Papakinder

Ich könnte hier in einem riesigen Topf mit Schokolade sitzen- es würde keinen interessieren.

Gut, die Nachbarn würden vielleicht gucken, mein Mann eventuell auch, aber die Jungs, die merken das nicht. Nicht so lange der Papa in der Nähe ist.

Beim Maxi begann es in unserem ersten Familienurlaub, da war er fünf Monate alt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Mann mir oft richtig Leid getan, weil der Maxi auf seinem Arm nur schrie. Er ließ sich vom Mann weder die Flasche geben, noch lange herumtragen, und schon gar nicht ins Bett bringen.

In diesem Urlaub haben sich die beiden ganz plötzlich gefunden und seit diesem Tag bin ich abgemeldet.

Der Mini gab mir Anfangs Anlass zu hoffen. Der war ein sehr anhängliches Baby und ich freute mich schon: Endlich ein Mamakind! Aber ich hab´s geahnt: Ich war nur die Nahrungsquelle: Kaum war er ein paar Monate alt, mutierte auch der Mini zum Papakind.

Der Papa ist hier der Superheld. Ich bin nur Personal.

Es hat zugegebenermaßen auch Vorteile: „Ich fürchte, da musst Du ran“,  kommentiere ich ohne die Zeitung zu senken das größte Geschrei am Sonntagmorgen.

„Er hat `Papa`gerufen“, sage ich, wenn der Maxi vom Klo her brüllt. Wenn der Papa zu Hause ist, bin ich raus. Ja, es gibt Schlimmeres.

Manchmal ist es allerdings schon ein bißchen verletzend. Es gibt Situationen, da stößt der Maxi mich richtig weg und verlangt nach seinem Papa. Neulich hat er sich auf dem Spielplatz ernsthaft so vorgestellt: „Ich heiße Maxi, ich wohne in Bonn und ich bin ein Papakind!“

Ich wurde schon gefragt: „Ist das normal?“

Joa, ich denke schon! Es ist extrem, aber normal. Die Gründe dafür sind vermutlich vielschichtig. Eine Rolle dürfte spielen, dass der Papa sehr viel arbeitet und deutlich weniger Zeit mit den Kindern verbringt als ich. Auch dass der Maxi sich ein männliches Vorbild sucht, ist eine Begründung. Er zieht auch den Opa der Oma vor und den Onkel der Tante.

Damit mein Mutterherz genügend Maxi abbekommt, muss ich mir immer etwas einfallen lassen. Besondere Maxi-Mama Sachen.

MaxMama

 

Das Gute an Kindern in Maxis Alter ist, dass sie sehr korrupt sind. Und das Besondere am Maxi ist, dass er sich über neue Klamotten freut. Also habe ich uns ein paar Partner-Outfits gekauft, und wenn wir Maxi-Mama-Sachen machen, sind wir schon rein optisch ein Team. Ein Highlight war, als wir gemeinsam im Kindertheater den Grüffelo angesehen haben. Aber auch gemeinsam eine Limonade in der Stadt trinken zu gehen ist eine super Maxi-Mama-Aktion. Außerdem kocht der Maxi genau so gerne wie ich, und so zaubern wir in der Küche, während für den Mini und den Papa der Zutritt verboten ist.

Ein Mamakind wird der Maxi wohl leider nicht mehr werden und beim Mini mache ich mir auch keine Hoffnungen mehr. Aber ich nehme, was ich kriegen kann und immerhin habe ich einen guten Grund gefunden, Klamotten zu kaufen.

Piraten2

 

Diese beiden Partneroutfits sind übrigens vom schwedischen Modelabel Me&I. Für mich die einzige Firma, bei der es ausgefallene Partner-Outfits auch für Mütter und SÖHNE gibt.

Das Tiger T-Shirt habe ich schon im letzten Jahr gekauft, aber das Piraten-Shirt  ist aus der aktuellen Kollektion. Dieses (und ganz viele weitere wirklich tolle Outfits für Kinder und Frauen) könnt Ihr jetzt zum Schnäppchenpreis erstehen, denn ab morgen startet Me&I eine Sale-Aktion mit Rabatten bis zu 25%.

Und wie ist es bei Euch? Mamakinder oder Papakinder? Und besonders an die Mütter älterer Kinder: Hat sich das bei Euch auch nochmal geändert?

Ich wünsche Euch einen schönen Wochenstart!

Unterschrift_blog

 

 

 

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von me&i

10 Gedanken zu “Papakinder

  1. Grins, würde sagen alles eine Phase – als mein Mann 3 Jahre in Elternzeit war und ich sehr viel gearbeitet habe, konnte unsere jetzt 11-Jährige es immer nicht erwarten, dass ich nachhause kam. Jetzt macht sie wieder auch gerne Sachen mit ihm. Liegt auch an Interessen: unser Kleiner backt gerne mit mir und macht „Männer-Sachen“ mit Papa. Wenn Papa Wäsche-Aufhängen zur Männer-Sache deklariert, klappt das allerdings nicht ;-)) muss schon erkennbar „männlich“ sein i.S.v. Werkzeuge, Fahrzeuge oder Dreck involvieren….Zum Glück Kuscheln sie aber alle lieber mit mir!!! Oh seufz, welch ein Segen.

    1. Ja, das ist ein Segen! Ich darf zum Glück auch viel kuscheln, weil der Mann so oft nicht hier ist. Aber wenn er da ist, habe ich keine Chance. Sehr traurig, manchmal!

  2. Ich habe 3 Mamakinder und würde mir soooo wünschen, das es aufgeteilt wäre:( eigentlich sagt man, das Jungs mehr Mamakinder sind und Mädels eher zum Papa tendieren….
    Ich hoffe, das sich das irgendwann noch etwas verlagert, denn mein Mann ist oft ganz schön geknickt.

    Lieben Gruß
    Simone

  3. Meine Kleine ist zwar erst 4 Monate alt, aber ich habe sehr stark das Gefühl, dass sie auch ein Papakind ist. Klar, ich hab die Milch, deswegen bin ich jetzt, zumindest wenn sie hungrig ist, noch cooler, aber zum Spielen und Angrinsen ist der Papa jetzt schon mehr gefragt. Bin gespannt, wie sich das noch entwickelt…
    LG Farina 🙂

  4. Ihr seht toll aus! Ich freue mich darauf, wenn die Schmusebacke größer ist und ich mir auch ein Partneroutfit aussuchen kann. 😉 *vorfreude*

  5. Hallo Mia,

    Wie immer wunderbar geschrieben!
    Bei uns ist es (leider) genau anders herum. Sowohl der Große als auch die Kleine sind totale Mamakinder. Natürlich genieße ich dies, aber es engt mich auch manchmal ein, weil es anstrengend ist. Sie wollen immer mit mir mit, z.B. einkaufen, auch wenn der Papa ein phänomenales Programm anbietet. Wenn ich abends weg gehe, was nicht häufig vorkommt, sind hier alle Schleusen offen und ich muss 1000 Mal „Tschüss“ sagen und noch öfter umarmen und versprechen, dass ich schnell wieder da bin. Wenn ich dann einmal weg bin ist es in der Regel ok. 😉 wenn mein Mann abends ausgeht, dann sagen sie oft noch nicht mal richtig Tschüss oder winken ihm hinterher und gut ist.
    Für meinen Mann tut es mir richtig leid, denn ich weiß, dass es ihn verletzt. Der Große darf schonmal mit dem Papa zur Arbeit, dass ist ihr Männerding und das macht er auch gerne.
    Unsere Kleine (fast 4) hat jetzt immer gesagt: Papa, ich hab dich lieb, aber die Mama noch ein bisschen lieber.
    Heute hat ihr Papa sie aus der Kita geholt und eben vorm schlafen hat sie sich zu ihm gekuscht und gesagt: Papa, ich hab dich lieb – im Moment habe ich euch beide gleich lieb. Das ging dem Papa runter wie Öl. 😉

    Nur wenn ihre Oma (meine Mama) anwesend ist, dann stehe ich an zweiter Stelle und Oma ist die Nummer 1.

    Liebe Grüße
    Nina

  6. Oh kann ich gut verstehen, daß das irgendwie verletzend für dich ist… auch wenn man weiß, daß Kinder einen „genauso“ lieben aber trotzdem den anderen vorziehen. Mir ging es als Kind so, daß die Eltern meinen Bruder vorzogen, vor allem meine Mutter – und ich wurde dann ganz pragmatisch zum Papakind.

    Meine Tochter ist ein absolutes Mamakind und ich fördere ganz gezielt die Bindung zum Papa, indem ich die zwei alleine wegschicke oder mich anders rausziehe. Trotzdem bin ich bis auf weiteres unabdingbar, und das ist teilweise sehr anstrengend, wenn ich von morgens bis abends beklettet werde. Bin gespannt wie sich das entwickelt wenn sie älter wird 🙂

    Die T-Shirts sind übrigens klasse… und die können doch auch Mädels anziehen ^^

    Liebe Grüße, Janina

  7. Liebe Mia,
    deine Idee mit den T-Shirts ist wirklich witzig. Ich kann mir vorstellen, dass es manchmal auch verletzend sein kann, immer nur die Nummer zwei zu sein.
    Nachdem unsere Kinder auch immer mal wieder den einen oder den anderen Elternteil bevorzugen, habe ich dazu meine eigene Theorie entwickelt: Die Kinder sind neugierig, also suchen sie das Unbekannte, das was noch erforscht werden kann. Meinen sie einen Menschen zu kennen, dann ist der quasi auf Halde gelegt. Das bedeutet dann natürlich nicht, dass man komplett abgeschrieben ist.
    Bei uns hat sich das jeweils damit geändert, dass den Kindern bewusst wurde, dass wir eben mehr als nur Anhängsel sind, sondern auch noch ein eigenständiger Mensch. Es war spannend zu fragen, was wir denn den ganzen Tag machen, wenn sie im Kindergarten sind und wo jeweils einer denn hin ist, wenn er abends noch mal das Haus verlässt. In der Elternzeit mit der Jüngsten zB wusste der Große, was ich zu Hause mache, das fand er auch nicht übermäßig spannend, das kannte er. Also hat er versucht mehr Zeit mit seinem Papa zu verbringen. Zur Zeit ist dieser den größeren Anteil der Zeit mit den Kindern zusammen und ich werde auch wieder als Person wahrgenommen.
    Letztendlich ist das nur (m)eine Theorie, die sich noch bestätigen muss. Je mehr ich suche, desto mehr Argumente finde ich aber dafür. Aus gleichem Grund hatten beide Kinder eine Phase, in der sie auf keinen Fall nach Hause wollte. Sie gingen davon aus, dort alles zu kennen und überall sonst gab es so viel zu entdecken.
    Was deinen Mini betrifft, kann ich mir vorstellen, dass er evt gar kein Papakind ist sondern nur nach dem Motto agiert:“Was der Maxi gut findet, das möchte ich auch, am besten noch mehr davon.“

    In diesem Sinne: Halte durch, die Vorlieben ändern sich! 😉
    liebe Grüße

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