Gute Vorsätze oder: Keep your standards high!

Mit guten Vorsätzen ist das ja so eine Sache… 
Ich hatte schon viele gute Vorsätze. Wirklich gute Vorsätze. Wirklich viele Vorsätze. Und ich hab´sie alle gebrochen. Letztes Jahr bin ich immerhin bis in den Februar hinein 1-2 Mal pro Woche ins Fitnesstudio gelaufen (da fällt mir ein, das muss ich unbedingt kündigen, war nämlich seit Februar nicht mehr da…).
Jedenfalls ist das ja nicht mein erstes neues Jahr und da Erfahrung ja bekanntlich klug macht, habe ich mit Gedanken an gute Vorsätze dieses Jahr gar nicht erst meine zwischen Kita, Haushalt und Büro rare Zeit verschwendet. 
Bis gestern Abend. Als ich im Bett lag, dachte ich mir plötzlich: „Nee, Mia, das ist der Anfang vom Ende! Nicht mal einen guten Vorsatz? Noch nicht einmal der Versuch? Wenn Du schon nicht mehr an Dich selbst glaubst- wer dann??“
Getreu dem Motto „Keep your head, heels an standards high“ habe ich mir also doch noch Gedanken gemacht, wie aus mir ein besserer Mensch werden könnte. 

1. Ich werde in dieser Schwangerschaft nicht mehr als 10 Kilo zunehmen.
Da ich im letzten Jahr wie oben bereits gebeichtet nicht sehr konsequent mit den guten Vorsätzen war und meine sportliche Hauptleistung darin bestand, das Fitnessstudio weitläufig zu umgehen, habe ich jetzt noch ausreichend Fettreserven aus der ersten Schwangerschaft. Ziehe ich nun die überflüssigen Pfunde von dem Gewicht ab, das man so üblicherweise in einer Schwangerschaft zunehmen sollte, dann komme ich mit 10 kg mit Sicherheit aus. Während ich diese Zeilen schreibe, genieße ich einen Milchkaffee und Dominosteine (die waren bei Hussel ganz doll runtergesezt- musste ich mitnehmen!), schätze ich die Erfolgswahrscheinlichkeit mit 50 % ein.

2. Mit dem Stillen werde ich mein altes Gewicht zurückerlangen
Ich gebe zu: Ich bin kein Stillfan. Das liegt daran, dass ich auf der einen Seite nicht der Typ bin, der sich mit Baby wochenlang zu Hause einschließt, andererseits aber erst recht nicht der Typ bin, der gerne überall in der Öffentlichkeit seine Brüste auspackt. Auch nicht erwärmen konnte ich mich für nasse Flecken auf meiner Kleidung, Schmerzen, Schmerzen und Schmerzen sowie mit der Erkenntnis, dass es mit der Umstandsmode auch nach der Schwangerschaft nicht vorbei ist, sondern man vielmehr mit Stilloberteilen vom Regen in die Traufe kommt. Nach vier Monaten plus einen Monat langsam abstillen war deshalb Feierabend. Allerdings hat das Stillen zu einer rapiden Gewichtsabnahme geführt. Ich habe Schokolade gegessen, wie andere Leute Brot, und die Pfunde purzelten trotzdem.  Dieses Mal will ich stillen, bis das Gewicht von vor Schwangerschaft Nr.1 wieder erreicht ist.
Erfolgswahrscheinlichkeit: Naja, der Wille ist da, und wird unterstützt von einigen wirklich tollen Klamotten, die in meinem Schrank verheißungsvoll von ihren Kleiderbügeln auf mich herabschauen. Also 80 %!

3. Ich werde die Elternzeit genießen
Die quälende Frage lautet: Wann fange ich nach der Geburt wieder an zu arbeiten? Beim Sohn war das relativ einfach: Er wurde im Dezember geboren, das Kitajahr beginnt im August, 1 Monat Eingewöhnung, also fange ich im September wieder an. 
Bei einem Junikind ist das viel schwieriger zu entscheiden. Ich möchte dieses Mal eigentlich gerne länger zu Hause bleiben.  Ich habe aber keine Lust mehr auf schlechtes Gewissen. Ich werde also bald eine Entscheidung treffen und die werde ich gut finden, egal was andere sagen!
Erfolgswahrscheinlichkeit: Mh, vermutlich werde ich doch immer wieder mit mir hadern und denken, ich müsste wieder ins Büro zurück- also: 50%

4. Ich werde die Bügelwäsche nicht mehr aufschieben bis nichts mehr im Schrank ist.
5. Ich werde den Stapel mit der unerledigten Post täglich bearbeitenund so gar nicht erst entstehen lassen.
6. Ich werde für mich und meine Familie Zwischenmahlzeiten nur noch in Form von Obst anstelle von Schokolade oder Keksen reichen
Erfolgswahrscheinlichkeit für Nr. 4-6: 3%! 
Ich bin immer noch ich!

Wie haltet Ihr das mit den Vorsätzen?

Euch allen ein glückliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

Eure Mia

0 Gedanken zu “Gute Vorsätze oder: Keep your standards high!

  1. HI Mia,super.. es ist schön zu sehen, das eine erfolgreiche Juristin und erfolgreiche Managerin eines Familienunternehmens, die gerade Schwanger ist.. auch nur eine normale Frau ist, mit den Vorsätzen geht es mir genau so, danke.. auch ich bin nur ein Mensch..Ansonsten finde ich die Vorsätze richtig gut.Punkt 3 finde ich am wichtigsten und würde ich versuchen unbedingt zu erfüllen, ohne schlechtes Gewissen für irgendeine Partei.. und auch Nr. 4.-6 lassen sich dann wahrscheinlich leichter und gut umsetzten :-)so.. jetzt muss ich an meinem Vorsatz arbeiten und muss zurück an den Schreibtisch..Mach`weiter so..ich freue mich schon auf weiter News deiner Schwangerschaft.. und auf die Bekanntgabe des Namens..Liebe GrüßeKlärchen

  2. Haha, wieder mal sehr amüsant geschrieben. Ich wünsche die, das sich der eine oder andere gute Vorsatz trotzdem umsetzen lässt.Über das Stillen will ich heute auch noch Posten und würde mich dann seh über deine Siht und Erfahrungen freuen. Alles Liebe, Miri

  3. ach, ich mag dich!!!muss jetzt mal so in aller deutlichkeit gesagt werden!punkt zwei stimme ich zu und auch 4,5,6 kann ich nachvollziehen.ich bin bescheiden und habe nur einen vorsatz: regälmäßig ins fitnessstudio gehen!!und regelmäßig soll nicht jedes halb jahr einmal sein(wobei das schon mehr wäre als leztes jahr)ich gehöre nämlich zu den frauen die stillen und kaum zum essen kommen und trotzdem zunehmen…

  4. Oh, daran habe ich noch gar nicht gedacht, dass das mit dem Stillen und dem Abnehmen dieses Mal vielleicht gar nicht so ein Selbstläufer wird! Dir viel Erfolg mit Deinem Vorsatz! Glaub an Dich :-)LG Mia

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