Jetzt lasst mich doch mal in Ruhe kochen! (Kooperation)

Die Blogserie „Kleine Genießer“ legt im September eine Pause ein, aber mit dem Thema Ernährung habe ich nicht trotzdem beschäftigt: Gesunde Ernährung und gemeinsame Mahlzeiten sind nämlich wichtig für Kinder. Das ist auch das Ergebnis der AOK Familienstudie. Ich durfte für das Ernährungsspezial der AOK auf urbia.de und Eltern.de zwei Artikel darüber schreiben, wie das mit den Mahlzeiten bei uns so läuft.

Denn dass ich gerne koche, weiß jeder, der hier schon länger mitliest. Früher haben der Mann und ich ganze Abende in der Küche verbracht und uns dabei Alfred Biolek-mäßig viele Gläser Wein gegönnt. Kochen war damals eine Art Meditation für mich. Das ist lange her.

Heute ist Kochen eher etwas, das mich reif für eine Meditationsstunde macht! Der Mann hat dafür den Begriff „Panikkochen“ erfunden, denn wir haben beide eine Begabung dafür, den richtigen Zeitpunkt für die Mahlzeiten zu verpassen, und so haben die Kinder entweder noch überhaupt keinen Hunger oder sind schon völlig ausgehungert, so dass wir den verhungernden und klagenden Jungs schnell, schnell etwas vorsetzen müssen.

Erschwert wird das Kochen auch durch folgendes Phänomen: Mama (oder Papa) nehmen einen Kochlöffel aus einer Schublade- und Zack! stehen die Kinder neben uns. Die kommen innerhalb Bruchteilen von Sekunden angeflitzt, sobald wir uns in die Küche begeben. Ich habe seit Jahren den Verdacht, dass beim Bau des Hauses ein riesengroßer Magnet unter dem Boden in der Küche eingearbeitet worden sein muss. Jedenfalls zieht die Küche alle meine Mitbewohner geradezu magisch an, und auch wenn es keinen Platz gibt, an dem die ganze Familie weniger Platz hätte, als in dieser Küche, halten sich doch meistens alle genau dort auf.

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Weil ich mein Koch-Mojo zurück haben wollte und Kochen endlich wieder meine Meditation werden sollte, habe ich vor einiger Zeit eine Regel eingeführt: Wer sich in der Küche aufhält, während das Essen zubereitet wird, der muss helfen. Was ursprünglich eine Verzweiflungstat war, an deren Erfolg nicht einmal ich glaubte, hat sich zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt. Die Kinder helfen wirklich mit.

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Der Mini deckt am Liebsten den Tisch, wobei er das Geschirr mit viel Schmackes auf den Tisch wirft. Außerdem ist er ein begnadeter Vorkoster. Der Maxi kann inzwischen schon einfache Arbeiten selber übernehmen, wie z.B. Zutaten zusammenkippen und verrühren und nicht zu harte Dinge (wie Zucchini) schneiden. Dabei darf er natürlich richtige, scharfe Messer benutzen- und es ist noch nie etwas passiert.

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Wer sich meine Familie jetzt ganz idyllisch beim gemeinsamen Kochen in der Küche vorstellt, wie eine Gruppe Manager beim Teambuiliding, den muss ich dann leider doch enttäuschen: Meine Kinder haben großen Spaß in der Küche und ich glaube fest daran, dass sie auf diese Weise den Wert gesunder Ernährung mit auf den Weg bekommen, aber in unserer Küche ist nach wie vor der Teufel los!

Wenn die Kinder allerdings in der Küche beschäftigt sind, könnte ich mich vielleicht mal in Ruhe ins Bad schleichen…?

Und wie sieht es bei Euch in der Küche aus? Habt Ihr noch Tipps?

Zu den tollen Ideen und Tipps rund um Ernährung und Familie geht es hier:  Eltern.de und Urbia.de 

Mamablog Mama Mia

6 Kommentare

  1. Meine 1,5 Jahre alte Tochter fängt auch schon an mit „Arm, Arm!“ sobald ich in der Küche stehe, da sie auch sehen will, was ich da am Herd oder an der Arbeitsfläche mache und sie natürlich noch nicht groß genug ist, um vom Boden aus genug zu sehen 🙂 Die größte Freude ist es für sie momentan, wenn sie beim Teigkneten mithelfen kann. Da ist ihr Strahlen dann meistens auch wichtiger als Hefeteig an jedem sich in Reichweite befindenden Kleidungsstück.
    LG Farina

  2. Liebe Mia,

    Tipps und Tricks habe ich nicht so wirklich… 😉
    Meist koche ich und der Mann spielt mit den Beiden.
    Wir kochen hier auch nur noch schnell und praktisch…
    Entspannte, ausschweifende Kochabende gab es schon ewig nicht mehr…
    Aber dieses Magnet-Phänomen kenne ich auch.
    Da reicht nur ein leises Gabel-Klappern… 😉
    Wie geht es Maxi mittlerweile?

    Liebe Grüße
    Julia

    • Ach, danke! Wir warne heute im Krankenhaus und ich dachte, der Gips kommt jetzt ab und dann ist alles wieder gut. Aber der Arzt hat gesagt, das dauert 6 Wochen!!! In einer Woche bekommt er einen Gips, mit dem er ein bißchen humpeln kann, dann kann er immerhin wieder in die Kita (hoffe ich!) LG mia

  3. Der Artikel erinnert mich stark an meine eigenen Kinder 🙂 Die beiden sind mittlerweile Maxis und gehen beide in eine Höhere Lehranstalt für Tourismus. Gemeinsames Kochen war und ist bei uns noch immer Thema und Alltag, mit allen Begleiterscheinungen wie Spass und Chaos 😉
    Mein Tipp: Versuch es trotz Platzmangel und Chaos zu genießen. Und wenns mal zu heftig wird, tröste dich damit dass jede gemeinsam verbrachte Zeit wertvoll ist und deine Söhne wahrscheinlich mal Männer sind, die keine Frau brauchen um sich versorgen zu können 🙂 Viel Spaß noch und gutes Gelingen! lg Sonja

    • Oh wie schön! Davon träume ich ja, dass meine großen Söhne noch mit mir kochen. Und Wein dabei trinken 🙂

  4. Na die besten Parties finden doch in der Küche statt.
    Und die Kinder mithelfen zu lassen hat viele Vorteile: sie lernen wie nebenbei Kochen und erobern sich so ein Stück Selbständigkeit!
    Klasse!

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