9 Monate

Gestern vor neun Monaten wurde ich geboren.

Okay, okay, ich geb´s zu: So richtig pflegeleicht bin ich nicht. Ich habe verstanden, dass meine Eltern nachts gerne hätten, dass ich schlafe, aber ich weiß noch nicht so richtig, wie das geht. Deshalb melde ich mich meistens stündlich, um zu sehen, ob noch alle da sind.

Da meine Mama am Ende ihrer Kräfte war, schläft jetzt am Wochenende immer der Papa bei mir, damit Mama mal ein paar Stunden am Stück schlafen kann. Ich muss zugeben: Das gefällt mir super! Allerdings ist der Papa auch ganz schön müde, der muss nämlich ganz oft bis spät in die Nacht arbeiten oder morgens um 7:00 in einen Flieger steigen- der würde am Wochenende auch gerne mal ein bißchen mehr schlafen, das ist mir schon klar.

Mama hat neulich mal getwittert: „Ich bin kurz vor „jedes Kind kann schlafen lernen“. Da sie darauf nur Antworten wie „bloß nicht!“, „auf keinen Fall“ bekam, gehe ich davon aus, dass das nichts Gutes ist. Wenn es nichts Gutes ist, wird sie´s ja nicht machen!

Tagsüber bin ich ein fröhliches Kind. Ich spiele sehr gerne im Zimmer meines großen Bruders. Wenn der in der Kita ist, lässt Mama mich manchmal stundenlang dort alles erkunden, das ist toll! Wenn Maxi da ist, geht das nicht so gut. Zufälligerweise suche ich mir nämlich immer das Spielzeug aus, das er auch gerade braucht und dann nimmt er es mir wieder weg.

Baby 9 Monate

Ich verbringe fast den ganzen Tag stehend. Seit ich weiß, wie man sich hochzieht, kann ich mich sogar an meinem großen Bruder hochziehen. Morgens ziehe ich mich immer schnell noch am Papa hoch, bevor der mit dem Maxi das Haus verlässt. Blöderweise ist dabei häufig meine Rotznase im Weg und dann muss der Papa sich nochmal umziehen.

Neulich habe ich eine wunderbare Herausforderung entdeckt: Die Treppe! Ich habe gejauchzt vor Freude, als ich sie das erste Mal als mögliches Ziel wahrgenommen habe. Seitdem arbeite ich daran, mich dort hochzubewegen. Auf die erste Stufe komme ich schon.

Meine Mama stillt mich noch 2x täglich. Darüber hinaus esse ich Brei, aber immer mehr auch einfach das, was der Rest der Familie isst. Neulich habe ich mein erstes Brot gegessen. Unter den verwunderten Blicken meiner Eltern habe ich zum Abendessen mehr Brot vertilgt, als mein großer Bruder. Und dabei war nur ein bißchen Butter drauf. Wartet mal ab, welche Mengen ich verdrücke, wenn Mama Leberwurst aufs Brot macht.

Äußerlich bin ich noch mehr oder weniger auf Werkseinstellung. Ich habe keine Zähne und keine Haare. Braucht kein Mensch!

Ich fange an zu fremdeln. Beim Pekip bewege ich mich keinen Zentimeter von meiner Mama weg. Ganz schlimm ist es, wenn unsere Putzfrau da ist und die mir zu nahe kommt, dann weine ich ganz laut. Die kenne ich ja auch noch nicht so gut!

Und jetzt noch ein super Tipp für alle Babys unter Euch, die ihren Eltern auch den Schlaf rauben: Seit ein paar Tagen lasse ich regelmäßig ein „Mama!“ verlauten (besonders, wenn sie den Raum verlässt). Probiert das mal aus! Herrlich, wie Mama dann ausflippt! Ich schwöre, damit macht Ihr alles wieder gut und könnt getrost weiterhin nachts das volle Programm verlangen und die machen das auch noch gerne!

In diesem Sinne!

Euer Mini aka „All-Nighter“.

Wurstgulasch

Ich koche wirklich gerne! Nee, Moment. Ich KOCHTE wirklich gerne. Zum Kochen brauche ich allerdings Ruhe und idealerweise zwei Hände- beides ist mit zwei Kindern ein Problem.  Im Laufe der Zeit habe ich mir daher ein recht ansehnliches Repertoire an Gerichten zugelegt, die schnell zuzubereiten sind, deren Zutaten man immer auf Lager haben kann und die der ganzen Familie schmecken.

Als die Firma Kühne bei mir anfragte, ob ich Lust hätte, einen Post zu einem leckeren Familiengericht zu verfassen, musste ich nicht lange nachdenken:

Es ist mal wieder Zeit für Wurstgulasch. Ich finde ja den Namen nicht besonders klangvoll. Mein Mann hat dieses Essen bei uns eingeführt und anfangs dachte ich, das ist bestimmt nichts für mich, ich mach mir dann einfach ´nen Salat. Aber ich wurde überrascht. Wurstgulasch ist superlecker und gerade in der kalten Jahreszeit ein schön deftiges Gericht. Es ist im Handumdrehen fertig, ist auch für Kochanfänger geeignet und schmeckt wirklich der ganzen Familie- sogar mir, obwohl ich gar kein Wurstfan bin.

Ihr braucht für 2 Erwachsene und 1-2 Kinder:

1 Ring Fleischwurst

1/2 Glas Kühne Silberzwiebeln

2 Dosen geschälte Tomaten

1/2 Glas Gewürzgurken, z.B. Kühne Schlemmertöpfchen

1-2 El körnigen Senf

Olivenöl

Salz, Pfeffer

Die Fleischwurst in mundgerechte Stücke schneiden. Die Gewürzgurken in Scheiben schneiden.

Kochen für Kinder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Fleischwurst in etwas Olivenöl leicht anbraten. Die Gewürzgurken hinzugeben und kurz mitbraten.

Kochen für Kinder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dosentomaten, Zwiebeln und Senf hinzugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und alles etwa 10 Minuten köcheln lassen. Fertig!

Kochen für Kinder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Guten Appetit!

Vielen Dank an die Firma Kühne, die mir ihre Produkte für dieses Gericht zur Verfügung gestellt hat. Meine Söhne hatten großen Spaß am Auspacken- besonders wegen der Noppenfolie 🙂

Unterschrift_blog

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Wochenbett

In der Nacht, in der ich meinen ersten Sohn zur Welt brachte, fing es an zu schneien. Es schneite so stark, dass keine Busse mehr zur Uniklinik auf dem Venusberg hoch fuhren. Wir waren froh, dass wir noch vor dem großen Schneechaos ins Krankenhaus gefahren waren.

Es schneite mehrere Tage lang und der Schnee blieb wochenlang liegen. Wie eine dicke Schicht Watte legte sich der Schnee auf die Stadt, um unser Haus und um unsere neue kleine Welt als Familie.

Im Rheinland ist man auf Schnee selten vorbereitet. In diesem Winter hatte die Stadt zu wenig Streumaterial gekauft und so bleiben viele Straßen vereist- ein Drama für den gemeinen Rheinländer. Wir haben genau einmal versucht, den Kinderwagen durch den Schnee zu schieben bevor wir beschlossen, es uns zu Hause gemütlich zu machen und erst als der Schnee zu schmelzen begann kamen die Besucherscharen. So kam ich nach 18 Stunden Geburt zu einem sehr entspannten Wochenbett.

Im Wochenbett mit Maxi 2010
Im Wochenbett mit Maxi 2010

 

Auch zur Geburt von Sohn Nr.2 haben wir es so gerade eben noch ins Krankenhaus geschafft. Das lag aber nicht am Wetter, sondern daran, dass seine Geburt nur zwei Stunden dauerte, und ich mich die erste Stunde fragte, ob das denn jetzt wirklich echte Wehen seien. Ich kniete schnaufend im Wohnzimmer- ich hätte früher drauf kommen können…

Nach dieser kurzen Geburt sagte ich zu meiner Hebamme: „Das war ja einfach!?!“ Ich fühlte mich sofort topfit. Wenige Stunden später nahm ich eine herrliche Dusche und war bereit, Bäume auszureißen.

Ich war nicht annähernd so geschafft, wie nach Geburt Nummer 1. Natürlich dürfte das auch damit zusammenhängen, dass ich nach 2,5 Jahren als  Mutter die Begriffe „müde“ und „erholungsbedürftig“ bereits aus meinem Wortschatz gestrichen hatte.

Auf den Tag eine Woche nach Minis Geburt heiratete meine kleine Schwester in unserer 100 km entfernten Geburtsstadt.

Ich habe nicht eine Minute darüber nachgedacht, ob mir das zu anstrengend sein könnte. Selbstverständlich fuhren wir hin.

Es war wunderschön. Meine kleine Schwester war eine zauberhafte Braut und es war ein tolles Fest.

Und ich? Ich war so stolz und so glücklich. Die ganze Großfamilie war da, auch diejenigen, die meinen Mini sonst erst viel später kennengelernt hätten, weil sie viel zu weit weg wohnen. Ich wurde beglückwünscht und bekam so viele Geschenke in die Hand gedrückt, dass man hätte meinen können, ich sei die Braut. Ich durfte 100 Mal die Geschichte von Minis Geburt erzählen, was ich sehr genoss, denn in meinem Kopf und in meinem Herzen spielte sich die Geburt seit einer Woche in Endlosschleife ab. Ich habe den größten Teil der Feier in einem Lounge Bereich verbracht, wo ich dauernd stillte und wickelte und stillte und wickelte… Ich habe die Rede meines Papas verpasst und hatte auch keine Zeit, die Schwester von Berlinmittemom richtig kennenzulernen, dabei hatte ich mich darauf so gefreut (unsere Schwestern haben zusammen studiert). Aber ich war dabei. Mit meinem Baby. Stolz wie Oskar, hormongeflutet und glücklich.

Das Einzige, das mich genervt hat, waren Sprüche wie: „Was machst Du denn hier? Du bist doch im Wochenbett!“

Erst auf der Heimfahrt spürte ich die Anstrengung. Mein Beckenboden schmerzte so sehr- ich konnte nicht einmal mehr sitzen, ich wollte einfach nur liegen. Auch am nächsten Morgen war ich körperlich noch völlig geschafft. In den nächsten Wochen habe ich vorsichtshalber keine weiteren Hochzeiten besucht.

Noch einmal Stillen, bevor es in die Kirche geht.
Noch einmal Stillen, bevor es in die Kirche geht.

Zwei Dinge habe ich über das Wochenbett gelernt:

1. Es ist DEINE Zeit. Tu, was gut für Dich ist.

Ich bin ein Familienmensch, ich konnte einfach die Hochzeit meiner Schwester nicht verpassen und ich wollte unbedingt der Großfamilie mein Baby präsentieren. Ich gehörte an diesem Tag nicht ins Bett, sondern auf dieses Fest. Für mich war das wichtig. Es war die Anstrengung wert, denn das hätte ich nicht verpassen können.

Es wäre aber genauso in Ordnung gewesen, zu sagen: Ich kann das noch nicht! Man muss nicht acht Wochen lang im Bett liegen, aber man sollte sich von den Erwartungen anderer frei machen und nur das zulassen, was wirklich gut tut. Ich habe in den Wochen nach der Hochzeit ganz viel Zeit im Liegestuhl und auf dem Sofa verbracht- aber auch viel auf dem Spielplatz, denn dank Sohn Nr. 1 konnte ich natürlich nicht NUR tun, was mir gut tat. Ich habe keinen Besuch abgewehrt oder ähnliche Dinge, weil ich mich über jeden gefreut habe, der an meine Tür kam um mir zu meinem Baby zu gratulieren.  So bin ich. Wenn eine andere Frau mehr Ruhe und Rückzug braucht, dann ist das so. Gerade im Wochenbett, wo Mütter bis  in die (wochenlang nicht gefärbten) Haarspitzen voll mit Hormonen sind, darf jede so leben, wie es ihr gut tut. Abgesehen davon, dass der Körper mit Rückbildung beschäftigt ist, muss man ja schließlich Kräfte sammeln für den Alltag mit Kind!

 

2. Unterschätze das Wochenbett nicht.

Auch wenn man sich (wie ich) zum Bäumeausreißen fühlt- der Körper braucht Erholung. Wie sehr, das merkt man schon nach einem kleinen Spaziergang. Ein ganzer Tag auf einer Hochzeit inklusive 200km Fahrt- das war eigentlich zu viel. Aber da greift eben wieder Punkt Nummer 1.

 

Unterschrift_blog

 

 

 

Dieser Beitrag ist Teil einer Blogparade, initiiert von Jana vom Hebammenblog. Weitere Beiträge findet Ihr dort.

 

 

Spiel wie es Dir gefällt- Regeln können warten!

Wer weiß, was das ist?

FreispielSchutzanzug

Richtig! Ein Feuerwehr-Schutzanzug. Maxi hält sich das bei seinen Löscheinsätzen, bei denen der Mini ein brennendes Hochhaus spielt, vor den Bauch.

Und das hier?

FreispielZoo

Genau, ein Zoo. Vorne seht Ihr den Eingang, hinten springt gerade ein Känguru.

So oder so ähnlich sieht es hier aus, wenn Mini und Maxi spielen. Frei Spielen.  Ich lasse sie oft einfach spielen, besonders den Mini Vormittags. Zwischendurch kommt der Mini immer wieder zu mir, kurz kuscheln, und dann geht es weiter. Manchmal denke ich dann allerdings, ich müsste ihm mehr bieten.

Letzte Woche war ich gemeinsam mit Super Mom, Mira Mondstein und Papi redet mit zu einer Gesprächsrunde mit dem Psychologen und Experten für frühkindliches Lernen,  Prof Mienert, eingeladen und konnte meine und Eure Fragen zu dem Thema stellen. Mache ich das richtig mit dem Mini?

Organisiert von der Firma Pampers haben wir uns über das sogenannte „Freie Spielen“ ausgetauscht und das Gespräch konnte über Google+ überall im Internet verfolgt werden.

Logo, dass erstmal die Technik gestreikt hat und man mich nicht hören konnte! Auch logisch, dass der Mini nur 20 Minuten Mittagsschlaf gemacht hat. Man sieht mich zwischendurch mal schnell aus dem Bild huschen, und kurz darauf mit Mini im Schlafsack zurückkehren. Der wollte wohl auch mit ins Bild. Das ging meinen Blogger-Kollegen nicht anders, und so waren am Ende alle Kinder mit im Bild.

Schließlich war es aber ein sehr interessantes Gespräch. Hier sind für Euch meine drei wichtigsten Erkenntnisse:

1. „Freies Spielen“ ist jedes Spiel, das ohne die Einmischung, Einflussnahme und Regeln von Erwachsenen stattfindet.  Jedes Kind kann frei spielen und muss das auch tun, denn auf diese Weise entdecken die Kinder in ihrem eigenen Tempo die Welt.

2. Eltern müssen Phasen des freien Spiels „aushalten“ (lernen). Ich weiß von mir selber, dass ich oft ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich mich mit meinem Blog beschäftige, während der Mini alleine spielt. „Mit dem Maxi habe ich viel mehr gesungen und gespielt“, denke ich dann oft. Solange der Mini aber zufrieden spielt, muss ich mir keine Sorgen machen.  Manchmal sind Kinder vielleicht auch quengelig und wollen gespaßt werden, so dass die Eltern denken, das Kind könne nicht alleine spielen.  Auch hier müssen Eltern aber öfter mal „aushalten“. Das Kind findet nach einer Weile sicher eine Beschäftigung- bei ganz kleinen Babys vielleicht der eigene Fuß oder die Hände, bei größeren Kindern Spielzeug oder Alltagsgegenstände.

3. „Kinder brauchen kein Spielzeug, sondern Zeug zum Spielen“, sagt Prof. Dr. Mienert. Ich glaube, das kennen wir Eltern auch alle, dass unsere Kinder sich nicht für ihr altersgerechtes Spielzeug interessieren, sondern viel lieber mit Alltagsgegenständen spielen. Tipp von Prof. Mienert: Einfach mal die Küchenschublade aufmachen. Töpfe sind in der Tat auch eines der liebsten Spielzeuge vom Mini.

Freispiel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Mini ist gerade der Meister des Freispiels. Der hat aber auch viel zu tun. Er kann jetzt stehen und zieht sich an allem hoch. Was für interessante neue Perspektiven sich dadurch im ganzen Haus ergeben! Und ich- ich kann beruhigt bloggen. Der Mini meldet sich schon, wenn er Mama braucht 😉

Für alle, die sich das 30 minütige Gespräch einmal anschauen möchten: Ihr findet es auf Youtube unter: http://www.youtube.com/watch?v=zX3K2GuVbxo 

 

Unterschrift_blog

 

 

 

Klitzekleines: Geld verdienen

Die Erzieherin erzählt mir von Maxis Tag:

Maxi hat gesehen, wie zwei größere Kinder die Karten eines Spiels zerrissen haben. Er ist empört und erklärt hinterher der Erzieherin:

„Das darf man nicht kaputt machen! Dann muss man ein Neues kaufen und das kostet ganz viel Geld! Meine Mama kauft immer Geld am Automaten da. “ Er zeigt aus dem Fenster.

„Wenn man Geld haben möchte, muss man arbeiten. Meine Mama hat ganz viel Geld. Die arbeitet auch ganz viel!“

Ich bin gerade in Elternzeit. Wenn doch alle so klug wären wie mein Sohn!

 

Unterschrift_blog

 

 

 

 

Stolz wie Oskar

Ich bin stolz auf meine Söhne.

Mein Mann ist nie stolz. Wenn ich das Wort „Stolz“ benutze, ersetzt er es immer durch „dankbar“.

Ja, unsere Söhne sind Geschenke, für die wir nicht dankbar genug sein können. Aber ich bin auch stolz!

Ich bin keine Mutter, die ihr Kind dauernd promoten muss. Ich renne nicht herum und erzähle allen, die es hören wollen oder auch nicht, wie außergewöhnlich toll meine Söhne sind.

Selbstverständlich sitzt auch auf meiner Nase diese rosarote Mama-Brille, die mit der Geburt mitgeliefert wird. Meine Kinder sind für mich die tollsten der Welt- vollkommen egal was sie tun, aber ich definiere mich nicht über die „Leistungen“ meiner Söhne, wie das bei manchen Mamas der Fall ist. Ich brauche keine Komplimente Anderer über meine Söhne, um glücklich zu sein. Ich kann die Entwicklung meiner Kinder sehr relaxed betrachten. Die machen das schon!

Wenn aber Komplimente kommen, dann ist es natürlich etwas anderes. DANN FLIPPE ICH AUS! „Jaaaa, juhuuu, Du findest mein Kind toll? Ichauchichauchichauch!“ Und dann bin ich stolz!

So wie gestern. Elterngespräch in der Kita. Über den Maxi gab es nur Gutes zu berichten. Der Entwicklungsbericht über ihn ist ellenlang und ich habe jedes Wort in mich aufgesaugt und mich gefreut wie ein Schneekönig!

Als der Mann und ich den Maxi abends ins Bett gebracht hatten, verließen wir das Zimmer und ich sagte:“ Schlaf gut Süßer. Wir sind stolz auf Dich!“ Damit kann der Maxi zwar nichts anfangen, aber das kam mir einfach so über die Lippen, weil ich eben einfach so erfüllt von dem Gefühl war, ein ganz besonderes Kind zu haben.

Ja, unsere Kinder sind Geschenke und ich bin dankbar. Aber mein Mann und ich dürfen auch stolz sein, denn wir haben immerhin das Umfeld geschaffen, in dem sich der Maxi so entwickeln kann.

Es ist uns wichtig, dass unsere Kinder geborgen aufwachsen dass sie sich geliebt und geachtet fühlen. Sie sollen den Rückhalt ihrer Eltern in jeder Minute ihres Lebens spüren, sie sollen sich unserer Liebe immer gewiss sein können. Ich glaube, dass diese Rahmenbedingungen dazu beitragen, dass der Maxi keine Angst vor gar nichts haben muss, sondern offen und neugierig die Welt entdecken kann.

Im Laufe der Jahre wird die Heile-Welt-Atmosphäre bestimmt einige Kratzer bekommen und es wird uns nicht immer gelingen mit den Kindern ein Friede-Freude-Eierkuchen Leben zu leben (das soll ja auch gar nicht so sein). Aber jetzt im Moment haben es die Söhne verdammt gut bei uns und bei aller Bescheidenheit echt Glück mit ihren Eltern.

Das erkläre ich dem Mann heute Abend nochmal in Ruhe. Vielleicht ist er dann auch mal nicht nur dankbar. Wenn mir das gelingt, platze ich vor Stolz.

Unterschrift_blog

 

Freies Spielen und frühkindliche Entwicklung

Morgens zwischen 9 und 11 genieße ich die ruhigste Zeit des Tages. Der Maxi ist in der Kita, der Mann im Büro und ich habe ein bißchen Zeit zum Bloggen. Und der Mini? Der ist beschäftigt!

Wenn der Mini morgens ausgeschlafen und satt ist, dann beschäftigt er sich gerne mit sich selbst. Er räumt mit Hingabe Kisten aus- egal welche. Manchmal mache ich ihm in der Küche die Schublade mit den Töpfen auf, ein anderes Mal gebe ich ihm eine Kiste mit ganz viel Spielzeug und manchmal räumt er einfach einen Wäschekorb aus. Er nimmt jedes Teil einzeln heraus, dreht und wendet es und sucht sich dann den nächsten Gegenstand aus.

Manchmal denke ich dann, das geht doch nicht, dass ich hier vorm Rechner sitze und mich gar nicht um den Mini kümmere. Aber ich weiß natürlich, dass diese Spieleinheiten ganz wichtig für den Mini ist. Beim sogenannten „Freien Spielen“, bei dem die Kinder ohne Vorgaben und Struktur von Erwachsenen auf ihre Weise spielen, festigen sie grundlegende Fähigkeiten, die zu einer gesunden Entwicklung beitragen.

Wenn Babys und Kleinkinder weitgehend ohne Einflussnahme von Erwachsenen spielen können, suchen sie sich instinktiv Dinge, die ihren Fähigkeiten entsprechen. Sie können in ihrem Tempo die Welt entdecken und festigen nebenbei Selbstvertrauen, Denkfähigkeit und Kreativität, sagt Prof. Dr. Malte Mienert, Psychologe und Experte für frühkindliches Lernen.

Da der Mini sich also so gerne mit Freiem Spiel beschäftigt, kann ich auch mal andere Dinge tun. Zum Beispiel an einem Google+ Hangout mit Prof. Dr. Malte Mienert teilnehmen und über das Freie Spiel sprechen.

Das wollt Ihr auch? Kein Problem!

Das Google+ Hangout findet am 13.02.2014 um 13.00 Uhr statt. Es wird organisiert von der Firma Pampers. Neben Prof. Mienert nehme ich und drei weitere Eltern Blogger teil: SuperMom, Mira Mondstein und Papi redet mit.

Prof. Mienert informiert über die Bedeutung des Freien Spiels für die frühkindliche Entwicklung, wir werden ihm Fragen stellen und über unsere Erfahrungen sprechen. Jeder, der mag, kann sich einfach einwählen. Auf der Facebook Seite von Pampers  findet ihr zeitnah alle Informationen, um Euch in den Google+ Hangout einwählen zu können.

Ich würde mich riesig freuen, Euch dort zu treffen!

Ihr könnt mir auch einfach Eure Fragen zusenden, entweder per Mail oder als Kommentar zu diesem Beitrag. Ich werde dann Eure Fragen an Prof. Mienert stellen.

Ich bin gespannt auf Eure Fragen und freu mich auf das Hangout.

Unterschrift_blog

Gewinner des Belle und Boo Kreativ Buchs

Ich danke Euch für so viele Kommentare zu diesem Gewinnspiel. Sehr interessant, dass es vielen von Euch so geht, wie mir. Vor der Geburt noch: Basteln-was ist das? Seit die Kinder da sind fragen sich aber ähnlich wie ich viele: Was könnte ich denn jetzt mal basteln?

Ich selber habe ja schon wieder so lange nichts gebastelt, dass ich nicht einmal mehr die Schere gefunden habe. Und da ich außerdem gerade mit viel zu kalten Fingern vom Spielplatz kam, habe ich es mir bei der Auslosung leicht gemacht:

67 Kommentare gab es. Ich sage zum Mann: „Sag mal eine Zahl zwischen 1 und 67!“ Ich hätte auch den Sohn fragen können, aber dann hätten alle Zahlen, die höher sind als 12 schon verloren, das erschien mir nicht ganz fair.

Mann spricht: „34“

Schnell nachgezählt und es ist…Trommelwirbel…Trommelwirbel—Tusch…:

Jessica S.! Herzlichen Glückwunsch. Schickst Du mir Deine Adresse, damit ich Dir das Buch zusenden kann?

Allen anderen vielen Dank fürs Mitmachen und die nächste Verlosung kommt bestimmt!

Einen schönen Sonntag wünsche ich Euch noch!

Unterschrift_blog

Eine Art Familienbett

Schlafen. Ein ganz großes Thema gerade bei mir. Der Mini lässt mich ja leider nicht…

Zum Glück ist der Maxi beim Thema Schlaf eine sichere Bank. Der schläft. Immer. 11 Stunden ohne Unterbrechung. Und das Beste: Er schläft gerne.

Zugegeben, er geht nicht immer mit Juppeidi ins Bett. Wenn wir ihn aber einmal erfolgreich durch alle Verzögerungstaktiken hindurch manövriert haben und er im Schlafanzug und mit geputzten Zähnen bettfertig ist, dann freut er sich aufs Bett.

Jeden Abend ruft der Maxi: „Alle zu mir!“

Und dann gehen wir alle zum Maxi (vorausgesetzt, der Mann ist schon zu Hause, sonst gehen eben nur Mini und ich).

Maxis hat kein Bett. Es ist nicht so, als hätten der Mann und ich nicht Testberichte ohne Ende gelesen, uns durch sämtliche Broschüren zum Thema SIDS geblättert, um hinterher in einer Mischung aus Verzweiflung und Wut die Verkäuferin im Fachgeschäft zu anzuflehen: „Ja, und welche ist denn jetzt bitteschön die richtige Matratze???“ Wir haben viel Zeit in die Auswahl eines schönen Bettes und der perfekten Matratze gesteckt, das muss man uns wirklich lassen.

Der Maxi war gerade mal zwei Jahre alt, da verkündete er: „In dem Bett sind Gespenster!“ Fragt mich nicht, woher ein Zweijähriger diese Idee hat, aber von diesem Tag an wurde Einschlafen zum Problem. Eines Abends, als er wieder nicht ins Bett wollte, kam ich auf die Idee, ihn einfach auf seinem „Sofa“ schlafen zu lassen. Das Sofa besteht aus zwei alten Matratzen, die wir übereinander gelegt haben. Ich legte beide Matratzen nebeneinander und Maxi schlief glücklich ein.

Damals glaubte ich noch, das wäre nur für eine Nacht. Ein paar Nächte später dachte ich, es wäre nur eine Phase. Ein paar Wochen später dachte ich „so ist das also, wenn Zweijährige ihren eigenen Willen entdecken“. Noch ein paar Woche später gab ich auf.

Das ist jetzt ein Jahr her.

Maxis Matratzenlager hat viele Vorteile: Er kann darauf herumhüpfen, es ist Platz für mindestens 30 Kuscheltiere plus Bohrmaschine und Feuerwehrauto und er kann in einer Nacht ungefähr 19 verschiedene Schlafpositionen einnehmen.

Maxis Bett ist unser Familienbett. Wir schlafen hier ja mehr oder weniger übers ganze Haus verteilt: Mann im Gästezimmer unterm Dach, Mini und ich im Schlafzimmer und Maxi in seinem Zimmer. Ich finde die Idee vom Familienbett ja ganz nett und ich bewundere und beneide die Familien, die das tatsächlich als gemeinsame Schlafstätte leben, aber ehrlich gesagt- mir reicht es, vom Mini um den Schlaf gebracht zu werden; ich brauche nicht noch den schnarchenden Mann neben mir und die Käsefüße vom Maxi in meinem Gesicht, wenn ich schlafen will.

Unser Familienbett ist das Bett vom Maxi. Wir verbringen jeden Abend etwa 45 Minuten alle gemeinsam darin. Wir lesen, wir kuscheln, wir kitzeln uns durch, wir feuern den Mini dabei an, wie er versucht, alleine auf die Matratzen zu steigen, um dann dem Maxi an den Haaren zu ziehen, der Maxi schleppt ein Buch nach dem anderen an, das der Mann und ich abwechselnd vorlesen müssen, er springt alle paar Minuten auf, um ein neues Spielzeug für den Mini zu holen- kurz: in unserem Familienbett ist schwer was los!

Familienbett

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Maxis Bett gehört inzwischen dem Mini. Der ignoriert es übrigens ähnlich wie der Maxi und schläft nur noch in meinem Bett (vielleicht hat der Maxi ihm ja von den Gespenstern erzählt?!) Mir ist das Matratzenlager irgendwie immer ein Dorn im Auge. Deshalb habe ich Spielverderberin dem Maxi ein neues Bett gekauft. Es ist ein Mini-Hochbett (110cm hoch). Maxi freut sich drauf, aber ich bin gespannt , ob er darin auch schlafen möchte.

Der Liefertermin für das neue Bett rückt näher und näher. Bald verschwindet Maxis Sofa.  Dieses Matratzenlager, das mir jedes Mal peinlich ist, wenn Leute das erste Mal Maxis Schlafzimmer betreten. Diese durchgelegenen, uralten Matratzen.

Und je näher der Liefertermin rückt, umso mehr merke ich, wie wichtig unsere Art Familienbett für uns alle ist.

Für die Kinder sind es die intensivsten Minuten des Tages mit ihrem Vater. Für mich sind es die kuscheligsten Minuten mit dem Maxi (so eine Maus im Schlafanzug- himmlisch!). Für den Mann ist es es der perfekte Übergang vom Berufsalltag in den Feierabend. Für Maxi ist es ein so liebevolles Zu-Bett-Geh-Ritual. Manchmal denke ich, dass er eines Tages, wenn er groß ist, sich an diese Stunden zurückerinnern wird und lächelnd denkt, er hätte eine glückliche Kindheit gehabt. Der Mini wuselt zwischen uns herum, und man sieht ihm das Glück förmlich an.

Abends in Maxis Zimmer auf unserem ganz persönlichen Familienbett, da ist sich unsere Familie so nah. Wenn wir alle mit dem Tag abgeschlossen haben (naja, außer der Mann, der fährt danach manchmal nochmal ins Büro) und in kuscheligen Klamotten nur auf uns konzentriert sind, das sind wunderschöne Momente.

Und jetzt soll es raus, das Matratzenlager.

Natürlich habe ich längst beschlossen, dass unser Familienbett nicht auf dem Sperrmüll landen darf. Es bleibt als Sofa in Maxis Zimmer. Und vielleicht kuscheln wir dann abends erst immer alle auf den ollen Matratzen, bevor der Maxi sich ins Bett legt?  Oder wir richten ein Kuscheliger unter dem Bett ein. Was wäre schließlich ein Abend, der nicht von Maxis „alle zu mir!“ eingeläutet wird?! Außerdem schläft der Maxi ja vielleicht nur deshalb so toll, weil er sein Matratzenlager und unser Familienkuscheln darauf so liebt.

Ich sehe es kommen. Das Bett wird sich in die Liste der unnützen Anschaffungen einreihen.

Braucht vielleicht jemand noch ein Bett?

Unterschrift_blog

Gewinnt ein Belle und Boo Kreativ Buch

32 Jahre meines Lebens lief ich als Bastel-Honk herum. Basteln, Nähen, Stricken- alles nichts für mich.

Dann wurde ich Mutter. Und wie bei vielen meinen Freundinnen weckten die Kinder sogar in mir die Lust, etwas für sie selber zu machen. Mit meinen Händen.

Wie sich herausstellte, war meine Selbsteinschätzung so falsch auch wieder nicht. Ich habe nicht die Geduld zu basteln. Es wird nie ordentlich- die Nähte sind krumm. der Kleber quillt überall raus- aber wenn es etwas Einfaches ist, kann ich schon auch mal etwas Schönes zustande bringen. Inspiriert von den wunderschönen Strickprojekten von Engelenchen, sitze ich gerade an meinem ersten Schal. Meine Mama meint, er sieht interessant aus, weil die Maschen bei mir irgendwie alle so schräg sind…

Bastelt Ihr gerne? Könnt Ihr nähen? Stricken? Oder wollt Ihr es lernen? Das Belle und Boo Kreativ Buch ist ein wahrer Schatz für DIY-Anfänger und Fortgeschrittene.

BelleBoo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ihr findet darin 25 Näh-, Bastle- und Strickprojekte, von ganz einfach bis ambitioniert. Allen gemeinsam ist, dass sie wirklich zauberhaft schön und außergewöhnlich sind.

Ein Belle und Boo Kreativ Buch darf ich heute an Euch verlosen.

Hinterlasst mir einfach einen Kommentar zu diesem Post und schreibt mir, wie das bei Euch so mit der Bastelei aussieht.

Der/die Gewinner/in wird am Sonntag, 9.02., bekanntgegeben.

Viel Erfolg!

Unterschrift_blog