Ich brauche mehr oommmm!

Einmal hätte ich mich beinahe zum Yoga angemeldet.

Der Entspanntheitsgrad, den manche Mütter an den Tag legten, musste ja schließlich irgendwie zu erklären sein! Ich wollte das auch!

Ich saß an diesem Tag mit ein paar anderen Müttern beim Kaffee, als die fünfjährige Tochter der Gastgeberin den Kopf ins Wohnzimmer steckte und rief: „Ich bin drüben bei Lara, Mama!“ Weg war sie.

Ich erwartete ein: „Nein!“oder „Du kannst nicht alleine gehen!“ oder „Bleib sofort stehen“! Statt dessen kam nur ein:“Hm“!

Der damals knapp einjährige Maxi saß auf meinem Schoß. Ich ahnte schon irgendwie, dass er spätestens an seinem ersten Schultag  lieber alleine auf einem Stuhl sitzen und mich bitten würde, von seinem Platz aufzustehen und draußen auf dem Schulhof zu warten. Aber wie verdammt schafft man es, sein Kind alleine zu einer Freundin gehen zu lassen, auch wenn die nur ein paar Häuser weiter wohnt?? Es könnte doch ein Auto kommen, oder so! YOGA?

Ein paar Monate später erreichte ich eine neue Bewußtseinsstufe. Ganz ohne Yoga übrigens.

Als der Maxi zum ersten Mal die Leiter einer Rutsche selber erkletterte, war ich nervös, aber gefasst. War ja auch gar nicht so hoch, ich hatte meine Hände immer um ihn und hätte sofort zugreifen können, wenn er ausgerutscht oder gefallen wäre. Aha, so geht das, dachte ich damals. Mama wird Schritt für Schritt an die selbständigen Aktivitäten des Nachwuchses herangeführt.

Zuversicht machte sich in mir breit. Maxi wurde größer, der Mini kam zur Welt, und da ich zwar zwei Augen habe, aber trotzdem nicht mit dem einen auf den Mini und dem anderen auf den Maxi schielen kann, stand ich auch nicht mehr ständig hinter dem kletternden Maxi.

Beim Mini kannte ich das ja alles schon und ließ ihn alleine machen. Wenn er fällt, dachte ich mir, fällt er erstens nicht tief, zweitens auf Sand und drittens wird er vermutlich nur deswegen fallen, weil er seine Hände nach einem interessanteren Gegenstand ausstrecken wollte, den er sich unmittelbar nach dem Sturz einfach holen wird.

Milde lächelnd beobachtete ich die Mütter von unter Einjährigen, die ihre Kleinen sogar vom Sturz einer 2o cm hohen Sandkastenbegrenzung bewahren wollten. Das wird schon noch, dachte ich bei mir, ich hab´s ja auch geschafft.

Mein Puls beschleunigte sich wieder, als der Maxi vor ein paar Wochen begann, auf ALLES zu klettern. Mit „alles“ meine ich alles! Erst machte ich mir nur Sorgen, dass die „Klettergerüste“ dabei kaputt gehen könnten. Dann fing ich wieder an, mir Sorgen um den Maxi zu machen.

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„Huch, guck mal, wo Dein Maxi ist!“ Mit diesen Worten begann eine neue Ära. Maxi war auf dem Bolzplatz, aber anstatt Fußball zu spielen, war er aufs Tor geklettert. Ich hatte Puls!

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Richtig schlimm wurde es am letzten Donnerstag. Da kletterte der Maxi von außen eine Tunnelrutsche hoch. Auf diesem Tunnel kann man sich nirgendwo festhalten, er ist groß, rund und rutschig und ich habe bislang nur Schulkinder dort oben gesehen. Das Ding ist sehr, sehr hoch und ich habe keine Chance, ihn von so hoch oben aufzufangen,  zumal ich nicht wüßte, ob er nach links oder rechts abrutschen wird. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich kurz vorm Herzinfarkt stand. Ich halte das auch nicht für übertrieben ängstlich- er ist immerhin erst dreieinhalb und sein Reaktionsvermögen gleicht dem einer Schildkröte.

Ich bemerkte, dass mich andere Eltern so milde lächelnd beobachteten, wie ich das mit den Eltern der ganz kleinen Kinder gemacht hatte und mir wurde klar:

Das hört nie auf. Ich kann zwar immer neue Entspanntheitsgrade erreichen, aber dann werden sie sich irgendwann wieder etwas Neues einfallen lassen. Wenn sie groß sind, wollen sie abends alleine ausgehen, eines Tages vielleicht ohne mich außerhalb des Landes reisen oder -Gott bewahre- auf einen anderen Kontinent fliegen. Mit einem Flugzeug!! Wenn sie dann hoch oben in der Luft sind und ich stundenlang auf ihren Anruf warten muss, dann werde ich mich auf den Spielplatz zurücksehnen, und die Zeiten, als sie nur etwa eineinhalb Meter über meinem Kopf auf einer Tunnelrutsche thronten.

Ich glaube, diese Woche gehen wir nicht auf den Spielplatz. Ich muss den letzten Donnerstag noch verdauen. Es sein denn, der Maxi verspricht mir, sich von der Tunnelrutsche fernzuhalten und nur auf das Fußballtor zu klettern. Da ist er sicher.

Vielleicht melde ich mich doch noch beim Yoga an. Erfahrungen, anyone?

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QBIC Elmo Kamera- perfekt für Eltern?

Eines wird der Mini mir niemals vorwerfen können: Dass es von ihm weniger Fotos als von seinem großen Bruder gäbe.

Typisch Eltern, fotografieren wir unsere Kinder in allen Lebenslagen täglich mehrere Male.

Die meisten Fotos mache ich mit meinem iPhone und zu besonderen Gelegenheiten schleppe ich auch mal meine EOS 600D mit.

Kürzlich wurde ich gefragt, ob ich die QBIC Elmo testen möchte. „Wir sind daran interessiert, unsere Zielgruppe und deren Bedürfnisse näher kennen zu lernen und wollen alles darüber erfahren, wie sich das Produkt speziell im Alltag mit Kindern handhaben lässt“, hieß es in der Mail und da habe ich doch direkt mal zugesagt.

Die QBIC Elmo ist eine klitzekleine Kamera, die mit einem Winkel von 185° (das ist mehr als das natürliche Blickfeld) ganz tolle Panoramabilder machen kann, aber auch für extreme Close-Up Aufnahmen geeignet ist.

Die Kamera wiegt nur 93g und ist klitzeklein. Für Eltern definitiv ein Pluspunkt, denn neben Windeln, Feuchttüchern, Snacks, Trinkflaschen ist selten viel Platz für eine große Kamera in der Handtasche.

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Die Kamera hat selber kein Display. Sie wird über eine App mit dem Smartphone verbunden. Man kann sie mit einem speziellen Clip am Smartphone befestigen, wo sie dann mittels der App das Display des Smartphones benutzt.

Qbic Elmo Kamera Testbericht

Das ist einerseits praktisch, andererseits habe ich mich dabei zunächst gefragt, was es dann eigentlich bringt, dass die Kamera so klein ist. Am Smartphone befestigt, hat sie die Größe einer normalen Kamera. Außerdem habe ich auf einem Smartphone ohnehin eine gute Kamera- was bringt also die QBIC Elmo?

Die Antwort lautet: Die QBIC Elmo ist ein Spaßobjekt. Diese Kamera ist ein echtes Spielzeug, das mit vielen tollen Funktionen ganz verrückte Bilder ermöglicht.

Man kann die Kamera nämlich nicht nur am Smartphone befestigen, sondern zum Beispiel auch an Euren Kindern. Sie wiegt ja nix und ist stoßunempfindlich. Wir haben sie an Maxis Hose befestigt, und ihn damit im Garten herumlaufen lassen. Man kann sie so einstellen, dass sie in einem frei wählbaren Intervall Fotos macht. Viele Fotos waren natürlich verwackelt, aber lustig waren sie dennoch und manche sind sogar richtig toll geworden.

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Auf diese Weise kann man Ausflüge und andere Aktivitäten ganz nebenbei dokumentieren, ohne ständig auf den Auslöser drücken zu müssen und hat hinterher auch noch Spaß, wenn man die Überraschungsfotos anschaut.

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So könnte kann man auch bei 12 von 12 mitmachen, ohne den ganzen Tag fotografieren zu müssen- für jemanden wie mich durchaus ein Vorteil.

Outfit of the Day Fotos werden übrigens mit dem Weitwinkel auch viel hübscher!


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Für elterliche Schnappschüsse der Kinder ist die QBIC Elmo nicht ganz so gut geeignet. Sie braucht (zumindest bei meinem Handy) recht lange, bis sie mit dem Smartphone verbunden ist und das Kind ist bis dahin längst über alle Berge. Mir persönlich ist das etwas zu umständlich.

Schwierig finde ich auch, dass die Kamera nur ein Weitwinkelobjektiv hat. Damit kann man zwar wirklich wunderbare Panoramaaufnahmen machen und auch sehr witzige Effekte erzielen, aber das Problem ist Folgendes: Wenn ich meine Kinder fotografiere, dann sind oft andere Kinder in der Nähe, zum Beispiel auf dem Spielplatz. Durch das Weitwinkelobjektiv  habe ich dann immer andere Kinder mit auf dem Bild und das finden die anderen Eltern bestimmt nicht so toll. Auch kann ich diese Bilder nicht im Blog veröffentlichen.

Wer aber Spaß am Fotografieren hat, der wird gerne mit der QBic Elmo herumprobieren und sicher einige witzige Ideen umsetzen können.

Leider hatte ich nur zehn Tage Zeit, die Kamera zu testen, sonst wären mir bestimmt noch viele andere Spielereien eingefallen.

Ich habe übrigens mit der Kamera Minis erste Schritte festgehalten. Oder besser gesagt: Ich hab´s versucht.

Dazu habe ich die Kamera einfach an Minis Windel befestigt- noch so eine Spielerei, die man mit dieser Mini Kamera machen kann. Das Video wird ab Montag auf der Facebook- Seite von QBic Elmo hochgeladen. Den link teile ich Euch noch mit, dann könnt Ihr mal schauen, welche Fortschritte der Mini so macht- oder auch nicht 🙂

Ein schönes Sommerwochenende wünsche ich Euch!

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 Vielen Dank an QBIC Elmo für das Testgerät!