9 Monate

Gestern vor neun Monaten wurde ich geboren.

Okay, okay, ich geb´s zu: So richtig pflegeleicht bin ich nicht. Ich habe verstanden, dass meine Eltern nachts gerne hätten, dass ich schlafe, aber ich weiß noch nicht so richtig, wie das geht. Deshalb melde ich mich meistens stündlich, um zu sehen, ob noch alle da sind.

Da meine Mama am Ende ihrer Kräfte war, schläft jetzt am Wochenende immer der Papa bei mir, damit Mama mal ein paar Stunden am Stück schlafen kann. Ich muss zugeben: Das gefällt mir super! Allerdings ist der Papa auch ganz schön müde, der muss nämlich ganz oft bis spät in die Nacht arbeiten oder morgens um 7:00 in einen Flieger steigen- der würde am Wochenende auch gerne mal ein bißchen mehr schlafen, das ist mir schon klar.

Mama hat neulich mal getwittert: „Ich bin kurz vor „jedes Kind kann schlafen lernen“. Da sie darauf nur Antworten wie „bloß nicht!“, „auf keinen Fall“ bekam, gehe ich davon aus, dass das nichts Gutes ist. Wenn es nichts Gutes ist, wird sie´s ja nicht machen!

Tagsüber bin ich ein fröhliches Kind. Ich spiele sehr gerne im Zimmer meines großen Bruders. Wenn der in der Kita ist, lässt Mama mich manchmal stundenlang dort alles erkunden, das ist toll! Wenn Maxi da ist, geht das nicht so gut. Zufälligerweise suche ich mir nämlich immer das Spielzeug aus, das er auch gerade braucht und dann nimmt er es mir wieder weg.

Baby 9 Monate

Ich verbringe fast den ganzen Tag stehend. Seit ich weiß, wie man sich hochzieht, kann ich mich sogar an meinem großen Bruder hochziehen. Morgens ziehe ich mich immer schnell noch am Papa hoch, bevor der mit dem Maxi das Haus verlässt. Blöderweise ist dabei häufig meine Rotznase im Weg und dann muss der Papa sich nochmal umziehen.

Neulich habe ich eine wunderbare Herausforderung entdeckt: Die Treppe! Ich habe gejauchzt vor Freude, als ich sie das erste Mal als mögliches Ziel wahrgenommen habe. Seitdem arbeite ich daran, mich dort hochzubewegen. Auf die erste Stufe komme ich schon.

Meine Mama stillt mich noch 2x täglich. Darüber hinaus esse ich Brei, aber immer mehr auch einfach das, was der Rest der Familie isst. Neulich habe ich mein erstes Brot gegessen. Unter den verwunderten Blicken meiner Eltern habe ich zum Abendessen mehr Brot vertilgt, als mein großer Bruder. Und dabei war nur ein bißchen Butter drauf. Wartet mal ab, welche Mengen ich verdrücke, wenn Mama Leberwurst aufs Brot macht.

Äußerlich bin ich noch mehr oder weniger auf Werkseinstellung. Ich habe keine Zähne und keine Haare. Braucht kein Mensch!

Ich fange an zu fremdeln. Beim Pekip bewege ich mich keinen Zentimeter von meiner Mama weg. Ganz schlimm ist es, wenn unsere Putzfrau da ist und die mir zu nahe kommt, dann weine ich ganz laut. Die kenne ich ja auch noch nicht so gut!

Und jetzt noch ein super Tipp für alle Babys unter Euch, die ihren Eltern auch den Schlaf rauben: Seit ein paar Tagen lasse ich regelmäßig ein „Mama!“ verlauten (besonders, wenn sie den Raum verlässt). Probiert das mal aus! Herrlich, wie Mama dann ausflippt! Ich schwöre, damit macht Ihr alles wieder gut und könnt getrost weiterhin nachts das volle Programm verlangen und die machen das auch noch gerne!

In diesem Sinne!

Euer Mini aka „All-Nighter“.

13 Kommentare

  1. Liebe Mia,
    Ich verfolge seit einiger Zeit Deine tollen Berichte rund um das Leben als Mama (und ab und zu ein bisschen mehr)
    Wir erwarten, genau um die gleiche Zeit 05/14, unseren Jungen.
    Nach Deinen monatlichen Berichten, bin ich ganz fasziniert, was eier Mini mit 9 Monaten schon alles kann und sehr gespannt, wie es bei uns in genau einem Jahr aussieht.

    Ps: Solltest Du bis dahin eine „Schlafmethode“ gefunden haben, bitte ich um ausführliche Berichterstattung 🙂

    • Liebe Lisa, oh wie schön, das freut mich für Euch! Ja, die Zeit vergeht im Flug- irgendwie toll aber irgendwie auch traurig! Genieß also von Anfang an jeden Moment! Was die „Schlafmethode“ angeht, muss ich leider sagen, dass ich die Hoffnung aufgegeben habe. Da hilft nur abwarten 🙁
      LG Mia

  2. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ oder wie war das? 🙂
    Ich würde mich freuen, wenn Du vielleicht mal über Deine Erfahrungen in Sachen Pekip ect. sprichst. Es gibt so viele Angebote für die „Babybespassung“, da weiss Ich, zumindest gar nicht, für was ich mich entscheiden soll.
    Pekip, Babyschwimmen, Mutter- Kind Yoga… oder doch von Allem etwas?

    Lg Lisa

    • Für was auch immer du dich entscheidest: Am besten meldest du dich schon vor der Geburt dazu an! 🙂 Beim PEKiP haben wir nur einen Platz in einem Kurs bekommen, für den wir eigentlich schon ein paar Tage zu alt sind (mir egal – ist trotzdem nett!). Und als ich letzte Woche nach zwei Monaten Wartezeit auf die neuen Termine zum Babyschwimmen unser 6 Monate altes Monsteranmelden wollte, durfte ich das nicht – das Töchterchen ist doch tatsächlich schon zu alt dafür!! Verrückte Babybespaßungswelt…

  3. Tanja von Zuckersüße Äpfel

    Ach Mia, wieder so toll geschrieben 🙂 Was muss ich immer grinsen!!! Mein Kleiner ist nun 10 Wochen alt und wenn ich lese, was alles noch kommt, freue ich mich wie bolle. Nur die Nächte, aber da müssen wir ja (fast) nicht drüber reden. Meine Kleine war so eine Superschläferin und hier haben wir, bisher auch keine Probleme. ABER, da bin ich sehr zuversichtlich, die kommen noch. Ich sagte nur Zähne, Fieber, Wachstumsschübe…da macht jeder diese Nächte durch. Wie Du das aber auf Dauer schaffst, ist mir ein Rätsel. Schlafentzug ist für mich das Schlimmste 🙁

    Ich freue mich auf weitere Berichte von Mini und Maxi,
    ganz liebe Grüße, Tanja

    Ps.Hast Du Deinen Gewinn schon bekommen?

  4. Mädelsmama

    Hallo Mia! Meine Jüngste ist genau zwei Monate jünger als dein Mini und unsere Nächte sind genauso wie eure. Ich frag mich was ich wohl ‚falsch‘ gemacht habe? Die Älteste hat in dem Alter höchstens einmal nachts getrunken und schon im eigenen Zimmer geschlafen, und wenn wir pünktlich um 9 beim Pekip sein wollten, habe ich sie beizeiten direkt im Schlafanzug in den Maxi Cosi gesetzt. Unsere Mittlere war dagegen schon immer eine schlechte Schläferin. Das im eigenen Bett schlafen habe ich damals schrittchenweise mit ihr geübt. Dieses Mal habe ich irgendwie keine Geduld und Lust dazu, und die Kleinste ist dazu noch sooo furchtbar süß und kuschelig – ich bring es einfach nicht übers Herz! Wird schon irgendwann besser werden!

  5. Hallo Mama Mia unsere 2 minis sind fast gleich alt 😉 13.05.13 Jannik Manuel =) bin vor kurzem auf deinen Blog gestoßen und musste oft schmunzeln deine „Erlebnisse“ in der Kinderwunsch Zeit und Schwangerschaft haben mich sehr oft an mich erinnert. glg

  6. Oje, dieses stündliche wecken hatten wir bis der Große 3,5 war. Dann bei der zweiten Osteopathin kam der Durchbruch. Er schläft. Die Halswirbel waren verschoben. Bei der Kleinen habe ich nicht so lange gewartet und nun ist sie nur noch 1-2 mal wach. Schlafentzug ist furchtbar.

  7. Hallo Mia,
    ich hab hier einen knapp elfmonatigen Schlafmuffel und fühle mit Dir. Die Nächte sind sehr durchwachsen, aber fast noch übler sind die Tage. (Wie) schläft der Mini denn tagsüber?
    LG und eine gute Nacht von Anni.

  8. Liebe Mia,

    ich habe uns gerade wiedergefunden und zwar genau in diesem Post!
    Wir haben auch einen kleinen Sonnenschein hier bei uns. Jeder Tag ist ein Geschenk, es wird gelacht und gejuchzt was die Kehle hergibt. Aber die Nächte…! Ich habe mittlerweile resigniert. Es ist eben so, irgendwann wird es besser. Spätestens wenn sie auszieht, sagt mein Mann gerne 😉
    Es ist schön zu lesen, dass man damit nicht alleine ist, denn im Freundeskreis scheinen alle nur Babys zu haben, die von Anfang an durchschlafen und die so gar nicht verstehen können, was wir denn falsch machen, das unser Kind nachts so „schwierig“ ist.

    Solidarische Grüße
    Anika

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