Du wolltest doch Kinder!

„Du wolltest doch Kinder!“ Gerade heute beim Mittagessen hat es wieder jemand zu mir gesagt.

Dabei hatte ich mich dieses Mal gar nicht beschwert. Ich hatte bloß dem Kollegen, der sich im Urlaub nicht langweilen will, gesagt, dass ich den Gedanken sehr verlockend fände, mich mal wieder richtig zu langweilen. Mit Kindern sei man aber eben immer im Dienst, auch im Urlaub.

Manchmal beschwere ich mich schon. Wenn die Jungs sich den ganzen Tag gestritten haben wie die Kesselflicker, wenn sie sich nicht das Schwarze unter den Fingernägeln gönnen und alle paar Sekunden aneinandergeraten und wenn ich schon einen langen Tag hinter mir habe und noch einen langen Abend vor mir, dann kommt es vor. Dann jammere ich ein bisschen darüber, dass ich keine Zeit für mich habe.

Vielleicht klingt es dann, als würde ich mein Leben reklamieren wollen. Weil ja alles so anstrengend ist und weil ich neben dem Mutter-Dasein kaum noch Raum für anderes habe.

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Kinder rauben einem den Schlaf, bringen uns an unsere Grenzen und gehen uns manchmal ganz einfach auf den Keks. Und das sind nur die ersten drei Dinge, die mir gerade eingefallen sind. Ich finde, das darf man auch mal sagen, ohne gleich ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Denn natürlich habe ich mir Kinder gewünscht, aber ganz ehrlich: Ich hatte keinen Schimmer, worauf ich mich da einlasse. Ein paar Freunde haben wohl während meiner Schwangerschaft erwähnt, dass es anstrengend werden würde, und ich habe dann die Augen verdreht und gedacht: „Boor, ja! Ich weiß! Hab ich gelesen!“ Dann wurde der Maxi geworden und ein paar Nächte später  dachte ich wütend: „Wieso hat mir keiner gesagt wie anstrengend das ist?!“

Heute ist mein „altes Leben“ Geschichte. Ich käme gar nicht auf die Idee, dem nachzutrauern. Das war eben früher, heute habe ich die Kinder, und ich bin glücklich darüber. Aber immer wieder gibt es Tage, an denen ich denke: „Verdammt, ist das anstrengend!“ Im Moment denke ich sogar oft, es wird immer schlimmer. Diese Auseinandersetzungen der Brüder sind so kräfteraubend für alle Beteiligten. Wann spielen die denn bloß endlich mal in Ruhe miteinander?

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Mit dem Muttersein geht ein Erwartungsdruck einher- ausgehend von der Gesellschaft und uns selber- immer glücklich sein zu müssen, weil es sonst ja so aussehen könnte, als wäre man keine gute Mutter. Dabei muss ich wohl kaum jeden Tag komplett begeistert von meinen Kindern sein, um meine Liebe unter Beweis zu stellen. Die meisten Dinge im Leben sind nicht 100% toll: Wir freuen uns ja zum Beispiel auch über einen gut bezahlten Job, und stöhnen trotzdem, wenn am Montagmorgen der Wecker klingelt!

Natürlich möchte niemand von mir hören, dass ich das Leben anstrengend finde. Diejenigen mit mehr als zwei Kindern denken, zwei kann man doch mit links wuppen. Diejenigen mit nur einem Kind denken, naja, so anstrengend ist es ja auch wieder nicht. Diejenigen mit unerfülltem Kinderwunsch denken, dass sie sehr gerne diese Probleme hätten. Die Alleinerziehenden denken, wenn man einen Partner hat, ist es doch ganz einfach und die Schwangeren hören sowieso nicht zu. Und die, die keine Kinder wollen, grinsen einen an und  sagen: „Aber Du wolltest doch Kinder!“

„Ja, natürlich! Das ist ja auch schön“, habe ich dem Kollegen geantwortet und der sah mich erstaunt an und hielt mich wahrscheinlich für unter Schlafmangel wahnsinnig geworden. Hat die nicht gerade eben noch gesagt…? Also, was denn jetzt?! Ist es schön, oder anstrengend?

Ich sag´s mal so: Mütter haben jedes Recht, sich auch mal zu beschweren. Warum Mütter trotzdem ständig mit glücklichem Lächeln auf den Lippen von ihren Kindern erzählen und Stein und Bein schwören, dass sie das Beste sind, was ihnen im Leben passieren konnte, DAS müssen so Leute wie mein Kollege dann schon selber herausfinden!

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Familienmahlzeiten- Gemeinsam genießen (Kooperation mit AOK)

Eigentlich sind sie ja nicht besonders schön. Sie sind groß und sperrig und ständig stolpert man über ihre Beine. Das alles war mir allerdings egal, ich konnte es kaum abwarten, so ein Ding zu besitzen: Einen Kinderhochstuhl. Lange bevor der Maxi sitzen konnte, schlich ich im Babyladen unseres Vertrauens immer wieder um das Objekt der Begierde herum.

Denn hätten wir erst so einen Kinderhochstuhl, dann könnte unser Kind ja richtig mit uns am Tisch sitzen. Wir würden gemeinsam unsere Mahlzeiten einnehmen, die ganze Familie an einem Tisch. Ach, wie schön!

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Inzwischen stehen hier sogar zwei Kinderhochstühle, trotzdem haben sich meine Träume (noch) nicht so ganz erfüllt- aber dazu später mehr.

Wir sind eine von vielen Familien, in der beide Eltern arbeiten und die Kinder den halben Tag in der Kita verbringen. Morgens geht es hektisch zu, alle schwirren überall herum, bis wir endlich das Haus verlassen. Erst am Nachmittag komme ich mit den Kindern nach Hause und der Papa kommt oft erst so spät, dass die Kinder dann schon in ihren Betten liegen.

Zeit als Familie haben wir also meist nur am Wochenende und die wollen wir dann natürlich ganz intensiv gemeinsam nutzen. Nicht alles kann man gemeinsam machen, denn ein Zweijähriger und ein fast Fünfjähriger haben oft ganz unterschiedliche Bedürfnisse, aber essen, essen tun wir alle.

Ich bestehe also darauf, dass wir am Wochenende alle gemeinsam essen- und ich will es schön haben dabei! Das ist allerdings ein Problem. Außer mir hat hier niemand eine Ader für schöne Deko, Kerzen und überhaupt: Schön machen. Meine drei Männer wären vermutlich glücklicher, wenn sie die Wurst einfach direkt aus dem Kühlschrank essen dürften.

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Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, wie meine Mutter es geschafft hat, dass ich unsere Mahlzeiten als immer, aber wirklich immer gemütliche Familientreffen in Erinnerung habe. Wir haben tatsächlich jeden Morgen alle gemeinsam gefrühstückt. Ob ich das jemals hinbekomme? Keine Ahnung,aber ich arbeite daran, weil es mir wichtig ist: Wenn die gemeinsamen Familienmahlzeiten eine entspannte, fröhliche Runde sind, lernen meine Kinder, dass Essen etwas ist, das mit Genuss zu tun hat und mit Kommunikation.

Tipps für gemeinsames Genießen

Nun kann man zwei Kitakindern schlecht sagen:“Jetzt setzt Euch mal schön hin, esst ordentlich und erzählt uns mal ausführlich, was Ihr heute erlebt habt!“ Man kann jedoch einen Rahmen schaffen, den man dann (so meine Hoffnung) im laufe der Jahre ausbauen kann. Bei uns gibt es dazu ein paar Eckpunkte:

– Zugegeben, wir sind eine sehr internet-afine Familie. Beim Essen herrscht aber absolutes Handy-Verbot. Die Zeit am Tisch gehört nur uns Vier.

– Die Kinder bekommen nur selten fertige Teller vorgesetzt. „Kannst Du mir bitte die Butter geben“, – das können auch schon ganz kleine Kinder sagen und so lernen sie, dass Essen auch Kommunikation bedeutet.

– Diskussionen gehören zum Familienalltag dazu, aber Streits sollten beim Essen außen vor bleiben.

– Wie wäre es mit kleinen Ritualen, die alle einbinden? Zum Beispiel kann jeder erzählen, was das Blödeste und was das Schönste am Tag war. Wenn die Erwachsenen anfangen, fällt den Kindern meistens auch etwas ein.

– Ein Zweijähriger kann kaum länger als 10-15 Minuten am Tisch sitzen bleiben. Das ist okay- wer satt ist, darf aufstehen. Allerdings muss er sich dann alleine beschäftigen, bis alle anderen auch fertig sind, denn die Musik spielt solange am Familientisch.

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Und das funktioniert?

Ehrlich gesagt: Jein! Unsere Familienmahlzeiten sind turbulent. Vom entspannten gemeinsamen Essen sind wir noch weit entfernt. Manchmal sind wir der Verzweiflung nahe, wenn zwei aufgedrehte Jungs sich gegenseitig mit dem größten Blödsinn anstecken und der Mann und ich unser eigenes Wort am Tisch nicht verstehen. Als wir neulich mit den Jungs das Abenteuer wagten, ein Restaurant zu besuchen, lobte die Bedienung am Ende: „So brave Kinder haben wir hier auch nicht oft!“ Vielleicht geht unsere Rechnung also eines Tages auf.

Wäre sonst auch schade um die schönen  Kinderhochstühle.

Noch mehr tolle Ideen und Tipps rund um Ernährung und Familie gibt es hier: www.eltern.de/das-isst-familie und www.urbia.de/das-isst-familie

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Der Weg Deines Lebens

An dem Tag, an dem ich Mutter wurde, habe ich den ersten Schritt einer langen Reise getan. Ja, mir kommt das Leben mit Kindern manchmal vor wie eine sehr spannende Reise. In den ersten Wochen haben wir noch das Gefühl, wir Eltern seien diejenigen, die dabei vorausgingen, aber je länger wir auf dieser Reise unterwegs sind, umso deutlicher wird, dass es die Kinder sind, die sowohl die Richtung als auch das Tempo vorgeben.

Ich bin nah dran, aber die Richtung gibt der Maxi vor.
Ich bin nah dran, aber die Richtung gibt der Maxi vor.

Ich laufe nun schon seit fast fünf Jahren meinen Kindern auf ihrem Weg hinterher.  Im Grunde gibt es ja nicht viel zu tun- man räumt mal ein Hindernis aus dem Weg oder passt auf, dass die Kinder nicht zu weit vom Weg abkommen. Eigentlich sollte ich also bloß noch pfeifend, die Hände auf dem Rücken verschränkt in einigen Metern Abstand hinterher trotten. Aber kurz bevor ich das tue, passiert plötzlich wieder etwas Spannendes.

Der Weg hat seine Längen, soviel steht fest. Manchmal, da läuft man monatelang nur über Felder voller Feuerwehrautos und Bagger. Gelegentlich winkt einem mal ein Batman oder Spiderman am Wegesrand aufmunternd zu, aber sonst gibt es nicht viel Abwechslung.

Einmal habe ich einen Fußballverein entdeckt und gerufen: „Schau Maxi, ein Fußballverein!“, aber Maxi hat gar nicht richtig hingeschaut und ist einfach daran vorbei gegangen. Ein anderes Mal sind wir über eine Wiese voller Buntstifte gelaufen und ich habe vorgeschlagen, man könne doch anhalten und ein paar Bilder malen, aber Maxi hat nicht einen Buntstift gepflückt sondern ist einem vorbeilaufenden Minion begeistert nachgelaufen. In diesen Momenten merke ich immer, dass ich versehentlich wieder versucht habe, vorweg zu gehen. Dabei ist es ja der Weg meines Kindes.

Und ganz plötzlich, wenn man schon fast schlafwandelnd am 100. Polizeimotorrad vorbeiwankt, zieht das Kind das Tempo an und ich muss aufpassen, dass ich nicht den Anschluss verliere. Der Maxi hat das gerade getan.

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Einmal mehr habe ich gesehen, dass es für alles den richtigen Zeitpunkt gibt. Und den kennen nur unsere Kinder. Ich kann sie immer wieder auf Dinge am Wegesrand hinweisen, die ICH interessant finde, oder von denen ICH denke, dass die Zeit für sie reif wäre- wenn meine Kinder noch nicht so weit sind oder sie gerade mit anderen Dingen beschäftigt sind, werden sie achtlos weitergehen. Sie müssen die Dinge von sich aus entdecken.

Wenn sie bereit für neue Dinge sind, dann finden sie sie überall. Maxis Weg führt in diesen Wochen durch ein Dorf, in dem gerade Markt ist, und der Maxi bleibt überall stehen und nimmt an jedem Stand etwas mit. So viele Dinge funktionieren plötzlich wie von selbst.

Ich hätte den Maxi schon viel früher zu alledem zwingen können. Dann hätten wir vermutlich beide irgendwann frustriert aufgegeben oder hätten etwas erreicht und uns nicht darüber freuen können, weil wir beide keinen rechten Spaß an der Sache gehabt hätten. Ich bin keine Mutter, die viel vom sogenannten Frühförderwahn hält, aber manchmal, wenn ich sehe, was andere Kinder so alles machen, dann bin auch ich verunsichert und denke, ich müsste meinen Kindern auch mehr anbieten und sie mehr fördern. Gelegentlich neige ich dann zu Verzweiflungstaten.

Dass das Quatsch ist, hat mir der Maxi gerade wieder gezeigt. Ich denke, ich bin jetzt wieder auf dem richtigen Weg.

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Danke für 5000 Fans: Gewinnt eins von 5 Varta-Minions Paketen

Es war an einem Samstag Vormittag, als der DHL-Mensch mit einem großen Paket unterm Arm klingelte. Die Jungs standen sofort parat, denn sie packen mit Hingabe Pakete aus, wobei der Maxi gerne mit der Schere hantiert während der Mini pure Muskelkraft walten lässt. Es ist ihnen egal, dass der Inhalt gar nicht für sie bestimmt ist, sie packen einfach gerne Pakete aus.

Als sie aber an diesem Samstagmorgen zum Inhalt des Paketes vorgedrungen waren, brachen sie in Begeisterungsschreie aus. Und ich meine wirklich Begeisterungsschreie.

Das Paket war mit gelben Schnipseln bis unter den Rand voll, und ich entdeckte große Augen, die uns erwartungsvoll anschauten…

Minions! Die Jungs sind (ohne den Film zu kennen) so verrückt nach den kleinen komischen Kerlen, dass sie längst in verschiedenen Formen bei uns Einzug gehalten haben. Und ich kann schon nicht mehr am Obststand vorbei gehen, ohne bei den Zitronen zu denken: „Minioooons!“

Und nun hielten meine Söhne gleich ein ganzes Fanpaket in den Händen. Was war drin?

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Das war eine Lampe in Form des Minions Bob. Eine Nachtleuchte, die Kindern prima beim Einschlafen hilft.

Das Minions Night Light 3AA von VARTA hat zwei Stufen. Mir persönlich wäre es zu hell zum Schlafen, aber meine Kinder brauchen zum Einschlafen immer ein bisschen Orientierung, weswegen ich sonst die Zimmertür auflasse und das Licht im Flur leuchten. Das gedämpfte Schlummerlicht lässt sich durch den in der Brusttasche integrierten Touch-Sensor leicht ein- und ausschalten. Sollten die Kinder vorher einschlafen, schaltet sich das Nachtlicht im High Mode automatisch nach 30 Minuten, im Low Mode nach 60 Minuten aus. Drei Varta High Energy Batterien sind im Lieferumfang enthalten.

Außerdem fanden wir eine Minions Taschenlampe von Varta.

Die Minions Light 2AA erreicht eine Leuchtweite von 13 Metern und leuchtet bis zu 16 Stunden. Wir hatten sie beim Taschenlampenkonzert mit dabei – war super!

Dazu hat der Schneiderbuchverlag das Buch zum Film „Minions“ hineingelegt.

Und um die Freude perfekt zu machen, lag in dem Paket eine Tüte Leibniz Mini Butterkekse in Minions Form.

Weil wir das Paket so toll fanden, und weil ich mich bei Euch für 5000 Facebook-Fans bedanken möchte, darf ich nun 5 solcher Pakete an Euch verlosen.

Hinterlasst mir einfach einen Kommentar zu diesem Post. Habt Ihr zum Beispiel den Film gesehen? Eure Kinder? Sind die auch so im Minions-Fieber?

Die Gewinner gebe ich am Mittwoch, 23.09. auf Facebook bekannt und die Gewinner werden per Mail benachrichtigt.

Für alle, die kein Glück haben, können die tollen Leuchten von VARTA hier kaufen.

Minions Night Light 3AA

Viel Erfolg

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Gibt es eine Trotzphase?

Viele Menschen behaupten, es gibt gar keine Trotzphase. Sie sagen, die Kinder würden nur ihren eigenen Willen entdecken und dass andere einen anderen Willen haben  und mit diesem Widerspruch zwischen eigenem und fremden Willen könnten sie noch nicht umgehen.

Sie kennen den Mini nicht!

Spaß beiseite- ich weiß natürlich, dass das was wir „Trotz“ nennen, kein Tick und keine Charaktereigenschaft des Kindes ist. Schon gar nicht ist es eine absichtliche Oppositionshaltung gegen uns Eltern. Es geht um die Loslösung von den Eltern und all diese Situationen, die uns das Leben mit Kindern in dieser Phase so schwer machen, sind entwicklungsbedingt notwendige Phänomene der Persönlichkeitsbildung. Aber meine Herren, kann der Mini wütend sein!

Gerade noch bester Laune...
Gerade noch bester Laune…

Der Mini ist momentan so sehr auf „Nein“ gepolt, dass er sogar nachts im Schlaf gegen das Bett tritt und „Nein! Nein!!!“, motzt. Wirklich! Und wenn seinem Willen irgendetwas im Wege steht, dann haut und tritt und spuckt er . Dabei ist es relativ egal, worum es eigentlich geht, der Anlass für die Trotzanfälle ist austauschbar: Was heute kein Problem ist, kann morgen den größten Tobsuchtsanfall auslösen. Daran wird deutlich, dass der Anlass meist nur Mittel zum Zweck ist, worum es eigentlich geht ist die eigene Selbstbestimmung und Verteidigung des eigenen Willens.

Ich finde es wichtig, zu wissen, dass es nicht um willentlich oppositionelles oder sogar aggressives Verhalten geht, aber auch in Kenntnis der  entwicklungspsychologischen Hintergründe gibt in meinen Augen kein besseres Wort als „Trotzphase“ um die teils heftigen plötzlichen Ausraster meines Sohnes zu beschreiben.

... im nächsten Moment so wütend.
… im nächsten Moment wütend.

Die Wutanfälle meines Sohnes sind heftig, viel ausgeprägter und langanhaltender, als ich das  vom Großen kenne. Ich bleibe dabei meistens die Ruhe selbst, aber es wäre gelogen, zu behaupten, dass es mich nicht an meine Grenzen bringt. Manchmal koche ich innerlich und möchte gerne wenigstens einmal auch so ausflippen dürfen, wie der Mini und oft macht es mich einfach traurig, dass mein Baby und ich gerade so oft verzweifelt voreinander stehen und nur schwer wieder zueinander finden.

Auch wenn die Nerven manchmal blank liegen, verstehe ich sehr gut, warum die Trotzanfälle meines Jüngsten sich so heftig zeigen: Als Kita-Kind ist die Ausprägung und Verteidigung des eigenen Willens ganz besonders schwierig. Wir haben eine durch und durch phantastische Kita, aber es lässt sich auch in so einer Kita nicht vermeiden, dass die Kinder sich in einen Tagesablauf fügen müssen. Wenn ich den Mini abhole, sitzt er meistens gerade mit seinen „Kollegen“ beim Kaffeeklatsch, und ich wundere mich dann häufig darüber, wie brav die kleinen Mäuse alle ganz still am Tisch sitzen. Sosehr die wirklich wunderbaren Erzieherinnen auf jedes einzelne Kind und seine Bedürfnisse eingehen- der eigene Wille der Kinder wird dort doch gezwungenermaßen deutlich mehr eingeschränkt, als zu Hause.

Trotzphase
„Ich bin sauer auf Dich!“

 

Zu Hause ist die größte Bedrohung der eigene Bruder. Das ist nicht unlogisch, auch wenn er sich von seinem Bruder nicht loslösen muss, wie von seinen Eltern, aber natürlich wird die  Entdeckung und Platzierung des eigenen Selbst auch durch die Rivalität mit dem Bruder „bedroht“, oder einfach dadurch, dass der Bruder einen anderen Rhythmus und einen eigenen Kopf hat, und ich als Mutter muss beide irgendwie unter einend Hut bringen.

Was Mini und mir deshalb gerade wirklich gut tut, ist Zeit zu zweit. Am Wochenende teilen der Mann und ich uns daher stundenweise die Kinder auf, so dass wir uns mal nur auf ein Kind konzentrieren können.

Wenn ich dann mit dem Mini alle Zeit der Welt habe und es wirklich nur darum geht, was der kleine Kopf gerade möchte, ist das wunderschön und entspannend für uns beide-denn, das darf man ja nicht vergessen, für den Mini ist diese Phase auch und vor allem sehr anstrengend.

Letzte Woche wollte ich mit dem Mini auf den Spielplatz gehen. Doch schon wenige Meter von der Haustür entfernt hat er die ersten Kastanien entdeckt und er wollte sie alle mitnehmen. Er hat erst sich selber und dann mir die Taschen vollgestopft und sich so völlig in dieser Aufgabe vergessen, weil ihn niemand gestört hat. Oder neulich, als der Maxi noch länger in der Kita bleiben wollte und ich mit dem Mini die Wartezeit im Supermarkt verbrachte. Der Mini durfte den Wagen schieben und alles hineinpacken, was er wollte. Was hatte der kleine Kerl für ein Vergnügen! Etwas ganz alleine und in aller Ruhe einfach tun zu dürfen, das ist das beste Mittel in dieser Phase- für Eltern und Kinder.

Mit dem Maxi mache ich schon lange regelmäßig Maxi-Mama-Tage. Nun ist es wohl an der Zeit, auch Mini-Mama-Tage einzuführen. Gleiches Recht für alle- obwohl der Mini ja seit über zwei Jahren jede Nacht Mama-Mini-Nächte hat 😉

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Jetzt lasst mich doch mal in Ruhe kochen! (Kooperation)

Die Blogserie „Kleine Genießer“ legt im September eine Pause ein, aber mit dem Thema Ernährung habe ich nicht trotzdem beschäftigt: Gesunde Ernährung und gemeinsame Mahlzeiten sind nämlich wichtig für Kinder. Das ist auch das Ergebnis der AOK Familienstudie. Ich durfte für das Ernährungsspezial der AOK auf urbia.de und Eltern.de zwei Artikel darüber schreiben, wie das mit den Mahlzeiten bei uns so läuft.

Denn dass ich gerne koche, weiß jeder, der hier schon länger mitliest. Früher haben der Mann und ich ganze Abende in der Küche verbracht und uns dabei Alfred Biolek-mäßig viele Gläser Wein gegönnt. Kochen war damals eine Art Meditation für mich. Das ist lange her.

Heute ist Kochen eher etwas, das mich reif für eine Meditationsstunde macht! Der Mann hat dafür den Begriff „Panikkochen“ erfunden, denn wir haben beide eine Begabung dafür, den richtigen Zeitpunkt für die Mahlzeiten zu verpassen, und so haben die Kinder entweder noch überhaupt keinen Hunger oder sind schon völlig ausgehungert, so dass wir den verhungernden und klagenden Jungs schnell, schnell etwas vorsetzen müssen.

Erschwert wird das Kochen auch durch folgendes Phänomen: Mama (oder Papa) nehmen einen Kochlöffel aus einer Schublade- und Zack! stehen die Kinder neben uns. Die kommen innerhalb Bruchteilen von Sekunden angeflitzt, sobald wir uns in die Küche begeben. Ich habe seit Jahren den Verdacht, dass beim Bau des Hauses ein riesengroßer Magnet unter dem Boden in der Küche eingearbeitet worden sein muss. Jedenfalls zieht die Küche alle meine Mitbewohner geradezu magisch an, und auch wenn es keinen Platz gibt, an dem die ganze Familie weniger Platz hätte, als in dieser Küche, halten sich doch meistens alle genau dort auf.

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Weil ich mein Koch-Mojo zurück haben wollte und Kochen endlich wieder meine Meditation werden sollte, habe ich vor einiger Zeit eine Regel eingeführt: Wer sich in der Küche aufhält, während das Essen zubereitet wird, der muss helfen. Was ursprünglich eine Verzweiflungstat war, an deren Erfolg nicht einmal ich glaubte, hat sich zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt. Die Kinder helfen wirklich mit.

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Der Mini deckt am Liebsten den Tisch, wobei er das Geschirr mit viel Schmackes auf den Tisch wirft. Außerdem ist er ein begnadeter Vorkoster. Der Maxi kann inzwischen schon einfache Arbeiten selber übernehmen, wie z.B. Zutaten zusammenkippen und verrühren und nicht zu harte Dinge (wie Zucchini) schneiden. Dabei darf er natürlich richtige, scharfe Messer benutzen- und es ist noch nie etwas passiert.

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Wer sich meine Familie jetzt ganz idyllisch beim gemeinsamen Kochen in der Küche vorstellt, wie eine Gruppe Manager beim Teambuiliding, den muss ich dann leider doch enttäuschen: Meine Kinder haben großen Spaß in der Küche und ich glaube fest daran, dass sie auf diese Weise den Wert gesunder Ernährung mit auf den Weg bekommen, aber in unserer Küche ist nach wie vor der Teufel los!

Wenn die Kinder allerdings in der Küche beschäftigt sind, könnte ich mich vielleicht mal in Ruhe ins Bad schleichen…?

Und wie sieht es bei Euch in der Küche aus? Habt Ihr noch Tipps?

Zu den tollen Ideen und Tipps rund um Ernährung und Familie geht es hier:  Eltern.de und Urbia.de 

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Töpfchentraining? Ohne uns! (Werbung)

Der Mini interessiert sich nicht die Bohne für die Toilette. In den vergangenen warmen Wochen hatte ich ihm mehrfach angeboten, ihm im Garten einfach mal die Windeln auszuziehen, aber das fand er auch nicht so besonders aufregend.

Ich gebe zu, dass ich nach mittlerweile fast fünf Jahren Wickeln langsam aber sicher das Ende der Wickelzeit herbeisehne. Aber Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht, und dass das Thema Sauberkeit die Frage der physiologischen Reife ist, hatte ich ja bereits mehrfach erwähnt (HIER zum Beispiel).

Der Mini hat deshalb alle Zeit der Welt, sich mit der Toilette anzufreunden. Bis es in seinem persönlichen Bauplan so weit ist, vertrauen wir weiter auf Pampers und haben jetzt die neuen Pampers Baby-Dry Pants getestet.

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Die Pampers Baby Dry Pants sind Höschenwindeln, wie Ihr sie vielleicht für größere Kinder schon kennt. Die neuen Baby-Dry Pans sind aber schon für Babys ab 12 Monaten geeignet.

Der Mini müsste sich an die neuen Windeln erst gewöhnen. Er duldet momentan keine Veränderungen im Tagesablauf und diese neuen Windeln waren ihm erst nicht geheuer. Er hat aber schnell herausgefunden, dass er diese Windeln (fast) alleine hoch und runterziehen kann und ALLEINE ist schon länger sein Lieblingswort.

Es ist nicht so, als wäre Wickeln sonst wahnsinnig umständlich, aber die Baby-Dry Pans lassen sich eben wie Unterwäsche hochziehen, das ist schon sehr praktisch- gerade, wenn man wie ich häufig ein rennendes Kind wickeln muss.

Die einmaligen Micro PearlsTM der neuen Pampers Baby-Dry Pants absorbieren das bis zu 30-fache ihres eigenen Gewichtes und sorgen in bewährter Pampers Baby-Dry Qualität für 12 Stunden Trockenheit am Tag und in der Nacht. Dank eines atmungsaktiven Außenflies mit Mikroporen werden Ausdünstungen außerdem vom Inneren der Windel nach außen transportiert.

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Der Mini ist inzwischen ganz begeistert von den neuen Alleine-machen-Windeln. Und ich mag es, dass er aktiver am Wickeln teilnehmen kann.

Wollt Ihr die neue Pampers Baby-Dry Pans auch mal testen? Dann hinterlasst mir einen Kommentar zu diesem Post und gewinnt ein Paket in Größe 4. Der Gewinner wird direkt per Mail benachrichtigt.

Viel Erfolg!

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Unser Wochenende in Bildern

Ach, war das ein herrliches Wochenende- jedenfalls bis es ein jähes Ende fand, als dieser kleine Junge angerannt kam und schrie: „Der Maxi ist von der ganz hohen Mauer abgestürzt!!!“

Aber der Reihe nach:

Am Samstag Morgen sind wir mit der ganzen Familie nach Belgien aufgebrochen. Dort wollten wir auf Einladung von Arla das Wochenende auf einem Milchbauernhof verbringen.

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Die Fahrt ging durch Felder und Wälder und als ich ganz sicher war, dass uns jetzt gleich der Grüffelo vors Auto laufen würde, fuhren wir an diesem Schild vorbei:

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Hab´ich´s doch gewußt!

Nach einem herzlichen Empfang wurden wir zu einer Planwagen fahrt abgeholt. Die Jungs waren begeistert, wobei sich der Mini hauptsächlich für den Traktor begeisterte. Wenn der Mini sich etwas in den Kopf setzt…

Als wir eine kurze Pause machten, überredet der kleine Mann mit lispelnden Worten den Fahrer dazu, dass er nun auch einmal fahren dürfe.

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Er saß kurz Probe…

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…und wollte dann die ganze Rückfahrt übernehmen.

Der Mann und ich waren skeptisch, auch weil wir dachten, nach zwei Minuten hätte der Mini keine Lust mehr. „Dann halten wir an und ich bringe ihn Euch nach hinten“, sprach der Fahrer und los ging es.

Natürlich brachte er den Mini nicht nach hinten. Der saß nämlich eine knappe Stunde auf dem Schoß des Fahrers und war hellauf begeistert. „Meine Eltern? Brauch ich jetzt nicht!“

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Um 17 Uhr haben wir gemeinsam mit dem Bauern de Kühe von der Weide geholt. Mini war sofort Feuer und Flamme und nach zwei Minuten best friends mit dem Milchbauern.

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Auf dessen Schultern thronend, ging er furchtlos auf die Weide.

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Ein tolles Erlebnis war das!

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Der Mini war für jeden Spaß zu haben.

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Und ist zielstrebig in den dicksten Kuhfladen spaziert.

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Sein neuer Freund der Bauer hat ihn in einem Bach schnell gesäubert.

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Beim Melken war der Mini wieder ganz vorne mit dabei. Er machte sogar seinen kleinen Mund auf und ließ sich die Kuhmilch direkt in den Mund spritzen. „Schmeckt nicht!“, fand er aber.

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Anschließend sahen wir uns noch die Kälber an. Wer wollte unbedingt mit in den Stall hinter das Gatter? Genau!

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Inzwischen war der Bauer total begeistert vom Mini. „Den behalten wir gleich hier“, beschloss er. Vielleicht hat er es sich deshalb schließlich doch anders überlegt, weil dem Mini ja die Milch nicht geschmeckt hat. Ist vielleicht doch nicht der Richtige für den Hof.

Ja und dann haben wir uns noch ein fantastisches Abendessen schmecken lassen, während die Kinder draußen spielten. Ich hatte die ganze Zeit ein schlechtes Gefühl und eigentlich auch verboten, dass die Jungs ohne uns in der fremden Umgebung draußen spielten. Aber der Sohn des Bauern (9 Jahre) hatte schon zu mir gesagt: „Ach, ein kleines Abenteuer schadet doch nicht! Als ich so klein war habe ich auch schon gefährliche Sachen gemacht!“ Und irgendwie hatte ich da das Gefühl, ich muss ein bißchen loslassen. Maxi ist ja schon fast fünf, da muss Mama nicht immer daneben stehen.

Dann kam der Junge angelaufen und schrie, der Maxi sei von der ganz hohen Mauer gefallen. Der Bauer hatte Maxi schreien hören und war noch vor uns bei ihm. Die Mauer war ungefähr 2,50 m hoch. Zum Glück war er nicht direkt auf die Straße geknallt, weil unter der Mauer ein Fahrradständer stand und Maxi auf die Fahrräder gefallen ist.

Er weinte aber schrecklich und gefiel uns gar nicht. Deswegen beschlossen wir, direkt nach Hause zu fahren.

Als wir um 23:15 im Krankenhaus ankamen, wurde festgestellt, dass sein Schienbein gebrochen ist. Zum Glück nur angebrochen, so dass er keinen Gips braucht. Aber der kleine Kerl hat starke Schmerzen.

Also blieben wir den halben Tag im Bett.

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Am Nachmittag mussten wir aber alle mal ein bißchen frische Luft schnappen, also wurde Maxi in den Buggy gepackt. Seine größte Sorge, dass andere Kinder ihn so sehen könnten, hat sich zum Glück nicht realisiert.

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Zufälligerweise habe ich morgen ohnehin Urlaub. Ich fahre mit den Kindern zu meinen Eltern, weil es hier auf der Baustelle nun richtig ungemütlich wird. Weil Maxi aber nicht laufen kann, wird das vermutlich kein so schöner Urlaub!

Euch allen einen guten Start in die neue Woche!

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Die Wochenenden vieler anderer Familien gibt es wie jede Woche bei Geborgen Wachsen.

 

In Mamas Bett

Hollywoodfilmen nach zu urteilen strecken 98% der Menschen morgens noch während der Aufwachphase den Arm aus und tasten nach ihrem Partner. Hollywoodfilmen nach zu urteilen ist der in 100% der Fälle nicht mehr da.

Ich taste morgens eigentlich nur nach meiner Brille. Ich muss meinen Arm nicht ausstrecken, neben mir liegt jeden Morgen der Mini und der geht nicht weg. Wo soll der schon hin? Eines Tages wird er vielleicht alleine aufstehen und kurz darauf mit einem Kaffee neben meinem Bett erscheinen, aber das wird noch Jahre dauern und ich habe die Hoffnung, dass er dann nicht mehr in meinem Bett schläft.

Es ist eine sehr vage Hoffnung, das muss ich wohl sagen. Schlafen- das ist Minis Sache nicht. Nie gewesen.

Als er etwa 6 Monate alt war, fing er an, jede Stunde wach zu werden. Nach ein paar Monaten ging ich auf dem Zahnfleisch. Ich habe es mit Globuli probiert- Nix! Dann habe ich große Hoffnungen in die Einführung der Beikost gesetzt- wieder nix! „Wenn sie anfangen zu laufen, wird es besser“, haben die anderen Mütter gesagt, aber der Mini wurde älter und älter, fing mit 14 Monaten endlich an zu laufen, und nichts änderte sich.

Nur ganz allmählich wurden seine Schlafphasen länger. Ich quartierte ihn in Maxis Zimmer aus, in der Hoffnung, dass er sich neben seinem Bruder so groß und stolz und glücklich fühlen würde, dass er endlich durchschlafen würde. Der Mini fand es toll, sein eigenes Bett im Zimmer des großen Bruders zu haben, aber gegen Mitternacht wachte er trotzdem immer auf und fand mein Bett dann doch schöner.

Heute ist der Mini 2 Jahre und 3 Monate alt und schläft noch immer keine Nacht durch. Er schläft mit seinem Bruder im gemeinsamen Kinderzimmer ein und wacht irgendwann zwischen 23 und 4:00 Uhr auf. Dann weint er und will in mein Bett (er kommt nicht alleine, ich muss ihn abholen). Immerhin schläft er in meinem Bett innerhalb von 2 Minuten wieder ein und weckt mich danach nur noch 0-2 Mal.

„Wir hatten ja damals `Jedes Kind kann schlafen lernen`“, hat am Wochenende ein befreundeter Vater zu mir gesagt. „Das ist mir zu grausam“, habe ich nur geantwortet.

Es ist natürlich ein Unterschied, ob man sein Baby schreien lässt oder ein zweijähriges Kind, das längst weiß, dass seine Eltern da sind, dass sein Bruder da ist, und dass er zu Hause in seinem Zimmer ist. Die prompte Bedürfniserfüllung ist bei einem Baby daher viel wichtiger, als bei einem Kleinkind. Trotzdem: Mein Zweijähriger hat einen Platz in meinem Bett, wann immer er ihn braucht.

In manchen Nächten dreht er mir einfach den Rücken zu und schläft. In anderen Nächten geht er auf Tuchfühlung. Er schiebt seine kleinen Hände unter meinen Rücken oder kommt mit seinem Köpfchen auf mein Kissen. Das sind die Nächte, in denen er mehr als ein Mal wach wird.

Ja, ich bin müde. Manchmal sogar schrecklich müde. Aber es ist okay für mich, müde zu sein. Wenn allerdings mein Sohn nachts aufwacht und ihm die Dunkelheit nicht geheuer ist, wenn er dann weint, weil er seine Mama braucht und ich ließe ihn mit seiner Angst alleine- das wäre nicht okay für mich!

Vielleicht kommt irgendwann der Punkt, an dem ich merke, dass er nur noch gewohnheitsmäßig in Mamas Bett kommt, während ich den Schlafmangel nicht mehr ertrage. Dann müssen wir beide unser nächtliches Ritual verändern. Ich spüre aber, dass er wirklich einen Menschen braucht, wenn er nachts aufwacht, und dieser Mensch darf ich sein. Das ist schön.

Manchmal, ganz selten schläft der Mini dann doch durch. Es hat sich herausgestellt, dass das häufig mit Besuchen bei den Großeltern zusammenhängt; Genaueres ist noch nicht bekannt, aber die Gabe von Medikamenten können wir definitiv ausschließen 😉

Und so wachte ich auch nach dem letzten Besuch bei den Großeltern am nächsten Morgen auf und irgendetwas war anders. Hatte ich etwa die komplette Nacht durchgeschlafen? War denn der Mini gar nicht gekommen?

Ich streckte meinen Arm aus, und tastete nach meinem Sohn. Keiner da! Ich musste grinsen. Dann lachen:

Mein Leben ist wie ein Hollywoodfilm. Danke dafür, mein Sohn!

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