Meilensteine. Warum der Kitastart vom Mini mir nicht leicht fällt.

Nur noch vier Monate. Nur noch vier Monate, dann wird aus meinem Baby ein Kitakind!

Wie aufregend das ist, habe ich selber erst auf den zweiten Blick erkannt.

Als Geschwisterkind sind viele von Minis ersten Malen für mich als Mutter schon zweite Male und damit viel weniger aufregend. Als der Maxi in die Kita kam, hat mich das ein paar schlaflose Nächte gekostet. Ist es nicht noch zu früh? Ist er nicht noch zu klein? Es war der erste Punkt, in dem ich mir nicht sicher war, ob ich alles richtig mache. Bis dahin hatten sich alle Entscheidungen (wie lange stillen, wann Beikost, wo schlafen…) richtig angefühlt, aber die Sache mit der Kita lag mir schwer im Magen. Zum Glück war der Maxi vom ersten Tag an ein begeisterter Kita-Gänger und ich konnte wieder schlafen.

Der Mini geht mit mir seit 10 Monaten jeden Tag in die Kita, um seinen großen Bruder abzuholen. Für ihn ist das überhaupt nichts Neues mehr und er krabbelt fröhlich durch die Räume, während ich dem Maxi beim Schuhe zubinden helfe. Neulich durften die Eltern beim Musikkurs der Kinder zuschauen und damit ich mich ganz auf den Maxi konzentrieren konnte, durfte ich den Mini schonmal in seiner zukünftigen Gruppe abgegeben. Über eine Stunde war er dort und offenbar hat es ihm gut gefallen, denn die Erzieherin sagte, er hätte richtig gespielt und viel gelacht. Den Kitaeinstieg machen wir dann im August mit links. Alles kein Problem!

Dass mir trotzdem mulmig zumute ist, liegt daran, dass das Gefühl so merkwürdig ist, dass mein Baby groß wird. Der ist doch der Kleine, der immer bei mir auf dem Arm hängt, der noch nicht den halben Tag „alleine“ in der Kita verbringen kann. Jetzt wird der Mini auch flügge. Man mag das übertrieben finden, aber die Kita ist eine eigene Welt. Die Welt des Kindes, die es ohne die Eltern erlebt.  Vieles von dem, was sie dort erleben, ist unserer Einflussnahme weitgehend entzogen.

Für mich bedeutet das auch ein Stück Freiheit. Ich werde die Vormittage dann wieder ohne Kinder verbringen und mein Erwachsenen-Leben im Büro wieder aufnehmen. Das ist super, aber irgendwie auch traurig. Wenn wir nicht noch ein drittes Kind bekommen, dann werde ich ab jetzt bis ans Ende meiner Erwerbstätigkeit jeden Tag ins Büro rennen. Dabei finde ich es gerade so schön, die Vormittage mit dem Mini allein zu haben und die Nachmittage mit beiden Jungs. Vielleicht ist das gerade die beste Zeit meines Lebens…?

Eins steht fest: Obwohl es nicht das erste Mal ist, dass ich ein Kind in die Kita gebe, ist es ein riesiger Meilenstein. Die Babyjahre sind dann vorbei. Meine Elternzeit geht für immer zu Ende.

Ich habe deshalb schnell nochmal den Genießen-Modus angeworfen. Die letzten vier Monate der Elternzeit wollen genutzt werden und ich plane gerade ein paar Kurztrips mit den Kindern. Eigentlich graut es mir immer ein bißchen vor Reisen mit Kindern, aber wenn ich erstmal wieder im Büro bin,  tut es mir bestimmt Leid, wenn ich die Zeit nicht bestmöglich genutzt habe. Meine Schwester wohnt seit einem Dreivierteljahr in Zürich und ich habe sie noch nie besucht. Ein guter Anfang fürs Ende der Elternzeit, oder?

Ergolino

So, und jetzt muss ich ausnahmsweise noch ein bißchen Werbung machen. Die Firma Ergobag hat mir nämlich für Minis Kita-Einstieg einen Kita-Rucksack für ihn geschenkt. Ich würde aber nicht darüber berichten, wenn ich ihn nicht so klasse finden würde.  Schon das Design ist ein Volltreffer- allerdings momentan vor allem für den Maxi. Der ist total auf dem Feuerwehr-Trip und nimmt sich immer den Feuerwehr Klettie (das ist ein Bild, das mit Klettverschluss an den Rucksack gemacht werden kann) ab. Das Besondere an Ergobag ist aber, dass die Rucksäcke aus alten PET Flaschen hergestellt werden.

In Ländern, in denen es noch kein Pfandsystem gibt und wo die Plastikflaschen auf dem Müll landen würden, werden PET-Flaschen gesammelt, recycelt und von Ergobag zu Rucksack-Textilien verarbeitet.  Dazu werden sie in klitzekleine Plastikschnipsel zerlegt, zerschmolzen und schließlich zu hauchdünnen Polyesterfasern gemacht, die dann zu Stoff gewebt werden können.

Zusätzlicher, dicker Pluspunkt: Die Rucksäcke sind frei von giftigen Weichmachern (Phtalate) oder PAKs (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe).

Umweltschutz, keine Weichmacher und ein tolles Design haben mich so begeistert, dass ich Euch das hier mal ans Herz legen wollte.

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11 Kommentare

  1. Ich kann das verstehen. Aber warum hängst Du so an der Babyzeit??? Ich freue mich über jeden Tag, den meine Kinder größer werden. Jede Zeit ist doch toll mit ihnen. Warte erstmal ab, wie schön das alles noch wird. Meine Beiden sind jetzt 5 und 3 Jahre alt und es ist gerade die beste Zeit meines Lebens, gerade WEIL ich vormittags meine Zeit habe (im Büro etc.) und nachmittags wieder mit den Beiden sein kann. LG

    • Liebe Antje, ja, jede Zeit ist toll mit ihnen. Leider ist der Maxi aber so ein extremes Papakind. Von mir lässt er sich nur ganz wenig umarmen und küssen und umgekehrt bekomme ich von ihm so gut wie nie eine Umarmung. Der Mini verbringt noch ganz viel Zeit auf meinem Arm, meinem Schoß, schläft angekuschelt an mich in meinem Bett. Das geniesse ich so und es fällt mir schwer, meine Kinder loszulassen. Natürlich sehe ich auch die andere Seite: Ich bin so stolz auf mein großes Kind und es ist herlich, ohne Kinderwagen, ohne Windeln, ohne Brei mit dem Maxi aus dem Haus gehen zu können und sich mit ihm unterhalten zu können. Aber ich möchte die Babyjahre doch gerne noch ein bißchen festhalten. Liebe Grüße

  2. Liebe Mia,
    du sprichst mir so aus der Seele. Ich habe unser drittes Kind im letzten August in die Kita gegeben und hätte sie so gerne noch ein bisschen bei mit behalten. Im Vergleich zu den Trennungen von ihren älteren Geschwistern, die ebenfalls mit einem Jahr Kitakinder wurden, habe ich dieses Mal wirklich Schwierigkeiten gehabt. Wahrscheinlich weil sie meine Kleinste, mein Baby -was sie immer bleiben wird-, ist. Noch heute denke ich, dass ich sie ein bisschen länger hätte daheim behalten sollen und mein Herz blutet. Die Babyjahre, mit dem süßen Duft, der bedingungslosen Angewiesenheit und den vielen besonderen „ersten Momenten“, gehen so schnell vorbei und ich hatte das Gefühl sie zu verkürzen, wenn ich sie hergebe. LG!

    • Liebe Nina, besser hätte ich es nicht ausdrücken können! Genau meine Gedanken!!
      Liebe Grüße. Mia

  3. Jungsmama

    Du sprichst mir aus dem Herzen, Mia. Mein großer Zwerg (2 1/2) geht seit er 7 Monate ist in eine von 3 Tagesmüttern betreute – fieses Wort – U3-Großtagespflegestelle. Ich habe damals keinen Moment gezögert, dass er dort genauso gut aufgehoben ist wie bei mir und ich wieder arbeiten kann. Vor ein paar Wochen habe ich tagelang Luftsprünge gemacht, dass beide Kinder (der kleine Riese ist 8 Monate) ab dem Sommer zusammen in unsere Wunschkita gehen können, da es nahezu aussichtslos erschien einen Platz für einen dann 3jährigen in einer kita zu bekommen, die auch u3-plätze anbietet (aber das ist ein anderes Thema…). Und nun fange ich so langsam an wehmütig zu werden, dass unsere Babyzeit und meine Elternzeit im Sommer wohl auch für immer vorbei sein werden…

    • Jungsmama

      P.S. Probier es beim Maxi doch mal mit „bussies“ statt „Küssen“. Der große Zwerg nimmt Küsse auch höchstens mal vom Papa, da die eigentlich nur Babys mögen, aber Bussis mögen auch große Kinder 😉

  4. Liebe Mia,
    Mir ging es letztes Jahr mit meinem Sohn auch so.
    Dazu kam,dass er unheimlich an mir hängt und es ihm auch erst seid Januar dort so richtig gut gefällt.
    Ich habe ein paar mal,weinend den Kiga verlassen und auf der Arbeit viel an ihn gedacht.fast wie Liebeskummer,so hat es einen Freundin mal treffend bezeichnet.
    Mir hat der Satz „Ich helfe meinem Kind beim Selständig werden“ immer geholfen,denn genau das ist es.
    Vielleicht entscheidet ihr euch doch noch für ein drittes Kind und es gib ja auch immer Möglichkeiten mal,bei uns heißt das Sabbatjahr oder ähnliches zu nehmen.

    Deine Anne

  5. Liebe Mia, das ist wirklich sehr aufregend. Bei uns startet die Kita Zeit nach Ostern und ich kann es auch nicht fassen, dass es jetzt los geht. Ich freue mich für den Kleinen, weil es ja eine aufregende Zeit für ihn ist, aber ich bin auch traurig, dass unsere gemeinsame Zeit zu Ende ist und er jetzt den ersten Schritt in Richtung Selbsständigkeit geht. Lg, Dajana

    PS: Das ist aber auch schwer, dich zu erreichen. 😉 Hab dir schon bei Instagram und bei Facebook eine private Mail geschickt.

  6. Ohh ja, vom Kitastart kann ich Bücher schreiben! Meine Gefühle, die meines Kindes, die Eingewöhnung, alles super, wieder ein Einbruch, Tränen auf beiden Seiten…alles nicht leicht. Meine Große ist erst mit 3Jahren in die Kita gekommen, ganz klassisch! Früher völlig normal, mein Mann und ich kamen erst mit vier Jahren in die Kita, heute wird man oftmals schief angeguckt. Zum Glück nicht in meinem Freundeskreis, da ist es selbstverständilich. Daher habe ich nun noch fast 3 Jahre Zeit mit meinem Kleinen, die Besten meines Lebens, ganz sicher 🙂 Ich bin gespannt wie Euer Start wird und finde Deine Ideen, die Zeit noch mal richtig zu nutzen, klasse.

    Bis bald, liebe Grüße, Tanja

  7. Ach und Ps.klasse Rucksack! Wir haben den Ergolino in rosa mit Pferdebutton. Meine Kleine liebt ihn, er kommt jeden Tag mit in den Kiga und zu den Waldtagen. Neben dem super Sitz ist er vor allem auch schön leicht und die Kleinen können ihn toll alleine öffnen.

    Liebe Grüße, Tanja

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