Trennungsschmerz vor der Blogst

Ein Wochenende für mich! Wohlklingende Worte, oder?

Als die Karten für die Blogst-Konferenz verkauft wurden, saß ich morgens schon um kurz vor acht vor dem Rechner. Die Karten waren innerhalb von wenigen Minuten ausverkauft, aber ich hatte tatsächlich eine ergattert. Seitdem freue ich mich auf dieses Wochenende.

Es gibt nur ein Problem: Wenn ich die Verantwortung für meine Kinder abgeben muss, krieg´ich die Krise!

Zum Beispiel letzten Sonntag: Weil wir zu unterschiedlichen Zeitpunkten zurück nach Hause fahren wollten, waren mein Mann und ich mit zwei Autos unterwegs zu meinen Eltern. Maxi hatte die Sitzverteilung vorgenommen: Er wollte mit dem Papa fahren und der Mini sollte auch mit. Ich fuhr also allein.

Ich drehte die Musik gaaanz laut und hatte wirklich Spaß im Auto. Der Mann und ich haben uns immer gegenseitig überholt und damit dem Maxi eine Riesenfreude bereitet. Irgendwann hörte der Mann auf, mich zu überholen. Da wußte ich, dass der Maxi eingeschlafen war.

Ich trällerte weiter vor mich hin, aber alle paar Minuten blickte ich in den Rückspiegel um zu checken was meine Kinder hinten so machen- die waren zwar nicht da, aber das hatte meine unsichtbare Nabelschnur nicht mitgekriegt.

Und plötzlich war dieser Gedanke da: Was, wenn jetzt ein Unfall passiert? Meine drei Männer sind alle in einem Auto auf der Autobahn unterwegs. Und wenn mir was passiert, dann haben meine Kinder keine Mutter mehr. Vielleicht hätten wir uns besser zwei und zwei aufgeteilt…Ich kann mich super in solche Gedanken reinsteigern. Wenn sie einmal da sind, lassen sie mich nicht mehr los.

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Man kann das albern finden, oder hysterisch, aber was dahinter steckt ist einfach die Liebe zu meinen Kindern. Ich will meine Söhne in jeder Minute beschützen. Wenn ich bei ihnen bin, fühlt es sich sicherer an. Die Unfallgefahr wäre kein bißchen geringer gewesen, wenn Maxi und Mini in meinem Auto gesessen hätten oder wir alle vier zusammen gefahren wären, aber solange ich bei ihnen bin, habe ich nicht das Gefühl, zu weit weg zum Beschützen zu sein.

So, und diese Mutter will nun ein ganzes Wochenende ohne ihre Kinder verbringen. Is kla!

„Du denkst aber dran, dass der Maxi genug trinkt, ja? Und der Mini muss regelmäßig gewickelt werden. Wenn Du ihm eine Flasche machst, achte darauf, dass Du die Mengen auch wirklich einhältst. Der Maxi kann sich alleine im Autositz abschnallen, da musst Du aufpassen. Und der Mini robbt sich nachts immer vom BabyBay ins Bett rüber, pass auf, dass er dir nicht unter die Decke gerät…“ Mein armer Mann. Seit Tagen bereite ich die Übergabe vor.

Ich freue mich tierisch auf die Blogst Konferenz und ich bin wildentschlossen, das Wochenende zu genießen, auch wenn ich die ganze Zeit ein bißchen angespannt sein werde. Ich werde den Mann nicht mit Anrufen oder SMS nerven. Mein Mann ist absolut in der Lage, seine Söhne zwei Tage zu versorgen. Gut, er wird es anders machen als ich, aber die kommen schon klar. Hat er selber gesagt:

„Du kannst ruhig auch mal eine ganze Woche wegfahren, wenn Du willst“, hat er gestern Abend gemeint. Ja, das mache ich auch. Vielleicht im Sommer.

Im Sommer 2029.

Kennt Ihr, oder? ODER??

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7 Kommentare

  1. Kenn ich TOTAL (habe sogar vor ein paar Tagen genau über jene Angst geschrieben, in die man sich da reinsteigert)!

    Tips habe ich leider nicht ausser ein-zwei Schritte zurück machen, durchatmen, und darauf besinnen, was wichtig ist.

    VIEL Spass auf der Blogst-Konferenz, hört sich total spannend an!

  2. Oha, gerade das mit der Autobahn:)
    Wir fahren immer zusammen und keiner wird aufgeteilt, mein Mann ist da noch komischer als ich, er sagt: „Wenn, dann landen wir alle in der Leitplanke!“
    Dir ganz viel Spaß und schlaf dich schön aus:)
    Liebe Grüße Maja

  3. Oooooh, im Unperfekthaus, da war ich schon mal, das ist soooo klasse! Alleine deswegen lohnt sich die Konferenz und das Loslassen schon! 😉

    Spaß beiseite, welche Mutter kennt das nicht? Dieses unsichtbare Band, die aufeinander abgestimmten Hirnströme, das veranlasst dich dazu, so zu fühlen. Ist doch klar! Und das ist doch total normal! Schlimm wäre es, wenn du so lockerflockig abhauen würdest und keinen Gedanken an deine Kinder verschwendest.

    Es wird bestimmt alles gut werden!!! Ich würde allerdings auf die ein oder andere SMS nicht verzichten! 😉

    Liebe Grüße und ganz viel Spaß in Essen!
    Janina

  4. Oh, ich kenne diese Gedanken nur zu gut und ich glaube, ich bin dir in diesem Punkt sehr ähnlich. Auch ich kann mich hervorragend in solche Szenarien hinein steigern. Ich würde das Ganze aber weniger als Trennungsschmerz, sondern vielleicht eher als Verlustangst beschreiben. Ich habe unheimlich Angst davor, dass meinen Männern etwas passiert. Mein Mann sieht die ganze Sache natürlich um einiges lockerer. Vielleicht sind hier aber auch schlichtweg unsere Muttergefühle schuld. Liebe Grüße Dima

  5. Liebe Mia,

    ich habe zwar noch keine Kinder, aber ich kann trotzdem mitfühlen. Mir geht es ähnlich (auch wenn jetzt der ein oder andere das belächelt), wenn ich unseren Hund bei meinem Mann lasse 😀 Man muss so viel beachten und ich weiß, dass Dinge, die furchtbar wichtig sind, nicht sooo ernst genommen werden vom Mann.
    Wie du schreibst: er macht die Sachen anders, aber wir müssen vielleicht lernen, dass sie dadurch nicht unbedingt schlechter erledigt werden. <3
    Liebe Grüße
    Holly

  6. beccy podeyn

    Herrlich….

    Habe es meinem Mann vorgelesen …ganz erleichtert „Man dann bin ich froh, dass die Anderen auch so sind. . Aber ihr macht uns ja nur schwach aus Liebe zu euren Kindern. .“und grinst mich an…:-)

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