Jedes Kind kann schlafen lernen

Es ist 19:40. Ich schleiche mich aus Minis Zimmer und drücke den Knopf auf dem Babyfon. Das ist meine letzte Amtshandlung jeden Abend: Feierabend ist, wenn das Babyfon an ist.

Spätestens in drei Stunden wird der Mini sich das erste Mal melden, und danach in der Regel weitere 1-4 Male in der Nacht.

Ich habe die Hoffnung längst aufgegeben, dass er demnächst mal wirklich durchschlafen könnte. Anfangs, ja, da habe ich gedacht, bald ist es so weit, dann kommt der Durchbruch und dann schläft er. Wenn er ein paar Wochen alt ist und ausreichend große Mengen Milch trinken kann, vielleicht. Leider kam es nicht so. Wenn er abgestillt wird? Wenn er anfängt zu laufen? Wenn er in die Kita kommt… die Meilensteine vergingen, ohne dass mein Sohn ans Durchschlafen dachte.

Einmal war ich so am Ende mit meinen Kräften, da habe ich es tatsächlich ausprobiert: Nach der Methode, wie sie in dem sehr umstrittenen Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ beschrieben wird, habe ich den Mini ins Bett gelegt und das Zimmer verlassen. Natürlich hat er geschrien, aber ich konnte hören, dass es ein wütendes Schreien war, kein verzweifeltes. Ich habe ihn beruhigt und bin wieder hinausgegangen. In der dritten Runde ist er eingeschlafen.

In dieser Nacht schlief er das erste und einzige Mal bis 6:00 morgens in seinem eigenen Bett durch. Zufall? Vielleicht. Ich habe es nie herausgefunden, denn ich habe es danach nie wieder gemacht.

In dieser einen Nacht war es vielleicht besser für uns beide, es einmal auf diese Weise zu tun, aber grundsätzlich soll sich mein Kind nicht in den Schlaf weinen. Sein Platz zum Einschlafen ist in meinem Arm.

Bevor ich also abends das Babyfon einschalten kann, habe ich meine Kinder bekuschelt, ihnen vorgelesen, vorgelesen und vorgelesen, ihnen noch etwas zu trinken gebracht, ein Lied vorgesungen und schließlich zumindest den Mini so lange im Arm gehalten, bis er eingeschlafen ist.

An manchen Abenden ist es einfach und er schließt die Augen, sobald er in meinem Arm liegt. An manchen Abenden dauert es ewig und seine Augen gucken mich über dem pulsierenden Schnulli noch ganz lange an, und manchmal werde ich schon ganz ungeduldig, weil er anstatt einzuschlafen plötzlich anfängt, albern zu werden und mit seinem Finger lachend in meinem Gesicht herumstochert.

Manchmal dauert es nur fünf Minuten, manchmal dauert es 40 Minuten, aber am Ende schläft er immer in meinem Arm ein. Er schließt die Augen, entspannt sich und schläft ein. Gibt es eine bessere Art, den Tag zu beenden?

Der Maxi geht fast alleine ins Bett. Er hat seine Rituale, die eingehalten werden müssen, aber wenn die abgearbeitet wurden, klettert er in sein Bett. Er bekommt noch einen Kuss, dann verlasse ich das Zimmer und von Maxi hört man bis am nächsten Morgen um 7:00 keinen Ton mehr.

In den ersten zwei Jahren ist auch der Maxi in meinem Arm eingeschlafen. Irgendwann hat es sich wie von ganz alleine ergeben, dass er alleine in seinem Bett einschläft. Beim Mini wird es vielleicht etwas länger dauern (der schläft ja auch nur in meinem Bett), aber wenn ich mir das Schlafverhalten vom Maxi angucke, glaube ich, dass dieser Weg für uns richtig ist.

Ich gebe zu, dass ich mich manchmal frage, wie lange das wohl noch so geht. Wann werden der Mann und ich das Schlafzimmer wieder für uns haben? Wann werde ich mich wieder schlafen legen können, ohne dabei zu denken: „Hoffentlich lässt er mich jetzt erstmal drei Stunden schlafen“? Aber dann ist da mein Großer, der langsam anfängt, sich gegen meine Küsse und Umarmungen zu wehren und ich weiß, dass ich eines Tages der Zeit hinterhertragen werde, in der der Mini und ich in einem Bett schliefen und er nachts immer wieder auf Tuchfühlung ging.

Warum sollten Kinder lernen, alleine einzuschlafen? Es ist doch ein ganz selbstverständliches Bedürfnis, sich geborgen und beschützt fühlen zu wollen, bevor man die Augen schließt. Und wo könnte ein Kleinkind das besser spüren, als in Mamas Arm?

Ich selber brauche mit 36 Jahren zwar keinen Arm mehr, der mich in den Schlaf wiegt, aber ich brauche es, dass mein Mann im Haus ist. Wenn er auf Geschäftsreise ist, liege ich immer lange wach und schlafe nur sehr unruhig und oberflächlich. Wenn der Mann im Haus ist, weiß ich, dass er sich um alles kümmert: Er macht überall das Licht aus, schließt die Haustür ab, schaut nochmal in Maxis Zimmer und ist dann einfach da. Das Gefühl, dass einer da ist, der alles im Griff hat und auf mich aufpasst, ist das beste Ruhekissen. Ich möchte, dass meine Söhne mit demselben Gefühl einschlafen, und für den Mini bedeutet das im Moment noch, dass seine Mama ihn im Arm hält.

Kinder sind schlau, die wissen ganz genau, was sie brauchen. So hat mein Sohn alle Sinne während des Einschlafens auf Alarm eingestellt und sobald ich das vermeintlich tief schlafende Kind in sein Bett abzulegen versuche, schlägt es die Augen auf und ist wieder hellwach. Er braucht die Geborgenheit in meinem Arm- wie könnte ich sie ihm verweigern? Mir käme das unnatürlich vor.

Jedes Kind kann schlafen lernen. Bestimmt auch auf die Art und Weise des gleichnamigen Buches. Aber viel wichtiger, als zu erlernen, im eigenen Bett alleine die Augen zu schließen, ist doch, dass sie lernen, dass ihre Eltern sie beschützen.

Dass Schlafen etwas Schönes ist und das Bett ein gemütlicher Ort, das lernt man nicht, wenn man sich in den Schlaf schreien muss.

Und so ganz nebenbei: Ein schlafendes Kind im Arm entschädigt für sehr viele weniger glanzvolle Momente des Tages. Beim Anblick der schlafenden Kinder denkt man ja immer: „Ach, die sind ja so süß“, auch wenn man sie kurz vorher noch verflucht hat.

Ich warte deshalb gerne darauf, dass der Mini in meinem Arm einschläft und ich mich vorsichtig aus dem Zimmer schleichen kann. Dann drücke ich ganz entspannt den Knopf auf dem Babyfon- irgendwann zwischen 19:15 und 20:00.

Unterschrift_blog

 

 

 

 

 

 

Vorgezogenes Weihnachtsgeschenk gefällig? Gewinnt einen Ergobaby Baby Carrier!

Es stimmt, was die Leute sagen: Die Kinder werden so schnell groß!

Der Mini ist gerade erst geboren und heute morgen stehe ich auf und er ist 17 Monate alt! Schon gibt es die ersten Dinge, die ich vermisse: Wie er über den Tag verteilt 20 Nickerchen gemacht hat und ich ihn dabei stundenlang beobachtet habe, wie er da so lag, mit seinen Fäustchen neben den Ohren. Ich hätte es anfangs nicht für möglich gehalten, aber ich vermisse sogar das Stillen.

Und ich vermisse das Tragen. Inzwischen wehrt er sich mit Händen und Füßen gegen die Trage, er möchte viel lieber laufen und selber seinen Kinderwagen schieben. Nur ganz selten, wenn er sehr müde ist und wir unterwegs sind, schläft er mit viel Glück in der Trage ein.

Das sind für mich Momente, die so voller Mutterglück sind, dass es schon fast kitschig ist! Das Köpfchen an meine Brust gelehnt und mit leicht offenem Mund schläft er ein und ich hab ihn dann ganz nah bei mir, das ist fast ein kleines Stück Neugeborenengefühl.

Tragt Ihr Eure Kinder auch so gerne? Dann habe ich heute ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für Euch: Ihr könnt einen original Ergobaby Baby Carrier gewinnen.

Den Stand von Ergobaby habe ich mit Jette alias die Super Mom im September auf der Kind und Jugend in Köln besucht und wir waren ganz entzückt von den vielen schönen Designs.

In allen Ergobaby Komforttragen wird das Baby in der anatomisch korrekten Anhock-Spreiz-Haltung getragen,  um so eine gesunde Entwicklung der Hüftgelenke und der Wirbelsäule zu fördern. Außerdem wird die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Haltung gestützt.

Mit der verstellbaren Kopfstütze wird der Kopf des Kindes gestützt, während es schläft. Gleichzeitig habt Ihr damit einen Sonnenschutz (SPF 50+) oder (auch nicht zu verachten) ein bißchen Privatsphäre beim Stillen. Außerdem gibt es einen separat erhältlichen Neugeborenen Einsatz, mit dem die Tragen sogar von Geburt an (ab 3,2 Kilo) einsetzbar sind.

Ist das Kind größer und passt bequem ohne den Neugeborenen-Einsatz in den Ergobaby Carrier, könnt Ihr bei allen Ergobaby Carriern frei zwischen drei Trageweisen wählen und Euer Kind bis zum Alter von 4 Jahren (20 kg) wahlweise vor dem Bauch, auf der Hüfte oder auf dem Rücken tragen.

Ich bin am Messestand sofort auf ein Design geflogen: Das neue Original Marine. Und genau diese Trage im Wert von 109 Euro darf ich nun an Euch verlosen! Juhu!

ergobaby_original_baby-carrier_BCMNF14NL_front01ergobaby_original_baby-carrier_BCMNF14NL_back

Das ist aber noch nicht alles. Mir ist am Messestand nämlich noch ein Produkt sofort ins Auge gesprungen: Die Puppentrage!

puppentrage
(C) Ergobaby

Als der Mini geboren wurde, hat der Maxi sich eine Puppe gewünscht. Er hat sie drei Tage lang gestillt, gewickelt, gebadet und herumgetragen, dann verschwand sie irgendwo in seinem Zimmer und ward nicht mehr gesehen. Bis vor ein paar Wochen: Da war sie plötzlich wieder angesagt, und seitdem ist er ein rührender Puppenpapa. Ihr könnt Euch ja gar nicht vorstellen, was für bescheuerte Sprüche man so aufschnappt, wenn man mit seinem Sohn und dessen Puppe Samstags zum Einkaufen geht. Ist ja nichts für Jungs, finden einige ewig gestrige Menschen. Ich sage dann gerne: „Ach, echt, lebt Ihr noch so alte Rollenmodelle?  Das ist ja schade!“

Jedenfalls könnt Ihr für Eure Töchter UND SÖHNE zusätzlich eine dieser zauberhaften Puppentragen gewinnen. Vielleicht ein schönes Weihnachtsgeschenk?! HIER könnt Ihr schonmal schauen, welches Modell Ihr gerne hättet.

Und so geht´s:

Hinterlasst mir bis zum 02.11.2014 einen Kommentar zu diesem Post. Wer den Link teilt, bekommt ein zusätzliches Los.

Den Gewinner/die Gewinnerin gebe ich am Abend des 02.11.2014 bekannt.

Viel Erfolg!

Unterschrift_blog

 

 

 

 

 

One Lovely Blog Award

Kettenbriefe! Für mich waren sie schon in der Schulzeit ein ziemliches Ärgernis und ich habe meistens lieber in Kauf genommen, großes Unheil über alle, die ich kenne, kommen zu lassen, als mich stundenlang hinzusetzen und diese Dinger zu vervielfältigen.

Es gibt einige Blog-Awards, die über dieses Prinzip Kettenbrief verteilt werden. Fast wäre ich versucht zu sagen, die Nachricht „Ich habe Dich nominiert“ ist für mich ungefähr so erfreulich wie der Anruf aus der Kita „Ihr Kind hat Läuse“, wenn- ja, wenn es nicht so liebe Bloggerkolleginnen wären, die mich mit diesem Award bedacht hätten! Und weil ich ja außerdem keine Spielverderberin sein möchte (jedenfalls nicht so ganz), erfahrt Ihr heute ein paar Dinge über mich.

Für den One Lovely Blog Award wurde ich gleich mehrfach nominiert. Leider weiß ich nicht mehr, von wem alles, ich hoffe, ich vergesse keinen, wenn ich mich dafür bei Stadt, Land, Mama, Super Mom, Frau Zweifachmama und Mamaavemaria bedanke!

Und so funktioniert das mit dem One Lovely Blog Award:

Bedanke dich bei der Person, die dich nominiert hat und verlinke sie (hab ich!)
Blogge die Regeln und zeige den Award (hier!)
Veröffentliche 7 Fakten über Dich (siehe unten)
Nominiere 15 Blogger und teile ihnen die Nominierung mit (es sind leider nicht ganz 15…)

 

one lovely blog award

Und hier sind 7 Fakten über Mama Mia (ich musste erst nachschauen, was ich Euch schon alles bei 20Facts about me“ verraten habe, man will ja niemanden langweilen):

1. Ich esse keine Süßigkeiten. Es ist nicht so, als würde ich sie gar nicht mögen, aber sie reizen mich einfach nicht. Wenn wir als Kinder meine Großeltern besuchten, hat mein Opa meine Schwestern mit Bonbons gefüttert und bin lieber mit meiner Oma in die Küche gegangen und sie hat mir ein Ei gekocht. Bis heute würde ich ein gekochtes Ei einer Tafel Schokolade vorziehen.

2. Warum ich trotzdem ein paar Kilos zu viel mit mir rumschleppe? Ich kann keiner Pasta widerstehen. Meine Eltern erzählen immer wieder gerne die Geschichte, wie sie mich vor meinem 1. Staatsexamen abends anriefen und ein aufgelöstes Nervenbündel erwarteten. Statt dessen sagte ich durchs Telefon: „Nö, ich habe mir gerade Nudeln gekocht. Mir geht es gut!“ Mit Pasta im Bauch und einem Lächeln auf den Lippen habe ich das gewuppt!

3. Ich liebe Ordnung. Leider bin ich nicht in der Lage, Ordnung zu halten. Ich bekomme wahnsinnig schlechte Laune, wenn mein Haus unordentlich ist. Dann räume ich schnell mal auf und mit schnell meine ich schnell. Ich kann innerhalb weniger Minuten Chaos beseitigen. Mein Mann sagt dann immer: „Hast Du wieder die Bodenklappe geöffnet?“ Er vermutet nämlich, dass ich eine geheime Bodenklappe entdeckt habe, in die ich die Unordnung einfach hineinschiebe. Anders kann er sich nicht erklären, wie ich das ganze Haus aufräumen kann, während er nur kurz Zähneputzen war.

4. Weil mir das mit dem Ordnunghalten so schwer fällt, möchte ich eines Tages auf ganz wenigen Quadratmetern leben, am liebsten in einem kleinen Hausboot in Holland. Nur mein Mann und ich, ein Sofa, ein Bett, ein Tisch, sechs Stühle (falls die Söhne mit ihren Freundinnen vorbei kommen) und für jeden eine Tasse und einen Teller. „Und was ist, wenn ich meinen Teller kaputt mache?“,  hat der Mann mich mal gefragt. „Na, dann fahren wir zu Hema und kaufen einen neuen!“

5. Ohne Wärmflasche könnte ich nicht leben!

6. Ich kaufe mir fast jede Woche neue Haarspangen oder Haargummis oder Haarbänder, weil ich denke, dann kann ich mir mal eine tolle Frisur machen. Und dann mache ich mir trotzdem wieder wie jeden Tag einfach einen Pferdeschwanz.

7. Ich möchte meinen Mann mindestens noch zwei Mal heiraten. Einmal in Las Vegas, so richtig albern, am besten als Marylin und Elvis und mit ganz vielen Freunden, und einmal am Strand irgendwo in der Karibik, nur wir zwei und unsere Söhne.

Und hier kommen meine Nominierungen, wobei ich befürchte, dass sie alle schon mehrfach nominiert wurden, weil ich vermutlich die Letzte bin, die bei diesem Spiel mitspielt:

Fräulein Glück

Vaterdasein

Sonea Sonnenschein

Tajfora, eine deutsche Familie in Frankreich

Herebybike

Bauchgefühl und Blitzgewitter

Vom Werden zum Sein 

…und alle, die Lust haben, 7 Fakten über sich zu verraten! Macht mit beim One Lovely Blog Award, Ihr seid hiermit nominiert!

Unterschrift_blog

 

 

 

 

 

Zurück ins Büro

Wiedereinstieg nach Elternzeit

Ich genieße noch einen letzten Kaffee in der Vormittagssonne. Ich gehe noch einmal mit meiner Freundin an einem Wochentag frühstücken. Ich nutze noch einmal die Gelegenheit, Vormittags durch die Stadt zu schlendern. Noch einmal genießen. Noch 14 Tage. Dann fängt ein anderes Leben an.

Am 3. November gehe ich zurück ins Büro.

Ich war mal sehr glücklich dort. Ich habe einen großartigen Arbeitsplatz mit netten Kollegen und dem besten Chef, den ich mir vorstellen kann. Als ich als Rechtsreferendarin in das Unternehmen kam, war ich überwältig und bis heute ist viel von der Faszination für den Konzern geblieben. Aber wo hab ich nur den ganzen Elan hingelegt, als ich am letzten Tag vor dem Mutterschutz nach Hause kam? Der muss doch irgendwo sein…

Nach jedem Urlaub fällt der Wiedereinstieg schwer, aber das hier ist noch ein bißchen schwieriger. Ich muss nämlich schon wieder meine Rolle ändern und mich neu definieren. Die Miez hat vor einiger Zeit einen sehr schönen Post zum Thema verfasst, in dem sie schreibt, wie absurd es ist, dass man immer in irgendeine Schublade gesteckt wird, und egal in welcher Schublade dieser Kommode namens Mutter man steckt, es nie jemandem recht machen kann. Ich ziehe nun also aus der Elternzeit-Mama-Schublade aus und suche mir meinen Platz in der Working-Mom-Schublade.

Ich kenne die Working-Mom Schublade noch gut. Ganz hübsch ist es da. Es liegen allerdings auch eine Menge Streß, Unzufriedenheit, Zeitmangel, Gewissensbisse und ähnliche Störfaktoren herum, und an manchen Abenden werde ich mich auf den Mann stürzen und ihn stellvertretend für alle Kollegen dafür beschimpfen, dass es viel zu wenig Verständnis für Vereinbarkeitsprobleme gibt. Dann wird er mich ein bißchen coachen und plötzlich sind die Probleme alle wieder lösbar und ich gehe am nächsten morgen wieder wie immer ins Büro. Bis das nächste spannende Projekt an den viel flexibleren Kollegen geht.

Ich habe übrigens das Glück, einen Arbeitgeber zu haben, der die handelsüblichen Voraussetzungen für Vereinbarkeit alle erfüllt: Gleitende Arbeitszeiten, die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten (und das funktioniert bei meinem super-Chef auf Zuruf: „Kind krank, kann ich heute von zu Hause arbeiten?“). Meine Kinder gehen beide in eine betriebseigene Kita, die von 7-19 Uhr geöffnet hat und keine Ferien kennt, mit Ausnahme von Heiligabend und Silvester. Für Menschen in Elternzeit gibt es ein System von Mentoren, Calls und Veranstaltungen, durch das man auch während der Elternzeit mit dem Unternehmen in Kontakt bleibt- kurz: Es wird mir so einfach gemacht, wie es geht!

Nur gegen die innere Zerrissenheit nützt das alles nix:

Das Meeting dauert länger, als geplant: Gehe ich vor dem Ende oder lasse ich die Kinder ein bißchen länger in der Kita?

Ein Kind ist schon wieder krank: Lasse ich mir einen Betreuungsschein geben oder tausche ich den Tag lieber mit meinem freien Tag, damit mein Image nicht so schrecklich „muttimäßig“ wird?

Und dann sind da noch all diese Bedenken, die sich jetzt, kurz vor dem Wiedereinstieg auftürmen:

Habe ich die Aufteilung gut gewählt, oder sollte ich mehr oder weniger Stunden pro Woche arbeiten, um sowohl eine gute Mutter, als auch eine gute Arbeitnehmerin zu sein? Wenn ich im Büro bin, will ich mich dort zu 100% einbringen, aber am frühen Nachmittag muss ich gehen. Kaum nehme ich meine Kinder in den Arm, brechen die vollen 100% Mutter durch und ich wünsche mir, ich hätte mehr Zeit, um diese nie wiederkehrenden Jahre mit den Jungs zu genießen.

Bin ich als arbeitende Mutter zufriedener?
Oder bin ich gestresster?
Kann ich die Zeit mit meinen Kindern mehr genießen, oder werde ich es kaum erwarten können, dass sie in ihren Betten sind, damit ich endlich ein bißchen Zeit für mich habe?
Werde ich weiterhin gerne bloggen? Oder falle ich abends nur noch todmüde vor den Fernseher?
Komme ich mit meiner Arbeitszeit aus? Oder sitze ich abends noch an Präsentationen, die ich nicht fertig bekommen habe, bis ich die Kinder aus der Kita holen musste?

Diese Bedenken vergiften mir ein wenig die letzten Tage meiner Elternzeit, weil ich sie Tag und Nacht in meinem Kopf hin und her schiebe. Dabei weiß ich eigentlich, dass alles nicht ganz so dramatisch wird. Hab´ich schließlich schonmal geschafft.

Ich freue mich darauf, mich der Welt meines Mannes wieder mehr zugehörig zu fühlen und ich freue mich darauf, den Kindern vorzuleben, dass Geld verdienen nicht Männersache ist. Und ich freue mich darauf, wieder eigenes Geld verprassen zu können.

Um die Vorfreude zu steigern, fange ich am besten mit dem Geldausgeben sofort an. Ich brauche ja schließlich etwas zum Anziehen an meinem ersten Tag. Das erste Gehalt auf den Kopf hauen, bevor es auf dem Konto ist? Kann ich!

Und jetzt will ich Tipps von den arbeitenden Müttern unter Euch: Was muss ich vorher unbedingt noch erledigen? Wofür hättet Ihr gerne mehr Zeit?

Unterschrift_blog

Gewinner des Alvi Schlafsackes

Während meine beiden Jungs friedlich in ihren Betten schlafen, einer davon in einem kuscheligen Schlafsack, der andere unter einer Decke, mit der er im Schlaf scheinbar versucht Origamis zu falten, habe ich endlich die Gewinnerin des Alvi Schlafsackes ermittelt:

567_2_Pepita_BM

Gewonnen hat:

Tanja: „Das käme ja wie gerufen! Einen Alvi Schlafsack brauche ich nämlich noch für das kommende Novemberbaby. Finde ja kleine Kinder und Babys in Schlafsäcken auxh so zuckersüß! Meine Große wollte aber schon früh keinen mehr.“

Liebe Tanja, herzlichen Glückwunsch. Mailst Du mir bitte Deine Adresse und Deinen Farbwunsch sowie die Größe zu, damit ich das an Alvi weitergeben kann?

Euch allen eine gute Nacht!

Unterschrift_blog

Mit UNICEF und Pampers gegen Tetanus

Alle neun Minuten stirbt ein Baby innerhalb der ersten Lebensmonate an Tetanus. Das entspricht 58.000 Babys jährlich.
Ach ja, dann lassen wir unsere Kinder halt impfen, könnte man jetzt sagen. Aber nicht über all auf der Welt ist das so einfach und so selbstverständlich wie in Deutschland.
Weltweit sind aktuell immer noch mehr als 100 Millionen Frauen und ihre Neugeborenen in 25 der ärmsten Länder der Welt von Tetanus bedroht. Besonders Mütter und Babys aus entlegenen Gebieten sind von Tetanus betroffen, da sie kaum oder keinen Zugang zu einer medizinischer Grundversorgung haben.
Die Babys infizieren sich aufgrund von mangelnder Gesundheitsversorgung, fehlendem Impfschutz sowie unhygienischen Geburtspraktiken.
Ich finde das so traurig. Deshalb möchte ich Euch heute nochmal auf die Aktion von Pampers hinweisen.

Pampers unterstützt auch in diesem Jahr wieder Unicef mit dem Ziel, Tetanus bei Neugeborenen weltweit zu besiegen. In 14 Ländern ist das seit 2006 bereits gelungen. In diesem Jahr werden 22 weitere Länder unterstützt, in denen Tetanus immer noch eine Bedrohung darstellt, und unter diesen Ländern ist auch das Heimatland meines Vaters, so dass die Aktion für mich umso mehr eine Herzensangelegenheit ist.
Ab Oktober unterstützt Pampers UNICEF mit der Aktion „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis*“ im Kampf gegen Tetanus bei Neugeborenen. Das bedeutet, Pampers spendet für jede Packung Pampers Windeln und Pampers Feuchttücher mit UNICEF-Logo den Gegenwert einer Tetanus-Impfdosis an UNICEF.

Pampers für UNICEF 2014: Projektreise nach Äthiopien mit ChrisIn diesem Jahr sind Collien Ulmen-Fernandez und Christian Ulmen Botschafter der Aktion. Die beiden sind Eltern einer zweieinhalb-jährigen Tochter und reisten im Rahmen der Aktion nach Äthiopien, wo sie sich ein Bild von dem Fortschritt und dem Erfolg des Impfprogramms machen konnten.

Pampers für UNICEF 2014: Projektreise nach Äthiopien mit Chris

Letzte Woche habe ich Collien in Hamburg getroffen, und wenn Ihr wissen wollt, wie sie so ist: Sie ist eine Mutter. Auch sie googelt gelegentlich, wenn ihre Tochter sie vor Rätsel stellt und nutzte die Gelegenheit letzte Woche, sich mit andere Müttern auszutauschen: „Und, wie macht Ihr das denn, wenn…“

Pampers für UNICEF 2014: Projektreise nach Äthiopien mit Chris
Jetzt denkt Ihr darüber nach, während des Aktionszeitraums einen 5-Jahres-Vorrat anzulegen, befürchtet aber, Probleme mit der Lagerung der Kartons zu bekommen? Das müsst Ihr nicht- Ihr könnt auch einfach online die Aktion zusätzlich unterstützen:
Auf der Pampers Homepage (www.pampers.de), der Pampers Deutschland Facebook Seite und auf dem
Pampers YouTube-Kanal zählen Eure Klicks. Jeder Videoaufruf, jedes geteilte Video und jeder neue Facebook Fan bedeutet eine weitere Impfdosis.
Ganz einfach oder?

 

Unterschrift_blog

Zeit für meinen Großen: Max-Mama-Tage

Hin und wieder denke ich, dass wir hier im Haus ganz schön viele sind. Wenn ich meine Mitbewohner durchzähle komme ich immer auf 3, aber manchmal könnte ich schwören, dass es mehr sind.
Es macht mich glücklich, dass diese drei Männer zu mir gehören und ich zu ihnen und dass ich nie alleine sein muss. Manchmal wäre ich aber gerne, sagen wir mal, ein bißchen alleiner, denn vier Menschen unter einem Dach, das bedeutet auch, dass viele Bedürfnisse zurückgestellt werden müssen.

Ausnahmsweise rede ich jetzt mal nicht von meinen eigenen Bedürfnissen oder denen meines Mannes, sondern denen meiner Jungs.

Im Alltag ist tagsüber in der Regel nur ein Elternteil für sie da (und das bin ich, yeah!), aber die Bedürfnisse der Kinder sind ja immer alle gleichzeitig da. Einer braucht eine neue Windel und einer fällt in der Zwischenzeit von der Schaukel. Einer hat einen Turm gebaut, der bewundert gehört, und der andere nutzt den unbeobachteten Moment, um den Badezimmerboden mit der Klobürste zu fegen. Einfacher wäre es, wenn ich mich klonen könnte. Das wäre dann aber dem Mann wieder zu anstrengend…

Maxi muss öfter zurückstecken als Mini, weil er der Große ist. Dem kann ich erklären, dass er warten muss, den kann ich bitten, mit seinem Bruder zu teilen, der versteht mich ja und er fordert meine Aufmerksamkeit auch viel weniger ein, als der Mini. Für unseren Alltag bedeutet das häufig, dass der Maxi nicht altersgerecht spielen kann. Kaum hat er eine tolle Legolandschaft aufgebaut, reißt der Mini alles jauchzend wieder ein. Setzt er sich mit einem Buch aufs Sofa, kommt der Mini und reißt die Seiten aus und wenn wir spazieren gehen, muss er sich dem Schneckentempo seines kleinen Bruders anpassen, anstatt wild drauflos zu rasen.

Damit der Maxi auch mal ganz alleine im Mittelpunkt steht, haben wir die „Max-Mama-Tage“ eingeführt.

An diesen Tagen, die wir ganz unregelmäßig und spontan einstreuen, geht der Maxi nicht in die Kita, sondern macht etwas ganz Besonderes mit mir. So waren wir zum Beispiel gemeinsam im Schwimmbad und einmal haben wir einfach den ganzen Vormittag auf dem Spielplatz verbracht.

Letzte Woche war ich von Fisher Price zu einem Elternbrunch in Hamburg eingeladen. Es gab auch eine Kinderbetreuung und da dachte ich mir, dann nehme ich den Maxi mit, das wird der großartigste Max-Mama-Tag aller Zeiten. Und das war er!

Wir sind mit dem Maxi schonmal geflogen, aber das ist lange her und er kann sich daran nicht mehr erinnern. Wie aufregend war für ihn deshalb dieser Flug! Der kleine Kerl war zuckersüß. Er war aufgeregt, aber fröhlich. Manchmal lief er fröhlich voraus, manchmal kam er nur zögerlich an meiner Hand hinterher. Alles hat er genau beobachtet und er sah mit seinem kleinen Rucksack und den großen Augen so unternehmungslustig aus!

Ich bin ja sowieso jede Minute meines Lebens in meine beiden Jungs sowas von verknallt, aber an diesem Tag schwebte ich vor lauter Mutterglück und Mutterliebe den ganzen Tag im siebten Himmel! Ich kann es nicht genau erklären, aber die Verbindung zwischen Maxi und mir war auf unserer Reise ganz besonders. Vielleicht, weil ich ihm etwas so aufregendes wie das Fliegen zeigen konnte. Vielleicht, weil wir ganz schön weit weg von zu Hause waren oder weil wir einfach mal nur Zeit für uns beide hatten.

Fisher-Price1

Maxi hat ganz schön gestaunt, als der Christian vom Kikaninchen plötzlich „in echt“ vor ihm stand. Der war übrigens auch die ganze Zeit so nett zum Maxi. Während der Gesprächsrunde (unter anderem mit Collien Fernandez) hat der Maxi es vorgezogen, der Kinderbetreuung den Rücken zu kehren und sich die Teilnehmer aus einer ganz besonderen Perspektive anzuschauen.

FisherPrice3

Nach der Veranstaltung hatten wir noch reichlich Zeit, bis unser Flieger ging, also haben wir noch einen Abstecher zu den Landungsbrücken gemacht.

Fisher-Price4
Es war ein toller Tag und Maxi kam hundemüde nach Hause. Auf der Autofahrt vom Flughafen nach Hause fragte er mich: „Mama, wo ist der liebe Gott?“ „Im Himmel“, antwortete ich und er fragte nochmal genau nach: „IM Himmel?“ „Ja!“ Er überlegte kurz bevor er sagte: „Dann hätten wir den ja eigentlich sehen müssen!“ Ich hätte am liebsten sofort angehalten, um ihn lachend in den Arm zu nehmen.

Der krönende Abschluss des Tages war, dass der Maxi ausnahmsweise von seiner Mama ins Bett gebracht werden wollte, obwohl der Papa zu Hause war! Glücklich schlief er ein. Es war für uns beide ein außergewöhnlich schöner Tag.

Nun kann man nicht jede Woche eine Flugreise unternehmen, so schön das auch wäre. Das ist aber auch gar nicht nötig. Ich denke, das besondere Mutter-Kind-Feeling entsteht, weil wir einfach mal etwas nicht Alltägliches machen. Es entsteht, weil wir uns Zeit zu zweit nehmen. Es entsteht auch, weil ich an diesen Tagen nur für mein Kind da sein will, mich ganz darauf konzentriere und alle anderen Dinge ruhen lasse (sogar mein Smartphone). Auch wenn wir dann nur auf den Spielplatz gehen ist es zu zweit eben anders als sonst, und damit wie ein kleiner Urlaub, den ich nur empfehlen kann!

Der Mini hat sich wie verrückt gefreut, als wir nach Hause kamen. Er hatte einen tollen Mini-Papa-Tag gehabt und einen Ausflug zur Oma gemacht. Es war schön, dass wir abends wieder alle zusammen waren, und obwohl alle durcheinander redeten kam es mir an diesem Abend überhaupt nicht so vor, als wären wir so wahnsinnig viele. Da würde glatt noch einer gehen!

Unterschrift_blog

Fisher-Price2

Die perfekte Mutter

Es gibt sie, die perfekte Mutter! Ihr Kind geht in dieselbe Kita wie meine Kinder.

Wenn ich ihr Auto auf dem Parkplatz vor der Kita sehe, warte ich immer so lange im Auto, bis sie mit ihrem Kind hinauskommt. Dann winke ich freundlich und tue so, als würde ich telefonieren, bis sie wieder im Auto sitzt.

Manchmal geht es nicht anders, dann muss ich mit ihr sprechen.  Das ist eigentlich immer sehr erhellend, denn es gibt ja so viele Dinge, die ich nicht weiß. Sie weiß alles.

Sie weiß alles über die richtige Ernährung. Sie weiß alles über Krankheiten und alternative Heilmethoden. Sie weiß sogar alles über Erziehung.

Ihre Sätze beginnen fast immer mit: „Man soll die Kinder ja…“, oder „Man soll ja nicht…“ Sie weiß es einfach.

Ihr Kind ist dementsprechend wunderbar. Oft erzählt sie, was ihr Kind schon kann oder was ihr Kind tolles gesagt hat. Kein anderes Kind ist so toll wie ihres und wenn sie mir stolz davon erzählt, schiele ich traurig auf meine Brut und bin von ihrem Kind schwer beeindruckt.

Warum schlagen denn nur meine Kinder dauernd über die Stränge? Maxi hat zum Beispiel gerade eine sehr ausgeprägte „Kack-Pups-Phase“.  Er und sein bester Kita-Freund begrüßen sich morgens schon liebevoll mit „Du Kacker! Du Pupser!“ und dann wälzen sie sich glücklich miteinander über den Fußboden.

Kacke2

„Naja, diese Phase machen ja alle Kinder irgendwann mal durch“, murmelte ich entschuldigend und mit rotem Kopf, als sie vor ein paar Tagen so eine Szene beobachtete und offensichtlich etwas angewidert von so viel schlechtem Benehmen war. „Nein, mein Kind nicht“, antwortete sie. „Aber es spielt im Moment total gerne mit Mini LÜK! Ist das nicht toll?!“

Lange habe ich mich gefragt, wie sie das macht. Wie kann man so überzeugt davon sein, alles richtig zu machen und damit sogar andere Mütter, die sich sonst auch nicht für so schlecht halten, verunsichern?

Kacke1

Als wir gestern unsere Kinder aus der Kita holten, hat mein Telefonier-Trick leider nicht funktioniert, denn sie kam erst kurz nach mir, als ich meine Deckung also schon aufgegeben hatte. „Na, was macht Ihr heute Schönes“, fragte sie, nur um mir unter die Nase reiben zu können: „Wir gehen ins Museum, das machen wir ja so gerne!“

Da kamen uns unsere Kinder entgegengerannt. Man hörte schon von weitem ein Getrampel wie von einer Elefantenherde. Maxi rannte voraus, gefolgt von dem perfekten Kind: „Du Kacker!“, schrie das perfekte Kind dem Maxi hinterher und beide Kinder lachten wahnsinnig. Ich sah in das entsetzte Gesicht der Mutter  und für einen Moment dachte ich, ich höre nie wieder auf zu lachen.

Ganz kurz, aber wirklich nur ganz kurz schien sie zu taumeln. Dann fasste sie sich und sagte entrüstet und voller Überzeugung: „DAS hat der MAXI ihr beigebracht!“ Ja genau! Und der Maxi hat´s erfunden, oder was?

Kacke3

Es war nicht das erste Mal, dass sie mir das Gefühl gab, meine Kinder seien einfach schlecht erzogen und hätten auch auf ihr Kind einen schlechten Einfluss. Erst sehr viel später an diesem Abend hatte sich meine Wut auf die Frau gelegt. Und nachdem sich auch die Wut auf mich selber und meine Unfähigkeit gelegt hatte, dieser Frau im richtigen Moment die richtige Antwort zu geben, fing ich an, sie ein kleines bißchen zu bewundern.

Eigentlich macht sie ja nichts anderes als alle anderen Mütter dieser Welt: Sie tut das, was sie für richtig hält. Der Unterschied ist nur, das sie alles andere ausblendet. Sie sieht keine anderen Eltern und keine anderen Kinder. Alles, was sich außerhalb ihres eigenen Kopfes abspielt ist interessiert sie nicht. Und wenn sie etwas gar nicht mehr verleugnen kann, dann sind es eben einfach die anderen schuld. So geht sie dauerlächelnd zufrieden mit sich und der Welt durchs Leben.

Eigentlich sollte man sich eine Scheibe davon abschneiden. Ein bißchen mehr Selbstbewusstsein in Bezug auf den eigenen Umgang mit Erziehungsfragen kann nicht schaden. Ihre klugen Sprüche nerven allerdings as hell! Und wenn man sich nicht gerade hinterm Telefon im Auto verstecken kann, ist das echt einfach- man kann es nicht anders sagen- KACKE!

Das passende T-Shirt vom Maxi habe ich übrigens bei la fraise rouge entdeckt und man kann es HIER bestellen. Die Kakaoflecken müsstet Ihr dann noch selber hinzufügen…

Unterschrift_blog

 

 

 

 

Mama im Bikini

Das Kofferpacken hat ewig gedauert. Eigentlich wäre alles ganz schnell gegangen, aber das letzte Teil auf meiner Pack-Liste konnte ich einfach nicht finden: Meinen Bikini.

Ich war von Donnerstag bis Samstag mit dem Mann in einem Wellnesshotel. Meine Eltern hüteten die Kinder und der Mann und ich wollten mal so richtig entspannen. Die Vorfreude war riesig. Aber wo war mein Bikini?

„Wahrscheinlich versteckt der sich vor mir“, dachte ich. Der wäre bestimmt lieber von einer Frau mit Knackpo und Waschbrettbauch gekauft worden und würde jetzt gerne mit den anderen Bikinis stolz am Pool Angeber-Parade machen, anstatt meine Reiterhosen und Schwangerschaftsstreifen präsentieren zu müssen.

Ich fand ihn schließlich in der hintersten Ecke meiner Sockenschublade und versprach ihm, die meiste Zeit ein Handtuch um uns beide zu wickeln. Dann fuhren wir los.

Schon im Auto hatte ich den Eindruck, dass die Stimmung zwischen mir und dem Mann anders war als sonst. Als wäre ein Schalter umgelegt worden, waren Mama und Papa plötzlich wieder ein Paar (der Schalter wurde inzwischen wieder zurückgelegt, so viel kann ich schon verraten, das geht nämlich sehr schnell, wenn ein Kind nachts Fieber bekommt).

Der Urlaub war toll. Es ist so erfrischend, mal eine Mahlzeit einzunehmen, ohne dass jemand ein Glas umwirft. Es tut so gut, mal einen Kaffee zu trinken, ohne dass nach dem ersten Schluck jemand ruft: „Mama! Po abwischeeeen!“ Und die InStyle ist tatsächlich mal eine tolle Abwechslung zu „Pettersson und Findus“! Das Format ist ja ganz ähnlich, Frauenzeitschriften liegen Müttern daher auch nach langer Abstinenz noch gut in der Hand. Wirklich!


Wellness

Wir waren in der Sauna, wir sind geschwommen, wir haben geschlemmt und geschlafen. Ich hätte Monate in diesem Hotel verbringen können. Das dachte ich jedenfalls nach dem ersten Tag. An Tag 2 fielen mir plötzlich die Familien mit Kindern auf.

Zuerst begegneten sie uns in der Sauna. Da saß ein Paar mit zwei kleinen Mädchen, die brabbelten und kicherten und irgendwie hatte die Familie sehr viel Spaß. Der Mann und ich hatten nur Ruhe. Mit der war es natürlich dank der beiden Mädchen vorbei, aber mich hat das gar nicht gestört. Das hätte ich den Eltern auch gerne gesagt, aber die haben leider nicht gefragt.

Im Restaurant am Abend saß eine Familie mit einem kleinen Jungen. Den hat das Essen anscheinend nicht so beeindruckt wie mich, denn er lief nach ein paar Minuten durch den ganzen Raum, blieb an einzelnen Tischen stehen und beobachtete die Leute. Am Nachbartisch stand er ein paar Minuten wie versteinert, bis seine Mutter kam und meinte, er solle die Leute nicht stören. „Nein, nein, lassen Sie ihn, der stört doch nicht. Unsere Kinder bleiben auch nie am Tisch sitzen.“ Ich hätte gerne gehabt, dass der Junge mal zu uns an den Tisch kommt. Dann hätte seine Mutter sich auch bei uns entschuldigt und ich hätte sagen können, dass wir auch zwei kleine Jungs haben. Leider blieb der Junge dann doch bei seinen Eltern sitzen und ich konnte seiner Mutter nicht von unseren Söhnen erzählen.

Am Nachmittag planschten ein Mädchen und ein Junge im Pool. Die Eltern mahnten zwischendurch immer mal wieder zur Ruhe und ich hätte ihnen so gerne gesagt, dass meine Söhne viel lauter sind als ihre Kinder und dass mich ihre Kinder überhaupt nicht stören!

Ich hatte das dringende Bedürfnis allen anderen Eltern mitzuteilen, dass ich auch eine Mutter bin. Das geht mir oft so, wenn ich mit dem Mann ohne Kinder unterwegs bin. Es fühlt sich etwa so an, als wäre ich stolzes Mitglied eines Clubs, hätte aber meinen Mitgliedsausweis nicht dabei.

Nachdem ich alle Kinder betont wohlwollend und alle Eltern übertrieben aufmunternd angesehen hatte, aber niemand mir die Chance gegeben hatte, von meinen Kindern zu erzählen, suchte ich verzweifelt nach einer Möglichkeit, meine Clubzugehörigkeit unter Beweis zu stellen.

Plötzlich fiel es mir ein!

Ich sah auf die Uhr: Zeit für den nächsten Saunagang. Ich erhob mich von meiner Liege und lief am Pool entlang zur Sauna. Ich lief ganz, ganz langsam und dabei schob ich die Hose meines Bikinis  so weit hinunter, wie man es  gerade noch als anständig bezeichnen konnte und hoffte, dass es alle sehen konnten:

Meine Schwangerschaftsstreifen!

In diesem Moment war ich tatsächlich froh, dieses unverkennbare, mütterliche Erkennungszeichen zu haben. Ich hoffe, alle haben es gesehen!

Und mein Bikini? Der hat´s überlebt. Ich bin sicher, Eure werden das auch!

Unterschrift_blog

 

 

 

 

Gewinner der Frohkost Brei-Pakete

Nach einem herrlichen langen Wochenende, das ich mit dem Mann erst in einem Wellness-Hotel (Gräflicher Park in Bad Driburg- absolute Empfehlung!) verbracht habe, um dann am Samstag herrlich entspannt die Hochzeit einer Freundin in Bielefeld zu feiern, fällt es ein bißchen schwer, sich wieder an den Rechner zu setzen. Aber Ihr wartet bestimmt schon auf die Gewinner der Frühkost Verlosung, also habe ich mich extra für Euch doch aufgerafft 🙂

Und hier sind die drei Gewinnerinnen:

Je ein Paket mit 15 Frohkost Brei-Päckchen geht an

– Angela

– Franzi

– Jetta

frohkost2

Herzlichen Glückwunsch! Sendet Ihr mir bitte Eure Kontaktdaten zu? Ich werde sie an Frohkost weiterleiten, die sich dann mit Euch in Verbindung setzen, denn Ihr dürft ja noch Eure Lieblings-Brei-Sorten auswählen und Eure Wunschzustellzeit angeben. Apropos: Die Pakete werden mit dem Wunschlieferservice von DHL verschickt. Frohkost fährt nicht jedes Paket einzeln durch die Gegend, wie einige von Euch befürchtet haben.

Den Gewinnerinnen Herzlichen Glückwunsch und Euch allen eine schöne Woche!

Unterschrift_blog