Warum ich das Kinderhaben manchmal satt bin

Was ich heute schreibe, ist unfair, das gebe ich zu.  Aber es ist, wie es ist:

Manchmal bin ich das Kinderhaben leid!

Ich bin ein Mensch, der keine Party auslassen kann, ich habe gerne viele Menschen um mich. Auf der anderen Seite brauche ich aber ganz viel Rückzug und genau diesen Rückzug habe ich als Mutter von zwei kleinen Kindern so gut wie gar nicht mehr.

Ich bin 24 Stunden am Tag mit mindestens einem Kind zusammen.

Der Mini schläft nach wie vor nur in meinem Bett und weckt mich nachts mehrere Male.

Tagsüber will der Mini inzwischen permanent unterhalten werden. Er langweilt sich zu Hause. Ich muss mir Spiele einfallen lassen oder mit ihm irgendwo hin gehen. Selten ist er momentan so gut drauf, dass er sich mit sich alleine beschäftigt. Ich kann noch nichteinmal in Ruhe einen Kaffee trinken.

Nachmittags kommt der Maxi nach Hause und ich weiß manchmal gar nicht, wo ich zuerst hingucken soll- das jeweils andere Kind macht im Zweifel irgendeinen Blödsinn, wenn ich mal kurz abgelenkt bin.

Die letzten zwei Stunden des Tages sind besonders turbulent. Dann sind beide Kinder müde und hungrig. Der Mini hängt in dieser Zeit fast durchgängig auf meinem Arm- während ich das Abendessen zubereite weint er lautstark, weil er es kaum abwarten kann.

Wenn die beiden endlich im Bett sind, kann ich eigentlich auch nicht mehr, aber wenn ich schlafen ginge, wäre ich ja tatsächlich nur noch Mutter. Die ein bis zwei Stunden am Abend brauche ich, um mich wie ich zu fühlen. Ich blogge oder schaue einfach nur fern oder rede mit meinem Mann, wenn der da ist.

Die Jungs sind phantastisch. Maxi ist ein Selbstläufer, der macht einfach alles toll und ist so ganz nebenbei ein unfassbar liebevoller, verantwortungsbewusster Bruder. Manchmal ist er mir schon fast zu lieb und ich freue mich, wenn ich höre, dass er in der Kita ganz viel Quatsch gemach hat.

Der Mini kann ja auch nichts dafür. Er braucht einfach ganz viel Nähe. Momentan scheint er mir zusätzlich so eine Art Schub zu haben. Er entdeckt so langsam das Laufen und es verunsichert ihn vielleicht.

Kinder sind anstrengend, das ist so.

Ich himmele meine Kinder förmlich an, aber so sehr ich sie liebe, mein Problem ist Folgendes:

Manchmal ist es mir einfach zu viel Muttersein. Ich habe kaum Zeit für andere Dinge. Ich wünsche mir manchmal, viel mehr zu schreiben, ich vermisse den Sport, und ich habe kaum Gelegenheit, in Ruhe mit einer Freundin zu sprechen. Wenn der Mini schläft, sind da Rechnungen zu bezahlen, Wäsche zu machen, Einkäufe zu erledigen… Ich bräuchte nur ein bis zwei Stunden am Tag, in denen ich die Kinder mal nicht hätte, dann wäre alles wieder im Gleichgewicht. Statt dessen bin ich im Dauereinsatz und fühle mich ein bißchen wie gefangen.  Wenn der Mini so wie in den letzten Tagen und vor allem Nächten noch einen drauf setzt und mich tagsüber noch mehr fordert und nachts kaum zur Ruhe kommen lässt, dann ist es mir manchmal einfach zu viel. Und was macht man dann?

Nichts. Denn den Impuls, einfach alles hinzuschmeißen und wegzulaufen, müssen Mütter schon im Keim ersticken. Wir können ja nicht weg (und eigentlich wollen wir ja auch nicht).

Was mir in solchen Momenten hilft, ist in erster Linie mein Mann. Der hat ein sehr sensibles Gespür dafür, wann mir alles zu viel wird. Dann nimmt er mir die Kinder so viel ab, wie nur irgendwie geht. Letzte Nacht zum Beispiel, hat er kaum geschlafen, weil er bis 1:30 den Mini herumgetragen und danach mit ihm auf dem Sofa geschlafen hat. Und während ich diese Zeilen schreibe, liegt er mit dem Mini im Schlafzimmer, weil der mal wieder nach 10 Minuten Schlaf in seinem Bett weinte und nur mit Körperkontakt wieder einschlafen konnte. (Und bevor jetzt wieder einer schimpft: Nein, dass kann der Mann nicht jeden Tag machen, das lässt sein Managerjob nicht zu).

Außerdem hilft mir die Erkenntnis, dass immer dann, wenn ich gar nicht mehr kann, irgendetwas passiert. Irgendetwas ändert sich und dann kann ich mit neuer Energie weiter machen. Sie begeistern mich und schaffen es damit, meine Prioritäten wieder in ihre Richtung zu verschieben.

Darauf warte ich jetzt!

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57 Kommentare

  1. Liebe Mia,
    vielen Dank für deine ehrlichen Worte. Es tut mir gut im ganzen Mutterwahnsinn (ich habe auch so einen schlechten Schläfer, aber es gibt Hoffnung, er ist jetzt 20 Monate und schläft durch, so richtig 11h am Stück, yeah!) zu lesen, dass es auch anderen Müttern so geht. Und nicht immer alles ganz easy zu wuppen ist. Leider habe ich keinen Rat für dich, ich glaube eine wirkliche Lösung gibt es da auch nicht, das bringt das Muttersein wohl so mit sich. Was mir hilft:
    Kleine Fluchten im Alltag, Mann mit Kind raus schicken und ab in die Wanne oder mit einem Buch auf das Sofa.
    Wir haben wenn ich arbeite eine Babysittern da, aber sie kam auch schon, damit ich mal zum Friseur konnte oder auch mal einfach für mich durch die Stadt bummeln konnte. Es kostet zwar, aber ich finde, dass es das absolut wert ist, Energie tanken, ein bisschen Zeit für sich und schon freue ich mich wieder sehr auf meinen Sohn. Ich wünsche dir viel Kraft!

    • schön wenn man einen Partner hat der einen in mütterlichen Krisensituationen hilft… oder sich sogar einen Babysitter leisten kann… es gibt einige wenige die haben beides nicht… das ist besonders schwer.

      • So geht es mir auch. Die kurze in der trotzphase, die große in der pubertät. Kein Mann, keine oma oder sonst wen da.
        Immerhin ist die große in det schule und die kurze in der kita!
        Wollte eigentl endl mal wieder arbeiten, aber – um ehrlich zu sein – fehlt mir momentan dafür die Motivation 🙁
        habe noch sooo viele andere Baustellen abzuarbeiten…

        Aber es is genauso wie Mia schreibt… bissel zeit für sich haben MUSS Frau einfach und dann freut man sich auch wieder auf die kids. Danke !!!

        • Christine

          Ich habe auch wenig Unterstützung mit meinen 2 Mädels (4 und 9). Mein Mann ist psychisch Krank (Depression), arbeitslos und hat von Januar bis Mai/Juni so starken Heuschnupfen, dass er nicht mit den Kindern rausgehen kann. Aber er geht eh nicht gerne mit ihnen raus. Alle Außenaktivitäten bleiben an mir hängen. Und dennoch habe ich mit eine Arbeit in meinem alten Beruf als Sozialpädagogin gesucht und arbeite jetzt 20 stunden. NIE hätte ich es gedacht, aber es hilft mir ungemein 🙂 Es geht mir seitdem um so vieles besser, obwohl ich ja eigentlich noch mehr Arbeit habe (Doppelbelastung). Aber es tut so gut aus diesem Hamsterrad/Zuhausesumpf rauszukommen 🙂 Nur eines fehlt mir: ein Wochenende, denn Erholung ist zuhause nicht drin… Und 1mal im Monat mal ein kinderfreies WE 🙂 Leider ein unerfüllbarer Wunsch… außer in 10 Jahren vielleicht mal 🙂

          • Danke für diesen Beitrag, interessante Perspektive!

    • Hi Mia

      Diese Gefühle kenne ich nur zu gut: Job, Haushalt, ein 20 Mo alter Sohn der sehr aufgeweckt ist und nachts noch immer alle 3 Stunden aufwacht, ein Baby unterwegs und ein Mann der jobbedingt wenig da ist. Ich finde man darf und soll sich Auszeiten gönnen und um Hilfe bitten. Wenn du entspannt bist, sind alle entspannt und einem Babysitter seine Kinder ab und an anzuvertrauen, da muss man kein schlechtes Gewissen haben! Ich würde sonst oft durchdrehen so gereizt bin ich und dann geh ich einfach allein ins Kino oder so. Nächsten Monat fahre ich sogar 2 Tage mit mir auf Wellnesswochenende 🙂 Gönn dir was, auch wir brauchen Wohlfühl-Zeit und das ist ok so!
      Lg Julia

  2. JanaXY

    Kenn ich! Was Du beschreibst, ist nicht unfair sondern einfach wahr…und man liebt die Kleinen ja deshalb nicht weniger. Mein Mann ist gerade für eine Woche auf einer Konferenz. Ich bin also allein mit dem Kleinen, muss trotzdem arbeiten und nun hat er auch noch eine Bindehautentzündung und darf nicht in die KiTa…oh, Freude! Aber so ist es halt…Gutes Durchhalten und liebe Grüße aus Tübingen 🙂

  3. Kopf hoch! Das kann ich gut nachvollziehen. Mir hat meine Babysitterin geholfen. Da hat man dann auch mal Stunden als Paar. Das Gefühl ist völlig natürlich. Manchmal hilft ja auch schon rauslassen.

  4. ich unterschreib das mal sowas von. genau das gleiche hier.
    wo vorher hauptsächlich nachts geklammert wurde, wird das jetzt auf tagsüber ausgeweitet. kochen, essen, wäsche … nicht ohne madam auf dem arm.
    na wenigstens eins hat sich verändert: der große hat als nachrücker ab august endlich einen kindergartenplatz. yeah!!!
    und dann hoffen wir nur noch, dass mausilein bald wieder klar kommt, der nächste zahn sich zeigt oder sie zu laufen anfängt … bis die phase wieder von vorne beginnt …
    wir mamas sind doch echt die besten 😉

    und jetzt sitze ich wieder im wohnzimmer rum anstatt schlafen zu gehen, nur weil ich auch mal das tun will, wozu ich lust hab …

    liebe grüße
    nelll

    • Liebe Nelly, genau, da muss ein Zahn kommen, oder sie laufen morgen los. Ganz bestimmt!!!

  5. Simone

    Oh ja, nickend habe ich den Text gelesen, ich denke da geht es allen gleich.
    Wobei meine Kinder glücklicherweise auch mal ein paar Minuten alleine gespielt haben, ansonsten wäre ich wohl durchgedreht.
    Für mich war das zwar nix, aber hast du schon mal überlegt mit dem Mini eine Spielgruppe o.ä. zu besuchen?

    • Wir gehen ja freitags zum pekip, darauf freue ich mich auch immer total. Auch da klammert der Mini aber sehr. Sein Bewegungsradius war die letzten Male ganz klitzeklein.

  6. Du schreibst mir aus der Seele, trotz dass ich nur ein Kind habe. Manchmal ist es einfach viel, besonders wenn Zähne kommen oder beim Wachstums-Schub. Aber wie du wirklich schön schreibst: es passiert irgendwas, dass man wieder neue Kraft schöpft und mit aller Energie wieder dabei ist. Und die unendliche Liebe zu den Kleinen sorgt dafür, dass wir Mamis niemals aufgeben, egal wie anstrengend es ist.

  7. Oh wie sehr ich dich verstehe. Sooo sehr. Ich bleibe abends auch wach, obwohl ich müde bin, nur um noch ein bißchen Tina-Zeit zu haben. Ich kann nicht einmal in Ruhe auf’s Klo gehen, just in dem Moment passiert irgendwas.

    Ich liebe meine Kinder, es sollte überflüssig sein, dass erwähnen zu müssen, aber auch ich bin manchmal mit den Nerven ganz schön runter, denn oft habe ich neben der Erschöpfung auch noch ein schlechtes Gewissen meinen Kindern gegenüber: weil ich nicht entspannt bin, weil ich mir Zeit stehle, wo es nur geht, weil .. ach.

    Ich denke oft, es war einfach nicht gedacht, dass eine Mama alleine alles macht. Wenn mein Mann daheim ist oder wir bei Oma und Opa sind und ich sehe, wie sich die Kinder „verteilen“ und plötzlich alles leicht ist und fließt, dann bin ich mir dessen sicher.

    Ganz viele verständnisvolle Grüße
    Tina

    • Liebste Tina, ja, mit der Großfamilie ist plötzlich alles easy. Deshalb freue ich mich auf den anstehenden Urlaub mit Oma und Opa und die Tante und der Onkel kommen auch nicht vorbei. Yeah! Und jetzt husche sich noch schnell rüber zu Dir und Deinem wunderbaren letzten Post!

  8. Susanne

    Liebe Mia,
    Es ist schön auch mal so einen ehrlichen Artikel zu lesen in dem nicht in jedem Satz steht wir toll es ist Mutter zu sein. Denn manchmal ist es eben nur eines: ANSTRENGEND! Und natürlich wollen wir die Zwerge um n

    • Susanne

      Nichts auf der Welt hergeben, aber ein paar Minuten alleine ( und sei es nur mal zum duschen) braucht man einfach. Ich weiß genau was du meinst. Und ich freue mich endlich mal wieder durchschlafen zu können und ohne schlechtes Gewissen am Abend essen zu gehen und eben einfach auch mal wieder nur Ich zu sein und eben auch mal für einen kurzen Moment nicht nur Mutter 24/7.

      Liebe Grüße!

  9. Hallo Mia,

    ohja, mal etwas alleine tun können, durchschlafen, generell so manche Aufgabe einfach abarbeiten zu können… wie schön wäre das…

    Derzeit strengt mich der Schlafmangel wieder extram an und hatte dazu selbst heute auch was geschrieben: http://wunschkind-herzkind-nervkind.blogspot.de/2014/05/der-geliebte-schlaf.html

    Ich finde es immer wieder gut, von so vielen anderen Müttern nichts anderes zu lesen, was auch mich immer wieder bedrückt! Ich weiß ich bin nicht alleine!

    LG, Sabrina

  10. Liebe Mia,
    Ich erinnere mich auch an Momente im ersten Jahr meines Kindes, in denen ich völlig verzweifelt, ungewaschen, ungeschminkt, mit zotteligen Haaren und Schlumperklamotten den Kinderwagen durch die Nachbarschaft schob. Keine Zeit für die eigene Grundpflege, nur 100 Prozent Muttersein bis fast zur völligen Aufopferung. Es war eine schwere Zeit und ich kann Deine Worte sehr gut nachvollziehen. Und das Einzige, was ich Dir sagen kann, ist: es wird besser. Bei mir es der Punkt, an dem mein Kind in den Kindergarten kam. Selbst die Zeit auf Arbeit war eine Erholung im Vergleich zur ständigen Wachsamkeit und dem angespannten Gefühl, das man als Mutter im hat, wenn die Kinder um einen herumwuseln.
    Es wird…
    LG Wiebke

  11. Kathrin

    Oh man, ich habe nur einen Zwerg und mir geht es oft genauso. Es ist häufig die Verantwortung die so schwer auf den Schultern lastet. Hört sich an wie eine Phrase, ist aber so……

    Kopf hoch..Wir schaffen das.

    Lg
    Kathrin

  12. Verena

    Liebe Mia,
    auch hier kann ich Deinen Bericht nur wieder unterschreiben. Ich habe auch keine einzige Minute mehr für mich. Ich bin zwar nun keine Partymaus, aber habe aber gerne viel Zeit zum Tüddeln oder einfach nur mal neue Fotos für die Bilderrahmen bestellen. Durch die Belastung bin ich ständig mit Bronchitis krank. Das nervt einfach nur. Auch wenn alle sagen es wird besser, aber Leute, ich habe doch keine Geduld. Wann kommt denn endlich DIESER Moment?
    Ich habe beschlossen unsere Kleine ab Juni ein Paar Stunden zu Max‘ Tagesmutter zu geben. Ihr Bruder ist dann auch noch dort und sie gewöhnt sich daran. Ende des Jahres muss sie ohnehin dorthin, da ich wieder arbeiten werde. Im Juni ist sie 9 Monate und ich denke sie wird es schaffen. Max macht es nach wie vor toll auch wenn er manchmal lieber zu Hause bleiben möchte, aber wenn er erstmal dort ist…

  13. Liebe Mia,

    ich habe keine Kinder, aber mir geht es schon mit dem Job so. Klar, der will nicht rumgetragen werden und so, aber Zeit für sich rauszuschinden neben all dem Pflichtkram wie Wäsche, Kochen und dergleichen könnte echt olympisch werden ;)Außerdem nerven mich manchmal meine Katzen, die genau dann ein stinkendes Häufchen machen, wenn man sich gerade genüsslich ins Bett gelegt hat.
    So aus meiner Sicht finde ich die Idee mit dem Babysitter echt gut. Einfach mal eine Zeit „frei“ sein ist bestimmt schön und außerdem hätte man den Babysitter in der Hinterhand. Die Gewissheit eine Auszeit nehmen zu können, wenn man sie braucht, tut bestimmt auch gut und nimmt etwas Druck weg.

    Ganz liebe Grüße!

  14. Liebe Mia,
    Hier ist es genauso. Und obwohl ich meine Kinder über alles liebe, freue ich mich, ab Sommer wieder (ein bisschen) arbeiten zu gehen. Dann dürfen auch andere (wundervolle) Menschen um meine Kids kümmern und ich darf wieder in der Erwachsenenwelt spielen 😉
    Meine Erfahrung zu anstrengenden Zeiten: das ist alles immer nur eine Phase, die vergeht. Mal nach wenigen Tagen, mal nach ein paar Wochen. Wichtig ist: es geht vorbei! 😉

  15. Katrin

    Wenn ich lese, was Du über die Schlafgewohnheiten Deines Mini schreibst, kann ich Deine Verzweiflung absolut verstehen. Und ich habe großen Respekt vor Deiner scheinbar grenzenlosen Geduld, gerade bei Deinem Post zum Thema Futterneid dachte ich nur „oh Gott, das würde ich nicht aushalten“. Ich denke aber bei allem Stress solltest Du auch nicht vergessen, dass Du den Großteil Deiner Lebenssituation selbst gewählt hast. Zum Beispiel ist es nicht überraschend, dass zwei Kinder mit so geringem Altersabstand sehr anstrengend sein können. Du schreibst auch, dass Dein Mann oft bis nachts arbeitet oder auf Geschäftsreisen ist. Bitte nicht falsch verstehen, mein Mann arbeitet auch Vollzeit und hat keinen nine-to-five Job, aber es gibt eben auch Mittelwege. Alles hat seine Vorteile (Geschwister mit weniger Altersabstand spielen schöner zusammen; Karriere zur Selbstverwirklichung und für die Kohle, etc.), aber dann sollte man eben auch die Konsequenzen akzeptieren.

    • Liebe Katrin, das sehe ich genau so wie Du. Wer aus freien Stücken seine Lebenssituation gewählt hat (manche MÜSSEN ja arbeiten oder MÜSSEN bei den Kindern bleiben), der muss auch die Konsequenzen akzeptieren, sonst kann er nicht glücklich werden. Aber: das bedeutet ja nicht, dass man von morgens bis abends Luftsprünge absolvierend durch die Gegend läuft. Mein Mann und ich haben gewählt- und sind mit der Familiensituation zufrieden. Das schließt aber nicht aus, dass ich manchmal auch sagen darf: Ich kann nicht mehr! Liebe Grüße, Mia

      • Katharina

        Liebe Mia,

        mir erging es die letzten Jahre wie Dir. Ich habe 3 Kinder. Zwei Kinder davon im Abstand von 14 Monaten. Unser erses Kind schlief sehr schnell durch. Unser Kleinster macht es mit fast 3 immer noch nicht…
        Eine Antwort wie von Kathrin, finde ich traurig und leider so typisch.
        Sobald ein Mensch mehr Geld verdient, verlieren viele jedes Verständniss. Das war auch der Grund, warum wir so gut wie nie Hilfe hatten oder eben oben geschriebenes gepredigt bekamen.
        Ich war durch den schlafmangel sehr oft krank und habe selbst mit Lungenentzünung die Kinder versorgt und den Haushalt geschmissen.
        Hilfe bekamen wir fast ausschliesslich nur für Geld oder eben für Weisheiten wie die oben beschriebenen.
        Mein Mann sagt immer:Deutschland ist eine Neidgesellschaft. Und nach all diesen Jahren muss ich ihm leider zustimmen.

        Ja und falls du es noch lesen solltest Kathrin: Karriere machen viele nicht zur Selbstverwirklichung oder Geldes wegen, sondern weil sie Ihr Können und Ihren Verstand einzubringen zu wissen.Dir fehlt da wohl schon das nötige Know-how

    • Sehe ich genauso. 🙂
      Ich glaube aber, dass trotz der gelegentlichen Beschwerden (welche gut tun) die meisten Mütter die unangenehmen Konsequenzen akzeptieren. Wir haben ja auch keine Wahl… und die grenzenlose Liebe lässt nichts anderes zu.
      Zum Glück! 🙂

  16. Ach, alles SO wahr!
    Danke für den tollen Text. Fühle mich jetzt (auch wegen der Kommentare) viel besser und nicht allein.
    Bei mir kommt leider grad (durch diverse Medikamentenumstellung, denk ich) noch dazu, daß ich oft unglaublich schnell gereiz bin und dann einen der beiden Kleinen, beide, den Mann oder gleich alle anpflaume. Finde das ganz schlimm, breche auch nicht selten gleich danach vor Schreck über mich selbst in Tränen aus, aber ich kann in diesen Momenten einfach nicht an mich halten 🙁
    Hoffe, das bald mit meiner Ärztin klären und beheben zu können. Die armen drei Mitbewohner können ja nichts dafür…. :-/

  17. D.ella

    Liebe Mia ich lese Deinen Blog sehr gern. Unser Sohn wird jetzt im Mai ein Jahr ( wie Mini?) ich kann Dir nur empfehlen, es einmal mit einem Babysitter zu versuchen. Es braucht vielleicht ein wenig, bis Mini daran gewöhnt ist, aber Gabriel hat es in seiner Entwicklung total gut getan. Er war aufgrund seines schwierigen Starts ( Herz-Op nach seiner Geburt) sehr auf mich und meinem Mann fixiert. Aber irgendwann ging es so nicht weiter. Wir haben viele Babysitter angeschaut und eigentlich hat Gabriel sich einen ausgesucht. Er hat sofort mit ihm ( wir haben einem Jungen) gespielt. Mittlerweile freut er sich so sehr, wenn der Babysitter kommt, dass ich ohne Bedenken die freie Zeit geniessen kann. Und der Babysitter macht all das, wozu ich keine Energie und Zeit habe: Spielen, Unterhalten, Wagl fahren…Gabriel will auch gerade ständig Action und lernen. Es hat ihn erwachsener gemacht, nicht mehr so auf uns Eltern fixiert zu sein. Er weiss jetzt, dass wir immer wieder kommen 🙂 Ich kann es nur empfehlen. Man muss nicht durchhalten, Deinem Kind geht es gut, wenn es Dir gut geht…

  18. Jungsmama

    Liebe Mia, in solchen Momenten / Phasen versuche ich mich immer daran zu erinnern, warum ich 2 Kinder in einem geringen Altersabstand haben wollte: weil die Kinder mehr von einander haben und wir es in der Folge auf die Gesamtzeit, die man für seine Kinder da ist, viel entspannter haben werden. Frage mich nur, ab wann man die Früchte dieses gemeinsamen Reifeprozesses ernten kann… Vielleicht wenn der Kleine 2 oder 3 ist?

  19. Liebe Mia, wenn ich deine Worte lese, erinnert mich das haargenau an die ersten 2 Jahre mit 2 Kindern. Ich stand damals kurz vorm Burn-out, dieses Gefühl, keinerlei Selbstbestimmung mehr zu haben nahm mir manchmal die Luft. Ich wusste gar nicht mehr, wo ich eigentlich bin, ging in meiner Rolle als Mutter und Hausfrau fast verloren und ich hatte manchmal einen unerträglichen Drang, abzuhauen. (habe ich natürlich nicht gemacht, aber ich kenne dieses Gefühl so gut!) Mutter sein ist der härteste Job der Welt finde ich und ich danke dir dafür, dass du das so ehrlich schreibst, statt die heile Herzchen-Glitzer-DIY-Welt vorzutäuschen (die gibts natürlich auch, aber eben auch die andere, ganz ohne Glitzer)
    Ich kann dir nur eins sagen: es wird besser! Meine Mädels sind jetzt 7 und 4 und beschäftigen sich fast immer miteinander, und ich komme so nachmittags schon zu Haushalt&Co, was heißt – wenn die Kinder schlafen, habe ich frei. Ich sitze auch oft nachmittags entspannt da mit Kaffee und Zeitschrift. Du siehst also – es kommt! Noch ein bißchen durchhalten.
    Mir hat in der schlimmsten Zeit übrigens Yoga geholfen! Hat mich wieder zu mir selbst kommen lassen, runterkommen und mich einfach wieder fühlen und wahrnehmen. Ich weiß nicht, ob so etwas für dich ist, aber für mich war es manchmal die Rettung 😉
    Solidarische Mama-Grüße!

  20. Hallo Mia,

    in der Entwicklungspsychologie gibt es mit plus/minus einem Jahr das Phänomen der Loslösung. Mit der vermehrten Freiheit durch mehr Motorik (Krabbeln/Laufen) und dem Drang nach draußen kommt gleichzeitig ein Klammern an die Bindungsperson. Klassisch steht der Vater als Loslösungsobjekt für Abenteuer und Entwicklung und die Mutter für Rückversicherung und Urvertrauen/Bindung.
    Deshalb klammern viele Kinder, die vorher schon recht oft selbständig spielen konnten und ihren Radius erweitert haben jetzt wieder.
    Bei uns war das auch so. Tagsüber war der Papa auf einmal ganz groß, nachts und mit anderen Menschen war ich dauerokuliert. Ging, wie alles bei den Kleinen, auch wieder vorbei.
    Mir hat die Erklärung geholfen, die Zeit leichter zu ertragen, weil ich sicher war, dass ich meine Tochter nicht „verzogen“ habe, sondern das eben eine Phase ist.
    Ich hoffe, schon mit eurem Urlaub wird alles wieder entspannter für Dich.
    Liebe Grüße
    Julia mit Pauline

  21. Hallo Mia, ich empfinde manchmal ähnlich. Ich neige auch dazu, mich aufzuopfern. Aber das ist nicht gut. Auszeiten für mich wenn ich alleine mit den Kindern bin, sind oftmals schwierig durchzusetzen. Und wenn es eben nur der berühmte Kaffee ist. Wirkliche Auszeiten für mich gibt es nur, wenn ich „die Flucht ergreife“. Ich muss raus, weg für ein paar Minuten, Stunden oder einen Tag. Danach gehts wieder besser.
    Ansonsten sage ich mir, dass es auch besser wird je größer sie werden.

  22. Ahuefa

    Hi Mia, oh wow, grad diese Tage hatte ich exakt die gleichen Gedanken, nur komm ich nicht mal mehr zum regelmässig Bloggen 🙁
    Wollte mir eigtl. ein paar Tage Ferien von meiner Familie einrichten, aber dann hab ich gemerkt, dass so viel Haushalt liegen bleibt, wenn ich meine 2 Tage auswärts arbeite und GG keinen Haushalt macht, wenn ich abends mal früher ins Bett gehe, dass ich sie mir selber wieder gestrichen hab. Ich könnte einfach nicht entspannt nähen, wenn mich das Heim kommen schon bei der Abfahrt angurkt.
    Ich denke mir oft, GG hat ja auch keine Zeit für sich (obwohl er seinen Hobbies nachgeht, die auch ausser Haus stattfinden), aber er hat wenigstens seinen Arbeitsplatz ausser Haus (hat aber home office beantrag). Ich pendle eigtl. nur zw. Küche, Wohn- und Schlafzimmern hin und her… wenn ich rausgehe, dann zum Einkaufen oder Kinderbespassen.

    Ich möchte manchmal auch gerne wieder keine Verantwortung haben, und nur machen, was ich möchte…

    • Natallia

      Mir geht es genau so………. Ich weiss schon gar nicht mehr, wie Ich so als Mensch bin. Habe 2 Kinder (3,5 Jahre und 1,5 ) die 24 St. bei mir sind. Keinen Kindergartenplatz bis jetzt, keine Tagesmutter, keine Oma und Opa….. Schon hart. Aber wie du sagst, es geht irgendwie immer weiter. Und Kinder sind einfach toll. Also muss Ich wohl alles richtig machen. Lach…..
      Gedult und Kraft wünsche Ich dir.LG

  23. Liebe Mia,

    das Gefühl kenne ich gut. Als meine Kinder noch kleiner waren (inzwischen 10 und 7 Jahre alt), war ich auch immer froh, wenn meine Freundin mal mit den Kindern übers Wochenende Verwandtschaft besucht hat und ich die Bude für mich alleine hatte. Allerdings habe ich dann meistens festgestellt, dass die Wohnung ohne Kinderlärm und unfallprovozierendes rumliegendes Spielzeug seltsam leer und leblos war.

  24. Liebe Mia,

    es tut gut zu lesen, dass es anderen manchmal genauso geht. Vielen lieben Dank für Deine ehrlichen Worte <3

    Statt einem Maxi habe ich einen Job, der mich insb. in Projekthochphasen zu 120% fordert. Da fällt es oft schwer, in der freien Zeit mit ganzem Herzen für den Mini da zu sein.
    Zum Glück habe ich phantastische Eltern und eine tolle Tagesmutter, die mich unterstützen und es überhaupt möglich machen, dass ich arbeiten gehen und mir den Traum vom Eigenheim erfüllen kann.
    Und das alles ohne Mann – eine große Herausforderung, wenn man alleinerziehend ist.
    Wenn mich dann mein kleiner Mini anlacht, weiß ich wofür ich das alles mache. Und dann bin ich unendlich dankbar, dass er da ist 🙂
    Ich wünsche Dir ein ganz tolles Wochenende zum Krafttanken und mit
    vielen schönen Stunden mit Deinen Lieben!
    Herzliche Grüße,
    Tine

  25. Oh ja, das kenne ich auch allzu gut. Ich liebe meinen Sohn über alles aber er ist auch sehr anstrengend. Alleine spielen ist überhaupt nicht drin und mein Mann ist mir leider auch keine große Hilfe wenn er daheim ist. Er geht nichtmal mit ihm ne Stunde alleine raus so das ich auch mal Zeit für mich habe. Das zerrt schon ganz schön an den Nerven und man fühlt sich wirklich nur noch als mutti für alles nur das eigene Wohl bleibt auf der Strecke. Aaaaber qas tut man nicht alles für seine Lieblinge. Wenn man dann in das Kindergesicht schaut weiß man wieder wofür man das alles macht. 🙂
    LG

  26. LilaBlume

    Ich fühle mich zurzeit auch so wie Du Mia, das traurige dabei ist das mein Mann der gerade eine Ausbildung macht mich immer anplumpt:´Stell Dich nicht so an Du bist ja Zuhause mit dem kleinen und nicht so wie ich am arbeiten. So schwer ist das ja nicht für ein Kind zu sorgen. Tz,,,, Aber nichtmal 3 Stunden schafft er es alleine mit dem kleinen zurecht zu kommen. Sobalt die Windel mit stuhl voll ist wächst ihm alles übern den Kopf und Panik bricht aus…Typisch Mann… Und wenn er Abends um 17 Uhr heim kommt ist es ihm zuviel für die letzten anderthalb Stunden den kleinen an sich zu nehmen weil er ja erst seine Ruhe brauch. Und was ist mit mir denke ich dann, Ich habe kein Wochenende keine durchschlafende Nächte. (mein kleiner ist 7 Monate) Männer können schon sehr egoistisch sein diesbezüglich. :/ Glg

  27. Gröschl

    Ich kann es auch verstehen und ich hab nur ein Kind was noch nicht in den Kindergarten geht und da gibt es auch Momente wo man denk ach wie schön war das früher kein Kind keine Verantwortung aber wenn Sie nicht da ist fehlt mir was und ohne Sie geht’s auch nicht mehr und wenn ein Tag besonders anstrengend ist denk ich einfach an die,die gern mit mir tauschen würden oder die die es noch schwerer haben mit einem kranken Kind oder anderem dann wird mir wieder bewusst was für ein Glück ich doch habe ein gesundes tolles Kind zu haben das munter mich wieder auf und ich mach weiter.

  28. Hi,
    ich bin wirklich froh darüber das jemand manchmal ähnlich denkt wie ich… Es ist nämlich einfach schwer über die Problematik zu reden weil man Angst hat als schlechte Mutter abgestempelt zu werden… Obwohl das eigentlich nichts mit schlechter Mutter oder guter Mutter zu tun. Danke für den tollen Artikel

    Lg

  29. Manuela

    Ich kann Dich sehr gut verstehen.Mir ist es auch manchmal echt zu viel.Ich bin dazu noch allein erziehend , der Vater der Kinder ist vor 7 Monaten verstorben.Man ist einfach nur noch Mutter , muss ständig zurückstecken.Ich habe weder Oma sonst noch Familie hier was bedeutet das ich die Kinder immer habe.Da ist man auch manchmal einfach nur noch fertig.Fühl Dich gedrückt von mir.Ich wünsch Dir viel Kraft für die noch bevorstehenden Jahre und viele schöne Momente mit Deinen Kindern , die den Stress meistens dann schnell verfliegen lässt.

  30. Liebe Mia, vielen Dank für Deine ehrlichen Worte! Ich kann das soooo gut nachvollziehen. Ich hätte nicht gedacht, dass mein größter Wunsch mal sein könnte, einfach nur mal zwei Stunden alleine zu sein…noch vor ein paar Jahren unvorstellbar… Aber es wird besser. Mein Kleiner schläft jetzt mit drei endlich auch mal alleine in seinem Bett durch-eine Wohltat für alle. Irgendwie schaffen wir das, wie alle Mamas <3 Und ich finde, solche Gedankem, wie Du sie beschreibst, sollten uns allen erlaubt sein. GLG Melanie

  31. das sind „so tage“…
    aber es wird besser – versprochen. Allerdings dreht sich dann irgendwie recht schnell das Blatt! Meine Maxi bekomm ich kaum noch zu Gesicht und ich muss mich zusammen reißen um ihr Raum zu geben und nicht zur Nervensäge zu werden 😉
    liebst, *die lisa

  32. Mama Motte

    Das was du schreibst habe ich zu größten Teil hinter mir. Ich feier dieses Jahr Bergfest. Während mein ältester Sohn nun 18 Jahre wird und der Mittlere 14 ist, bleibt der Jüngste mit seinen dann bald 10 Jahren. Dann habe ich wohl das schlimmste überstanden. Sie werden mit dem Alter selbständiger und ich freue mich schon seit vielen Jahren darauf. Ich denke, es ist die Zivilisation, die uns Mütter aber auch so einige Väter, überfordert. Diese ist nicht auf ein Leben mit Kinder und deren Bedürfnisse eingestellt. Ansonsten wären zum Beispiel Autos aus den Städten verbannt, damit Kinder auf der Straße spielen könnten. Man hat mit dem Haushalt so viel zu tun und die Kinder kann man schlecht allein draußen spielen lassen. Sie sollen bespaßt werden und IMMER saubere Klamotten anhaben, schon im Kindergarten spätestens um 9 Uhr da sein und Punkt 18 Uhr hat das Essen auf dem Tisch zu stehen. Überlegt mal, wie euer Tag verlaufen würde, wenn ihr weit weg von anderen Menschen seid, keine Autos weit und breit, ein kleines Häuschen und nichts als Natur drumherum mit Kinder die im Gras die komischten Tiere endecken und es keinen schert ob es 12 Uhr Mittagessen gibt oder eine Stude später oder halt dann wenn man hunger hat. Kein „Morgens um sechs Uhr aufstehen“, weil die Kids um 8 Uhr in der Schule sein müssen, keine Hausaufgaben kaum das sie von der Schule raus sind. Und der Staub auf dem Schrank, ach was soll, sieht doch sowieso keiner. Die Zivilisation erfordert von uns so viele Verhaltensregel im Umgang mit Kinder, daß das wirklich wichtiges aussenvor bleibt. Seine eigenen Kinder zu erleben.

  33. Mädelsmama

    Ich kann das auch genauso unterschreiben! Besonders weil unsere Jüngste ein ähnliches Schlafverhalten hat wie euer Mini. Sie schläft zwar in ihrem Bett ein, aber spätestens nach einer Stunde wird sie schreiend wach und schläft erst weiter, wenn man sich mit ihr zusammen hinlegt. So bleibt uns nach einem langen Tag noch nicht mal der Abend und das NERVT! Aber ich sage mir auch immer wieder, dass es irgendwann besser wird. Mit den zwei Großen war es auch lange anstrengend, sie sind 21 Monate auseinander und die Älteste ist erst mit 3 1/2 in den Kindergarten gekommen. Ihre Schwester kam ein Jahr später rein. Und anscheinend muss ich schon vorher zu wenig ausgelastet gewesen sein, denn zeitgleich mit dem Kindergartenstart der Mittleren wurde unsere Kleinste geboren 😉 Also: durchhalten!

  34. Liebe Mia,

    auch mir geht es manchmal so 🙂 Mein Großer wird bald 3, der Kleine ist 4 Monate alt. Wir haben eine super Oma, die viel hilft, aber dennoch gibt es Situationen, wo es einfach „zuviel“ ist. Meist sind das bei mir gar nicht die lauten, chaotischen Situationen, sondern eher unscheinbare Momente, in denen einfach nur der Mama-Nerven-Akku leer ist. Dann frage ich mich immer „wenn du das jetzt nicht mal aushältst…“ – aber irgendwie geht es dann doch plötzlich immer weiter 🙂 Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendwo eine Mutter gibt, die sich nicht auf die Zeit, die sich ggf. mal für sich allein hat, freut!

    lg nina

  35. Danke für die ehrlichen Worte – es tut gut zu lesen, dass es anderen auch so geht! 🙂
    Was mich mal interessieren würde – der Post ist jetzt ja schon etwas her. Geht Mini inzwischen in die KiTa – und wurde es dann tatsächlich besser? Wenn unsere Mini in die KiTa kommt, muss ich zwar auch wieder arbeiten, aber noch habe ich die Hoffnung, dass zwischen Arbeit und Mama sein noch wieder der ein oder andere Moment für mich abfällt. Ohne unsere Babysitterin ab und zu mal würde ich im Moment vermutlich einfach umfallen… 😉

    • Auf jeden Fall! Die beiden sind jetzt 2 und 4,5 und ich genieße meine Nachmittage mit den beiden sehr! Ich finde, es ist alles so viel einfacher geworden- das hätte mir auch ruhig mal jemand früher sagen können, dass man nur eine sehr anstrengende Anfangsphase wuppen muss und danach wird alles easy 🙂

  36. Auf die Gefahr hin gleich zerpflückt zu werden, aber bin emotional gerade augerieben:
    Ich empfinde es als unnatürlich (genau: von der Natur nicht vorgesehen), dass eine Person komplett alleine das alles stemmen muss: Kinder, Haushalt und sonstige Belange die anstehen (Arzttermine, Geschenke für Geburtstage organisieren, eigene Geburtstage organisieren uvm. Kinder zu Sport, Musik Freunden fahren) evtl. noch arbeiten, und das alles unter starkem (oft) Zeit-, Konkurrenz- und Erfolgsdruck, und die Ansprüche steigen und steigen…und viele haben oft jetzt schon kaum mehr Zeit für eigene Belange (das ist unzumutbar!!) Meiner Meinung nach gehört ein Kind nicht nur alleinig zu seiner Mutter, meine Erfahrung zeigt, dass Kinder unheimlich gerne unter Kinder sind, und dass eine liebevolle Betreuuerin manchmal sogar besser ist als eine nervlich aufgeriebene Mutter, die am liebsten manchmal abhauen würde. Gefragt sind in erster Linie auch die Väter, ich höre in den Posts so oft wie sich viele Frauen beklagen, dass ihre Männer meinen in dieser stressigen und arbeitsintensiven Zeit gerade wenn die Kinder kleiner sind, ihre Aufgabe damit getan zu haben für das Familieneinkommen gesorgt zu haben (das ist keine Frage ehrenwert und oft auch sehr stressig, aber hier bleiben wenigstens die Grundbedürfnisse die ein Mensch hat nicht auf der Strecke, sprich Essen in Pausen(!) z.B.). Zum Teil herrschen in den Familien Zustände wie in den 50er…Ich kenne nicht wenige Väter die keine Bindung zu ihren Kindern haben (alles soll Mami machen, das kommt nicht von ungefähr) Und vom beklagen und bejammern alleine wird sich unsere Situation leider nicht ändern es müssen Lösungsvorschläge her. Also meine sind: Mehr Fremdbetreuung, traut euch wenns nicht passt kann man die Kleinen gleich wieder rausnehmen die nehmen so schnell keinen Schaden (davon bin ich überzeutgt wenn ich nur daran denke wie unsere Eltern groß geworden sind…fernab von dem was wir mit unseren Kindern zelebrieren…), Männer überzeugen sich mehr für ihre Kinder einzusetzen mehr Zeit mit ihnen verbringen ihnen wird das Herz aufgehen wenn die Kleinen ihre Hänchen ihnen entgegenrecken und sagen Papi soll mich ins bett bringen :); Ich weiss Fremdbetreuung klingt wie Hohn wenn das Budget knapp bemessen ist, vill dazu noch andere Lösungsvorschläge??

    • Zustände wie in den 50ern wären eigentlich ein Traum: man kann von EINEM Gehalt eine Familie ernähren – so dass der zweite Partner den Vollzeitjob Familienmanagment machen kann, statt dass es (zugegebenermaßen oft 70/30) nebenher gehen muss. Zusätzlich gab es Großeltern, Nachbarn etc, so dass keine Mutter/Hausfrau 24 Std alleine für Kinder + Haushalt zuständig war! Meine Mutter hat (na gut, in den 60ern, nicht 50ern) ohne KiGa 3 Kinder groß gezogen + Halbtagsjob + Haushalt. Mein Vater hat 6 Tage die Woche 12 Std gearbeitet. Trotzdem war sie nicht halb so gestresst, wie wir heute. Oma nahm die Kinder während sie arbeitete, Papa am Sonntag Vormittag. Garten und Reperaturen war Papas Teil am Haushalt. Wenn Mama zu Hause war, spielten meine Geschwister (ich bin ein Nachzügler aus den 80ern ;)) mit/bei den Nachbarn oder Oma. Qualitätszeit wie heute gab es nur Sonntag Vormittags mit Papa, Burn Out allerdings auch nicht. Es muss dringend mal wieder ein Umdenken in der Gesellschaft statt finden: Fremdbetreuung wenn keine Großeltern da sind, ist eine Möglichkeit. Wobei es mir auch schwer fällt, meine Kleine demnächst mit 11 Monaten in die KiTa zu geben, weil ich wieder arbeiten muss… Meine Mutter hätte das mit Freuden gemacht, wenn es das gegeben hätte. Die Mentalität war einfach weniger „einer alleine muss alles perfekt schaffen“.

  37. unsere kids sind 1 und 4 jahre alt und seit ich vom 1. kind schwanger war bin ich bei der arbeit vom talent zu nicht mehr gewollt degradiert und das finde ich total frustrierend und dass obwohl ich weiterhin mit viel engagement 30 st gearbeitet habe. versprochene lohnerhöhungen blieben seitdem aus und nur die männer werden gefördert oder frauen die ihr kinder ignorieren, d.h. arbeiten obwohl kinder schwer krank sind. wo in der rhein neckar region gibt es jobs und firmen die wirklich beruf u familie gross schreiben undverständnis für mütter haben und sie nicht diskriminieren?

  38. Danke fuer die ehrlichen Worte. Ich habe deine Seite heute erst entdeckt und finde sie klasse. Bei dem Beitrag „Fuer immer in deinem Herzen“ war ich mit Traenen ueberstroemt und bei diesem Beitrag konnte ich mich auch wiedererkennen. Ich habe nur ein Kind, 2 Jahre alt und oft traut man sich gar nicht zu jammern, weil alle 2 Kinder oder mehr haben. Aber auch ein Kind und Hund und Arbeit und Haushalt allein zu managen, weil der Mann den ganzen Tag nicht daheim ist und erst um 23 Uhr heim kommt wenn alles friedlich schlaft, ist nicht sehr einfach. Ich habe hier keine Familie, weil ich im Ausland lebe und Schwiegereltern wohnen auch 100 km entfernt, also reicht es mir grad auch schon mit einem Kind. Ich bin auch oft so genervt und so ungeduldig und dann fuehle ich mich immer schuldig und schlecht weil ich nicht mehr Geduld aufbringen kann. Wenn er mich dann anlaechelt und wieder lieb ist, dann ist alles vergessen… bis es dann zum naechsten Wutanfall kommt, weil er den Loeffel selbst aus der Schublade nehmen wollte oder weil ich die Tuer zugemacht habe und das wollte doch er machen… Die Naechte koennen wir eigentlich schon wieder gut durschlafen, ausser er ist krank so wie im Moment, da wacht er durch den Husten mehrmals die Nacht auf der arme.
    Es ist anstrengend das Muttersein, so genau sagt einem das vorher keiner… aber wie du schon sagst, einfach abhauen koennen wir ja nicht einfach, und das wollten wir ja auch gar nicht. Aber ab und zu muss man mal abschalten. Ich konnte das jetzt am Wochenende, mit einer Freundin die zu Besuch war. Wir waren tanzen und im Musical und haben gelacht und waren wie Teenis vor 10 Jahren.. es war herrlich und ich habe die Welt um mich vergessen, einfach mal dem Alltag entfliehen, das sollte ich oefter machen um neue Energie zu tanken. Das haben wir Mamas uns alle verdient!!!!
    Mach weiter so mit deinen Artikeln, sie sind toll und aufbauend und bringen uns zum laecheln, weinen, beruehren uns und geben uns Mut und lassen uns wissen: wir sind „normal“ und nicht allein.

    • Danke für deinen Kommentar! Oh ja, so ein Abend mit einer Freundin ist Gold wert!
      Der Post ist ja inzwischen schon ein bisschen älter und rückblickend muss ich sagen, dass diese Kleinkindjahre wirklich wahnsinnig kräftezehrend waren- aber sie gingen vorbei 🙂
      LG Mia

  39. Ja Kinder sind sehr sehr anstrengend. Haette ich vorher gewusst, was mich erwartet, haette ich sicher keine bekommen. So ab Grundschulalter (1. /2. Klasse) finde ich es super. Man kann schon richtig tolle Gespraeche fuehren und tolle Sachen zusammen mache. <7 Jahre finde ich gar nicht toll; eher sehr nervig; manchmal zum Davonrennen. Aber ich freue mich schon auf die Zeit wenn sie gross sind und ausziehen und ich wieder mehr Freiheiten habe. Besonders dieses "Mamaaaaa!" finde ich schrecklich. Kann mit der Rolle der dt. Uebermutti nix anfangen.

  40. Du hast es in deinem Text wirklich auf den Punkt gebracht.
    Mir geht es mit meinen beiden auch so, leider hab ich für meine Tochter immer noch keinen Kita Platz.
    Wenigstens mein Sohn ist zeitweise in der Schule.
    Wer nicht alleinerziehend ist und sonstige Unterstützung hat kann sich glücklich schätzen.
    Ich bin zeitweise echt überfordert und total am Limit. Der berufliche Druck den man hat kommt noch dazu.
    Ich hab meine Kinder wirklich lieb, ich würde aber mit heutigem Wissen keine mehr bekommen.

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