Die ersten 1000 Tage- Gesunde Ernährung. Während der Schwangerschaft und bei Schwangerschaftsdiabetes

Heute startet eine neue Serie hier im Blog.
Unter dem Titel „Die ersten 1000 Tage“ geht es um Ernährung: Während der Schwangerschaft, in der Still- oder Fläschchenzeit, es geht um die erste Beikost und schließlich die Teilnahme am Familienessen.
Unterstützt werde ich bei dieser Serie von der Firma Milupa. Es geht aber nicht um Werbung für Milupa. Es ist nur so, dass Milupa natürlich sehr umfangreich zum Thema Ernährung forscht und mir daher alle meine Fragen beantworten kann- und Eure auch! Deswegen bin ich sehr glücklich über diese Kooperation.

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Spätestens in dem Moment, in dem die zukünftige Mama einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand hält, erwacht ihr Interesse an gesunder Ernährung. Jetzt müssen mehr Vitamine her. Falls Ihr gerade schwanger seid (yeah!) könnt Ihr Euch auf dieser Seite von Milupa einen tollen Überblick über alle notwendigen Vitamine und Mineralien und die Lebensmittel, die Euch damit versorgen, verschaffen. Eine Liste steht Euch dort zum Download zur Verfügung.

Meine Ernährung hat sich durch meine zweite Schwangerschaft sehr verändert. Ich habe nie verstanden, warum viele Menschen heute Kohlenhydrate so sehr verteufeln. Ich bin nach wie vor für eine ausgewogene Ernährung, allerdings habe ich den Anteil an Kohlenhydraten in meinem Speiseplan stark reduziert.

Erinnert Ihr Euch noch? Als bei dem oGTT herauskam, dass ich Schwangerschaftsdiabetes hatte, traf mich das aus heiterem Himmel. Eigentlich wollte ich einfach nur in Ruhe schwanger sein, und dann kam diese blöde Krankheit dazu. Ich musste ständig zum Diabetologen, täglich Insulin spritzen und meine Blutzuckerwerte messen. Vor allem aber musste ich meine Ernährung umstellen. Süßigkeiten waren tabu und ich konnte nur wenig Obst zu mir nehmen. Kartoffeln, Nudeln, Reis und Brot gab es nur noch in winzig kleinen Mengen. Anfangs ist das sehr hart gewesen. Wenn man einmal weiß, was man essen kann, ohne Hungern zu müssen, ist es kein Problem. Hier meine Tipps, wie Ihr ohne Hunger aber mit super Blutzuckerwerten über den Tag kommt:

– Ein schöner Salat zu jeder Mahlzeit ist immer eine gute Idee.

– Kauft Euch ein besonders gutes Öl (z.B. Walnussöl, Kürbiskernöl) um Euch den Salat lecker und abwechslungsreich anzumachen.

– Als zusätzliche Sättigung könnt Ihr Nüsse auf den Salat packen.

– Hunger zwischendurch? Eine Handvoll Nüsse hilft.

– Lachs macht aufgrund des hohen Fettgehalts schön satt.

– Gemüsesticks als tägliche Zwischenmahlzeit fest einplanen.

– Ihr vermisst Euren Frühstückssaft? Einfach auf Vitamin-Braustabletten umstellen.

– Probiert mal verschiedene Eiweißbrote aus. Mein Fall ist es nicht, aber nach einigem Herumprobieren habe ich mein „Lieblings“-Eiweißbrot gefunden.

– Alle Gerichte mit Sahen verfeinern. Das macht extra satt und das Fett verlangsamt die Aufnahme der Kohlenhydrate- der Blutzucker steigt nicht so schnell an.

– Eier sind ein toller Sattmacher.

– Nüsse und Käsewürfel sind ein guter Ersatz für Chips vor dem Fernseher.

– Fleisch macht satt. Cabanossi-Würstchen sind auch ein guter Snack für Zwischendurch.

– Macht Euch keine Sorgen wenn Ihr auf eine recht fetthaltige Ernährung umstellt ( Nüsse, Eier, Sahne). Es geht um etwa 12 Wochen, das wird Euch nicht schaden.

– Bewegung hilft! Geht nach einer Mahlzeit schnellen Schrittes spazieren und vergleicht dann den Blutzuckerwert mit dem, den ihr nach der gleichen Mahlzeit aber ohne Bewegung hattet. Es gibt einen Unterschied!

Der Mini kam in der 39. Schwangerschaftswoche mit 50 cm und 3100g zur Welt. Ich wog unmittelbar nach der Geburt ein paar Kilo weniger als vor der Schwangerschaft, und das war ja auch irgendwie schön.
Der Schwangerschaftsdiabetes war bei mir übrigens nicht direkt nach der Geburt verschwunden, sondern hat sich noch knapp vier Wochen gehalten. Da war ich natürlich schon nervös, aber meine Hebamme überzeugte mich davon, mich einfach zu entspannen- die Wahrscheinlichkeit, dass der Diabetes nach 3 Monaten verschwunden ist, ist deutlich höher, als dass er bleibt. So war es dann ja auch.

Heute achte ich darauf, Haushaltszucker zu meiden. Ich esse nur selten Süßigkeiten und verkneife mir weitgehend Chips, Pommes, Fertiggerichte. Auf gesunde Kohlenhydrate werde ich nie verzichten, aber die Mengen habe ich deutlich reduziert.

Habt Ihr auch Tipps für die Ernährung mit Schwangerschaftsdiabetes? Dann lasst doch via Kommentar alle daran teilhaben. Oder habt Ihr Fragen zur Ernährung während der Schwangerschaft, die ich an die Milupa Experten weitergeben kann? Mailt mir an Mia(Punkt)Sommer1978(ät)googlemail(Punkt)com

 

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Mit freundlicher Unterstützung von Milupa

11 Kommentare

  1. Ich hatte in meiner ersten Schwangerschaft auch SS-Diabetes. Kam für mich auch aus heiterem Himmel und ich muss sagen, das ich anfangs nicht so gut damit zurechtkam. Ich musste zwar Gott sei dank kein Insulin spritzen, aber bei mir stieg der Blutzucker schon nach nur zwei winzigen Kartoffeln auf nicht aktzeptable Werte an. Das war ziemlich nervig, weil ich dauernd das Gefühl hatte nicht richtig satt zu sein. Nach ein paar Wochen hatte ich mich dann eingelebt und kann auch empfehlen viel Fleisch und Gemüse (auch Salate) zu essen, ordentlich Butter auf das Brot zu schmieren (am besten dunkles Vollkornbrot oder Eiweißbrot, macht beides sehr gut satt und hält lange vor!). Dann habe ich mir angewöhnt viele Mahlzeiten über den Tag verteilt zu essen. D.h. nicht nur morgens, mittags und abends, sondern auch zwischendurch ein paar Snacks. Da gab es dann z.B. ungezuckerten Naturjoghurt mit Apfelstücken (das hat mein Blutzucker super vertragen). Und Bewegung hilft wirklich total viel! Es reicht schon, wenn man nach dem Essen spazieren geht und der Blutzucker sinkt so dann viel schneller.
    Und wie MamaMia auch schreibt, sollte man sich keine Sorgen ums Gewicht machen. Bei mir war es auch so das ich nur 7kg zugenommen habe (und alleine 4kg wog davon mein Zwerg zur Geburt) und hatte nach der Geburt 3kg weniger als vorher.
    Liebe Grüße

  2. Jungsmama

    Liebe Mia,

    vielen Dank für diese neue Serie. Ich war leider auch in beiden Schwangerschaften vom Schwangerschaftsdiabetes betroffen (nicht insulinpflichtig) und teile meine Erfahrungen daher gerne. In der ersten Schwangeschaft habe ich mich davon sehr verrückt machen lassen und bin auch noch an einen sehr strengen Diabetologen geraten, der wohl mit neuen (deutlich unter den allgemeinen Richtlininen liegenden) Richtwerten experimentiert hat. Ergebnis war ein 2400g Kind in der 38. SW. In der zweiten Schwangerschaft war ich dann bei einem anderen Diabetologen und insgesamt entspannter und mein Baby mit 3500g auch voll im Durchschnitt (uns ich trotzdem direkt nach der Geburt bereits unter Ausgangsgewicht – das ist in der Tat sehr schön). Dieser zweite Diabetologe hat mir erzählt, dass er zwei Gruppen von Schwangerschaftsdiabetes kennt: die eher jungen Schwangeren, die sich eh schon ungesund ernähren und die eher Älteren, die viele der für Diabetiker geltenen Ernährungsregeln eh schon verinnerlicht haben. Bei Ersteren würde ich deinen Tipp mit „ruhig fetthaltig“ ernähren, nicht unbedingt empfehlen bzw. kommt es da vermutlich auch auf die Art Fette an: Nüsse und Käse zwischendurch sind vielleicht noch etwas anderes als tägliche Sahesaucen.

    Meine weiteren Tips:
    – Regelmäßig Essen: ich habe in der Zeit 6 kleine Mahlzeiten am Tag zu mir genommen und darauf geachtet, dass diese auch immer in geringem Umfang Kohlenhydrathe enthalten haben. So kommt gar nicht erst der große Hunger auf.
    – Immer etwas Passendes zu Essen dabei haben. Meine Brotdose war mein ständiger Begleiter – da alles, was man sich sonst so unterwegs kauft i.d.R. schon zu große Portionen waren.
    – Vollkornprodukte verwenden (Kohlenhydrate werden langsamer abgebaut)
    – Linsen (und andere Hülsenfrüchte) und Quark haben wenig (bzw. langsam abbaubare) Kohlenhydrahte und machen sehr satt
    – Dunkle Schokolade mit möglichst hohem Kakaoanteil (mind. 70%) in kleinen Mengen schadet nicht (viel Fett, vergleichsweise wenig Zucker) und hilft das Gefühl „Ich bin habe schwangerschaftsbedingten Heißhunger auf Süssigkeiten“ zu verdrängen…

    Ansonsten ärgere ich mich manchmal, dass ich ziemlich schnell nach der Geburt wieder in alte Ernährungsmuster zurückgefallen bin. Z.B. das konsequentere aufteilen von Kohlenhydraten über den Tag würde meine „ich brauch was Süßes“-Gelüste glaube ich deutlich reduzieren.

    Ich bin gespannt wie deine Serie weitergeht – vor allem auf die letzten 100 der ersten 1000 Tage, wenn die lieben Kleinen ihre Experimentierfreude ablegen und teils recht einseitige Vorlieben z.B. für „Nudeln ohne Soße und sonst nix“ entwicklen 😉

    LG Jungsmama

  3. Liebe Mia,

    leider ist es für viele werdende Eltern schwierig, sich in der Fülle der Informationen zurecht zu finden. Daher hat sich das Projekt „Netzwerk Junge Familie“ gegründet, das vom Bundesministerium Ernährung und Landwirtschaft gefördert wird. Das Angebot von Milupa ist auf ersten Blick gut gemacht, allerdings haftet den „Industrie-Informationsseiten“ bei mir immer in bitterer Beigeschmack „Bindung potentieller, zukünftiger Kunden“ an. Die Internetseite vom Netzwerk und zwei weitere Industrie-unabhängige Seiten kann ich als Ernährungswissenschaftlerin empfehlen:

    http://www.gesund-ins-leben.de/
    http://www.schwangerundkind.de/
    http://www.ernaehrung.de/

    Herzliche Grüße und Ahoi,
    Jasmin

  4. @Jasmin: Vielen Dank für diese nützlichen Links, liebe Jasmin. Ich sehe das nämlich genauso wie Du und ziehe bei solchen Fragen ausschließlich unabhängige Informationsquellen zu Rate, von denen es ja zum Glück einige gibt (jede Schwangere bekommt doch vom Frauenarzt schon dicke Broschüren vom Gesundheitsministerium oder so mit).
    @Mia: Ich finde es wirklich schade, wie oft Du in letzter Zeit mit verschiedenen Firmen „kooperierst“ und damit hier in diesem Blog doch auch Werbung machst, ob direkt oder indirekt. Meine Freundin betreibt auch einen recht erfolgreichen Blog und daher weiß ich, wie verlockend die Angebote der Firmen sind. Umso mehr bewundere ich sie dafür, grundsätzlich keine Markennamen oder Hersteller in ihrem Blog zu nennen, um vollständig unabhängig zu bleiben und ihre Leser nicht zu beeinflussen.

    • Liebe Kathrin, ein Blog macht viel Arbeit, daher habe ich für mich entschieden, dass all die Zeit und Mühe, die ich investiere ruhig auch für mich honoriert werden dürfen. Ich habe aber auch entscheiden, dass ich weder wahllos Werbung mache, noch plump. Auch ein Kooperationspost ist für mich mit viel Herzblut verbunden und enthält immer für meine Leser eine Geschichte aus meinem Leben als Mutter zweier Söhne. Jeder Post ist 100% Mama Mia, denn meine Authentizität ist nicht käuflich, dafür liegen mir mein Blog und meine Leser viel zu sehr am Herzen. Liebe Grüße Mia

  5. Katarina D

    @jasmin vielen Dank für die nicht von Milupa gekaufte Links! Ich fand diesen Blog am Anfang sehr gut und witzig geschrieben. Zunehmend rege ich mich über die viele Werbung auf, die du in deinem Blog nun reinbringst, und das ist echt schade. Das mit Milupa war aber wirklich übertrieben! Milupa hat mit gesunde Ernährung nichts zu tun! Liest doch mal Stiftung Öko Test, bevor du so was unterstützt. Hier ein Auszug von 2014 „Eines der schlechtesten Produkte kommt von Milupa. Mit einem Gesamtzuckergehalt von rund 22 Gramm pro zubereiteter Breiportion ist der Milupa Grießbrei mit Milch das süßeste Produkt im Test.“
    http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=103802&bernr=07&seite=01&suche=Milupa
    Es gib weitere Tests, die genau so schlecht für Milupa ausfallen. Du wirst mit Sicherheit mich als Leserin verlieren, wenn du weiter so billige Werbung in deinem Blog unterstützt. Ich finde es als Mutter und Ärztin nicht hinnehmbar, dass man anderen Müttern so schlechte Produkte empfiehlt.
    Liebe Grüße
    Katarina

    • Liebe Katarina, es liegt mir fern, Euch ein bestimmtes Produkt für die die Babyernährung zu empfehlen, das müsst Ihr schon alle selber entscheiden. Ich habe Euch lediglich meine besten Tipps aus meiner Zeit mit Schwangerschaftsdiabetes weitergegeben. Die Info-Seiten von Milupa sind toll und es gibt daran nichts auszusetzen- außer es passt einem nicht, dass sie von einem Babynahrungshersteller sind. Ich fände es schade, Dich als Leserin zu verlieren, denn ich denke, an meinem Schreibstil hat sich nichts geändert- es gibt hier nach wie vor 1-2 Mal pro Woche unterhaltsames aus meinem Leben als Mama- so wie vom ersten Tag an. Die Werbepausen, die es auch hier gibt, kannst Du gerne ausblenden, aber auch sie enthalten immer viel Herzblut und sind echte Mama Mia Geschichten. Einen schönen Sonntag wünsche ich Dir! LG Mia

  6. Hallo Mia,

    ich kann dir das Buch: Dr. Jacobs Weg (es gibt schlauere Titel, aber der Inhalt ist gut) empfehlen. Der räumt dann auch leider mit den gesunden Milchprodukten und anderen tierischen Erzeugnissen auf.

    Grüße
    Kristin

  7. Liebe Mia,
    natürlich ist es allein Deine Entscheidung, ob Du diesen Blog auch nutzen möchtest, um Werbeeinnahmen zu generieren. Ich tue mich nur mit einem Schlagwort schwer, auf das Du selbst angeblich so einen Wert legst: die Authentizität. Denn dass ein Hersteller, der mit die ungesündeste Baby- und Kindernahrung überhaupt auf den Markt bringt, über gesunde Ernährung schreibt, ist nun wirklich nicht authentisch. Mal abgesehen davon, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass Du persönlich hinter den Produkten dieser Firma stehst, und die unterstützt Du nunmal durch diesen Post.

  8. An dieser Stelle erst mal vielen Dank für die vielen wertvollen Informationen, die man in diesem Beitrag finden kann. Das Internet ist ja voll mit Informationen zum Thema Schwangerschaft und leider lassen sich viele werdende Mütter gerade beim ersten Kind total irre machen. Wie gesagt, Daumen hoch für den Blogbetreiber / Blogbetreiberin für die Zeit bzw. Arbeit, die hier investiert wird. Gerade wenn man Kinder hat, ist es schon ein Kunststück sich für sowas Zeit zu nehmen. Beste Grüße

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