch bei stumm geschaltetem Babyphone sehen könnt, ob sich im Kinderzimmer etwas regt. Bei geringem Ladestand gibt es ein Warnsignal und Dank Smart ECO-Modus könnt Ihr zusätzlich Energie sparen. Ganz wichtig auch für meine Kinder: Das Babyphone hat ein integriertes Nachtlicht.

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Damit steht einem entspannten Fernsehabend unter Eltern nichts mehr im Wege! Es sei denn, man vergisst das Babyphone anzustellen. („Ist das Babyphone an?“ ist ja mein neues „Ist das Bügeleisen aus?“!)  Dann erschreckt man sich halb zu Tode, sobald man es bemerkt, rennt ins Kinderzimmer, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist und weckt dabei alle Kinder auf. Entspannung vorbei.

Ans Einschalten müsst Ihr also noch selber denken, aber damit Eurem entspannten Feierabend sonst nichts mehr im Wege steht, habe ich Euch ein Philips Avent SCD501 Babyphone von der Kind+Jugend mitgebracht, und Ihr könnt es jetzt gewinnen.

Wie immer müsst Ihr mir nur einen Kommentar unter diesem Post (oder auf Facebook) hinterlassen, und schon hüpft Ihr in den Lostopf. Das Gewinnspiel läuft bis Sonntag, 18.10., 18 Uhr.

Viele Erfolg!

Mamablog Mama Mia

 

 

Ergobaby Trage zu gewinnen (Gesponserter Beitrag)

Weil mir so viele von Euch gerade zurückmelden, dass sie an der Kommentarfunktion im Blog scheitern, könnt Ihr mir für das Gewinnspiel der Ergobabytrage gerne auch hier auf FB einen Kommentar hinterlassen oder einfach eine Mail schreiben. LG Mia 

Wenn ich drei Dinge nennen sollte, die man mit Baby wirklich braucht, wäre eine Trage ganz sicher dabei.

Ich habe das Tragen erst beim Mini so richtig für mich entdeckt. Für Maxi und mich schien es nicht das Richtige zu sein, vielleicht habe ich es aber auch nur nicht richtig versucht.

Als Zweifachmama war die Trage ein Segen. Die ersten Wochen nach Minis Geburt verbrachte ich gefühlt den halben Tag im Garten- den Mini in der Trage und mit den dadurch freien Händen habe ich den Maxi auf der Schaukel angeschubst. Stunde um Stunde um Stunde. Da der Mini die ersten drei Monate seines Lebens komplett verpennt hat, lag er zufrieden mit seinem kleinen Köpfchen an meiner Brust und schlief in der Trage, so dass ich meine Hände für den Maxi frei hatte.

Als der Mini etwa fünf Monate alt war, war ich ein solcher Trage-Profi geworden, dass ich den Mini sogar in der Trage stillte. Beim Laufen! Unterwegs! Kein Problem!

Erst als der Mini anfing zu laufen, war er nicht mehr so ruhig in der Trage und fühlte sich dort nicht mehr so wohl. Heute vermisse ich das Tragen eigentlich sogar noch mehr als das Stillen, wenn ich an die Babyzeit zurückdenke.

Auf der Kind und Jugend Messe in Köln habe ich mir gemeinsam mit Jette aka Super Mom den Stand von Ergobaby mit all seinen wunderbaren Neuheiten angesehen. Auch in diesem Jahr gibt es wieder wunderschöne neue Designs, und eines habe ich für Euch mitgebracht und ihr könnt es mit ein bißchen Glück gewinnen:

Rose Harmony ist das neueste Design aus der Organic Kollektion von Ergobaby. Die Modelle aus der Organic Kollektion sind aus 100% kbA-Baumwolle, also aus kontrolliert biologischem Anbau.

Neben dem Augenmerk auf eine nachhaltige Produktion sind die Tragen der Organic Kollektion natürlich auch ergonomisch optimiert:

Ein extra breiter Hüftgurt verteilt das Gewicht des Kindes von den Schultern auf die Hüfte- das wird besonders dann interessant, wenn Ihr nicht nur in den ersten Lebenswochen tragen wollt.

Alle Ergobaby Tragen unterstützen die korrekte Anhock-Spreiz-Haltung und sind geeignet für Neugeborene bis hin zum 4. Lebensjahr (20 kg).

Ich hätte mir wirklich gerne sofort eine Trage umgeschnallt, mein Baby hineingelegt und wäre dann selig lächelnd mit meiner Nase immer an seinem Köpfchen weiter über die Messe geschlendert. Leider sind meine Babys schon groß deshalb könnt Ihr jetzt das Modell „Rose Harmony“ aus der Organic Kollektion gewinnen. Es kommt übrigens erst Mitte des Monats auf den Markt- Ihr wäret also die ersten!

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Hinterlasst mir einfach einen Kommentar zu diesem Post hier auf dem Blog. Seid Ihr auch solche Tragefans? Die Gewinnerin gebe ich am Sonntag, 11.10. bekannt.

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Wer hier kein Glück hat vielleicht bei der Super Mom mehr Glück- die hat Euch nämlich auch eine Ergobaby Trage mitgebracht. Hüpft doch mal rüber!

Und jetzt darf ich Euch noch ein Geheimnis verraten: Demnächst kommt ein neuer Kinderwagen von Orbitbaby auf den deutschen Markt. Noch kann ich nichts Genaueres verraten, aber Jette und ich haben den Orbitbaby O2 auf der Messe schonmal getestet. Jette hat in einem herrlichen Video dokumentiert, wieviel Spaß wir dabei hatten:

Der ultimative Mamablogger-Kinderwagentest

Gefällt er Euch??

Mamablog Mama Mia

 

Danke für 5000 Fans: Gewinnt eins von 5 Varta-Minions Paketen

Es war an einem Samstag Vormittag, als der DHL-Mensch mit einem großen Paket unterm Arm klingelte. Die Jungs standen sofort parat, denn sie packen mit Hingabe Pakete aus, wobei der Maxi gerne mit der Schere hantiert während der Mini pure Muskelkraft walten lässt. Es ist ihnen egal, dass der Inhalt gar nicht für sie bestimmt ist, sie packen einfach gerne Pakete aus.

Als sie aber an diesem Samstagmorgen zum Inhalt des Paketes vorgedrungen waren, brachen sie in Begeisterungsschreie aus. Und ich meine wirklich Begeisterungsschreie.

Das Paket war mit gelben Schnipseln bis unter den Rand voll, und ich entdeckte große Augen, die uns erwartungsvoll anschauten…

Minions! Die Jungs sind (ohne den Film zu kennen) so verrückt nach den kleinen komischen Kerlen, dass sie längst in verschiedenen Formen bei uns Einzug gehalten haben. Und ich kann schon nicht mehr am Obststand vorbei gehen, ohne bei den Zitronen zu denken: „Minioooons!“

Und nun hielten meine Söhne gleich ein ganzes Fanpaket in den Händen. Was war drin?

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Das war eine Lampe in Form des Minions Bob. Eine Nachtleuchte, die Kindern prima beim Einschlafen hilft.

Das Minions Night Light 3AA von VARTA hat zwei Stufen. Mir persönlich wäre es zu hell zum Schlafen, aber meine Kinder brauchen zum Einschlafen immer ein bisschen Orientierung, weswegen ich sonst die Zimmertür auflasse und das Licht im Flur leuchten. Das gedämpfte Schlummerlicht lässt sich durch den in der Brusttasche integrierten Touch-Sensor leicht ein- und ausschalten. Sollten die Kinder vorher einschlafen, schaltet sich das Nachtlicht im High Mode automatisch nach 30 Minuten, im Low Mode nach 60 Minuten aus. Drei Varta High Energy Batterien sind im Lieferumfang enthalten.

Außerdem fanden wir eine Minions Taschenlampe von Varta.

Die Minions Light 2AA erreicht eine Leuchtweite von 13 Metern und leuchtet bis zu 16 Stunden. Wir hatten sie beim Taschenlampenkonzert mit dabei – war super!

Dazu hat der Schneiderbuchverlag das Buch zum Film „Minions“ hineingelegt.

Und um die Freude perfekt zu machen, lag in dem Paket eine Tüte Leibniz Mini Butterkekse in Minions Form.

Weil wir das Paket so toll fanden, und weil ich mich bei Euch für 5000 Facebook-Fans bedanken möchte, darf ich nun 5 solcher Pakete an Euch verlosen.

Hinterlasst mir einfach einen Kommentar zu diesem Post. Habt Ihr zum Beispiel den Film gesehen? Eure Kinder? Sind die auch so im Minions-Fieber?

Die Gewinner gebe ich am Mittwoch, 23.09. auf Facebook bekannt und die Gewinner werden per Mail benachrichtigt.

Für alle, die kein Glück haben, können die tollen Leuchten von VARTA hier kaufen.

Minions Night Light 3AA

Viel Erfolg

Mamablog Mama Mia

 

 

Abends, wenn es dunkel wird

Die meisten Geschichten für einen Post fallen mir im Dunklen ein.

Jeden Abend sitze ich etwa eine dreiviertel Stunde bei heruntergelassenen Rolläden auf dem Fußboden und sofort habe ich super Ideen.

„Yoga wollte ich auch unbedingt mal ausprobieren“, denkt Ihr jetzt? Ich mache gar kein Yoga, ich bringe bloß die Kinder ins Bett.

Dunkel

Mini und Maxi haben theoretisch jeder ein eigenes Zimmer, aber im Moment schlafen sie noch gemeinsam in einem Zimmer. Jeden Abend, wenn nach mehr oder weniger großen Kämpfen alle Zähne geputzt sind, sucht sich jedes Kind ein Buch aus. Wir kuscheln uns in Maxis Bett und streiten uns eine Weile darüber, welches Buch zuerst vorgelesen wird. Ein Kind liegt dann in meinem Arm und das andere Kind schreit und tobt so lange und man versteht sein eigenes Wort beim Vorlesen nicht schmollt inzwischen mit seinem Buch auf dem Schoß.

Schließlich machen wir das Licht aus. Jedes Kind geht in sein Bett und ich auf den Boden. Da warte ich darauf, dass die Kinder einschlafen. Anfangs ist das sehr entspannend. Ich liege dann erschöpft auf dem Teppich, strecke alle viere von mir und denke: „Puh! Geschafft!“ Während ich warte, erlebe ich nochmal die vielen lustigen und schrecklichen und aufregenden und ärgerlichen und süßen Momente des Tages und denke: Darüber kannste mal schreiben! Schon habe ich im Kopf die Einleitung fertig formuliert.

„Mama“, flüstert der Maxi (flüstern Eure Vierjährigen auch so wahnsinnig laut?) „ich muss Pipi!“
„Dann geh schnell!“
„Du sollst mitkommen!“
Maxi und ich schleichen Richtung Zimmertür. Da springt der Mini aus dem Bett. „Iss tomm auch mit!“

Ein paar Minuten später sind alle wieder zurück auf ihrem Posten. Ich arbeite gedanklich weiter an meinem Text. Das ist nicht so leicht, wenn der Mini sich wie verrückt im Bett hin und her wälzt. Aber wie soll man auch einschlafen, wenn der große Bruder „flüsternd“ bis 100 zählt?

„Kinder, jetzt ist mal Ruhe! Der Tag ist zu Ende, jetzt wird geschlafen!“ Keine Ahnung, warum ich das jeden Abend wieder sage. Aber wer weiß? Vielleicht werden sie ja eines Tages tatsächlich auf diese Erklärung hin die Augen schließen und auf der Stelle einschlafen? Man darf die Hoffnung nicht aufgeben!

Ein paar Minuten wildes Schnaufen in Stereo. Bald wird der Atem ruhiger, dann kann ich mich rausschleichen und meinen Post schreiben.

Ein Kopf erhebt sich im Halbdunkeln: „Mama, iss hab noch gar niss getrunken!“ Ich könnte jetzt ungeduldig werden und schimpfen. Aber wenn der echt Durst hat? Ich stehe auf, laufe in die Küche und hole ein Glas Wasser für den Mini. Trinken ist schließlich wichtig, das predige ich selber den ganzen Tag. Ganz schön clever, der Mini. Mit Durst kriegt er mich. Ich fühle mich ein klitzekleines bißchen veräppelt, als ich mit dem Glas in der Hand die Treppe hoch gehe.

Zurück auf dem Fußboden in der Dunkelheit denke ich weiter über meine Blogpost-Idee nach. Blöderweise ist die vorformulierte Einleitung wieder weg, und ich fange nochmal von vorne an.

In den nächsten 15 Minuten muss ich noch 2x „Der Mond ist aufgegangen“ singen und 1x „Weißt Du wieviel Sternlein stehen“. Der Maxi muss nochmal zugedeckt werden, weil seine Füße rausgucken und er wohl befürchtet, zu erfrieren. Der Mini stellt fest, dass er den falschen Schnuller erwischt hat. Den richtigen finde ich nach kurzer Suche in der Badewanne. Der Maxi zählt noch einige Male bis 100- bis 17 ganz leise und danach immer lauter werdend, bis ich ihn bei ungefähr 48 schimpfend unterbreche und er leise wieder von vorne anfängt.

So geht es beinahe jeden Abend. Irgendwann schlafen alle ein. Ich auch.

Gegen 21 Uhr wache ich auf. Ich stehe vom Teppich auf und schleiche mich aus dem Zimmer.

Worüber ich schreiben wollte, habe ich leider vergessen.

Mamablog Mama Mia

 

 

Mein Kind ist so!

An einem verschneiten Morgen im Dezember 2010 wurde mir ein winziges Wesen in den Arm gelegt. Es sah mich schon am ersten Tag herausfordernd an, als wollte es sagen: „Und, was machen wir jetzt mit dem angebrochenen Tag?!“ Als ob ich das wüsste! Ich wusste doch nichts über Babys und über dieses spezielle Baby schon gar nicht. Es schien eigentlich selber viel besser zu wissen, was es brauchte, jedenfalls protestierte es schreiend, wenn irgendetwas nicht stimmte, und ich musste erstmal herausfinden, was das war.
Ein paar Tage später ließ man mich tatsächlich alleine mit diesem Baby nach Hause gehen. Keine Ärzte, keine Schwestern begleiteten uns. Anscheinend war man der Ansicht, ich als Mutter würde das Kind schon schaukeln.

Und so lernten der Maxi und ich uns kennen. Wir verbrachten jeden Tag und jede Nacht miteinander. Ich stillte ihn, wickelte ihn, trug ihn herum, schaute ihn stundenlang an und wurde schließlich zur Expertin für dieses Kind. Alles lief super. Dann kam Nummer 2.

Als mittlerweile Expertin in Sachen Baby sah ich der Sache gelassen entgegen. Stillen, schlafen, Kitaeinführung? Hab ich alles schon mal gemacht, ich weiß wie das geht!
Aber der Mini war in jeder Hinsicht ein anderes Kind als der Maxi. Da stand ich nun mit meinem Expertenwissen, und es war so viel wert wie die D-Mark heute beim Bäcker.

Und während ich in den folgenden Monaten langsam auch zu einer Expertin für mein zweites Baby wurde, reifte in mir vor allem eine Erkenntnis: Jedes Kind ist anders.

Nehmen wir zum Beispiel das Schlafverhalten meiner Söhne: Maxi hat schon nach ein paar Wochen glücklich und zufrieden im eigenen Bettchen durchgeschlafen. Er hat nur zum Einschlafen Nähe eingefordert, aber er brauchte dazu nicht mehr als meine Hand und wollte seinen Raum im eigenen Bett haben. Mit sieben Monaten schlief er so konstant 12 Stunden jede Nacht, dass ich ihn aus dem Elternschlafzimmer ausquartierte.

Der Mini wird demnächst zwei Jahre alt und denkt nicht ans Durchschlafen. Er braucht nachts immer Körperkontakt mit mir oder seinem Papa und hat seinen festen Platz im Elternbett.
Damit ist auch gleich ein zweiter Mythos widerlegt: Dass nämlich entspannte Babys von entspannten Müttern kommen, und deswegen die zweiten Kinder viel pflegeleichter sind. Ich bestreite nicht, dass sich die Gelassenheit der Mutter auf ihr Kind überträgt und dass das sehr hilfreich ist, aber jedes Kind hat eben auch seine Eigenheiten und nur weil die Mutter tiefenentspannt ist, schläft das Kind weder automatisch durch noch geht es fröhlich in die Kita oder sonst irgendetwas. Und das wiederum bedeutet:

Mama ist nicht schuld!

Mütter machen ja in den Augen ihrer Umwelt ständig Fehler. „Lass ihn doch einfach mal ein paar Minuten schreien, dann schläft er schon ein!“

„Wahrscheinlich merkt sie, dass Du Dich nur schwer trennen kannst und weint deswegen immer, wenn Du sie in der Kita lässt.“

„Wenn Du nicht auf jedes Schreien reagierst, wird er sich schon alleine beschäftigen!“

Das alles sind gar nicht mal böse gemeinte Ratschläge und sie kommen von echten Experten. Aber eben nur Experten für ihre eigenen Kinder. Alle anderen Kinder sind anders!

Ich gestehe, ich habe auch nicht glauben wollen, dass das Kind meiner Freundin in einer absolut ruhigen Umgebung gestillt werden musste. Als erfahrene Mutter neige ich zugegebenermaßen gelegentlich zu Besserwisserei a la „Wenn die erstmal zwei Kinder hat, wird sie sicher auch viel entspannter“, aber das ist unfair. Bei meiner Freundin habe ich neulich gesehen, dass ihre Tochter nach dem Stillen alles wieder ausgespuckt hat, weil sie vor lauter Unruhe um sie herum ganz hektisch getrunken hat. Ups, die braucht ja echt Ruhe beim Stillen!

Der Austausch mit anderen Müttern ist in meinen Augen gold wert. Für viele Fragen gibt es nämlich richtig gute Antworten und für viele Probleme eine echte Lösung. Aber am Ende finde ich es wichtig zu sehen, dass keine Lösung auf jedes Kind passt. Also nehmen wir uns lieber zurück, wenn unsere Freundin alles anders macht und wir glauben, es besser zu wissen, und seien wir umgekehrt entspannt, wenn unser Kind ganz andere Gewohnheiten hat, als alle anderen. Das muss dann eben so. Mama macht das schon richtig!

Unsere Kinder sind so einzigartig und selbst wir Eltern halten nicht die Bedienungsanleitung für sie in den Händen. Wir sind die Experten für unsere Kinder und wir dürfen stolz auf den Weg sein, den wir mit ihnen schon gegangen sind, durch all die schlaflosen Nächte, die Krankheiten und die Trotzphasen. Und deswegen dürfen wir uns auch auf unser Gefühl verlassen, wenn jemand sagt: „Ach echt, bei uns war das nie ein Problem! Vielleicht musst Du das so und so machen!“

Nö, muss ich nicht.  Mein Kind ist eben so!

Mamablog Mama Mia

 

 

 

P.S. Wollen wir mal sammeln? Was läuft bei Euren Kindern scheinbar anders als bei allen anderen? Ich fang mal an: Alle erzählten immer, in der Elternzeit sei doch alles so entspannt gewesen, mit so einem Baby könne man schließlich überall hingehen und entspannt shoppen, Kaffee trinken…ICH HATTE NIE SO EIN KIND. Meine waren nie zufrieden im Kinderwagen!

Und jetzt Ihr:

Jedes Kind kann schlafen lernen

Es ist 19:40. Ich schleiche mich aus Minis Zimmer und drücke den Knopf auf dem Babyfon. Das ist meine letzte Amtshandlung jeden Abend: Feierabend ist, wenn das Babyfon an ist.

Spätestens in drei Stunden wird der Mini sich das erste Mal melden, und danach in der Regel weitere 1-4 Male in der Nacht.

Ich habe die Hoffnung längst aufgegeben, dass er demnächst mal wirklich durchschlafen könnte. Anfangs, ja, da habe ich gedacht, bald ist es so weit, dann kommt der Durchbruch und dann schläft er. Wenn er ein paar Wochen alt ist und ausreichend große Mengen Milch trinken kann, vielleicht. Leider kam es nicht so. Wenn er abgestillt wird? Wenn er anfängt zu laufen? Wenn er in die Kita kommt… die Meilensteine vergingen, ohne dass mein Sohn ans Durchschlafen dachte.

Einmal war ich so am Ende mit meinen Kräften, da habe ich es tatsächlich ausprobiert: Nach der Methode, wie sie in dem sehr umstrittenen Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ beschrieben wird, habe ich den Mini ins Bett gelegt und das Zimmer verlassen. Natürlich hat er geschrien, aber ich konnte hören, dass es ein wütendes Schreien war, kein verzweifeltes. Ich habe ihn beruhigt und bin wieder hinausgegangen. In der dritten Runde ist er eingeschlafen.

In dieser Nacht schlief er das erste und einzige Mal bis 6:00 morgens in seinem eigenen Bett durch. Zufall? Vielleicht. Ich habe es nie herausgefunden, denn ich habe es danach nie wieder gemacht.

In dieser einen Nacht war es vielleicht besser für uns beide, es einmal auf diese Weise zu tun, aber grundsätzlich soll sich mein Kind nicht in den Schlaf weinen. Sein Platz zum Einschlafen ist in meinem Arm.

Bevor ich also abends das Babyfon einschalten kann, habe ich meine Kinder bekuschelt, ihnen vorgelesen, vorgelesen und vorgelesen, ihnen noch etwas zu trinken gebracht, ein Lied vorgesungen und schließlich zumindest den Mini so lange im Arm gehalten, bis er eingeschlafen ist.

An manchen Abenden ist es einfach und er schließt die Augen, sobald er in meinem Arm liegt. An manchen Abenden dauert es ewig und seine Augen gucken mich über dem pulsierenden Schnulli noch ganz lange an, und manchmal werde ich schon ganz ungeduldig, weil er anstatt einzuschlafen plötzlich anfängt, albern zu werden und mit seinem Finger lachend in meinem Gesicht herumstochert.

Manchmal dauert es nur fünf Minuten, manchmal dauert es 40 Minuten, aber am Ende schläft er immer in meinem Arm ein. Er schließt die Augen, entspannt sich und schläft ein. Gibt es eine bessere Art, den Tag zu beenden?

Der Maxi geht fast alleine ins Bett. Er hat seine Rituale, die eingehalten werden müssen, aber wenn die abgearbeitet wurden, klettert er in sein Bett. Er bekommt noch einen Kuss, dann verlasse ich das Zimmer und von Maxi hört man bis am nächsten Morgen um 7:00 keinen Ton mehr.

In den ersten zwei Jahren ist auch der Maxi in meinem Arm eingeschlafen. Irgendwann hat es sich wie von ganz alleine ergeben, dass er alleine in seinem Bett einschläft. Beim Mini wird es vielleicht etwas länger dauern (der schläft ja auch nur in meinem Bett), aber wenn ich mir das Schlafverhalten vom Maxi angucke, glaube ich, dass dieser Weg für uns richtig ist.

Ich gebe zu, dass ich mich manchmal frage, wie lange das wohl noch so geht. Wann werden der Mann und ich das Schlafzimmer wieder für uns haben? Wann werde ich mich wieder schlafen legen können, ohne dabei zu denken: „Hoffentlich lässt er mich jetzt erstmal drei Stunden schlafen“? Aber dann ist da mein Großer, der langsam anfängt, sich gegen meine Küsse und Umarmungen zu wehren und ich weiß, dass ich eines Tages der Zeit hinterhertragen werde, in der der Mini und ich in einem Bett schliefen und er nachts immer wieder auf Tuchfühlung ging.

Warum sollten Kinder lernen, alleine einzuschlafen? Es ist doch ein ganz selbstverständliches Bedürfnis, sich geborgen und beschützt fühlen zu wollen, bevor man die Augen schließt. Und wo könnte ein Kleinkind das besser spüren, als in Mamas Arm?

Ich selber brauche mit 36 Jahren zwar keinen Arm mehr, der mich in den Schlaf wiegt, aber ich brauche es, dass mein Mann im Haus ist. Wenn er auf Geschäftsreise ist, liege ich immer lange wach und schlafe nur sehr unruhig und oberflächlich. Wenn der Mann im Haus ist, weiß ich, dass er sich um alles kümmert: Er macht überall das Licht aus, schließt die Haustür ab, schaut nochmal in Maxis Zimmer und ist dann einfach da. Das Gefühl, dass einer da ist, der alles im Griff hat und auf mich aufpasst, ist das beste Ruhekissen. Ich möchte, dass meine Söhne mit demselben Gefühl einschlafen, und für den Mini bedeutet das im Moment noch, dass seine Mama ihn im Arm hält.

Kinder sind schlau, die wissen ganz genau, was sie brauchen. So hat mein Sohn alle Sinne während des Einschlafens auf Alarm eingestellt und sobald ich das vermeintlich tief schlafende Kind in sein Bett abzulegen versuche, schlägt es die Augen auf und ist wieder hellwach. Er braucht die Geborgenheit in meinem Arm- wie könnte ich sie ihm verweigern? Mir käme das unnatürlich vor.

Jedes Kind kann schlafen lernen. Bestimmt auch auf die Art und Weise des gleichnamigen Buches. Aber viel wichtiger, als zu erlernen, im eigenen Bett alleine die Augen zu schließen, ist doch, dass sie lernen, dass ihre Eltern sie beschützen.

Dass Schlafen etwas Schönes ist und das Bett ein gemütlicher Ort, das lernt man nicht, wenn man sich in den Schlaf schreien muss.

Und so ganz nebenbei: Ein schlafendes Kind im Arm entschädigt für sehr viele weniger glanzvolle Momente des Tages. Beim Anblick der schlafenden Kinder denkt man ja immer: „Ach, die sind ja so süß“, auch wenn man sie kurz vorher noch verflucht hat.

Ich warte deshalb gerne darauf, dass der Mini in meinem Arm einschläft und ich mich vorsichtig aus dem Zimmer schleichen kann. Dann drücke ich ganz entspannt den Knopf auf dem Babyfon- irgendwann zwischen 19:15 und 20:00.

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