Tritt Euch auch ein Kind?

Guten Morgen, Ihr Lieben,

nein, ich bin nicht schreibfaul geworden. Bloß antriebslos. Seit zwei Wochen bin ich immer mal mehr und mal weniger krank. Diese Woche bin ich komplett krank geschrieben. Immerhin, dachte ich zuerst. Da kann ich wenigstens die Vormittage im Bett verbringen, bevor ich nachmittags den Sohn aus der Kita hole. Leider bin ich aber jetzt den ganzen Tag auf Achse gewesen, denn am Montag rief meine Frauenärztin an und verkündete mir: Schwangerschaftsdiabetes!
Der Gluckosetoleranztest (oGTT) war etwas seltsam abgelaufen. Nach Piks in den Finger war der Nüchternwert zu hoch. Zur Sicherheit hat die Ärztin dann lieber Blut aus der Vene genommen und so musste ich ein paar Tage aufs Ergebnis warten. Den Schnelltest im Finger haben wir trotzdem auch nach einer und nach zwei Stunden gemacht, und der verhieß schon nichts Gutes.
Jetzt weiß ich: Der Nüchternwert lag bei 99. Er sollte aber nicht höher als 92 liegen. 
Gestern schleppte ich mich also zur Frauenärztin um mir die Überweisung und den Laborbefund abzuholen. Anschließend ging ich zum Diabetologen. Dort händigte man mir ein Meßgerät und eine Art Tagebuch aus. Nun muss ich vor jeder Mahlzeit und eine Stunde nach jeder Mahlzeit den Wert messen und mich also dauernd piksen. Und natürlich aufschreiben, was ich gegessen habe. Ist nicht schlimm, nur lästig. Heute mittag muss ich dann wieder hin. 
Die meisten Werte seit gestern sind ok, allerdings habe ich jetzt auch nicht mehr normal weitergegessen. Nur gestern nach dem Mittagessen war der Wert sehr hoch (187 statt max 140). Da habe ich mir dann echt Sorgen gemacht. Die beiden Werte vor und nach dem Abendessen waren dann wieder im Normbereich. Allerdings habe ich auch so wenig und so fett- und kohlenhydratarm gegessen, dass ich richtig Hunger hatte. Kann ja irgendwie auch nicht gut fürs Kind sein.

Der eigentliche Plan für heute sah ganz anders aus: Ich wollte mich den ganzen Vormittag ausruhen, um heute nachmittag in Bonn ins Apfelkind zu gehen. Dort stellen Lisa und Caro vom Stadt-Land-Mama-Blog ihr Buch „Ich glaub mich tritt ein Kind“ vor. 
Die beiden haben mir freundlicherweise schon ein Exemplar vorab zur Verfügung gestellt und ich muss sagen- ich liebe es. Es ist authentisch, witzig, liebenswert! Das müsst Ihr lesen!
Und ihr könnt ein Exemplar gewinnen: Lisa und Caro haben mir nämlich noch ein weiteres Exemplar zur Verfügung gestellt und das möchte ich hier verlosen. Wenn ich es heute zur Lesung schaffe (16 Uhr, Apfelkind in Bonn), dann lasse ich es noch von Lisa und Caro für Euch signieren.
Vielleicht sehe ich ja den ein oder anderen von Euch im Apfelkind? 

Das Gewinnspiel startet morgen hier im Blog!
So, und jetzt muss ich mich piksen…
Eure Mia

Gewalt in zartrosa- Gleichberechtigung ala Playmobil

Folgende Szene muss sich vor einiger Zeit in der Zentrale von Playmobil abgespielt haben:

Ein paar männliche Produktdesigner sitzen um den Tisch ihres Besprechungsraumes und amüsieren sich königlich: „Die Frauen WOLLEN doch immer diese Gleichberechtigung. Können Sie haben, harhar!“. Sie rieben sich zufrieden ihre Bierbäuche und der ein oder andere kratzte sich vermutlich schnell mal am Sack!

Anders kann dieses neue Produkt eigentlich nicht entstanden sein, über das sich diese Woche in einigen Internet Foren die Köpfe heiß diskutiert wurde. Denn es gibt bei Playmobil neuerdings eine Bank inklusive Tresor und tatatata: weiblicher Bankräuberin!! Welch Meilenstein der Emanzipation!(hier)

Als Mutter eines Sohnes habe ich mich schon oft darüber geärgert, wie „klassisch“ die Spielzeugindustrie ihre Produkte gestaltet: Geschirr, Puppenwagen und sogar Staubsauger in rosa, die Werkbank, der Rasenmäher und sämtliche Autos in grün oder blau. Ich bin kein Fan von genderneutraler Erziehung oder ähnlichem Gedöns, aber etwas mehr Neutralität wäre nicht schlecht.

Das Hauptproblem scheint mir aber gar nicht das Angebot im Spielzeugladen zu sein, sondern das, was wir daraus machen. Ich tue mich nämlich schwer damit, meinem Sohn eine Puppe mit rosa Puppenwagen zu kaufen. Sogar bei der Kinderküche, die es zum Geburtstag gab, haben mein Mann und ich überlegt, ob für einen Jungen nicht ein Kaufladen oder eine Werkbank angebrachter wären. Zum Glück haben wir die Kurve noch gekriegt und der Sohn kreiert jetzt die schönsten Gerichte in seiner Küche.

Es ist doch so: Kochen, Putzen, Babys versorgen, den Rasen mähen, das Auto reparieren- für Kinder sind das alles Tätigkeiten, die sie bei ihren Eltern sehen und die sie nachmachen. Dabei sind Mama und Papa zunächst gleich nachahmungswürdig. Ein Zweijähriger unterscheidet noch nicht so genau zwischen typisch männlich und typisch weiblich. Mein Sohn entdeckt die Geschlechterunterschiede erst so langsam und hat zum Glück zu Hause gute Vorbilder, denn Bügeln, Putzen und Küche aufräumen macht bei uns zu 80% mein Mann. 

Wenn der Sohn trotzdem keine Puppe besitzt, aber hingebungsvoll mit dem Kinderwerkzeugkasten spielt, dann sind das seine Eltern schuld. Wenn wir im Spielzeugladen lieber den Bosch Akkuschrauber für ihn mitnehmen, anstatt der Lego Box mit den süßen Muffins in rosa, dann verschließen wir dem Sohn eine Welt. Sicher könnte es uns die Spielzeugindustrie leichter machen, indem sie auf eine neutralere Farbgebung achten würde, aber hey- die schauen halt nicht auf Mindermeinungen, das kann ich sogar verstehen.

Wir geben an unsere Kinder weiter, was in unseren Köpfen ist, und in unseren Köpfen gibt es eben noch typisch männliches Spielzeug und typisch weibliches. Natürlich merken die Kleinen irgendwann, ob sie Männlein oder Weiblein sind und ahmen in der Folge verstärkt Mama oder Papa nach und das ist auch gut so. Aber bis es so weit ist, soll meinem Sohn die ganze Welt der Spielzeugindustrie offen stehen, egal welche Farbe!

Die Sache mit der Bankräuberin bleibt allerdings einfach lächerlich. Zum einen wird hier „Gleichberechtigung“ im negativen Sinne betrieben und das hilft niemandem weiter.

Zum andern ist es aber schlichtweg unwahrscheinlich, dass eine Frau eine Bank überfällt. Immer mehr Männer nehmen Elternzeit, daher her mit den Kinderwagen und MaxiCosis für Jungs, aber Frauen und Bankraub? Neee!

Das liegt im Übrigen nicht daran, dass Gewaltdelikte eher von Männern verübt werden, weil man dafür mehr Muskelkraft benötigt. Nein, auch kleinere Delikte wie Ladendiebstahl und Betrug werden überwiegend von Männern verübt.

Rund 75 % aller Straftaten werden von Männern verübt. Das gilt für Gewaltdelikte wie für Kleinkriminalität.

Das ist doch mal eine typisch Mann-typisch Frau Statistik, die wir uns gefallen lassen.

Woran es liegt? Hab ich nicht recherchiert, aber vielleicht haben Frauen bei ihren Vater-Mutter-Kind Spielen mit den rosa Kinderwagen einfach besser ihr Sozialverhalten geschult? 😉

Da wir bald ein Baby bekommen, wird mein Sohn demnächst eine Puppe bekommen. Die Bankräuberin kann Playmobil behalten!

Eure Mia

Sorgen, Nöte, Mutterglück

Die ersten zwölf Wochen sind kritisch, klar! Welche werdende Mami macht sich da keine Sorgen? Wird das Baby bei mir bleiben?




Noch bis zum ersten großen Ultraschall machen wir uns Sorgen, ob es wohl gesund ist, ob es überhaupt lebensfähig sein wird.



Eines Tages erzählen wir es den ersten Freunden und Verwandten und fangen ganz vorsichtig an, selber daran zu glauben, dass wir bald ein Baby im Arm halten werden. Und während der Bauch wächst und wächst kommen wir langsam, Woche für Woche im Schwangersein an.



Ich bin jetzt so weit, dass ich die Schwangerschaft genießen kann. Ich freue mich so auf Nr. 2! Aber: So richtig entspannen werde ich mich wohl bis zum Schluß nicht. So viele Hürden liegen noch vor mir. Auch jetzt kann noch so viel schief gehen. Gefahren für mich und das Baby gibt es viele.

In meinem Kollegen und Bekanntenkreis häufen sich die Horrorgeschichten. Kleine Kostprobe gefällig? Meine Kollegin hat ihre Tochter bei der Geburt verloren. Eine Bekannte ist eine Woche nach der Geburt ihres Sohnes an den Folgen der Geburt gestorben. Natürlich weiß ich, dass die ganz überwiegende Anzahl der Geburten gut verläut, aber wie könnte ich denn keine Angst haben?



Ich blende das alles so gut es geht aus. Ich finde es wichtig, dass ich mich auf das Baby freuen kann. Eine Kollegin, die in Bezug auf Schwangerschaften und Geburt schon viele sehr traurige Dinge erlebt hat, ist gerade wieder schwanger. Als ich ihr gratulierte winkte sie nahezu panisch ab und meinte: „Nein! Nein! Noch nicht! Erst wenn es da ist!“



Ich kann ihre Sorgen ja so gut nachempfinden, aber ich fand es in dem Moment auch irgendwie so traurig. Wenn ich mir jeden Tag nur Sorgen mache und mich gar nicht traue, mich auf das Baby zu freuen, wenn ich Angst davor habe, mich auf den Gedanken an mein Baby einzulassen und jede freudige Erwartung auf Abstand halte, dann verpasse ich doch so viel!



Ich verpasse die Vorfreude auf mein Kind! Ich nehme mir selber die schönen Momente, in denen mir ein Tritt gegen die Bauchwand ein seeliges Lächeln auf die Lippen zaubert, dass umstehende Passanten/Kollegen mich für verrückt halten müssen.



Denn die Zeit der Schwangerschaft ist so schön. So ein Wunder. Wenn ich erst abwarte, bis alles gut gegangen ist, kann ich diesen Teil der Vorfreude nicht mehr nachholen.



Mutter-werden und Mami-Sein beginnt für mich nicht erst mit Vollendung der Geburt. Die Schwangerschaft gehört dazu. Und: Schließlich enden die Sorgen auch nach der Geburt nicht. Da erwarten uns vielmehr ganz neue Spielwiesen für unsere Sorgen. Noch etwas später erfahren wir, was „kleine Kinder -kleine Sorgen, große Kinder- große Sorgen“ bedeutet. Das hört jetzt nie mehr auf.



Für eine Mutter liegen das größte Glück und die größten Sorgen immer ganz dicht beieinander. Was wir also lernen müssen, ist, uns mit Sorgen möglichst nur insoweit zu beschäftigen, als sie sich bereits zum Problem realisiert haben. Sonst könnte es passieren, dass wir irgendwann nur noch mit unseren dick in Watte eingepackten Kindern zu Hause sitzen.



Genießen wir also besser das Mutterglück- und zwar schon von dem Moment des positiven Schwangerschaftstests an.



Leichter gesagt, als getan, ich weiß. Aber doch der beste Weg, für das meiste Glück, oder?



Eure Mia

Valentins Tag

Heute vor vier Jahren hat mein Mann mir einen Heiratsantrag gemacht. Klingt romantisch, aber die einen sagen so, die anderen sagen so…
Das war nämlich folgendermaßen: ich bin eigentlich ein Valentinstagverweigerer. Natürlich habe ich nichts dagegen, wenn es über das Jahr verteilt viiiieeele Gelegenheiten gibt, mich beschenken zu lassen. Auch sollte man Geschenke als Liebesbeweise nicht unterschätzen- ich halte es für durchaus sinnvoll, sich gelegentlich mit kleinen Aufmerksamkeiten umeinander zu bemühen. Und ja, der ein oder andere braucht dafür halt einen Anstubser, der in Form eines festen Tages im Jahr daherkommt. Aber mir kommt das ein bißchen komisch vor, dass die Leute dann auf Knopfdruck romantisch werden müssen. Ein Strauß roter Rosen zum Valentinstag ist ungefähr so, als würden die Geschäfte schon fertige Liebesbriefe verkaufen, die unsere Liebsten uns dann überreichen.

Damit mein Mann (damals Freund) also gar nicht erst auf dumme Gedanken kommt, hatte ich mir für den Abend ein paar Freundinnen zum Mädelsabend eingeladen.
An diesem Valentinstag fuhren wir nach dem Einkaufen noch kurz in die Autowaschanlage. Und kaum sind wir drin, sagt mein damaliger Freund: „Wir hatten ja schonmal über das Thema gesprochen. Ich glaube aber, so eine Nummer mit Rosen und Geigen und Kerzen würdest Du mir nicht abkaufen, daher wollte ich Dir einen Antrag machen, wenn Du am wenigsten damit rechnest. Und das ist jetzt!…“
Es gab einen wunderschönen Ring dazu und der Mädelsabend wurde zur Verlobungsparty.

Im Freundeskreis wurde viel über den Antrag gelacht. Der Junggesellenabschied meines Mannes stand unter dem Motto „Car Wash Lover“- unter anderem musste er erstmal die Autos seiner Freunde waschen. 

Nach alledem haben wir zum Valentinstag schon irgendwie eine besondere Beziehung.  Deswegen waren wir auch gleich Feuer und Flamme, als meine kleine Schwester vorschlug, Valentin sei doch ein schöner Name für unseren Sohn Nr. 2.

Vorangegangen war ein schwieriger Entscheidungsprozess. 
Ich wollte eigentlich einen Konstantin. Geht gar nicht, findet mein Mann. Er will einen Alexander. Gefällt mir nicht, sage ich. Julian fände ich aber schön. Nee, sagt mein Mann, aber Julius fände er gut. Klingt mir zu sehr nach Golfspielen, sage ich. Und dann kommt meine Schwester mit dem Valentin um die Ecke- wir sehen uns an und sagen: jawoll!
Vor ein paar Tagen fällt meinem Mann ein, dass er das doch nicht schön findet. Einfach so. Konstantin wäre besser. Juhu, ich bekomme doch meinen Konstantin, dachte ich erst, aber dann fiel mir auf, dass der kleine jetzt schon Valentin für mich ist. Das wird jetzt nicht einfach so wieder ein Konstantin.
Ein paar Tage später erkläre ich das meinem Mann. Der sagt: Na gut, dann eben doch Valentin. 
Die Verwirrung ist komplett. In meiner Umfrage habt ihr Valentin auf den letzten Platz gewählt. Aber dann wird´s wenigstens nicht wieder ein Top 10 Name.
Mein Mann meint, da draußen ist der perfekte Name für unser Kind, wir haben ihn bloß noch nicht gefunden. Ich meine,  der hat jetzt genug dazu beigetragen. Ich habe Pickel, Nasenbluten, dicke Füße, Ziehen in der Leiste und hätte Karneval problemlos als Obelix gehen können- ich darf das jetzt alleine entscheiden.

Und ich entscheide mich für:

An seinem Namenstag können wir ihm dann jedes Jahr erzählen, wie die Geschichte unserer Familie in einer Waschstraße begann 🙂
Und wie seine Mutter vom Valentinstagverweigerer zu einem Valentinstagsfan wurde!

Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Valentinstag!

Eure Mia

Gewinnerin der Medela Milchpumpe ermittelt

Das waren ganz schön viele Kommentare, die in unseren Lostopf gehüpft sind! Ich war lange mit Zusammenfalten beschäftigt, schließlich sollten wieder alle Zettel für den Sohn gleich attraktiv aussehen.


Der Sohn hat lange gezögert und ist auf seinem Stuhl herumgehüpft. Sein Assistent, der Wauwau, mahnte schon zur Eile, schließlich wollte man noch auf den Spielplatz gehen…

…schließlich griff der Sohn beherzt zu…

…vor lauter Spannung hielt es ihn nicht mehr auf seinem Stuhl! And the winner is:

Daggi!! (Das Bild ließ sich beim allerbesten Willen nicht drehen)

Liebe Daggi, freut mich sehr, dass die super Milchpumpe an eine so treue Leserin wie Dich geht!! Schickst Du mir Deine Adresse an Mia.Sommer1978@googlemail.com? Dann macht sich die Pumpe sofort zu Dir auf den Weg.

Allen anderen danke ich fürs Teilnehmen. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal- ich habe schon zwei ganz tolle Gewinnspiele in der Pipeline…

Eure Mia

Schall und Rauch?

„Sei besorgt um Deinen Namen, denn er begleitet Dich treuer als tausend goldene Schätze“
Leider weiß ich nicht, von wem dieses Zitat stammt, aber fest steht: Der Name ist wichtig!
Immer wieder sind wir viele Namen durchgegangen und haben Seiten mit Babynamen durchforstet. Kennt Ihr Nameling.de? War zwar nicht besonders hilfreich, hat aber Spaß gemacht. 
Mein Mann hat ein schönes Argument für seinen Favoriten: Er hätte dann die gleichen Initialen wie er, und mein Mann könnte ihm ein paar gravierte Dinge vererben, die er selber schon geerbet hat: Eine goldene Uhr und ein paar Manschettenknöpfe. Solche Dinge sind ja sonst meistens eher den Erstgeborenen vorbehalten, aber so hätte unsere Nr. 2 auch etwas Besonderes mit seinem Papa.
Leider kann ich mich mit dem Namen nicht so richtig identifizieren.

Der Name unseres Großen ist sowieso schwer zu toppen. Wir wußten beide schon immer, dass er so heißen würde. Leider war es dann ein Top 10 Name und wir haben überlegt, ob wir so eine 08/15- Geschiche für uns wollen. Aber wir fanden den Namen so schön, dass es uns dann egal war: Heute wird der hier einmal verraten:
Maximilian.

Aktuell eigentlich von allen, auch in der Kita nur Mäxchen genannt. Wenn´s schnell gehen muss Max, und wenn es eines Tages seriös klingen soll: Maximilian. Und für mich ist er gerne auch der kleine „Mausemax“.

So, und jetzt bin ich mal auf Eure Meinung gespannt. Rechts könnt Ihr unter den Finalisten abstimmen (und gerne auch kommentieren).
Wir sind uns noch nicht ganz sicher, und müssen den Favoritennamen noch ein bißchen sacken lassen, aber wenn ihr mich jetzt nicht total verunsichert, glaube ich, dass ich Euch in ein paar Tagen unsere Entscheidung mitteilen kann 🙂

So, und jetzt muss ich wieder zum fieberkranken Mausemax, der gerade seine erste richtige Karnevalsparty in der Kita verpasst 🙁

Eure Mia

Mutterliebe

Kann man zwei Kinder gleich lieben?

Diese Frage beschäftigt mich mit wachsendem Bauch immer mehr.

Alle Eltern behaupten das immer. Und alle Kinder glauben das gern. Aber stimmt es wirklich?

In einer Beziehung funktioniert das ja grundsätzlich nicht. Da bestehen wir auf Exklusivität. Ich war zuerst da, tut mir leid für Euch Mädels! Umgekehrt brauche ich meinem Mann wohl auch gar nicht erst mit der Idee eines „Zweitmannes“ zu kommen. Zwei gleichzeitig lieben geht nicht, sagen wir normalerweise bei Beziehungen.

Bei Kindern soll das aber anders sein?

Die Liebe zu meinem Sohn ist besonders. Anders als jede andere Liebe, die ich bislang kannte. Es ist eine Liebe, die angereichert ist mit dem Gefühl, ihn beschützen zu wollen. Um ihn zu beschützen, würde ich mich jederzeit allem in den Weg stellen. Ich bin für sein Leben verantwortlich und für sein Glück. Sein Glück ist mein Glück.

Bald wird da noch jemand sein. Das wird diese ganz enge Einheit zwischen mir und meinem Sohn zwangsläufig aufweichen. Ich werde immer ein anderes Kind auf dem Arm haben und ich werde nicht mehr alle meine Aufmerksamkeit nur ihm schenken können. Aber geht das zu Lasten der Liebe zu meinem Sohn? Oder muss vielleicht Nr. 2 sehen, was übrig bleibt?

Manchmal habe ich das Gefühl, ich muss meinem Sohn in den nächsten Wochen ganz besonders viel Liebe geben. Ganz viel mit ihm kuscheln, so lange wir noch alleine sind. Der braucht das auch. Der ist ein ganz großer Kuschler. Er ist so glücklich, wenn am Wochenende Papa und Mama nur Zeit für ihn haben und genießt unsere Aufmerksamkeit. Und wir sind ja auch beide so verknallt in unseren Sohn, dass wir aufpassen müssen, auch noch ein bißchen Paar zu bleiben, und nicht nur zwei Erwachsene, deren größte Gemeinsamkeit darin besteht, ihren Sohn anzuhimmeln. Neulich waren wir abends mal auf einer Party- ohne den Sohn. Ein Freund erwischte uns dabei, wie wir uns gemeinsam auf dem Handy Fotos vom Sohn anschauten. Aber wir lieben ihn doch so sehr!

Für ihn muss es so sein, als würden wir ihm ein Stück wegnehmen, wenn das Baby kommt. Da hat es das Baby wohl besser. Das wird schon als Bruder geboren und kennt es nicht anders, als dass man Mama und Papa teilen muss. Andererseits: Dafür wird er auch niemals in den Genuss von 2 1/2 Jahren ungeteilter elterlicher Aufmerksamkeit kommen. Keine Ahnung, was besser ist…

Ich möchte daran glauben, dass eine Mutter für jedes ihrer Kinder diese unendliche Liebe empfinden kann. Ich glaube, ich weiß auch, warum das tatsächlich funktioniert:

Liebe kann man für mehrere Menschen empfinden. Für seinen Partner, für seine Eltern, die Geschwister und für seine Kinder! Liebe ist als Gefühl keine endliche Recource. Ein Mensch, der in der Lage ist, echte Liebe zu empfinden, der kann diese Liebe auch multiplizieren. Partnerschaftliche Liebe ist (in der Regel) nur einem Menschen vorbehalten, aber abgesehen davon können wir Liebe für viele Menschen empfinden und auf jeden Fall für alle unsere Kinder. Wenn wir unser Baby in den Armen halten, dann lieben wir es einfach. Ganz egal, ob es das erste oder das vierte Baby ist. Weil es unser Baby ist. Ein neuer Mensch, 50% Ich, 50 % der Mensch, den ich liebe! Mein Kind!

Sicher verändern sich auch die Beziehungen zu den Eltern im Laufe des Lebens. So unterschiedlich Geschwister sein können, so unterschiedlich ist auch die Beziehung zwischen Eltern und jeweiligem Kind. Ich bin z.B.bei meinen Eltern immer die Große. Ich habe immer super funktioniert und wenig Sorgen bereitet. Meine mittlere Schwester hatte und hat bis heute die meisten Reibungspunkte mit meinen Eltern, und meine kleine Schwester ist das typische Nesthäkchen. Wir alle haben unterschiedliche Beziehungen zu meinen Eltern, aber die Basis ist bedingungslose Liebe. Was das angeht, gibt es für meine Eltern absolut keine Unterscheidungen.

(Leider gibt es aber Menschen, die sich von ihren Eltern weniger geliebt fühlen, als ihre Geschwister. Woran mag das liegen? Ist da irgendwann etwas vorgefallen? Ist das nur subjektives Empfinden der Geschwister? Oder können eben doch nicht alle Eltern alle Kinder gleich lieben?)

Ich weiß nicht, ob ich beiden Kindern gerecht werden kann. Aber ich glaube, dass ich sie beide gleich lieben kann. Ein Freund von mir, dreifacher Vater, hat das mit der Liebe zu seinen Kindern mal so ausgedrückt: „Das Herz baut für jedes Kind immer noch einen Anbau!“

In diesem Sinne: Deine Familie freut sich schon auf Dich, Nr. 2! Ganz besonders Deine Mama!

Eure Mia