Elternpubertät

Heute Morgen wachte ich auf und war eine Mutter.

Okay, ich bin seit fast fünf Jahren Mutter, das weiß ich! Ich fange nochmal an:

Heute Morgen wachte ich auf und stellte fest, dass ich eine Mutterrolle habe. Na gut, das ist eigentlich auch nicht neu. Ich hab´s:

Heute Morgen wurde mir klar, dass ich eine ganz bestimmte Sorte Mutter bin.

Ja! So ist das! Nach fünf Jahren als Mutter lässt sich sagen, was für eine Mutter ich eigentlich bin. Die Krux ist, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich mir so gefalle. Ich glaube, ich könnte auch noch zu einer anderen Mutter werden, noch ist es bestimmt nicht zu spät. Aber zu welcher? Hilfe, ich stecke in der Elternpubertät!

Es ist nämlich so: Im ersten Jahr, ist Elternsein einfach. Na klar, da ist der Schlafmangel, die körperliche Anstrengung und die Unsicherheit und all das, aber es gibt auch einen einfachen Leitfaden, an dem man sich orientieren kann: Beziehung aufbauen!

Es geht im ersten Jahr mit Kind hauptsächlich um die Beziehung. Wir stillen und tragen und reagieren auf das Weinen und Schreien unserer Babys mit all unserer Liebe und unserem Einfühlungsvermögen.

Eine ganze Weile bleibt das auch so. Es gibt ja noch nicht so viel zu erziehen. Man sagt vielleicht das erste Mal „Nein“ und gibt sich Mühe, dabei ein ernstes Gesicht zu machen, aber das war´s dann auch schon.

Dann wacht man eines Morgens auf und stellt fest, dass man da in etwas hineingeraten ist: In eine Mutterrolle. Und ich meine eben nicht, dass man dann plötzlich merkt: „Oh, ich bin ja Mutter“; es ist viel schlimmer: „Ich bin eine bestimmte Sorte Mutter!“

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Es passiert schleichend. Anfangs kann man ja noch viel herumprobieren. Wenn das Baby neuerdings schreit, wenn man es im Arm hält, versucht man halt mal den Flieger- Problem gelöst. Je größer die Kinder werden, umso weniger kann man herumprobieren und umso mehr muss man sich festlegen. Einem Fünfjährigen kann man schlecht heute sagen, Fernsehen ist nichts für Kinder, und ihn morgen vor eine Folge Ritter Rost setzen. Also entstehen im Lauf der Jahre Regeln, bis man feststellt: Krass! Das sind also die Spielregeln, die mein Mutter-Ich aufgestellt hat und nach der wir in dieser Familie leben.

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Nun kann man Regeln brechen und ändern, aber aus der bestimmten Mutterrolle kommt man dadurch trotzdem nicht so leicht heraus. Es geht nämlich nicht bloß um ein paar Regeln, sondern um viel mehr:

Im Laufe vieler Kita-Parkplatz-, Pekip- und Spielplatzgespräche kann man sich selber als Mutter irgendwo einordnen. Man hat sich zu den gängigen Erziehungstrends und den großen Erziehungsfragen positioniert: Wollen wir eine religiöse Erziehung? Was halten wir von veganer Ernährung für unsere Kinder? Finden wir (Früh-)Förderung gut? Sport? Musik? Es geht also um ein Gesamtbild.

Dieses Gesamtbild kreist eigentlich nicht so sehr um die Kinder, sondern hat vor allem viel mit mir zu tun. Denn meine Mutterrolle fülle ich als der ganze Mensch aus, der ich bin. Ich bin emotional, aufbrausend, ungeduldig, unordentlich, liebevoll, begeisterungsfähig, perfektionistisch, lustig, kuschelbedürftig, vergesslich. Wie könnte ich als Mutter anders sein?

Anfangs, ja, da geht das. Da reicht man seinem Baby auf der Krabbeldecke lächelnd ein Spielzeug und selbst ich, der ungeduldigste Mensch der Welt, konnte dabei die Welt um mich herum vergessen und stundenlang nichts anderes tun. Das war nicht wirklich typisch ich, das war nur ein klitzekleiner Teil von mir.

Je älter meine Kinder werden, umso mehr werde ich für sie nun nicht mehr nur Mutterfigur, sondern auch ihre Mutter, der Mensch. Dieser Mensch ist unter anderem wenig konsequent, und so werden hier eigentlich keine Grundsätze hochgehalten, sondern immer mehr einfach so gelebt, wie der Mann und ich eben leben möchten. Und genau deswegen frage ich mich plötzlich: Mache ich das eigentlich gut mit den Kindern? Ist alles im Lot? Oder habe ich mir nicht viel zu sehr erlaubt, ich selbst zu sein? Bin ich zu wenig Mutterfigur? Bin ich als Mutter ein gutes Gesamtbild?

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Von Jesper Juul (der schon wieder) und seinen Kollegen haben wir gelernt, dass wir als Eltern authentisch sein sollen. Also glaube ich daran, dass es falsch wäre, mich hinzusetzen und mir ein neues Gesamtkonzept auszudenken, das ich den Kindern ab morgen vorsetze. Ich glaube daran, dass es richtig ist, mich ihnen so zu zeigen, wie ich bin und ihnen im übrigen vor allem meine Werte vorzuleben. Allerdings: Dann werden sie am Ende so wie ich. Und ich bin nicht sicher, ob das das Beste ist, was aus ihnen werden kann.

Ich sagte ja, es fühlt sich ein bißchen an wie Pubertät. Elternpubertät. Hoffentlich auch nur so eine Phase!

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Was soll aus Dir nur werden?

Manchmal ist es schwer zu begreifen, dass das, wofür ich die Verantwortung trage, eigentlich gar nicht in meinen Händen liegt.

Ich habe meine Söhne gestillt und getragen, ich versorge und beschütze sie, ich mache ihnen Mut und trockne ihre Tränen, aber obwohl ich jeden Tag alles in meiner Macht stehende für sie tue, weiß ich doch, dass sie ihren eigenen Weg gehen werden.

Wenn ich den Mini manchmal noch die steile Treppe in unser Dachgeschoss hinauftrage, denke ich, dass es doch schön wäre, die Kinder ebenso, Stufe für Stufe auf einen guten Platz im Leben tragen zu können. „Hier bitteschön, mein Sohn, ich habe hier einen Abschluss in Jura für Dich, einen Platz im Management einer großen Firma, eine nette Frau, gesunde Kinder- wenn noch etwas fehlt, lass es mich wissen.“

Aber meine Vorstellungen vom Leben sind nicht ihre, und ich sehe jeden Tag, wie sie schon jetzt kleine Individuen sind, die ich nur ein wenig lenken kann, während sie ihre Schritte auf dem Weg ihres Lebens tun.

Ich wüsste gerne, wo ihre Reise sie hinführt.  Am Wochenende saß ich abends mit dem Mann vorm Kamin. Wir waren schon beim zweiten Glas Wein, da fingen wir an zu orakeln, was aus unseren Kindern wird:

Der Mini ist auffallend musikalisch. Wahrscheinlich wird er mit 8 seine erste Band gründen. Mit 16 wird er mit uns Diskussionen führen, weil er die Schule abbrechen und als Singer/Songwriter um die Welt ziehen will. Er wird uns hassen, weil wir auf einem Schulabschluss bestehen werden, aber eines Tages werden wir stolz bei einem seiner Konzerte in der Kölner Lanxess Arena in der ersten Reihe stehen und sagen: „Wir haben ja immer gewusst, dass Musik sein Ding ist!“

Und dann hatten wir eine Idee: Wir holten Papier und Stift und schrieben auf, was wir denken, was aus unseren Kindern wird. Wir steckten alle Zettel in Briefumschläge.

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Und weil wir dabei so viel Spaß hatten, will ich die Idee gerne mit Euch teilen. Hier sind die Spielregeln:

1. Für jedes Kind gibt es zwei Briefumschläge- jeder Elternteil befüllt einen.

2. Jeder Elternteil bekommt pro Kind 10 Zettel.

3. Auf jeden Zettel schreibt man eine Idee auf, wo das Kind in 20 Jahren stehen wird. Anschließend liest jeder seine Zettel vor und man hat einen wunderbaren Abend dabei.

4. Alle Zettel werden im Umschlag verschlossen. Auf den Briefumschlag wird das Datum geschrieben, an dem der Umschlag geöffnet werden darf (z.B. wenn das Kind 20 ist, oder 30, oder wenn es die Schule beendet, oder am Vorabend seiner Hochzeit…)

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5. Für jeden Zettel, dessen Inhalt sich erfüllt hat, bekommt man vom anderen Elternteil eine Flasche Wein, oder eine Fussmassage oder ein Abendessen, oder was Ihr Euch sonst für einen Einsatz überlegen wollt.

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Ob wir auch nur in einem Punkt richtig liegen? Ob wir die Umschläge gemeinsam mit den Kindern öffnen werden? Werden wir uns kaputt lachen und ohne Ende glücklich sein, oder sind wir vielleicht alle gar nicht mehr zusammen? Ich weiß es nicht. Aber eines Tages werden mir diese Umschläge wieder in die Hände fallen und ich werde dabei an diesen Abend denken, an dem mein Mann und ich lachend vor dem Kamin saßen, während unsere Söhne klein und süß ein paar Meter von uns entfernt in ihren Betten lagen und schliefen.

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Händewaschen nicht vergessen!

(In Kooperation mit Sagrotan)

Wir haben ein Bilderbuch, das heißt „Autos und Lastwagen“. Für meinen Sohn hätte das Buch allein aus Seite 2  bestehen können, da ist nämlich ein Motorrad abgebildet. Neben dem Motorrad steht ein blitzsauberer Mann. Man kann das Bild auch umklappen. Dann sieht man ein sauberes Motorrad und einen dreckigen Mann. Unter dem Bild steht sinngemäß: „Das Motorrad ist jetzt sauber, dafür muss Papa unter die Dusche.“

Anfangs fand ich es langweilig, mir immer nur diese Seite anzuschauen, aber nach einer Weile erkannte ich: Genau so ist Dein Leben mit Kindern. Irgendetwas ist immer dreckig.

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Gerade beim Händewaschen ist es zum Haareraufen: Die Kinder kommen mit komplett verdreckten Händen nach Hause. Wenn ich sie ins Bad schicke, damit sie sich die Hände waschen, sind die Hände hinterher mehr oder weniger sauber, dafür muss ich das Bad putzen. Also nehme ich es ehrlich gesagt nicht so genau mit dem Händewaschen bei den Kindern.

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Im ersten Moment musste ich daher lachen, als Sagrotan mit einer Anfrage auf mich zu kam. Sie wollten mich als Händewasch-Botschafter. Mich? Hallo? Ich habe zwei kleine Kinder, zwei Dreckspatzen, Virenschleudern, Keimmonster. Als Händewaschbotschafter taugt vielleicht eine feine Dame, die ohne Kinder in einer ordentlichen, sauberen Wohnung lebt, aber doch keine Mutter zweier Kleinkinder!

Doch, fand man bei Sagrotan und also habe ich den Job als Händewasch-Botschafterin angenommen. Weil ich sozusagen aus der Mitte der Keime berichten kann und Ihr bei mir live verfolgen könnt, wie ich meinen zwei Kindern Hygiene zu vermitteln versuche.

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Für diesen Post habe ich mir einen besonderen Tag ausgesucht: Heute ist nämlich internationaler Tag des Händewaschens! Da feiert Sagrotan als der Experte in Sachen Hygiene natürlich mit und verweist auf eine Studie, nach der zwar 80% der Eltern ihre Kinder zum regelmäßigen Händewaschen anhalten, aber nur 48% kontrollieren, ob die Hände auch wirklich mit Seife gewaschen wurden. Ja, da muss auch ich die Hand heben. Meine saubere Hand übrigens, denn ich selber wasche meine Hände ständig. Immerhin arbeite ich in einem Großraumbüro und gerade jetzt, wo die ersten Kollegen schniefend und röchelnd neben mir sitzen, fallen mir die Plakate in den Waschräumen wieder auf, die einem das richtige Händewaschen erklären.

Eigentlich, das gebe ich zu,  ist es bei Kindern sogar noch wichtiger, denn ihre Hände sind selten unbeschädigt. Wenn man alle diese Keime sehen könnte, die sich an Türen, Toiletten und sonstigem sammeln, würden sich vermutlich sogar die Kinder freiwillig die Hände waschen.  Händewaschen bietet Schutz vor Erregern und Ansteckung. Denn wenn die Infektionskette frühzeitig unterbrochen wird, müssen Erkältung & Co. nicht mehr so gefürchtet werden.

Das wissen wir ja eigentlich alles, aber wie erkläre ich das nun meinen Söhnen? Zwei kleine Tricks sollen für den Anfang helfen:

1. Wir haben jetzt einen Sagrotan No Touch Seifenspender im Bad. Die Kinder müssen nur ihre Hände unter den Spender halten, schon kommt Flüssigseife hinaus, die 99,9% der Bakterien entfernt. Das ist hygienischer als die ständig von Sand und Erde verkrusteten Seifenspender zum Anfassen und die Jungs finden es super! Der Effekt wird sich zwar vielleicht nach einer Zeit abnutzen, aber dann haben sie bis dahin immerhin schon ein bißchen mehr Routine im Händewaschen bekommen.

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2. Die Hände sollen 30 Sekunden eingeseift werden- eine Ewigkeit für ein Kind. Ich stehe daher nicht mit der Stoppuhr daneben, sondern mache das so: Der Mini seift so lange ein, bis er 3x den Refrain von Moneytalks von AC/DC gesungen hat (kein Witz, sein aktuelles Lieblingslied!), und der Maxi seift so lange ein, bis er 2x das Alphabet aufgesagt hat (meine Lieblingsstelle ist „Ello, Bello, P“ = L, M, N, O, P).

Ob´s funktioniert? Und ob wir in diesem Jahr tatsächlich weniger Erkältungen bekommen? Ich werde berichten.

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Alle Fotos (c) by Maxi <3

 

Gewinnt ein Babyphone SCD501 von Philips Avent

„Und wenn das kaputt ist? Sollen wir nochmal gucken gehen?“

Der Mann und ich halten uns das Babyphone vors Ohr, schütteln es ein bißchen und schalten es aus und ein und wieder aus und wieder ein. Wieso kommt da kein Ton raus? Vorsichtshalber steigen wir zusammen die Treppe rauf und öffnen leise die Tür zu Maxis Zimmer. Da liegt unser Baby und atmet ganz ruhig ein und aus. Und das tun wir Eltern dann auch.

Gute vier Jahre ist das nun her, dass wir unsere ersten Erfahrungen damit machten, dass unser Baby in einem anderen Raum, sogar in einer anderen Etage als wir ganz alleine in seinem Bettchen lag und wir Eltern unseren Feierabend genießen konnten.

Wirklich genießen kann man das natürlich nur, wenn man sich auf das Babyphone auch verlassen kann. Falls Ihr auch gerade etwas ratlos vor der Frage stellt, welches Babyphone denn für Euch das Richtige sein könnte, möchte ich Euch heute ein Allround-Talent vorstellen, das die Super-Mom und ich auf der Kind+Jugend am Stand von Philips gesehen haben:

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Das DECT Babyphone SCD501 von Philips AVENT überträgt die Geräusche aus dem Kinderzimmer nicht nur absolut störungsfrei, sondern auch mit perfektem Klang über eine Reichweite von bis zu 300 Metern.

Störungsfrei ist nicht zu unterschätzen- ich habe mal unser Nachbarskind über unser Babyphone weinen hören. Ich wäre fast wahnsinnig geworden, bis ich endlich verstanden habe, woher dieses Geräusch kam! Das SCD501 lässt sich nicht stören- weder durch Handys, noch durch kabellose Telefone oder eben das Babyphone der Nachbarn. Eine Datenverschlüsselung gewährleistet zudem eine sichere private Verbindung, so dass nur Ihr Euer Baby hören könnt. So hören Eure Nachbarn Euch auch nicht beim Vorsingen von „Weißt Du wieviel Sternlein stehen“- Ja, auch das habe ich schon erlebt!

Das SCD501 Babyphone hat außerdem eine praktische Geräuschpegelanzeige mit LEDs, so dass Ihr auch bei stumm geschaltetem Babyphone sehen könnt, ob sich im Kinderzimmer etwas regt. Bei geringem Ladestand gibt es ein Warnsignal und Dank Smart ECO-Modus könnt Ihr zusätzlich Energie sparen. Ganz wichtig auch für meine Kinder: Das Babyphone hat ein integriertes Nachtlicht.

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Damit steht einem entspannten Fernsehabend unter Eltern nichts mehr im Wege! Es sei denn, man vergisst das Babyphone anzustellen. („Ist das Babyphone an?“ ist ja mein neues „Ist das Bügeleisen aus?“!)  Dann erschreckt man sich halb zu Tode, sobald man es bemerkt, rennt ins Kinderzimmer, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist und weckt dabei alle Kinder auf. Entspannung vorbei.

Ans Einschalten müsst Ihr also noch selber denken, aber damit Eurem entspannten Feierabend sonst nichts mehr im Wege steht, habe ich Euch ein Philips Avent SCD501 Babyphone von der Kind+Jugend mitgebracht, und Ihr könnt es jetzt gewinnen.

Wie immer müsst Ihr mir nur einen Kommentar unter diesem Post (oder auf Facebook) hinterlassen, und schon hüpft Ihr in den Lostopf. Das Gewinnspiel läuft bis Sonntag, 18.10., 18 Uhr.

Viele Erfolg!

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Lieblingskinder

„Immer nur süßer Mini, süßer Mini! Mich findest Du überhaupt nicht süß!“ Maxi schmollt.

„So ein Quatsch! Du bist mein süßer Mausemax und das habe ich Dir heute schon 100 Mal gesagt!“ Ich ziehe meinen Großen auf meinen Schoß und knutsche ihn ganz besonders gründlich ab. Thema erledigt.

Naja, nicht ganz! Am Abend beschäftigen mich Maxis Worte. Ist der Mini mein Lieblingskind?

Meine Kinder sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Der eine redet wie ein Wasserfall, der andere schweigt sich gründlich aus. Der eine sitzt stundenlang über einem Buch, der andere hüpft in derselben Zeit jauchzend auf dem Bett herum und stößt dabei mit dem Kopf bis fast an die Decke. Mini und Maxi sind so unterschiedlich, wie sie aussehen: Schokolade und Vanille. Aber welche Sorte mag ich lieber?

Nun sind Kinder ja keine Eissorten, trotzdem stellt sich die Frage Eltern von mehreren Kindern häufig- oder besser: Sie wird einem gestellt: Kann man alle seine Kinder gleichermaßen lieben?

„Ja natürlich!“ will man sofort entrüstet rufen, weil schließlich jede andere Antwort einer Bankrotterklärung an die Mutterliebe gleichkäme. Aber so einfach will ich es mir nicht machen. Habe ich ein Lieblingskind?

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Weil Kinder nicht wie Maschinen funktionieren, habe ich als Mutter große Probleme damit, meine Aufmerksamkeit zu gleichen Teilen auf die zwei Jungs zu verteilen. Sie verbringen ihre Tage nicht ruhig vor sich hin spielend neben mir, und ich kann mich deshalb nicht immer im Wechsel 10 Minuten um das eine und dann 10 Minuten um das andere Kind kümmern. Meistens ist ein Kind besonders müde und kuschelbedürftig, oder kränkelt, oder bekommt Zähne, oder hatte einfach einen besonders anstrengenden Tag. Dieses Kind holt sich dann meine ganze Aufmerksamkeit, indem es viel weint und viel auf den Arm möchte. Das ist nicht immer positive Aufmerksamkeit, denn für mich ist das anstrengend, aber das jeweils andere Kind nimmt ja nur die Tatsache wahr, dass ich seinem Bruder mehr Aufmerksamkeit widme.

In Maxis Fall kommt momentan noch etwas hinzu: Der Mini ist ein so putziger kleiner Kerl, dass er überall Aufmerksamkeit auch von Fremden auf sich zieht. Der quasselt ohne Pause und spricht Menschen auf der Straße an, um ihnen Geschichten zu erzählen. Zu so einem plappernden kleinen Menschen mit goldenen Locken sagen natürlich viele Leute: „Ist der aber süß!“ Und auch der Mann und ich sagen das vielleicht ein bißchen zu häufig in Maxis Beisein. Der Mini entzückt uns aber momentan ständig und bringt uns dauernd zum Dahinschmelzen.

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Maxi zählt hauptsächlich die wahrgenommene Aufmerksamkeit, aber die allein macht ja nicht die Liebe aus. Was der Maxi vielleicht noch nicht so wahrnehmen kann, ist dass ich mich auf der anderen Seite in ihn viel besser hineinversetzen kann und mich ihm dadurch eigentlich näher fühle.

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Mehreren Kindern gerecht zu werden ist eine so schwierige Aufgabe. Ich befürchte, ich meistere diese Aufgabe nicht immer so gut, wie ich sollte. Manchmal bin ich unfair, ungeduldig und manchmal werde ich dabei nur einem Kind gerecht. Mit meiner Liebe hat das nichts zu tun.

Trotzdem werde ich meine unterschiedlichen Söhne vielleicht immer unterschiedlich behandeln, weil sie von mir eben unterschiedliche Dinge einfordern. Vielleicht werden sie deshalb gelegentlich das Gefühl haben, der andere Bruder würde mehr geliebt, weil er mehr Aufmerksamkeit bekommt, oder weil er eine andere Art Aufmerksamkeit bekommt. Die wird der jeweils andere vielleicht gar nicht brauchen, aber weil die Kirschen in Bruders Garten immer besonders rot aussehen, wird er sich trotzdem benachteiligt fühlen.

Wenn sie älter werden, werden sie aber hoffentlich erkennen, dass ich sie beide jeden Tag unendlich liebe und zwar jeden so, wie er ist. Ich bin je nach Bedürfnissen und Phasen der Kinder mal dem einen und mal dem anderen näher, aber ich kann wirklich nicht sagen, dass ich einen mehr liebe als den anderen. Ich würde jederzeit für jede von beiden alles geben, was ich habe.

Weil Mütter ebensowenig wie Kinder funktionieren als wären sie Maschinen, glaube ich aber, dass es auch möglich ist, dass man sich dauerhaft einem Kind mehr verbunden fühlt. Ich denke, das ist okay- Gefühle kann man nicht steuern. Nur die Kinder sollten das nicht spüren.

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Als der Mini geboren wurde, habe ich gesagt, das Herz baut bei jedem weiteren Kind einfach an. Das glaube ich auch heute noch. Mutterliebe ist eine unendliche Resource. Aber ich habe gelernt, dass sie sich bewegt und mal mehr das eine Kind, mal mehr das andere Kind im Fokus hat.

Das gilt im Übrigen auch für die Kinder: Am Wochenende war ich beim Mini komplett abgemeldet. Ich durfte ihm noch nicht einmal die Windel wechseln. Alles musste der Papa machen. Zum Glück weiß ich, dass er mich genauso sehr liebt, wie seinen Vater!

Wie ist das bei Euch? Ist es klarer, wenn man zwei sehr ähnliche Kinder hat? Oder empfindet Ihr tatsächlich unterschiedlich für Eure Kinder?

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Kürbisgnocchi

Ich wuchs auf, ohne jemals einen einzigen Bissen Kürbis zu probieren. Meine Mutter mochte keinen Kürbis und nachdem ich einmal ein Stück eingelegten Kürbis aus dem Glas probiert hatte, dachte ich, ich mag ihn auch nicht.

Bis zu dem Tag, an dem ich auf einer Studentenparty meine erste Kürbissuppe probierte. „Was ist das?“, rief ich entzückt und mit der Antwort: „Kürbissuppe!“ scheine ich verhext worden zu sein. Ich muss Kürbis essen. Den ganzen Herbst durch! Das gleiche gilt übrigens heute auch für meine Mutter.

Kürbissuppe ist leider mit den Kindern eine ziemliche Schweinerei, aber es gibt ja unendlich viele andere Möglichkeiten, Kürbis zuzubereiten. Zum Beispiel als Kürbisgnocchi. Hier ist das Rezept. (alle Rezepte aus der Reihe Kochen für Kinder findet Ihr HIER)

Man braucht:

1 Hokkaido Kürbis

etwa 200g Mehl

1 Ei

100g frisch geriebenen Parmesankäse

etwas Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Salbei

Olivenöl

1. Den Kürbis halbieren, entkernen und in Streifen schneiden.

2. Die Kürbisschnitze auf ein Backblech legen und bei 180 Grad Umluft 30 Minuten gar werden lassen.

Kochen für Kinder

3. Den Kürbis pürieren. Das Ei hinzugeben und gut vermischen.

4. Das Mehl zu der Kürbismasse geben. Je nach Größe und Festigkeit des Kürbis kann mehr oder weniger Mehl erforderlich sein, um einen glatten, nicht zu klebrigen Teig zu erhalten.

5. Den geriebenen Parmesankäse zu der Masse geben und alles vermengen.

6. Den Teig in mehrere Stücke teilen und jedes zu einer langen Rolle formen. Anschließend die Rolle in 1 cm breite Stücke schneiden.

Kochen für Kinder

7. Je nachdem wie perfektionistisch ihr seid, könnt ihr entweder direkt die Stücke kochen, oder ihr formt sie nochmal schön ordentlich zwischen den Handflächen rund. Wer es besonders schön mag, lässt die Gnocchi noch über eine Gabel rollen.

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8. Die Gnocchi in kochendem, leicht gesalzenem Wasser ein paar Minuten ziehen lassen. Wenn sie an die Oberfläche kommen, sind die Gnocchi fertig.

Kochen für Kinder

9. Parmesankäse und Olivenöl (oder Butter) auf die Gnocchi geben- fertig.

Kürbis

Erwachsene können zusätzlich etwas Salbei hinzugeben.

Kürbis2Guten Appetit!

Und nun bin ich wie immer gespannt auf Eure kindertauglichen Gerichte mit Kürbis. Bis zum Ende des Monats könnt Ihr Euer Rezept hier verlinken. Vielen Dank schon jetzt für Eure Ideen!

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Ergobaby Trage zu gewinnen (Gesponserter Beitrag)

Weil mir so viele von Euch gerade zurückmelden, dass sie an der Kommentarfunktion im Blog scheitern, könnt Ihr mir für das Gewinnspiel der Ergobabytrage gerne auch hier auf FB einen Kommentar hinterlassen oder einfach eine Mail schreiben. LG Mia 

Wenn ich drei Dinge nennen sollte, die man mit Baby wirklich braucht, wäre eine Trage ganz sicher dabei.

Ich habe das Tragen erst beim Mini so richtig für mich entdeckt. Für Maxi und mich schien es nicht das Richtige zu sein, vielleicht habe ich es aber auch nur nicht richtig versucht.

Als Zweifachmama war die Trage ein Segen. Die ersten Wochen nach Minis Geburt verbrachte ich gefühlt den halben Tag im Garten- den Mini in der Trage und mit den dadurch freien Händen habe ich den Maxi auf der Schaukel angeschubst. Stunde um Stunde um Stunde. Da der Mini die ersten drei Monate seines Lebens komplett verpennt hat, lag er zufrieden mit seinem kleinen Köpfchen an meiner Brust und schlief in der Trage, so dass ich meine Hände für den Maxi frei hatte.

Als der Mini etwa fünf Monate alt war, war ich ein solcher Trage-Profi geworden, dass ich den Mini sogar in der Trage stillte. Beim Laufen! Unterwegs! Kein Problem!

Erst als der Mini anfing zu laufen, war er nicht mehr so ruhig in der Trage und fühlte sich dort nicht mehr so wohl. Heute vermisse ich das Tragen eigentlich sogar noch mehr als das Stillen, wenn ich an die Babyzeit zurückdenke.

Auf der Kind und Jugend Messe in Köln habe ich mir gemeinsam mit Jette aka Super Mom den Stand von Ergobaby mit all seinen wunderbaren Neuheiten angesehen. Auch in diesem Jahr gibt es wieder wunderschöne neue Designs, und eines habe ich für Euch mitgebracht und ihr könnt es mit ein bißchen Glück gewinnen:

Rose Harmony ist das neueste Design aus der Organic Kollektion von Ergobaby. Die Modelle aus der Organic Kollektion sind aus 100% kbA-Baumwolle, also aus kontrolliert biologischem Anbau.

Neben dem Augenmerk auf eine nachhaltige Produktion sind die Tragen der Organic Kollektion natürlich auch ergonomisch optimiert:

Ein extra breiter Hüftgurt verteilt das Gewicht des Kindes von den Schultern auf die Hüfte- das wird besonders dann interessant, wenn Ihr nicht nur in den ersten Lebenswochen tragen wollt.

Alle Ergobaby Tragen unterstützen die korrekte Anhock-Spreiz-Haltung und sind geeignet für Neugeborene bis hin zum 4. Lebensjahr (20 kg).

Ich hätte mir wirklich gerne sofort eine Trage umgeschnallt, mein Baby hineingelegt und wäre dann selig lächelnd mit meiner Nase immer an seinem Köpfchen weiter über die Messe geschlendert. Leider sind meine Babys schon groß deshalb könnt Ihr jetzt das Modell „Rose Harmony“ aus der Organic Kollektion gewinnen. Es kommt übrigens erst Mitte des Monats auf den Markt- Ihr wäret also die ersten!

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Hinterlasst mir einfach einen Kommentar zu diesem Post hier auf dem Blog. Seid Ihr auch solche Tragefans? Die Gewinnerin gebe ich am Sonntag, 11.10. bekannt.

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Wer hier kein Glück hat vielleicht bei der Super Mom mehr Glück- die hat Euch nämlich auch eine Ergobaby Trage mitgebracht. Hüpft doch mal rüber!

Und jetzt darf ich Euch noch ein Geheimnis verraten: Demnächst kommt ein neuer Kinderwagen von Orbitbaby auf den deutschen Markt. Noch kann ich nichts Genaueres verraten, aber Jette und ich haben den Orbitbaby O2 auf der Messe schonmal getestet. Jette hat in einem herrlichen Video dokumentiert, wieviel Spaß wir dabei hatten:

Der ultimative Mamablogger-Kinderwagentest

Gefällt er Euch??

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Unser Wochenende in Bildern

In unserem Garten stehen zwei Apfelbäume. Jedes Jahr sind sie voller Äpfel, und ich weiß nie, wohin damit. In diesem Jahr wollten wir sie mal nicht wieder alle auf der Wiese verfaulen lassen. Zwei Wochenenden habe ich schon mit Apfelmus-Kochen verbracht, aber dem Baum macht das überhaupt nichts aus. Deswegen haben wir dieses Jahr unseren eigenen Apfelsaft gemacht.

Dazu benötigt man erstmal mindestens 50 Kilo Äpfel. Früh am Samstag Morgen waren wir also mit der ganzen Familie im Garten und ernteten.

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Danach fuhren wir auf den Krewelshof, der an diesem Wochenende das Saftmobil zu Besuch hatte. Dort kann man seine eigenen Äpfel zu Saft pressen lassen.

Wir kippten unsere Äpfel in die Maschine…

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…sie wurden gewaschen und zerkleinert….

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…dann wurde die Apfelmasse gepresst und erhitzt, und nur 10 Minuten später waren wir stolze Besitzer von 35 Litern eigenem Apfelsaft. Der Saft ist jetzt 2 Jahre haltbar. Ich bin glücklich!

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Auf dem Hof wurden am Wochenende auch die größten Kürbisse prämiert. Keine Ahnung, wozu es wichtig ist, so unappetitliche Früchte zu züchten, aber die Kinder fanden es faszinierend.

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Und überhaupt gab es Kürbisse genug.

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Am Ende trafen wir noch eine alte Bekannte. Der Maxi tat uninteressiert cool, aber der Mini streichelte die Maus immer wieder, kam dann aber irgendwann wütend zurück: „Die sagt niss hallo!!“

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Am Sonntag haben wir einen Ausflug in die Vergangenheit gemacht.

Im August vor 6 Jahren haben wir in Unkel am Rhein geheiratet. Wenn man davon ausgeht, dass Petrus im Himmel für das Wetter verantwortlich ist, muss unsere Ehe im Himmel sehr wohlwollend betrachtet werden, denn es war ein herrlicher Sommertag.

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Als wir nun wieder an der selben Stelle standen, unterhalb der Terrasse des Hotels, in dem wir gefeiert haben, hat es mich sehr bewegt. Eigentlich sind sechs Jahre gar nicht so viel, aber wenn ich zurückblicke, waren der Mann und ich damals noch zwei ganz andere Menschen. Wie könnten wir auch noch dieselben sein, nachdem wir diese beiden Jungs in die Welt gesetzt haben?

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Heute finde ich es unvorstellbar, dass wir damals die Söhne noch nicht hatten.

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Die Jungs haben sich für die Geschichte unserer Hochzeit übrigens nicht interessiert, so sehr wir es auch versuchten, sie ihnen zu erzählen. Sie wollten eigentlich nur wissen, ob sie mit dem Schiff nach Hause fahren können.

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Die gepunktete Bluse ist zwar nicht ganz so kleidsam wie mein Brautkleid, aber immerhin gerade eines meiner Lieblingsteile. Sie ist aus der aktuellen Herbst-/Winterkollektion von me&i (gesponserter Link). Und pssst: Bei me&i kann man jetzt endlich auch direkt online bestellen!

Die Wochenenden vieler anderer Familien gibt es wie immer bei Susanne von „Geborgen wachsen“. Und wie war Euer Wochenende?

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Kochen für Kinder: Kleine Genießer im Oktober

Im Sommer ist Vieles leichter. Auch die Kinderernährung gehört dazu, denn bei der Fülle von Obst und Gemüse ist eigentlich für jeden Vitaminverweigerer etwas dabei. Meine Kinder hätte ich durchgehend von Erdbeeren ernähren können. Mit Sahne, aber immerhin!

Im Herbst wird nicht nur die Auswahl auf dem Markt oder der Gemüsetheke geringer, es steigt auch die Lust auf deftiges Essen. Aber Jammern hilft nicht: Geben wir dem Herbst eine Chance!

Der Herbst bringt immerhin Kürbis mit sich, und weil der so eine tolle Farbe hat, wird er von Kleinen Skeptikern zumindest nicht sofort abgelehnt.

Das Motto im Oktober lautet daher:

Kürbiszeit.

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Ich werde Euch das Rezept für die Kürbisgnocchi verraten, das ich neulich auf Instagram gepostet habe. Und was macht Ihr so mit Kürbissen? Kürbispommes? Offenkürbis? Bestimmt habt Ihr ein Lieblingsrezept für eine Kürbissuppe! Immer her damit. Und wenn Ihr mit Kürbis noch gar nicht gekocht habt- lasst Euch inspirieren, probiert herum und verratet mir Eure Highlights.

Mein Post erscheint wie immer am 10. des Monats. Unter diesem Post könnt Ihr Euren Beitrag dann verlinken.

Ich bin gespannt!

Mamablog Mama Mia

 

 

 

Alle Rezepte aus der Serie „Kochen für Kinder- kleine Genießer“ findet Ihr HIER