Mias Must Haves

Es ist bereits fast zwei Jahre her, dass meine Schwester auf einem Markt in Hamburg auf die wunderbaren Bügelbilder von Evy, die Inhaberin des Shops Kinder+Raum stieß.

Meine Schwester machte gleich einen Großeinkauf und schenkte mir das Bügelbild mit der Aufschrift: „Ich kann Pekip“. Ich bin sonst nicht für blöde Sprüche auf T- Shirts, aber dieser ist einfach so süß und so witzig- wir sind schon unzählige Male darauf angesprochen worden.

Evy ist selber Mutter, daher treffen die Aufschriften der Bügelbilder vermutlich so sehr ins Schwarze. Als ich bei ihr anfragte, ob ich ihren Shop in meinem Blog vorstellen dürfte, hat sie mir ihren persönlichen Favoriten unter den Bügelbildern ans Herz gelegt: „Durchschlafen wird überbewertet.“ Es gibt aber auch „Durchschläfer“, „Geburtstagskind“, „Kindergartenkind“ und viele mehr.

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DIe Bügelbilder sind von toller Qualität, sind einfach zu handhaben, überstehen jede Wäsche und haben einen fairen Preis. Mein Tip: Gleich ein paar mehr bestellen- sie eignen sich wunderbar als Mitbringsel bei spontanen Einladungen- darüber freut sich jeder!

Es gibt im Online Shop auch Schlüsselanhänger, Wandtatoos und andere schöne Dinge. Schaut mal rein.

Und für diejenigen, die in Hamburg wohnen: Evy ist jeden Dienstag mit einem festen Platz auf dem Isemarkt

Viel Spaß beim Stöbern und Shoppen! www.kinderundraum.de

Eure Mia

Gewinner des Buches „Babypoesie“

Seit ein paar Tagen bin ich dem Sohn mit meinen Losen hinterhergelaufen, aber der hatte bei dem Wetter einfach besseres zu tun, als meine Glücksfee zu spielen.

Also habe ich gestern abend selber in den Lostopf gegriffen.

Die Gewinnerin von Arno Wilhelms Buch „Babypoesie“ ist:  Anne!

Herzlichen Glückwunsch!

Schickst Du mir Deine Postanschrift an Miasommer1978@googlemail.com?

Euch allen einen wunderschönen Sommertag!

Eure Mia

Der Opa im Himmel

Meinen Schwiegervater habe ich leider nie kennengelernt. Er starb gestern vor 13 Jahren, lange bevor sein Sohn und ich uns das erste Mal begegnet sind.

Der 1. August ist immer ein trauriger Tag für meinen Mann. Besonders traurig macht ihn, dass sein Vater seine Enkelsöhne nicht mehr erlebt hat.

Gestern abend saßen mein Mann und ich abends auf dem Sofa, und zum ersten Mal an einem 1. August stand nicht nur die traurige Erinnerung an diesen Tag vor 13 Jahren im Vordergrund. Eine kleine Anekdote mit unserem Großen vor ein paar Tagen zauberte uns ein Lächeln ins Gesicht.

Wir waren auf dem Heimweg von meinen Eltern, wo wir ein Abschiedsessen für meine Schwester veranstaltet hatten, die seit gestern in der Schweiz lebt. Meine Schwester saß mit im Auto, da sie die Nacht noch bei ihren Neffen verbringen wollte, um von uns aus am nächsten Morgen in ihr neues Leben aufzubrechen.

Meine Schwester und ich quasselten während der Fahrt wie üblich eifrig miteinander, aber so ein Mutterohr ist ja immer auf Empfang, und so hörte ich plötzlich mit einem Ohr meinen Großen zu meinem Mann sagen:

„Papa, wo ist eigentlich Dein Papa?“

Sofort unterbrachen meine Schwester und ich unser Gespräch um gespannt dem nun folgenden Dialog zu folgen.

Die Frage kam so unvermittelt, aus dem Nichts. Die erwachsenen Insassen im Auto waren erstmal baff.

Nach kurzem Überlegen sagte mein Mann: “ Mein Papa lebt nicht mehr, der ist tot.“

Kurzes Schweigen. Dann die zu erwarten gewesene Nachfrage: „Warum?“

Mein Mann antwortete: „Der war ganz schlimm krank.“

Wieder Schweigen. In meinem Sohn arbeitete es fast hörbar. Dann sagte er:

„Mir tut mein Bein auch ganz schlimm weh.“

Mein Mann antwortete mit Rührung in der Stimme: „Mach Dir keine Sorgen Mäuschen, Dein Bein wird wieder gesund, das tut morgen nicht mehr weh! Mein Papa war viel, viel schlimmer krank.“

Ich hätte mich gerne eingemischt, wollte meinem Sohn eine kindgerechte Erklärung geben, ihm das Thema so gerne so verpacken, dass es nichts Erschreckendes für ihn hat, aber das war nicht mein Gespräch. Dieses Gespräch schien mir eine Sache zwischen meinem Mann und meinem Sohn.  Also biss ich mir auf die Zunge.

Mein Sohn fragte meinen Mann: „Aber wo ist der denn jetzt?“

(Puh, endlich das Einfallstor für die kindgerechte Erklärung)

„Der ist im Himmel, Mäuschen“, antwortete mein Mann.

Der Sohn schaute aus dem Fenster nach oben: „So wie die großen Bäume?“ Weiter als bis zu den Spitzen der höchsten Bäume geht der Himmel für ihn noch nicht.

„Ja“, antwortete mein Mann und der Sohn schaute weiter aus dem Fenster nach oben, als würde er in jeder Baumkrone seinen Opa vermuten.

Meine Schwester und ich hatten während des ganzen Gesprächs den Atem angehalten und mein Mann war spürbar extrem bewegt. Das war das unglaublichste Gespräch, das wir bis hierhin mit dem Sohn hatten.

Es fühlte sich gestern ein bißchen so an, als würde sich ein bis dahin offener Kreis schließen. Der Opa ist 13 Jahre nach seinem Tod im Leben seines Enkels angekommen.

Eure Mia