Kinderlärm verboten. Der neue Trend bei asiatischen Airlines

Was für eine lustige Idee!

In Asien bietet jetzt bereits die dritte Airline Plätze an, die garantiert frei von Kindergeschrei sind, wie ich diesem Artikel im Stern entnommen habe. Gegen einen kleinen Aufpreis von ca. 10 Euro wird man auf einem Sitzplatz in einem Bereich des Flugzeuges eingebucht, in dem Kinder unter 12 Jahren keinen Zutritt haben.

Bevor ich mich darüber schlapp lache, muss ich mich ganz kurz ein wenig aufregen!

Kinder gehören zum Leben dazu. Das gilt auch für Flüge und ja, sogar für Langstreckenflüge. Ich bin in meinem Leben schon viel geflogen, nach dem Abitur habe ich ein Jahr lang als Flugbegleiterin gearbeitet (nur Langstrecke), und ich habe es noch nie erlebt, dass ein Baby den ganzen Flug über schreit. Ein bißchen Geschrei hält wohl jeder aus, oder? Auf engem Raum mit anderen Menschen müssen wir schließlich nicht selten auch Schnarchen aushalten, oder Schmatzen. Auch dauerbrabbelnde Sitznachbarn muss man ertragen, genauso wie nörgelnde, schimpfende, stinkende…

Babygeschrei finden die Asiaten aber anscheinend so dramatisch, dass man dort seine Fluggäste davor beschützen möchte.  Auf die Idee, eine Deo-Pflicht einzuführen, oder eine Lautstärkenbegrenzung für Gespräche, darauf kämen sie wohl nicht. Kinder sind demnach wohl das Schlimmste, was einem auf einem Flug passieren kann. Ein sehr trauriges Bild!

Über die vermeintliche Lösung des „Problems“ kann ich aber nur lachen! Bei der asiatischen Airline Scoot, die nun mit dem kinderlärmfreien Flug wirbt, sind die Reihen 21-25 ausschließlich für Erwachsene reserviert. Bauen die dann davor und dahinter Wände ins Flugzeug ein? Normalerweise sind unterschiedliche Bereiche im Flugzeug durch Vorhänge getrennt. Können asiatische Vorhänge Babygeschrei abhalten? Sollte ich mal mit Scoot irgendwo hin fliegen, werde ich darauf bestehen, mit meinen Kindern in Reihe 20 oder 26 zu sitzen. Da darf man dann ja Lärm machen, so viel man möchte, richtig?

Ich hätte auch noch einen Vorschlag: Man könnte ja gleich alle Probleme von Langstreckenflügen auf diese Weise beseitigen: Reihe 1-15: Kinder. Reihe 16-23: Schnarcher. Reihe 24-35: Menschen mit lautem Organ. Reihe 36-42: Dauerbrabbelnde Personen. Reihe 43-50: Notorische Nörgler und Klingelknopfbetätiger. Das wird ja dann ein ganz ruhiger Flug für alle. Oder etwa nicht?

Eure Mia

 

 

Pampers Blogger Cafe

Pampers gehören zu meinem Haushalt wie Nutella! Aus Sicherheitsgründen gibt es hier  für beides eine Vorratshaltung!

Ich habe allerdings einen Verbesserungsvorschlag, den ich Pampers gerne mal unterbereiten wollte. Als vor einiger Zeit über Schwangerinmeinerstadt eine Einladung zum Pampers Blogger Cafe ins Haus flatterte, sah ich meine Chance gekommen und sagte umgehend zu.

Letzte Woche durfte ich dann gemeinsam mit Frl. NullPunktZwo, Blumenpost, Lila Zauberhaft,  und weiteren Mama Bloggern 40 Jahre Pampers in Deutschland feiern.

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Es war ein sehr schöner Nachmittag in Köln. Und schließlich konnte ich auch loswerden, was mir auf dem Herzen lag:

Liebes Pampers-Team, bitte helft einer verzweifelten Mutter.  Nein, natürlich ist es nicht Eure Schuld, dass mein Sohn ein kleiner Trotzkopf ist, aber Ihr habt es in der Hand, mir das Leben etwas leichter zu machen: Bei uns gab es nämlich eine zeitlang dauernde Diskussionen und Geschrei bei jedem Windelwechsel, weil der Maxi darauf bestand, nur die Windeln mit den Löwen angelegt zu bekommen. Leider gibt es aber in jedem Karton zwei verschiedene Motive. Mir blieb daher nur übrig, entweder jede zweite Windel wegzuwerfen, oder mir regelmäßige Kämpfe mit meinem Sohn zu liefern. Der Nachbarsjunge sah das etwas gelassener, so dass mir seine Mutter, die das Spektakel einmal miterlebte, anbot, wir könnten einfach unsere Giraffenwindeln gegen ihre Löwenwindeln eintauschen. Bei diesem Gespräch wurde mir klar, wie sehr der Maxi mich manchmal im Griff hat und ich lehnte dankend ab.

Also, bitte, bitte, ab dem Trotzalter (Windelgröße 5) nur noch einheitliche Motive 🙂

Ich hab´s den Vertretern von Pampers gesagt. Ob sie´s wohl umsetzen werden…?

Mir fällt gerade ein, wir hätten auch einfach die Giraffenwindeln aussortieren und für den Mini aufbewahren können. Ach nee, dann hätte der eines Tages in der Kita entdeckt, dass ein Kollege Löwen auf der Windel hat und dann…nicht auszudenken, was dann hier los gewesen wäre…

Eure Mia

Gewinnerin der „Freche Spatzen“ Verlosung

Der kleine Glücks-Elf ist schon im Bett (ole ole!), daher habe ich gerade selber in den Lostopf gegriffen.

 

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Die Gewinnerin ist: Carolin von Noah Mit Liebe gemacht.

Liebe Carolin, den Gutscheincode habe ich gerade an Deine Mailadresse geschickt.

Herzlichen Glückwunsch!

Und allen anderen sei gesagt: Das nächste Gewinnspiel wartet schon- ich handle gerade noch die Konditionen aus 🙂

Eure Mia!

Traut Euch! Gedanken zum Hochzeitstag

Heute vor vier Jahren war ich die wahrscheinlich strahlendste Braut ever!

Ich habe immer davon geträumt, zu heiraten und eine Mama zu werden. Oft sind Träume und Wirklichkeit am Ende leider nicht so richtig übereinstimmend. Das ist auch in meinem Fall so, allerdings im positiven Sinne: Dass es so schön sein würde, hätte ich mir nicht erträumt.

Als die Party vorbei war, flüsterte mir ein kleines Teufelchen ins Ohr: „So, den haste jetzt Dein Leben lang an der Backe!“ Als ich den ersten Schock darüber überwunden hatte, fühlte es sich großartig an und das tut es bis heute.

Nein, man muss nicht heiraten, man kann tatsächlich auch ohne Trauschein glücklich zusammenleben. Aber ein Trauschein ändert eben doch etwas.

Wenn man verheiratet ist, ist das Zusammengehörigkeitsgefühl viel größer, und das ist schön!

Manche meinen, zu heiraten koste einen die Freiheit. Ich meine,  zu heiraten schenkt dir erst die Freiheit. Wenn man die Liebe gefunden hat und sich entscheidet, mit diesem einen Menschen gemeinsam durchs Leben zu gehen, dann ist das genau die sichere Basis, die man braucht, um frei zu sein. Ein sicherer Halt, eine feste Basis, die jede Entscheidung mit dir gemeinsam trägt und die Folgen aushält, das ist für mich Freiheit.

Wenn unverheiratete Paare ein Kind bekommen, gehen sie zum Standesamt und lassen die Vaterschaft anerkennen. Das ist eigentlich nichts anderes, als wenn man heiratet, nur dass man sich zum Heiraten etwas Schönes anzieht 🙂

Zögert Ihr noch? Traut Euch! Ist schöööön 🙂

Eure Mia

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Das ist doch lustig, Mama!

Endlich habe ich herausgefunden, warum meine Nachmittage so stressig sind!

Jaja, schon klar, ich habe zwei kleine Kinder, deshalb ist es stressig, aber das meine ich nicht.

Es ist nämlich so: Ich LIEBE Kinder! Meine sowieso! Ich habe einen riesigen Spaß daran, mit dem Maxi herumzualbern, mit ihm diese herrlichen Kinderbücher anzuschauen und einen ganz bunten Nachmittag zu verbringen, während der Mini sich in meinen Arm kuschelt.

Ich finde es toll, zwei Jungs zu haben, mit denen ich jeden Tag lustige Sachen machen kann. Deswegen bereite ich oft schon etwas vor, bevor ich den Maxi aus der Kita hole. Ich baue eine Höhle unter unserem Esstisch. Ich bereite ein schönes Picknick hoch oben in Maxis Kletterturm im Garten vor oder ich plane, gemeinam einen Kuchen zu backen oder…ach, ich habe so viele Ideen.

So viel zur Theorie. Dann kommt Maxi und schreitet zur Praxis.

Mein Picknick wird nichteinmal beachtet. Ich klettere alleine auf den Kletterturm, sitze dort eine Weile und ernte für mein demonstratives: „sooo leckere Melonen, mmhh!“ höchstens einen mitleidigen Blick. Inzwischen ist der Mini aufgewacht und brüllt, weswegen ich mich geschlagen gebe und wieder hinunterklettere. Der Maxi hat derweil eine wichtigere Beschäftigung gefunden- er muss sämtlichen Sand mit einer Schaufel aus dem Sandkasten auf die Wiese befördern. Das habe ich zwar verboten, aber das interessiert ihn nicht besonders, schon gar nicht, wenn ich es gerade sowieso nicht ändern kann, denn ich sitze fest- ich muss stillen.

Das Kuchenbacken macht dem Maxi Spaß. Zwei Minuten lang. Danach tobt er lieber im Wohnzimmer rum. Mir bleibt nichts anderes übrig, als den Kuchen alleine fertig zu backen. Als ich ins Wohnzimmer komme, hat der Maxi alle Sofakissen auf den Boden geworfen und wälzt sich darin. Unser Sofa nebst Kissen ist weiß- unser Fußboden ist eher grau- staubgrau! Und das sind dann auch unsere ehemals weißen Sofakissen.

Eine Höhle ist eine super Idee, allerdings muss man in so eine Höhle auch Sachen hineinschleppen. Welche Sachen, das überlegt man sich dann beim Auskippen sämtlicher Spielzeugkisten. Aufräumen- ach, jetzt bin ich aber viel zu müde.

Am Ende des Tages stehe ich oft völlig kaputt da. Dabei hatte ich mir alles so schön vorgestellt. Ich wollte doch so gerne die lustige Mutter sein, die mit ihren zwei Jungs lustige Sachen macht.

Maxi ist am Ende des Tages nie kaputt. Er hatte so viel Spaß:

Papa sagt immer, unser Garten sieht unmöglich aus. Sand tut dem Rasen sicher gut. Maxi hat so hart gearbeitet und den halben Sandkasten auf die Wiese entleert. Da wird Papa sich bestimmt freuen! Warum regt Mama sich bloß so auf?

Die Sofakissen sind Wellen im Meer und er hat darin schwimmen geübt. Schließlich fahren wir bald ans Meer.

Und in einer seiner Spielzeugkisten hat er ganz unten den Hubschrauber entdeckt, den ihm seine Tante vor langer Zeit geschenkt hat. So ein Glück, dass der wieder da ist!

Das Problem ist also nicht, dass ich keine Lust hätte, mit den Jungs einen lustigen Nachmittag zu verbringen. Das Problem ist, dass sie so ganz andere Vorstellungen von „lustig“ haben.

Eine Lösung? Habe ich nicht! Aber eventuell ziehe ich heute nachmittag meinen Bikini an und springe in die Wohnzimmerkissen-Fluten. Aber wie ich den Maxi kenne, hat er ausgerechnet heute Lust auf Melonen-Picknick im Kletterturm…

Eure Mia

Das bekommt Mama gebacken!

Ich stehe wahnsinnig gerne in der Küche. Um zu kochen. Backen ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln, weswegen ich dem Herrn Oetker sehr dankbar für seine Dienste bin.

DIese Woche haben wir allerdings den Namenstag vom Maxi gefeiert und ich dachte mir, ich könnte doch ausnahmsweise mal selber backen. Ich stöberte also ein wenig im Internet umher und wurde prompt inspiriert.

Das mit dem Backen habe ich sogar prima hinbekommen, allerdings war der Clou des Kuchens in die Hose gegangen, weil neben Backen auch räumliches Denken nicht meine Stärke ist. Das Herz steht also auf dem Kopf-schade! Trotzdem waren die Gäste begeistert.

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Zusätzlich zu diesem bezaubernden Herzkuchen gab es eine Dresdener Eierschecke. Ich denke immer, wenn die Gäste nach dem Rezept fragen, dann war es richtig gut. Das Rezept für die Eierschecke wollten alle haben.

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Das Rezept für den Herzkuchen stammt vom Backbuben, gefunden habe ich es bei Tastesheriff.

Das Rezept für die Dresdener Eierschecke geht so:

Zutaten:

1 kg Quark

3 Packungen Vanillepudding

7 Eier

1,5 Tassen Zucker

250 g Butter

380 ml Milch

Zubereitung:

a) Quarkmasse

1 kg Quark, 2 Packungen Vanillepudding, 2 Eier und 1 Tasse Zucker in eine Schüssel geben und vermengen. Die Masse in eine gefettete Springform geben.

b) Schecke

1 Packung Pudding mit der oben angegebenen Menge Milch und  1/2 Tasse Zucker nach Packungsanleitung kochen. Die Butter in den heißen Pudding geben. Pudding abkühlen lassen. 5 Eier trennen. Die fünf Eigelb in den abgekühlten Pudding geben. Die 5 Eiweiß zu Schnee schlagen und vorsichtig unter den Pudding heben.

Die Puddingmasse auf die Quarkmasse in die Springform geben.

Backzeit:

Zunächst 10 Minuten bei 200 Grad (Umluft) und danach 90-100 Minuten bei 150 Grad (Umluft) backen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Eure Mia

Verlosung Mom-Shirt/ Gutschein

Ich habe einige Nachfragen erhalten, woher denn das schöne Shirt mit der Aufschrift „Mom“ aus dem Post von gestern stammt.

Das Shirt habe ich im Online Shop „Freche Spatzen“ entdeckt.

„Freche Spatzen“ ist ein toller Online Shop, der mir besonders gut gefällt, weil es dort auch schöne und ausgefallene Dinge für kleine Jungs gibt.

„Freche Spatzen“ hat mir nun freundlicherweise einen Gutschein für meine Leser in Höhe von 25 Euro zur Verfügung gestellt, damit Eure Liebsten ebenfalls mit der Liebeserklärung an ihre Mutter durch die Gegend laufen können. Natürlich könnt Ihr Euch auch etwas anderes im Shop aussuchen.

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So könnt Ihr gewinnen:

Was würdet Ihr Euch bei „Freche Spatzen“ aussuchen, wenn Ihr gewinnt? Einfach Eure Antwort per Kommentar unter diesen Post setzen und schon seid ihr im Lostopf.

Wer einen Link von Mama Mia über Facebook teilt (egal welchen), landet mit zwei Losen im Topf.

Die Auslosung mache ich mit Maxi am Sonntag (18.08.).

Viel Erfolg!

Eure Mia

Mutter-Sohn-Liebe

Vor ungefähr zehn Jahren hatte ich den schlimmsten Liebeskummer aller Zeiten! Nachdem ich mir ein paar Tage die Augen ausgeweint hatte, fragte ich eine Freundin: „Wann hört das endlich auf?“ Sie antwortete: „Wenn Du Deinen Horizont erweitert hast!“

Selbstverständlich fand ich diesen Satz damals extrem doof! Was sollte ich mit einer Horizonterweiterung? Ich wollte den Kerl zurück!

Natürlich ging der Liebeskummer vorbei- was so ein junges Herz nicht alles aushalten kann…! Heute finde ich den Spruch cool!

Mein aktueller Liebeskummer ist ebenfalls vorbei, dabei war der Herzschmerz dieses Mal besonders übel.  Die Rede ist von meinem Sohn.

Maxi hatte mir nach der Geburt des Mini die kalte Schulter gezeigt. Ich verging vor Sehnsucht nach meinem Großen und seine abweisende Haltung brach mir wirklich das Herz. Maxi war schon immer ein Papakind, aber seit der Geburt des Mini war ich komplett abgemeldet.

Ich habe das nie so richtig verstanden.  Okay, dass ich viel schöner bin als sein Vater und viel besser rieche interessiert ihn vielleicht nicht.  Aber ICH bin es doch, die ihn aus der Kita abholt, während sein Vater ihn dort ABGIBT! Ich verbringe viel mehr Zeit mit ihm. Ich denke mir viel lustigere Spiele aus, als der Papa! Im Übrigen bin ICH es, die Elternzeit nimmt, Karrierechancen verpasst und- na gut, das ist ein anderes Thema. Aber hey, einen hab´ich noch: ICH habe hier die Hoheit überdie Süßigkeiten!

Es hilft alles nichts- der Sohn ist auf den Papa fixiert.

Vor 2-3 Wochen fing er allerdings plötzlich an, auch den geliebten Papa zu bekämpfen und sich beleidigt zurückzuziehen, sobald der mal den Mini auf dem Arm hatte. Höhepunkt dieser Papa-Abnabelung war, als mein Mann eines Abends von der Arbeit nach Hause kam und Maxi anfing laut zu weinen, der Papa solle wieder weg gehen.

Während es in der Vater-Sohn-Beziehung plötzlich im Getriebe knirschte, ließ Maxi langsam wieder mehr Nähe von mir zu.  Für eine Weile schien er zwischen Vater und Mutter hin und her zu pendeln. Mal wollte er auf Papas Arm, dann wieder sollte der Papa den Mini nehmen, damit er mit mir kuscheln konnte. Als er mir einmal die Haare aus dem Gesicht strich und sagte: „Meine Mama!“, da wurde mir erst richtig klar, wie wenig Nähe es zwischen uns beiden in den letzten Wochen gegeben hatte.

Maxi hat gekämpft. Ein bißchen mit dem Papa, ganz viel mit mir und hier und da auch mit sich selbst.

Seit ein paar Tagen scheint er das Gleichgewicht wieder hergestellt zu haben. Er ist und bleibt ein Papakind, aber die Eiszeit zwischen ihm und mir ist beendet.

Auch ich musste mein Gleichgewicht neu finden. So langsam gerät unsere Familie wieder in ruhigeres Fahrwasser und es stellt sich endlich so etwas wie eine neue Routine ein.

Man könnte auch sagen, ich habe meinen Horizont erweitert. Ich habe meinen Horizont erweitert UND ich habe den Kerl zurück! Ha!

Diesem Shirt konnte ich nicht widerstehen. Ich habe Maxi erklärt, was drauf steht und er trägt es mit Stolz 🙂

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Eure Mia

Da hast Du geschreit! – Geburt aus Kindersicht

Vor zweieinhalb Monaten kam unser Mini auf die Welt. Wer hier schon eine Weile mitliest, erinnert sich bestimmt an den Geburtsbericht. Mitten in der Nacht rissen wir unseren Maxi aus dem Bett und packten ihn im Schlafanzug und mit Gummistiefeln ins Auto. Er durfte natürlich nicht mit in den Kreißsaal, aber er hat doch vieles mitbekommen. Immerhin habe ich im Auto schon fast Presswehen gehabt.  Vor dem Krankenhaus habe ich mich auf den Boden geworfen als mich eine Wehe übermannte und im Krankenhausflur fiel ich gleich wieder auf alle Viere. Maxi hat vor dem Kreißsaal gewartet, während sein Papa zwischen uns hin und her lief und als ich zu laut wurde, ist er mit dem Papa in ein Wartezimmer gegangen, damit er mich nicht hören muss.

Maxi hat alles sehr interessiert aufgenommen. Ich hatte ihm schon vorher erklärt, dass Mama Bauchschmerzen bekommen würde, wenn das Baby irgendwann raus möchte. Als es dann soweit war, schien ihn das nicht zu beeindrucken.

Als meine Eltern 20 Minuten nach Minis Geburt im Krankenhaus erschienen, um Maxi abzuholen, war der zwar müde aber gut gelaunt. Zu Hause hat er sich von den Großeltern einfach wieder ins Bett bringen lassen und hat ein paar Stunden Schlaf nachgeholt, bevor er am Nachmittag freudestrahlend wieder ins Krankenhaus kam.

Ich habe oft mit ihm über diese Nacht gesprochen, aber er hat nie auch nur ein Wort darüber verloren.  Er hat sich angehört, was ich ihm erklärte, aber eine Antwort oder eine Nachfrage gab es nicht. Ich dachte schon, der hätte das alles vergessen oder zumindest, es hätte ihn nicht interessiert. Bis gestern.

Der Mini hat eine extrem blöde Technik beim Trinken- er löst nämlich ungefähr alle zwei Schlucke schmatzend das Vakuum und saugt dann wieder neu an. Dadurch sind meine Brustwarzen immer mal wieder richtig wund. So auch jetzt. Gestern hatte ich solche Schmerzen beim Stillen, dass ich ganz schön die Zähne zusammenbeißen musste.

Maxi kam angelaufen und fragte: „Mama, weinst Du?“ Ich antwortete: „Nein, so schlimm ist es nicht!“

Maxi sah mir zu, dachte offenbar nach und sagte dann langsam nickend: „Aber in der Nacht, da hast Du geschreit!“

Ich wußte nicht gleich, was er meint und fragte etwas verwundert: „Wann habe ich geschrien?“

Er antwortete: „Im Auto!“ Da wurde mir klar, dass er die Geburtsnacht meinte.

Mich überkamen tausende Gefühle gleichzeitig. Ich war gerührt, aber auch besorgt,  erstaunt, ein bißchen stolz und vor allem so voller Liebe. Da steht mein Söhnchen vor mir und wird vom Anblick seiner leidenden Mutter an die eine Situtation erinnert, in der er sie unter ganz starken Schmerzen leiden sah.

Ich hatte einen kleinen Piranha an der Brust, aber das war jetzt egal! Mit zusammengebissenen Zähnen ergriff ich die Chance und versuchte, mit meinem Sohn endlich mal die Ereignisse der Geburtsnacht zu erörtern. Wie bei allen Anläufen zuvor auch, hatte er darauf aber mal wieder keine Lust.

Statt dessen versuchte er mir zu helfen. „Mama, Du musst morgen einfach länger schlafen, dann tut es nicht mehr weh!“ Wie kommt er denn darauf? Oh Gott, habe ich mal geschimpft, weil er mich morgens nicht schlafen lässt, und er denkt jetzt, ich brauche mehr Schlaf? Oder kommt das daher, dass wir schonmal sagen: „Wenn Du morgen aufwachst, ist das wieder gut“?

Auch eine Sofortmaßnahme bot er an: „Mama, Du darfst meinen Nuller haben!“ Die Mama mit Schmerzen zu sehen muss ja schrecklich für ihn sein. Niemals würde er sonst auch nur in Erwägung ziehen, dass ich seinen Schnuller ausleihen darf! Ein so großes Opfer kann eine Mutter unmöglich von ihrem Sohn annehmen!

Schließlich hat er einfach meine freie Hand gehalten. Ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass es dann nicht mehr weh getan hätte. Allerdings hätte ich auf diese Weise noch sehr lange aushalten können. Ich war geflutet mit wunderbaren Muttergefühlen.

Als ich mit dem Stillen fertig war, drückte ich den Mini meinem Mann in den Arm, schnappte mir den Maxi und knutschte ihn erstmal ordentlich ab!

Ich werde wohl nie erfahren, wie sehr die Ereignisse der Geburtsnacht ihn beschäftigt haben, wie er das aufgenommen und verarbeitet hat. Ich kann nur immer wieder anbieten, darüber zu reden. Wenn er will.

Eure Mia

Heiter-bis-wolkig-Mittwoch- Eine Lebensaufgabe

Heute bin ich einfach nur glücklich! Ich finde meine beiden Söhne so süß! Ich freue mich schon darauf, den Großen nachher aus der Kita zu holen, und dann machen wir alle zuammen was Schönes.

Eigentlich sollte ich den Post an dieser Stelle beenden und heute abend weiter schreiben. Denn heute Abend könnte die Stimmung schon wieder ganz anders sein…

Insgesamt hat sich das Leben mit zwei Kindern ganz gut eingespielt. Der Kleine ist jetzt deutlich ausgeglichener und der Große hat sich an die permanente Anwesenheit des Kleinen gewöhnt.

Die beiden Jungs lieben sich! Der Kleine strahlt von einem Ohr bis zum anderen, wenn der Große nur das Zimmer betritt und lacht glucksend, wenn der sich mit ihm beschäftigt. Der Große ist total umsichtig mit seinem kleinen Bruder und streichelt, küsst, tröstet ihn. Er hat sogar ein eigenes Lied für ihn komponiert. Das Lied hat nur eine Zeile und geht: „Brüderchen du Süßer, Brüderchen Du Süßer…“

Aber es gibt auch diese Tage, an denen ich am liebsten den Kopf in den Sand stecken würde. Ganz tief und mit Oropax in den Ohren!

Wenn der Große trotzt und müde und unausgeglichen aus der Kita kommt. Klar, dass gerade an diesen Tagen der Kleine dauergestillt werden muss und sein Übriges zur Geräuschkulisse beiträgt. Und der Gatte hat an diesen Tagen natürlich Termine bis nachts oder ist gar nicht erst in der Stadt. Wenn so einem Tag eine schlaflose Nacht vorangegangen ist, könnt ihr mich abends vom Fußboden abkratzen. Dann kann es schonmal sein, dass ich bei mir denke: „Och, so ohne Kinder war irgendwie auch ganz schön.“

Zwei Kinder sind eine Freude. Ein Segen. Aber zwei Kinder sind auch eine sehr anstrengende Aufgabe!

Man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben. Wer Kinder hat, wächst sogar über sich hinaus. Kinder bringen einen an die Grenzen- und gehen dann noch einen Schritt weiter! Wenn die Kinder eines Tages groß sein werden, werden mein Mann und ich uns vermutlich fragen, wie wir die Jahre voller schlafloser Nächte, Kinderkrankheiten, Geschrei und Geknatsche körperlich überhaupt überstehen konnten.

Meine Kinder sind süße kleine Mäuse und anstrengende Nervensägen. Das Leben als ihre Mutter ist  nervenaufreibend und glücklichmachend, eintönig und abwechslungsreich, nervig und lustig. Es ist schön und manchmal auch zum Weglaufen, kräftezehrend und phantastisch.

Es ist eben jeden Tag: heiter bis wolkig.

Eure Mia

Den heiter-bis-wolkig-Mittwoch wird es weiter geben. In regelmäßigen Abständen berichte ich von der Stimmung im Hause Sommer- ab jetzt allerdings nicht mehr jeden Mittwoch.