Warum ich manchmal automatisch in den Knien wippe (Werbung)

Sollte man mich jemals danach fragen, welches Lied der Soundtrack meines Lebens sein könnte, dann würde ich vermutlich irgendetwas cooles antworten. Nicht zu schnulzig, ein bißchen rockig, am Besten von einer legendären Band. Wenn ich aber ganz ehrlich bin, müsste es eigentlich „Wenn et Trömmelche jeht“ von den Räubern sein- Wenn das Trömmelchen geht.

Ich weiß, dass sich die Menschheit in zwei Gruppen aufteilen lässt: Diejenigen, die Karneval lieben, und die, die es hassen. Ich gehöre schon immer zu der ersten Gruppe.

Ich bin im Rheinland geboren und seit ich denken kann fange ich automatisch an, mit den Knien zu wippen, sobald das Trömmelche jeht. Ich kann gar nicht anders. Das ist wie eine Welle guter Laune, die mich ab dem ersten vertrauten Ton mitreißt.

Dabei bin ich eigentlich kein Clown. Ich bin meistens eher ruhig und zurückhaltend und hey- ich bin Juristin. Aber Karneval- ja Karneval, das ist eben eine eigene Welt. Eine fünfte Jahreszeit, die jenseits unseres normalen Lebens existiert und in der alles geht.

Wer sich nie darauf eingelassen hat und nur von außen auf das Spektakel schaut, der sieht vermutlich nur ein Volksfest, zu dem sich tausende Menschen sinnlos besaufen. Aber das ist es nicht. Das ist es auch, aber das gilt leider für die meisten Volksfeste. Der Kern des kölschen Karneval, wie ich ihn liebe, ist das aber nicht. Karneval ist viel mehr und ich liebe es.

Ich liebe vor allem den kleinen, feinen Straßenkarneval. Wenn sich nach dem großen Zug in einer Seitenstraße spontan ein Fest entwickelt.  Menschen die miteinander feiern, Fremde, die von jetzt auf gleich wie Freunde miteinander feiern und ausgelassen fröhlich sind. Alt und Jung, Räuber und Prinzessin, das Rheinland und die ganze Welt- DAS ist Karneval.

Ich liebe die Rheinländer (die waschechten, die zugezogenen und die Rheinländer im Herzen), weil es sie überhaupt nicht kratzt, sich zu Karneval zum Affen zu machen. Sie haben die Größe, sich nicht zu ernst zu nehmen. Lehrer, Ärzte, Bürgermeister, Richter- den Karnevalisten bricht kein Zacken aus der Krone, wenn sie verkleidet durch die Straßen ziehen. Und das macht sie aus- nicht nur zu Karneval.

Ich liebe diese wundervolle Mischung aus Ausgelassenheit und Tradition. Ja, Tradition. Karneval ist Brauchtum und Brauchtum gehört weitergegeben an die Generationen, die nach uns kommen.

Ich liebe die Kölschen Lieder, die so voller Heimatliebe sind.

Manchmal, da habe ich gar keine Lust auf Karneval. Aber dann höre ich eben das Trömmelche wieder und ich wippe in den Knien und freue mich auf ein paar tolle Tage.

In diesem Jahr gibt es eine kleine After Zoch Party bei uns zu Hause. Wir haben hier in der Nachbarschaft die Tradition eines Advents-Kaffeklatsches. In diesem Jahr schaffen wir vielleicht eine neue Tradition und feiern Karneval bei uns. Wenn nach dem Zug nach und nach alle in bester Stimmung bei uns auflaufen, darauf freue ich mich wirklich!  Wenn jeder Nachbar eine Kleinigkeit für ein buntes Buffet mitbringt, ist es nicht einmal viel Arbeit.

Für die Kinder wäre ein buntes Buffet kein buntes Buffet, wenn sich dort nicht auch ausreichend Haribo findet.  Da wir sozusagen im Schatten des Fabrikverkaufes von Haribo wohnen, gibt es bei uns sowieso ständig ausreichend Gummibärchen und Co. Jetzt gibt es ganz neu eine Piratenkollektion- pünktlich zu Karneval.

Damit steht dann auch schon das Motto für die After- Zoch- Party.

Während sich die Kinder mit großer Begeisterung durch den Piraten-Mix, die Süß-See und die Schatztruhe probiert haben, juckt sie das Motto eher weniger. Da sind sie stur.

Ganz viele weitere Ideen für wirklich süße Karnevalskostüme- für Babys, Schwangere, Kleinkinder, Erwachsene…habe ich für Euch in diesem Pinterest Board gesammelt.

Alaaf.