Mein Kind ist so!

An einem verschneiten Morgen im Dezember 2010 wurde mir ein winziges Wesen in den Arm gelegt. Es sah mich schon am ersten Tag herausfordernd an, als wollte es sagen: „Und, was machen wir jetzt mit dem angebrochenen Tag?!“ Als ob ich das wüsste! Ich wusste doch nichts über Babys und über dieses spezielle Baby schon gar nicht. Es schien eigentlich selber viel besser zu wissen, was es brauchte, jedenfalls protestierte es schreiend, wenn irgendetwas nicht stimmte, und ich musste erstmal herausfinden, was das war.
Ein paar Tage später ließ man mich tatsächlich alleine mit diesem Baby nach Hause gehen. Keine Ärzte, keine Schwestern begleiteten uns. Anscheinend war man der Ansicht, ich als Mutter würde das Kind schon schaukeln.

Und so lernten der Maxi und ich uns kennen. Wir verbrachten jeden Tag und jede Nacht miteinander. Ich stillte ihn, wickelte ihn, trug ihn herum, schaute ihn stundenlang an und wurde schließlich zur Expertin für dieses Kind. Alles lief super. Dann kam Nummer 2.

Als mittlerweile Expertin in Sachen Baby sah ich der Sache gelassen entgegen. Stillen, schlafen, Kitaeinführung? Hab ich alles schon mal gemacht, ich weiß wie das geht!
Aber der Mini war in jeder Hinsicht ein anderes Kind als der Maxi. Da stand ich nun mit meinem Expertenwissen, und es war so viel wert wie die D-Mark heute beim Bäcker.

Und während ich in den folgenden Monaten langsam auch zu einer Expertin für mein zweites Baby wurde, reifte in mir vor allem eine Erkenntnis: Jedes Kind ist anders.

Nehmen wir zum Beispiel das Schlafverhalten meiner Söhne: Maxi hat schon nach ein paar Wochen glücklich und zufrieden im eigenen Bettchen durchgeschlafen. Er hat nur zum Einschlafen Nähe eingefordert, aber er brauchte dazu nicht mehr als meine Hand und wollte seinen Raum im eigenen Bett haben. Mit sieben Monaten schlief er so konstant 12 Stunden jede Nacht, dass ich ihn aus dem Elternschlafzimmer ausquartierte.

Der Mini wird demnächst zwei Jahre alt und denkt nicht ans Durchschlafen. Er braucht nachts immer Körperkontakt mit mir oder seinem Papa und hat seinen festen Platz im Elternbett.
Damit ist auch gleich ein zweiter Mythos widerlegt: Dass nämlich entspannte Babys von entspannten Müttern kommen, und deswegen die zweiten Kinder viel pflegeleichter sind. Ich bestreite nicht, dass sich die Gelassenheit der Mutter auf ihr Kind überträgt und dass das sehr hilfreich ist, aber jedes Kind hat eben auch seine Eigenheiten und nur weil die Mutter tiefenentspannt ist, schläft das Kind weder automatisch durch noch geht es fröhlich in die Kita oder sonst irgendetwas. Und das wiederum bedeutet:

Mama ist nicht schuld!

Mütter machen ja in den Augen ihrer Umwelt ständig Fehler. „Lass ihn doch einfach mal ein paar Minuten schreien, dann schläft er schon ein!“

„Wahrscheinlich merkt sie, dass Du Dich nur schwer trennen kannst und weint deswegen immer, wenn Du sie in der Kita lässt.“

„Wenn Du nicht auf jedes Schreien reagierst, wird er sich schon alleine beschäftigen!“

Das alles sind gar nicht mal böse gemeinte Ratschläge und sie kommen von echten Experten. Aber eben nur Experten für ihre eigenen Kinder. Alle anderen Kinder sind anders!

Ich gestehe, ich habe auch nicht glauben wollen, dass das Kind meiner Freundin in einer absolut ruhigen Umgebung gestillt werden musste. Als erfahrene Mutter neige ich zugegebenermaßen gelegentlich zu Besserwisserei a la „Wenn die erstmal zwei Kinder hat, wird sie sicher auch viel entspannter“, aber das ist unfair. Bei meiner Freundin habe ich neulich gesehen, dass ihre Tochter nach dem Stillen alles wieder ausgespuckt hat, weil sie vor lauter Unruhe um sie herum ganz hektisch getrunken hat. Ups, die braucht ja echt Ruhe beim Stillen!

Der Austausch mit anderen Müttern ist in meinen Augen gold wert. Für viele Fragen gibt es nämlich richtig gute Antworten und für viele Probleme eine echte Lösung. Aber am Ende finde ich es wichtig zu sehen, dass keine Lösung auf jedes Kind passt. Also nehmen wir uns lieber zurück, wenn unsere Freundin alles anders macht und wir glauben, es besser zu wissen, und seien wir umgekehrt entspannt, wenn unser Kind ganz andere Gewohnheiten hat, als alle anderen. Das muss dann eben so. Mama macht das schon richtig!

Unsere Kinder sind so einzigartig und selbst wir Eltern halten nicht die Bedienungsanleitung für sie in den Händen. Wir sind die Experten für unsere Kinder und wir dürfen stolz auf den Weg sein, den wir mit ihnen schon gegangen sind, durch all die schlaflosen Nächte, die Krankheiten und die Trotzphasen. Und deswegen dürfen wir uns auch auf unser Gefühl verlassen, wenn jemand sagt: „Ach echt, bei uns war das nie ein Problem! Vielleicht musst Du das so und so machen!“

Nö, muss ich nicht.  Mein Kind ist eben so!

Mamablog Mama Mia

 

 

 

P.S. Wollen wir mal sammeln? Was läuft bei Euren Kindern scheinbar anders als bei allen anderen? Ich fang mal an: Alle erzählten immer, in der Elternzeit sei doch alles so entspannt gewesen, mit so einem Baby könne man schließlich überall hingehen und entspannt shoppen, Kaffee trinken…ICH HATTE NIE SO EIN KIND. Meine waren nie zufrieden im Kinderwagen!

Und jetzt Ihr:

25 Gedanken zu “Mein Kind ist so!

  1. „Du kommst einfach her, wir machens uns nett (Abends) und die Kinder schlafen dann im Reisebettchen nebenan. Ganz easy und entspannt für alle.“

    Bwahahahahaha. Woanders schliefen meine Kids einfach nicht ein.

  2. Mach mir man Hoffnung 🙂 Naja, habe noch knapp 3 Monate mich geistig drauf vorzubereiten..

    Das Mini-Göörl war (fast immer) recht entspannt.. Wir haben auch viel gemacht mit ihr und sie überall mit hingeschleppt. Das merke ich vor allem jetzt. Am Sonntag waren wir auf nem Spaß-Fußball-Turnier (ca.6-7 Stunden). Ich sah meine Kleine davon ca.1 Stunde, den Rest der Zeit war sie mit der Tochter vom Cousin unterwegs.

    Ich habe die kleine, aber feine Hoffnung, dass das beim zweiten auch so ist. Lassen wir uns überraschen 🙂

    LG Nicola

    1. Ganz bestimmt 🙂 Das Schöne ist ja, dass sie einfach so monstersüß sind. Der Mini macht mich echt fertig, mit seinem Schlafverhalten, aber wenn er in seinem Bett einschläft und sich noch nicht gemeldet hat, bis ich ins Bett gehe, muss ich mich immer zusammenreißen, damit ich ihn nicht einfach in mein Bett hole. Und überhaupt bin ich sehr fasziniert von diesem temperamentvollen kleinen Menschen 🙂

  3. Also bei mir war es genauso: N°1 war das Einsteigermodell und N°2 ist was für Fortgeschrittene. Ich unterschreibe Deinen Text direkt. Ich dachte auch, nach dem ersten Kind weiss ich, wie es geht. Nur dass das zweite völlig anders ist. Entschuldigung, Nicola, ich nehme Dir jegliche Illusion….aber vielleicht ist es ja bei Dir auch wieder ganz anders und das zweite Kind ist auch so einfach wie das erste…

  4. Ich trauere der Babyzeit nicht hinterher…Ich war nur am Dauerstillen, auch nachts. Sie hat den Kinderwagen gehasst und damit waren gemütliche Kinderwagenspaziergänge nicht drin. Sie war schnell überreizt, weils sie immer alles mitbekommen wollte. Brauchte aber schon früh sehr viel Beschäftigung und Anreiz. Schlaf? Ist was für Babies 😛

    Entspannen in der Elternzeit? War nicht drin! Habe gerade mal das Nötigste im Haushalt geschafft. Zeit für mich? Nö! Dafür ist jetzt, wo sie fast Zwei ist, super toll – bis auf die Wutanfälle, aber dadurch, dass sie schon so viel und gut spricht, wissen wir wenigstens meistens, was ihr Problem ist. 😀

    Also, wenn irgendwann ein Zweites kommt, hoffe ich auf ein tiefenentspanntes, pflegeleichtes Kind – aber wenn nicht, weiß ich wenigstens was auf mich zu kommt 😀

    Manchmal wünsche ich anderen auch so anstrengende Babies – reiner Neid, ich weiß 😀

    1. Ich wünsche Dir ein tiiiieeefenentspanntes zweites Baby. Haste Dir verdient 🙂 Aber dann werden alle sagen: Ja, das kommt daher, dass DU jetzt viel entspannter bist 😉

  5. Danke für den Beitrag, sowas muss echt öfters gesagt werden. Ich bin ja nun kurz vor der Geburt des Zweiten und sowas von gespannt (nicht ent-spannt 😛 ) was das für ein Kind wird. Man kann sich ja irgendwie nur vorstellen, dass man dasselbe noch mal bekommt 😛

    Und mein erstes war ein anstrengendes Baby und ist nun ein forderndes Kleinkind. Ist natürlich alles meine Schuld weil ich immer geklammert habe und so nervös war 😉

    Liebe Grüße, Frida

    1. Ja, da bin ich gespannt, was Du berichtest. Ich habe mir ja auch eine Mini-Version vom Maxi vorgestellt, und dann kommt da so ein blondes, blauäugiges, weißes, speckiges, wildes, hungriges…in jeder Hinsicht anderes Kind! Sehr spannend, oder? Liebe Grüße
      Mia

  6. Sehr schöner Artikel und solche Ratschläge kenn ich nur zu gut. Unsere Maus ist auch nur zufrieden im Kinderwagen wenn er bewegt wird und am Anfang hat sie auch im Kinderwagen immer gebrüllt bis sie eingeschlafen ist. Das war schrecklich. Außerdem schläft sie nicht wie alle anderen Kinder beim Autofahren… da weint sie auch ganz oft. Sie ist erst 6 Monate, also hab ich noch die Hoffnung dass es besser wird.
    Grüße

  7. Die Besserwisserei kommt automatisch, man will ja der anderen Mama nur helfen, da man ja selber froh gewesen wäre, wenn mal einer ehrlich gewesen wäre. Bei uns war es so dass der Prinz durch seine Bauchkrämpfe einfach Ruhe brauchte und deswegen bin ich zu keinen großen Veranstaltungen gegangen und war ab da schon die „Glucke“
    Liebe Grüsse und du hast mich inspiriert…etwas zu schreiben…mal schauen was rum kommt..
    Liebe Grüsse
    Dani

  8. Bei meinem Großen kommt man mit einem „Nein“ so gut wie nie weiter. Es helfen nur Kompromisse. Ein Beispiel: Für die Regel „Kein Essen nach dem Zähneputzen“ haben wir irgendwann den Kompromiss „Ok, ein paar Scheiben Gurken“ ausgehandelt. Seitdem er diese Abends ans Bett gebracht kriegt, schläft er alleine und sehr schnell ein, vorher war dies ein ewiger Kampf…

    Und der Kleine: Ist ganz anders als der Große: Spricht z.B. nun mit gut 1 1/2 max. 10 eigenkreierter Wörter (während man sich mit dem Großen in dem Alter schon fast unterhalten konnte) verhält sich in anderen Dingen (Trotzen!) aber schon wie ein Großer 😉 Wirkliche Eigenarten sind das aber noch nicht.

  9. Die Grosse schlief ganz schwer ein, eigentlich nur beim stillen ein und war ein Tragekind. Dafür war das Essen super entspannt mit ihr und mit 1 sass sie am Tisch und hat selbst mit den Fingern gegessen …und gleich danach dann selber mit dem Löffel.
    Ansonsten eher die stille Beobachterin, schon als Baby superkonzentriert bei ihren kleinen Spielen, die auf Fremde stets etwas Ernst reagiert.

    Der Kleine braucht nur meine Hand beim einschlafen und ist sowas von tiefen-entspannt. Essen ist jedoch anstregend – trotz Hunger wird rigoros ausgewählt, und falls es nicht schmeckt, die Umgebung nicht passt, zu heiss, etc dann halt nur Brust.
    Ansonsten der Sonnenschein schlechthin, für den Spielen mit brusken Zerstörbewegungen das Schönste ist.

    Beide waren/sind jedoch nicht die durchschlafer – aber was solls, Schlaf wird überbewertet … und wie hat meine Mama gesagt, „später mal wirst Du sie vermissen, die kleinen Körper die sich an Dich kuscheln“ 😉

    Vielleicht kommt ja noch ein Drittes … mal schauen …

  10. Nummer zwei kommt bei uns erst in einigen Tagen, aber ich bin auch super gespannt, was da wohl für ein Menschlein draus wird (bzw. bereits ist). Dass sie unterschiedliche Charaktere sind, merke ich bereits an den Bewegungen im Bauch. Der große war aktiv, aber „sanft“. Der Kleine ist rabiat. Dein Einleitungsabsatz ist mir aus der Seele geschrieben, ich dachte bei Nr. 1 damals auch „Ich kann jetzt einfach gehen und das Kind mitnehmen? Echt?“ Ich gehe ziemlich naiv an die nahe Zukunft heran, das liegt an meinem überschäumenden Selbstbewusstsein: Been there, done that. Ich bin mir bewusst, dass ich eventuell aus allen Wolken falle, wenn er erstmal da ist. Aber bis dahin will sich einfach keine Besorgnis einstellen. Wird schon 🙂

  11. War bei uns genauso. Die große schlief schnell im eigenen Zimmer, brauchte nur zum Einschlafen die gehaltene Hand.
    Die kleine schlief deutlich länger im Elternbett, wir haben uns aber auch absolut kein Stress gemacht diesbezüglich und das einfach so hingenommen. Eines Tages wollte sie dann bei der großen im Zimmer schlafen. Wir tauschten kurze Blicke, Schulterzucken, und stellten ihr Bettchen sofort in das Zimmer der großen. Seitdem schlafen die beiden von 19 Uhr abends bis etwa 8 Uhr morgens durch, nahezu ohne Ausnahme. Im Zimmer der großen.
    Was vielleicht einzigartig ist an unseren Mädels ist die unglaubliche Puzzle-Fähigkeit. Die kleine (2,5) puzzelt ohne Probleme unbekannte Puzzle mit über 10 Teilen zusammen (12,15…). Die große konnte das ebenfalls sehr früh und macht heute (5) schon deutlich größere. Ich habe keinen Vergleich, kann also nicht sagen ob das außergewöhnlich ist oder nur der väterliche Stolz 😉

    Besonderheiten:
    – Unsere Kinder brauchen Licht zum Einschlafen. Ohne geht gar nichts.
    – Sie kriegen einen Kollaps wenn sie nicht mindestens einmal pro Tag draußen sind

  12. Kind Nr. 1:
    – unruhiges Baby
    – nie von alleine eingeschlafen, ist abends nie müde (auch heute mit 7 Jahren noch so)
    – zappelig, unruhig
    – schlecht getrunken/gegessen
    – eher schwaches Nervenkostüm
    – liebte Kinderwagen (geht da auch mit 7 Jahren noch rein); hat als Baby extrem viel im Kinderwagen geschlafen; im Wagen konnte man ihn problemlos den ganzen Tag mitnehmen, solange es was zu gucken gab
    – war in der Trotzphase nicht so schlimm, ließ sich immer gut ablenken, eher liebes Kind

    Kind Nr. 2
    – ruhiges Baby, hat wenig geschrien
    – gute Schläferin
    – fordert abends von alleine ein, ins Bett zu gehen, das ging schon mit wenigen Monaten los, dass sie offensichtlich gezeigt hat, dass sie schlafen möchte und immer sehr problemlos eingeschlafen ist
    – eher ruhiges Baby gewesen
    – gute Esserin
    – hat den Kinderwagen (und leider auch das Autofahren) von Anfang an gehasst: eher ein Tragekind, ab über einem Jahr war sie nicht mehr freiwillig dazu zu bewegen, in den Kinderwagen zu gehen; alle Unternehmungen (Einkaufen, Shoppen) sind viel schwieriger als mit Kind Nr. 1
    – extrem trotzig und willensstark; lässt sich auch nicht ablenken; von dem lieben und ruhigen Baby ist nicht mehr viel zu merken

    Fazit: 2 Kinder aber unterschiedlich wie Tag und Nacht!

  13. Oh wie ich mich da hineinversetzen kann. Unser Prinz schläft nur wenn ich mich mit hinlege. Ohne Mama gibt’s nur Geschrei. Ich muss mich Mittags mit hinlegen und abends genauso.
    Ach was durfte ich mir schon alles von anderen Müttern, Familienmitgliedern und Bekannten anhören…

    aber letztendlich braucht mich der kleine Mann halt. Natürlich ist es anstrengend, aber dafür man gewöhnt sich an alles und sie werden ja älter 😀

  14. Mein kleiner Mann will ständig trinken, so alle 1-2h und dafür nur so 3 Minuten. Nix von wegen und längerem Rhythmus nach einer Zeit und so. Auch nachts kommt er meist alle 2-3h und das seit 8 Monaten. Ich höre auch Tipps wie: Gib ihm erst nach 3h wieder was zu essen etc, aber nein, mein Kind bekommt was, wenn es Hunger hat. Mal sehen, wie ein zweites später mal wird.

  15. Hach was für ein toller Artikel. Wären mein Sohn tatsächlich immer 20-30 Minuten für jede Seite beim stillen brauchte, war meine Tochter ein regelrechter Vampir und in 10 Minuten fertig. Also so richtig satt und zufrieden. „Das kann nicht sein, kommen sie beim nächsten Mal ins Stillzimmer!“ sagte die Krankenschwester im Krankenhaus zu mir in einem Ton, der mir gar nicht passte. Aber nun gut, ich ging hin und das gleiche Spiel wie immer. „Sie müssen das Kind wieder wach machen.“ nahm das kleine Füsschen und massierte ziemlich unsanft, bis das 2 Tage alte Töchterchen wieder lauthals anfing zu schreien. Getrunken hat sie trotz dem nicht mehr. Ich habe es nach MEINEM Gefühl gemacht und damit lag ich richtig. Sie nahm zu und hatte ihre vollen Windeln. Tja, jedes Kind ist anders!

  16. Ein sehr schöner Artikel!
    Auch ich hab ein sehr sehr schlecht schlafendes Kind, schon von Anfang an.
    Sie wird mit ihren 20 Monaten täglich sowohl mittags als auch abends im Tragetuch auf dem Rücken in Schlaf getragen und dann abegelegt.
    Es gibt viele viele Nächte in denen sie immer und immer wieder aufwacht und die einzige Möglichkeit sie wieder zum Schlafen zu bringen, ist, sie im Tuch zu tragen.
    Ich trau mich schon gar nicht mehr mit irgend jemandem darüber zu sprechen. Da kommen die simpelsten und kuriosesten Vorschläge, was ich alles mal ausprobieren sollte.
    Ich mach das ja jetzt schon 20 Monate mit und ich hab schon alles mögliche und unmögliche ausprobiert. Es ist halt einfach so und seit ich das akzeptiert hab, geht es uns allen gut damit.
    Ebenso mit der zu-Bett-geh-Zeit:
    Ich wollte auch immer ein Kind, dass um 19 Uhr im Bett ist. Aber mein Kind bevorzugt 21 Uhr. Wir haben alles versucht, mit dem Ergebnis, dass es immer 21 Uhr wird, egal ob ich um 18:30 Uhr das „zu-Bett-geh-Ritual beginne oder erst um 20:30 Uhr. Seit ich es akzeptiert habe, ist alles viel entspannter.
    Liebe Grüße eure Katja

  17. Paul ist 15 Monate alt & schläft abends absolut & ausschließlich & ohne Alternative nur bei mir ein. Papa darf alles vorher gern machen, aber ein Schritt in Richtung Bett ohne mich & Paul macht Alarm. Geht nicht. Der beste Rat: „Da müsst ihr einfach mal eine Weile richtig konseqeunt sein. Dann wird das.“ Ist klar. Heißt: Papa bringt Paul ist Bett, Paul weint bis er erschöpft einschläft oder Papa aufgibt & mich ruft – wenn ich nicht längst reingestürmt bin. Keine Option. Paul schläft nur bei der Mama ein – aber da nach spätenstens 15min friedlich & fröhlich. Bitte. Gerne. Gut.
    Aber: Paul schläft bei uns im Bett. Manchmal auch auf meiner Brust, wie beim Bonding nach der Geburt. Hardcore-Kuscheln. „Das gabs bei uns nicht. Nie! Und wie lang schläft er noch bei euch?“ Bis er ein eigenes Bett will. Er wird sich schon melden. Bis dahin ist er in unserem herzlich willkommen. Und die künftigen Geschwister ebenso 🙂

  18. Wow! guter Text!!

    Mein erster Sohn: pflegeleicht als Baby, möchte am liebsten täglich das selbe essen (paniertes Federvieh mit Teigwaren Reis geht auch ) trägt immer noch Windeln 🙁 hab schon viele tipps erhalten. Papa kind

    Nr. 2 Schrei- und Mama kind mag alles essen ausser Teigwaren bald 3 braucht nachts noch ne Windel.

    Von Nr. 3 Fang ich gar nicht erst an
    Charakter sind alle 3 sehr unterschiedlich sie machen einen richtig tolerant. Kochen ist eine Herausforderung, ausser Reis mögen alle 3 (wir Eltern jedoch nicht besonders!) Deshalb koche ich oft mehrere Menüs oder Beilagen. Alles was gesund ist mögen sie nicht 🙁

  19. Oh ja, meine beiden könnten auch verschiedener nicht sein.
    Meine Tochter hat sich schon immer schwer getan mit dem Einschlafen, mein Sohn schläft wie eine eins.
    Mein Sohn ist eher ein Kostverächter, meine Tochter probiert alles aus und kann sich sogar für Gemüse begeistern.
    Meine Tochter ist aufgeschlossen, mutig aber zickig, mein Sohn ist eher schüchtern, dafür sehr sensibel und empathisch.
    Über die Unterschiede der beiden, insbesondere die Schüchternheit, habe ich hier geschrieben: https://allesuntereinenhut.wordpress.com/2016/05/10/schuechtern-sein-ist-ok/

    Ich finde es wichtig, dass man jedes Kind für sich betrachtet und nicht mit dem gleichen Maßstab misst. Denn wie du so schön beschreibst, ist jedes Kind anders…

    Liebe Grüße
    Andrea

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