Geburtsbericht- Teil 1

Unglaublich, her mein Baby ist da! Für alle die mitgefiebert haben, kommt hier mein Geburtsbericht:

Geburtsbericht

Am 24.05. hatte ich um 8:00 morgens einen Termin bei meiner Frauenärztin. Ich war mir sicher, dass man auf dem CTG schon ein paar Wehen sehen würde, denn ich hatte seit ca. 10 Tagen immer wider zum Teil sehr schmerzhafte Kontraktionen gespürt. Bestimmt würde sie mir sagen, dass es bald losgehen würde.
 
Aber nix: Gebärmutterhals noch ganz lang, keine Wehentätigkeit, nicht einmal der Kopf saß schon fest im Becken.
Enttäuscht ging ich nach Hause und war mir nun sicher, dass Valentin sich nicht vor dem errechneten Termin auf den Weg machen würde.
 
Gegen 23 Uhr ging ich ins Bett. Um genau 2:04 wachte ich auf (mein erster Blick geht nachts immer auf die Uhr) und ich musste auf die Toilette.
Ich ging ins Bad und auf dem Weg dorthin spürte ich plötzlich einen gewaltigen Tritt im Bauch. Offenbar ging der Tritt direkt in die Blase, denn ich machte mir total in die Hose. Wie krass, dachte ich mir. Hochschwanger zu sein macht ja echt keinen Spaß; jetzt habe ich mich echt vollgepinkelt. Dass das kein Urin, sondern Fruchtwasser war und dass das kein Tritt, sondern das Platzen der Fruchtblase gewesen war, fiel mir erst ein, als man mich später im Kreißsaal fragte: „Frau Sommer, um wieviel Uhr ist ihre Fruchtblase geplatzt?“ Wahrscheinlich lag es daran, dass ich noch im Halbschlaf war. Anders kann ich mir rückblickend nicht mehr erklären, wie ich denken konnte, dass solche Unmengen von Urin in meine hochschwangere Blase gepasst haben sollen, und wie sie schwallartig aus mir hätten rauslaufen sollen. 
 
Ich schlich jedenfalls zurück ins Schlafzimmer, zog mir etwas Frisches an und legte mich wieder ins Bett. 
 
Keine zwei Minuten später bekam ich höllische Schmerzen. Nicht schon wieder diese Vorwehen, warum müssen die immer nachts kommen, dachte ich noch. Auch da kam mir nicht der Gedanke, dass ich gerade Fruchtwasser verloren haben könnte. Ich krümmte mich ein wenig im Bett rum, aber die Schmerzen wurden zu heftig und ich wollte meinen Mann nicht stören, deshalb ging ich runter ins Wohnzimmer.
 
Kurze Zeit später kniete ich im Vierfüßler in unserem Wohnzimmer. Rückblickend könnte ich mich kaputtlachen: Ich knie auf allen Vieren mitten in der Nacht auf dem Boden und glaube immer noch nicht, dass ich Wehen habe. 
 
Schließlich habe ich mit der Stoppuhr des iPhones spaßeshalber mal die Abstände gemessen. Gefühlt konnte ich nämlich nicht sagen, ob das regelmäßige Schmerzen waren. Ich hatte einfach nur Schmerzen. Meine Zeitmessung ergab, dass die Kontraktionen zwar ziemlich regelmäßig kamen, aber viel zu schnell hintereinander. So schnell hintereinander kann ja nicht sein, also sind es doch nur Vorwehen, dachte ich. 
 
Natürlich waren das Wehen! Und zu diesem Zeitpunkt kamen sie laut iPhone alle 2:45 Minuten…

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