Schau mir in die Augen (Werbung)

„Die Augen sind okay, ich habe das gerade getestet“ sagt sie und spielt ohne aufzuschauen weiter Memory mit dem Maxi. Was hat die getestet? WANN? Ich bin mal wieder sehr erstaunt über meine kleine Schwester.

Eigentlich kenne ich das aber schon. Sie ist Augenärztin und sie liebt Augen. Ja, wirklich, sie liebt Augen und sie kann einfach nicht anders, sie nutzt jede günstige Gelegenheit, um einen klitzekleinen Sehtest mit meinen Kindern zu machen- und die merken davon in der Regel gar nichts.

Ich finde das prima. Kinder sind nämlich kleine Verwandlungskünstler und das gilt nicht nur für ihr Talent, sich in Nullkommanix in einen Piraten oder einen Feuerwehrmann zu verwandeln. Kinder haben sogar anpassungsfähige Linsen, um es mal ganz laienhaft auszudrücken. Ich kann das bestätigen!

Ich habe meine erste Brille bekommen, da war ich 10 oder 11 Jahre alt. Ich habe schon lange bemerkt, dass ich Probleme hatte, Dinge in der Ferne zu sehen. Das fiel mir in der Schule auf, aber auch beim Spielen, vor allem draußen. Weil ich damals schnurstracks unterwegs in eine Bilderbuchpubertät war, war ich natürlich viel zu eitel für eine Brille und da ich ahnte, dass mir so etwas blühte, habe ich niemandem von meinem Seh-Problem erzählt. Irgendwie habe ich das allerdings auch immer ausgleichen können. Meistens kniff ich die Augen einfach einmal fest zusammen, dann konnte ich für eine Weile schärfer sehen. Als ich nach Monaten feststellte, dass es nicht mehr ohne Brille gehen würde und endlich einen Augenarzt aufsuchte, fragte der mich, wie ich hergefunden  hätte.: „Wartet Dein Blindenhund vor der Tür?!“

Meine erste Brille
Meine erste Brille

Erst heute verstehe ich, wie ich das anstellen konnte: Auf sehen.de habe ich gelesen, dass die Linse von Kindern so elastisch ist, dass sie Sehfehler ausgleichen kann. Nur wenn Kinder wirklich schwere Sehfehler haben, fällt das im Alltag auf- oder wenn sie bereits 11-12 Jahre alt sind, also der Zeitpunkt, zu dem auch ich meine Kurzsichtigkeit nicht mehr mit Augen-Zusammenkneifen ausgleichen konnte.

Aus diesem Grund „bestehen“ Kinder auch den Sehtest bei den U-Untersuchungen in der Regel spielend und haben vielleicht doch ein Sehdefizit.Weil schlechtes Sehen den Kindern nicht weh tut und ihnen damit kein Unbehagen bereitet, melden sich die Kinder auch nicht von selbst. Außerdem haben sie ja keinen Vergleich zu gutem Sehen und können nicht sagen: „Mama, ich glaube ich sehe nicht gut.“

Meine Kinder werden vermutlich eines Tages eine Brille brauchen, denn in meiner Familie haben wirklich alle eine Brille. Um Sehfehler zuverlässig ausschließen oder feststellen zu können, macht es in unserem Fall daher Sinn, regelmäßig eine professionelle Augenuntersuchung durchführen zu lassen, am Besten bei einem Augenarzt mit angeschlossener Sehschule.

Wer nicht wie wir praktischerweise eine Augenärztin in der Familie hat, kann auch alleine regelmäßig einen kleinen Sehtest mit den Kindern machen, um zumindest einen ersten Indikator für mögliche Sehfehler zu bekommen. Dazu gibt es auf sehen.de zwei wirklich schöne Schnelltests, die ganz schnell durchgeführt sind und den Kindern auch noch Spaß machen.

sehen.de

Natürlich findet Ihr auf sehen.de auch einen Schnelltest für Erwachsene.

Wir werden die „Woche des Sehens“ vom 8.-15. Oktober nutzen, um mal wieder einen Check-Up beim Augenarzt machen zu lassen. So ein (Blinden-) Hund kommt mir nämlich nicht ins Haus. Aber das ist ein anderes Thema…

Mamablog Mama Mia

 

 

 

6 Gedanken zu “Schau mir in die Augen (Werbung)

  1. Danke für den Tipp! Und schon wieder ein Parallele zwischen uns. Meine erste Brille bekam ich nach einer langen Augenzukneifphase in der 4. Klasse. Das habe ich nur dort Niemanden erzählt und bis zum Schulwechsel fließig weiter bei meiner Nachbarin anstatt von der Tafel abgeschrieben… Da auch in unserer Familie alle eine Brille tragen, ist es bei den Jungs auch nur eine Frage der Zeit. Den 3jährigen hat es nun nach der U7a + nachfolgendem Augenarztbesuch vor ein paar Wochen bereits „erwischt“. Ein Wochenende haben wir damit verbracht sie stündlich zu suchen, aber mittlerweile ist sie aus seinem Gesicht nicht mehr wegzudenken und er greift – wenn auch nur einen Bruchteil so hilflos wie ich – morgens als erstes zielsicher zum Nachttisch 😉

  2. Wow, was für eine stylische Brille du hattest. Ich habe mich für meine Brille als Kind sehr geschämt und sie deshalb auch eine zeitlang nicht getragen und auch wie die Jungen-Mamas lieber bei meiner Banknachbarin als an der Tafel abgeschrieben. Ich will nicht, dass es meinen Kindern irgendwann auch so geht deshalb gibt es eine Brillen-Eltern-Interview-Reihe auf meinem Blog und ich arbeite gerade an einer neuen Seite „Brillenkind.de“ auf der das Thema ein bisschen aufgelockert werden soll.

    Liebe Grüße
    Ella

    1. Oh, das ist ja eine tolle Idee! Und ja, ich fand die Brille anfangs auch schrecklich und hab sie immer nur aus dem Schulranzen geholt, wenn es gar nicht anders ging.

  3. Liebe Mia,
    das ist wieder total interessant, wie unterschiedlich diese Kooperation auf verschiedenen Blogs dargestellt wurde. Bei dir wurde brav oben „Werbung“ in den Titel geschrieben, die anderen haben bloß ein kleines Sternchen mitten im Text. Es wäre echt schön, wenn alle das so offen wie du handhaben würden! Ich habe kein Problem mit Werbung, wenn es mich interessiert, lese ich es trotzdem. Und mir sind Blogs, die das ordentlich kennzeichnen einfach viel lieber.
    LG Steffi

    1. Liebe Steffi, mich ärgert das total, wenn vor allem große Blogs nicht ordentlich kennzeichnen. Ich verstehe das Problem einfach nicht. Für mich ist das selbstverständlich, dass meine Leser wissen, worauf sie sich bei einem Text einlassen- und zwar nicht erst, wenn sie ihn schon gelesen haben. Danke, dass Du das zu schätzen weißt <3 LG Mia

  4. Oh Mann,
    das erinnert mich total an meine Kindheit. Auch wenn ich schon ein bisschen älter war, als ich dann eine bekam (so 14 oder 15). Aber ich muss sagen: Auch wenn ich mich geschämt habe in der Schule, war ich doch ganz fasziniert, dass ich an Bäumen auf einmal wieder einzelne Blätter sehen konnte 😉
    Ich hoffe, meine Tochter (jetzt 11) braucht keine Brille oder geht damit dann besser um als ich damals 🙂

    Btw: Auch wenns Werbung ist, klasse Artikel und toller Link zum Sehtest

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