Mia will nicht abstillen

„Stillen wird irgendwann schön“, sagte meine Hebamme mir damals, als ich beim Maxi mit Höllenschmerzen kämpfte, jedesmal wenn ich ihn anlegte. Tja, so weit bin ich nie gekommen. Es hat geklappt mit dem Stillen, aber ich fand es weder besonders schön, noch irgendwie praktisch. Es hat mich immer genervt, dass ich überall meine Brüste auspacken musste. Ich habe gestillt, weil ich es konnte und weil ich überzeugt davon war, dass es das Beste für mein Kind ist.

Kaum war der Maxi vier Monate alt, habe ich ihm den ersten Brei gegeben und gleichzeitig mit dem Abstillen begonnen. Nach dem 5. Monat hatte ich abgestillt. Sowohl Maxi als auch ich waren damit vollkommen zufrieden. Er hat vom ersten Tag an nach dem Breilöffel geschnappt und er hat genauso zufrieden aus der Flasche getrunken, wie vorher aus der Brust.

Auch beim Mini hatte ich wieder mit Schmerzen zu kämpfen und wollte schon aufgeben, aber ich habe mir vorgenommen: Gleiches Recht für alle- auch der Mini soll vier Monate lang gestillt werden, bevor ich dann einen Monat lang abstille. Meine Hebamme sagte mir wieder: „Stillen wird irgendwann schön!“ Ich dachte mir „Mhmh, is klaa!“, und begann die Tage bis zur Vollendung des vierten Monats zu zählen.

Jetzt ist es endlich so weit.

Aber jetzt will ich gar nicht mehr! Seit ein paar Wochen finde ich Stillen wirklich schön.

Das müssen wieder diese Hormone sein, diese kleinen Biester.

Anfangs hat es mich genervt, andauernd stillend festzusitzen. Ich habe währenddessen mit meinem Handy Facebook und Twitter gecheckt oder Mails beantwortet, bis der Mini satt war. Jetzt sitze ich plötzlich manchmal da und gucke ihm einfach nur ganz verzückt beim Trinken zu! Was für ein unfassbar süßer Anblick das ist!

Ich möchte noch ein bißchen weiter stillen. Länger als acht Monate darf ich wohl nicht, denn meine Diabetologin sagte mir, dass es Studien zufolge für Babys von Müttern mit Schwangerschaftsdiabetes nicht gesund ist, länger als acht Monate gestillt zu werden (mein Schwangerschaftsdiabetes ist übrigens komplett verschwunden, puh!).

Neulich war ich in Köln auf der Kind+Jugend Messe von der Firma Philips Avent und der Zeitschrift „Eltern“ eingeladen, an einer Diskussionsrunde mit der Chefredakteurin der „Eltern“ teilzunehmen. Das Thema lautete: „Kopf oder Bauch?“

Bei der Frage des Abstillens höre ich auf meinen Bauch und der sagt mir sagt, dass die Zeit noch nicht reif ist. Der Mini braucht das mehr, als es der Maxi gebraucht hat. Vielleicht liegt das daran, dass um den Mini herum dank seines großen Bruders immer ganz viel Trubel ist. Ich habe das Gefühl, dass er die kleinen Trink-Auszeiten vom Trubel an der Mama-Base nötig hat. Ich mache also noch ein bißchen weiter.

Übrigens: Ich war bei der Diskussionsrunde auf der Messe natürlich mit Mini unterwegs. Der bekam irgendwann Hunger- mitten in der Diskussion über Kopf- und Bauchentscheidungen. Tja, da hab ich ihn schnell mal gestillt, mitten auf dem Messestand, direkt neben der Chefredakteurin der „Eltern“ saß. Wenn mir das einer gesagt hätte, als ich damals diesen Post verfasst habe…

Eure Mia

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Vier Monate

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Heute vor vier Monaten wurde ich geboren.

Mit meinen vier Monaten kann ich inzwischen prima greifen und minutenlang im Bauchlage mein Köpfchen halten.

Ich bin ziemlich schwer geworden, aber was soll ich sagen- mir schmeckt´s halt. Ich habe gehört, dass man mit vier Monaten langsam auch Brei essen darf. Ich kann´s kaum erwarten, endlich etwas Vernünftiges zu essen zu bekommen. Ich sehe meiner Familie nämlich sehr gerne beim Essen zu und bin schon sehr gespannt, wie das wohl ist. Meine Mutter scheint es aber nicht so richtig eilig damit zu haben. Ich glaube, es gefällt ihr manchmal nicht, dass ich so schnell groß werde.

Nachts wache ich meistens mindestens einmal auf. Meine Mama tut mir dann schon manchmal Leid, wenn sie so verschlafen kaum in die Gänge kommt. Ich glaube aber, dass es aus pädagogischer Sicht nicht gut ist, seine Eltern zu sehr zu verwöhnen.

Seit letzter Woche geht meine Mama mit mir zum Pekip. Mama macht es nicht so viel Spaß, sie findet die anderen Mütter ziemlich nervig und ich glaube, sie denkt dann, sie hätte die Zeit lieber an ihrem Rechner verbracht. Aber ich finde es ganz toll da und wenn ich das in den letzten vier Monaten richtig verstanden habe, geht es Mama immer hauptsächlich darum, dass ich glücklich bin.

 

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Zu Hause beobachte ich am liebsten meinen großen Bruder. Ich sage Euch, das ist ein toller Hecht! Ich könnte ihm stundenlang einfach nur zusehen, was der so macht und mich dabei kaputtlachen. Wenn der sich dann auch noch um mich kümmert und mir Spielsachen vors Gesicht hält und mir Bücher vorliest, dann brauchen wir die Mama gar nicht mehr.

Ich verbringe momentan einen Großteil des Tages damit zu üben, mich vom Rücken auf den Bauch zu drehen. Ich liege dabei sogar schon mit dem Bauchnabel auf, aber der Kopf ist so schwer und kommt nicht hinterher. Meine Eltern beobachten mich dabei immer ganz entzückt. Sie sagen Dinge wie: „Na komm, Du schaffst das!“ und fragen sich, woher ich weiß, dass das ein Ziel ist, das man verfolgen sollte. Weiß ich auch nicht- ich hatte einfach Lust, mich zu drehen.

Schnuller mag ich überhaupt nicht! Anfangs hat meine Mutter immer versucht, mir diese seltsamen Plastikdinger in den Mund zu schieben. Ich habe dann immer gewürgt und gemotzt, bis sie endlich verstanden hat, dass ich kein Plastik in meinem Mund wünsche. Jetzt kann ich in Ruhe an meinen Händen lutschen. Ich stecke mir immer Daumen und Zeigefinger in den Mund und sauge mit lauten Schmatzgeräuschen daran. Meine Mutter findet das total niedlich und hat schon Millionen Fotos von mir mit Fingern im Mund gemacht.

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Ich mag meine Eltern (abends will ich aber nur bei meiner Mama sein) und meinen Bruder, schaue mir gerne Bäume und die bunten Vorhänge im Zimmer meines Bruders an. Ich hasse Baden und werde auch nicht gerne in der Manduca getragen.

Ich bin ein glückliches, zufriedenes, kuscheliges Baby und freue mich auf weitere spannende Monate. Mama meint, im ersten Lebensjahr passiert in kurzer Zeit so vieles. Das wird bestimmt noch lustig…

Euer Mini

Das „Warum eigentlich nicht“-Experiment

Bei aller Liebe- es gibt Tage, da wächst mir das Chaos über den Kopf! Der Mini fordert mich Tag und Nacht, und der Maxi kann mich mit seiner Energie und seinem Trotz in den Wahnsinn treiben.

Manchmal habe ich einfach keine Lust auf diesen Dauertrubel. Dann merke ich , dass ich gar nicht so ganz bei den Kindern bin. Ich bin nicht aufmerksam und denke mir keine tollen Aktionen aus, sondern ich bin nur vordergründig anwesend, während ich mich innerlich mit anderen Dingen beschäftige.

Besonders an diesen Tagen bin ich immer ganz schnell mit einem „Nein!“ Ich schimpfe, wenn der Maxi sich nicht schnell genug anzieht oder wenn er beim Abholen von der Kita nicht sofort ins Auto springt. Ich springe auf dem Rückweg von der Kita noch schnell beim Bäcker rein und bestehe darauf, dass die Kinder im Auto warten, weil es mir sonst zu lange dauert. Wenn wir nach Hause kommen, erlaube ich dem Maxi nicht, noch stundenlang im Vorgarten zu spielen, weil ich lieber schnell ins Haus möchte. „Komm sofort her“, „Du ziehst Dir jetzt sofort die Schuhe an“, „Tu dies nicht“, „Tu das nicht“! Das Ergebnis ist- na klar: Geschrei!

Seit Ende letzter Woche ist der Maxi nicht in der Kita, weil ich den Eindruck habe, dass er einfach mal eine Pause braucht. Um diese Kita-Ferien für den Maxi zu einem schönen Erlebnis zu machen, habe ich mich ganz auf die Kinder eingestellt (Ihr habt vielleicht schon gemerkt, dass es auf hier, auf Facebook und auf Twitter etwas ruhiger gewesen ist) und mir vorgenommen, den Alltag mal mit Maxis Augen zu sehen.

Die mir selbst auferlegte Regel lautet, mich vor jedem „Nein“ erstmal kurz zu fragen: „Warum eigentlich nicht?“

Als ich gestern schnell einen Brief zur Post bringen wollte und beide Kinder im Auto hatte,  bestand der Maxi wie üblich darauf, mit hinein zu kommen. Wenn ich alleine in die Post springe, bin ich in zwei Minuten zurück im Auto. Mit den Kindern habe ich nach zwei Minuten nicht einmal beide Kinder aus dem Auto geholt. Maxi will die Gurte des Kindersitzes selber lösen. Das gelingt ihm manchmal, dauert aber mehrere Minuten. Wenn er dann aus dem Kindersitz klettert, entdeckt er auf dem Boden des Autos ein vor Ewigkeiten dort verschwundenes Spielzeug und schließlich genießt er noch ein wenig die Aussicht, bevor er endlich aussteigt. Auf den drei Metern vom Auto bis zur Post wollen Ameisen und diverser Müll begutachtet werden und auch in der Post gibt es viel zu entdecken. Bauchen wir nicht neue Wachsmalstifte, Mama? Oder Geschenkband? Jeder Gegenstand ist es wert, mir zum Kauf vorgeschlagen zu werden. Auf dem Rückweg zum Auto gibt es wichtige Dinge zu erledigen und gefühlte Stunden später sitzen wir endlich wieder im Auto.

Vor vielen Jahren bin ich selber bei jeder Ameise am Wegesrand stehen geblieben. Heute ist diese unendliche Langsamkeit, die mein Großer an den Tag legen kann, für mich eine echte Geduldsprobe. Ameisen haben eben für mich ihren Zauber verloren. Das Schreibwarensortiment einer Postfiliale ist für mich auch kein Wunderland mehr und dann habe ich auch noch immer die Uhr im Blick. Eigentlich schade.

In dieser Woche sehe ich nun also die Welt durch Kinderaugen und spare mir jedes überflüssige „nein“, das nur meiner Ungeduld geschuldet ist.

Bislang habe ich also Ameisen entdeckt, bei wirklich schönem Wetter stundenlang im Auto gesessen (als Beifahrer, versteht sich, der Maxi ist gefahren) und andere Dinge gemacht, auf die ich eigentlich keine Lust hatte.

Ich würde lügen, wenn ich behauptete, die Tage wären seitdem total stressfrei. Natürlich gibt es weniger Knatsch, wenn Maxi seltener ein „nein“ zu hören bekommt, aber kaum setze ich wieder eine Grenze (und die sinnvollen Grenzen lasse ich ja nicht fallen) kippt die Stimmung sofort. Trotzdem glaube ich, dass wir in den letzten Tagen deutlich mehr Spaß hatten und alle insgesamt entspannter sind.

Es mag Zufall sein, aber als ich gestern vom Maxi verlangte, seine Legosteine wegzuräumen, hat er das tatsächlich getan und das ist sonst ein riesengroßes Drama.

Vielleicht hat er sich ja gedacht: „Warum eigentlich nicht?“

Eure Mia

Erster! Oder: Was man seinem Sohn so alles abgewöhnen soll

Manchmal denke ich, das kann nur am Testosteron liegen. Der Maxi muss damit bis in die Haarspitzen hinein voll sein.

Es ist nämlich so: Maxi kann nicht verlieren. Genau genommen kann er nicht einmal Zweiter sein. Maxi muss immer der Erste sein.

Beispiele gefällig?

Wenn ich ihn aus der Kita hole frage ich ihn immer, ob er nochmal auf die Toilette muss. Die Antwort lautet in der Regel „Nein!“ Wenn allerdings ein anderes Kind gleichzeitig abgeholt wird, und dieses möchte zur Toilette, dann schreit der Maxi: „Ich zueeerst!!“, rennt los, überholt das andere Kind und springt triumphierend auf den Thron- ob er muss oder nicht.

Bin ich mit Mini und Maxi im Auto unterwegs, muss ich immer zuerst den Maxi aus dem Auto herausholen. Schon wenn ich den Motor ausstelle, wird er nervös: „Ich will zuerst aussteigen!“

Ganz schlimm war es neulich, als wir eine Freundin aus der Kita zu Besuch hatten. Die beiden kletterten im Garten auf die Rutsche und ich dachte, die hätten jetzt erstmal Spaß. Nachdem der Maxi sich erfolgreich als Erster auf die Rutsche gekämpft hatte, rutschte seine Freundin hinterher. Maxi schrie von unten:“Ich zuerst!“ Das Problem beim Rutschen in Endlosschleife war nämlich: Nach dem Maxi ist vor dem Maxi! Ein Teufelskreis!

Ich selber hatte mit diesem Verhalten überhaupt kein Problem. Ich fand es sogar ganz putzig. Hier und da habe ich ihm erklärt, dass es nicht schlimm ist, auch mal anderen den Vortritt zu lassen, aber grundsätzlich habe ich ihn gewähren lassen. Bis die ersten Sprüche von anderen Eltern kamen.

„Du musst dem Maxi mal beibringen, dass er nicht immer Erster sein muss. Das ist nicht gut“, sagte eine Mutter zu mir. „Du musst mal mit dem Maxi reden, der will ja immer Erster sein. Das müsst ihr dem mal abgewöhnen!“, sagte eine Freundin zu mir.

Mir würde ja niemals einfallen, anderen Eltern zu erzählen, was sie ihren Kindern beibringen oder abgewöhnen müssen, daher fehlt mir für solche ungebetenen Ratschläge das Verständnis. In diesem Fall konnte ich es auch inhaltlich einfach nicht nachvollziehen.  Muss ich denn meinem Kind eigentlich alles abgewöhnen? Ist jede Eigenschaft, mit der er aus der Masse austritt, automatisch nicht gut?

Ich kommentiere Maxis Verhalten hier und da, aber ich würde niemals zu ihm sagen: „Bleib stehen und lass den Leo vor!“ Maxi lernt von mir, dass man andere Kinder nicht verletzen darf. Ich gehe zwar nicht immer sofort dazwischen, denn ich finde, Kinder müssen hier und da auch Dinge unter sich regeln. (solange es keine Verletzten gibt). Spätestens zu Hause erkläre ich ihm aber, dass man anderen nicht weh tun darf usw.

Mit seinem Ehrgeiz, immer vorne sein zu wollen, tut er aber doch keinem weh. Die anderen Kinder können genauso gut lernen, auch die Ersten sein zu wollen. Es fällt mir schwer, mein Kind so auszubremsen. Ist es überhaupt richtig, wenn Erwachsene von außen die Spielregeln festlegen, also bestimmen, dass jeder mal Erster sein darf. Ist es nicht auch wichtig für das Sozialverhalten, wenn Kinder sich so etwas selber erarbeiten? Und wenn es ein anderes Kind gar nicht stört, nicht der Erste zu sein? Müssen wir Eltern da wirklich eingreifen?

Maxi wird in seinem Leben oft genug Menschen treffen, die größer oder schneller, stärker oder ehrgeiziger sind als er. Dann wird er in dieser Hinsicht auf ganz natürlichem Wege sozialisiert werden und ich werde das kommunikativ begleiten.

Apropos sozialisiert: Ich bin ja schon ein paar Jahre älter als der Maxi, ich musste lernen, mich anzupassen. Um nicht aus der Reihe zu tanzen und nicht den Unmut anderer Eltern auf mich zu ziehen, habe ich also angefangen, im Beisein anderer Eltern in solchen Situationen halbherzige Kommentare von mir zu geben. „Sollen wir nicht heute mal den Felix vorlassen?“, frage ich meinem davonflitzenden Kind etwas lahm hinterher. Ohne Erfolg natürlich, aber ich finde, ich bin damit allen Seiten gerecht geworden.

Als ich neulich mit dem Mini in Hamburg war, musste mein Mann den Maxi aus der Kita abholen. Abends erzählte er mir, dass gleichzeitig ein anderes Kind abgeholt wurde und der Maxi aufgeregt auf dem Parkplatz  geschrien hat, dass er vorfahren will.

„Und dann sagt doch die andere Mutter erklärend zu mir, dass der Maxi das immer macht, weil er immer Erster sein muss. Als ob ich das nicht wüßte. Wir reden doch miteinander, das ist schließlich mein Sohn! Was denkt die denn?“ Einmischungen von Anderen kann mein Mann noch schlechter ertragen, als ich.

„Und was hast Du geantwortet?“, fragte ich vorsichtig und ahnte schon Schreckliches.

„Ich habe gesagt `Ja, natürlich, das bringen wir ihm so bei!  Zweiter zu sein ist doch keine Option im Leben!`“, antwortete mein Mann grinsend.

Wie ich vermutet habe: Wahrscheinlich doch Testosteron!

Und das andere Kind? Das will neuerdings zumindest auf dem Parkplatz auch immer Erster sein. Mir gefällt das!

Eure Mia

Baby Erstausstattung. Was braucht man fürs Baby?

Jeder Schwangerschaftsratgeber (und ich habe sie alle gelesen) hat seine eigene Liste für die Baby Erstausstattung. Als der Maxi zur Welt kam, war ich trotzdem nicht richtig vorbereitet und habe meinen Mann in den ersten Tagen häufig durch die Babygeschäfte der Gegend geschickt, um weitere (wichtige?) Dinge zu besorgen.

Als ich mich gestern beim Wickeln mal wieder über so einen doofen, unpraktischen Flügelbody ärgerte und mich fragte, wer eigentlich behauptet hat, dass die Dinger praktischer für Babys sind, kam mir die Idee, mal eine eigene Liste zu verfassen. Was gehört wirklich zur Baby Erstausstattung? Ich habe Euch hier im Post ganz ausführlich erklärt, warum ich was für wichtig halte. Unten habt ihr dann eine Baby Erstausstattung -Liste zum Download. Viel Spaß damit.

Baby Erstausstattung- Die Kleidung

Bodys/Strampler: Empfohlen werden  üblicherweise 6-8 Bodys und ebensoviele Strampler.

Ich empfehle mindestens 10 für die Baby Erstausstattung. Babys spucken sich gerne mal so richtig voll. Ein nasser Body wird kalt und das Baby unzufrieden, also müsst ihr es umziehen. Zwei Bodys und/oder Strampler pro Tag sind nicht unüblich, wenn ihr ein Baby habt, das viel spuckt. Mit sechs Bodys kämt ihr dann drei Tage aus, bevor ihr wieder waschen müsst. Wenn man dann noch bedenkt, dass man in diesen Breitengraden immer kurzärmelige und langärmelige Kleidung braucht, und diese zum Teil Buntwäsche und zum anderen Teil weiße Wäsche ist, müsstet ihr andauernd waschen, damit das Kind etwas zum Anziehen habt und in den ersten Wochen habt ihr nicht viel Zeit Wäsche zu waschen.

Größe 50-56 passt tatsächlich nur für wenige Wochen, aber gerade bei den Bodys würde ich trotzdem nicht schon Größe 62 kaufen. Wenn das Baby nicht gerade getragen wird, liegt es auf dem Rücken. Ein zu großer Body wirft Falten und das Baby fühlt sich unwohl. Wenn man Babygeschrei vermeiden kann, sollte man das tun, oder?

Ich finde die für Babys empfohlenen Wickelbodys sehr unpraktisch. Es stimmt, dass Babys es nicht mögen, wenn man ihnen etwas über den Kopf zieht. Das Einpacken in einen Flügelbody finde ich aber viel komplizierter. Einmal schnell über den Kopf gezogen ist viel angenehmer, als stundenlang an Knöpfen rumzufummeln.

Mützen: 2 Stück, auch im Sommer.

Söckchen: Mindestens vier Paar. Die sind so winzig- plötzlich sind se weg!

Jacke: Brauchen Babys auch im Sommer oft.

Zum Schutz der Babykleidung gibt es Halstücher. Wenn Baby spuckt, wird dadurch seine Kleidung nicht nass und kalt und ihr müsst nur gelegentlich das Halstuch wechseln. Zwei bis drei Halstücher sind für Spuckkinder sinnvoll.

Baby Erstausstattung- alles fürs Schlafen

Kinderbett/Babybay:

Beim Großen hatte ich sein Kinderbett neben meinem Bett stehen. Das hatte den Vorteil, dass er sich gleich an sein eigenes Bett gewöhnt hat. Für den Kleinen habe ich mir ein Babybay geliehen. Das ist einerseits praktisch, weil man nachts zum Stillen nicht aufstehen muss. Andererseits ist es sehr schmal, und mein Mini wacht manchmal nachts auf, weil er mit der Hand zwischen die Gitterstäbe gekommen ist. Dagegen hilft ein Nestchen, aber das soll man ja nicht wegen SIDS. Im Ergebnis finde ich das Baby Bay nicht schlecht, aber für die Baby Erstausstattung auch nicht erforderlich.

Wiege/Stubenwage für Wohnzimmer:

Meines Erachtens nicht erforderlich. Wenn das Baby auf einer Decke auf dem Boden liegt, kann man das Baby besser sehen und das Baby kann auch die Umgebung sehen, das macht es zufriedener. Meine Söhne haben beide nicht gerne in der Wiege gelegen. Wir haben jetzt eine Babyhängematte, darin schläft der Kleine super!

Gut ist auch eine Wippe. Das Stillen dauert anfangs auch schonmal eine Stunde. Wenn das Baby endlich satt ist, wollt Ihr es bestimmt gerne weglegen um auch mal die Hände frei zu haben. Legt man das Baby hin, kommt allerdings oft die Milch wieder raus. In einer Wippe liegt das Baby mit dem Kopf etwas höher, so dass ma nes dort auch unmittelbar nach dem Stillen hineinlegen kann.

Ein Laufstall ist ganz gut, wenn es größere Geschwister gibt. Darin ist Euer Baby sicher aufbewahrt (vorausgesetzt das große Geschwisterchen kann noch nicht klettern) wenn Mama mal auf die Toilette muss.

Matratze und Matratzenschutz:

Wenn Euer Baby anfangs spuckt oder die Windel nicht ganz dicht ist, sind das erstmal nur kleine Mengen, die nicht in die Matratze eindringen, sondern vom Laken aufgefangen werden. Aber es kommt die Nacht, in der Euer Baby das erste Mal ins Bett kotzt. Besser, man ist vorbereitet…

Bettlaken

Baby Erstausstattung- Wickeln

Wickeltisch mit Wickelauflage:

Es muss keine spezielle Wickelkommode sein, ihr könnt jede andere Kommode zum Wickeltisch umfunktionieren. Allerdings haben normale Kommoden in der Regel nicht die erforderliche Höhe. Die Wickelkommode sollte Euch ungefähr bis zum Bauchnabel gehen. Ihr werdet viel Zeit mit Wickeln verbringen, es lohnt sich also, an Euren Rücken zu denken. Allerdings gibt es heute zum Beispiel auf DaWanda viele Shops, die Euch Eure Wickelauflage für eine normale Kommode individuell anfertigen. Zum Beispiel HIER

Windeln: New Born, 3-5 kg, 2 Pakete (oder alternatives Wickelsystem)

Wichtig: Wickelzeug nicht nur kaufen, sondern auch dirket dort einsortieren, wo gewickelt wird, damit ihr es greifbar habt, sobald Euer Baby geboren ist.

Wickelauflagen um Müll zu vermeiden vierteln. Das reicht aus. Wem das noch zu viel Müll ist: Handtücher tun es auch.

Einen speziellen Windeleimer braucht man meiner Meinung nach nicht. Anfangs stinkt die Windel noch nicht und später haben wir die Stinkewindeln immer gleich nach draußen gebracht. Ein Windeleimer produziert meines Erachtens unnötig Müll und die Beutel sind auch sehr teuer.

Feuchttücher oder Waschtücher

Der Maxi hat die Feuchttücher nicht vertragen. Besser: Kosmetiktücher mit Wasser und ggf. etwas Öl.

Wird der Popo trotzdem wund, hilf Penatencreme gut (die normale, nicht die Wundschutzcreme). In schlimmen Fällen helfen spezielle Cremes aus der Apotheke.

Heizstrahler über dem Wickeltisch:

Kein Muss, aber definitiv hilfreich. Gerade anfangs ist man so unsicher beim Wickeln- man will ja nichts kaputt machen und ist dementsprechend langsam. Das Baby kühlt dann schnell aus. Mit einem Heizstrahler über dem Wickeltisch ist das Baby viel ruhiger. Wir hatten so etwas nicht- statt dessen hat immer einer geföhnt. Bei Jungs müsst Ihr dabei aber sehr vorsichtig sein, damit sie nicht im hohen Bogen in den Fön pinkeln.

Ein Mobile lenkt beim Wickeln gut ab- hilfreich, wenn Euer Baby nach ein paar Wochen zum Superstrampler wird. Beim Kauf das Mobile von unten anschauen- das ist schließlich Babys Perspektive!

Baby Erstausstattung- Baden

Badewanne, Babythermometer, Haferflocken und neutrales Öl:

Eine Babybadewanne ist eine sinnvolle Anschaffung und gehört in die Baby Erstausstatung- kann man später super als Getränkekühler auf Partys verwenden. Ein Thermometer braucht man nicht unbedingt. Mama ist auch in der Lage, mit der Hand die richtige Temperatur zu prüfen. Zum Baden hat uns die Hebamme Haferflocken empfohlen. EInfach in ein Tuch/Waschlappen geben und im Wasser auswringen, das macht das Wasser schön weich und riecht sogar angenehm.

Handtuch mit Kapuze

Baby Erstausstattung- Unterwegs

Autositz

Kinderwagen inklusive warme Decke/Fußsack, ggf. Lammfell

Tragetuch:

Für mich für die Baby Erstausstattung unverzichtbar. Darin schläft mein Sohn IMMER ein oder ist zumindest extrem zufrieden. Außerdem hat Mama auch mal die Hände frei, obwohl sie das Baby rumtragen muss. Und: Wer öfter das Tragetuch als Transportmittel nutz, anstatt immer Kinderwagen oder MaxiCosi, verhindert einen platten Hinterkopf.

Manduca oder andere Tragesysteme erst ab 8-12 Wochen bzw. mindestens 4 Kilo

Wickeltasche und Feuchttücher für unterwegs. Wickeltaschen sind m.E. übrigens immer zu klein! Kleiner Tip: Ein kleines Täschchen mit Windeln und Feuchttüchern immer im Auto haben. Unorganisierte Mamas wie ich stehen viel zu oft ohne Windel da.

Baby Erstausstattung- Alles fürs Stillen

Stillkissen:

Das Stillkissen gehört in die Baby Erstausstattung, und am Besten kauft Ihr es schon relativ früh in der Schwangerschaft. Es erleichtert Euch nämlich das Liegen, wenn der Bauch langsam dicker wird und Ihr nachts deswegen nicht mehr gut schlafen könnt. Dank Stillkissen habt Ihr die Hände beim Stillen frei- und Stillen dauert anfangs gerne mal eine Stunde. Außerdem wird der Arm gerade im Sommer sonst auch so schwitzig…

Spucktücher: Nehmt, was ihr kriegen könnt! Die Tücher müssen nicht neu sein, also ruhig auch von anderen Eltern einsammeln. Mein Großer war ein extremes Spuckkind. Nach jedem Stillen kam immer wieder ganz viel raus. Die Tücher riechen dann nicht besonders gut… Außerdem muss man sie immer griffbereit haben. Also gehört eines in den MaxiCosi, in den Kinderwagen, ins Wohnzimmer, ins Schlafzimmer, in die Wickeltasche, auf den Wickeltisch…

Still BHs , 3 Stück Am Besten ohne Bügel, die können nämlich am Stillbusen ganz schön weh tun.

Stilleinlagen. Wenn bei Euch die Milch oft läuft, sind Silikonstilleinlagen super, die verhindern, dass sich die Brustwarzen aufstellen und so fließt erst gar nichts.

Stilltee, kühlende Stilleinlagen, Brustwarzencreme (Lansino)

Flaschen, Sauger, Beutel-Fencheltee

Bei Flaschennahrung: 6 Milchflaschen mit Saugern, Thermoskanne für Wasser (da sollte noch kein Tee oder Kaffee drin gewesen sein), Pre- oder HA-Pre Nahrung. Auch Still-Mamis empfehle ich, das Zeug im Haus zu haben. Sonst geht es Euch wie mir in der ersten Nacht zu Hause.

Praktisch (und bei Flaschenkindern fast unverzichtbar) ist ein Vaporisator zum Sterilisieren der Flaschen.

Baby Erstausstattung- Zubehör

Babyfon (je nach Wohnsituation). Wir haben das Angel Care mit Bewegungsüberwachung. Mich beruhigt das. Im BabyBay funktioniert das allerdings nicht, da es dort auch Eure eigenen Bewegungen wahrnimmt, also nicht Alarm geben kann, wenn sich Euer Baby nicht mehr bewegt.

Babydecke:  Eine schöne, kleine Babydecke ist superpraktisch um sie zu Hause, im MaxiCosi, im Kinderwagen schnell mal überzuwerfen, ohne dass man das Kind jedesmal, wenn die Sonne hinter einer Wolke verschwindet, umziehen muss. Außerdem könnt Ihr Euer Baby darauf ablegen, wenn Ihr unterwegs seid.

Krabbeldecke und Spielzeug (je nachdem wie kalt Euer Fußboden ist, eine weitere Decke zum Unterlegen). Auch ganz kleine Babys möchten etwas zum Gucken haben. Super ist ein Activity-Center aus Holz, unter das Ihr Euer Baby legen könnt.

Babynagelschere: Kauft eine richtig gute, z.B von einem Messerhersteller. Ich hatte Anfangs eine aus einem Drogeriemarkt, die leider nicht gut funktioniert hat- und Babynägelschneiden ist sowieso ein Abenteuer.

Digialthermometer. Babys reagieren auf alles mit Fieber. Die meisten Mamis haben während der Stillzeit eine erhöhte Temperatur, deswegen können sie Babys Temperatur nicht richtig einschätzen.

Schnuller (gut, Mollis, Gr 1. Häßlich, aber Babys stehen drauf)

Kissen: Babys brauchen im Bett kein Kissen. Allerdings haben heute viele Kinder einen ganz platten Hinterkopf, weil sie Tag und Nacht auf dem Rücken liegen. Manchmal wächst sich das wieder raus, sobald die Kinder größer sind, manchmal aber auch nicht. Es gibt daher besondere Kissen, die das Plattliegen verhindern können.

Kirschkernkissen: Drei Monats Koliken gehören zu den blödesten Nebenerscheinungen bei Neugeborenen. Ein Kirschkernkissen beruhigt.

Große Binden:

Ich will ja niemanden beunruhigen, aber der Wochenfluss ist anfangs heftig! Eine starke Regelbluting ist nichts dagegen!

Babyshopping- Liste (anklicken zum herunterladen)

Baby Erstausstattung

Aus den Untiefen der Babyklamotten-Kiste

Am 22. September sind Bundestagswahlen. Ist das nicht herrlich? Ein festes Datum, an dem man sich entscheiden muss!

Für die meisten Entscheidungen im Leben gibt es keine Termine. Solche Entscheidungen schieben Menschen wie ich endlos vor sich her. Die Dinge landen auf der „Ich-müsste-mal-Liste“, wo sie erstmal gut aufgehoben sind.

Auf meiner „Ich –müsste-Mal-Liste“ steht derzeit ganz oben der Punkt: Babyklamotten aussortieren.

Eigentlich wollte ich das schon vor dem Urlaub gemacht haben. Ein paar Mal war ich sogar schon kurz davor, aber dann habe ich es wieder nicht geschafft. Ich schleiche um den Schrank mit Minis Klamotten wie eine Katze um den heißen Brei.

Das Problem ist, dass ich mich nicht entscheiden kann, was ich mit den Klamotten machen soll.

Als der Maxi sich nach wenigen Wochen von Größe 56 verabschiedete, packte ich die süßen Teile in einen leeren Pampers Karton, schrieb mit Edding die Größe darauf, klebte den Karton zu und lagerte ihn im Abstellraum unterm Dach. Dann drehte ich mich freudestrahlend um und kaufte neue Klamotten. Die eingelagerten Sachen würde ich für Baby Nummer 2 wieder hervorholen.

Im Hervorholen war ich bis jetzt ganz groß! Welche Freude, einen Karton nach dem anderen aus dem Abstellraum zu ziehen und die süßen Teile wiederzusehen, in denen ich den Maxi so gerne gesehen habe. Sechs Kartons habe ich schon ausgekramt- und null Kartons wieder zurückgestellt.

Die Frage ist nämlich: Was mache ich jetzt mit den Sachen? Wieder ab in den Karton und zurück in den Abstellraum? Oder lieber verkaufen? Denn hinter dieser Frage steht die ganz große Frage: Will ich noch ein Kind?

JA schreit mein Herz. Guck sie dir doch an, die Süßen! Davon kann man gar nicht genug haben!

NEIN, ruft mein Verstand! Wie willst Du das schaffen, ohne noch größere Abstriche bei deinen eigenen Bedürfnissen und deinem eigenen Leben?

Wie soll ich das entscheiden? Der Mini ist doch gerade erst geboren! Jetzt sofort brauche ich kein weiteres Baby, aber vielleicht in ein oder zwei Jahren…?

Mit meinen Schwangerschaftsklamotten ist es ganz genau so. Sie nehmen nur Platz im Kleiderschrank weg, aber ich sehe sie so gerne dort hängen. Ich habe die Schwangerschaften (weitgehend) genossen. Dieses Gefühl der ersten Wochen, wenn es nur ein süßes Geheimnis ist. Dann die Freude über die ersten Kindsbewegungen und schließlich die deutlichen Tritte- ein Gefühl, so faszinierend, dass man davon nicht genug bekommen kann, wäre da nicht die unendliche Vorfreude darauf, das Baby endlich im Arm zu halten. Werde ich das nie wieder erleben?

Der Abschied von den Babyklamotten ist wohl so etwas wie ein weiterer Abnabelungsprozess. Wenn ich die Sachen nicht wieder in eine Kiste packe, sondern sie für immer weggebe, dann schneide ich mir damit die Babyjahre ab. Wunderbare Jahre liegen noch vor uns, und darauf freue ich mich, aber mit jeder Kleidergröße, die ich ausmiste, schließe ich ein Kapitel. Für eine Vollblutmama wie mich, die am liebsten jede Sekunde festhalten würde, und die sich schon heute vor dem Augenblick fürchtet, in dem das erste Kind ausziehen wird, ein sehr schwieriger Prozess.

An dieser Stelle habe ich eine lange Schreibpause eingelegt. Ich habe mir etwas zu essen gemacht und überlegt, wie ich diesen Post beenden soll. Habe ich jetzt noch einen Kinderwunsch oder nicht? Packe ich die Klamotten wieder ein oder gebe ich sie weg? Verwechsle ich das sentimentale Moment, das so ein Ausmisten von Babyklamotten zweifelsohne mit sich bringt, mit der Sehnsucht nach einem weiteren Kind?

Leider weiß ich es immer noch nicht so genau, aber ich werde mich langsam herantasten. Die schönsten Sachen werde ich aufheben, vielleicht braucht eine meiner beiden Schwestern sie ja eines Tages?

Der Rest wird verkauft! Also, ich könnte mir vorstellen, den Rest in absehbarer Zeit eventuell zu verkaufen.

Vielleicht nach den Bundestagswahlen…

Eure Mia

Unterwegs mit dem Mini- mein Tag in Hamburg mit NUK

Als ich die Zahl auf dem Navi sah, wurde es mir doch ein bißchen mulmig: 470 km! 470 km von Bonn bis hinter Hamburg, die ich alleine mit dem Auto zurücklegen wollte. Mit an Bord mein Mini. Wird er unterwegs viel schreien? Wird es mit dem Stillen klappen?

Ich war auf dem Weg zu einem Kochevent. Die Firma NUK hatte vier Blogger eingeladen,  in der Gutsküche vor den Toren Hamburgs gemeinsam mit dem Koch und frischgebackenen Vater Matthias Gfrörer Baby- und Kindergerichte zu kochen.

Ich war sehr aufgeregt und die Fahrt mit dem Baby lag mir am Abend vorher schwer im Magen. Zum Glück hat alles ganz toll geklappt: Kaum war ich losgefahren, schlief der Mini ein und forderte die erste Mahlzeit erst nach 300 km ein. Das Stillen und Wickeln am Rastplatz war überhaupt kein Problem.

Nach einer guten Nacht in einem sehr schönen Hotel traf ich am nächsten Morgen die anderen Blogger beim Frühstück, bevor wir gemeinsam zur Gutsküche aufbrachen.

Die Gutsküche ist ein wunderschönes Restaurant. Wer in der Nähe von Hamburg wohnt, muss unbedingt mal dorthin. Es gibt dort saisonale Landhausküche aus Bioprodukten. Die Gutsküche steht inmitten eines Biohofes. Die Kinder der anderen Blogger hatten einen Riesenspaß, als wir über den Hof gingen, dort die Tiere anschauten, fütterten und einen Teil der Produkte ernteten, die wir später verkochten.

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Jeder Blogger hat mit dem Koch ein Gericht gekocht. Das ganze wurde gefilmt und die Aufnahmen werden als Kochtutorials veröffentlicht werden, damit man die Gerichte ganz einfach nachkochen kann. Dazu hatte NUK eine Stylistin engagiert, die sich um unsere Haare und Make Up kümmerte.

Ich war begeistert davon, wie leicht man mit den NUK Produkten z.B. Babybrei zubereiten und aufbewahren kann. Der Mini wird garantiert zumindest nicht nur Gläschenkost bekommen.

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Besonders leicht machte es uns eine neue Küchenmaschine von NUK. Darüber darf ich noch nicht zuviel verraten, denn das Gerät wird erst ab Oktober offiziell vermarktet. Auf den Verkaufsstart können sich aber alle Eltern schonmal freuen- das Gerät ist gold wert!

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Abends um 21:00 war ich wieder zu Hause- voll bepackt mit NUK Produkten und Eindrücken von einem ganz tollen Tag. Ich bin sehr froh, dass ich die Fahrt alleine mit Baby nicht gescheut habe.

Vielen Dank an die Firma NUK für die Einladung und diesen wunderschönen Tag. Ihr habt Euch so toll um uns gekümmert und uns sehr verwöhnt, von der Hotelübernachtung bis zu dem riesengroßen Goodiebag mit den allerbesten NUK Produkten und Spielzeug für meinen Maxi, den ich zu Hause gelassen hatte.

Das war Blogger Relations at its best!

 

Alle Bilder (C) Timm Korth

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Schläft er schon durch?

„Und? Schläft er schon durch?“ -egal wo man mit seinem Baby auftaucht, irgendeiner fragt immer!

Durchschlafen ist sozusagen der Schwanzvergleich unter Müttern. Und ich gebe zu: Ich vergleiche mit! Bedauerlicherweise aber nicht von der prahlenden Seite der Mütter mit den schlafenden Superbabys, nein, ich stehe auf der Seite der Mütter, die neidisch auf die anderen Eltern schielen, deren Kinder durchschlafen- soweit die Tränensäcke das Schielen überhaupt erlauben.

Und so schiele ich momentan jede Nacht zu unseren Nachbarn rüber. Deren Sohn ist fünf Tage vor unserem Mini geboren.

In den ersten Babynächten habe ich unsere Nachbarn geliebt. Wann immer der Mini sich nachts meldete- bei den Nachbarn war schon Licht an.

Neulich nachts verlangte der Mini gegen 4:00 Uhr nach einem kleinen Snack. Ich stillte ihn mit dem beruhigenden Gefühl, dass nur wenige Meter entfernt auch eine Mama und ihr Baby gerade miteinander beschäftigt sind, und ich somit nicht die Einzige, die in der Dunkelheit wacht.

Nachdem der Mini wieder eingeschlafen war, ging ich kurz ins Bad und warf bei der Gelegenheit einen Blick aus dem Fenster. Das Nachbarhaus lag dunkel. Ach, die schlafen noch, dachte ich wohlwollend und ging wieder ins Bett.

In der darauffolgenden Nacht spielte sich gegen 4:30 Uhr die gleiche Szene ab. Schon wieder Dunkelheit im Nachbarhaus. Seltsam!

Als auch in der nächsten Nacht gegen 4:00 Uhr kein Licht im Nachbarhaus brannte, da musste ich einsehen: Der Kleine schläft durch!!

Wie gemein ist das denn bitte? Die lassen mich einfach alleine in der Dunkelheit zurück?! Also, mit dem spielt mein Sohn demnächst aber nicht! So ein egoistisches Kind kommt mir nicht ins Haus. Keine Teamfähigkeit, der Kleine!

Natürlich macht es meine Nächte nicht besser, wenn die Nachbarn auch nicht schlafen können, aber es hat sich einfach so schön angefühlt. Als der Maxi ein Neugeborenes war, war weit und breit nirgendwo ein Licht zu sehen. Es waren kalte, dunkle Winternächte und mir kam es so vor, als wäre ich ganz alleine auf der Welt, wenn ich nachts mein Baby durchs Haus trug. Das ging so weit, dass ich neidisch auf die Frau in der Wick-Medinait-Werbung war. Wie die sich so in ihr Bett kuschelte, um zu schlaaaafen, ach… Dieses Mal sind es laue Sommernächte im Lichte des Nachbarhauses- ich fand das schön! Und es wurmte mich ganz enorm, dass die Nachbarn offenbar schon einen Schritt weiter waren als wir!

Vorletzte Nacht ist mir dann etwas ganz blödes passiert. Da schläft der Mini seelig in seinem Bett und ich wache auf, weil ich Pipi muss! Super! Es war ungefähr 3:00 Uhr. Gewohnheitsmäßig warf ich einen Blick aufs Nachbarhaus und was sehe ich? Da brennt Licht!

Habe ich deswegen in den letzten Nächten kein Licht bei denen gesehen, weil die immer schon viel früher wach sind als wir? Ja natürlich, das wird es sein. Wenn Mini und ich um 4:00 Uhr den ersten Boxenstopp einlegen, sind die Nachbarn schon mit der ersten Fütterung durch!

Augenblicklich ging es mir besser. Wenn wir schon unsere anfängliche Leidensgenossenschaft aufgeben, dann bitte wenigstens zu meinen Gunsten! Wenn ich  nämlich auch noch den nächtlichen Schwanzvergleich verliere, dann halte ich diese Müdigkeit einfach! nicht! aus!

Vorsichtshalber werde ich jetzt lieber nicht mehr zu den Nachbarn rüberschielen.

Eure Mia