Schon bald werden sie größer sein als ich.

Manchmal fange ich an zu träumen, wenn ich eine andere Mutter mit ihrem Sohn sehe.

:::Mit 8:::

Wenn deren Sohn etwa 8 Jahre alt ist und einem meiner Söhne ein bißchen ähnlich sieht, dann stelle ich mir vor wie es sein wird, wenn ich eines Tages einen so großen Sohn haben werde.

Die Zeit wird wohl kommen, in der der Mini tatsächlich seinen Schnuller und seinen „Kuschel“ ablegen und ein großer Junge werden wird! Dann werde ich vielleicht wie diese andere Mutter mit ihm durch die Stadt laufen, um ihm neue Schuhe in einer riesigen Größe zu kaufen. Er wird neben mit her laufen und wir werden uns richtig unterhalten. Was für ein Typ er wohl sein wird? Im Moment stelle ich mir vor, dass er immer so bleiben wird, wie er heute ist: Wild und witzig. Vielleicht erzählt er mir eine lustige Geschichte, während wir durch die Stadt laufen und ich werde lachen und nach alter Gewohnheit seine Hand ergreifen, die er mir sofort empört entzieht.

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 :::Mit 17:::

Wenn der Sohn der anderen Mutter etwa 17 Jahre alt ist, dann stelle ich mir vor, wie meine Söhne in diesem Alter sein werden.

Mir gefällt die Vorstellung, dass sie zu netten und höflichen jungen Männern geworden sind.  Werden sie immer noch so süß aussehen? Ich persönlich finde meine Söhne ja so schön, dass ich überzeugt davon bin, die Stadt Bonn wird vor unserer Haustür eine Bushaltestelle einrichten, damit die Scharen von Mädchen unser Haus besser erreichen können. Werden Sie mit 17 schon eine Freundin haben? Werde ich sie mögen?

Ich stelle mir vor, wie sie abends auf Partys gehen und hoffe, dass wir ihre Freunde kennen und mögen werden. Nachts werde ich vermutlich wach im Bett liegen und  mit gespitzten Ohren darauf warten, dass ich höre, wie sie nach Hause kommen. Dann werde ich daran denken, wie schön es war, als ich nachts deswegen wach lag, weil einer von ihnen in mein Bett gekrabbelt kam. Wie sie sich an mich gekuschelt haben und ich manchmal müde gedacht habe: „Ach wären sie doch schon ein bißchen größer!“

In meiner Vorstellung ist es eine aufregende Zeit. Sie werden anfangen Auto zu fahren, auszugehen und selbständig zu werden. Längst sind sie größer als ich und ich schaue stolz zu ihnen auf. Vielleicht ist unser Familienleben durch ihre Pubertät verändert, aber auch wenn sie mich manchmal nerven, werde ich unendlich stolz auf sie sein. Es wird die Zeit sein, in der der Tag näher rückt, an dem sie ihren Koffer nehmen und ausziehen um ihrer eigenen Wege zu gehen. Wenn es erstmal so weit ist, wird mich der Gedanke hoffentlich nicht mehr so wehmütig machen wie jetzt.

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 :::Mit 60:::

Im Wartezimmer beim Arzt habe ich diese Woche eine etwa 80 Jahre alte Frau gesehen, die von ihrem mindestens 60 Jahre alten Sohn begleitet wurde. Was für eine glückliche Frau!

Werde auch ich eines Tages alt und grau durch die Welt gehen und mich dabei hin und wieder auf den Arm einer meiner Söhne stützen dürfen? Werden sie in der Nähe wohnen und ihre alten Eltern manchmal besuchen? Werden wir auf ihren Hochzeiten getanzt haben und ihre Kinder im Arm halten dürfen?

 :::Babies:::

Wenn ich eine Mutter mit einem Baby auf der Straße sehe, muss ich fast immer lächeln.  Dann denke ich, dass diese Mutter vielleicht eine unruhige Nacht mit ihrem Baby hatte und jetzt gerade auf die Uhr guckt, weil sie denkt, das Baby müsste bald wieder gestillt werden und mir wird klar, wie weit ich mich von diesen Babythemen schon entfernt habe. Dabei ist es doch eigentlich erst gestern gewesen, dass ich den Maxi zum ersten Mal in den Arm gelegt bekam. Vielleicht schaut mir die frischgebackene Mutter hinterher, wie ich mit meinen Söhnen auf den Spielplatz laufe: Der Mini auf seinem Laufrad, der Maxi auf seinem Fahrrad und ich mit den Sandsachen hinterher.

Und vielleicht wird sie sich dann vorstellen, wie es ist, wenn ihr Baby auch einmal so groß sein wird.

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Meine neue Lieblingsjeans ist umweltfreundlich produziert (Werbung)

Am Sonntag wird es voll in meinem Wohnzimmer: Ich habe wieder ein paar Freundinnen zu einer me&i Party eingeladen.

Wir werden ein gemeinsam quatschen, Sekt trinken und essen während uns Andrea, „meine“ me&i Beraterin, die aktuelle Kollektion vorstellen wird.

Ein paar Teile der Kollektion habe ich mir gleich zu Beginn der Saison gekauft, aber ich freue mich, mir am Sonntag noch das ein oder andere zusätzliche Teil auszusuchen, schließlich gibt es ja immer wieder „News“, die während der Saison hinzukommen.

Zu meinen Lieblingen gehört meine neue Jeans aus der Kollektion (auf ein Foto von mir in der Jeans musste ich nach der Völlerei in Hamburg und auf der Taufe am Wochenende leider verzichten).

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Wie die meisten Kleidungsstücke von me&i ist die Jeans Oeko-Tex zertifiziert, das heißt, es ist sichergestellt, dass  keine gesundheits- oder hautschädlichen Stoffe enthalten sind.  Wer das Oeko-Tex Zertifikat erhalten möchte, muss außerdem den hohen Ansprüchen an die Produktionsbedingungen gerecht werden.

Klingt einfach- ist es aber nicht unbedingt. Wir alle sind inzwischen von den Bildern und Berichten aus den Produktionsstätten in z.B. Bangladesh wachgerüttelt. Unter schrecklichen Bedingungen müssen die Näherinnen dort arbeiten, damit wir hier unsere Kleidung für ein paar Euro kaufen können.

Die schwedische Modemarke me&i  möchte genau das nicht und hat sich bereits bei der Gründung vor  10 Jahren das Ziel gesetzt, ihre Kinder- und Damenmode umweltfreundlich und verantwortungsbewusst herzustellen. Dazu arbeitet me&i mit ausgewählten Familienbetrieben in Europa, die den internen ethischen Standards entsprechen und umweltbewusste und faire Produktion der Textilien garantieren. Als ich im letzten September in Malmö die Firmenzentrale von me&i besucht habe, hat mir die Gründerin Susan Engvall die Produktion im Einzelnen erklärt und mit vielen Geschichten und Fotos aus den Produktionsstätten untermalt. Großer Vorteil wenn man in Europa produziert: Man kann mal eben hinfahren und sich regelmäßig versichern, dass alle vereinbarten Standards eingehalten werden.

Gerade bei der Jeans Produktion steht Umweltschutz normalerweise nicht im Vordergrund. Oeko-Tex zertifizierte Jeans für Erwachsene sind deshalb längst nicht die Regel.

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Susan sagt: „Uns geht es bei der Jeans-Produktion nicht nur um eine perfekte Passform. me&i Jeans werden in ausgewählten Betrieben in der Türkei umweltschonend und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt. Wir benutzen in der Produktion weder Sandstrahltechnik noch Kaliumpermanganat oder sonstige umweltschädliche Chemikalien. Stattdessen nutzen wir die natürliche Kraft biologisch abbaubarer Mittel, die den hohen Anforderungen des Oeko-Tex Standard 100 Zertifikats entsprechen. “

Viele gute Gründe, die meine me&i Jeans zu einem Lieblingsstück machen- neben der tollen Passform, mit der ich allerdings diese Woche etwas auf Kriegsfuß stehe 😉

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Unser Wochenende in Bildern

Maxis und mein Wochenende begann schon am Freitag. Wir waren von der Firma Philips zum Kochen eingeladen und flogen am Morgen nach Hamburg. Beinahe hätten wir den Flieger verpasst, da wir in einem 10 Kilometer langen Stau standen. Maxi jammerte schon:“Ich will aber nach Hamburg“, während ich immer nervöser wurde. Unsere letzte Chance war ein Ausweichen über Landstraßen und so haben wir es schließlich in letzter Minute geschafft. Wir rannten über den Flughafen und kamen kurz vor Ende des Boardings an.
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Hamburg begrüßte uns mit herrlichem Wetter.

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Maxi und ich haben eine Hafenrundfahrt gemacht. Kleine Kinder und soooo große Schiffe: Eine sehr gute Kombination. Ich war aber auch nicht weniger fasziniert als der Maxi.

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Anschließend haben wir die Sonne in „Strand Pauli“ genossen und Maxi hat glücklich im Sand gespielt.

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Am Nachmittag haben wir noch einen Kaffee mit Carola von Frische Brise, Alu von Große Köpfe und Severine von Mama on the Rocks getrunken.

Am Abend war Maxi so müde wie selten; der kleine Kerl ist aber auch den ganzen Tag so viel gelaufen und hat so viel erlebt. Als Maxi in unserem riesigen Hotelbett eingeschlafen war, habe ich ihn noch lange verliebt angesehen. Solche Maxi-Mama-Tage sind toll! Wir haben übrigens im noblen Hotel Atlantic geschlafen. Vielen Dank an die Firma Philips für die Einladung!

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Am nächsten Morgen sind wir gemeinsam mit der Super Mom und ihrer Tochter zum Kochevent aufgebrochen. Wir haben die Küchengeräte von Philips getestet, während wir gesundes Fast Food gekocht haben. Hier macht Maxi gerade Ketchup.

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Am Abend flogen Maxi und ich zurück nach Düsseldorf und fuhren gleich weiter zu meinen Eltern, denn am nächsten Tag stand die Taufe meiner Nichte an. Meine Schwester und ihr Freund waren bereits aus Zürich angereist und Maxi war so glücklich- er liebt es, Zeit mit seinen Großeltern und Tanten zu verbringen und alle mal ganz für sich zu haben, weil der kleine Bruder erst am nächsten Morgen mit dem Papa kam, war auch toll.

Die Taufe war wunderschön. Ich darf Patentante von einer zuckersüßen Maus sein und war während der Messe sehr gerührt. Das Taufkleid und den Hut hat mein Papa genäht. Das macht der einfach so, ohne Schnittmuster. Naturtalent!

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Meine Schwester hatte die ganze Großfamilie eingeladen. Ich bin mit meinen Vettern und Cousinen sehr eng aufgewachsen und es ist so wunderschön, wenn wir uns jetzt zu besonderen Gelegenheiten mit unseren Kindern treffen, die heute so miteinander spielen, wie wir damals. Für die Kinder sind diese Familienfeiern echte Festtage!

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Am Nachmittag haben wir gemeinsam einen Spaziergang gemacht, und sind auf einen Aussichtsturm gestiegen. Als Kind bin ich regelmäßig dort oben gewesen, aber gestern habe ich plötzlich Höhenangst gehabt. Etwa auf halber Höhe spürte ich, wie der Turm schwankte. Ich blieb stehen und entschied, dass mir das zu gefährlich ist. Dann dachte ich: Maxi ist mit meiner Schwester schon oben. Ich kann doch nicht selber unten bleiben, weil es mir zu gefährlich ist, während mein Sohn dort oben ist. Also lief ich noch eine Plattform weiter- dann musste ich endgültig aufgeben.

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Der Mini interessierte sich viel mehr für eine Pfütze am Fuße des Aussichtsturms. Hätten wir ihn nicht weggetragen, würde er jetzt noch dort spielen.

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Meine Kinder waren nach diesem Wochenende müde, dreckig und unendlich glücklich!

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Die Wochenenden ganz vieler andere Familien könnt ihr bei Susanne von Geborgen wachsen sehen.

Ich wünsche Euch eine schöne Woche!

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Entspann Dich mal? Warum ich manchmal Angst habe, aber deswegen noch lange keine Helikoptermutter bin

Es gibt nicht viel, das mich aus der Ruhe bringen kann.  Ein Sonntagsfahrer im Wagen vor mir vielleicht. Eine kaputte Kaffeemaschine auf jeden Fall. Oder eine andere Mutter, die zu mir sagt: „Jetzt entspann Dich doch mal!“

Ich bin tiefenentspannt, wirklich. Wenn es allerdings um meine Kinder geht, dann kann ich nicht immer einfach tief durchatmen, mich umdrehen und weitermachen.

Entspannt zu sein gilt unter Müttern ja manchmal als Qualitätsmerkmal. Warum eigentlich?

Ich bin keine Mutter, die ihr Kind keinen selbständigen Schritt machen lassen kann oder jedes Mal einen Herzinfarkt bekommt, wenn das Kind sich fünf Zentimeter über dem Boden befindet. Ich versuche einen Mittelweg zu finden zwischen dem Vertrauen in die Fähigkeiten des Kindes und der richtigen Einschätzung von Gefahren. Allerdings ist mein Gleichgewicht etwas aus den Fugen geraten, seit die Kletterausflüge meines Sohnes in Höhen führen, die ich, selbst wenn ich wollte, nicht mehr mit der Hand erreichen kann und aus denen ein Absturz vermutlich gebrochene Knochen bedeuten würde.

So wie am Wochenende, als wir einen Ausflug zum Drachenfels machten. Der Maxi kletterte an einer steilen Felswand hoch und ich stand unten und hatte Puls. Mit mehreren anderen Eltern stand ich in einer Reihe am Fuße der Felswand und war extrem angespannt. Als mein kostbares Kind sich noch weiter hinaufzog, konnte ich es nicht mehr aushalten und rief: „Komm runter, Maxi. Bitte!“ Es überrascht vermutlich niemanden hier, wenn ich sage, dass der Maxi nicht reagierte?

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„Ach, lassen se doch, die machen das schon“, sagte da eine andere Mutter neben mir. Immerhin: Positiv an ihrer Bemerkung war, dass ich für ein paar Sekunden von meiner Angst um die Unversehrtheit meines Sohnes abgelenkt war. Denn plötzlich fühlte ich mich neben der anderen Mutter wie so eine Anfängerin.

Das geht mir oft so. Ich messe mich nicht mit anderen Müttern, aber wenn es um das Thema „Entspanntheit“ geht, bin ich bisweilen nicht sonderlich entspannt. Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht möchte, dass jemand ein falsches Bild von mir hat. Ich BIN entspannt, möchte aber nicht, dass meine Kinder sich schlimm verletzen. Davor habe ich Angst.

Angst ist etwas Individuelles. Das gilt auch für die Angst um unsere Kinder. Ich würde gerne mit dem Maxi eine kleine Fahrradtour machen, aber der Mann findet das noch zu gefährlich. Meine Arbeitskollegin geht mit ihren Kindern Skifahren, mir wäre das viel zu riskant. Ich lasse den Maxi in der Küche mit einem scharfen Messer Gurken schneiden, aber ich kann ihn nicht an einer Felswand hängen sehen.

„Komm, wir gehen ein Eis essen“ rief ich dem Maxi erfolgreich zu, und fast entschuldigend in Richtung der anderen Eltern: „Lieber dick, als tot!“ Damit hatte ich die Lacher auf meiner Seite und fühlte mich wieder entspannt.

Manche Ängste verschwinden mit der Zeit, wenn wir sehen, dass sie unbegründet sind, aber manche bleiben auch für immer. Da hilft dann auch kein „Entspann Dich mal!“, weil es weder mit Entspanntheit noch mit Hypernervosität zu tun hat. Jeder hat seine Ängste- gerade wenn es um die Unversehrtheit der eigenen Kinder geht. Macht uns das zu umentspannten, gar Helikopter-Eltern? Ich finde nicht!

Als ich gestern den Maxi von der Kita abholte, kletterte der auf das Treppengeländer des Notausgangs und stand freihändig dort oben. Ich schaute kaum hin und setzte in Ruhe den Mini ins Auto. „Ähm, Dein Sohn, guck mal, wo der klettert!“ machte mich ein sichtlich besorgter Vater auf Maxis Turnübung aufmerksam. „Ja, das macht der immer“, sagte ich mit einer wegwerfenden Bewegung und schnallte ohne hinzusehen weiter den Mini an.

Erst als ich mit den Kindern im Auto davonfuhr, dachte ich, dass ich sehr entspannt gewirkt haben muss.

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Kochen für Kinder

Die Sonne scheint. Es ist 17 Uhr und ich gehe nach getaner Arbeit durch den Bonner Hofgarten. In meiner Hand baumelt eine gelbe Plastiktüte ohne Aufschrift. Die Tüte stammt vom Markt und darin liegen herrlich duftende, frische Tomaten, dazu ein Stück Parmesankäse und eine Handvoll Oliven. Das wird eine schöne Pastasauce. Ich schlendere langsam nach Hause und freue mich aufs Abendessen.

Die Szene spielt vor etwa 10 Jahren und ich war damals noch Studentin.  Ich hatte ein 17 qm großes Zimmer , ganz für ich alleine und ich habe es geliebt, meine eigene Wohnung zu haben, mit einer klitzekleinen aber so charmanten Kochnische, in der ich jeden Tag nach Lust und Laune gekocht habe. Wocheneinkäufe? Gab es damals nicht. Ich habe fast täglich eingekauft worauf ich gerade Appetit hatte und dann in der Küche gezaubert- für Freunde oder nur für mich.

Heute verstaubt meine Nudelmaschine irgendwo ganz hinten im Schrank. Ich koche jetzt täglich für vier Personen. Da muss es schnell gehen und trotzdem abwechslungsreich sein. Es ist manchmal gar nicht so einfach, die Kinder satt und glücklich zu machen OHNE ihnen einfach eine Wurst in die Hand zu drücken. Deswegen bin ich immer auf der Suche nach neuen Ideen für halbwegs gesundes Essen für meine Familie.

Vielleicht geht es Euch auch manchmal so? Deswegen habe ich beschlossen Euch ab jetzt jeden Monat ein leckeres, einfaches Familiengericht hier im Blog vorzustellen. So richtig gut wird es aber erst, wenn Ihr mitmacht: Wenn Ihr mir auch Eure Lieblingsgerichte verratet und hier verlinkt, haben wir jeden Monat eine schöne Liste mit Rezepten, in der wir alle stöbet können und die Frage: „Was koche ich heute?“ ist dann hoffentlich nicht mehr ganz so nervig.

Lasst uns eine bunte Sammlung toller Rezepte erstellen, die unseren Kindern schmecken, und bei denen sie vielleicht sogar in der Küche richtig mithelfen können. Ihr müsst dazu nicht zwingend neue Rezepte erfinden, es geht nur darum, anderen eine Inspiration zu geben, in dem Ihr Gerichte postet, die in  Eurer Familie eine Erfolgsstory sind.

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Und so wird´s gehen:

Damit es nicht langweilig wird, werde ich am 01. eines jeden Monats ein Motto bekannt geben (danke an Tastesheriff, die mir die Motto-Idee mit auf den Weg gegeben hat) und Ihr könnt Euch schonmal Gedanken machen, was Euch dazu einfällt. 10 Tage später erscheint dann mein Post  unter dem Ihr Euren Link eintragen könnt. Dazu benötigt Ihr keinen eigenen Blog, ihr könnt auch mit einem Instagram Bild teilnehmen. Ihr müsst Euren Beitrag nicht sofort online stellen und verlinken, sondern habt bis zum Ende des Monats Zeit.

Ich überlege mir dann mal ein erstes Motto und freue mich schon jetzt auf Eure Beteiligung!

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Sind die anstrengendsten Jahre vorbei?

Als meine kleine Schwester vor fünf Monaten Mutter wurde, ging es ihr wie den meisten von uns: Eine explosive Mischung aus Schlafentzug und Hormonen, gepaart mit unendlich vielen neuen Gedanken und Fragen im Kopf traf sie mit voller Wucht. Sie war stolz, glücklich und dankbar, aber einfach zu müde, um ihr Glück in vollen Zügen genießen zu können. Ich gab die erfahrene große Schwester und erzählte ihr, dass es sehr schnell entspannter werden würde. „Nach ein paar Wochen wird es schlagartig besser!“ Sie glaubte mir nicht. Ich lächelte wissend.

Natürlich behielt ich Recht. So war es ja auch bei mir:

Die ersten Wochen mit dem Maxi waren hart. Ich war wirklich glücklich und liebte dieses Kind wie wahnsinnig. Wochenlang konnte ich nur sagen: „Oh Gott, ist der süß!“ Mein Schwager witzelte schon, dass vermutlich „süß“ das erste Wort sein würde, das der Maxi sprechen würde (es ist dann doch Wauwau geworden). Aber ich war so müde, dass ich einschlief, sobald ich mich irgendwo hinsetzte. Maxi hatte jeden Abend seine Schreistunden und ich war verzweifelt. Noch verzweifelter wurde ich, als ich sah, dass er auf dem Arm meines Mannes weniger schrie. In den ersten Tagen habe ich viel geweint, weil ich so müde und so überfordert war, und dann auch noch diese blöden Hormone.

Aber nach ein paar Wochen löste sich der Spuk ganz plötzlich auf:  die Nächte wurden besser und die Tage auch. Es blieb anstrengend, aber besser. Und schöner. Und viel routinierter.

Nach zweieinhalb Jahren kam der Mini dazu und brachte diese schöne Routine wieder komplett durcheinander.

Der Mann und ich stritten erneut über Rollenverteilung, ich verzweifelte daran, zwei Kinder ins Bett zu bringen, ich hatte das Gefühl, mich klonen zu müssen und war immer wieder am Ende meiner Kräfte. Meine Güte, war das laut hier!

Es dauerte dieses Mal etwas länger, aber dann wurde es wieder besser. Und heute? Heute habe ich das Gefühl, alles ist gut.

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Wenn ich die Kinder heute ins Bett bringe, dann lese ich erst mit dem Mini und danach mit dem Maxi ein Buch. Dann sage ich: „So, Kinder, acht Uhr!“ Und der Mini antwortet: „Nachtruha!“ und springt ins Bett.  Jedes Kind wird mit unendlich vielen Küssen und Umarmungen versorgt, wir singen noch 2-200 Schlaflieder und sagen dem lieben Gott Danke. Und dann verabschiede ich mich mit einem“ Schlaft gut, träumt schön, ich liebe Euch!“ aus dem Zimmer. Fertig.

Ich trage wieder ganz normale Handtaschen- keine Weekender mehr. Wenn wir das Haus verlassen, müssen wir nur noch eine Ersatzwindel und Feuchttücher einpacken. Keinen Brei, keine Getränke, keine Snacks. Bevor die Kinder verhungern oder verdursten, kaufe ich ihnen in der nächsten Bäckerei etwas. Ach, ist das ehrlich einfach!

Die Dachbox fürs Auto haben wir wieder verkauft. Wir fahren inzwischen wieder ohne Reisebetten, ohne Kinderwagen ohne unendlich viel Kram in den Urlaub.

Wir haben am Wochenende wieder Zeit. Der Mini braut keinen Mittagsschlaf mehr und so wird der Tag nicht mehr in ein Zeitfenster vor und dies nach dem Mittagsschlaf zerrissen. Wir gucken nicht mehr auf die Uhr.

Meine Kinder können sprechen. Sie können mir sagen, was sie wollen und sie können mir sagen, was ihnen weh tut. Das ist eine riesige Erleichterung.

Die Jungs spielen miteinander. Manchmal sogar ganz ohne mich und so lange, dass ich in Ruhe einen Kaffee trinken kann.

Wir können mit den Jungs in Cafés und Restaurants gehen, ohne, dass wir unser Essen dort hinunterschlingen müssen, damit wir gehen können, bevor die Kinder das Inventar zerstört haben. Sie sitzen mit uns am Tisch. Wir alle vier, als Familie. Das ist richtig toll!

Begeistert von meinen großen Kindern und von diesem Gefühl, dass tatsächlich Ruhe in unseren Alltag eingekehrt ist, sagte ich zu meiner Mutter:

„Ich glaube, die anstrengenden Jahre sind vorbei!“ Meine Mutter erwiderte, mit Kindern kehrt nie Ruhe ein, aber ich glaubte ihr nicht und antwortete: „Mich haut jetzt nix mehr um!“ Sie lächelte wissend.

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12 von 12 im April

Der 12. April- Zeit für das schöne Bloggerspielchen, dass von „Draußen nur Kännchen“ ins Leben gerufen wurde, und bei dem man an jedem 12. eines Monats 12 Bilder des Tages postet.

Endlich ist der Frühling da (zumindest schaut er mal vorbei). Ich trage wirklich liebend gerne Stiefel, aber auf diese Ballerinas habe ich mich auch gefreut und sie heute morgen aus dem Schrank geholt.

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Auf dem Weg zu unserer Frühstücks-Verabredung habe ich einen zauberhaften Laden entdeckt, und er hat sofort mein Herz erobert, als ich im Schaufenster dieses Schild sah:

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Ein Eimer Kaffee für mich. Genau meine Portion:

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Der Mini geht ja nirgendwo hin ohne seinen Kuschel („Tuffel“). Leider sieht der regelmäßig aus wie ein Schuhputzlappen, deswegen habe ich Minis Mittagschlaf ausgenutzt und ihn gewaschen. Das war nur möglich, weil er schon im Auto eingeschlafen ist, ansonsten wäre er ja nie ohne Tuffel ins Bett gegangen. Sauber wird der allerdings wohl nie mehr.

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Nach dem Mittagsschlaf hat der Maxi auf der Straße wieder das Fahrradfahren geübt und ich habe vor der Haustür gesessen und mich gesonnt- auch in meinem Stolz.

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Die Strecke vor der Haustür wurde schnell zu langweilig, also sind wir auf den nahegelegenen Schulhof gefahren.

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Da kann man sich ja schonmal informieren, ob man sich das überhaupt vorstellen kann. Maxis Urteil: „Sieht doof aus!“

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Maxi hat erst gestern die Stützräder abgeschraubt. Heute klappt alles schon super- sogar Bremsen und Anfahren, das war nämlich gestern noch ein großes Problem.

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Immerhin der Pausenhof schien reizvoll zu sein. Die Pausen waren damals ja auch mein Paradefach in der Schule. Apfel. Stamm. Is klaa, ne!

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Whats up? Der Maxi!

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Ein herrlicher, sonniger Sonntag war das.

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Okay, das waren nur 11 Bilder. Aber wer will an so einem schönen Tag kleinlich sein?!

Ich wünsche Euch einen schönen Start in die Woche!

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Top Ten Familientweets

Auch diese Woche habe ich mich wieder bestens amüsiert:

 

 

 

 

 

 

 

Wie lange noch? Vom Festhalten und Loslassen.

Am Sonntag ist etwas Großartiges passiert: Ich bin aufgewacht. Ja, wirklich! Ich bin aufgewacht.
In den letzten viereinhalb Jahren bin ich eigentlich nie aufgewacht. Ich WURDE geweckt, und das ist ein Unterschied, dessen Dimension man vielleicht erst erkennt, wenn man einen gewissen Grad der Erschöpfung erreicht hat.

Ich schlug die Augen auf und tastete nach meinem Wecker. Ohne Brille blind wie ein Maulwurf führte ich die Anzeige bis zwei Zentimeter vor meine Nase heran. 7:35 Uhr- krass!

Das war eine wunderbare neue Erfahrung und während ich mich reckte und streckte fand ich, dass es sich sehr erwachsen anfühlte. Halt! Stop! Erwachsen? Nein! Hilfe!

Natürlich sind meine Söhne noch lange nicht erwachsen. Sie sind noch so klein und ihre Welt ist es auch. Aber wie lange noch?

Wie lange noch werden sie nachts aufwachen und dann ganz automatisch nach mir rufen, weil ihre Angst sofort verfliegt, wenn ich neben ihrem Bett auftauche und sie meine Hand nehmen können? Sie rufen nach mir, sobald sie morgens aufwachen, weil ihr Tag nur mit mir beginnen kann. Ich mache ihnen ihre geliebte Milch und trinke neben ihnen meinen Kaffee. Wir sind zusammen und ihre Welt ist in Ordnung. Wie lange wird das noch so einfach sein?

Wie lange noch werden sie sich nach jedem Sturz umsehen, wo ihre Mutter ist? Sobald sie mich entdeckt haben, verzieht sich ihr Gesicht zu einem herzzerreißenden Weinen. Ich nehme sie auf den Schoß und während sie dort ganz fürchterlich schluchzen, ist eigentlich schon alles wieder gut, weil Mama ja irgendwie den Schreck und den Schmerz für sie übernimmt.

Wie lange werden sie mir noch in die Arme fliegen, wenn ich sie aus der Kita abhole? „Meine Mama“ ruft der Mini und rennt mir strahlend entgegen. Sie sind gerne in der Kita, aber wenn sie mich sehen, dann sind sie schon zu Hause. Ich bin ihr zu Hause, denn wenn ich bei ihnen bin, dann fühlen sie sich wie in einem geschützten Raum- egal wo wir sind. Mit mir in ihrer Nähe sind sie mutige kleine Weltentdecker.

Wie lange noch werden sie zu mir kommen und mir ihre kleinen Ärmchen entgegenstrecken, damit ich sie auf den Arm nehme? Wenn sie müde sind, oder wenn sie gerade nicht wissen, wohin mit sich. Wenn sie eine Pause brauchen oder wenn ein Bruder den anderen geärgert hat, dann gibt es für sie keinen sichereren Ort, als meinen Arm. Ein bisschen erhöht und damit weg von dem, was sie gerade überfordert thronen sie auf meinem Arm und legen ihr kleines Köpfchen auf meine Schulter.

Wie lange werden wir uns auch körperlich noch so nah sein? Noch gehört es zu unserem Alltag, dass ich sie abknutsche, dass wir uns gegenseitig umarmen und durchkitzeln. Sie drücken mir ihre saftigen Küsse ins Gesicht und kuscheln sich an mich- einfach so. Ich beiße in ihre kleinen Zehen, ich küsse ihre Arme und Beine und umarme sie, wann immer ich einen von ihnen erwischen kann.
Wenn ich sie aus der Kita hole, drücke ich ihre süßen kleinen Gesichter an meines und ich vergrabe meine Nase in ihrem Hals- ich liebe diesen Duft!
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Was ist das für ein Glück, so wichtig für zwei kleine Menschen zu sein! Was für eine Aufgabe, was für eine Ehre ihre Mutter sein zu dürfen. Wie lange werde ich wohl noch der wichtigste Mensch in ihrem Leben sein dürfen?

Vor vier Jahren war der Maxi ein winziges Baby. Ich hatte dieses winzige Wesen ungefähr 20 Stunden am Tag an meinem Körper- die übrigen 4 Stunden verbrachte er auf dem Arm seines Vaters. Heute braucht dieses kleine Wesen viel, viel weniger Körperkontakt. Mein Baby verbringt Nachmittage alleine bei Freunden und trägt Schuhgröße 30. Und manchmal wehrt es sich doch tatsächlich gegen meine Küsse!

Mutterliebe

Ich weiß, dass ich sie nicht festhalten darf. Ich weiß, dass es meine Aufgabe ist, sie zu selbständigen Menschen zu erziehen. Als das Babyfon an geht, höre ich, wie die beiden Jungs miteinander spielen. Stolz lächelnd liege ich zufrieden in meinem Bett und lausche den Stimmen meiner Söhne. Als endlich das erste „Mamaaa!“ ertönt, bin ich sehr glücklich.

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Das gäb´s ja bei mir nicht? Von Konsequenz in der Kindererziehung

Die besten Erziehungstipps kommen ja immer von Menschen, die keine Kinder haben. Prägnant und klar fassen sie die Grundregeln der Kindererziehung in so einfache Worte, man fühlt sich da immer schnell gedemütigt, weil man selber so wenig Ahnung hat.

Ich habe das große Glück, einen dieser Menschen zur Kollegin zu haben und will ihr Wissen gerne mit Euch teilen.

Den Ausführungen meiner Kollegin zu Folge liegt das Problem vor allem bei den Eltern. Denen fehlt es nämlich an Konsequenz in der Kindererziehung. Ganz schlimm sei das heute mit den Eltern, meint sie. Sie hat das nämlich schon mehrfach im Supermarkt beobachtet, deswegen weiß sie das so genau.

Auch die 25jährige Dame, die mir immer die Nägel macht, hat da schon echt viel erlebt. Die erzählte mir kürzlich von einer Kundin, die ihren dreijährigen Sohn zum Termin mitbrachte und der hätte dann die ganze Zeit rumgeqängelt. „Das gäb´s ja bei mir nicht,“ hat sie kopfschüttelnd gesagt.

Endlich weiß ich, warum meine Söhne manchmal so furchtbar störrisch sind. Dieses ständige Kuscheln, Abknutschen und diese ewigen Liebeserklärungen an meine Söhne, das kann ja zu nichts führen. Zum Glück gibt es Menschen mit ungetrübtem Blick von außen, die einem die Augen öffnen.

Konsequenz! Dass ich da nicht von alleine drauf gekommen bin!

Ein paar Mal habe ich ja bereits versucht, konsequent zu sein. Ich mag es zum Beispiel nicht, wenn die Kinder auf dem Sofa herumhüpfen, aber sie machen es trotzdem immer. Eine Zeitlang habe ich dann jedes Mal geschimpft, aber gebracht hat es eigentlich nichts. Meistens endete mein Rügen damit, dass die Jungs und ich uns auf dem Sofa gegenseitig durchkitzelten. Ich hatte aber eigentlich nicht das Gefühl, dass das erzieherisch gesehen ein Moment des Versagens gewesen ist.

Konsequenz in der kindererziehung

Von außen betrachtet und für Menschen, die ohne Kinder leben, mag es manchmal nicht klar sein, wie man seinem zeternden Kind auch noch gut zureden kann. „Das gäb´s bei mir nicht!“- vielleicht habe ich so etwas früher auch mal gedacht.  Aber das brüllende Kind im Supermarkt hat vielleicht einen langen Kita-Tag hinter sich und möchte nach Hause, statt dessen muss es einen langweiligen Einkauf hinter sich bringen. Das quängelnde Kind im Nagelstudio möchte einfach nur mit seiner Mama spielen, aber die hat schon den ganzen Tag andere Termine. Mama weiß das und sie weiß, dass lautstarkes Schimpfen gerade mal so gar nichts bringt. Ihr liebevolles Trösten entspricht ihrer liebevollen Beziehung, das IST konsequent.

Manchmal kann man auch einfach nicht so konsequent sein, wie es andere von uns erwarten. Wenn ich einen anstrengenden Tag im Büro hatte und mich erstmal an meiner Kaffeetasse festhalten muss, während ich mit einer Freundin quatsche, dann lasse ich zu, dass die Kinder sich wie die Räuber aufführen. Solange keiner verletzt wird, blende ich alles aus. Geht manchmal nicht anders. Aber ich kann mir vorstellen, wie andere Menschen vor lauter „Das-gäb´s-bei-mir-nicht“ nahezu platzen.

Ehrlich gesagt habe ich mir meine Kinder früher auch anders ausgemalt, als sie heute manchmal sind. Und ich habe auch gedacht, dass man sie nur „erziehen“ muss, dann werden sie logischerweise zu gut erzogenen Kindern. Heute ist mein Glaube an Erziehung stark erschüttert. Die Kinder sind, wie sie sind. Ich lenke sie ein winziges bißchen hier und da, aber der Hauptbestandteil der sogenannten Erziehung liegt darin, dass ich mit den Kindern lebe, so wie ich bin. Und ich bin übrigens so inkonsequent, dass ich mir manchmal inkonsequenterweise vornehme, konsequent zu sein und dann fehlt mir wieder die Konsequenz dazu.

Wir sind hier eine Knutsch- und Kuschelfamilie. Wir sagen uns ständig, wie lieb wir uns haben und wie süß wir uns finden. Wenn meine Söhne auf dem Sofa herumhüpfen, obwohl sie wissen, dass ich das nicht möchte, und sie dabei aber so herrlich lachen, dann muss ich einfach zu ihnen sagen, dass sie die süßesten Rabauken der Welt sind, anstatt zu brüllen „Das habe ich verboten! Geht in Euer Zimmer!“ Mit Konsequenz hat das nichts zu tun, aber die wäre in dem Fall auch nicht authentisch.

Und genau das ist der Punkt: Es gibt ein paar Dinge, die sind wirklich verboten. Im Wohnzimmer steht eine Lampe, die darf auf keinen Fall kaputt gehen und deshalb darf kein Kind sie anfassen. Das habe ich, weil es mir wichtig ist, immer so konsequent verboten, dass ich den Eindruck habe, die Kinder nehmen diese Lampe gar nicht mehr wahr. Zähneputzen mag vor allem der Mini gar nicht. Trotzdem muss er da jeden Abend durch, das geht nicht anders. Und der Maxi darf mit seinem Fahrrad immer nur so weit fahren, wie ich ihn noch sehen kann, bevor er um eine Ecke biegt, muss er anhalten und auf mich warten.

Solche Regeln sind bei mir nicht verhandelbar. In allen anderen Fällen finde ich „Konsequenz“ ehrlich gesagt ziemlich sinnlos. Und abgesehen davon ist vor allem der Mini noch viel zu klein, um einen nennenswerten Lerneffekt aus „Konsequenz“ zu ziehen.

Von Jesper Juul liest man immer wieder Sätze wie den, dass es darauf ankommt, wie wir mit unseren Kindern umgehen, und wie sie uns im Umgang miteinander und mit anderen Menschen erleben. Solche Sätze klingen so einfach wie die meiner Kollegin, aber sie sind viel einleuchtender. Ich glaube daran, dass ein Kind, das seinen Eltern vertrauen darf und das eine liebevolle Beziehung zu ihnen hat, zu einem netten Menschen wird, der die vorgelebten Werte in sich trägt und diese auch entfaltet. Zu einem gegebenen Zeitpunkt halt. Ein Kind, dessen Willen ständig von seinen Eltern gebrochen wird, und das nur, weil sie finden, man muss seinen Teller leer essen, beim Essen stillsitzen oder immer seine Jacke aufhängen hat dann weniger schöne Dinge, die es an seine Mitmenschen weitergeben kann.

Mir gefällt es, dass meine Kinder einen eigenen Willen haben und wissen, wie sie ihn durchsetzen. Und es gefällt mir, dass sie irgendjemand zu so freundlichen Menschen erzogen haben muss, dass sie ihrer Mutter ihre dummen Ideen immer wieder verzeihen. Wenn ich mir manchmal vornehme, konsequent zu sein und plötzlich neue Regeln aufstelle, an die ich mich selbst nie halte, dann schauen sie mich mitleidig an und hüpfen weiter auf dem Sofa herum, aber sie schimpfen nie mit mir. Und ich? Ich kitzele sie dann umgehend durch und knutsche sie ausgiebig ab. Ja, immer.

Meine Kollegin wäre stolz auf mich!

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