Kinderwunsch

Ich wollte immer Kinder. Nicht eines, sondern mehrere. Als ich mit dem Maxi schwanger wurde, hielt ich den positiven Schwangerschaftstest in der Hand und obwohl es sich in dem Moment unglaublich anfühlte, war es doch im Grunde ganz selbstverständlich. Von allen Wegen, die ich in meinem Leben eingeschlagen habe, war keiner so klar vorgezeichnet wie dieser.

Eineinhalb Jahre später wurde ich mit dem Mini schwanger. Ich habe nie darüber nachgedacht, ob ich das möchte, oder wann ich das möchte, ich wollte es einfach. Wahrscheinlich schon immer.

Heute bin ich 36 Jahre alt, Mutter zweier Söhne und alles ist, wie es immer sein sollte. Oder?

Babyblog

Zum allerersten Mal weiß ich es nicht. Nie zuvor habe ich mich gefragt, ob ich (noch) ein Baby haben möchte. Jetzt ist die Frage da und ich weiß keine Antwort. Die Selbstverständlichkeit, mit der ich Mini und Maxi in die Welt gesetzt habe, ist für Kind Nummer 3 nicht da.

Alles wäre leichter, wenn ich dafür jetzt spüren würde, dass ich KEIN Kind mehr möchte, aber auch dieses Gefühl suche ich vergeblich. Ich weiß weder, ob ich wieder schwanger werden möchte, noch, ob ich kein Kind mehr möchte.

Die Eintscheidung für ein drittes Kind finde ich deutlich weitreichender, als die Entscheidung für ein zweites Kind, und so scheint es mir nicht passend, eine Pro/Kontra-Liste anzulegen, aber trotzdem horche ich natürlich in mich hinein und versuche so, eine Antwort zu finden.

Der Kopf sagt meistens eher nein. Weil der Kopf findet, dass Kinder ganz schön anstrengend sind, und teuer, und sie rauben uns den Schlaf und sie treiben uns an unsere Grenze und darüber hinaus und eigentlich ist es doch ganz schön, dass man so langsam mit den Jungs reden kann und alles ein kleines bißchen leichter ist, als noch vor einem Jahr.

Das Herz hat andere Argumente, aber die haben es in sich. Sie heißen Mini und Maxi. Mit beiden Kindern habe ich eine Art  Schlüsselmoment erlebt, der mein Herz rufen lässt: Man kann überhaupt niemals genug Kinder haben!

Am Nachmittag von Minis Geburt kam der Mann mit dem Maxi ins Krankenhaus. Der Maxi, bis zu diesem Tag mein kleines Baby betrat das Zimmer und plötzlich sah ich ihn mit ganz anderen Augen. Da war dieses neue Baby in meinem Arm und vor meinem Bett stand der Maxi. Gerade eben erst hatte ich ihn in einem Krankenhausbett im Arm gehalten und nun stand er da und ich wurde geflutet von einer riesigen Welle aus unendlicher Liebe und Stolz. Als ich auf meine beiden Söhne schaute, der eine so klein und der andere plötzlich schon so groß, da wurde mir bewußt, welchen Weg wir mit dem Maxi schon zurückgelegt hatten und ich fand, dass wir das ganz toll gemacht haben. Wir wußten schließlich vorher auch nicht, wie man das eigentlich so macht, mit dem Elternsein und ich fand, das Ergebnis konnte sich sehen lassen. In diesem Moment wußte ich auch, dass mit dem Mini alles prima gehen würde. Wir sind super Eltern und wir können das richtig gut, war der glückselige Gedanke, der in diesem Moment in der Luft lag.

Seit diesem Tag blicke ich immer wieder auf die beiden und sehe dann die Zeit, die zwischen Mini und Maxi liegt und spüre Stolz und Glück und Liebe. In diesen Momenten bin ich mir sicher, dass mich nichts auf der Welt glücklicher machen kann als diese Kinder und dass noch ein Kind noch mehr von diesem Glücksgefühl bedeuten würde.

Und der Mini? Den habe ich vor ein paar Tagen plötzlich angesehen und für einen Moment gedacht, ich betrachte ein fremdes Kind. DAS ist das kleine Würmchen, dass in dieser Mai-Nacht so stürmisch seinen Weg in die Welt gefunden hat?! Man kennt sein Kind anfangs ja noch gar nicht und hat keine Ahnung, was für eine Person da in sein Leben getreten ist. Man kann ein bißchen über das Temperament erahnen und man stellt bestimmte Neigungen fest, aber erst im Laufe der Jahre wird jeden Tag ein bißchen deutlicher, was für ein Mensch das eigene Kind ist. Wer hätte ahnen können, dass der Mini so anders ist, als der Maxi? Eine Stimmungskanone, einer, der immer lacht und gerne albern ist- vielleicht ein zukünftiger Prinz Karneval! In diesem Moment war ich fasziniert davon, wie es ist, sein eigenes Kind zu entdecken und das machte mich plötzlich so neugierig auf noch einen kleinen Menschen.

Im Grunde glaube ich, dass ich eine „3-Kinder-Mama“ bin. Wenn der Mann sagen würde: „Ich möchte noch ein Kind“, würde ich vermutlich nicht zögern. Aber der Mann sagt das nicht, und ich verspüre nicht genug Kinderwunsch, um ihn zu überzeugen. Es fühlt sich aber auch einfach so gut an, wie es ist. Meine drei Männer und ich. Ein Kleeblatt. Glücksklee, keine Frage!

Vielleicht ist die Zeit für unser drittes Kind noch nicht gekommen, und ich weiß auch nicht, ob sie jemals kommen wird, und so kann ich für jetzt nur entscheiden, dass ich warten werde, bis ich weiß, ob noch eine Seele zu uns kommen möchte.

Bis dahin erzähle ich jedem, der mich fragt: „NEIN! Mit DEM Thema sind wir durch! Wir sind WIRKLICH asusgelastet. Aber Euch kann ich es ja erzählen: Das ist gelogen.

Mamablog Mama Mia

 

 

 

 

 

57 Gedanken zu “Kinderwunsch

  1. Bei uns war die Entscheidung für 3 Kinder immer eine klare Sache, nun sind sie da, im 2,5 Jahresschritt, alles wie gewünscht und geplant, perfekt. Die kleine Maus ist nun fast 2,5 Jahre alt und irgendwie ist da dieses Gefühl, das Gefühl es eventuell noch einmal zu versuchen, jedoch wird man schon mit 3 so kleinen Kindern blöd angesehen und passt nicht so recht ins Gesellschaftsbild, das schreckt schon enorm ab. Auch wenn man gut situiert ist, grosses Haus in München, sehr gute Jobs, etc. Es kommt noch dazu das die 40 nicht mehr so weit entfernt ist und dies irgendwie den Druck erhöht. Also kurz gesagt, wir, okay mehr ich, bin auch am Hin- und Herüberlegen.

  2. Liebe Mia, Du hast das sooo schön geschrieben und beschrieben. Mir geht es 1:1 genau gleich, aber ich konnte es noch nicht so in Worte fassen. Eigentlich sehe ich mich als Zweifachmama, schliesslich arbeite ich und liebe meine Arbeit, wo soll da ein 3. Kind noch Platz finden, dem ich auch gerecht werden kann? Aber die Sehnsucht ist trotzdem irgendwie da. Weil Familie alles für mich ist. Ich sehe meine Grosse (5) und denke: Wow, was sie schon alles erreicht hat. Ich sehe meinen Kleinen (8 Monate) und denke: So schön, noch ganz viele kleine tolle Momente warten auf uns, die ich von der Grossen schon kenne. Und trotzdem ist er schon jetzt ganz anders als die Grosse. Ja, in meinem Herzen hat es noch Platz für ein drittes Kind. Aber ich bin jetzt 37 und schon sooooo müde nur mit zwei Kindern. Mein Herz sagt ja, mein Verstand: Ich will schlafen! Mal schauen…

  3. Ach Mia, das hast Du wie immer in schöne Worte gepackt !! Unser 2. Baby war ganz lange unklar … Deshalb auch die 6,5 Jahre Abstand. Nun denk ich oft wie bescheuert wir doch waren, mit all unseren Sorgen. Dieser kleine Mensch gehört einfach zu uns und er hat hier gefehlt ! Komischerweise beschleicht mich aber auch noch ein kleiner Gedanke an ein 3. Kind !! Den verspürte ich damals nicht nach Lili s Geburt. Vielleicht ist es meine innere Uhr, deren ticken immer lautet wird und meine Angst dass es irgendwann zu spät ist. Doch leider kommt ein 3. Kind für meinen Mann nicht in Frage !! Es ist also warscheinlich die Vernunft die siegen wird. Ach hätten wir doch früher angefangen ,… Denk ich so für mich !!

    Ich wünsche Dir dass Du die für Dich richtige Entscheidung findest !! Aber eine kleine Tochter wäre doch schön mit den 2 älteren Brüdern !! Ja Kinder sind schon was Wunderbares !!!!!

  4. Ich dachte nach zwei Kindern, die einen sehr geringen Altersabstand haben auch, dass ich durch bin! Allerdings bin ich dann, als der Kleine dann auch ein Kindergartenkind war, plötzlich doch wieder durch die Babygänge im Drogeriemarkt geschlichen, habe überall Babybäuche gesehen und habe meinen fruchtbaren Tage berechnet 😉 Kurzum: ich war regelrecht besessen vom Babywunsch (auch wenn natürlich auch Unsicherheit mit im Spiel war) Naja, lange Rede kurzer Sinn, wir haben dann wirklich noch ein Kind bekommen!Und das war perfekt! Der Altersabstand betrug etwas mehr als vier Jahre zum mittleren Kind und es war eine wirklich sehr entspannte Zeit, in etwa so, als wenn man zum ersten mal Eltern wird, aber schon total erfahren ist 😉 Und nun? Nun fängt diese Gedankenspirale tatsächlich wieder von vorne an, allerdings nicht mehr so stark, wie beim dritten Kind. Aber auch ich bin Ende Dreissig (von meinem Mann mal ganz zu schweigen…) und ich weiß nicht, wie das mit meinem Job dannn überhaupt noch klappen würde und ob das nicht alles zu viel wäre…Eigentlich weiß ich noch nicht mal, ob es ein wirklich echter Kinderwunsch ist oder nur eine Raktion darauf, dass die Zeit mit wirklich kleinen Kindern für uns nun bald vorbei ist. Und so anstrengend das manches mal war oder auch noch ist, es war alles so wunderschön… Jedenfalls wäre ich nicht böse drum, wenn es einfach so passieren würde ;-)Demnächst ist auch unser kleiner Nachzügler ein Kindergartenkind, mal sehen, wie es dann wird.

  5. Ich kenne das > ja genau diese Gedanken. Ich könnte das geschrieben haben. Mit dem einen Unterschied das ich inzwischen mit Kind 3 schwanger bin.

    Ich habe eine Maxi 😉 die ist inzwischen stolze 10 Jahre alt, einen Minizwerg der fast genauso alt ist wie dein Mini gerade 18 Monate.
    Der Weg zu meinem Mini war schwer und lang und in diesen mehr als 2 Jahren Kinderwunsch und des wartens, haben wir als Paar und ich als Mama mich dazu entschieden 2 Kinder sind perfekt. Den noch einmal schaffe ich das nicht. Als wir dan erfuhren das es ein Junge wird und wir somit ein Pärchen hatten war es perfekt.

    Der Minizwerg steuerte auf seinen ersten Geburtstag zu und ohne einen weiteren Auslöser stieg in mir das Gefühl hoch das etwas fehlt.
    Ein Baby das mich braucht, ein weiterer Teil zur perfekten Familie, ein Stück ich und noch ein Stück von Papa. Einfach noch ein kleines wir, das unser Leben bereichert.

    Dann kamen doch die Zweifel. Meine große und der kleine mit 9 Jahren Altersunterschied sind im Grunde 2 Einzelkinder, sie lieben sich, sie streiten auch doch jeder macht sein eigenes Ding eh klar. Der kleine baut Duplo, während die große für die Englisch Grammatik Prüfung lernt.
    Dann war/ist da noch das finanzielle. Man braucht ein größeres Auto, 7 Sitze sollte es haben, den mit den heutigen Kindersitzen die gsd alles viel sicherer machen bekommt man keine 3 Kinder mehr in einen normalen Kombi.
    Kinderzimmer haben wir nur 2, was auch egal ist am Anfang da ein Baby bei uns schlafen würde, aber später???? Vielleicht doch zu Problemen und Geschwister Streit führen könnte. Und eventuell eng wird im Haus. Und diese Wäscheberge 😉 die würden auch nicht weniger.

    Und immer wieder kam mir die Zeit des Kinderwunsches in die Quere, Diese Anspannung, diese Angst wenn man spürt die Tage kommen und doch dieses hoffen und an jeden Strohalm klammern. Kurz gesagt Kiwu Zeit ist schrecklich! Für alle, auch den Mann ließ diese Zeit nicht unberührt.

    Während ich noch mit meinem inneren ICH in Selbstgesprächen versank und mich entschloss erstmal meine Gefühle nicht gleich meinem Mann zu erzählen, da dieser ja glücklich in seiner Mutter/Vater/2 Kind Welt war, hielt ich ein Wunder in meiner Hand.

    Einen positiven Test, aus dem nichts. Nach 2 Jahren Kinderwunsch beim Minizwerg, war ich plötzlich Schwanger einfach so ohne Hilfe ohne das warten und hoffen jedes Monat. Und ich wusste ja erstmal noch nicht einmal wie, was, warum (ja klar weiß ich wie 😉 )

    Und all diese Probleme waren plötzlich weg, all die Fragen ganz leise.

    Ich war sogar etwas schockiert, den sicher der Gedanke war da, eventuell in 2-3 Jahren doch noch eine Nummer 3 zu planen. Aber dann wurde man überrumpelt.

    Die Gedanken und Probleme lösten sich auch nicht in Luft auf, aber Schwangerschafts Monat für Monat, erledigten wir mehr und lösten größere und kleiner Problemchen. Kinderzimmer, Auto und auch ein Stück weit finanzielles, da ich das Glück habe in Elternteilzeit zu arbeiten und es auch nachher wieder machen kann.

    Und jetzt freuen wir uns im Februar unsere Prinzessin empfangen zu dürfen und in unsere Arme zu schließen.

  6. Sehr schön erklärt! Mir geht es ganz genau so 🙂 Und ich denke auch, wenn mein Mann wollen würde, würden wir noch ein drittes Kind kriegen. Aber er ist absolut dagegen und sehnt sich nach entspannteren Zeiten. Und ich habe auch echt Respekt davor, drei Kinder zu haben. Das ist schon ne Hausnummer. Aber der Wunsch ist da und wieder nicht und ich kann mich auch einfach nicht entscheiden. Habe mich jetzt auch entschlossen, es erstmal so zu lassen und zu warten, was Bauch, Kopf, Herz so sagen und wie es sich entwickelt.

    Liebe Grüße,
    Marisa

  7. Hallo Mia,
    Du sprichst mir aus der Seele, die selben Gedankengänge hab ich auch. Meine 2 Mädels sind jetzt 2,5 und 1 Jahr alt und ich überlege, ob wir nicht noch ein drittes Kind bekommen. Ich bin wie du 36 und lasse mir mal noch Zeit, mal sehen was die Zeit uns bringt. Wünsche Dir noch einen schönen Tag!
    Liebe Grüße, Claudia

  8. Liebe Mia, jedes dieser Worte könnte auch von mir stammen. Ich wollte immer Kinder und in Gedanken waren es immer 2 (so wie mein Bruder und ich und mein Mann und sein Bruder) und meine beiden sind so wunderbar!

    Vor ein paar Monaten habe ich den Satz „Mit DEM Thema sind wir durch!“ auch noch voller Überzeugung gesagt (während mein Mann immer mal wieder davon gesprochen hat, was bei „dem Mädchen“ alles anders wäre – seid er bei Freunden mit Filly Pferdchen in Kontakt gekommen ist, ist er da aber etwas leiser geworden). Nun diskutieren Kopf und Herz bei mir gerade mal wieder ganz heftig… Ich glaube aber, bei uns wird die Zeit es regeln. Ich bin auch schon 36 und noch mal einen Altersabstand von nur 24 Monaten kann ich mir nicht vorstellen (äh, dafür ist es auch schon zu spät…) Und wer weiß, ob es, wenn sich das Herz in 1-2 Jahren vielleicht doch noch durchsetzt, überhaupt noch klappt…

    1. Hallo Jungsmama,
      Ich weiß der Post ist schon was älter, aber es würde mich interessieren ob sich dein Herz durchgesetzt hat.
      Mir geht es seit 1 1/2 Jahren auch so. Ein ständiger Kampf zwischen Kopf und Herz. Mein Mann ist nicht ganz abgeneigt vom Gedanken 3. KIND. ImGegenteil er sagte früher immer er wolle 3 Kinder. Ich war dagegen und jetzt ist es anders…Dieser Wunsch geht nicht weg. Finanziell würde es kein Problem sein, Platzmässig schon. Wir haben „nur“ 2 Kinderzimmer wobei eins davon ziemlich klein ist. In dem Größeren Zimmer würden 2 Kinder passen aber da hat es sich meine 12 Jährige schon gemütlich gemacht
      Sie ist nicht so bereit ihr Zimmer zu teilen.
      Ach…Es ist alles so schwer…Würde mich freuen wenn du mir antwortest. Danke LG

  9. Ich finde es total schön, dass ihr alle noch Kinder möchtet oder das im Hinterkopf habt. Ich muss gestehen, ich habe fix abgeschlossen ein weiteres Kind zu bekommen. Mein Mann hätte gerne ein Geschwisterchen für unsere 1,5 Jahre alte Tochter, aber ich weiß, dass meine Nerven das nicht mehr aushalten. Mit 2en wäre ich komplett überfordert. Ich freue mich im Frühjahr wieder auf den Jobeinstieg, das ist mir momentan wichtiger. Bin jetzt 34,5 Jahre. Um meinem Bauchgefühl recht zu geben, habe ich jetzt schon Kinderkleidung und Spielzeug aussortiert.

  10. Ach, wie schön! Mir geht es ganz genau so. Jeden einzelnen von dir hier geschriebenen Absatz kann ich unterschreiben.
    Ja, ja. Wie das so ist. Mit dem Kopf und dem Herzen… Und den Männern 😉
    Viele Grüße, Nina

  11. „…der mein Herz rufen lässt: Man kann überhaupt niemals genug Kinder haben!“
    Und genauso geht es mir jetzt nach dem 3. Kind. Wenn man noch genug Platz im Herzen bzw ausreichend Nerven hat und gesund ist, bringen Kinder vor allem eins: Liebe.
    Ohne meine Liselotte (unsere Nummer 3), wären wir definitiv nicht komplett.

  12. „…der mein Herz rufen lässt: Man kann überhaupt niemals genug Kinder haben!

    Du sprichst mir aus der Seele. Eine Freundin von mir hat 6 Kinder! Ich habe immer gedacht, puh, das ist Wahnsinn. Da war ich noch kinderlos. Dann lernte ich meinen Mann kennen und wurde Stiefmama. Nach ein paar Jahren kam dann ein gemeinsames Kind. Und nun geht der Gedanke nicht aus meinem Kopf, dass ich noch eins möchte. An der Großen sehe ich, wie schnell die Kinder groß werden. Bei der Kleinen schaue ich zum einen mit Stolz und Freude auf jeden neu errungenen Fortschritt und gleichzeitig mit viel Wehmut. Weil sie ja Gott sei Dank wächst und gedeiht und immer selbständiger wird und weil sie gleichzeitig nicht mein kleines Baby bleibt. Ich fühle mich als Erstlingsmutter, denn die Baby- und frühe Kleinkinderzeit habe ich bei meiner Stieftochter nicht mitbekommen. Es war so vieles neu für mich. Und kompliziert. Dinge, die man beim „2.“ Kind anders macht, lockerer nimmt, nicht so eng sieht. Ich wünschte mir, ich hätte die Chance, noch einmal ein Baby zu bekommen und es diesmal mit der gemachten Erfahrung ganz anders genießen zu können. Aber faktisch ist es ja dann das 3. Kind. Und 3 Kinder sehe ich als echte Herausforderung. Besonders auch finanziell. Da ich inzwischen schon über 40 Jahre alt bin, kommen dann ja noch die weiteren erhöhten Risiken dazu. Da ist er dann wieder, der Kopf. Die Vernunft sagt nein. Aber das Herz bedauert schon jetzt. Fast täglich. Und wenn ich jetzt an meine Freundin mit ihren 6 Kindern denke, dann sehe ich plötzlich alles ganz anders. Ich freue mich für sie, aber ich beneide sie auch sehr. Sie hat es genau richtig gemacht.

  13. Liebe Mia,

    Da schreibst du was.. wir haben jetzt 3 Jungs, da der Kinderwunsch so stark war. Zu meinem Lebensentwurf gehörten immer 2 Kinder. Doch dann war dann irgendwie doch überraschend der positive Schwangerschaftstest und jetzt ist er da. Eben noch kuschelte ich mich an ihn, roch seinen süßen Babykopfduft und dachte noch, wie richtig es war, DIESES Kind in die Welt zu setzen.
    Aber trotz aller Freude und Liebe: es ist anstrengend, 3 Kleinkinder zu haben. Berge an Wäsche, alle brauchen die Mama an liebsten rund um die Uhr, Gezänk, Kochen, Putzen etc. Wir sind zur Zeit beide am Limit: kräftemäßig, finanziell und auch in Bezug auf Platz.
    Doch auch bei mir geht’s schon wieder los: sehe Babybäuche, höre tolle Namen.. irgendwann muss das doch aufhören. Ich glaube, ich brauche dringend die Menopause!!
    Aber die Geburten der drei Jungs sind die stärksten Momente in meinem Leben und ich hätte gerne mehr davon. Mehr tolle Kinder, mehr Liebe, die ich verteilen kann, mehr Mischungen von meinem Mann und mir.

    Trotzdem ist es vermutlich für uns alle besser, zu fünft zu bleiben.

    Aber 5 sind gut zu schaffen, liebe Mia. Der Jüngste läuft bei uns wie selbstverständlich mit, die Nächte sind ok, die Sorgen kleiner. Freue mich schon drauf, hier zu lesen, wann dein Test positiv ist 🙂

  14. Hallo Mia,

    du beschreibst das wunderschön, dieses Gefühlschaos, das bei mir meist auftauchte, wenn das Baby mit ca. 2 Jahren nun leider kein Baby mehr war. :o( Ich bin immer meinem Herzen gefolgt und bereue es nicht. Nach dem 4. Kind war der Babywunsch dann weg.
    Nun bin ich glücklich und zufrieden, vier Kinder sind genau richtig für mich. Es wird nie langweilig, aber ich bin auch nicht überfordert (oder nur ganz selten ;o) ).
    Es ist eine ganz persönliche Entscheidung, ob und wieviele Kinder man möchte. Aber ich habe den Eindruck, dass bei Vielen der Kopf über das Herz siegt, was ich schade finde. So viele Freunde und Bekannte sagen zu mir „Eigentlich wollte ich auch immer eine Großfamilie!“ Schade, dass sich nur so Wenige trauen.
    Ach, zu den lieben Männern: mein Mann wäre nach zwei Kindern nicht auf die Idee gekommen, noch mehr in die Welt zu setzen. Da mußt du wahrscheinlich öfters mal mit dem Zaunpfahl winken. Steter Tropfen höhlt den Stein ;o).

    Liebe Grüße,

  15. Hallo Mia!
    Oh, ich verstehe dich so gut! Auch wir haben zwei Jungs mit nur 1,5 Jahren Unterschied, alles geplant und alle glücklich! Das Thema Baby Nr. 3 wurde aum angesprochen, mein Mann war dafür ich eher dagegen… Was soll ich sagen, wir haben das Thema dann der Natur überlassen und dann kam die kleine Maus mit nur 1,5 Jahren Unterschied zum mittleren. Trotz allem war ich am Anfang geschockt: noch ein Baby! So viel Arbeit! Ein neues Auto!
    Aber jetzt, die kleine ist 1 Jahr alt: es ist das wundervollste im Leben! Immer wieder! Und so ein großer Unterschied besteht doch gar nicht zwischen 3 oder 4 Kindern… Oder?!?

  16. Leider passe ich hier mit meinem Einzelkind gar nicht so recht rein. Bei uns ist es so, dass wir ursprünglich gar keine Kinder wollten. Irgendwann war der Wunsch dann aber doch da. Nach längerem Basteln hatten wir zunächst leider eine Fehlgeburt und für Kind Nr. 1 hat es noch mal ein Weilchen gedauert. Die ersten Monate der Schwangerschaft waren toll, aber leider musste ich etwa 9 Wochen vorm errechneten ET mit vorzeitigen Wehen ins Krankenhaus, die sich trotz Medikamenten nicht wirklich in den Griff kriegen ließen. Letztendlich wurde unsere Maus 5 Wochen vorm ET geboren. Und ganz ehrlich: ich habe noch im Kreißsaal gesagt, dass ich das nicht noch mal mitmache (das haben wir sogar auf Video…). Na ja, der Kurzen ging es nicht wirklich gut und so war sie dann fast 3 Wochen auf der Kinderintensiv. Ich möchte dich nicht mit allen Fakten langweilen, aber nachdem länger nicht klar war, wie sie sich entwickeln wird, ist sie heute eine gesunde 3-jährige. Das Schlafdefizit und die schwierigen ersten Monate (in Bezug auf ihre Entwicklung) haben uns beide relativ schnell zu dem Ergebnis kommen lassen, dass ein Kind uns vollkommen auslastet. Tja, was soll ich sagen. Jetzt, 3 Jahre später, machen wir die Hormone einen Strich durch die Rechnung. Allerdings ist mein Mann nicht wirklich begeistert und ich finde nicht, dass wir nur mir zuliebe ein weiteres Kind bekommen sollten. Zumal ich den Altersunterschied mittlerweile problematisch sehe und auch unser eigenes Alter von Mitte 30. Eigentlich ist alles toll, so wie es ist, aber nur eigentlich…

  17. Ich glaube, so ähnlich geht es uns schon mit der Frage nach dem Zweiten. Ist alles ganz schön zwiespältig und echt nicht einfach, Kopf und Herz unter einen Hut zu kriegen. Der eine is eher Kopf- der andere Herzmensch. Aber welcher lebt glücklicher? Alles wird gut. LG

  18. Wir kennen uns noch aus der Kita ;-). Ich lese deinen Blog häufig, kommentiere jetzt aber zum ersten Mal: Ja!!!!!! Macht das 3. :-). Hanne war nicht geplant, aber ich hatte das Gefühl, dass wir noch nicht komplett waren. Das sind wir jetzt! Das dritte Kind ist noch einmal so etwas Besonderes, Spezielles, Anderes und so bereichernd für unser Leben! Ich renne wahrlich nicht wöchentlich in die Kirche, aber ich fühle mich nahezu gesegnet mit unseren drei Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie haben immer die Gewissheit, dass ihre Schwestern bei Ihnen sind, wenn ihre Eltern irgendwann eben nicht mehr da sein können. Je größer die Familie, desto größer das Glück! Genug der Predigt ;-). Alles Liebe und viel Erfolg bei der Entscheidung. Ach ja: Jule war 3,5 als Hanne kam und Lilly 5,5. Ihr habt doch noch ein bisschen Zeit.
    Liebe Grüße, Christine

  19. Ich habe mittlerweile drei Söhne (2,5 und 7) und kann nur sagen mir ging es nach dem zweiten Kind genauso. Wir haben es dann einfach drauf ankommen lassen und haben gesagt, wenn es passiert, dann passiert es. Ich war auch innerlich nicht fertig mit der Familienplanung. Aber nun nach drei Jungs ist definitiv Schluss. Auch für meine Gefühlswelt. Ich schaue keiner Schwangeren mehr hinterher, ich habe gerne wieder ein fremdes Baby auf dem Arm, gebe es aber auch genauso gerne wieder her… Und was bin ich froh dass ich sämtliche Babysachen loswerden kann ohne denen auch nur eine Träne hinterher zu weinen. ich bin froh um jeden Tag an dem die Jungs größer werden und man mehr und andere Dinge mit Ihnen veranstalten kann. Ich glaube um ganz mit dem Thema abzuschließen musst Du für dich persönlich genau an diesen Punkt kommen. Viel Glück dabei.

  20. Danke Mia für diese Zeilen.
    Sie berühren mich sehr.
    Ich wünsche mir für dich, dass dir dein Gefühl
    sagt, wie es weitergeht bei euch.
    Vielleicht kommt noch ein kleines
    Mädchen zu euch oder noch ein Lausbub.

  21. An dem Punkt war ich auch mal, ich weiß genau was du meinst. Ich glaube aber nach wie vor, dass man diese Entscheidung insgeheim mit dem Herzen trifft und da hört es sich für mich bei dir schon irgendwie nach Sehnsucht an. Lass es einfach auf dich zukommen und du wirst sehen, ihr findet den richtigen Weg. Ganz bestimmt.

    Ganz liebe Grüße von Isa, mit Babyboy Nr. Drei unter dem Herzen

  22. die zeit ists! die vergeht einfach zu schnell. diese süßen winzigen babies gehen plötzlich wie selbstverständlich in den kindergarten und fragen dir löcher in den bauch und sind einfach nur hinreißend herzig. die frage nach einem dritten kind geistert bei mir in exakt dem gleichen gedankenwirrwarr herum. meine buben (3,5 und 1,5) sind so lieb und optisch wie charakterlich unterschiedlich, dass ich schon neugierig wäre wie denn ein drittes kind so sein könnte. aber es gibt eben auch die hürden im kopf. ich bin derzeit immer ganz neidisch auf mütter die mit tragetuch und ergo ihre kleinen schlafenden kinder durch die gegend tragen. das will ich auch nochmal machen! wippend an der ampel stehen damit das kleine nicht aufwacht. stillen gehört bei mir derzeit noch gelegentlich zum alltag. aber mit dem gedanken, dass man das womöglich zum letzten mal macht, wird das abstillen natürlich auch schwierig. mein herz sagt ja zu einem dritten kind. ich möchte noch mal so viel liebe geben können. die angst, dass was schief gehen könnte und die finanziellen umstände lassen mich leider sehr zweifeln. aber lustig und gleichzeitig beruhigend zu lesen, dass es scheinbar eh allen gleich geht. kommt zeit kommt rat. ich wollte immer einen knappen abstand zwischen meinen kindern, aber wenns dann doch vielleicht 4 jahre zwischen dem 2. und 3. kind werden ists auch nicht schlimm. nichts überstürzen und weiter in sich reinhorchen lautet der plan also.

  23. Hallo Mia,

    der Kleine wird bald 7 Monate, die Große ist genau 2,5 Jahre und 1 Tag älter. Beide Geburten sind überstanden, die erste mit PDA und total entspannt, die Zweite zu schnell für die erhoffte PDA und dennoch kam das 58cm Kind – wie mir jetzt scheint – absolut „easy“ da raus… Und wie schon gleich nach dem 1. Kind noch im Kreißsaal, kam sofort der Gedanke „Nochmal!“. Ich würde gern nochmal schwanger sein… Jede Sekunde davon zu 100% genießen und nochmal einen so kleinen Menschen im Arm halten. Der Mann ist informiert… Nur noch nicht richtig überzeugt.

    Bloß was ist, wenn danach das gleiche Spiel von vorne losgeht?

    Klar ist es stressig… Aktuell sind wir beide jeden Abend 1-2 Stunden damit beschäftigt jeweils ein Kind schlafen zu bringen.

    Aber sie sind noch soviel mehr wert! 😉

  24. „Zwillinge? Junge und Mädchen? Dann ist die Familienplanung ja abgeschlossen!“

    Hmmm

    Ich hatte nie eine Familienplanung. Wie sollte ich sie abschließen?
    Wir wollten immer Kinder. Später. Irgendwann. Irgendwann war später und wir haben spontan beschlossen „Schauen wir mal, was kommt.“ Es kamen die beiden wundervollen kleinen Menschen der Welt.

    Es fühlte sich richtig an.

    Ich habe keine Ahnung, was oder wer noch kommt. Ich bin planlos und finde es gut, dass es so ist.

  25. Vielleicht ist deine Zeit wirklich noch nicht gekommen. Ich denke, eines Morgens wirst du aufstehen und genau wissen, was du willst. Als Frau solltest du in einer solchen Frage immer auf deinen Instinkt vertrauen.

  26. Achja… Ich lese sooo gern bei dir und ich wechsle für dich so oft wie auf keinem anderen Blog sonst von feedly in den Webbrowser um zu kommentieren.
    Meine beiden Mädels sind jetzt 16 und zwei Monate alt. Mit dem dritten wollen wir uns mehr Zeit lassen.
    Ganz viele „noch eins muss schom-Momente“ hatten der Mann und ich zum Glück beide schon. ^^

  27. Bei uns gings ratz fast nach Nr 1 kam super schnell Nr 2 und dann ungeplant Nr 3 Schwangerschaft wegen stillen vom 2 ten erst ende 4.ten Monat festgestellt. Jetzt sind unsere 3 Engel (3jahre, 1.5jahre und 3 monate) da und es ist wunderschön. Der tag ist gut verplant und manchmal auch erholsam wenn abends alle in ihren Bettchen schlafen u man noch die stille genießen kann. Finde der Alltag und Aufgaben fügt sich alles und unser 3ten läuft so mit.erstmsl sind wir auch durch aber was in paar jahren ist Wer weiß obwohl ich jetzt denke mit den 3en oder erst 2 en ist es mir nicht so schwer gefallen weil ich ja noch in allem drin war. Beim stillen pampers etc.hatte noch keine zeit nur für mich. ..

  28. Es ist so schön sich mit dieser Entscheidung nicht quälen zu müssen, sondern Gott entscheiden zu lassen, ob er uns noch eine Seele schenken möchte 🙂 Bisher hat er uns vier Kinder geschenkt und ich bin ihm jeden einzelnen Tag, so schwer dieser auch sein mag, unendlich dankbar dafür. Mal ehrlich, wenn das Kind ersteinmal auf der Welt ist, wer kann sich dann das Leben ohne dieses Kind überhaupt noch vorstellen?

  29. Hallo Mia,

    ich kann die Gedanken gut nachvollziehen, lebe aber ein ganz anderes Dilemma.
    Wir haben einen Sohn (5) und uns war immer klar, dass wir mehr als ein Kind wollen.
    Die 2. und auch die 3. Schwangerschaft endeten nicht gut und unser Traum vom Leben zu viert wird nicht in Erfüllung gehen.
    Ich habe quasi grad das Gegenteil: es wurde für uns entschieden, dass ein weiteres Kind nicht bei uns leben wird.
    Und es ist unendlich schwer, zu akzeptieren dass man es nicht selbst in der Hand hat.

    Was ich sagen will: wenn euch danach ist und das Herz „ja“ sagt dann passt auch noch ein Kind ins Leben.
    Freut euch, wenn ihr das Glück habt, euren Kinderwunsch nach eurem Willen leben zu können.

    Daniela

    1. Durch Zufall bin ich auf meinen eigenen Kommentar hier gestoßen.
      2 Jahre ist er fast her und mittlerweile sind wir zu viert!
      Eine Schwangerschaft hat sich nach 2 verlorenen Kindern eingeschlichen und unser Mädchen wollte bleiben. Nun ist sie schon ein Jahr und wir sind glücklich.
      Und bei mir schleicht sich auch manchmal der Gedanke nach noch einem Kind ein…

      Daniela

  30. was ich noch beisteuern kann: alle Zweifel, alles, was gegen ein drittes Kind gesprochen hat, diese ganze Gedankenblase ist einfach so zerplatzt, als ich dann wirklich wieder schwanger war und ich konnte überhaupt nicht mehr verstehen, weshalb ich mir überhaupt so viele Gedanken darüber gemacht hatte! 😉

  31. Hach ja. Wie ich das kenne…. das Für und Wider, das energische: „Wir sind durch“, aber auch die ganz leise Stimme, die flüstert och, ein drittes Babe wäre doch noch soo schön. Bei uns hat es dann irgendwie noch gefluppt, kurz bevor ich den leisen weiteren Kinderwunsch endgültig begraben habe. Und was soll ich sagen? Es ist perfekt, wie es ist. Drei Kinder haben ist wunderbar! Du hast ja noch Zeit, Mia. Es wird sich fügen, bestimmt.

    LG Emi

  32. Ja, den Zwiespalt kenne ich nur zu gut. Früher wollte ich immer zwei Kinder. Nach dem ersten Kind dachte ich dann, warum eigentlich nicht drei? Und nun bin ich mit dem zweiten schwanger und denke nur: ach nö, zwei reichen dann aber. Das will ich nicht noch ein drittes Mal durchmachen…
    Aber ich könnte mir vorstellen, dass ich in einem Jahr schon wieder ganz anders darüber denke 😉

  33. Jaaaa, so geht es mir auch…mot leichter Tendenz zum dritten Kind. Ich habe auch zwei Jungs und gerade wieder angefangen zu arbeiten und ein Mädchen würde uns komplett machen! Aber…es ist so anstrengend und teuer und würde mein Körper noch eine Schwangerschaft überstehen? Die letzte Geburt war traumatisch…die Autos sind zu klein, ein Haus muss her…und und und! Und? Das Herz sagt ganz laut ja! Ich denke, wir sollten darauf hören! Mut zum dritten Kind! Ich bin dabei!

  34. Liebe Mia! Ich wollte immer drei Kinder haben. Das fühlt sich für mich ein bisschen mehr nach Großfamilie an als zwei Kinder. Nach zwei Kindern mit knapp zwei Jahren Altersunterschied war das dritte Kind erstmal kein Thema, aber als die Kleine zwei wurde, hat mich der Kinderwunsch regelrecht angesprungen 😉 Ein Jahr später waren wir dann zu fünft. Jetzt endlich habe ich das Gefühl, komplett zu sein. Es ist natürlich anstrengend, zumal die Kleinste uns jetzt mit anderthalb noch immer keine Nacht durchschlafen lässt. Ein größeres Auto haben wir auch anschaffen müssen. Aber ich bin unglaublich stolz, wenn ich sehe, wie die drei miteinander agieren, wie liebevoll die Große sich um die Kleinste kümmert und wie herrlich die Mittlere die Kleinste zum Lachen bringt. Geschwister kann man einfach nicht genug haben, finde ich 😉 Ich denke, du wirst es merken, wie dringend dein Kinderwunsch ist. Aber alleine die Tatsache, dass du dich so eingehend mit dem Thema befasst, wäre für mich ein untrügliches Zeichen für einen ziemlich ausgeprägten Kinderwunsch 😉

  35. Ich beneide euch wenn ich das lese ein wenig. Ich hätte auch so gerne noch ein Kind aber wir versuchen es schon drei Jahre – bisher erfolglos. Das erste hat über sieben Jahre gedauert (incl. einer Fehlgeburt) – das heißt schon das es auch wieder klappen kann aber die Uhr tickt auch immer weiter. Trotzdem werde ich weiter schöne Babynamen im Kopf sammeln und die Hoffnung nicht aufgeben 😉

  36. Am besten gefällt mir dein letzter Satz, weil ICH das ganz genauso mache 😉 Die Sache ist schon nicht so einfach zu entscheiden. Unsere Kinder sind 13 und 8 und jetzt verspüre ich zunehmend den Wunsch nochmal alles zu erleben… Dann frage ich mich aber: Will ich das wirklich? Jetzt wo alles so einfach geworden ist, wir wieder unabhängiger sind, die Kinder so selbstständig. Da ist der Kopf, aber da ist auch das Herz… Und so richtig einig werden sich die beiden eben wirklich nicht.

  37. Liebe Mia,
    vielen Dank für diesen wertvollen Text. Du trägst den Namen meiner zweiten Tochter (oder sie den Deinen? ;-)). Ich war mir immer sehr sicher, zwei Kinder zu wollen. Ich selbst habe eine Schwester, sie haben dann sich gegenseitig, Einzelkind ist ja dann sonst nicht so doll etc. Am Morgen der wunderschönen Hausgeburt von Mia sagte ich zu meinem Mann, ungefähr 5 Minuten nachdem ich es zum ersten Mal gedacht hatte: „Du, ich glaube, ich möchte noch ein drittes Kind. Was meinst Du?“ Er war zunächst kurz irritiert, denn ich hatte ja immer von zweien gesprochen und das war ok für ihn – selbst aus einer 4-Kind-Familie kommend, hätte er sich aber auch mehr Kinder gut vorstellen können. Sehr schnell kam dann aber: „Ok, dann bekommen wir noch ein drittes Kind!“ Dieser Gedanke blieb dann auch – und 3 Jahre später kam unsere Nr. 3 zur Welt. Da gab es dann auch mal kurzzeitig den Gedanken an ein viertes Kind, aber jetzt schon seit einiger Zeit können wir wirklich sagen, wir sind „angekommen“ in unserer Wunsch-Familiensituation und happy. Lieben Gruß, Lena

    1. Oh, wie schön. Ich habe auch zwei Schwestern und kann mir gar nicht vorstellen, wie man mit nur einer Schwester auskommen kann! Vielleicht hat das einfach auch mein Familienbild geprägt.

  38. Bei uns war es auch so: hin und her, ja und nein, ein Jahr lang. Aber das Thema, der Gedanke ließ uns nicht los. Also haben wir uns im Frühling eine Deadline gesetzt: entweder bin ich bis Silvester schwanger oder eben nicht – und es drauf angelegt. Rums, nach zwei Mädchen nun ein Junge. Und du kannst dir nicht vorstellen, wie schön es ist noch mal ein Baby zu haben und die Großen mit dem Kleinen zu erleben. Wieder alles anders, noch größere Gelassenheit, noch mehr genießen, Liebe hoch Drei und immer noch dieses Wunder-Gefühl. Ganz ehrlich: wir fragen uns inzwischen, warum zum Geier wir bloß so lange nachgedacht haben. Nicht denken! Fühlen! Machen!
    Alles Gute für euch!

    1. Doch, ich kann es mir vorstellen 🙂 Das klingt toll! Schön, dass Ihr die für Euch richtige Entscheidung getroffen habt!

  39. Meine liebe Frau hat mir heute einen Link zu dem Blog-Post hier geschickt.

    Ggf. kommt sie ja eines Tages doch noch meinem Wunsch nach einem dritten Kind nach. Ein echter Lichtblick 🙂

  40. Ich kann das so gut verstehen, und bis zum abwinkenden „Ach, damit sind wir durch!“ jedes Wort unterschreiben. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass ich beim ersten Sohn neununddreißig war und beim zweiten einundvierzig und mir inzwischen die Biologie die Entscheidung abgenommen hat. Manchmal denk ich: Gottseidank! und manchmal denk ich: Schaaaade…

  41. Hm.. ja, wenn man „gut situiert“ ist, wie eine Kommentatorin oben schrieb (fies zu lesen für jemanden, der in der gleichen Stadt wohnt und das nicht ist) und so lebt, wie die Gesellschaft sich das so vorstellt, ist diese Frage einfach nur eine Frage, die man sich stellt oder auch nicht.
    Wenn man wie ich schon eine Art Fehlstart hatte (jung alleinstehend und schwanger) und dann die erste Patchworkfamilie mit zweitem Kind nicht geklappt hat, man dasteht mit 2 Kindern von 2 Männern und man mit keinem davon mehr zusammen ist… dann ist ein Grund, sich nicht zu einem dritten durchringen zu können, auch der, dass man keine 3 von 3 Männern will. Talk about gesellschaftliches Stigma…. :((

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