Weihnachtsgeschichten

Ich hoffe, Ihr hattet alle ein schönes Weihnachtsfest!
Bei uns war es wunderschön- mit glänzenden Kinderaugen, wie ich es mir gewünscht habe.
Hier meine persönlichen Highlights:

1. Der Sohn hat uns mit echten Weihnachtsferien überrascht. Da er ja gerade den Trotz für sich entdeckt hat, hatten wir ein bißchen Bedenken und befürchteten, es würde anstrengende Tage werden. Statt dessen war er zuckersüß und nahezu heilig. Und er hat etwas getan, das er bislang noch nie getan hat: er hat lange geschlafen. Er war die letzten Tage nie vor 8:30 wach, meistens erst gegen 9:00, manchmal später. Ich bin zum ersten Mal seit zwei Jahren nicht müde!

2. In der Kirche hat der Sohn am Heiligabend sehr interessiert und aufmerksam das Geschehen verfolgt. Nur einmal hat er sich über den Gesang beschwert und in die Kirche hineingerufen: „Nicht so laut!!“

3. Nach einer Weile gingen in der Messe die Lichter des Tannenbaums an. Der Sohn sprang auf, kletterte auf Papas Schoß und schrie: „An!!“ Ich antwortete: „Ja, da hat jemand den Weihnachtsbaum angemacht.“ Und er, ganz aufgeregt: „Nein. Nicht der Mann andemacht! Alleine!!“ Der Sohn hatte sein persönliches Weihnachtswunder erlebt.

4. Kurz vor Ende der Messe wurde dem Sohn dann doch etwas langweilig. Um sich die Zeit zu vertreiben nahm er Kontakt mit unseren Banknachbarn auf und sagte zu einem etwa 16 jährigen Mädchen neben uns anerkennend: „Schöne Schuhe!“ Mein Sohn halt!

5. Vielleicht sind wir bald reich. Ich meine richtig reich! Wir erwägen nämlich eine Klage gegen Lego. Würden wir in Amerika leben- wir würden es glatt tun. Der Sohn hat nämlich zu Weihnachten eine Lego Duplo Eisenbahn bekommen. Die Freude war riesengroß. Als er sein Spiel für eine kleine Wickelpause unterbrechen musste, nahm er die Lok natürlich mit auf den Wickeltisch. Dort hielt er si auf seinen nackten Bauch und drückte den Knopf. Plötzlich fing er wie am Spieß an zu schreien. Die Eisenbahn war losgefahren und hatte dem Sohn die Haut am Bauch eingeklemmt. War das schlimm! Der arme Kerl musste danach erst langsam und behutsam wieder an sein geliebtes Geschenk herangeführt werden. Lego schuldet dem Sohn Schmerzensgeld in Form von mindestens 1000 Schokoladenengeln!

6. Zu Heiligabend gab es Raclette. Überraschenderweise hat der Sohn sich hauptsächlich von Garnelen ernährt. Zwei davon hat er unbemerkt in seine Kinderküche gebracht und dort damit gespielt. Zum Glück haben wir es am nächsten Tag beim Aufräumen entdeckt. Wir haben uns kaputtgelacht über den kleinen Kelr und seine super Ideen, waren aber froh, dass uns nicht erst wiederlicher Gestank auf die Fährte der Garnelen bringen musste.

7. Musikalisch war unser Weihnachtsfest untermalt von St. Martinsliedern. Der Sohn hat bis heute leider nicht den Absprung in die Weihnachtszeit geschafft, was sein Liedgut angeht. Als ich ihn aber Heiligabend ins Bett brachte, da flüsterte er plötzlich: “ Dicke rote Kärßen, Tannzweigenduft, und ein Hauch von Heimlichkeit liet in der Luft, macht euß bereit, biß Weihnachten, biß Weihnachten iß nich mähr weit!“
Das muss er in der Kite gelernt haben- ich hatte es bis dahin nie gehört! Völlig gerüht und überwältigt streichelte ich den Sohn in den Schlaf. 
Das war ein schönes Weihnachtsfest!

8. Am 25. Dezember waren wir bei meinen Eltern. Dort hat meine kleine Schwester einen Namen für einen möglichen Jungen in die Runde geworfen, den mein Mann und ich beide schön fänden. Bei Mädchennamen haben wir aktuell zwei Favoriten- bei den Jungs sind wir uns überhaupt nicht einig. Aber jetzt haben wir plötzlich auch einen Jungenamen. Den nächsten Ultraschalltermin habe ich am Montag, 07.01. Wer wiß, vielleicht bekommt das Kind dann endlich einen Namen…


Eure Mia

0 Kommentare

  1. Das hört sich doch nach einem schönen und sehr vergnügtem Weihnachtsfest an!Und auf den Namen bin ich schon sehr gespannt. Ich hoffe du verrätst ihn.

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