Wie ich meine Work-Life-Balance fand

Work-Drive-Balance, das war das Motto des Events von Porsche in Leipzig, zu dem ich am Freitag eingeladen war. Während ich im Flieger nach Leipzig saß, habe ich mich gefragt, wie es eigentlich um meine Work-Life-Balance bestellt ist.

Der Begriff hat für mich eine neue Dimension bekommen, seit ich Kinder habe. Denn als ich noch keine Kinder hatte, habe es Arbeit und Freizeit; Work und Life. Seit ich Mutter bin, verbringe ich meine Freizeit mit den Kindern. Diese beiden Teile des Tages bekomme ich inzwischen gut unter einen Hut, aber für die maximale Zufriedenheit, die mit der Work-Life-Balance ja gemeint ist, muss eigentlich der Freizeit Teil zusätzlich noch hinsichtlich einer „Me-time“ betrachtet werden.

Allein die Tatsache, dass ich ohne Probleme an einem Freitag in ein Flugzeug steigen und nach Leipzig fliegen kann, zeigt eigentlich, dass meine Work-Life-Metime offenbar in Balance ist.  Das war natürlich nicht immer so.

Schon in der zweiten Woche meines Lebens als Mutter waren meine Kraftreserven vollständig aufgebraucht. Das bislang unbekannte Gefühl des Fremdbestimmtseins, der Schlafmangel, die körperliche Anstrengung der Geburt, das alles hatte mich erschöpft.

Weitere zwei Monate später hatte ich gelernt, dass man mit Kraftreserven offenbar auch ins Minus gehen konnte. Noch mehr Schlafmangel, Reibereien mit dem Partner, gelegentlich das Gefühl von Einsamkeit- ich war am Ende.

Lange Zeit schob ich die Müdigkeit wie eine immer größer werdende Welle vor mir her. Wenn ich vier Stunden Schlaf in einer Nacht und an einem Stück bekam, war ich schon zufrieden.

Glücklich war ich trotzdem. Deswegen kam bald Kind 2. Die Erschöpfung verstärkte sich für ein paar Monate noch einmal. Eigentlich hätte ich mal so eine Art Winterschlaf für mindestens 3 Monate gebraucht, statt dessen lebte ich ein lustiges, buntes, lautes Leben mit meiner Familie.

Manchmal schielte ich auf die Familie in unserem Nachbarhaus. Mit ihren zwei etwa 12 und 14 Jahre alten Söhnen schienen sie ein herrliches Leben zu leben. Ständig sah ich die Kinder alleine mit dem Fahrrad das Haus verlassen, genauso wie die Eltern alleine das Haus verlassen konnten. Eines fernen Tages werden meine Söhne auch groß sein, wußte ich und dann würde alles einfacher werden. Aber das dauert noch sehr, sehr lange. Dachte ich.

Ich musste gar nicht so lange warten. Meine Söhne sind 3 und knapp sechs und ich finde mein Leben perfekt.

Wie sehr ich das Leben auch mit kleinen Kindern genossen habe, kann man in diesem Blog nachlesen. Trotzdem ist es herrlich, jetzt eine Phase erreicht zu haben, in der sich alles so einfach anfühlt.

Weil ich wusste, dass zu Hause alles in Ordnung sein würde,  hatte ich einen wunderschönen Tag in Leipzig mit lieben Bloggerkollegen und dem neuen Porsche Panamera. Ich mag ja schöne Autos, aber ich mag eigentlich keine Raserei. Auf der Teststrecke fand ich es aber schon ziemlich sensationell, mit so einem Wahnsinnsauto über die Piste zu fahren.

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(c) Porsche AG

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(c) Porsche AG

Ein Blick auf die Rückbank hat gezeigt: Es gibt Platz für zwei Kindersitze und damit hat Porsche dann ja wohl auch alles in Balance: Familienkutsche und Fahrspaß 😉

Beim Wintergrillen auf dem Porschegelände konnte ich dann in aller Ruhe die Kinder vermissen und mir  mit den anderen Bloggern die gegenseitigen Kinderfotos anschauen. Mehr als 24 Stunden Me-time, ohne dass ich zu Hause irgendwelche Anweisungen hinterlassen muss oder zwischendurch nachfragen muss, ob alles in Ordnung ist.

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Als ich am nächsten Morgen wieder im Flieger nach Hause zu meiner Familie saß, konnte ich zum ersten Mal (gedanklich)  in Worte fassen, was ich in den letzen Wochen immer öfter und immer stärker gespürt habe:

Arbeit, Familie, Freizeit, Me-Time, Paar-Zeit- wir mussten uns in den letzten Jahren immer und immer wieder neu organisieren, aber jetzt haben wir unsere Balance gefunden. Es gibt nichts mehr zu optimieren. Eigentlich schon fast langweilig.

Und plötzlich weiß ich, dass ich wieder Kapazitäten frei habe. Ich habe neue Ideen und ich habe neue Pläne und ich freue mich riesig auf das, was kommt.

Mamablog Mama Mia

 

 

 

P.S.: Detailliert über meine Work-Life-Balance wird Euch bald Sophie auf ihrem Blog NetWorkingMom erzählen.

 

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1 Kommentare

  1. Liebe Mia,
    ich denke auch: Das Wichtigste ist, immer wieder neu zu analysieren, was gerade dran und nötig ist. Mit kleinen Kindern verändert sich das Leben oft ziemlich schnell und man muss als Ehepaar immer wieder neue Lösungen und Möglichkeiten suchen. Im Blick zu haben, was wer wann braucht ist der Schlüssel für ein gelungenes Familien-und Eheleben und natürlich die Flexibilität, Gewohntes zu verändern!

    Ich bin gespannt, was du mit deinen frei gewordenen Kapazitäten „anstellen“ wirst! 😉

    Liebe Grüße,
    Verena

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