Wie man zwei Kindern gerecht wird

Maxis Freundin hat einen Basteltisch. Darauf befinden sich Stifte, Schere, Kleber, Bügelperlen, Aufkleber und was man halt so zum Basteln braucht. Und der steht einfach so in ihrem Zimmer herum. Maxi hat nicht so einen Tisch. Maxi hat einen kleinen Bruder.

Um es gleich vorwegzunehmen: Maxi braucht keinen Basteltisch, der bastelt sowieso nie länger als eine Minute. Trotzdem hat mich der Anblick dieses Basteltisches irgendwie betrübt. Anders als seine Freundin kann der Maxi nämlich nicht jederzeit nach Lust und Laune an einem Basteltisch kreativ sein. Hätten wir einen Basteltisch, würde sich der Mini vermutlich schneller ein Ohr abschneiden, als ich „Fensterbild“ sagen könnte.

Das Problem zieht sich wie ein roter Faden durch unseren Alltag. Zwei Kinder mit altersbedingt ganz unterschiedlichen Bedürfnissen müssen irgendwie unter einen Hut gebracht werden. Zwei Kindern gerecht werden- wie soll das gehen?

Manchmal glaube ich, diese Aufgabe ist nicht lösbar. Wenn der Maxi mit Legos die tollsten „Schtar Wors“- Gebilde baut und sich der Mini sofort begeistert und mit etwas zu viel Leidenschaft darauf stürzt. Oder wenn der Mini mit mir ein Bilderbuch angucken möchte aber der Maxi lieber eine Geschichte vorgelesen bekommen möchte. Wenn der Mini abends einfach nicht einschlafen möchte und der Maxi ewig darauf wartet, dass ich mich auch zu ihm nochmal dazulege.

Im jungen Theater läuft „Für Hund und Katz ist auch noch Platz“, das wäre toll für den Maxi. Leider kann in der Zeit aber niemand auf den Mini aufpassen und mitnehmen kann ich ihn auch schlecht. Ein Nachmittag mit anderen Kleinkindern aus Minis Pekip-Gruppe ist ein Highlight für ihn, aber der Maxi langweilt sich dann immer zu Tode.

Ich könnte noch hunderte Situationen aufzählen, in denen ich das Gefühl habe, ich müsste mich klonen, dann wär´s gut. Jedes meiner Kinder kann sich nur eingeschränkt altersgerecht beschäftigen und muss einen großen Teil seines Alltags den Bedürfnissen seines Bruders unterordnen und seine Mama mit ihm teilen.

Und dann fällt mein Blick auf den Basteltisch eines Einzelkindes und ich werde traurig, weil sich dieses Kind anscheinend viel besser und altersgerechter beschäftigen darf. Und Mama sitzt wahrscheinlich ständig daneben und spielt mit.

Mal abgesehen von den Bedürfnissen meiner Söhne fällt es übrigens auch mir manchmal schwer, mich ständig aufteilen zu müssen. Ich wünsche mir manchmal mehr Zeit mit einem von beiden und bin ein bißchen traurig, wenn ich mich nicht so auf ein Kind einlassen kann, wie ich gerne möchte.

Wir haben inzwischen ein paar Lösungen gefunden, wie zum Beispiel die Aufteilung der Kinder am Wochenende, meine Max-Mama-Tage oder Unternehmungen mit Mama und Papa, die nur etwas für Große sind.

Trotzdem bleibt das Problem bestehen, dass es täglich mehrere Situationen gibt, in denen es schwierig ist, auf beide Kinder so einzugehen, wie sie sich das wünschen.

Es ist eines dieser Probleme, mit denen Eltern zu kämpfen haben und für die es keine richtig gute Lösung gibt. Wir können uns nur bemühen, es so gut wie möglich zu machen. Denn ich denke, es ist wichtig, dass unsere Kinder in uns einen Vermittler und einen Verbündeten haben, der sich in Auseinandersetzungen mit dem Geschwisterkind mal mehr auf die eigene Seite schlägt und mal dabei unterstützt, die Bedürfnisse des Geschwisterkindes zu sehen und die eigenen auch mal unterzuordnen.

Die Verantwortung ist groß und ich möchte meine Kinder nicht in ihren Streitigkeiten und den unterschiedlichen Bedürfnissen alleine lassen, aber wie so oft kann ich meinen Kindern auch in dieser Sache eine ganze Menge zutrauen. Denn wenn ich mal wieder verzweifelt denke, wo denn bloß die Verstärkung bleibt, lösen die Kinder das Problem einfach auf ihre Art:

Manchmal reicht es ihnen nämlich nicht, wenn Mama nur als vermittelndes Bindeglied zwischen ihnen steht. Manchmal sind sie nicht zufrieden mit einem: „Na komm, Du kannst Dich doch auf mein anderes Knie setzen“ und manchmal akzeptieren sie kein: „Ich komme gleich auch noch zu Dir!“
Manchmal wollen sie die ganze Mama, sofort und nur für sich alleine. Und die bekommen sie auch.

Sie fordern sie dann nämlich so vehement ein, dass ein Aufschub überhaupt nicht möglich ist. Sie werden laut und fordernd, sie drängeln und lassen einfach nicht von ihrem Vorhaben ab, bis sie ihren Willen durchgesetzt haben.

Es sind genau diese Situationen, in denen ich denke, ich schaffe es nicht, beiden Kindern gerecht zu werden, aber eigentlich sollte ich gerade an diesen Tagen abends zufrieden die Füße hochlegen und mich freuen. Darüber, dass meine Kinder jeden Tag so viele „Praxisübungen Sozialverhalten“ bei mir absolvieren dürfen. Und darüber, dass sie am Ende immer bekommen, was sie brauchen, weil Sie wissen, wie man es sich nimmt.

Mamablog Mama Mia

 

 

Mein größter Luxus? Zeit vertrödeln!

Mir fehlt nichts. Ehrlich. Alles ist gut, so wie es ist. Aber manchmal ist so eine kleine Auszeit von meinem Leben einfach himmlisch!

Natürlich breche ich nicht mit Juppeidi zu so einem Ausflug auf. Als ich am Samstag Abend meinen Koffer packte, war die ganze Vorfreude der vergangenen Tage komplett verschwunden. Zwei Tage ohne meine Kinder? Wie schrecklich!
Warum habe ich den Flug nach Berlin bloß auf den Sonntagmorgen gelegt? Ich hätte doch noch den ganzen Tag mit den Kindern verbringen können! Statt dessen ging der Flieger schon am Vormittag, weil ich in Berlin meine Freundin treffen wollte.

Ich knutschte die Kinder abwechselnd mehrere Minuten lang ab. Dann trug ich mein zentnerschweres Herz zur Haustür hinaus.

Es wäre gelogen, zu behaupten, aller Abschiedsschmerz sei verschwunden, sobald ich an der nächsten Kreuzung angekommen war. Dass der Maxi mich gefragt hatte: „Kann ich mit Dir kommen?“, hatte meine Reiselust auch nicht beflügelt.

Erst als mir in Berlin am verabredeten Treffpunkt meine Freundin entgegenkam, fing die Sache an, mir Spaß zu machen.

Vor ein paar Jahren hatten wir unsere Wohnungen beinahe gegenüber voneinander und fast jeden Abend verbrachten wir gemeinsam. Wir trainierten gemeinsam für unseren ersten Halbmarathon, wir gingen oft ins Kino oder schauten uns Trash-TV an und wenn uns der Sinn einfach nach nichts stand, tranken wir einen Sundowner auf ihrem riesigen Balkon in der fünften Etage. Wir hatten beide keine Kinder und Zeit im Überfluss (wenngleich uns das damals nicht bewusst war).

Im Sommer nach dem wir Hand in Hand die Ziellinie beim Halbmarathon überschritten hatten, zog sie nach Berlin. Ich bekam zwei Kinder und langsam aber stetig nahm unser Kontakt ab. Einmal habe ich sie in Berlin besucht und sie kommt einmal im Jahr auf einen Kaffee vorbei, wenn sie bei ihren Eltern ist. Ich gucke jetzt alleine Trash TV, aber ich laufe keine Halbmarathons mehr und gehe auch nur selten ins Kino, denn so weit reicht das Babyfon nicht und die Zeit tut es erst recht nicht.

Da stand sie nun also an der Tram Haltestelle und wir fielen uns in die Arme und wir fingen sofort an, ein bisschen Zeit zu vertrödeln, genau so wie früher.

Ich glaube, Zeit zu vertrödeln ist der größte Luxus, den ich mir momentan vorstellen kann. Freie Zeit ist zwischen Job und Kindern so rar geworden, dass ich eigentlich immer irgendetwas vernachlässige, wenn ich mal nichts mache: Die Wäsche, die Rechnungen, den Blog, meine Freunde, meinen Mann, meine Fingernägel…Am Sonntag in Berlin waren die Kinder nicht dabei, der Mann auch nicht und mein Zuhause mit dem großen Ablagefach und der langen ToDo Liste waren weit weg. Mir blieb also gar nichts anderes übrig, als mich von meiner Freundin an die Hand nehmen zu lassen und guten Gewissens den Tag zu genießen.

Berlin1

Wir haben uns von Cafe zu Cafe, von Mahlzeit zu Mahlzeit und von Bistro zu Bistro gehangelt, jeweils unterbrochen von ein bisschen Schlendern durch Berlin. Und dann sind wir einfach so, mitten am Tag ins Kino gegangen. Klingt nicht sehr spektakulär? Stimmt! Es ist schließlich nicht so, als hätte ich seit Jahren kein Cafe und kein Kino mehr von innen gesehen. Das Besondere und für mich geradezu Spektakuläre war, dass ich kein einziges Mal an diesem Tag auf die Uhr geschaut habe. Ich habe an nichts anderes gedacht, als an mich und das, worauf ich gerade Lust habe. Das hat wunderbar gut getan. Ich glaube, das ist nur möglich, wenn ich weit weg von zu Hause bin und wahrscheinlich brauchte ich dazu auch meine Freundin, die noch weiß, wie man sich um sich selber kümmert.

In der Nacht schlief ich in meinem Hotelzimmer durch (!) und den nächsten Tag verbrachte ich beim Videodreh mit zwei Lieblingskolleginnen: Berlinmittemom und Frau Mutter. Das alles hat so gut getan, dass es den Abschiedsschmerz wert war.
Berlin2

Berlin3

Die Kinder waren längst im Bett, als ich am Montagabend nach Hause kam. Es ist vielleicht nicht sehr schlau gewesen, aber den Mini habe ich mir einfach in mein Bett geholt. Musste sein. Am nächsten Morgen stand ich im Bad, da ging ganz langsam die Tür auf und herein kam ein kleiner Maxi im Superman-Schlafanzug und sagte strahlend: „Mamaaaa!“

Was für eine Freude, unterwegs zu sein- und was für ein Glück, nach Hause zu kommen!

Mamablog Mama Mia

 

 

 

Verratet Ihr mir, wann Ihr zuletzt Zeit vertrödelt habt? Könnt Ihr das noch? Und könnt Ihr Ruh von Euren Kindern trennen?

Perfekte Outfits für Mütter

Wenn Ihr mal auf die Website des schwedischen Labels Me&I klickt, dann findet Ihr dort nicht nur Kleidung, sondern auch einen Link zu den Blogfreunden von Me&I. Und einer dieser Blogfreunde bin ich!( Die anderen kennt Ihr bestimmt auch alle, oder?)

Als die Anfrage kam, ob ich auch in diesem Jahr wieder mit Me&I kooperieren möchte, musste ich nicht lange überlegen. Ich mag das Label einfach und weil ich hinter der Marke stehe und sie auch schon vor der Kooperation trug, darf sie ein kleiner Teil von Mama Mia sein.

Jetzt ist die neue Kollektion erschienen und ich habe für Mitte März meine Freundinnen zu einer Me&I Party eingeladen, denn Me&I vertreibt die Kleidung ausschließlich über Home Partys. Naja, fast ausschließlich. Als Blogfreund kann man auch mal bei Me&I anrufen und sagen: „Das Teil MUSS ich haben, bevor es ausverkauft ist!“

So ein Teil ist für mich dieses Kleid. Perfekt für Mamas, finde ich, denn es ist so herrlich leger und trotzdem chic, denn es ist ja schließlich ein Kleid. Für mich das perfekte Outfit für Mütter, die sich zwischen Pragmatismus und Eitelkeit bewegen. Zu Stiefeln, zu Sneakers, mit einer Leggings drunter…

meandi_neu6

Das ist übrigens ganz typisch für den Me&I-Style: Alles ist sehr lässig aber gleichzeitig klassisch. Eben diese Basic- Teile, die man unbedingt m Schrank haben muss.

Ich kaufe hauptsächlich Teile aus der Damenkollektion von Me&I. Die Kindermode passt inzwischen nicht mehr so zum Maxi, der schon einen ganz eigenen Style entwickelt hat. Der trägt am liebsten Hemden und manchmal müssen wir ihm ausreden, mit Krawatte in die Kita zu gehen. Ich finde das angesichts dieser Modelle ein bißchen schade:

meandi_neu3

 

meandi_neu2

meandi_neu1

 

Aber dieses Partneroutfit könnte ich mit meinen beiden Patenkindern gemeinsam tragen…

meandi_neu4 meandi_neu5

Und während ich jetzt auf den Paketmann warte, der mir mein neues Kleid bringen soll, könnt Ihr Euch schonmal die Gastgebergeschenke ansehen, die Ihr bekommt, wenn Ihr auch eine Me&I Party veranstaltet. Viel Spaß dabei!

Mamablog Mama Mia

 

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von Me&I

Alle Fotos Copyright Me&I

Wenn sie nicht so süß wären

„Wenn Ihr nicht so süß wärt“, habe ich vor einiger Zeit mal zum Maxi gesagt, „dann hätte ich Euch längst verkauft!“ Maxi antwortete : „Ach Mama, das ist doch Quatsch!“

Natürlich war das Quatsch, aber es war eben einer dieser Tage! Ich musste halbfertige Arbeit im Büro liegen lassen, um die Jungs abzuholen. Die waren schon im Auto kurz vorm Durchdrehen- wären sie nicht angeschnallt gewesen, hätten sie ganz sicher auf der Rückbank getanzt. Als sie abends endlich in ihren Betten lagen, war ich so erschöpft, dass ich auf dem Sofa einschlief, bevor mich der Mann um 0:00 Uhr ins Bett scheuchte.

Am nächsten Morgen um 6:30 klingelte mein Wecker.
Mein Augen waren gerade so weit geöffnet, dass ich nicht die Treppe herunterfallen musste. Ich öffnete die Haustür und angelte die Zeitung aus dem Briefkasten.

„Neue EU-Richtlinie. Eltern können Kinder verkaufen“, stand da auf der ersten Seite. Meine Augen waren nun ganz weit geöffnet, ebenso wie mein Mund. Das kam ja wie gerufen!

Der Mann war auf Geschäftsreise und ich überlegte kurz, ob ich den Verkauf vorher mit ihm abstimmen müsste, aber ich war mir sicher, für die Jungs einen guten Preis erzielen zu können und gegen ein bisschen zusätzliches Geld würde der Mann ja wohl nichts einzuwenden haben. Ich beschloss also, sofort zu handeln, denn schon in wenigen Tagen würde der Markt mit kleinen Kindern überschwemmt sein, so viel stand fest.

Ich zog den Jungs einen akkuraten Scheitel, putzte ihnen die Zähne, bis blinkende Sternchen erschienen und fand sogar saubere Klamotten für beide im Wäschekorb. Dann brachte ich sie in die Kita.
Am Nachmittag wollte ich mich nach geeigneten Käufern umsehen, falls bis dahin nicht schon ein Interessent in der Kita angefragt hätte.

Es waren schon einige Kinder in der Kita. Viele von ihnen trugen Schilder um den Hals. „Zu verkaufen!“ stand da oder „In liebevolle Hände günstig abzugeben!“ Schnell klebte ich den Mini und Maxi noch Post Its auf den Rücken („Kauf mich“) und fuhr ins Büro.

Auf dem Weg konnte ich sehen, dass die neue EU Richtlinie beim Volk sehr gut ankam. Überall sah man übermüdete Eltern, die ihre herausgeputzten Kinder vor die Haustüren schoben.

Ich blieb an diesem Tag länger als sonst im Büro, denn ich wollte den Jungs die Chance geben, neue Eltern zu finden. Der fehlende Zeitdruck machte mich extrem unproduktiv. Keine Ahnung, wie Menschen ohne Kinder das machen, ich finde, man kann so überhaupt nicht effektiv arbeiten. Da müsste ich mich in Zukunft besser organisieren, stellte ich fest.

Auf dem Weg nach Hause hörte ich im Auto eine Kinderlieder-CD. Die klingt allerdings sehr langweilig, wenn die zweite und dritte Stimme vom Rücksitz wegfallen. Mir blieb nichts anderes übrig, als das Radio einzuschalten, aber das war auch kein Vergnügen. Ohne Musik und überhaupt von vollkommener Stille umgeben fuhr ich weiter. Dieses Trauerzug-Feeling gefiel mir nicht, da müsste ich mir in Zukunft irgendetwas überlegen.

Zu Hause angekommen genehmigte ich mir erstmal ein Stück Schokolade, um mir die Umstellung ein bisschen zu versüßen. Weil niemand angerannt kam und „Auch Lade ham“ schrie, obwohl ich mich nicht im Spülschrank versteckt hatte, aß ich die ganze Tafel auf. Auf Dauer dürfte es relativ schwierig werden, mein Gewicht zu halten, stellte ich fest und setzte auch das Thema Ernährung auf meine Liste der Dinge, um die ich mich in Zukunft kümmern musste.

Langsam bekam ich eine Ahnung davon, dass mir dieses kinderlose Leben viel zu stressig werden würde! Viele zusätzliche Stunden am Tag würden sinnvoll gefüllt werden müssen. Liebgewonnene Ausreden würden ersatzlos entfallen. Sicher würde mein Umfeld Verspätungen zu Verabredungen nicht mehr so gnädig hinnehmen, wenn die Kinder nicht mehr bei mir wären. Und wie erkläre ich die unaufgeräumte Küche? Vielleicht würde ich mir die Nächte wieder in Clubs um die Ohren schlagen müssen und danach bis mittags im Bett liegen. Wie schade um die schönen Tage! Am Ende würde ich sogar wieder Sport machen müssen!

„Ich bin für ein so anstrengendes Leben nicht geschaffen!“, schrie ich und sprang auf. ICH BRAUCHE KINDER! Mindestens eins, besser zwei! Zwei Jungs fände ich schön und wenn sie ganz unterschiedlich wären, das wäre bestimmt süß.

In der Kita würde ich bestimmt fündig werden, also sprang ich ins Auto und sauste los. „Sind noch Kinder da?“ rief ich, als ich in die Kita stürmte und die Erzieherin nickte und lächelte wissend.

Ich suchte mir die süßesten aus, die ich finden konnte. Glücklich fuhr ich mit Mini und Maxi nach Hause.

Mamablog Mama Mia

 

 

 

12 von 12 im Februar

Es ist wieder der 12. des Monats und damit Zeit für die schöne Tradition, die Draußen nur Kännchen ins Leben gerufen hat.

Diejenigen, deren Wiege nicht im Rheinland stand, können es nur schwer nachvollziehen, aber hier bei uns tobt ab heute wie jedes Jahr für fünf Tage der Wahnsinn. Die Kinder waren total aufgeregt, denn in der Kita ist Weiberfastnacht der Höhepunkt der Session und es findet eine große Party mit allen knapp 80 Kindern in de Turnhalle statt. Für diese Party musste ich heute morgen um 7:00 Vorbereitungen treffen und Brote schmieren und Eier kochen.

IMG_6242

 

Danach überlegte ich mir, welches Kostüm ich dieses Jahr aus meinem großen Fundus hole, denn man geht natürlich an so einem Tag verkleidet ins Büro.

12v12_F6

 

Um 8:15 verließen ein kleiner fröhlicher Ritter und ein nicht ganz so fröhlicher Cowboy das Haus. Maxi war irgendeine Laus über die Leber gelaufen- wahrscheinlich war er einfach zu aufgeregt.

IMG_6250

 

Um 11:11 Uhr ließen wir im Büro die Korken knallen und feierten in der Küche unseres Großraumbüros.

12v12_F3

 

Anschließend machten sich die meisten Kollegen zur alljährlichen großen Party in der Telekom Zentrale auf. Ich blieb noch ein wenig im Büro.

12v12_F7

 

Die Kita schloss heute bereits um 14 Uhr, denn länger kann selbst der tapferste kleine Karnevalist nicht feiern. Für einen Mittagsschlaf ist an Weiberfastnacht viel zu viel los und so sind die kleinen spätestens um 14 Uhr völlig fertig und müssen deshalb abgeholt werden. Für mich gab es eine besondere Überraschung: Die Kitaleitung hat allen Elternräten einen Orden verliehen. Da habe ich mich aber gefreut!

12v12_F4

 

Nachdem sich die Jungs zu Hause ein bißchen ausgeruht und gestärkt hatten, gingen wir bei strahlendem Sonnenschein auf den Spielplatz.

12v12_F5

 

Und da kam dann plötzlich auch der Papa vorbei. Da war wieder Karneval für die Jungs!

12v12_F2

 

Trotz Sonnenscheins war es ziemlich kalt, also gab es zum Aufwärmen einen Kakao. Mit Sahne! Unnötig zu sagen, dass das eine riesige Schweinerei war, oder?

12v12_F1

 

Hier stapeln sich so langsam die Freundebücher- kein Wunder, bei so vielen Kindern in der Kita.

IMG_6253

 

Während der Papa mit dem Mini beschäftigt war, wollte ich mit dem Maxi diese schöne Idee zum Schleife-binden-Lernen von der Tollabox ausprobieren. maxi war total interessiert und vorfreudig, als er sah, dass ich etwas für ihn bastelte. Als er aber feststellte, dass das etwas mit Lernen zu tun hatte, war er überhaupt nicht mehr begeistert. Das Thema verschieben wir dann wohl erst noch mal…

IMG_6266

 

Stillsitzen ist ja auch doof! Dann lieber eine Runde mit dem Papa toben. Zum Beispiel in einer Art Hängematte.

IMG_6259

 

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Abend!

Alaaf!

Mamablog Mama Mia

Mamablogger- Wichteln: Kennt Ihr schon „Mit Kinderaugen“?

Kennt Ihr Berlinmittemom? Oder die Super Mom? Oder Stadt, Land Mama? Bestimmt, oder? Und Lucie Marshall? Frau Mutter? Sonea Sonnenschein? Wahrscheinlich, auch, stimmt´s?

Ich schon, denn, viele von ihnen habe ich schon auf Veranstaltungen getroffen und manche von ihnen auch privat. Man kennt sich nämlich untereinander, so als Mamablogger (oder Babybogger oder Elternblogger) und manchmal werden sogar richtige Freundschaften daraus.

Bei einem unserer regelmäßigen Austausche kamen wir auf die Idee, eine Art Blogger-Wichteln zu veranstalten. Lisa von Stadt Land Mama war so lieb und hat alle, die teilnehmen wollten auf kleine Zettel geschrieben und dann gelost. So erhielt jeder Blogger einen anderen Blogger, der seinen Blog vorstellt und einen Blogger, den er selber vorstellen soll.

Mama Mia wurde hier von Stadt Land Mama vorgestellt und ich habe heute die Ehre, Euch Dajana und ihr Blog „Mit Kinderaugen“ vorzustellen.

mitkinderaugen

Auch Dajana habe ich schon mehrfach getroffen und kann versprechen, dass es mit ihr nie langweilig wird! Für unser Blogwichteln hat sie mir ein paar Fragen beantwortet:
Ich hab mir gerade einen Kaffee gemacht und mit meinem Rechner am Küchentisch. Und Du so?

Bei mir ist es gerade 23.03Uhr und ick sitze in sehr lässigen Baumwollstrumpfhosen (Kopfkino an) auf der Couch. Die Männer liegen schon im Bett. Bei mir wird es wie immer nicht vor 24.00 Uhr werden, bis ich mich dann mal in die Federn schwinge.

 

Stell Dich doch mal kurz vor!

Ich bin Dajana. Fast 35. Brandenburgerin, die seit über 10 Jahren im Rheinland lebt. Mama des dreijährigen Mini Chefs. Ich lache gern und viel. Bin offen und sehr kontaktfreudig. Ehrlich. Sehr euphorisch. Ick bin schnell von Dingen begeistert und dann umso enttäuschter, wenn sie nicht klappen. USA verliebt. Reisebegeistert, aber dennoch kann ich mich in Flugzeugen nie zu 100% entspannen. Noch was?! Nö, wa? Reicht!

 

Denkst Du, Erwachsene können die Welt noch mit Kinderaugen sehen?

Ich glaube viele haben es leider verlernt. Wir sollten es aber unbedingt immer wieder mal tun. Auch wenn das im alltäglichen Leben nicht immer so einfach ist. Wer hat schon jeden Tag die Zeit, 15 Minuten mit voller Hingabe eine Schnecke zu beobachten?! Aber lässt man sich darauf ein und lässt eben Haushalt und Arbeit mal kurz liegen, dann kann man unfassbar schöne Dinge durch seine Kinder entdecken, die einem so vielleicht nie aufgefallen wären. Auch mal kindlich und völlig frei wie blöde schreiend durch die Wohnung (oder wahlweise die Einkaufsstraße) rennen, sollte man hin und wieder mal tun. Dit befreit wirklich ungemein.

 

Auf deinem Blog gibt es verschiedene Rubriken und eine große Vielfalt an Themen. „Mit Kinderaugen“ ist echt vielseitig. So bist Du auch, oder?

Ja ich bin sehr vielfältig. Allerdings kann das auch schwierig sein, denn ich kann mich ganz schlecht entscheiden. Immer wieder überlege ich, ob es auf meinem Blog zu viele Themen gibt. Aber von einem Thema trennen kann ick mich eben och nicht. Ich mag meine Themen und ich sehe an den Zahlen, dass sie bei meinen Lesern gut ankommen. Es gibt keine Kategorie, die wenig besucht wird. Die eine ist zwar beliebter als die andere, aber es ist eben keine so „unbeliebt“, dass ich mich von ihr trennen möchte.

 

Wenn Dajana bloggt, wie darf ich mir das vorstellen? Einfach so drauf los oder eher mit Redaktionsplan und so?

Von beidem etwas. Ich habe immer viele Ideen und Themen im Kopf, die ich in einem Zwei-Wochen-Plan strukturiere. Dazu kommen Kooperationen, die ich mit einplane. Also grob steht immer ein Plan fest. Dieser kann aber spontan umgeschmissen werden, wenn ich zum Beispiel ein Thema habe, über das ich unbedingt bloggen möchte oder wenn eine Koop reinkommt, die schnell online gehen muss. Aber prinzipiell arbeite ich mit einem Themen- bzw. Redaktionsplan.

 

Gibt es noch etwas, das meine Leser wissen sollten, bevor sie jetzt alle einmal rüberklicken?

Ick schreibe so, wie ick quatsche. Wer mich „in echt“ kennt weiß, dass das stimmt. Einge Leser müssen sich daran erst gewöhnen, dass ich eben mit Brandenburger Dialekt schreibe. Natürlich nicht von vorne bis hinten. Dit wäre einfach zu viel. Aber hier mal ein „icke“ und dort mal ein „och“…so sind meine Texte. Ich kann natürlich auch hochdeutsch schreiben und wenn es ein Auftrag verlangt, schreibe ich auch „normal“. Aber auf meinem Blog schreibe ich eben so wie ich rede.

 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen auf „Mit Kinderaugen“.

Und falls Ihr mir auch mal Fragen stellen wollt: Einfach unter diesem Beitrag in den Kommentaren Eure Fragen stellen 🙂

Mamablog Mama Mia

Der Papst und die Prügelstrafe: Mehr als nur Worte eines alten Mannes

Wenn es nach dem Vatikan geht, sollten wir unserer Liebe besser nicht zu deutlich Ausdruck verleihen und einfach bloß so aus Leidenschaft miteinander ins Bett gehen.

Wenn es aber um unsere Kinder geht, da müssen wir uns nicht zurückhalten, da dürfen wir ganz impulsiv einfach mal zulangen.

Ich bin mir immer noch nicht sicher, was ich von diesem nun nicht mehr ganz neuen Papst halten soll. Es hat einen gewissen Charme, dass er immer wieder einfach das Erstbeste sagt, was er denkt. Da sind schon ganz wunderbare Statements bei herausgekommen, wie zum Beispiel, dass sich die Katholiken nicht vermehren müssten, wie die Karnickel. Auch seine Abrechnung mit den Kardinälen kurz vor Weihnachten war so ein Highlight.

Gestern schrie Deutschland allerdings auf, nachdem der Papst sinngemäß erklärt hatte, seine Kinder zu schlagen könne schon in Ordnung sein, solange es die Würde des Kindes nicht verletzte.

Es ist klar, man kann es drehen und wenden, wie man will: Wer sein Kind schlägt, verletzt dessen Würde immer.  So verwundert es kaum, dass der Papst für seine Äußerung ordentlich Kritik einsteckte.

In meiner gesamten Twitter Timeline, auf Facebook und in allen Medien hagelte es Kritik.

Ist das nicht schön? Ist es nicht wundervoll, dass wir in einem Land leben, in dem sich Menschen durch die Bank über den Papst aufregen, weil er diese alte „Och so ein kleiner Klaps schadet doch nicht“- Pädagogik wieder auspackt?

In Deutschland ist die Prügelstrafe zum Glück abgeschafft. Und Deutschland ist den Weg konsequent zu Ende gegangen und hat die körperliche Züchtigung auch als Straftatbestand im Strafgesetzbuch verankert. Im Grunde könnten wir uns nun alle zurücklehnen und den Papst einen guten Mann sein lassen. Wozu einen Blogpost verfassen, wenn die Antwort auf die Worte des Papstes für jeden auf der Hand liegen?

Weil Kinder leider immer noch geschlagen werden. Und in vielen Ländern ist es nicht einmal verboten.

Sogar in Europa ist die Prügelstrafe nicht flächendeckend abgeschafft. Und dort wo sie abgeschafft ist, wird zum Teil noch zwischen Prügelstrafe in der Schule und zu Hause unterschieden und nur die körperliche Züchtigung in der Schule unter Strafe gestellt.

Weltweit ist die Situation von Kindern noch viel katastrophaler. In den USA können Eltern ihre Kinder laut Gesetz schlagen; die Gewaltanwendung muss sich nur „in einem vernünftigen Rahmen“ halten. Papst Franziskus lässt grüßen. In 19 US-Staaten dürfen Lehrer ihre Schüler noch schlagen.

Sehr gerne mit den Kindern in den USA tauschen würden sicher die etwa 168 Millionen Kinder weltweit, die laut internationaler Arbeitsorganisation (IAO) mehrere Stunden täglich arbeiten müssen und somit als Kinderarbeiter gelten. Sie knüpfen Teppiche, ernten Kakao, nähen sich die Finger wund oder arbeiten sogar in Steinbrüchen. Ihre Eltern tun das auch, und vielleicht haben sie abends keine Energie mehr, um ihre Kinder zu schlagen, aber wenn sie es doch tun, wird sich jedenfalls kein Jugendamt, kein Nachbar und kein Politiker darum scheren.

Solange es Kinder auf dieser Welt gibt, die irgendeine Form von Gewalt einstecken müssen, müssen wir unsere Stimme erheben, wenn jemand wie der Papst Prügel verharmlost. Ja, der Papst ist ein alter Mann, er hat keine Kinder und er entstammt einer Generation, in der körperliche Züchtigung noch an der Tagesordnung war. Viele von uns schütteln deshalb nur verständnislos den Kopf. Aber anderswo auf der Welt (oder auch in Deutschland) sind seine Worte vielleicht auf fruchtbaren Boden gefallen und jemand schlägt gerade selbstzufrieden sein Kind- nur ein kleines bißchen, total „würdevoll“ und jetzt neu: Mit dem Segen des Papstes.

Die Worte des Papstes sind nicht nur die Meinung eines alten, kinderlosen Mannes. Es sind Worte, die überall auf der Welt gehört werden, weil sie aus dem Mund des Oberhauptes der katholischen Kirche kommen. Jeder, der so viel Einfluss hat, sollte seine Worte besser wählen.

Und jeder, der so eine Botschaft in die Welt hinaus sendet, verdient Prügel Kritik. Von jedem, der eine Stimme hat- und sei sie noch so leise.

Mamablog Mama Mia

 

 

 

 

Gewinnt einen 50 Euro Gutschein von Vertbaudet

* in Kooperation mit Vertbaudet

Die Waschmaschine steht nicht still.

Die Jungs haben so viel Energie und Kraft- wenn ich sie nicht jeden Nachmittag nochmal eine Runde durch den Garten oder über den Spielplatz scheuchen würde, säßen sie vermutlich jede Nacht bis drei Uhr hellwach in ihren Betten.

Da sie draußen nicht wirklich viel kaputt machen können und viel mehr Auslauf haben, geht es mitunter noch stürmischer zu. Und so sehen sie anschließend auch aus. Am späten Nachmittag kann man beobachten, wie ich mit zwei dick mit Dreck verkrusteten Kindern nach Hause komme.

Was dann wichtig ist, ist Kleidung, die alles mitmacht.
Strapazierfähig heißt das Zauberwort. Spätestens, wenn sie anfangen auf Bäume zu klettern, muss vor allem die Hose einiges aushalten. Ansonsten sind schnell Löcher im Stoff.  Bei Regen und Kälte sollten die Sachen wind- und wasserdicht sowie atmungsaktiv sein, damit die Jungs sich nicht noch mehr Erkältungen einfangen, als ohnehin.

Kinderkleidung

Funktionsfasern, Fleece und Woll-Synthetik-Mischungen sorgen dafür, dass die Feuchtigkeit nach außen absorbiert wird, wenn die Kinder schwitzen. Im Winter schützen wattierte und gefütterte Jacken und Hosen gegen Eis und Schnee.  Obwohl es hier eigentlich nie schneit und wir nie, nie, niemals in den Skiurlaub fahren sind die dicken Schneeanzüge doch für sämtliche winterlichen Outdoor-Aktivitäten super.
Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Bewegungsfreiheit. Aktive Kinder wollen sich nicht durch enge, unbequeme Kleidung in ihrem Bewegungsdrang einschränken lassen. Dies machen elastische Stoffe aus weichen Materialien wie Baumwolle möglich, die zudem wichtig für den Wohlfühlfaktor sind. Bei kratziger Kleidung hört für Maxi der Spaß auf. Dem muss ich auch immer die Etiketten aus den Klamotten schneiden, weil sie ihn so stören. Also besser für den Familienfrieden auf unbequeme Hosen und Oberteile  verzichten. 
Weiche Stoffe schützen die empfindliche Kinderhaut außerdem vor mechanischer Reizung, die u.a. zu Irritationen und Ausschlag führen kann.

Bei mir selber bin ich da nicht so kleinlich, aber da viele Kleidungsstücke durch Veredelungstechniken mit chemischen Stoffen behandelt sind, kommt es bei immer mehr Kindern zu Kontaktallergien und gerade bei den Klamotten, in die die Kinder viel hineinschwitzen achte ich daher auf schadstofffreie Kleidung. Entsprechende Kleidung ist mit Ökolabels zertifiziert.
Damit die Jungs nicht zu lange still halten brauchen, muss ihre Kleidung praktisch und leicht an- und wieder auszuziehen sein. Hosen mit Gummibund und Oberteile mit Druckknöpfen erleichtern den „Boxenstopp“ sehr, wenn es ans Umziehen geht.
Ein große Auswahl an Kindermode, die diesen Anforderungen entspricht, gibt es bei Vertbaudet. So umfasst die Kollektion von Vertbaudet funktionale Hosen mit Gummibund und Knieverstärkungen sowie Jacken mit versteckbarer Kapuze und herausnehmbarem Innenteil. Durchdachte und hochwertige Kinderkleidung ist also wichtig, damit die Kinder sich wohlfühlen und Spaß beim Spiel haben. Dazu erfüllt sie eine gewisse Schutzfunktion. 
Zum Schluss hat hochwertige Kinderkleidung den Vorteil, dass sie „vererbt“ werden kann und seltener weggeschmissen werden muss.

Ich darf heute an Euch einen Gutschein für den Online Shop von Vertbaudet in Höhe von 50 Euro verlosen.

Hinterlasst mir dafür einfach einen Kommentar unter diesem Post. Steht Eure Waschmaschine zum Beispiel auch nie still? Wie macht Ihr das mit dem Rausgehen bei diesen Temperaturen?

Den Gewinner/die Gewinnerin gebe ich am 11.02. 2015 auf Facebook bekannt. Um nachlesen zu können, ob Ihr gewonnen habt, müsst ihr keinen Facebook-Account haben, ihr könnt meine Seite auch so einsehen.

Viel Glück!

Mamablog Mama Mia

 

 

 

Klitzekleines- Berufswünsche

„Duuuuuhuuuu, weißt Du, was ich mal werden will?!“

Ich hole den Maxi von der Kita ab und sein Freund baut sich vor mir auf.

„Nein, was denn?“ , frage ich interessiert. Seine Antwort: „Spezialeinheit der Polizei!“

Es gibt anscheinend noch andere Kinder, an denen das aktuelle Tagesgeschehen nicht unbemerkt vorbeigeht.

Mal sehen, was der Maxi dazu sagt. „Und Du, mein Großer?“

Und Maxis Antwort kommt mit schon jetzt stolzgeschwellter Brust: „Papa!“

Dazu muss man wissen, dass Maxi und sein Freund sich ständig messen müssen. „Wollen wir ein Wettrennen auf dem Flur machen?“ „Wer zuerst unten ist“ Wer sich schneller die Schuhe ausziehen kann“… die beiden stehen in einem immerwährenden Wettkampf. Logisch, dass der Maxi auch den Berufswunsch seines Freundes mit etwas noch Coolerem toppen muss. Und wer ist der coolste Mann von allen? Papa!

Maxi weiß, dass sein Papa jeden Tag ins Büro gehen und ganz viel arbeiten muss, aber was für ein Berufsbild dahinter steckt, weiß er offenbar nicht. Für ihn ist sein Vater von Beruf all das, was er eben so macht. In Maxis Antwort liegt so viel drin. Maxis Vater ist ein Papa und genau so möchte der Maxi auch werden. Da kann sein Freund bei der Spezialeinheit der Polizei aber wirklich einpacken!

Mamablog Mama Mia

 

Andere Leute haben viel nettere Kinder

Es war ein anstrengender Tag! Am Abend sagte ich zum Mann:

„Wir brauchen ne Nanny! Die Kinder sind so anstrengend. Ich kann nicht mehr!“

Die Jungs schliefen seit 10 Minuten und der Mann hing noch völlig geschafft von den letzten 45 Minuten auf dem Sofa.  „Aber wie machen das denn andere Leute mit kleinen Kindern?“ wollte er wissen.

Andere Leute“ antwortete ich total überzeugt, „andere Leute haben einfach nicht so schreckliche Kinder wie wir!“

schrecklich2_bearbeitet-1
Hinter mir lag einer dieser Tage, an denen mir die Kinder den letzten Nerv rauben! Sie waren wilder als wild und lauter als laut. Immer wenn ich das Chaos vor meiner Nase beseitigte, führten sie hinter meinem Rücken die nächste Katastrophe herbei. So drehte ich mich den ganzen Tag um meine eigene Achse und kam immer 10 Sekunden zu spät am „Tatort“ an. Die Jungs stritten sich wegen nichts und gönnten einander nicht das Schwarze unter den Fingernägeln. Ich wußte nicht, wie ich sie auch nur für fünf Minuten vom Streiten abhalten sollte. Wenn in der „Sendung mit der Maus“ mal der Begriff „Verzweiflung“ erklärt wird, können sie einfach mein Gesicht an so einem Tag einblenden.

schrecklich3

Ich fluchte an diesem Abend noch eine ganze Weile über meine Kinder, die schrecklichen Biester und der Mann stimmte mit ein!  Was macht man bloß mit solchen Rabauken? Wo soll das hinführen? Ach, haben wir es schwer! (->Profitipp: Wenn man sich bei einer schönen Flasche Wein mit dem Partner über die Kinder aufregt, macht es eigentlich ziemlichen Spaß!)

Am darauffolgenden Wochenende waren wir zu einer Geburtstagsparty eingeladen. Eine Nanny hatten wir immer noch nicht, aber der Babysitter hütete die Jungs. Wir kannten kaum einen der anderen Gäste, trotzdem standen wir nach kurzer Zeit ins Gespräch vertieft mit einigen anderen zusammen, denn wir hatten schnell gemerkt, dass wir alle eines gemeinsam hatten: Kinder.

Schrecklich1

Und da standen wir Eltern nun mit unseren Drinks in einer großen Runde und hatten nichts Besseres im Sinn, als uns an unserem kinderfreien Abend über unsere Kinder zu unterhalten.

Dabei erzählten wir uns aber nicht gegenseitig, wie toll unsere Kinder sind. „Der Tom ist ja schon so weit!“ „Ja! Meine Emma auch! Die kann schon mit der linken Hand rückwärts Gedichte schreiben!“- Solche Themen sind wohl anderen Runden vorbehalten. Wir gaben lieber gegenseitig die Schandtaten unseres Nachwuchses zum Besten

Wir schüttelten die Köpfe. Wir wirkten verzweifelt. Wir verzogen ein bißchen gespielt unsere Mundwinkel. Und wir genossen es.

Mit den einleitenden Worten: „oh ja, das machen unsere ja auch gerne…“ reihte sich eine Geschichte an die andere. Der Mann und ich erzählten davon, wie unsere Jungs den abnehmbaren Drehknopf unseres Küchenherdes versteckt hatten und wir so lange nicht kochen konnten, bis wir einen neuen geliefert bekamen. Am nächsten Tag fanden wir ihn in der Ritze vom Sofa. Und wie ich mit dem Maxi bei der U8 war und sich die beiden Kinder im Behandlungszimmer wartend um drei Bücher gestritten haben. Drei Bücher, zwei Kinder- man könnte meinen, das funktioniert… Und wie der Mini neuerdings alles mit einer beeindruckenden Entschlossenheit in den Mülleimer wirft. Manches haben wir wieder herausgeholt, vieles wird noch vermisst. Vermutlich gehen auch der fehlende Schlüssel vom Gartentor und mein Fahrzeugschein auf dieses Konto (aber vielleicht habe ich beides auch selber verlegt…).Und wir beschrieben, wie die beiden jeden Tag schwerterschwingend das Haus unsicher machen.

Eine Frau wollte sich zu uns gesellen, drehte dann aber wieder ab. Wahrscheinlich haben wir sie erschreckt.

Wenn sie genau hingehört hätte, hätte sie sicher gehört, wie viel Liebe aus den Worten der Eltern triefte. Stolz beschrieben wir unsere geliebten Kinder mit ihren witzigen Eigenheiten und durchaus anstrengenden aber sehr unterhaltsamen Marotten. Diese putzigen, kleinen Terroristen, die bei uns wohnen, die unser Leben sowas von auf den Kopf stellen und die wir eigentlich in diesem Moment gerne mal kurz abknutschen würden, auch wenn sie uns noch bis vor zwei Stunden den letzten Nerv geraubt hatten.

Eltern, die Spaß daran haben, sich darüber zu unterhalten, was ihre Kinder so alles anstellen. Das muss diese Liebe sein.

Als wir nach Hause gingen waren wir sehr glücklich, weil wir mit den Geschichten unserer Jungs für so viel Erheiterung gesorgt hatten. Und anscheinend haben gar nicht nur wir so schreckliche Kinder. Wie beruhigend!

Zufrieden schliefen wir ein. Einem neuen, anstrengenden Tag entgegen.

Mamablog Mama Mia