2 Lieblings- Kürbisrezepte

Ich bin Juristin, ich mag Regeln. Manche lege ich mir selber auf. Dazu gehören: Keine schwarzen Strumpfhosen vor Oktober, keine Stiefel vor Oktober und kein Kürbis vor Oktober. Es gibt für alles eine Zeit, finde ich und manchmal muss man eben warten, bis die Zeit gekommen ist.

Gestern war der 3. Oktober und ich habe mit Stiefeln und schwarzen Strumpfhosen in der Küche gestanden und Kürbiskuchen gebacken. Stiefel in der Küche kann man natürlich auch unpassend finden, tue ich aber nicht 😉

Und dann ist da noch so eine Regel oder viel mehr ein Grundsatz: Kuchen ist nicht gesund. Diese ganzen Backrezepte, die ohne Zucker auskommen wollen, mag ich nicht und überhaupt finde ich diesen gesunden Backkram seltsam. Gemüse ist super, aber Kuchen muss für mich eine kleine Sünde sein. Weil ich aber Kürbisrezepte in allen Variationen liebe musste ich auch mal Kürbiskuchen ausprobieren- und siehe da: Schmeckt supergeil! Wie passt das nun zu meinem Grundsatz? Ganz einfach: Wir reden uns den Kürbiskuchen zu einem süßen Kürbisbrot- fertig!

Kürbisrezepte

Und Brot kann man ja auch mit in die Schule nehmen. Das ist deswegen genial, weil das Kürbisbrot doch viel von einem Kuchen hat und auch süß ist, so dass es die Kinder lieben und nicht wie die Schulbrote wieder mit nach Hause bringen. Und trotzdem ist es ein Brot und kein Kuchen. Kuchen würde ich mir nach dem Capri-Sonnen-Desaster lieber nicht als Brotzeit erlauben wollen.

Und hier kommt das Rezept:

Kürbiskuchen/ Kürbisbrot

250g Kürbis (z.B. Hokkaido)

200g Mehl

200g Zucker

1 TL Backpulver

etwas Zimt

100ml mildes Öl (z.B. Sonnenblumenöl)

2 Eier

3 EL Rübenkraut (oder Honig)

100g gemahlene Nüsse (Haselnüsse oder Mandeln)

Den Ofen vorheizen (180 Grad Umluft).

Den Kürbis fein raspeln. Wenn Ihr ihn zu grob raspelt, wird es kein geschmeidiger Teig. Mehl mit Zucker, Backpulver und Zimt vermischen. Wenn ihr mögt, könnt Ihr auch noch ein paar andere Gewürze dazu geben. Dazu eignet sich z.B. Ingwer oder Muskatnuss.

Das Öl und die Eier ordentlich verrühren. Dann das Kürbisfleisch und das Rübenkraut unterrühren. Wer kein Rübenkraut zu Hause hat (Rheinländer haben das meistens), kann prima auch Honig nehmen, aber dann wird es noch ein bißchen süßer. Das Ganze mit den übrigen Zutaten vermischen und am Ende noch die Nüsse dazugeben.

Alles in eine Kastenform geben (gut fetten oder mit Backpapier auslegen) und auf der mittleren Schiene etwa 50 Minuten backen (Stäbchenprobe nicht vergessen).

Wer´s als Kuchen essen mag, kann noch einen Zuckerguss auf den Kuchen geben. Ich schneide ihn in Scheiben und friere ihn in Alufolie gewickelt ein. Die einzelnen Scheiben kann man dann prima jeden Morgen entnehmen, im Toaster auftauen lassen (Vorsicht! Langsam bei niedriger Stufe!) und den Kindern in die Brotdosen packen.

Guten Appetit!

Kürbisrezepte

So! Nun haben wir ungefähr einen Viertel Kürbis verbacken. Was machen wir mit dem Rest? Ich hätte ja hundert Rezepte parat, aber da ich ja nun schon gebacken habe und seit 30 Minuten in der Küche stehe, mache ich etwas ganz Einfaches:

Schnelle Kürbissuppe

(Mengenangaben sind deshalb mit „egal“ bezeichnet, weil die Suppe sowieso immer schmeckt)

1 Zwiebel in Würfel schneiden

Kürbis in grobe Würfel schneiden (wie viel ist eigentlich egal, bei mir blieben jetzt ca 750 g übrig)

Möhren in grobe Würfel schneiden (ca 3 Möhren, ist aber letztlich egal)

Alles in etwas Öl anbraten.

Mit Brühe aufgießen, bis alles knapp mit Flüssigkeit bedeckt ist. Brühe halte ich übrigens auch für Quatsch; jedenfalls wenn man diese Brühwürfel oder Pulver nimmt. Das ist letztlich nur Salz mit Gewürzen. Also nehme ich lieber direkt Wasser und salze es, füge Pfeffer und ein paar Kräuter dazu und brauche also keine Brühe.

Alles so lange köcheln lassen, bis die Zutaten schön weich gekocht sind. Dann etwas Orangensaft zufügen und alles ordentlich durchpürieren. Fertig!

Jetzt kann man die Super wunderbar variieren: Mit Hackfleisch, mit Gambas, mit Croutons- was Ihr halt mögt.

Guten Appetit!

Mamablog Mama Mia

 

 

8 Kommentare

  1. Ganz herzlichen Dank für die Rezepte. Kuchen, Brot … is ja egal … Ich probiere es auf jeden Fall mit Freuden aus! Mit Stiefeln und schwarzen Strümpfen in der Küche gestanden, ach, wie cool 🙂 (und das, wenn der Mann nicht zu Hause ist, 😉 ??) Nur auf Regeln pfeife ich ja generell 😉 😉 LG, C

  2. Ich esse gerade meinen bzw. Deinen Kürbiskuchen. Obwohl ich den Kürbis nicht wirklich fein geraspelt habe, ist er trotzdem ganz gut geworden. Danke für den Tipp! Und Kürbissuppe hatte ich als Vorspeise 😉

    • Wie schön, das freut mich immer so, wenn ich höre, dass ich jemanden inspirieren konnte! Danke!!

  3. Hallo, ich habe deine Idee mit dem Kürbisbrot gleich mal an meine Schwägerin weitergegeben. Ihr Sohn geht jetzt nämlich auch in die Schule und bringt auch immer die Schulbrote wieder mit nach Hause (obwohl die morgens gemeinsam geschmiert werden). Sie wollte allerdings keinen Zucker drin haben und hat den kurzerhand weggelassen. Ist trotzdem was geworden und schmeckt auch so ganz gut. Ihrem Sohn hat es auch geschmeckt 🙂 Ist halt – wie du schon meintest – mal was anderes im Vergleich zu Stulle mit Brot und die anderen haben gestaunt 😉
    Liebe Grüße
    Anita

  4. Jetzt ist der Kuchen dran. 🙂
    Ich bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis.

    Liebe Grüße und allen ein schönes Wochenende

  5. Ich habe dein Rezept heute ausprobiert und wollte dir ein Feedback geben. Das Ergebnis ist sehr saftig, und wirklich lecker, geht meiner Meinung nach aber ganz deutlich Richtung Kuchen. Wir haben ihn mit Kakao an diesem verregneten Nachmittag genossen. Danke dir!

  6. Danke für die leckeren Kürbisrezepte. Ich war auf der Suche nach einem Kürbisbrot-Rezept und bin hier fündig geworden. Vielen Dank, wird gleich ausprobiert. Viele Grüße

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