2 Kinder ins Bett bringen- wie geht das?

Ich betrachte die Dinge ja gerne von ihrer lustigen Seite. Es ist schon vorgekommen, dass ich über meinen größten Mamialbtraum lachen musste: Wie bringe ich 2 Kinder ins Bett?

Ein Kind ins Bett zu bringen ist schon manchmal schwierig, aber 2 Kinder ins Bett bringen?

Neulich war einer dieser Tage, an denen der Große schon knatschig aus der Kita kam. An solchen Tagen hat seine Stimme dauerhaft einen weinerlichen Unterton und treibt mich in den Wahnsinn. „Ich will was triiiinken.“ Mama eilt mit einem Wasser herbei. „Ich wollte aber Apfelsaaaft, uähh!“ Mama gießt pflichtbewußt Apfelsaft nach. „Aber nicht aus deeer Tasse sondern aus der geeelben, uääh!“ Manchmal knatsche ich dann einfach zurück, das findet er lustig. An diesem Tag fand er nichts lustig.

Ich schielte im Minutentakt auf die Uhr. Wie lange noch, bis der Tag zu Ende ist…?

Gegen 18 Uhr zeigte dann auch der Kleine, was er stimmlich drauf hat und begann sein allabendliches Schreikonzert. Ich beruhigte im Wechsel beide Kinder und behielt die Lage einigermaßen unter Kontrolle.

Dann begann die große 2 Kinder ins Bett bringen Challenge. Im Bad sollte sich der Große die Zähne putzen sollte. Wollte aber nicht! Der Kleine schrie und der Große setzte einfach auch mit ein.

Ich stand da, fertig von einem langen Tag nach mittlerweile sieben Wochen kurzen Nächten und blickte auf meine zwei weinenden Jungs. Dicke Tränchen bei dem einen, heruntergezogen Mundwinkel und knallrote Birne bei dem anderen. Ich glaube, keiner von beiden wußte so recht, warum er eigentlich weinte. Hauptsache lauter als der andere. Ich wußte nicht, wen ich zuerst trösten sollte. Sie taten mir beide leid und gingen mir beide auf den Keks. Ich konnte nicht anders, ich musste lachen.

Leider bin ich nicht jeden Tag in der Lage, die Komik der Situation zu sehen.

Der Alltag lässt sich zusammengefasst daher eher so beschreiben: Es ist spät, der Mann ist noch im Büro, der Große muss ins Bett und schreit, der Kleine schreit weil er ein Baby ist und ich stehe mit hauchdünnem Nervenkostüm im Chaos und muss meine Wut unterdrücken, weil ich die Mama bin!

2 Kinder ins Bett bringen- meine abendliche Challenge

Ich hasse das Ins-Bett-bringen! 2 Kinder ins Bett bringen ist eine wirklich schwierige Aufgabe, wenn sie noch so klein sind. Erst gestern blieb mir nichts anderes übrig, als den Kleinen alleine zu lassen und die Türe hinter ihm zu schließen, damit ich den Großen ins Bett bringen konnte. Weil der Kleine dann schreit, kann ich beim Großen nicht lange bleiben und wenn ich sein Zimmer verlasse, fängt er wieder an zu weinen.

Die Jungs tun mir dann so leid. Beide bräuchten ihre Mama ganz, aber ich kann jedem nur zur Hälfte gerecht werden.

Zum Glück gibt es ja noch mehr Mamablogs als diesen. Also hab ich mal nachgelesen, wie andere das so machen. Die meisten sagen, dass sie vorm Ins-Bett-bringen am meisten Angst hatten, als Baby Nr. 2 unterwegs war, aber fast alle haben das scheinbar problemlos gemeistert.

Entweder schlief das Baby oder es wurde parallel gestillt. Mein Baby schläft NIE, wenn der Große ins Bett geht. Das ist in seinen ersten Lebenstagen vielleicht mal so gewesen, aber jetzt kommt es nie so aus. Und Stillen ist nur eine Option, wenn er wirklich Hunger hat, sonst trinkt der nämlich nicht. Außerdem will der Große bekuschelt werden und das geht nicht, wenn ich stille.

Bin ich so unfähig? Bitte sagt mir, dass das bei Euch auch Streßsituationen waren. Wenigstens in den ersten Wochen?! Bei uns kommt es immer so aus, dass das Baby schreit, wenn der Große ins Bett soll. Nur wenn der Papa da ist, kann man diese Situation meistern. Alleine ist es in 80% der Abende eine Katastrophe.

Ich habe mir fest vorgenommen, die Sache mit Humor durchzustehen. Heute Abend werde ich lachen (hoffenlich vergesse ich das nicht)!

Am Wochenende steht mir schlafmäßig ein besonderes Highlight ins Haus: Als ich dieser Tage wieder mal den Großen in seinem dunklen Zimmer zurücklassen musste, weil der Kleine sich inzwischen in Rage geschrien hatte, schlang er seine Ärmchen um mich und sagte: “ Du sollst bei mir schlafen, Mama!“ Ich schmolz dahin, denn leider ist es immer noch so, dass er zu 100% auf den Papa fixiert ist und ich vermisse meinen Großen. Also schlug ich unvorsichtigerweise vor: „Wie wäre es denn, wenn Du am Wochenende bei Mama im großen Bett schläftst?“ Der Sohn lachte vor Begeisterung über so eine verwegene Idee und war sofort Feuer und Flamme. Er hatte es auch am nächsten Morgen nicht vergessen. Ich denke also, er wird am Wochenende mit seinem Traumkissen und seinem Musikwauwau bei mir einziehen. Ob er die Stillphasen verschlafen wird? Oder ob mir die schlafloseste Nacht meines Lebens bevorsteht?

Wenn ich es überlebe, werde ich berichten.

Eure Mia

Edit: 2 Jahre später  schlafen beide Kinder problemlos ein. 2 Kinder ins Bett bringen finde ich immer noch schwierig. Sie schlafen in einem Zimmer und bringen sich gegenseitig zum Lachen. Aber irgendwann schlafen sie ein. Und so war es auch ein paar Wochen nach diesem Post. Die Lage hat sich entspannt und ich habe tatsächlich meistens den Mini gestillt, während ich dem Maxi vorgelesen habe. Zum Glück war ich nicht alleine mit dem Problem- die Foren sind voll davon 😉

18 Kommentare

  1. Ich lese seit kurzem immer mal wieder bei dir und finde mich in vielem was du schreibst wieder. Auch heute! Ich hasse es auch, wenn ich die Kinder abends mal alleine ins Bett bringen muss und es ist auch alles andere als entspannt. Und ich bin heilfroh, wenn die „Großen“ dann schlafen und im Optimalfall das Baby auch … und dann bin ich auch reif fürs Bett. Diese Knatsch-Nörgel-Phase hat meine kleine Große (gerade drei geworden) auch gerade … Gaaaanz toll 🙁 ich hoffe, du überstehst den Abend!

    • Danke! Man fängt ja automatisch an, die Schuld bei sich zu suchen, und zu denken, man sei zu unentspannt oder so!
      Hab gerade mal in deinen Blog geschaut. Der ist toll! Da lese ich jetzt mit!
      LG Mia

  2. Jacqueline

    Hallo Mia,
    meine beiden Söhne sind jeweils etwas älter als deine
    (09/10 und 12/12) und ich kann dich so gut verstehen!
    Aber ich kann dir auch Mut machen, dieses abendliche
    Geschrei hört (wie du ja weißt;-)) irgendwann auf.
    Bei uns ist es nun mittlerweile doch schon eine ganze
    Zeit lang so, das während ich meinen großen Sohn
    ins Bett bringe, der Kleine dabei liegt und friedlich vor
    sich hin spielt (nicht immer, aber immer öfter:-)).

    Ich lese deinen Blog so gerne, du schreibst mir oft
    aus dem Herzen.

    LG, Jacqueline

  3. Ach, ich kann das gut nachfühle. Ich habe ja nur ein Kind aber selbst das ist schon manchmal ein Drama mit 10x alle 10 Minuten wieder ins Zimmer rennen und das Kind beruhigen. Das Schreien zehrt besonders an den Nerven, aber ich denke immer, weinen hat ja auch irgendwie eine beruhigende Wirkung :))
    Ich wünsche ganz viel Kraft & Schokolade!

    • ich weigere mich jetzt einfach, beide jungs (15 monate und 3 monate) alleine ins bett zu bringen. es ist schrecklich für uns alle. klar, irgendwann sind die tränen versiegt und die kinder schlafen, aber die energie, die dabei verloren geht, gibt einem ja niemand wieder.
      letzten freitag haben wir zu dritt heulend wie die schlosshunde im kinderzimmer gesessen. das mit der komik kriege ich nämlich gar nicht hin. zumindest nicht abends…naja…wenn es irgendwann vorbeigeht, nehm ich dann meine verweigerung vielleicht wieder zurück. aber erst dann.

      übrigens: sei dankbar fürs papakind. mein großer ist ein mamakind und weint quasi den ganzen tag, weil ich immer wieder den kleinen auf dem arm habe. dabei stille ich nicht mal…puh…eine nervenzerreissprobe…was ein glück sind die jungs so niedlich.

  4. Um Dich zu beruhigen: lies mal hier: http://nullpunktzwo.wordpress.com/2012/12/16/allabendliche-schreistunden/

    So Abende allein waren bei uns zum Glück selten, weil der Mann eigentlich abends immer da war.
    Aber ich kann Dich sooo gut verstehen! Als Patchwork- Familie kann ich gewisse Dinge das Tochterkind betreffend auch nur selbst machen, den Mann lässt sie dann einfach nicht zu.
    Sobald ich beim Bettgehritual das Mini-M im Wohnzimmer weinen hörte, war ich auch nicht mehr richtig beim Tochterkind, sondern im Kopf und mit dem klopfenden Herzen immer nebenan – auch wenn ich wusste, Papa ist dabei. Denn auch das Mini-M hatte abends immer diese Schreianfälle, 3-Monats-Koliken galore. Daher brach ich die Vorlesegeschichte oft auch irgendwann ab… es ging einfach nicht. Ich hatte immer das Gefühl, nur bei mir/ mit Milch würde er endlich ruhig werden.
    Zum Glück war das Tochterkind dann nie „böse“, sondern sehr oft geduldig und ist auch manchmal sogar beim Warten eingeschlafen. Weh tat es mir trotzdem sehr oft.

    Was bei uns half: das Tochterkind erst ins Bett bringen, wenn das Mini-M schlief. Auch wenn das ggf etwas später als sonst war. Oder der Mann war mit dem Kurzen spazieren und dann hatten wir hier etwas Ruhe, aber geht ja bei Euch nicht.
    Ich denke, morgens ist es bei euch auch etwas einfacher mit dem Kleinen, oder? Ich las, dein Mann macht die Frühschicht mit dem Großen? Könntest Du diese nicht ein paar Wochen übernehmen und den Mann früher zum Job schicken, so dass er abends den Großen übernehmen kann?
    Alternativ das Baby abends baden und stillen, damit es richtig schläft und dann den Großen ins Bett bringen? Dann müßte sich der Große zwar etwas alleine beschäftigen, aber ich finde in solchen Fällen ist dann TV auch mal okay. Wir gucken eh immer das Sandmännchen. Oder einen Abendspaziergang ihr drei, bis der Kleine richtig pennt (falls das mit dem Einschlafen im KiWa dann funktioniert)?

    Humor ist eine super Einstellung!
    Ich war allerdings meist einfach nur fertig mit den Nerven und heilfroh, als mit erreichen der 3-Monats-Marke die Hardcore- Abende langsam aber sicher weniger wurden. Aber es wurde, und das zählt.

    Den Großen mit bei Euch im Bett schlafen lassen- warum nicht? Meine kommt zwar nur noch selten nachts rüber, hat sich aber am Stillen nie gestört und nur kurz umgedreht und weiter geschnorchelt. Ich hatte eher mit dem verminderten Platzangebot zu kämpfen 😉

    Ich drück Euch die Daumen, dass sich alles ganz schnell bessert!

    • Suuuper Tips. Das mit dem Spaziergang probiere ich gleich heute Abend aus, obwohl ich schon befürchte, dass er sofort wieder aufwacht, wenn der Kinderwagen geparkt wird…
      Der Mann hat leider immer bis spät abends Termine, deshalb können wir die Schichten nicht tauschen:-(
      LG Mia

  5. Oh ich kenne das auch so gut! (Ich habe 3 Kids) Ich bringe zu erst die Kleine ins Bett. In der Zeit dürfen die Jungs in Ruhe Bücher schauen oder eine CD hören. Sie wissen, wenn sie hier besonders leise sind und die kleine schnell schläft, dann habe ich auch mehr Zeit für sie danach.
    Mittlerweile verstehen sie es gut und es hat sich auch einigermaßen eingespielt!
    Spaß macht das „ins Bett bringen“ leider selten – denn in der Regel sind alle beteiligten müde und jeder will mehr, als ich in dem Moment in der Lage bin zu meistern. Aber je älter sie werden, desto besser wird es!

  6. Jeannine

    Als meine Tochter 4 Wochen alt und der Sohn gut 3 Jahre alt war, „drohte“ mir das erste Mal ein Wochenende mit beiden allein. Für den ersten Abend habe ich tatsächlich eine Freundin als Babysitterin eingeladen, weil ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte, wie das mit zweien allein funktionieren sollte. Und ich hab mir auch die Frage gestellt, wie macht das eigentlich der Rest der Menschheit?!
    Die Freundin sollte auf das Baby aufpassen, ich den Großen in’s Bett bringen. Der war aber genauso aufgeregt über die insgegsamt ungewohnte Situation wie ich, sodass er bei jedem Babymucks aufhorchte, und mich dann irgendwann rausgeschickt hat, „dem Baby was zu trinken geben“. Nach einigem Hin und Her war er’s dann leid und meinte dann großherzig, er könne heute auch einfach mal alleine einschlafen….! 🙂
    Das war aber natürlich keine Dauerlösung. In der Folge hab ich dann immer beide mit im Zimmer gehabt. Und wenn es mit Stillen oder sonstigem nicht geklappt hat und ich kurz davor war, die Nerven zu verlieren, dann hab ich oft beschlossen, daß nichts besser ist, als ausgeschlafen in den nächsten Tag zu starten. Wir haben uns alle drei in’s große Bett gelegt, den Abwasch Abwasch sein lassen, und IRGENDWANN war dann nach Vorlesen, Geschichten, Kuscheln, Stillen, Singen, Positionswechsel etc einer nach dem anderen eingeschlafen…im Zweifel auch schon mal ich zuerst! 🙂 Und am nächsten Tag ging’s entspannter wieder weiter.
    Nein, es war nicht immer problemlos zu meistern. Aber insgesamt finde ich die Stunde BEVOR sie schlussendlich beide satt/ umgezogen/ Zähne geputzt im abgedunkelten Schlafzimmer versammelt sind, deutlich stressiger.
    Und heute, ein Jahr später, haben wir hier ein Problem, wenn wir mal nicht beide gleichzeitig in’s Bett bringen, weil sie so dran gewöhnt sind und den anderen dann vermissen….
    Alles Gute!

  7. Auch wenn diese Erfahrung erst noch auf mich wartet, ich hab durchaus Respekt davor. Weniger vor dem ins-Bett-Bringen der Großen. Die macht das ganz hervorragend. Aber vor der abendlichen Schreistunde plus der Großen. Darum haben wir einen vorläufigen Plan. Der Mann nimmt um die Geburt nicht eine Zeit am Stück frei, sondern tageweise und wird die ersten 3 Monate Punkt 20 Uhr auf der Matte stehen. Das ist mit allen bei seiner Arbeit so abgesprochen und es lässt sich für einen bestimmten Zeitraum auch organisieren. Ich hoffe, damit kommen wir ganz gut über die ersten Wochen. Es müssen sich ja erst alle an die neue Situation gewöhnen. Vielleicht macht der Nachwuchs ja auch brav mit – man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben.

  8. Liebe Mia,

    als Vincent noch so klein war wie Valentin jetzt, da waren die Abendstunden der absolute Horror!
    Soneas Schlafrhythmus war total aus der Bahn geworfen, weil sie sich auch erst einmal auf den neuen Mitbewohner einstellen musste. Und war der kleine Mann nachts wach, stand sie auch auf der Matte. Ich war manchmal verzweifelt, schluckte meine Wut, meine Frustration und meine Aggressionen runter, denn schließlich machen die kleinen Minimenschen das nicht um uns zu terrorisieren. Oder etwa doch? Viele Abende verbrachten wir zu viert (!!) im Schlafzimmer, nur damit wenigstens eins der Kinder zur Ruhe kommt. Zeit für sich war da kaum und manchmal blieb ich dann noch bis spät in die Nacht auf um wenigstens ein halbes Stündchen am Tag nur für mich zu haben… ohne Kindergeschrei.

    Mittlerweile hat sich alles ein wenig entspannt. Einfach ist es nicht. Aber beide Kinder haben irgendwie ihren Rhythmus weitestgehend gefunden und wenn ich Glück habe, liegen beide um kurz nach sieben im Bett und schlafen (und mit noch mehr Glück wacht kein Kind nach einer Stunde wieder auf und wirft die komplette Feierabend Planung durcheinander. Die zwei Stunden vor dem Einschlafen sind trotzdem manchmal sehr sehr nervenaufreibend. Und nicht selten beneide ich meinen Mann, der arbeiten geht und von der Arbeit kommt, wenn beide Kinder im Bett liegen. Deshalb ertappe ich mich auch nicht selten dabei, dass ich zufrieden in mich hineingrinse, wenn er am Wochenende total entnervt ist, weil die Kinder am Spätnachmittag zu kleinen Monstern mutieren und sich ein Schreikontest liefern.

    Ich bin gespannt was Du nach dem Wochenende zu berichten hast und wünsche Dir einfach eine ordentliche Mütze Schlaf und vor allem viel Humor, denn damit überstehe ich die schwierigen Stunden am Tag auch am besten… Ohren auf Durchzug stellen und lächeln 😉

    Ganz ganz liebe Grüße
    Katharina

  9. Da bin ich aber auf das Posting gespannt ob du überlebst!

    Und weißt du was?
    Ich nehme allen Mut zusammen und wir sehen uns in Köln wieder!
    Ich freue mich schön auf Euch!!!

  10. das abendlichen zubettgehen… immer wieder ein kraftakt. wir sind seit 6 wochen zu fünft. ich habe 3 töchter, und die beiden großen drehen zum spaß der mama immer nochmal richtig auf, bevor dann das licht abgedreht werden soll.
    das verträgt sich leider gar nicht mit dem stillrythmus der kleinen babyschwester, die dann wie alle müde und darüberhinaus hungrig ist. ich flitze dann also vom zähneputzen, zum wickeltisch, ins kinderzimmer und wieder zurück ins bad, um alle fertig zu machen, das mückenarmband zu suchen, das lieblingskuscheltier aus dem kindergarten-rucksack zu holen, eine lauwarme milch zu erwärmen damit auch die 3jährige ruhe gibt, ein buch vorzulesen, ein hundertes mal ein gute-nacht-küsschen zu verteilen, nochmal umarmen, nochmal ein küsschen und natürlich immer noch ein ALLERletztes mal pipi machen zu gehen. zwischendurch stecke ich immer wieder den schnuller in den mund der babytochter, ziehe die spieluhr auf und rufe konsequent „liselotte, mama kommt gleich“.
    die 2 stunden vor dem schlafen sind mit abstand die anstrengendsten am ganzen tag und gut zu wissen, dass es nicht nur bei uns so chaotisch ist.
    in diesem sinne, viele liebe grüße, sabine mit greta, marlene und liselotte

    • Wow, drei Mädels und so schöne Namen!Bei uns hat es gestern zum ersten Mal in zwei Monaten hingehauen, dass der Kleine schlief, während ich den Großen ins Bett brachte. Und als wir gerade das Licht ausmachten, stand mein Mann in der Tür. Der Große drehte daraufhin nochmal richtig auf, hüpfte in seinem Bett herum, fiel hin, knallte mit dem Kopf gegen die Wand, schrie wie am Spieß, der Kleine schrie aus Solidarität gleich mit…man kann es nur mit Humor nehmen, sonst dreht man durch 🙂

  11. Hi Mia!
    Seit Kurzem lese ich deinen Blog und finde ihn ganz wunderbar!
    Hast du schon mal versucht, deinen Kleinen abends im Tragetuch zu tragen während du deinen Großen ins Bett bringst? Mein Tageskind (ein eigenes lässt leider auf sich warten und die drei Phasen passen so dermaßen gut auf mich, dass ich mich ein bisschen beschämt wiedergefunden hab) beruhigt sich dadurch sehr schnell und muss nicht allein bleiben 🙂
    Alles Liebe!

  12. Hallo Zusammen
    Ich bin froh mich hier wieder zu finden! Dachte schon, dass ich wohl unfähig bin… Bei uns ist es so, dass mein Mann meistens abends zuhause ist und die Grosse ins Bett bringt und ich mich um den Kleinen kümmere (stillen und in den Schlaf wiegen/singen). Dann haben wir kein Problem. Wehe aber, er ist nicht da! Dann heult der Kleine, sobald ich mich setze (keine Ahnung warum die merken ob man steht oder nicht!?) und die Grosse sobald ich aufstehe und irgendwann dann auch noch ich, weil ich wütend bin und mich hilflos fühle und keiner schläft ein… Habe nun angefangen, die Grosse TV schauen zu lassen bis der Kleine schläft, so dass ich mich danach 100% um sie kümmern kann. Ich bewundere alle, die das täglich alleine machen und nichts liegt mir derzeit ferner als ein drittes Kind!!!
    Wünsche allen viel Kraft!

  13. achja, ich kann die sooo gut verstehen… Ich habe heute aus Frust mal nach „zwei Kinder ins Bett bringen“ gegoogelt und habe außer Deinem Eintrag noch so einiges gefunden – wir sind nicht alleine!
    Bei uns ist es so, dass an den meisten Abenden Papa den großen (dreieinhalb) und ich den kleinen (6Monate) ins Bett bringe, gleichzeitig ca. um halb 8. Ungefähr einmal die Woche hat der Papa abends aber einen Termin. Ist der um 20 Uhr, macht er den Großen noch bettfertig, in der Zwischenzeit stillt der Kleine und wird hingelegt und wenn ich Glück habe schläft er, bevor der Papa geht. Dann ist alles gut. Wenn nicht, oder wenn der Papa früher weg muss, dann wirds LUSTIG. Unser Problem: der Kleine kann nicht stillen wenn der Große dabei ist, und der Große braucht ewig zum Einschlafen und kommt zigmal aus dem Zimmer.
    Gestern habe ich es dennoch guten Mutes probiert, mir blieb ja auch keine andere Wahl – und war bereits nach zwei Minuten am Ende meiner Nerven. Der Plan war der: Ich nehme beide Kinder mit ins große Bett, der Große soll sich STILL Bilerbücher anschauen, während der Kleine stillt. Der Kleine entdeckte aber nach kurzer Zeit den Großen neben sich, und da er total Fan von ihm ist, drehte und reckte er sich und kreischte vor Vergnügen los. An Stillen war nicht mehr zu denken. Dem Großen war das Gekreische des Babys zu schrill, er hielt sich die Ohren zu und schrie, das Baby solle aufhören zu schreien. Da erschrak das Baby und fing auch an zu schreien, diesmal nicht vor Freude sondern vor Schreck. Ich saß also zwischen zwei weinenden Kindern, und keines konnte aufhören. Also Plan B: ich sagte dem Großen, dass wir zuerst ihn ins Bett bringen, und sind in sein Zimmer zum Vorlesen und singen, den Kleinen hatte ich währenddessem auf dem Schoß, das Stillen musste warten. Lief auch ganz gut, zwei Bücher, ein paar Lieger, dann ich zog die Spieluhr auf und bläute ihm ein, schön liegen zu bleiben, so lange ich nun das Baby ins Bett bringe, ich würde danach wieder zu ihm kommen. Ich stillte also den Kleinen im Schlafzimmer, aber nach zwei Minuten hörte ich aus dem Kinderzimmer „Maaamaaaa“. Immer lauter. Immer öfter. Irgendwann stand er weinend im Schlafzimmer, und der Kleine, der grad fast am Einschlafen war, guckte sich mit großen Augen um und war wieder hell wach. In dem Moment hätte ich gerne alles kurz und klein geschlagen. Ich zischte dem Großen zu, er solle verschwinden und aufhören zu weinen, er weinte aber nur noch viel mehr. Irgendwann schlich er ins Wohnzimmer, wo er vermutlich irgendeinen Blödsinn vorhatte. War mir in dem Moment egal, ich schläferte das Baby so gut es ging ein, holte den Großen aus dem Wohnzimmer, machte ihn nochmal gehörig zur Sau, las ihm nochmal was vor, sang nochmal, raste zwischendrin nochmal zum Kleinen und steckte den Schnulli wieder rein, raste zurück, und da der Große zur Zeit schlecht einschläft, setzte ich mit Strickzeug aufs Sofa vor seiner Tür, damit er mich hört. Nach eineinhalb Stunden war dann endlich Ruhe im Karton.

    Ich war richtig schlecht gelaunt, da ich es als Mutter nichtmal schaffe, meine beiden Kinder ohne Geschimpfe meinerseits ins Bett zu bringen. Es tut mir so leid schon im selben Moment wenn ich laut werde, und ich fühle mich einfach nur hilflos. Mit Logik kann man einem Dreijährigen nicht kommen. Meine Nerven sind in Letzter Zeit leider auch nicht die stärksten.
    Wie macht das der Rest der Welt?!?

    Haber mir fürs nächste Mal vorgenommen, den Kleinen auf dem Sofa vor dem Kinderzimmer zu stillen, damit der Große nicht rauskommen muss. Mal sehen obs klappt 😉
    Isses bei euch inzwischen besser?

    • haha, man sollte sich den Text nochmal durchlesen vor dem abschicken, sorry wegen den Fehlern!

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