Kann man denn nicht mal eine Minute…( Werbung)

Das schwedische Modelabel me&i hat mich gebeten, doch mal über meine Radiominute zu schreiben. Und ich so: Hä?! Was in aller Welt ist bitteschön eine Radiominute?

Die Antwort kam von Carina, der Verkaufsleiterin Deutschland: Die „Radiominute“ ist ein Begriff, den sie bei me&i erfunden haben, um ein bestimmtes Gefühl zu beschreiben. Nämlich das Gefühl, das die Beraterinnen oft haben, wenn sie zu einer me&i-Party aufbrechen:

Zu Hause tobt vielleicht gerade das Chaos. Die Kinder sind müde und knatschig, aber das bekommt der Partner schon hin. Die Beraterin schließt die Haustür hinter sich und macht sich auf den Weg. Im Auto macht sie das Radio an und spielt ganz laut ihren Lieblingssong- nur für sich. Ein schönes Gefühl. Das ist ihre Radiominute.

Ich mochte die Wortschöpfung sofort, aber auch wenn ich lange darüber nachdachte, mir fiel meine eigene Radiominute einfach nicht ein.

Ich habe keine Radiominute in dem Sinne, dass ich weiß, dass sie in einer bestimmten Situation da ist. Keine Radiominute, auf die ich mich freue und es kaum erwarten kann, bis es so weit ist.

Ich bin im Alltag eigentlich immer in Bewegung. Das beginnt, wenn ich morgens aufstehe und bis wir alle das Haus verlassen, ständig die Uhr im Blick habe, und endet auch dann nicht, wenn die Kinder abends im Bett sind. Feste Zeiten für mich, in denen ich richtig runterkommen kann, gibt es eigentlich gar nicht. Jedenfalls nicht geplant.

Das klingt irgendwie traurig, oder? Aber bevor Ihr Euch nun Sorgen um mich macht: Mein Alltag ist voller Radiominuten- sie kommen einfach nur ungeplant.

Zum Beispiel wenn die Kinder ganz unverhofft plötzlich friedlich und versunken miteinander spielen. Dann stecke ich meine Nase in meine Kaffeetasse und genieße dieses Lieblingsgetränk und den Anblick meiner Söhne. Verdammt, bin ich stolz auf die!

Oder wenn der Mann mir einen Kaffee ans Bett bringt und sagt: Bleib noch liegen. Dann macht er mir den Vorhang gerade so weit auf, dass mir die Sonne ins Gesicht scheint und ich denke: Herrlich! Wochenende! Der Frieden wird meist schnell von den Söhnen unterbrochen, aber es geht ja hier nur um 1 Minute, nicht wahr?

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Und es gibt auch Radiominuten mit den Kindern: Wenn der Maxi morgens manchmal noch ganz kuschelig ist, in mein Bett gekrochen kommt und sagt: „Meine Mama!“

Wenn der Mini mit ausgebreiteten Armen in der Kita auf mich zugelaufen kommt und mich ganz fest umarmt.

Manchmal denke ich, ich habe viel zu wenig Zeit für mich und ich müsste wenigstens mal kurz verschnaufen. Leider ist das Leben als berufstätige Mutter kein Wellnessurlaub.

Aber die Radiominuten sind überall, man muss sie nur sehen.

Ist das Lesen meines Posts gerade ein Radiomoment für Euch? Habt Ihr Euch einen Kaffee dazu genommen? Ein Glas Wein? Schlafen die Kinder schon? Oder wie sehen Eure Radiomomente aus? Habt Ihr feste Pausen eingeplant?

Mamablog Mama Mia

 

 

 

P.S. Ein Job mit freier Zeiteinteilung ist natürlich eine gute Basis für viele Radiominuten. Me&I sucht aktuell wieder Beraterinnen. Alle Infos gibt es HIER. 

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2 Gedanken zu “Kann man denn nicht mal eine Minute…( Werbung)

  1. im moment nehme ich meine unverhoffte radiominute wenn ich es geschafft habe, BEIDE babies gleichzeitig zum schlafen zu bringen tagsüber. das klappt eigentlich ganz gut, aber ich bin jedesmal wieder stolz, wenn es wieder klappt. und dann schnapp ich mir mein netflix und versuche eine folge serie zu gucken. ok. ist mehr als eine minute, aber ich finde mit zwillingen muss man das auch radioviertelstunde nennen…. 🙂

  2. Wie du scho(e)n sagst, liebe Mia – Radiominuten kommen eher unverhofft und mitten im Chaos – man muss sie nur zu schätzen wissen.
    Bei mir ist das der Moment mit Earl-Grey und (ja) Sahne morgens beim Durchlesen von Mails, Facebook und schönen Blogposts 😉
    Aber auch die kleinen Unterbrechungen zwischendurch, wenn die Kids ins Homeoffice geplatzt kommen. Früher hab ich mich davon oft gestört gefühlt (Mama arbeitet!!), dann hab ich mich am Riemen gerissen. Ist es nicht wunderschön, zwischendurch von kleinen Speckärmchen gedrückt zu werden? Gemeinsam eine kurze „Mail“ zu tippen? Den Rabaukensohn zu trösten, der schon wieder irgendwo gegengerannt ist? Oder sich einen Moment für die Große zu nehmen, die mir wahrscheinlich schon so bald sagen wird – „Mama, du nehervst!“
    Das ist doch das tolle am Homeoffice. Das das möglich ist.
    Hach, you made my day 🙂

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