Abschied auf Raten

Ein Wohnzimmer mitten in Deutschland. Rufen. Kreischen. Zanken. „Ich bin dran, Papa, ich bin dran!“

Zwei kleine Jungs hängen am Bein ihres Vaters und streiten darum, wer als nächster auf seinem Rücken Rodeo-Reiten spielen darf. Der Vater lacht, eins der Kinder weint vermutlich gleich, weil es den Ellenbogen des anderen ins Auge bekommen hat oder ähnliches. Es ist so laut und so wild. Es ist mein Wohnzimmer.

Die meisten meiner Blogposts entstehen in Situationen wie diesen. Weiterlesen

Meine Freitagslieblinge

Was war das wieder für eine anstrengende Woche. Es ist Freitag, 13 Uhr und ich sitze am Küchentisch vor meinem Rechner und schreibe diesen Text. Ich komme gerade aus Siegburg. Gestern hatte ich nämlich einen Termin in Hannover und musste um 5:00 los, mit dem Zug von Siegburg aus. Auf dem Rückweg hatten alle Züge Verspätung, ich habe meinen Anschlusszug verpasst, musste ewig warten und habe den nächsten Anschlusszug auch verpasst. Am Ende bin ich einfach nach Bonn Hbf gefahren und habe mich dort um 22:25 vom Mann abholen lassen (wäre ohne AuPair, das inzwischen die Kinder hütete auch nicht gegangen). Mein Auto stand aber noch am Bahnhof in Siegburg und Weiterlesen

Ein Lied für Dich

Es ist vielleicht nur ein Zufall, aber meine Kinder gehen genau so durchs Leben, wie sie in eben dieses hineingekommen sind.

Maxis Geburt dauerte 18 Stunden. Eine Ewigkeit. Kommt er oder müssen wir ihn holen? Ich wusste es zwischendurch wirklich nicht.

Minis Geburt dauerte genau zwei Stunden. Fruchtblase geplatzt, ins Krankenhaus gefahren, 20 Minuten im Kreißsaal- hallo Mini!

Es kommt mir so vor, als hätten meine Söhne dem Mann und mir mit der Art ihrer Geburt direkt ihre Visitenkarten überreicht. Weiterlesen

Ich bringe Dich durch die Nacht

In meiner Hand liegt eine Kinderhand. Sie ist winzig. Eifrig und unermüdlich knetet die kleine Hand meine große. Der kleine Mensch, dem diese Hand gehört ist unruhig. Er ist müde, aber er kann nicht schlafen. Dann, langsam (nach 10 Minuten oder waren es 20?) kommt er zur Ruhe. Die winzige Hand legt sich ruhig in meine, der Atem des Kindes wird langsamer und der kleine Mensch schläft ruhig weiter. Weiterlesen

Verstaubt und vergessen aber immer noch da

Ich war in Gedanken schon immer eine Mutter. Ich wusste immer, dass ich eines Tages Kinder haben würde und es kam der Tag, an dem ich wußte, mit welchem Mann ich diese Kinder bekommen möchte. Wir heirateten, ich wurde schwanger, doch als mein Sohn schließlich in meinen Armen lag, fühlte es sich nicht direkt so an, als wäre ich am Ziel meiner Träume. Das Muttersein Weiterlesen

Für immer in deinem Herzen

Letzte Woche habe ich für eine Nacht mein zweijähriges Patenkind gehütet. Die ganze Nacht hat sie immer wieder meine Hand in ihrer geknetet und sich in meinen Arm gekuschelt.  Auf der anderen Seite neben mir lag der Mini und schlief selig.

„Es ist noch gar nicht lagen her, da habe ich jede Nacht so mit dem Mini verbracht,“ dachte ich, als ich meinen Jüngsten betrachtete. Denn der Mini hat drei Jahre lang nicht durchgeschlafen. Weiterlesen