Neues Jahr, neues Glück: Warum ich nicht ohne Vorsätze ins neue Jahr gehe

Mit den guten Vorsätzen ist es kompliziert. Ein bißchen gehören gute Vorsätze zum Jahreswechsel dazu, aber im Grunde meinen wir es nicht allzu ernst mit ihnen, schließlich haben wir sie selten bis in den Februar hineingerettet, so gut wie nie bis in den März und spätestens im Mai haben wir bislang jeden noch so guten Vorsatz längst vergessen.

Warum sich also mit guten Vorsätzen selbst betrügen? Ist es nicht sinnvoller, wenn wir uns mit uns selber aussöhnen? Wenn wir akzeptieren, dass wir niemals eine Sportskanone/ein ordentlicher Mensch/schlank/…/sein werden, werden wir dann nicht viel zufriedener ins neue Jahr starten, als wenn wir uns halbherzig Dinge vornehmen, von denen wir vermuten müssen dass wir sie niemals umsetzen werden?

Vielleicht. Ich werde es trotzdem wieder tun!

In den letzten fünf Jahren habe ich Silvester mit dem Mann und dem Sohn/den Söhnen alleine zu Hause verbracht. Wir waren viel zu müde, um freiwillig bis Mitternacht wach zu bleiben. Wir haben trotzdem gefeiert. Es gab Raclette, Wunderkerzen, Dinner for one und irgendwann sind wir alle ins Bett gegangen. Wilde Silvesterparties müssen noch ein paar Jahre auf uns warten. Trotzdem ist der Jahreswechsel etwas Besonderes für mich.

Es ändert sich nur eine Zahl und am nächsten Tag ist alles immer noch so, wie es vorher war. Aber spätestens, wenn wir das Feuerwerk am Himmel sehen, fragen wir uns doch alle, wie es wohl werden wird- das neue Jahr.  Werden wir glücklich sein?Was wird es uns bringen?  Vielleicht ein Baby? Einen neuen Job? Die große Liebe?

Mit Blick in den Silvesterhimmel habe ich noch nie Angst gehabt vor dem, was kommen mag. Ich stehe jedes Jahr da, betrachte das Feuerwerk und bin zuversichtlich. In diesem Moment steht der Glaube daran im Vordergrund, dass es ein gutes Jahr werden wird, das viele schöne Momente für mich und meine Familie bereithalten wird. Die erste Stunde des Jahres ist keine Zeit, in der ich mich sorge, nein, in der Silvesternacht schaue ich freudig und hoffnungsvoll auf ein neues Jahr.

Ein neues Jahr ist immer wie ein kleiner Neuanfang. Das ist es natürlich nicht wirklich, aber es fühlt sich so an, weil wir aufgrund des Rituals der Silvesterfeiern das alte Jahr abschütteln und freudig das neue begrüßen.

Und dieser Neuanfang wird unterstützt durch unsere guten Vorsätze. Wenn ich mir erst gar nichts vornehme, dann gebe ich damit die Hoffnung auf , die mit dem Jahreswechsel immer ein bißchen verbunden ist. Die Hoffnung stirbt doch zuletzt- und nicht zuerst! Meine guten Vorsätze unterstützen das schöne Gefühl, dass im neuen Jahr alles so viel besser werden kann, als es jemals war. Selbst wenn ich vermuten muss, dass das utopisch ist, so ist es doch schön. Vor allem aber wäre es sehr traurig, wenn ich mich dem Gefühl von Neuanfang verschliessen würde.

Und noch etwas: Wenn ich schon nicht mehr selber an mich glaube, wer soll es dann tun?

Ich glaube also daran, dass ich 2015 ein Mensch werden kann, der Sport macht und der wieder mehr Zeit für seine Freunde findet.

Mindestens bis März!

Mamablog Mama Mia

 

 

 

Habt Ihr noch Vorsätze? Und glaubt Ihr an deren Umsetzung??

2 Kommentare

  1. Einszwoviele (@MaWi1337)

    Hey Mia!

    Ich musste gerade herzlich schmunzeln, habe ich doch just in diesem Jahr tatsächlich das erste mal in meinem Leben einen Neujahrs-Vorsatz durchgezogen. Ich spiele 2-3 mal die Woche Badminton, und es tut so unfassbar gut! Der Nachteil ist das jetzt ALLE Abende unter der Woche voll sind (Frau Yoga, ich Badminton), aber immerhin so gelegt, das die Kids im Bett sind (nach 19 Uhr). Ist ein volles Programm, funktioniert aber erstaunlich gut.

    Also, einfach mal einen (oder mehrere/alle) Vorsätze durchziehen. Ist mal was neues 😉

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