Weniger Stress: Was meine Familie 2018 anders machen wird

In den letzten Wochen hat sich der Maxi oft bei mir über unsere Wochenenden beschwert. „Ich will heute nirgendwo hin!“, hat er immer gesagt und musste trotzdem mit- auf Familienfeste, Weihnachtsfeiern, Turniere und vieles mehr. Ihm war das irgendwann alles zu viel geworden.
Kein Wunder, schließlich muss das Kind nicht nur jeden Morgen früh aufstehen und zur Schule gehen, es hat auch sonst einen vollgepackten Alltag und kommt oft erst nach 17 Uhr nach Hause.

Auch ich bin froh, dass mit den Weihnachtsferien nun endlich mal ein bißchen Ruhe einkehrt. Zwischen den Jahren sind wir immer wie in Watte gepackt: Es gibt keine Termine, alle anderen Menschen um uns herum sind auch mit sich und ihren eigenen Familien beschäftigt und sogar die Hobbies haben Pause. Genau das brauchen wir jetzt!

Denn mir geht es nicht viel besser als dem Maxi. Die ganze Familie ist verdammt durchgeplant. Ziehen wir mal Bilanz:

Der Mann arbeitet nahezu durchgängig. Gemeinsame Abendessen mit der Familie gibt es unter der Woche nicht, denn der Mann kommt bis auf sehr wenige Ausnahmen erst sehr spät nach Hause. Das kann nicht selten 23 Uhr werden.

Der Mini wird morgens um 8:00 in die Kita gebracht und der Maxi in die Schule. Maxi hat an zwei Tagen in der Woche Hockey und zwar jeweils 1:45 h lang. Erst danach holen wir den Mini aus der Kita und so ist es immer schon sehr spät, bis wir zu Hause sind. An einem Tag in der Woche hat Maxi eine AG in der Schule, die länger dauert und so sind wir auch an diesem Tag erst spät zu Hause. Für die Kinder ergeben sich daraus zwei freie Nachmittage in der Woche. Einen davon nutzt der Maxi meist für Verabredungen, an dem anderen schleppe ich die Kinder regelmäßig mit zu irgendwelchen Besorgungen: Klamotten für die Kinder kaufen, Geburtstagsgeschenke kaufen, Arztbesuche, Friseurbesuche oder weitere Verabredungen- irgendwas ist ja immer. Nur selten sind die „freien“ Nachmittage wirklich frei.

Mein „Stundenplan sieht so aus: Ich arbeite von Montag bis Donnerstag jeweils bis nachmittags. Anschließend hole ich die Kinder ab oder fahre sie zu ihren Hobbies und Verabredungen. Am Freitag arbeite ich am Blog. An 1-2 Abenden in der Woche gehe ich zum Hockeytraining, an den anderen arbeite ich meist ebenfalls am Blog.

Und die Wochenenden? Die sind auch ganz schön vollgepackt: Ich habe samstags Tennistraining, der Mann hat sonntags Bandprobe, der Maxi hat häufig Hockeyturniere und der Mini geht jetzt auch samstags zum Hockeytraining. In der Weihnachtszeit sind wir dazu beinahe jedes Wochenende auf Weihnachtsfeiern unterwegs gewesen.
Die Akkus der Familie sind leer. Wir brauchen die Weihnachtsferien ganz dringend.

Aber was kommt danach?

Unser Stress ist weitgehend hausgemacht, klar. Niemand zwingt den Maxi zum Hockey zu gehen, niemand zwingt mich neben der Arbeit Tennis und Hockey zu spielen und einen Blog zu betreiben und unsere Verabredungen treffen wir ja auch nicht, weil wir müssen, sondern weil wir es genießen, unsere Freunde zu treffen. Nur in der Summe ist es doch ganz schön viel geworden. Ich fühle mich, als wäre ich ständig auf der Flucht, und immer mit dem Gefühl, irgendetwas vergessen zu haben.

Ich finde es großartig, dass der Maxi seine Bedürfnisse in Worte packen kann. Dass er sagen kann, dass ihm Zeit zum Spielen fehlt und dass er auch mal in Ruhe in seinem Zimmer spielen möchte. Er zieht sich dann manchmal zurück und lädt die Akkus auf- nur möchte er das gerne öfter tun, als im Moment möglich.

Müssen wir Dinge aus unserem Wochenplan streichen? Und wenn ja, welche? Keiner ist bereit, auf eins seiner Hobbies zu verzichten, dafür macht es uns alles zu viel Spaß. Nur noch einmal in der Woche zum Hockey gehen? Möchte der Maxi nicht. Bei der Arbeit kürzertreten? Möchte ich nicht. Wir lieben ja das, was wir tun.

Wie kann man als Familie eine gute Balance finden? Wir haben uns zunächst mal fest fürs neue Jahr vorgenommen, dass wir uns die Wochenenden nicht mehr so vollpacken und an jedem Wochenende nur eine Verabredung treffen. Einer der beiden Tage muss immer frei von Terminen sein. Wir möchten einen freien Tag haben, an dem wir alle machen können, was wir wollen. Ein Tag, an dem die Kinder bis nachmittags im Schlafanzug herumlaufen, sich ins Spiel vertiefen können und sich auch mal ein bisschen langweilen, bis daraus ein tolles neues Spiel entsteht. Das bedeutet natürlich, dass wir häufig auch Einladungen ablehnen müssen, aber wir glauben, dass das im Moment besser für uns ist.

Vielleicht gehen wir sogar so weit, dass wir uns nur an einem Wochenende im Monat verabreden. Mit den Hockeyturnieren, dem Hockeytraining vom Mini, der Bandprobe vom Mann und meinem Tennistraining bleiben die Wochenenden auch dann noch voll genug, aber zumindest ist bei diesen Terminen nicht die ganze Familie verplant, sondern jeweils ein Kind oder ein Erwachsener kann einfach auch entscheiden, lieber zu Hause zu bleiben. Und wir brauchen ganz dringend Zeit.

Manche von Euch werden vielleicht finden, dass wir uns und vor allem unseren Kindern zu viel zumuten und der einzig richtige Schritt wäre, Hobbies konsequent zu streichen und den Kindern damit mehr Freizeit zu verschaffen. Aus meiner Sicht ist das aber nicht so einfach; vielleicht sind wir auch noch nicht so weit. Der Maxi identifiziert sich sehr stark übers Hockey, dieser Sport gehört seit vielen Jahren zu ihm. Man sagt einem Siebenjährigen nicht: „Das ist zu viel für Dich, ich habe Dich abgemeldet.“ Maxi drängelt in letzter Zeit zusätzlich ständig, weil er auch noch Musikunterricht haben möchte. Soll ich das ablehnen? Vielleicht ist das ja voll sein Ding. Wer bin ich, zu entscheiden, dass er das nicht ausprobieren darf? Ich halte es für richtiger, ihn alles ausprobieren zu lassen und lieber drumherum, also z.B. am Wochenende dafür zu sorgen, dass er Luft hat. In den Weihnachtsferien werden wir mal in Ruhe darüber reden, wie wir seinen Konflikt lösen können, dass er einerseits ganz viele Dinge tun möchte und andererseits mehr Zeit mit Nichtstun verbringen möchte.

Was sind die Dinge, die ich wirklich gerne tue? Was macht mich glücklich? Womit und mit wem verbringe ich gerne meine Zeit? Und worauf trifft das alles nicht zu? Mit diesen Fragen beschäftige ich mich in diesen Weihnachtsferien und hoffe, dass meine Familie und ich etwas ruhiger in das neue Jahr starten können.

Wie ist das bei Euch? Vielleicht nutzt Ihr ebenfalls die Zeit um Bilanz zu ziehen? Oder wart Ihr schon an dem Punkt, an dem wir gerade sind und habt ein paar schöne Tipps? Immer her damit!

Ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und freue mich 2018 auf ganz viel Austausch mit Euch!

Eure Halima

 

19 Kommentare

  1. Mein großer Sohn ist gerade 6 geworden und ich würde gerne, dass er ein Hobby hat wie zum Beispiel Fußball, Karate oder Leichtathletik, aber er will nicht. Er war beim Kinderturnen und er ist sehr wild und da wäre mehr Bewegung gut, aber ich werde ihn nicht zwingen. Vielleicht ist noch nicht die Zeit dafür. Daher haben wir recht langweilige Nachmittage.

  2. Liebe Halina, schön das Mal aus dieser Perspektive zu lesen. Uns geht es ganz genauso!! Ich lese ständig Artikel, in denen den Eltern die Schuld gegeben wird, dass die Kinder permanent gefördert werden müssen, aber wir haben auch so einen vollen Kalender, ganz ohne Zwang. Der Große (6) spielt Handball und Fußball, der mittlere (4) spielt auch Handball, geht zur Musikschule und möchte unbedingt Gitarrenunterricht. Zusätzlich müssen beide noch zur Logopädie. Ich gehe abends zum Sport, der Mann spielt Fußball. So sind dann auch die Wochenenden voller Spiele und Turniere.
    Wenn ich frage, ob es ihnen nicht zuviel wird und ob sich einer vorstellen könnte auf etwas zu verzichten, kommt nur der Vorschlag „Logopädie“.
    Immer im Gepäck: der kleine (8 Monate). Momentan bin ich trotzdem entspannt, da in Elternzeit. Wenn ich bald wieder 25-30h arbeite wird es doch ganz schön viel.

    Mein Tipp: wir stellen das Training nicht mehr so an erste Stelle. Arzttermine lege ich auch gerne mal auf Trainingstage. Das ist dann einfach so, hinterher gibt’s ein Eis und man verschwendet den schönen freien Nachmittag nicht mit sowas blödem.

    Auch bei den Weihnachtsferien gebe ich dir Recht. Wie in Watte gepackt! Die Jungs bleiben Abends länger auf und tragen dafür bis Mittags Schlafanzüge – himmlisch!

    Ich wünsche euch ein etwas ruhigeres 2018 und dass ihr gute Lösungen findet!

    • Das ist ein guter Tipp. Meistens ist der Maxi zwar sauer, wenn das Training ausfallen muss, weil ich es nicht schaffe, ihn zu fahren, aber mit Eis o.Ä. wird er es sicher verkraften 😉

  3. Liebe Halima,

    Deinen Text finde ich (mal wieder) sehr zutreffend.
    Ich kenne diese Situation zu gut. Bei uns hat es dazu geführt, dass die Kinder sich von ihrem Hobby Judo irgendwann so gehetzt gefühlt haben, dass wir es einfach gelassen haben. Die Tochter geht nun einmal in der Woche reiten, der Sohn macht aktuell nichts Sportliches, finde ich schade, aber er muss erst das Richtige finden.
    An den Wochenenden versuchen wir möglichst den Sonntag frei zu halten. Wir probieren Verabredungen für samstags zu treffen, das hat den Vorteil, dass wir und die Kinder am Folgetag ausschlafen können, wenn es später wird. Sonntags wird dann „gefloddert“, lange im Bett liegen, gemütlich bei Kaffee das Internet leerlesen (der Mann und ich) und die Kids gucken TV oder iPad, irgendwann spät wird gefrühstückt, dann gehts oft etwas an die frische Luft oder bei schlechtem Wetter aufs Sofa, einen Film gucken oder wir spielen Gesellschaftsspiel bzw. die Kinder draußen oder in ihren Zimmern. Am Nachmittag kochen wir gemeinsam und abends pünktlich in die Betten, damit alle ausgeschlafen in die neue Woche starten.
    Als die Kinder kleiner waren, sind sie bei unseren Terminen und Verabredungen, immer einfach „mitgelaufen“, aber mittlerweile haben sie eigene Interessen und sagen ganz deutlich was sie möchten und was nicht.
    Ich habe meine Aktivitäten was Verabredungen angeht im letzten Jahr reduziert und mache tatsächlich nur, was mir wichtig ist und ich wirklich Lust drauf habe. Auch wenn mir das gerne als egoistisch ausgelegt wird, so geht es mir und uns als Familie gut damit, wie wir es jetzt leben. In ein paar Jahren, wenn die Kinder noch selbstständiger sind, wird sich das bestimmt auch wieder ändern.

    Genießt die freien Tage!

    Viele Grüße, Nina

  4. Genau so geht es uns auch und es hat sich verschärft seit auch der Kleine in die Schule geht. Wir arbeiten und die Nachmittage gehen für die unterschiedlichen Hobbys der Jungs drauf. Wir versuchen auch uns die Wochenenden weitestgehend frei zu halten und genießen die Ferien frei von Terminen!

  5. Wow,das ist echt ne Menge. Bewundere einerseits,wie Du das schaffst,weiss aber andererseits,dass so ein Programm für uns (habe auch zwei Jungs) zu viel wäre.
    Ausserdem frag ich mich,wann Du so alltägliche Dinge wie kochen,waschen,einkaufen noch machst.
    Das klappt bei mir mit weniger Terminen schon nicht.
    Dss Bedürfnis nach Ruhe kann ich besonders nach der Weihnachtszeit gut nachvollziehen!
    Dennoch hoffe ich natürlich,dass Du weiterhin genug Zeit und Ruhe für Deinen tollen Blog findest!
    Alles Gute für das neue Jahr wünscht Dir und Deiner Familie Kristiane

  6. Hallo Halima,

    wenn ich deinen Zeitplan für die Woche lese wird mir ganz flau, obwohl ich selbst auch vollkommen durchgeplant bin.. leider. In den Ferien stelle ich immer wieder fest wie gut uns die Zeit ohne Termine tut. Ich arbeite nur 20 Stunden, habe 3 Kinder, Hund und Haus. Die Kleinen 5 und 10 sind meist um 14 Uhr zu Hause, ich koche für Sie (was mich oft tierisch stresst) dann werden Hausaufgaben gemacht und gespielt. Allerdings gibt es auch fast jeden Tag Termine die einzuhalten sind. HipHop Fussball reiten Klavier Flöte turnen Geräteturnen oh man.. aber ich finde jedes Kind darf 2 Hobbies haben, aber mehr nicht, das ist aber shcon ein ziemlicher Akt. ICh versuche Ziele zu finden die in der Nähe sind. Zum Klavier kann man mit dem Fahrrad, zum Flöten laufen und wenn der kleine Mann größer ist dann ist der Fussballplatz auch um die Ecke.
    Allerdings stelle ich immer wieder fest wie wichtig Zeit zu Hause ist, Zeit ohne Verabredung, Zeit nur für sich… das ist viel wichtiger als man denkt und unschätzbar wertvoll und ich versuche sie soweit es möglich ist den Kinder zu geben und sehe wie sie aufblühen. Ich wünsche Euch für das neue Jahr mehr Zeit für Ruhe…
    LG Steffii

  7. Wir haben das ein bisschen ähnlich. Berufstätige Akademiker. Eine Drittklässlerin mit vielen Hobbys und Verabredungen, ein Vorschulkind mit weniger Hobbys und wendiger Verabredungen; aber immerhin. Zusätzlich Dienstreisen, Musikschulauftritte, Turniere, Klassenarbeiten, Arzttermine etc. Wir Eltern möchten auch mal zum Sport. Keine Familie oder sonstige Unterstützer vor Ort. Wir haben es vorrübergehend so gelöst, dass wir beide unsere Jobs auf 80 Prozent reduziert haben. Das ermöglicht uns vorrübergehend das Freizeitpensum aufrechtzuerhalten und allen einigermassen gerecht zu werden. Wir sind beide sehr gut ausgebildet und jobtechnisch würde noch einiges mehr gehen. Aber da haben wir uns bewusst im Moment dagegen entschieden. Das kann auch noch drei oder vier Jahre warten. Die Kinder warten halt nicht. Einem Burnout halte ich auch nicht für erstrebenswert und ich hatte ja auch schon stressbedingt psychosomatische Beschwerden. So wie es jetzt ist, geht es uns gut. Wir sind Mitte/Ende 30 und haben vergleichsweise jung angefangen mit Kind und Karriere. Daher sehe ich der Zukunft recht gelassen und entspannt entgegen.
    Alles Gute für euch!
    Anni

  8. Auf die Dauer kann man nicht alles haben. Wir haben drei Kinder (2,4,6) und zwei fast vollzeitbeschäftigte Erwachsene.
    An einem Tag gehen alle Kinder zum Schwimmkurs/Training, alle anderen Termine sind abgesagt. Wenn wir (4 von 5) zwischen halb fünf und fünf heimkommen, gibt es auch keine auswärtigen Verabredungen mehr, maximal können Freunde zu uns kommen oder bei den Nachbarn gespielt werden. Die Grundschülerin fand es erst „gemein“, aber hat es nun akzeptiert und tatsächlich auch gemerkt, dass mehr Ruhe gut tut. Weitere Hobbies können dazu kommen, wenn sie in der OGS angeboten werden oder selbstständig organisiert werden, also wird erst mal nur möglich sein, was es im Viertel gibt. Das ist hart, aber ich finde es nicht schlimm. Das macht selbstständig und erspart Jahre von Elterntaxi, denn was man fürs erste Kind macht, muss man ja auch allen bieten.
    Elterntermine machen wir erst ab 20.00 Uhr, so dass die Abendroutine durch ist. Die Wochenenden sind frei für Familie,Freunde und liegengebliebene Hausarbeit. Davon gibt es ja auch reichlich.

  9. Klamotten für die Kinder kaufen, Geburtstagsgeschenke kaufen etc. lässt sich ja ggf. während 1 3/4 Stunden (!) Hockeytraining erledigen, oder am Freitag Vormittag (und der Blog ruht dann). Gleiches gilt für Lebensmitteleinkäufe, Gang zur Reinigung, eigene Arzttermine etc. Ich mache es jedenfalls so. Meinen einen freien Vormittag und die Zeit während der Musikschule nutze ich so, dass ich die Kinder möglichst wenig noch mit zu Besorgungen schleppen muss (ich schreibe aber neben meiner Arbeit auch keinen Blog ). Oder jedenfalls der Mini könnte an den Hockeytagen früh nach Hause dürfen, und jemand anderes bringt den Maxi mal von dort nach Hause (vielleicht Fahrdienst durch Eltern im Wechsel? ). Aber vielleicht passt das Pensum auch einfach doch zu euch. Klar ist dann manchmal der Akku leer, dann müssen Ferien her, die ja auch regelmässig kommen…. ich finde es gibt einfach sehr unterschiedliche Familien, die einen brauchen mehr Ruhe, die anderen weniger….. Gruss, Kim

    • Liebe Kim, an der Stelle muss ich dann wohl weiter ins Detail gehen 🙂 Ich sitze natürlich nicht 2x pro Woche knapp 2 Stunden bei Latte Macchiato im Clubhaus. Es gibt eine Fahrgemeinschaft mit einer anderen Mutter; sie bringt die Kinder und ich hole sie nach der Arbeit ab.
      Und der Mini hat in der Kita seine heile Welt und ist happy. Es ist der Maxi, dem manches zu viel wurde.
      So ein großer Blog ist übrigens auch ein Job, den man nicht einfach so schwänzt. Deswegen habe ich meine Arbeit im Büro ja reduziert. Und ja, Du hast Recht, das Pensum ist ambitioniert aber es passt schon auch zu uns. Wir haben alle so einen enormen Tatendrang. Trotzdem sind die Kapazitäten begrenzt. Das ist ja gerade das Dilemma.
      LG Halima

      • Jaja, das wollte ich nicht in Abrede stellen, dass der Blog Arbeit ist!
        Ich komme auch aus so einer Familie mit enormem Tatendrang…. Ich habe schon als Kind 2 Instrumente gespielt (und täglich geübt), war als Kind im Orchester und ab 14 im Chor und Orchester, habe seit meiner Kindheit (aber nur 1x pro Woche mit gelegentlichen Wochenendproben) Ballett getanzt und nebenbei (als ich älter wurde) Nachhilfe gegeben und Babies gesittet…. Und ich war trotzdem gefühlt viel verabredet, habe drinnen und draussen frei gespielt und war irgendwie auch lange dennoch um 20h im Bett ; ) .
        Nur Turniersport wollte meine Mutter nicht, das lag aber daran, dass uns am Wochenende unser Vater einen Tag abgeholt hat (Eltern geschieden), so dass das ja schon auch ein „Termin“ am Wochenende war.
        Du hörst Dich an, wls würdet Ihr das schon hinbekommen, auf Eure Bedürfnisse zu achten… Auch der Maxi…. Vielleicht kann man auch einfach mal abwarten, ob er länger dabei bleibt, dass ihm alles zu viel ist…. Es ist ja auch Winter, irgendwie hat man in der Mitte auch weniger Energie, finde ich….

        Liebe Grüße!

        • Das stimmt allerdings, wenn die Tage wieder länger werden und die Sonne vielleicht mal wieder auftaucht, dann ist alles viel leichter. LG

          • da muss ich meinen Senf auch noch los werden:
            meine Geschwister und ich haben jeder schon während der Grundschulzeit 2 Instrumente in der Musikschule gelernt (das 2.glaube ich ab der 3.Klasse) und später sind dann noch mehr dazu gekommen (obwohl das Gym dann ja auch zum Teil bis 15Uhr ging). Tägliches üben (außer Sonntags) versteht sich von selbst (wenn auch oft nur -wie es mal ein Musikschullehrer ausgedrückt hat- mit dem Fleiß unserer Mutter). Ab dem 3. Jahr jedes Instruments bis ungefähr dem 7. hatte ich absolut Null Bock darauf. Heute bin ich froh, dass meine Mama eisern geblieben ist.
            AGs waren (zumindest bei mir – meine Geschwister sind 7 und 10 Jahre älter, da kann ich das nicht mehr so genau sagen) wegen des straffen Musikpensums auf Elternansage nicht drin (außer, es war mal eine vorübergehende projektgebundene Gruppe).
            Ach ja. Ein kleiner Kirchengebundener Kinderchor und Christenlehre beides wöchentlich war ja auch noch.
            Trotzdem habe ich immer noch Zeit für Freunde gefunden. Ich fand das als Kind nicht schlimm – habe ja (nicht in der Musikschule aber) während der Veranstaltungen meine Freunde sowieso schon getroffen. Und als Teenie war mir das anscheinend immernoch nicht genug, da habe mir ich bis auf ein oder zwei Abende mit den Jugendkreisen der ortsansässigen Kirchen und Chorübung auch alles selbst noch voll gestopft.
            Heute, mit 30 und seit nem halben Jahr dem 3. Kind (und der Mann täglich frühestens 17.30Uhr -also kurz vorm Abendessen- zu Hause, sehne ich mich auch nach etwas weniger Arztterminen und und stelle mir mit Grauen schon vor, wenn die Kinder auch Sport, AG oder Musikschule haben werden. Aber ich glaube, bei so etwas kann man einfach nur sehen, dass es einem selbst und der Familie in dem Moment gerade eben gut tut. Durststrecken gehören da leider auch dazu. Aber ich denke immer daran, dass ich heute so froh bin, dass ich das, was ich angefangen hatte auch durchgezogen habe (wenn auch nicht immer freiwillig), dass ich mir denke, das werden wir schon schaffen.
            Und vielleicht braucht euer Maxi einfach mal ein Wochenende oder einen Tag für sich allein oder auch einen Mama- oder Papa- oder auch Oma-Opa-Tag, bei dem sich jemand voll auf ihn konzentriert? Manchmal tut das (bei uns zumindest) Wunder für die Akkus.
            Ihr habt das bis jetzt aber so super hin bekommen und das richtige Mittelmaß für euch gefunden, dass ihr auch das gemeinsam schaffen werdet!
            LG

  10. Hallo Halima, mich würde interessieren, wann du Haushalt und Wäsche machst. Wenn du eine Haushaltshilfe hast, hat diese einen Schlüssel ? Meine Zugefrau darf aus firmentechnischen Gründen keinen bekommen. Die Firma meines Mannes möchte das nicht . LG, Celine

    • Ähm, so nebenbei 🙂 Wir haben im Moment leider keine Hilfe, also machen der Mann und ich tatsächlich den Haushalt nebenbei. Einkäufe lassen wir uns liefern, Wäsche bügeln macht meistens der Mann vorm Fernseher und die Bäder putzt er am Wochenende. Ich sauge zwischendurch und wasche die Wäsche. Und alles, was sonst noch so anfällt machen wir halt immer, wenn wir Zeit haben.

  11. Wow, das nenne ich ein Familienleben. Meine kleine kommt im Mai in die Kita und ich gehe wieder arbeiten. Das Ganze beschäftigt mich gerade viel. Irgendwie war ich mit Baby schon so viel unterwegs oder ausgelaugt, wenn sie viel forderte, dass ich schon Angst habe vor dem was kommt. Ich hoffe, dass wir es auch so gut organisiert bekommen. Aktuell haben wir uns nun erstmal eine Putzfrau geholt, dass verringert zumindest das Streitrisiko. 😉

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