Ein Tag im Leben des Mini

Es gibt ja kaum ein aufregenderes Dasein, als das eines fast Einjährigen. Ich stelle mir Minis Leben ungefähr so vor, als würde ich eine Weltreise machen und jeden Morgen in einem neuen Land aufwachen, das ich den ganzen Tag erkunden darf, bevor es in der Nacht zum nächsten Ort weitergeht.

Als ich von der Firma Pampers gefragt wurde, ob wir die neue Active Fit testen möchten, habe ich natürlich sofort zugesagt, denn Minis Tagesablauf ist sicher für jede Windel ein Härtetest, deswegen ist er die optimale Testperson. Wie Ihr auch Pampers- Tester werden könnt, lest ihr unten, aber jetzt erstmal ein paar Impressionen aus unserem Windeltest. Ein ganz normaler Tag im Leben des Mini:

Schon am frühen Morgen tobt der Mini mit dem Maxi durchs Haus. Klar, der Maxi macht sich ja bald darauf auf den Weg Richtung Kita, deshalb muss die gemeinsame Zeit am Morgen bestmöglich genutzt werden.

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Wenn der Maxi weg ist, langweilt sich der Mini ein bißchen. Er ist mit unserem Haus irgendwie fertig. Kennt er alles schon. Neuerdings sitzt er gerne auf der Küchenzeile. Zum Einen fahren draußen Autos vorbei, das ist sehr spannend, zum Anderen kann man Gegenstände mit viel Getöse in die Spüle werfen. Hier kommt dann die Flüssigkeit ausnahmsweise mal von außen an die Windel.

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Mittagessen ist ein Highlight- ungefähr zwei Minuten lang. Danach würde es der Mini begrüßen, wenn ich ihm mit dem Löffel hinterherlaufen würde. Essen möchte er schließlich schon, aber stillsitzen nicht. Deshalb turnt er in seinem Hochstuhl herum, so gut es geht.

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Gegen 15 Uhr holen wir endlich den Maxi aus der Kita. Der Mini kennt sich dort bestens aus und krabbelt los, sobald ich ihn absetze. Zum Glück weiß jeder, wo das Kind hingehört, und bringt ihn mir schnell wieder zurück, wenn ich mal zwei Sekunden nicht hingeschaut habe und er die Zeit nutzt, um die nächste Ecke zu krabbeln. Von Maxi wird er immer freudig begrüßt.

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Auf der Heimfahrt freuen sich die Jungs, dass sie sich nach der Trennung am Vormittag endlich wieder haben und halten wirklich Händchen im Auto.

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Den Nachmittag verbringen wir meist auf dem Spielplatz oder im Garten. Ja, in der Pampers Active Fit ist auch Platz für etwa ein Pfund Sand.

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Die letzte Stunde des Tages ist vor allem ein Härtetest für mich: Zähneputzen, Schlafanzug anziehen und wickeln- bis beide Jungs bettfertig sind, liegen meine Nerven blank, denn das ist immer ein ganz schönes Spektakel im Bad.

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Der aufmerksame Leser staunt an dieser Stelle über die neue Haarpracht des Mini!  Und ich staune immer noch darüber, dass sie blond sind!

Oft kommt dann der Papa nach Hause, wenn die Jungs gerade fertig sind. Dann freuen sich die beiden riesig. Ich denke mir manchmal, och 15 Minuten später oder noch besser, 30 Minuten früher wäre auch schön gewesen… Jedenfalls muss der Mini dann noch eine Runde mit Papa kuscheln, bevor es endlich ins Bett geht.

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Die Pampers Active Fit hat den ganzen Spaß natürlich problemlos mitgemacht. Ehrlich gesagt, habe ich vorher noch nie eine Active Fit ausprobiert. Wir haben immer die Baby Dry und sind damit total zufrieden. Warum also eine andere Windel ausprobieren, die sogar etwas teuerer ist, wenn man doch zufrieden ist? Nachdem wir die Active Fit nun ausprobiert haben, muss ich sagen, dass sie tatsächlich noch etwas besser ist. Der Mini hat einen extrem empfindlichen Popo, der immer ziemlich gerötet ist. Nach zwei Tagen Active Fit, ist die Rötung verschwunden. Das kann jetzt Zufall sein, aber vor dem Hintergrund, dass die Active Fit ja angeblich auch die trockenste Windel von Pampers ist, scheint es mir doch wahrscheinlich, dass es einen Zusammenhang gibt. Wir werden das mal im Langzeittest probieren.

Wenn Ihr ebenfalls die Pampers Active Fit testen wollt, könnt Ihr Euch ganz einfach unter pampers.de/produkttest-active-fit bis zum 05.05.2014 bewerben. Dafür registriert Ihr Euch einfach im Pampers Village und gebt die Windelgröße Eures Kindes an. Nach der Bewerbungsphase werden 500 Testpersonen ausgewählt.

Ihr als meine Leser habt die Chance, sozusagen der 501. Tester zu werden. Denn ich verlose an Euch ein zusätzliches Testpaket Active Fit, bestehend aus zwei Packungen Active Fit Windeln. Hinterlasst mir einfach einen Kommentar und sagt mir, was Eure Kinder momentan am liebsten spielen. Ihr dürft auch einen Kommentar zu Minis Matte oder überhaupt den Fotos hinterlassen 🙂 Um gewinnen zu können, müsst Ihr Euch ebenfalls unter dem oben angegebenen link bis zum 05.05.2014 registrieren.

Viel Spaß und viel Erfolg!

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Wie kommt die Tomatensauce an die Zimmerdecke? Kinder und Tischmanieren

Wie groß ist die maximale Fläche, die man mit einem einzigen Stück Schokolade einschmieren kann?

Dieses und andere Experimente machen meine Jungs in ihrem Labor, das irgendwann mal mein Wohnzimmer war, täglich.

Mit Essen spielt man nicht- so eine Regel können sich ja auch nur Erwachsene einfallen lassen. Die Wahrheit ist doch: Mit Essen lassen sich die allerbesten Spiele veranstalten.

Bea Beste, Erfinderin der Tollabox, hat auf ihrer Facebookseite einen Anti-Knigge veröffentlicht und Dajana vom Blog „Mit Kinderaugen“ hat über Kinder und Tischmanieren gebloggt. Am Wochenende entstand auf meinem Lieblingskanal Twitter ein kleiner Chat zum Thema (auf Twitter geht das ja in nahezu Lichtgeschwindigkeit), und schon war die Idee zur Blogparade geboren.

Tischmanieren

Bea und ich wollen mit Euch allen darüber diskutieren, wie Ihr das Thema Tischmanieren mit Euren Kindern angeht. Gar nicht? Oder mit eingeklemmten Büchern unter den Armen?

Kinder und Regeln- passt das zusammen?

Als ich den „Anti-Knigge“ las, musste ich natürlich erstmal schmunzeln, denn wer kennt das nicht: Die lieben Kleinen, die beim Essen alles tun, nur nicht stillsitzen und essen.

Die Frage ist aber: Müssen Kinder sich überhaupt an diese „Erwachsenen-Regeln“halten? Dajana meint: Nein. Es seien ja keine Erwachsenen.  Der Gedanke dahinter ist nachvollziehbar: Kinder und Regeln, das geht nicht gut zusammen. Kinder sollen spielen und Spaß haben. Wer seinen Kindern eine glückliche Kindheit garantieren will, der zwängt sie nicht in ein Regelwerk.

Das ist ein schöner Gedanke, und wo immer es geht, sollten wir versuchen, unseren Kindern Regeln zu ersparen.

„Regeln“ und „Manieren“, diese Wörter klingen nicht unbedingt wie Musik in unseren Ohren. Sie sind auf gewisse Weise negativ behaftet.  Regeln bedeuten aber nicht automatisch, dass wir unsere Kinder in einen Rahmen pressen, der ihrem Wesen widerspricht. Manche Regeln machen nicht nur Sinn, sie sind sogar eine Bereicherung für unsere Kinder.

Dazu gehören in meinen Augen Benimmregeln und Tischmanieren. Diese dienen nämlich nicht dem reinen Selbstzweck oder um einigen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich mit Besserwisserei abzuheben. Es geht um Rücksicht aufeinander und damit um Wertschätzung und Respekt im Umgang miteinander.

Essen ist etwas, das wir gemeinsam am Tisch tun. Wir kommen miteinander ins Gespräch- und sei es auch erstmal nur: „Kannst Du mir mal bitte die Butter geben?“ Wir bewerfen uns nicht gegenseitig mit essen, wir nehmen dem anderen nicht das Essen vom Teller und so sind die gemeinsamen Mahlzeiten Kommunikation und Rücksichtnahme- ein prima Ausgangspunkt für das Leben da draußen.

Wie immer im Leben kommt es auf das WIE an. Wie bringen wir unseren Kindern Tischmanieren bei? Hier sind ein paar unserer Regeln:

1. Regeln ja-Zwang nein

Ich halte generell wenig davon, Kindern Regeln einfach einzuhämmern und ihnen die ewig gleichen Regeln gebetsmühlenartig immer wieder um die Ohren zu hauen. Regeln, die uns selber wichtig sind, lernen Kinder sowieso, sie machen uns schließlich alles nach. Gerade beim Thema Tischmanieren finde ich es besonders falsch, Kindern Regeln über Zwang aufzuerlegen. Essen soll Spaß machen, die Kinder sollen gerne am Tisch sitzen und das Beisammensein genießen. Mir selber sind Tischmanieren so wichtig- ich kann mich am Tisch gar nicht daneben benehmen. Das sehen meine Kinder und hier und da gebe ich dazu Erklärungen ab- oft auch in einem sehr bestimmten Ton, aber niemals über den Weg des Schimpfens („jetzt sitz endlich still!“). Meine Erfahrung ist, dass Kinder Regeln sogar ganz gerne mögen, wenn sie verstehen, welchen Sinn sie machen. Maxi ist in der Tat sehr regelkonform- das kann sogar lästig werden, besonders beim Autofahren: „Mama, beide Hände ans Steuer!!“ Und so erkläre ich viel und erwarte Einiges, aber nur das, was ein Dreijähriger oder Einjähriger verstehen kann.

2. Sitz still (solange Du kannst)

Wenn der Maxi keinen Hunger mehr hat, darf er aufstehen. Mein Mann und ich genießen das Essen dann eben ohne den Maxi weiter und unterhalten uns. Wenn der Maxi an unserem Gespräch teilnehmen will, muss er halt am Tisch bleiben. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir ihn ignorieren, wenn er von außerhalb des Tisches mit uns spricht, aber die Musik spielt während der Mahlzeit eben am Tisch und es bleibt dem Maxi überlassen, sich dazu zu gesellen, oder alleine zu spielen. Ein Kind wie der Maxi, das von morgens bis Abends in Bewegung ist, und sich in der Kita und am Nachmittag mit Freunden austoben darf,  kann durchaus mal gebeten werden, ein paar Minuten am Tisch sitzen zu bleiben.

2. Mit Essen spielt man nicht (mehr als nötig)

Mit Essen spielt man nicht  jeder seinem Alter entsprechend. Der Mini matscht mit dem Essen wie ein Weltmeister. Das darf er, weil er noch nicht ordentlich essen kann. Er ist noch in der Phase, in der Babys Essen im wahrsten Sinne des Wortes begreifen. Maxi mit seinen 3 1/2 Jahren darf nicht mehr matschen, aber er darf spielen. Er darf  Figuren auf dem Teller legen und das Essen auch mal mit den Händen essen- solange es keine Suppe ist. Ich selber „spiele“ schließlich auf meine Weise auch mit dem Essen: Ich stehe auf den perfekten Bissen und packe mir auf jede Gabel etwas von jedem Lebensmittel, das auf meinem Teller liegt. Der Mann hingegen isst das Essen gerne so, wie es auf dem Teller liegt, also ohne Dinge zu vermischen. Maxi isst gerne mit Messer und Gabel- aber wenn er das tut, gibt es auch Regeln und es wird nicht mit dem Besteck in der Gegend rumgefuchtelt oder in den Tisch gehauen. Den Umgang mit Messer und Gabel kann man übrigens super mit einer Banane üben. Das macht Spaß und Maxi ist stolz wie Oskar.

3. Gegessen wird da, wo es am Schönsten ist

Wir essen am Tisch. Als der Mann und ich noch alleine waren, haben wir gerne vorm Fernseher gegessen. Meistens aus einer Schüssel und darum hieß das Essen vorm Fernseher bei uns immer „Napfessen“. Vorm Fernseher zu essen ist für mich aber das Gegenteil von Essen Genießen und Kommunikation und deshalb gehört es dort einfach nicht hin. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber als Ausnahme gilt für mich nur Fußball-Weltmeisterschaft, Bundestagswahlen oder Krankheit.

4. Essen ist auch ein Spiel

Spielzeug gehört nicht an den Esstisch. Der Maxi schafft es je nachdem, was es zu Essen gibt, zwischen fünf und 20 Minuten am Tisch zu sitzen. Es ist ihm durchaus zuzutrauen, dass er sich in dieser Zeit nur auf das Essen und seine Familie konzentriert- schließlich darf er auch (in einem gewissen Rahmen) mit dem Essen spielen. Manchmal legt er ein Spielzeug auf den Tisch, damit sein kleiner Bruder es sich nicht schnappt, während er isst. Das ist okay, aber es wird während der Mahlzeit nicht damit gespielt. Das gilt natürlich genauso für den Mann und mich, die wir uns schon gelegentlich damit schwer tun, unsere Smartphones beiseite zu legen.

5. Der Weg ist das Ziel

Eines Tages sollen meine Söhne Tischmanieren verinnerlicht haben. Diesen Weg gehen wir Schritt für Schritt. Anfangs war es zum Beispiel okay, wenn der Maxi vom Tisch einfach aufgesprungen ist. Heute fragt er: „Darf ich aufstehen?“ Auch der Mini lernt schon seine ersten Tischmanieren: Die Füße gehören nicht auf den Tisch. Natürlich könnte man sagen, für so etwas sei er doch noch viel zu klein. Es ist aber gar kein Problem, seine kleinen Füßchen immer wieder mit einer Erklärung vom Tisch zu schieben- und so gewöhnt er sich tatsächlich gar nicht erst daran. Das funktioniert. Wirklich.

Für alle, die jetzt denken: „Huch, so haben wir die Mia aber gar nicht eingeschätzt, die ist doch sonst so entspannt“ muss ich noch ergänzen: Ja, ich achte darauf, dass meine Kinder Tischmanieren lernen. Aber: Die Jungs machen da nicht immer so mit, wie ich mir das denke. Unsere Mahlzeiten sind oft von ohrenbetäubendem Lärm begleitet und anschließend sieht es hier aus, als wäre Godzilla zum Essen da gewesen. Den Anti-Knigge könnte ich daher gemeinsam mit meinen Söhne noch um viele Punkte erweitern. Trotzdem bleiben wir dran. Und dann gibt es da noch den weisen Spruch meiner Oma (über diese tolle Frau habe ich hier schonmal geschrieben):

Wer die Regeln kennt, darf sie auch brechen!

In diesem Sinne: Immer locker bleiben!

Und jetzt seid Ihr dran! Wie ist das bei Euch mit den Tischmanieren? Hinterlasst einen Kommentar und diskutiert mit uns unter dem Hashtag #tischmanieren auf Twitter. Und wer einen eigenen Blog hat, ist herzlich eingeladen, zu dem Thema einen Blogpost zu verfassen und ihn hier zu verlinken. Dazu einfach unten auf den Button klicken.

Bea und ich sind schon ganz gespannt!

11 Monate

Heute vor elf Monaten wurde ich geboren.

Mein letzter Monat als „Baby“ hat also begonnen. Und typisch meine Mutter: die ist jetzt schon ganz sentimental. Wo die Zeit nur geblieben ist, fragt sie. Ob das wirklich schon fast ein Jahr her ist. Und wie toll diese Vollmondnacht meiner Geburt war. Bei letzterem muss ich ihr schon Recht geben.

Meine Rolle als Stimmungskanone der Familie baue ich kontinuierlich aus. Ich habe eine sehr dreckige Lache und lache den ganzen Tag. Am liebsten mit meinem großen Bruder. Er und ich sind ein Herz und eine Seele. Seit wir letzte Woche krank waren, und mit Mama zusammen auf einem großen Matratzenlager geschlafen haben, wollen wir nicht mehr alleine schlafen und teilen uns nun Maxis Zimmer.

Schlaf ist nach wie vor nichts für mich, schon gar nicht Durchschlafen. Aber auch Einschlafen ist irgendwie blöd, finde ich. Solange ich die Augen noch offen halten kann, bleiben sie auch offen. Meine Eltern greifen nun schon zu echten Verzweiflungstaten. Am Wochenende hat der Papa mich abends um 21 Uhr noch mit zum Einkaufen genommen. Einige Leute haben ganz schön blöd geguckt, als wollten sie sagen: „Was für ein verantwortungsloser Vater! Das Kind gehört um diese Zeit ins Bett!“ Eingeschlafen bin ich natürlich trotzdem nicht. Erst als Papa mit mir in die Waschanlage gefahren ist, gingen meine Augen zu- und sofort wieder auf, als wir zu Hause waren.

es gibt aber auch so viel zu sehen! Ich beschäftige mich neuerdings besonders gerne mit Deckeln, die ich auf und zu mache und auch mit „Detta“ benenne. Sehr gerne spiele ich auch „Geben und Nehmen“ und sage dabei immer „Date“, das heißt Danke. Außerdem gehören Kisten und Kästen zu meinen Lieblingsspielzeugen. Man kann Dinge hineinlegen und anschließend jauchzend wieder herausholen. Toll!

Ich kann noch nicht alleine sitzen, sondern knie den ganzen Tag. Ich habe eine Technik entwickelt, mich so fortzubewegen, in dem ich auf den Knien auf und ab hüpfe. Das sieht wohl sehr witzig aus, jedenfalls lachen immer alle und meine Eltern meinen, ich würde vermutlich der erste Einjährige, der weder laufen noch sitzen kann, aber schon einen Bandscheibenvorfall hat. Wenn ich mich festhalten kann, laufe ich auch, aber das mache ich nur ganz selten.

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Meine Augen sind nicht mehr so strahlend blau, sondern sind hellblau, fast grau. Mama denkt, braun werden die jetzt nicht mehr- und freut sich.

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Ich bin 81 cm groß und 10 Kilo schwer. Das zeigt ja wohl, wer bei unserem Futterneid-Contest immer gewinnt, gell? Ach, da fällt mir ein: Meine Mama hat nach diesem Post einige Mails von Lesern bekommen, die sich ein bißchen Sorgen machten, ob meine Mama mir nicht zu viel Kuhmilch gibt. Nein, das tut sie nicht. Was sie verschwiegen hat ist, dass sie und mein Papa und ihr Besuch natürlich literweise Milchkaffees trinken und außerdem frühstückt Mama immer Müsli mit Milch. Ich bekomme nur meinen Abendbrei mit 200ml Milch angerührt und ansonsten bekomme ich Pre-Milch, denn Mama hat mich inzwischen abgestillt. Aber wir fanden es nett, dass Ihr euch Sorgen macht.

Euer Mini

Wenn der Geduldsfaden reißt. Bekenntnisse und ein Gewinnspiel

Als Kind trug ich den Spitznamen: Fräulein Ungeduld.

Tatsächlich war ich nicht nur die Ungeduld in Person, sondern auch regelrecht jähzornig.

Heute noch für Lacher in der Familie sorgen diese beispielhaften Anekdoten:

Im Alter von etwa acht Jahren wollte ich gerne Stricken lernen. Meine stets sehr geduldige Mutter setzte sich also mit mir hin und erklärte mir diese Zauberei. Leider hat es nicht sofort geklappt- und zweite Versuche oder gar geduldiges Üben gab es bei mir nicht. Ich schleuderte die Stricknadeln mit aller Wucht durchs ganze Zimmer und brüllte alle Flüche, die mir einfielen auf diese „sch…-Strickerei“. Nach ein paar Minuten Tobsucht ging es mir besser.

Ich war immer schon eine Leseratte und habe Bücher verschlungen. So war es ja dann auch naheliegend, dass ich zu meinem 9. Geburtstag von allen Verwandten Bücher geschenkt bekam. Als ich das 4. Buch auspackte, fiel mir wohl plötzlich ein, dass ich auch gerne etwas zum Spielen gehabt hätte. Ich fing an, wie wild zu schreien, rannte in mein Zimmer und warf- immer noch schreiend- alle Bücher aus meinem Regal in den Flur. „Bücher, Bücher, immer nur Bücher. Ich will keine Sch…-Bücher mehr!“ Keine Ahnung, was mich da geritten hat, aber nach etwa 10 Minuten, ging es mir besser.

Als ich älter wurde, wurde es erstmal schlimmer mit diesen Wutanfällen. Sie kamen von jetzt auf gleich und ich spürte, wie mir richtig heiß wurde. Genauso schnell, wie die Wutanfälle kamen, waren sie auch wieder verschwunden.

Im Laufe derJahre bin ich viel ruhiger geworden, auch durch meinen Mann, der mit seiner stoischen Ruhe auf mich abgefärbt hat.

Leider muss ich sagen, dass ich in den letzten Monaten wieder häufiger Spüre, wie die Hitze in mir aufsteigt. Und wer hat das geschafft: Meine Kinder natürlich. Quengelnde Kinder gepaart mit Schlaflosigkeit können die schlechtesten Eigenschaften in uns hervorbringen…

Zum Glück bin ich keine 15 mehr und kenne mich und meine Wutanfälle und habe sie unter Kontrolle. Ich muss aber zugeben, dass ich die Kinder auch schonmal ganz schön anschnauzen kann.

Kennt Ihr das auch? Dann ist das heutige Gewinnspiel genau das Richtige für Euch.

Ulrike Alt ist selber Mutter und betreibt den schönen Shop Luxusweiberl. Dort findet Ihr diesen wunderbaren Geduldsfaden:

Geduldsfaden

Er kommt mit diesem schönen Spruch zu Euch:

Liebe mich am meisten,
wenn es Dir besonders schwer fällt,
denn dann brauche ich es am dringendsten.

Die Idee: Der Spruch zu dem Bändchen erinnert uns daran, dass unsere Kinder gerade dann, wenn sie wütend, trotzig oder aggressiv sind, unsere Liebe und Zuwendung am meisten brauchen. Um die eigenen Gefühle zu unterbrechen und sich selbst wieder zu „erden“, um einen Moment durchzuatmen, hilft es in vielen Situationen auch, leicht an dem elastischen Bändchen zu zupfen. Ich sag nur: Ommm!

Ulrike von Luxusweiberl hat mir fünf Geduldsfäden zur Verfügung gestellt, die ich an Euch verlosen darf.

Hinterlasst mir einfach einen Kommentar zu diesem Post und erzählt mir, warum ihr einen Geduldsfaden gewinnen möchtet: Wann ist Euch zuletzt der Geduldsfaden gerissen? Oder passiert Euch das nie? Wie bringen Euch Eure Kinder auf die Palme? Ich bin gespannt.

Das Gewinnspiel läuft bis Donnerstag, 1.Mai. Unter allen Kommentaren werden fünf Gewinner ausgelost.

Viel Erfolg!

 

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Sieben Liter Milch pro Woche: Futterneid!

In diesem Haus wurde eigentlich nie viel gegessen. Von meinem Mann glaube ich, dass er tagelang ohne Nahrung auskommen kann (danach muss es allerdings mindestens ein halbes Schwein sein), und der Maxi hat schon immer gegessen wie ein Vögelchen.

Bis sein kleiner Bruder sich zu uns an den Familientisch setzte.

Der Mini ist mit einem sehr gesunden Appetit gesegnet. Wenn ich ihn füttere, reißt er sein kleines Mündchen auf so weit es irgendwie geht. Sobald ich auch nur eine kleine Pause einlege, fängt er an, ungeduldige Laute von sich zu geben und schlägt protestierend mit der Hand auf den Tisch.

Seit der Mini mit uns am Tisch sitzen kann, praktizieren wir so eine Mischung aus Baby Led Weaning und Brei: Der Mini bekommt von jeder unserer Mahlzeiten das ab, was babytauglich ist. Da er damit größtenteils nur rummatscht, gibt es zum Satt-Werden zusätzlich Brei.

Eine zeitlang war der Mini sehr zufrieden damit, einfach dabei zu sitzen und etwas zum Matschen und Knabbern zu haben.  Eines schönen Tages jedoch fiel sein Blick zum ersten Mal auf den Teller seines Bruders. Konnte das sein, dass der Maxi etwas Besseres auf dem Teller hatte als er? Mit allen Mitteln versucht er seitdem, an das Essen seines großen Bruders zu gelangen.

Inzwischen kann hier niemand mehr eine Mahlzeit zu sich nehmen, ohne jeden zweiten Bissen an den Mini abzuführen. Der stößt aufgeregte Laute aus, zeigt hektisch auf alle anderen Teller und klettert zur Not einfach aus seinem Hochstuhl direkt auf den Tisch. Wenn er Essen auf anderen Tellern sieht, flippt der aus.

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Zuerst dachte ich, man müsse den Mini einfach füttern, bevor der Rest der Familie isst, damit er schon satt ist. Oder dem Mini einen richtig großen, vollen Teller geben, und nicht nur nach und nach einzelne Stücke reichen. Nichts davon hat geholfen. Um Hunger geht es gar nicht. Es ist viel schlimmer. Es ist Futterneid.

Maxi hat seinem Bruder anfangs gern sein Essen rübergeschoben. Er wußte ohnehin nie so genau, wohin damit.

Nach etwa zwei Wochen hat der Futterneid auch den Maxi ergriffen. Wer lässt sich schließlich gerne die Butter vom Brot nehmen, und das auch noch vom kleinen Bruder?

Es begann damit, dass ich zum Abendessen einen Teller Gurkenscheiben auf den Tisch stellte und der Maxi sie direkt an sich riss: „Die sind alle für mich!“ Mit Engelszungen redete ich auf den Maxi ein, doch bitte eine einzige klitzekleine Scheibe dem Mini zu geben, der bereits vor lauter Panik, zu verhungern, schreiend rot anlief.

Seitdem krachen sich die beiden bei den Mahlzeiten um jeden Krümel.

Unser Milchkonsum steigert sich fast täglich. War es anfangs noch ein gemütliches Ritual, dass beide Jungs morgens gemeinsam nebeneinander ihre Milch genossen, geht es jetzt vor allem darum, eine vollere Flasche zu bekommen, als der andere. Diese Runde geht meistens an den Mini, der keinen Tropfen übrig lässt und sobald der Maxi in der Kita ist, macht er sich triumphierend über den Rest aus Maxis Flasche her. Neulich musste ich zum ersten Mal unter der Woche Nachschub holen, weil die sonst üblichen 6 Liter Milch schon am Donnerstag verbraucht waren.

Der Maxi bewacht seinen Teller inzwischen wie einen Hochsicherheitstrakt, der Mini verschafft sich mit einer Mischung aus Geschrei und Ablenkungsmanövern trotzdem Zugang zu der so viel interessanteren Kost auf Maxis Teller. Zum Ausgleich bedient sich der Maxi an Papas Teller, was wiederum der Mini mit Griffen nach meinem Teller kompensiert.

Inzwischen geht es gar nicht mehr nur darum, dass das Essen auf Bruders Teller interessanter ist, als das eigene. Es geht darum, einen möglichst großen Berg auf dem eigenen Teller aufzuschichten und von allen umliegenden Tellern etwas wegzuschnappen.

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Als ich neulich heimlich hinter der Kühlschranktür einen Joghurt in mich hineinschlang, dachte ich, noch schlimmer könne es mit dem Futterneid nun nicht mehr werden. Später an diesem Tag entdeckten der Mann und ich jedoch, dass die Jungs jeder auf seiner Seite ein großes Stück vom Esstisch abgeknabbert haben.

Seitdem kann ich Abends nicht einschlafen, will ich Angst habe, jemand frisst mir die Haare vom Kopf. Und so liege ich wach, bis der Maxi am Morgen nach seiner Milch verlangt: „Aber ich will eine GANZ VOLLE! Mehr als der Mini!“

Ich bin dann mal einkaufen.

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Heute wird gebastelt

Was für eine Woche! Weil wir die Handwerker im ganzen Haus hatten, wollte ich mir mit den Kindern ein paar schöne Tage bei meinen Eltern machen. Und was passiert? Am Tag unserer Anreise bekommt meine Mutter eine Virusgrippe und wir haben uns alle angesteckt. Wenn man einfach nur im Bett liegen möchte, aber zwei Kinder bespaßen muss, denen es selber überhaupt nichts ausmacht, dass sie hohes Fieber haben, dann ist das schon sehr, sehr anstrengend.

Wie froh war ich, als bei unserer Ankunft zurück zu Hause, unsere Wummelkiste hier lag.

Ich war ja nie eine Basteltante. Erst seit ich Mutter bin, greife ich gelegentlich zu Schere und Kleber, und das immer öfter sogar mit Spaß. Trotzdem werde ich sicher nie von alleine die tollsten Bastelideen kreieren. Dafür brauche ich Unterstützung und die gibt es von der Wummelkiste.

In der aktuellen Wummelkiste dreht sich alles um das Thema Zauberwelten.

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Die Wummelkiste ist ein Bastel- Rundum-Sorglos-Pakt. Es werden wirklich alle Materialien mitgeliefert. Sogar eine Bastelschere für Kinder und ein Pritt-Stift. Die Eltern brauchen sich also weiter um nichts zu kümmern- man kann sofort mit dem Basteln anfangen. Als er die Schere entdeckte, leuchteten Maxis Augen natürlich schon.

Maxi hat sich zuerst an das richtige Zaubereroutfit gemacht und sich einen Zauberstab und einen Zaubererhut gebastelt.

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Ein echter Zauberer braucht selbstverständlich einen ordentlichen Gehilfen. Bei dieser Bastelaktion hat sich die Wummelkiste etwas besonders Tolles ausgedacht: Grundlage für den Zaubergehilfen ist eine Stofftasche- und die musste erstmal zerschnitten werden. Maxi hat mich ungläubig mehrfach gefragt, ob er wirklich die Träger abschneiden darf. Er hatte richtig Spaß an der Idee, diese Tasche zu zerschneiden,  aber er musste sich doch erstmal überzeugen, dass das wirklich okay ist, und das war schon ein echter Spaß.

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Bei den meisten Dingen musste ich dem Maxi ziemlich viel helfen (die Wummelkiste ist für Kinder ab 3 Jahren). Das war aber überhaupt nicht schlimm, weil Hilfestellung eben ausreichend war- ich musste nichts komplett selber machen.

Einer der beiden Zaubertricks, die der Maxi anschließend stundenlang geübt hat, war für mich am Anfang sogar verblüffend.

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Mir hat die Wummelkiste super gefallen. Die Materialien sind hochwertig, und die Ideen sind einfach aber genial.

Maxi war kreativ beschäftigt, sogar der Mini hatte Spaß, denn es gab ja ganz viele Schnipsel von ganz vielen unterschiedlichen Materialien, die für ihn abfielen, und so haben wir einen tollen Nachmittag gehabt, obwohl wir alle ein bißchen krankheits-geschwächt waren. Vielleicht sollte man für solche Gelegenheiten immer eine Wummelkiste im Haus haben.

Irgendwann war die Konzentration fürs Basteln zwar dahin, aber Maxi hat trotzdem weiter gespielt. Es war vor allem der Zauberstab, der es ihm angetan hat.  Mit dem hat er hier noch so einiges verzaubert und hinterher auch ein bißchen Blödsinn gemacht. Bemerkenswert: Er hat ihn nicht zum Schwert umfunktioniert!

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Und so einen Zauberstab, den kann man ja immer gebrauchen. Meine Kreativität war jedenfalls auch sofort angekurbelt. Schnell mal die Wäsche wegzaubern *bling. Oder einfach alle wieder gesund zaubern *bling…

Noch haben wir nicht alles aus der Wummelkiste verbastelt. Den Rest werde ich dann wieder hervorzaubern, wenn die Stimmung hier über die Feiertage mal kippen sollte. Nach einer Woche Krankheit fehlt dem Maxi (und mir) das Toben in der Kita schon sehr. Auch am heutigen Karfreitag kommt die Wummelkiste sicher zum Einsatz, weil es uns schon wichtig ist, dass das ein halbwegs besinnlicher Tag ist.

Vielen Dank an die Wummelkiste, die uns unsere erste Wummelkiste kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

Falls Ihr die Wummelkiste auch mal ausprobieren wollt: Aktuell gibt es ein tolles Osterspecial.

Viel Spaß beim Basteln!

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Irgendwie doof. Warum Sarah Kuttner trotzdem noch mal nachdenken sollte

Sarah Kuttner findet Kinder irgendwie doof.

Das hat sie in ihrer neuen Talkshow auf ZDFneo „Kuttner plus zwei“ gesagt:  Sie hätte weder Lust, Verantwortung zu übernehmen, noch für die Kinder früh aufstehen zu müssen.

Als Mutter könnte ich jetzt natürlich aufspringen und Frau Kuttner erklären, dass Kinder überhaupt nicht doof sind. Ich könnte ihr meine beiden zeigen und sagen: „Guck doch, wie süß die sind! Kinder sind toll!“ Ich könnte auf meinem Blog dazu aufrufen, die schönsten Kinderfotos einzusenden, damit ich sie Sarah Kuttner schicken kann, oder die lustigsten Kindersprüche sammeln, damit sie erkennt, dass sie sich irrt, wenn sie meint, Kinder wären irgendwie doof.

Mach ich aber nicht. Weil, Frau Kutter hat ja nicht unrecht.

Kinder stehen verdammt früh auf, und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, mir macht der Schlafentzug nichts aus. Kinder sind anstrengend. Sie machen Dreck. Meine Kinder werden in absehbarer Zeit vermutlich einen Großteil unseres Hauses abreißen, wenn die so weiter machen. Kein Job der Welt ist so fordernd wie Kinder. Keine Feierabende, keine Wochenenden, kein Urlaub, und die Verantwortung wird man nie, nie, nie los. Machen wir uns nichts vor, von außen betrachtet, muss man schon sagen: „Das ist aber irgendwie doof!“

„Kinder berühren mich einfach nicht“, hat Sarah Kuttner gesagt. Mich berühren Kinder immer, und das war auch schon so, bevor ich Kinder hatte. Es ist allerdings nicht jedem in die Wiege gelegt, den Zauber von Kinderseelen zu sehen. Viele Menschen, die ich kenne, haben ihre Kinder nur in die Welt gesetzt, weil ihre Partner sich das so gewünscht haben und erst mit der eigenen Elternschaft hat sich die besondere Welt der Kinder für sie erschlossen.

Die wenigsten von ihnen haben sich zu begeisterten Frühaufstehern gemausert, aber an ihren eigenen Kindern konnten sie sehen, was sie vorher nicht gesehen haben.

Dass nämlich Verantwortung nicht nur drückend sein muss, sondern auch eine andere Komponente hat: Es erfüllt einen mit Stolz, Mutter oder Vater für sein wunderbares, einzigartiges Kind sein zu dürfen, und einen kleinen Menschen auf seinem Weg ins Leben begleiten zu dürfen. Sie haben gesehen, dass Liebe, echte, bedingungslose Liebe so einfach sein kann. Dass man sein Herz an seine Kinder verliert. Dass kleine Kinderseelen etwas ganz Großes sind. Und dass Ausschlafen dagegen zwar schön aber überhaupt nicht wichtig ist.

Wenn Frau Kuttner das wirklich ernst  meint, was sie da von sich gegeben hat, wird sie das und noch viel mehr leider nie erfahren.

Und DAS wäre wirklich „irgendwie doof“.

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P.S. Ohne den Artikel von Frau Mutter und ein paar Tweets z.B. von Mama Miez und Johanna von Pinkepank hätte ich das alles überhaupt nicht mitbekommen.  Um 22:45 Uhr kann ich schließlich nicht mehr fernsehen, wegen der Kinder. Früh aufstehen und so. Irgendwie doof…

 

12 von 12 im April

Yay! Es ist wieder 12 von 12 Tag, und ich habe es tatsächlich mal geschafft!

Es war allerdings schon Nachmittag, als mir einfiel, dass heute wieder der Tag der schönen Blogger-Tradition ist, die Caro von „Draußen nur Kännchen“ ins Leben gerufen hat, und bei der man am 12. des Monats 12 Bilder des Tages postet.

Als es mir einfiel machten gerade beide Kinder Mittagsschlaf (Sechser im Lotto!) und ich beschäftigte mich mit meinem neuesten Hobby: Sketchnotes. Das hatte ich auf dem Blogst Barcamp von Frau Hölle gelernt, und seitdem kann ich nicht mehr aufhören.

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Nachdem die Jungs aufgewacht waren, haben wir den Rest des Tages im Garten verbracht.

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Weil es dort gerade so schön ist.

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Besonders für den Maxi ist der Garten gerade total super, denn der wird gerade ein richtig wilder Junge und muss sich täglich ordentlich auspowern.

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Ein großer Spaß: Pylonen mit dem Gartenschlauch umschießen. Dass die Dinger Pylonen heißen, hat der Maxi mir beigebracht. Keine Ahnung, woher er das weiß, aber er hat die immer so genannt, bis ich gefragt habe, warum er die so nennt. „Die heißen so. Doch echt!“, war seine Antwort. Daraufhin habe ich das mal gegooglet und siehe da, der Maxi hat Recht. Bei mir hießen die einfach „Hütchen“…

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Aber auch zu zweit haben Mini und Maxi sehr viel Spaß.

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Der Mini ist von den Gänseblümchen sehr fasziniert.

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Am liebsten pflückt er sie ab und steckt sie sich in den Mund.

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Schon vor ein paar Tagen haben wir ein Gemüsebeet angelegt. Mal sehen, ob da demnächst etwas wächst…

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Am Abend habe ich eines meiner Lieblingsgerichte gekocht: Tagliatelle mit grünem Spargel und Pfefferbutter.

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Leider mögen das nicht alle Familienmitglieder, deswegen gibt es für den Maxi die Kindervariante.

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Wenn ich koche, sieht das übrigens so aus:

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Noch mehr Beiträge zu 12 von 12 findet ihr bei „Draußen nur Kännchen“.

Und wie war Euer Tag so?

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!

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Meilensteine. Warum der Kitastart vom Mini mir nicht leicht fällt.

Nur noch vier Monate. Nur noch vier Monate, dann wird aus meinem Baby ein Kitakind!

Wie aufregend das ist, habe ich selber erst auf den zweiten Blick erkannt.

Als Geschwisterkind sind viele von Minis ersten Malen für mich als Mutter schon zweite Male und damit viel weniger aufregend. Als der Maxi in die Kita kam, hat mich das ein paar schlaflose Nächte gekostet. Ist es nicht noch zu früh? Ist er nicht noch zu klein? Es war der erste Punkt, in dem ich mir nicht sicher war, ob ich alles richtig mache. Bis dahin hatten sich alle Entscheidungen (wie lange stillen, wann Beikost, wo schlafen…) richtig angefühlt, aber die Sache mit der Kita lag mir schwer im Magen. Zum Glück war der Maxi vom ersten Tag an ein begeisterter Kita-Gänger und ich konnte wieder schlafen.

Der Mini geht mit mir seit 10 Monaten jeden Tag in die Kita, um seinen großen Bruder abzuholen. Für ihn ist das überhaupt nichts Neues mehr und er krabbelt fröhlich durch die Räume, während ich dem Maxi beim Schuhe zubinden helfe. Neulich durften die Eltern beim Musikkurs der Kinder zuschauen und damit ich mich ganz auf den Maxi konzentrieren konnte, durfte ich den Mini schonmal in seiner zukünftigen Gruppe abgegeben. Über eine Stunde war er dort und offenbar hat es ihm gut gefallen, denn die Erzieherin sagte, er hätte richtig gespielt und viel gelacht. Den Kitaeinstieg machen wir dann im August mit links. Alles kein Problem!

Dass mir trotzdem mulmig zumute ist, liegt daran, dass das Gefühl so merkwürdig ist, dass mein Baby groß wird. Der ist doch der Kleine, der immer bei mir auf dem Arm hängt, der noch nicht den halben Tag „alleine“ in der Kita verbringen kann. Jetzt wird der Mini auch flügge. Man mag das übertrieben finden, aber die Kita ist eine eigene Welt. Die Welt des Kindes, die es ohne die Eltern erlebt.  Vieles von dem, was sie dort erleben, ist unserer Einflussnahme weitgehend entzogen.

Für mich bedeutet das auch ein Stück Freiheit. Ich werde die Vormittage dann wieder ohne Kinder verbringen und mein Erwachsenen-Leben im Büro wieder aufnehmen. Das ist super, aber irgendwie auch traurig. Wenn wir nicht noch ein drittes Kind bekommen, dann werde ich ab jetzt bis ans Ende meiner Erwerbstätigkeit jeden Tag ins Büro rennen. Dabei finde ich es gerade so schön, die Vormittage mit dem Mini allein zu haben und die Nachmittage mit beiden Jungs. Vielleicht ist das gerade die beste Zeit meines Lebens…?

Eins steht fest: Obwohl es nicht das erste Mal ist, dass ich ein Kind in die Kita gebe, ist es ein riesiger Meilenstein. Die Babyjahre sind dann vorbei. Meine Elternzeit geht für immer zu Ende.

Ich habe deshalb schnell nochmal den Genießen-Modus angeworfen. Die letzten vier Monate der Elternzeit wollen genutzt werden und ich plane gerade ein paar Kurztrips mit den Kindern. Eigentlich graut es mir immer ein bißchen vor Reisen mit Kindern, aber wenn ich erstmal wieder im Büro bin,  tut es mir bestimmt Leid, wenn ich die Zeit nicht bestmöglich genutzt habe. Meine Schwester wohnt seit einem Dreivierteljahr in Zürich und ich habe sie noch nie besucht. Ein guter Anfang fürs Ende der Elternzeit, oder?

Ergolino

So, und jetzt muss ich ausnahmsweise noch ein bißchen Werbung machen. Die Firma Ergobag hat mir nämlich für Minis Kita-Einstieg einen Kita-Rucksack für ihn geschenkt. Ich würde aber nicht darüber berichten, wenn ich ihn nicht so klasse finden würde.  Schon das Design ist ein Volltreffer- allerdings momentan vor allem für den Maxi. Der ist total auf dem Feuerwehr-Trip und nimmt sich immer den Feuerwehr Klettie (das ist ein Bild, das mit Klettverschluss an den Rucksack gemacht werden kann) ab. Das Besondere an Ergobag ist aber, dass die Rucksäcke aus alten PET Flaschen hergestellt werden.

In Ländern, in denen es noch kein Pfandsystem gibt und wo die Plastikflaschen auf dem Müll landen würden, werden PET-Flaschen gesammelt, recycelt und von Ergobag zu Rucksack-Textilien verarbeitet.  Dazu werden sie in klitzekleine Plastikschnipsel zerlegt, zerschmolzen und schließlich zu hauchdünnen Polyesterfasern gemacht, die dann zu Stoff gewebt werden können.

Zusätzlicher, dicker Pluspunkt: Die Rucksäcke sind frei von giftigen Weichmachern (Phtalate) oder PAKs (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe).

Umweltschutz, keine Weichmacher und ein tolles Design haben mich so begeistert, dass ich Euch das hier mal ans Herz legen wollte.

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Bist Du glücklich? Blöde Frage!

Samstagabend. Annette Frier sitzt bei „Wetten Dass“ und erzählt davon, wie sie als frischgebackene Zwillings-Mutter ständig gefragt wurde, ob sie denn nun glücklich sei. Ob alles schön sei.

„Ich war so perplex, ich wußte gar nicht, was ich sagen soll. Ich dachte, ich werde nie wieder etwas sagen, ich werde für immer mit dem Kinderwagen am Rhein entlang gehen.“

Ich saß vorm Fernseher und wußte genau, was Annette Frier meinte. Warum fragt man Mütter sowas immer? Ich weiß nie, was der andere dann von mir hören möchte.

Eine Mutter muss ja wohl glücklich sein, scheint hinter der Frage zu stecken. Kann man schließlich noch unglücklich sein, wenn man Kinder hat? Wer mich als Mutter fragt, ob ich glücklich bin, der möchte ein verklärtes Lächeln über mein Gesicht huschen sehen wenn ich von ganzem Herzen jubilierend sage: „Ja, so habe ich mir mein Leben immer vorgestellt! So sollte sein! Ich bin angekommen!“

Manchmal liegt mir genau so eine Antwort sogar auf der Zunge. Oft möchte ich allerdings lieber antworten: „Naja, so glücklich wie man eben sein kann,wenn man vor Müdigkeit kaum geradeaus gucken kann!“ Oder: „Ja, wenn ich gerade nichts Wichtigeres zu tun habe, bin ich auch glücklich.“

Wenn ich die Frage ganz genau nehmen würde, müsste ich ungefähr so antworten: 

Ich bin glücklich, weil meine Jungs die süßesten kleinen Lausbuben sind, die ich mir vorstellen kann. Ich bin verliebt in einen tollen Mann. Meine Söhne haben ein sorgenfreies, unbeschwertes, glückliches Leben. Ich bin gesund. Ich habe ein schönes Haus, einen interessanten Job, nette Freunde, tolle Leser.  Ich bin mit meinem Aussehen zufrieden und ich freue mich auf unseren Hollandurlaub nächsten Monat.

Ich wünsche mir aber auch, endlich mal wieder in Ruhe eine Mahlzeit zu mir nehmen zu können und eine Nacht durchzuschlafen. Ich sehne mich nach mehr Zeit für mich, ich würde gerne mal ungestört schreiben können und fühle mich manchmal wie gefangen. In meinem Träumen sitze ich in der Sonne, schaue aufs Meer und genieße ein Glas Rotwein, nachdem ich den ganzen Tag geschrieben habe. Gelegentlich mache ich mir Sorgen über den Wiedereinstieg in den Job.“

Und das ist nur die Kurzfassung!

So genau will das natürlich niemand von mir wissen. Das ist genau der Grund, warum ich diese Frage so blöd finde.  „Bist Du glücklich?“- das ist so eine Teenager-Frage. Das Leben eines Erwachsenen ist viel zu vielschichtig, als dass man auf allen Ebenen immer nur glücklich sein könnte . Das gilt auch für das Muttersein.

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Natürlich bin ich glücklich, wenn ich mein Baby im Arm halte. Muttersein bringt definitiv eine ordentliche Portion emotionaler Hochs mit sich. Auf der anderen führt es aber auch zu emotionalen Tiefs, denn Muttersein bedeutet auch Sorgen, Ängste, Müdigkeit, Erschöpfung, Streß, Zeitmangel, Fremdbestimmtheit- alles Dinge, die eher nicht so glücklich machen. Glück auf der ganzen Linie bis in alle Ewigkeit, das wird einem mit dem Baby nicht automatisch mitgeliefert.

Das zeigt auch die weltweite Studie zum Thema Glück. Menschen mit Kindern sind nicht glücklicher oder unglücklicher als Menschen ohne Kinder. Lediglich in der Altersgruppe der 34-46jähringen waren Eltern ein bißchen glücklicher als Kinderlose.

Dieses Ergebnis hat mich aber doch ein bißchen überrascht. Dass Elternsein nicht automatisch Glücklichsein bedeutet, ist klar, aber dass Eltern nicht wenigstens ein bißchen glücklicher sind, als Kinderlose? Der Schlüssel zum Glück liegt nämlich nach meiner Ansicht in uns selbst: Es gibt immer schöne und weniger schöne Dinge in unserem Leben. Die Kunst ist, die schönen Dinge stärker zu gewichten und die unschönen Dinge ausblenden zu können.  Und wer bitte bekommt täglich mehr Schönes geliefert, das man in die Waagschale fürs Glücksgefühl werfen kann, als Eltern?

Kleine, unschuldige, süße Babys auf krummen Beinchen,  die ihr Glück wiederum auf Mamas Arm gefunden haben, die bestechende Logik von Kindergartenkindern, die einem die Welt erklären, saftige Küsse verteilen und sagen: „Mama, ich hab Dich an den Beinen und an den Armen lieb!“

Das hört irgendwann auf, schon klar, und wenn ich sehe, dass laut der Studie die über 46jährigen Eltern nicht mehr glücklicher sind als Kinderlose, dann schwant mir, dass in der Pubertät Schreckliches auf uns zu kommt…

Manchmal geht es mir wie Annette Frier in ihren ersten Wochen als Zwillingsmama. Ich möchte antworten: „Was?? Glücklich?! Nee! Ich bin müde!!“

An den meisten Tagen gelingt mir aber die richtige Gewichtung. Dann bin ich glücklich. Wenn ich gerade nicht zu beschäftigt bin, versteht sich.

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