Kinder hin oder her- warum ich meine kinderlose Freundin jetzt wieder häufiger sehen werde.

Neulich wurde dieser Artikel aus der Huffington Post in allen Social Media Kanälen geteilt. Er handelt davon, warum Eltern seit der Geburt ihrer Kinder so wenig Zeit für ihre (kinderlosen) Freunde haben.

Hätte ich diesen Artikel nicht gelesen und hätte ich mich nicht so verdammt ertappt gefühlt- ich hätte für die Verabredung mit meiner Freundin vermutlich eine gute Ausrede gefunden.

Mit meiner Müdigkeit geht nämlich auch eine enorme Trägheit einher, so dass das Thema „Friends-Keeping“ bei mir momentan oft zu kurz kommt.

An diesem Tag hatte ich überhaupt keine Lust auf die Verabredung. Nicht nur, weil ich so müde war, sondern auch, weil ich den Eindruck hatte, dass wir uns schon lange auseinandergelebt haben. Seit ich Mutter wurde eben.

Mein Leben dreht sich zum allergrößten Teil um meine zwei kleinen Söhne- ziemlich langweilig, wenn man selber keine Kinder hat. Ihr Leben dreht sich um ihren Job (in derselben Firma, in der ich arbeite), und das Thema interessiert mich wiederum gerade überhaupt nicht.

Wie so oft, wenn man überzeugt ist, dass ein Abend total langweilig werden wird, wurde ich überrascht.

Sie hat mich erzählen lassen, von den durchwachten Nächten, von Mutterliebe und von Mutterstolz. Und ich habe ihr zugehört, als sie von ihrem großen Projekt erzählt hat, von nicht so netten Kollegen und von dem einen, der ganz besonders nett ist. Und weil wir Freundinnen sind, auch jetzt noch, da wir nicht mehr direkt nach dem Büro gemeinsam um die Häuser ziehen, haben wir uns beide nicht gelangweilt oder unverstanden gefühlt.

Die „Schlüsselszene“ des Abends war die:

Ich habe ihr davon erzählt, dass ich mir manchmal mehr Freiheit wünsche. Freiheit, Dinge zu tun, die ich gerne tue, Dinge nur für mich. Aber wegen der Kinder kann ich ja so vieles nicht. So wie neulich, als ich ein sehr interessantes Angebot bekommen habe, für das ich allerdings hätte umziehen müssen. Wegen der Kinder habe ich das gar nicht erst in Erwägung gezogen und schweren Herzens abgesagt.

Da hat sie mir von dem tollen Angebot erzählt, das sie bekommen hat und für das sie auch hätte umziehen müssen. Wochenlang hat sie sich mit der Suche nach der richtigen Entscheidung gequält. Am Ende hat sie abgesagt, und jetzt quält sie sich mit dieser Antwort.

Da wurde mir klar, dass ich mir viele unangenehme Fragen gar nicht erst stellen muss.

Ich kann Dinge von vornherein ablehnen und die Frage, was ich vom Leben eigentlich möchte, gar nicht an mich heranlassen. Ich schiebe die Kinder als Antwort vor: Ich kann nicht, ich bin ja so gebunden. Aber hätte ich es ohne Kinder getan? Hätte ich einen Neustart gewagt? In einem anderen Job, einer anderen Branche, einer anderen Stadt? Das habe ich mich gar nicht erst gefragt.

Sie, ohne Kinder, musste viel tiefer in die Entscheidung hinein gehen, denn da war niemand, den sie vorschieben konnte. Ich beneide sie nicht darum.

Meine Freundin und ich, wir leben zwei verschiedene Leben, aber wer außer mir lebt schon mein Leben? Das tun auch meine Freunde, die Kinder haben nicht. Die können zwar besser nachvollziehen, was mich so umtreibt, aber letztlich macht diese Kategorisierung Freunde mit Kindern/Freunde ohne Kinder nicht unbedingt Sinn. Jeder Alltag hat seine Besonderheiten, jedes Leben seine eigenen Fragestellungen. Wenn wir uns gegenseitig zuhören, werden wir uns nie auseinanderleben.

Nachdem mir das so plötzlich so deutlich geworden war, hatten meine Freundin und ich einen der lustigsten Abende überhaupt. Wir haben viel gelacht, viel gegessen und viel Wein getrunken.  Genau wie früher.

So ein Blick über den Tellerrand ist doch immer wieder etwas Feines!

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P.S. Liebe S., falls Du das liest: Verzeih, dass ich mich vor allem in den letzten 12 Monaten so rar gemacht habe! Ich gelobe Besserung und freue mich auf unseren nächsten Mädelsabend!

 

 

 

Geburtstagsfoto Making Of

Als der Maxi 1 wurde, haben wir uns eine gute Kamera gekauft. Hauptauswahlkriterium: Schneller Auslöser! Leider hatten wir zu dem Zeitpunkt nämlich nur noch verwackelte Fotos von unserem ständig herumwuselnden Kleinkind.

Auch mit einer guten Kamera ist es aber nicht einfach, die Jungs zu fotografieren. Wenn ich ein bestimmtes Bild aufnehmen möchte, brauche ich in der Regel 20-50 Bilder, bis mal eins dabei ist, das ich so zurechtmachen kann, wie ich es mir gedacht habe.

So auch bei Minis Geburtstagsbild.

Ich wollte ihn natürlich gerne alleine auf dem Bild haben. Der Mini wollte allerdings lieber mit dem wenig fotogenen Rasenmäher vom Maxi spielen.

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Wenn ich versucht habe, ihn ein bißchen weiter weg vom Rasenmäher zu platzieren, wollte er natürlich sofort wieder hin. Bevor ich auf den Auslöser drücken konnte, war er jedesmal wieder auf den Knien unterwegs zum Rasenmäher.

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Das mit dem Stehen üben wir ja noch. Da kann man schonmal umfallen!

 

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Danach hatte der Mini natürlich gar keine Lust mehr und wollte nur noch den blöden Luftballon loswerden.

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Da habe ich aufgegeben.

Immerhin hatte ich ein Foto, auf dem er stand und man ihn halbwegs erkennen konnte.

AAA

 

Den blöden Rasenmäher habe ich einfach wegretuschiert. Danke, Photoshop! (Habt Ihr nicht gemerkt, oder ;-))

Valentinsteht

 

 

 

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Der erste Geburtstag

Jetzt ist der Mini also kein Baby mehr!

Als er vor einem Jahr beschloss, innerhalb von 2 Stunden auf die Welt zu kommen, da hat er sich den Geburtstag seines Onkels (dem Mann meiner Schwester) ausgesucht.

Der hat dieses Jahr seinen 30. Geburtstag gefeiert, und da ich ohnehin kein Fan von Mottopartys zum 1. Geburtstag bin, haben wir uns direkt aus dem Urlaub auf den Weg zur Geburtstagsparty gemacht.

Der Geburtstag wurde auf einer großen Wiese gefeiert, die zum Hof der Familie meines Schwagers gehört. Direkt nebenan beobachteten Pferde, Hühner und Schafe das Partygeschehen.

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Einige der Gäste haben auf der Wiese übernachtet- im VW Bus, oder im Zelt. Maxi war vor allem von den Zelten so begeistert, dass ich vermutlich demnächst von ihm zum Zelten aufgefordert werde.

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Der Mini ist irgendwann in der Manduca eingeschlafen, der Maxi hat bis 23 Uhr ausgehalten. Als die Stimmung zu kippen drohte, haben wir die Party verlassen und sind zu meinen Eltern gefahren, wo wir übernachteten. Bis wir uns verabschiedet hatten, bis die Kinder im Schlafanzug waren, war es plötzlich 0:00 Uhr, und so kam es, dass der Mini in seinen ersten Geburtstag reingefeiert hat!

Am nächsten Morgen waren alle hundemüde. Als der Mini aber seine Geschenke sah, war alle Müdigkeit vergessen und er hat eifrig eine Papierfetzen Party veranstaltet. Über den Inhalt wird er sich im Laufe der nächsten Tage bestimmt auch mehr und mehr freuen 🙂

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Da wir gerade so schön unterwegs waren, haben wir anschließend noch einen Abstecher zur anderen Oma gemacht, und dort mit dem anderen Teil der Familie gegessen und gefeiert.

Und was macht der Mini? Steht einfach so auf und läuft die ersten Schritte! Das war vielleicht ein Gejohle und Geklatsche! Eine ganz tolle Geburtstagsüberraschung! Der Mini hat sich so erschrocken, dass er seitdem lieber am Boden geblieben ist. Aber er steht jetzt immerhin ganz oft und wird bestimmt ganz bald die Welt auf seinen zwei Beinchen erkunden!

Valentinsteht

Sitzen kann er nach wie vor nicht, vielleicht gehen wir doch nochmal zum Osteopathen, denn irgendwie finde ich es merkwürdig, dass er nun sogar anfängt zu laufen, aber immernoch nicht sitzen kann. Was meint Ihr?

Vielen Dank für Eure Glückwünsche auf Facebook!

Ich wünsche Euch eine tolle Woche!

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Gewinner des Geburtstagsgewinnspiels

Heute haben wir Minis 1. Geburtstag gefeiert!

Bei herrlichem Wetter haben wir schon am Samstag angefangen, mit der Familie zu feiern und hatten einen eher untypischen Kindergeburtstag. Der Mini hat (anders als der Maxi) offenbar keine Probleme, den ganzen Tag im Mittelpunkt zu stehen und hat denTag sichtlich genossen. Am Ende hatte er auch noch einen Knaller für uns parat.

Ein paar Bilder von der Party und unserem Geburtstagswochenende kommen noch. Hier sind erstmal die Gewinner des Mama Mia Geburtstagsgewinnspiels:

Einen Rucksack von Ergolino hat gewonnen: Sandra

Ergo

Die Wummelkiste geht an: Siwli

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Über das Schmuckset von GummiGem darf sich Silke freuen

Kette

Birgit gewinnt eine MiaMax Trinkflasche im Design ihrer Wahl

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Und Anni darf sich eine Tasse aussuchen.

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Vielen Dank an Euch alle fürs Mitmachen. Ich habe mich riesig über all Eure lieben Kommentare gefreut und sie immer wieder durchgelesen. Danke!

Die glücklichen Gewinner senden mir bitte ihre Adressen an meine Mailadresse (steht im Impressum). Für die Wummelkiste und die MiaMax Gewinne erklärt ihr Euch gleichzeitig einverstanden, dass ich die Adressen an die Firmen weitergebe, weil diese Gewinne direkt von dort an Euch versendet werden.

Ich wünsche Euch einen guten Wochenstart!

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Nicht persönlich nehmen

Tina „kannte“ ich schon, bevor sie anfing zu bloggen. Irgendwo in diesem www haben wir uns getroffen und sie war mir sofort sympathisch und sogar auf eine gewisse Weise vertraut (ich sehe meinen Mann schon den Kopf schütteln, wenn er das liest, tihihi). 

Logisch, dass Tinas Blog „Vom Werden zum Sein“ von seinem Beginn an zu meinen Lieblingen gehörte. 

Tina hatte eine -ich nenne es mal- „bewegte“ Kindheit. In ihrem Blog schreibt sie sehr offen und sehr bewegend über das, was sie erlebt hat. Manchmal denke ich noch tagelang über ihre Posts nach.

Da ich diese Woche im Urlaub bin und der Blog daher ebenfalls pausiert, übernimmt Tina heute sozusagen meine Urlaubsvertretung. Viel Spaß beim Lesen! 

Tina

„Die Versicherung unseres Autos wird nun deutlich teurer aufgrund der Mehrkilometer, das machte ein paar hundert Euro aus!“ Ich schaute meinen Mann an, fragte nach, was ein paar hundert Euro konkret bedeuten würden und schwieg ansonsten dazu. Ehrlich gesagt war ich ein wenig angefressen aufgrund der Aussage. Nach viereinhalb Jahren Elternzeit arbeite ich seit einem dreiviertel Jahr wieder und aus den geplanten zwei Tagen vor Ort und drei Tagen Home-Office wurden fünf Tage vor Ort. Ich fahre täglich 80 Kilometer, das macht aufs Jahr gerechnet richtig viel aus und klar, neben erhöhter Inspektionsfrequenz hat das auch finanzielle Wirkung auf die Versicherung. Aber na und? Ich arbeite wieder, bin glücklich und hey, Geld ist doch nicht alles. Und was wollte er mir damit überhaupt sagen? Dass mein Arbeiten so teuer ist? Dass ich mir einen Job suchen soll, der näher gelegen ist? Die nächsten Tage kochte ich auf kleiner Flamme vor mich hin und dachte über den Kostenfaktor „Frau arbeitet“ nach. Irgendwann kam ich auf die glorreiche Idee, ihn einfach zu fragen, warum er mir das gesagt hat – ganz wertungsfrei. „Weil ich das Wahnsinn finde, dass die paar Kilometer gleich so viel mehr kosten!“ war die Antwort. Und ich schämte mich ein wenig.

Wie oft verarbeiten wir Informationen, verknüpfen diese mit Vorerfahrungen, die wir mit dem Sender, Eltern, Geschwister, Freunde oder Arbeitskollegen gemacht haben und bewerten das Gehörte. Fällt diese Bewertung negativ aus, ist die Gefahr groß, etwas persönlich zu nehmen.

Ich habe einen Bekannten mit Coaching-Ausbildung, der vor langer Zeit einmal zu mir sagte: „Nimm das doch nicht persönlich!“ Damals fand ich diese Handlungsempfehlung sehr befreiend und schaffte es einige Zeit, die Dinge etwas lockerer zu sehen. Jetzt, lebenserfahrener, zwei Kinder und ein paar Ehejahre später dachte ich nach der Situation mit meinem Mann wieder daran. Ist das die Lösung aller zwischenmenschlicher Probleme, nichts mehr persönlich zu nehmen? Und wie genau geht das? Da wo gelebt und geliebt wird, wird zwangsläufig verletzt, nicht zwingend vorsätzlich und wissentlich, aber wo Herzen offen stehen, da tritt man vielleicht unbewusst auf eine Stelle, die weh tut. Das kann man nicht einfach nicht persönlich nehmen. Zugegeben, in meiner Situation wäre das klug gewesen.

Aber da war noch etwas, was mich störte, ohne genau zu wissen, was und so näherte ich mich zunächst einmal äußerst professionell dem Thema: ich googelte „nicht persönlich nehmen“. Erwartungsgemäß stieß ich auf viele Coaching-Seiten mit vielversprechenden Überschriften wie „Selbstbewusstsein stärken“ oder „Mich kränkt so schnell keiner!“. Zusammenfassendes Fazit: Nimm nichts persönlich, denn jeder lebt in seiner eigenen Welt, wenn du einen Angriff erlebst und diesen nicht persönlich nimmst, bist du immun dagegen.

Hier möchte ich massiv widersprechen, ich finde die Aufforderung „Nimm‘ es nicht persönlich“ zu platt und möchte das Thema ein wenig differenzierter beleuchten und unterscheiden zwischen verschiedenen Situationen. Die von mir beschriebene Situation – keine Frage: Hier wäre es klug gewesen, besser und sofort zu hinterfragen und in Betracht zu ziehen, dass die Aussage gar nichts mit mir zu tun hat. Das sind Situationen, die ich „in den falschen Hals kriege“, die nur oberflächlich kratzen und die ich durchaus wegwischen kann, in dem ich den Fokus ändere.

Doch es gibt Situationen, die mich tief innen treffen. Wenn ich etwas als Angriff empfinde, dann bin ich logischerweise bereits in der Verletzung drin. Ich kann versuchen, mir das nicht zu Herzen zu nehmen, das kann klappen, wenn es mich nicht so berührt, aber es gibt Momente, da drückt der Gegenüber einen Knopf in mir und es tut verdammt weh. Ich denke, jeder kennt solche Situationen, die einen mitnehmen, tagelang beschäftigen und man sich selbst erst mal gar nicht auskennt und sich fragt, was los ist.

Vor kurzem saß ich in einer Besprechung und wurde dreimal unterbrochen, indem derjenige einfach mit jemand anderem weitersprach. Zusammen mit seiner darüber hinaus arroganten und sehr dominanten Auftretensweise hing ich zwei Tage lang neben mir. Ich war wütend und mich wühlte das Thema ordentlich auf. Einfach nicht persönlich nehmen und weiter geht’s? Das ging aus zwei Gründen für mich nicht.

Mich hat diese Besprechungssituation mitgenommen, im Versuch, das Thema zu besprechen, war ich nah am Wasser gebaut und ich erkannte meine Wut als eigenes Verletzungsgefühl. Da stellt sich zwangsläufig die Frage: Warum? Warum rührt mich all das zu Tränen, warum bin ich so verletzt, wo ich doch weiß, dass derjenige so ist und das höchstwahrscheinlich wirklich nicht persönlich gemeint war, weil er jeden so schlecht behandelt? Ich finde, wenn einen eine solche Situation trifft, dann sollte man unbedingt in den Spiegel schauen und sich darum kümmern. Ich weiß nun, es lag daran, dass ich mich herabgesetzt fühlte, das ist meine Achillesferse. Hier zu sagen, ich nehme das einfach nicht persönlich, wäre doch eine Verleugnung meines Selbst, ich würde mich über Zeichen meines Herzens, meiner Seele oder was auch immer und über meine Gefühle der Verletzung hinwegsetzen und die Chance vergehen lassen, mich weiter zu entwickeln. Wenn ich all das weiß, kann ich im nächsten Schritt „den Angriff“ von der Person trennen, er hat mich wahrscheinlich wirklich nicht persönlich angegriffen, es ist sein fragwürdiges Verhalten, welches er vielen Menschen gegenüber an den Tag legt. Und doch ist es in Ordnung, dass das etwas mit mir macht. Es nicht persönlich zu nehmen, bietet mir die Gelegenheit, den Fokus vom Angreifer auf mich zu konzentrieren.

Aber ich sehe auch einen zweiten Punkt: Nimm es doch nicht persönlich! – suggeriert das nicht, dass ich über das Verhalten meines Gegenübers einfach hinwegsehen soll, weil schließlich jeder in seiner eigenen Welt lebt? Dann könnte jeder als gesellschaftlicher Geisterfahrer unterwegs sein und weitermachen, ohne Konsequenz, weil ich alles mit mir selbst ausmache? Natürlich kann ich meinen Gegenüber nicht ändern und dennoch: Ist man nicht dazu verpflichtet – so rein gesellschaftlich und für seinen eigenen Selbstwert – seine Grenzen aufzuzeigen und zu sagen: „Stopp, bis hierhin und nicht weiter“? Dann und ich denke, nur dann, stärke ich mein Selbstbewusstsein und nicht, in dem ich so tue, als würde mir all das nichts ausmachen.

Hier geht es zu Tinas Blog: http://vomwerdenzumsein.wordpress.com

Und hier könnt Ihr Tina über Facebook liken: https://www.facebook.com/werdenundsein

Tinas lesenswerte Tweets gibt es unter: https://twitter.com/werdenundsein

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Wie man das Leben mit Kindern genießt

„Das ist leider gerade ein ungünstiger Zeitpunkt!“ Der Nachbar von gegenüber steht irgendwie angespannt in der Haustür und will mich nicht reinlassen.

Der sonst so gestriegelte Mann ist unrasiert und seine Haare sehen ohne Gel ganz anders aus.

Ich muss ein bißchen lachen und mir liegt auf der Zunge zu sagen: „Bei Euch gibt´s jetzt erstmal nur noch `ungünstige` Zeitpunkte“. Ich verkneife mir das und sage statt dessen: „Kenn´ich! Ich wollte auch gar nicht stören, sondern Euch nur kurz ganz herzlich gratulieren und das hier abgeben.“ Und damit überreiche ich unserem Nachbarn ein kleines Geschenk zur Geburt seiner ersten Tochter.

Schon seit Tagen habe ich beobachtet, wie die beiden gewartet haben. Die Frau war bereits eine Woche über dem errechneten Termin und konnte kaum noch laufen. Jedes Mal, wenn ich sie traf, sah ich es förmlich in ihrem Gesicht stehen: „Wann kommt endlich das Baby?“

Ihr Haus steht schräg gegenüber von unserem und da ich gerne mit Blick nach draußen in unserer offenen Küche sitze,  bekomme ich ein bißchen von ihrem Lebensstil mit. Am Wochenende gehen die Rolladen nie vor 10 Uhr hoch. Abends sind sie häufig unterwegs. Ich glaube, sie feiern gern. Oft sind sie das ganze Wochenende weg; vielleicht machen sie häufig Wochenendtrips?

Wenn die beiden mir in den letzten Wochen mit ihrem „Wann-kommt-endlich-das-Baby-Gesicht“ begegneten, hätte ich ihnen gerne gesagt: „Das wird schon kommen! Nutzt die Ruhe vor dem Sturm lieber nochmal richtig aus!“

Ich hätte ihnen gesagt, dass sie vorher so oft wie möglich richtig schön ausgiebig essen gehen sollen, bevor die Mahlzeiten demnächst für eine lange Zeit eher hektisch sein werden.

Ich hätte ihnen geraten, vor der Geburt nochmal  einen ganzen Sonntag im Bett zu verbringen.

Ich wollte ihnen den Tipp geben, sich vorsichtshalber das Gefühl von Langeweile einzuprägen, bevor sie es für immer vergessen.

Gerne hätte ich ihnen gesagt, dass sie nichts auf die Elternzeit verschieben sollen, sondern alles erledigen, was sie können, denn mit der Geburt des Babys ist für die meisten anderen Aufgaben irgendwie „Game over“!

„Atmet die Freiheit und die Selbstbestimmtheit noch einmal richtig ein, denn bald gibt es einen neuen Chef im Haus, und der wird den dominantesten Führungsstil an den Tag legen, den ihr je erlebt habt- der duldet keinen Aufschub, keine Kompromisse!“, hätte ich ihnen gerne noch gesagt.

Am Muttertag kam ihre Tochter zur Welt- ohne dass ich vorher meine gut gemeinten Tipps loswerden konnte.

Ein Glück! Denn ich hätte ihnen kaum einen schlechteren Rat geben können.

Ein Baby stellt das Leben komplett auf den Kopf- egal wie man vor der Geburt gelebt hat. Kaum jemand hat wohl ein Leben, in das sich ein Kind einfach so einfügen lässt, ohne dass man großartig etwas ändern müsste.

Aber schnell nochmal das alte Leben geniessen und dem dann jahrelang hinterhertrauern? Da das Baby erst in etwa 18 Jahren wieder auszieht, steht einem mit dieser Einstellung eine ziemlich lange, ziemlich bittere Durststrecke bevor.

Ein viel besserer Tipp an werdende Eltern (und auch an alle anderen Eltern) ist wohl der:

Je schneller ihr in der neuen Situation ankommt, umso schneller werdet ihr glücklich!

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Es hilft nichts, dem alten Leben hinterherzutrauern. Ich selber lerne das gerade. Lange Zeit habe ich mich ständig nach ein paar kinderfreien Tagen gesehnt, nach einem erholsamen Urlaub, nach einer ruhigen Mahlzeit. Ach, wären sie doch schon größer, dann könnten wir endlich mal wieder…

Jetzt habe ich begriffen, dass es mich glücklicher macht, wenn ich die Veränderungen, die die Kinder mit sich gebracht haben, akzeptiere und Entspannung und Erholung MIT den Kindern suche.

Alles ist anders mit Kindern. Vor allem ist es anstrengend. Aber: Es gibt so viele so schöne Momente. Momente voller Stolz auf diese kleinen Quälgeister, deren Mutter ich sein darf. Unfassbar witzige Situationen- ich könnte eigentlich nebenbei super den Drehbuchautoren einer Family- Comedy- Serie zuarbeiten, ohne selber kreativ werden zu müssen. Und natürlich diese Liebe! Mein altes Leben ist futsch, aber was ich dafür bekommen habe, ist als Gegenleistung nicht zu beanstanden.

Ich werde vermutlich nicht aufhören, mir mehr Freiräume zu wünschen, aber ich versuche nicht mehr, Entspannung als etwas zu betrachten, das ich nur haben kann, wenn jemand auf die Kinder aufpasst. Statt dessen baue ich die Entspannung, den Spaß, die Auszeiten in das Leben mit den Kindern ein. Eine sonntägliche Kuscheleinheit mit der ganzen Familie im Bett, ein Ausflug ins Wildgehege, Kochen mit dem Maxi, Baden mit Mini und Maxi- DAS sind jetzt die Momente, die mir gut tun.

Ich soll in 2-3 Wochen unbedingt mal auf einen Kaffee vorbei kommen, hat der Nachbar gesagt. „Dann sind bestimmt alle etwas entspannter“, meint er. Bestimmt! Und falls die beiden dann noch einen Tipp von mir haben wollen, dann werde ich sagen:

Geniesst Euer neues Leben. Und geniesst Euer Kind.

Geniesst Euer neues Leben mit Kind! Je schneller ihr damit anfangt, umso besser!

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Mama Mia wird 2!

Konfettiiiii: Mama Mia hat heute Geburtstag und wird 2 Jahre jung.

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Wie alles begann

Kennt Ihr das, wenn jemand „Pizza“ erwähnt und man kann dann so lange an nichts anderes mehr denken, als an Pizza, bis sie endlich vor einem liegt? Ungefähr so ging es mir vor zwei Jahren mit meinem zweiten Kinderwunsch.

Meine innere Projektleiterin konnte einfach nicht anders: Sie hatte ein Ziel und einen Zeitplan mit äh- verschiedenen Aktionen im Kopf. Ich habe damals tatsächlich nicht nur mehrere Kinderwunsch Apps auf dem Handy gehabt, sondern mich hin und wieder sogar in Foren herumgetrieben, weil ich einfach dieses Thema Baby nicht mehr aus meinem Kopf bekam. Da ich schon immer gerne geschrieben habe, war irgendwann klar, dass ich jetzt das Heft selber in die Hand nehmen musste, und die Geschichten nicht mehr nur lesen wollte, sondern auch schreiben. Und so startete Mama Mia als eine Art Kinderwunschblog.

Die ersten Posts gingen online- und verpufften in den Weiten des Internets. Als eines Abends die Statistiken vermeldeten, dass 11 Leute meinen Blog besucht hatten, flippte ich vor Freude aus. Zweistellig! Wow!

Und dann kamt Ihr!

Irgendwann ging sogar der erste Kommentar ein- und ich war im Blogger-Himmel. Nach ein paar Wochen hatte ich sogar einige Leserinnen, die regelmäßig kommentierten. Eine davon nannte sich A. Falls Du noch immer hier mitliest, mach doch mal „Piep“! Auch @toffifeee hat von Anfang an diesen Blog begleitet und tut es bis heute! Ebenfalls schon ganz lange mit dabei ist Daggi. Wir beide haben etwa gleichaltrige Kinder, und wenn Daggi auf einen meiner Posts kommentiert: „Hier auch GENAU SO!“, dann atme ich auf und weiß, es war ein guter Post.

Überhaupt: Aufatmen. Das ist nämlich manchmal so: Geschichten, die ich gerne aufschreiben möchte, fliegen mir täglich zu. Die Frage ist aber ganz oft, ob ich das verbloggen möchte und wenn ja wie. Manche Themen sind einfach Reizthemen, trotzdem möchte ich sie nicht ausklammern, andererseits finde ich es auch unschön, wie es auf manchen Blogs zugeht, wenn sich sogar die Leser untereinander mit bissigen Kommentaren belegen. Wenn ich mal ein Reizthema anpacke, bin ich auch erst etwas angespannt, aber wenn ich nach ein paar Minuten sehe, wie Ihr das ganz konstruktiv kommentiert, dann atme ich auf.

Ach wie schön, meine Mama-Community

Anfangs habe ich mich nur mit meinem eigenen Blog beschäftigt. Rechner an, Post schreiben, im E-mail Eingang auf Kommentarbenachrichtigungen warten, Rechner wieder aus. Fertig. Erst nach einer Weile habe ich eine Facebookseite für Mama Mia eingerichtet, auf der ich zwischendurch Fotos poste oder einen lustigen Spruch vom Maxi, oder Euch einfach mal fragen kann, was man einem dreijährigen Mädchen zu Weihnachten schenken könnte. Inzwischen hat meine Facebookseite 1800 Fans und ich freue mich wie verrückt über jeden neuen. Manchmal, wenn Facebook mir die neuen Likes zusammenfasst und ich Eure Profilbilder sehe, auf denen ganz oft auch Eure Kinder zu sehen sind, denke ich: Ach, wie schön, meine Mama-Community! So viele sympathische Menschen!

Als ich mich an Facebook gewöhnt hatte, traute ich mich auch an Twitter heran. Es hat einige Zeit gedauert, bis es Klick gemacht hat, aber inzwischen liebe ich Twitter. Falls Ihr noch nicht twittert- probiert das mal aus, es ist wirklich herrlich! Von mir lest Ihr dort fast täglich Knaller-Sprüche vom Maxi, aber es ist auch ein ganz tolles, schnelles Austauschmedium unter Müttern.

Weil mein Mann mich sowieso inzwischen für internetsüchtig hielt, kam es auf einen Kanal mehr oder weniger ja auch nicht mehr an, und so gab es kurzerhand auch auch noch den Instagram Account. Mein Leben in Bildern- mit ganz vielen Babyfüßen und Selfies.

Ohne diese ganzen Social Media Kanäle hätte ich viele von Euch vielleicht nicht kennengelernt. Anna H, zum Beispiel, die mir im echten Leben genau so sympathisch ist, wie im Netz. Vor allem habe ich viele Mama-Blogger gefunden. Zu meinen absoluten Lieblingen gehören Berlinmittemom, Sonea Sonnenschein, Super Mom, Frische Brise, Werden und Sein und die schlimme Helena. Und wegen Engelenchen habe ich im Winter sogar angefangen, einen Schal zu stricken- leider habe ich irgendwann aufgegeben, aber irgendwann bringste mir das mal bei, ja?!

Viele meiner Blogger-Kolleginnen habe ich inzwischen mehr als einmal getroffen und mit manchen verbindet mich heute eine echte Freundschaft.

Und wie geht es weiter?

Mehr als einmal habe ich mich gefragt, wie lange ich das eigentlich noch machen möchte. Macht das alles überhaupt Sinn? Würde mich jemand vermissen, wenn ich nicht mehr schreiben würde? Und jedesmal wenn ich dachte, dass mir die Arbeit am Blog über den Kopf wächst, ist irgendetwas passiert, das mir wieder Auftrieb gab. Eine besonders schöne Mail einer Leserin, die wahnsinnig inspirierenden Veranstaltungen von blogst, oder die Möglichkeit, für die Huffington Post schreiben zu dürfen zum Beispiel.

Ich danke Euch allen! Jedem, der meine Geschichten liest, und ganz besonders denen, die mich wissen lassen, dass es ihnen gefällt! Ohne Euch, wäre es nicht halb so schön! Auch über kritische Kommentare freue ich mich (nur nicht über Beleidigungen, logo, ne?)!

Geschenke!

So, und jetzt gibt es Geburtstagsgeschenke. Und zwar für Euch!

Über Ergolino, den kleinen Rucksack von Ergobag hatte ich ja bereits berichtet und heute darf ich diesen Rucksack an Euch verlosen:

Ergo

Habt Ihr den Post über die Wummelkiste gelesen? Wir lieben die Wummelkiste, und ihr könnte Euch jetzt auch davon überzeugen, denn ich verlose eine Wummelkiste an Euch.

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Eine absolut geniale Erfindung sind die Schmuckstücke von GummiGem. Was aussieht, wie Stein oder Glas ist in Wahrheit Gummi- selbstverständlich BPA frei. Darauf können Eure zahnenden Kinder nach Herzenslust herumkauen. Darauf hatte ich gewartet! Der Mini knabbert bereits fröhlich an meinem Exemplar herum. Ich verlose ein Set, bestehend aus Kette und Armreifen an Euch.

Kette

Ein Shop, der schon vom Namen her hier unbedingt mal erwähnt werden muss, ist Mia Max. Dort gibt es wunderschöne Artikel für „kleine Gourmets“. Ich darf an Euch eine Tasse und eine Trinkflasche im Design Eurer Wahl und mit dem Namen Eures kleinen Gourmets verlosen.

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Was Ihr dafür tun müsst? Gratuliert Mama Mia zum Geburtstag! Wie lange lest Ihr schon mit? Was mögt Ihr an Mama Mia? Wovon würdet Ihr gerne mehr lesen? Ja, ich gebe zu, ich würde heute gerne gebauchpinselt werden, aber natürlich dürft Ihr mir auch sagen, was Euch nicht so gut gefällt. 

Die Gewinner gebe ich am 26.05. bekannt.

 

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Armes Häschen bist Du krank? Wie ich dem Maxi das Kranksein versüße.

Ich gebe es zu: Ein ganz klitzekleines bißchen genieße ich es ja, wenn meine Kinder krank sind, denn es ist wie ein kleiner Ausflug zurück in die Babyzeit. Wer hier schon länger mitliest weiß, dass ich es mit zwei Papakindern zu tun habe, die sich ihre Kuscheleinheiten am liebsten vom Vater abholen, während ich sie auf Knien anflehen muss, sie doch bitte, bitte einmal kurz drücken zu dürfen.

Wenn sie krank sind, dann schlägt meine große Stunde, denn sogar bei meinen Söhnen ist Mama die beste Medizin. Wenn so ein kleines, krankes Söhnchen in meinem Arm liegt, das ist schon sehr süß.

Selbstverständlich wünsche ich mir keine Krankheiten für meine Söhne und leide furchtbar mit ihnen. Der Mini macht in seinem Tagesablauf gar keinen so großen Unterscheid im Krankheitsfall, aber der Maxi, der liegt inzwischen am liebsten im Bett oder auf dem Sofa, wenn er krank ist.

Um dem Maxi die Krankheitszeit ein bißchen zu versüßen, gibt es bei uns die „Max-ist-krank-Kiste“. Ich hätte mir auch einen positiveren Namen wie „Bald-wieder-gesund-Kiste“ oder „Gesundmachkiste“ oder so vorstellen können, aber wenn Maxi krank ist, dann muss das auch ein bißchen zelebriert werden. (Männer…?)

In der „Max-ist-krank-Kiste“ befinden sich Dinge, die nur herausgeholt werden, wenn Maxi krank ist. Das sind:

– eine besondere Tasse mit seinem Namen drauf für den Tee.

– ein bestimmtes Ramazotti-Glas für Wasser (klingt doof, aber er liebt diese Gläser)

– ein bestimmter Becher für Salzstangen

– eine Wärmflasche

– ein Malbuch

-eine DVD. Die wechsle ich regelmäßig aus. Momentan liegt „Für Hund und Katz ist auch noch Platz“ drin.

-eine CD. Wird auch regelmäßig ausgewechselt. Momentan liegt „Michel“ drin.

– Pixi-Bücher

Die Kiste habe ich aus einem Schuhkarton gebastelt, den ich mit buntem Papier beklebt habe.

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Ich drücke Euch und Euren Kindern ganz fest die Daumen, dass die nächste Krankheit noch lange auf sich warten lässt. Aber wenn sie kommt, geht es bestimmt gleich ein bißchen besser, wenn Ihr eine Kiste hervorzaubern könnt.

Viel Spaß beim Befüllen!

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12 von 12 im Mai

Als ich heute morgen feststellte, dass heute der 12.05. ist, hat es mich etwas gegruselt. Meine 12 von 12 im April sind wirklich schon einen Monat her?! Die Zeit rast tatsächlich- nur noch knapp zwei Wochen, dann wird der Mini 1 Jahr alt!

Und hier kommen meine 12 von 12 im Mai:

Erstmal frühstücken! Ohne Frühstück geht bei mir nix, deshalb bin ich da auch sehr eigen: Ein bißchen Müsli, gegessen von meinem Lieblings-Kinderlöffel, einen Kaffee und die Zeitung muss ich wenigstens überfliegen- sonst fang ich gar nicht erst an!

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Mittags musste ich zum Zahnarzt (davon habe ich lieber keine Bilder gemacht). Der Mini war gerade eingeschlafen, wurde aber natürlich wach, als wir losfahren mussten. Beim Zahnarzt war er erstaunlich brav und nachher zu Hause hundemüde, aber ein bißchen aufgekratzt, daher habe ich ihn in der Manduca zum Einschlafen gebracht.

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Schon seit Tagen habe ich mich darauf gefreut: Um 13:30 war ich mit Berlinmittemom und SuperMom zum Google+ Hangout verabredet. Und dann? Hat nicht funktioniert! Ich kam einfach nicht rein 🙁

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Der Mini hat ein neues Lieblingskuscheltier. Es ist so putzig, wie er plötzlich das Kikaninchen für sich entdeckt hat. Zu dumm, dass es dem Maxi gehört…

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Mäxchen hatte heute einen Freund zum Spielen da. Er kam ohne seine Mama direkt nach der Kita mit zu uns. Ganz schön laut war es zeitweise, aber die meiste Zeit haben die Jungs alle zusammen super gespielt.

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Besonders begehrt war heute Mäxchens Ritterburg. Leider muss ich da immer höllisch aufpassen, wegen Mini und den Kleinteilen.

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In der Burg spielten sich heute wohl ziemliche Kämpfe ab.

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Abendliches Zähneputzen.

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Ein Schnuller! Das ist alles, was der Mini noch zum Einschlafen braucht. Und wenn er eingeschlafen ist, ist bis ungefähr 5:00 Ruhe! Ja! Seit ein paar Tagen schläft er plötzlich durch. Ich traue mich noch nicht, mich zu freuen und an einen Durchbruch zu glauben. Ich werde auf jeden Fall noch darüber bloggen.

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Wenn der Mini schläft, gibt es noch eine halbe Stunde Mama und Max Zeit auf dem Sofa.

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Um 20 Uhr geht auch der Maxi ins Bett. Danach muss ich noch ein bißchen Aufräumen und vor allem die Spuren vom Abendessen beseitigen.

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Und dann habe ich endlich Feierabend 🙂

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Noch mehr 12 von 12 gibt´s wie immer bei Draußen nur Kännchen.

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Warum ich das Kinderhaben manchmal satt bin

Was ich heute schreibe, ist unfair, das gebe ich zu.  Aber es ist, wie es ist:

Manchmal bin ich das Kinderhaben leid!

Ich bin ein Mensch, der keine Party auslassen kann, ich habe gerne viele Menschen um mich. Auf der anderen Seite brauche ich aber ganz viel Rückzug und genau diesen Rückzug habe ich als Mutter von zwei kleinen Kindern so gut wie gar nicht mehr.

Ich bin 24 Stunden am Tag mit mindestens einem Kind zusammen.

Der Mini schläft nach wie vor nur in meinem Bett und weckt mich nachts mehrere Male.

Tagsüber will der Mini inzwischen permanent unterhalten werden. Er langweilt sich zu Hause. Ich muss mir Spiele einfallen lassen oder mit ihm irgendwo hin gehen. Selten ist er momentan so gut drauf, dass er sich mit sich alleine beschäftigt. Ich kann noch nichteinmal in Ruhe einen Kaffee trinken.

Nachmittags kommt der Maxi nach Hause und ich weiß manchmal gar nicht, wo ich zuerst hingucken soll- das jeweils andere Kind macht im Zweifel irgendeinen Blödsinn, wenn ich mal kurz abgelenkt bin.

Die letzten zwei Stunden des Tages sind besonders turbulent. Dann sind beide Kinder müde und hungrig. Der Mini hängt in dieser Zeit fast durchgängig auf meinem Arm- während ich das Abendessen zubereite weint er lautstark, weil er es kaum abwarten kann.

Wenn die beiden endlich im Bett sind, kann ich eigentlich auch nicht mehr, aber wenn ich schlafen ginge, wäre ich ja tatsächlich nur noch Mutter. Die ein bis zwei Stunden am Abend brauche ich, um mich wie ich zu fühlen. Ich blogge oder schaue einfach nur fern oder rede mit meinem Mann, wenn der da ist.

Die Jungs sind phantastisch. Maxi ist ein Selbstläufer, der macht einfach alles toll und ist so ganz nebenbei ein unfassbar liebevoller, verantwortungsbewusster Bruder. Manchmal ist er mir schon fast zu lieb und ich freue mich, wenn ich höre, dass er in der Kita ganz viel Quatsch gemach hat.

Der Mini kann ja auch nichts dafür. Er braucht einfach ganz viel Nähe. Momentan scheint er mir zusätzlich so eine Art Schub zu haben. Er entdeckt so langsam das Laufen und es verunsichert ihn vielleicht.

Kinder sind anstrengend, das ist so.

Ich himmele meine Kinder förmlich an, aber so sehr ich sie liebe, mein Problem ist Folgendes:

Manchmal ist es mir einfach zu viel Muttersein. Ich habe kaum Zeit für andere Dinge. Ich wünsche mir manchmal, viel mehr zu schreiben, ich vermisse den Sport, und ich habe kaum Gelegenheit, in Ruhe mit einer Freundin zu sprechen. Wenn der Mini schläft, sind da Rechnungen zu bezahlen, Wäsche zu machen, Einkäufe zu erledigen… Ich bräuchte nur ein bis zwei Stunden am Tag, in denen ich die Kinder mal nicht hätte, dann wäre alles wieder im Gleichgewicht. Statt dessen bin ich im Dauereinsatz und fühle mich ein bißchen wie gefangen.  Wenn der Mini so wie in den letzten Tagen und vor allem Nächten noch einen drauf setzt und mich tagsüber noch mehr fordert und nachts kaum zur Ruhe kommen lässt, dann ist es mir manchmal einfach zu viel. Und was macht man dann?

Nichts. Denn den Impuls, einfach alles hinzuschmeißen und wegzulaufen, müssen Mütter schon im Keim ersticken. Wir können ja nicht weg (und eigentlich wollen wir ja auch nicht).

Was mir in solchen Momenten hilft, ist in erster Linie mein Mann. Der hat ein sehr sensibles Gespür dafür, wann mir alles zu viel wird. Dann nimmt er mir die Kinder so viel ab, wie nur irgendwie geht. Letzte Nacht zum Beispiel, hat er kaum geschlafen, weil er bis 1:30 den Mini herumgetragen und danach mit ihm auf dem Sofa geschlafen hat. Und während ich diese Zeilen schreibe, liegt er mit dem Mini im Schlafzimmer, weil der mal wieder nach 10 Minuten Schlaf in seinem Bett weinte und nur mit Körperkontakt wieder einschlafen konnte. (Und bevor jetzt wieder einer schimpft: Nein, dass kann der Mann nicht jeden Tag machen, das lässt sein Managerjob nicht zu).

Außerdem hilft mir die Erkenntnis, dass immer dann, wenn ich gar nicht mehr kann, irgendetwas passiert. Irgendetwas ändert sich und dann kann ich mit neuer Energie weiter machen. Sie begeistern mich und schaffen es damit, meine Prioritäten wieder in ihre Richtung zu verschieben.

Darauf warte ich jetzt!

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