Mütterliche Angst

Gewicht: +1,5 kg. Angesichts meiner Vorliebe für gutes Essen in Verbindung mit Weihnachtsfeiern und Verlockungen in Form von Plätzchen ein sehr zufriedenstellender Wert!

Ich will: Zu Weihnachten Portwein trinken und Räucherlachs essen 🙁
Ich mag nicht: Kaffe geht wieder 🙂
Zipperlein: Nur noch Müdigkeit. Aber ob die von der Schwangerschaft kommt…?
Und sonst so: Die ursprünglich tief liegende Plazenta hat sich ganz brav vom Muttermund wegbewegt.

 

Hat sich jemand von Euch bis zur Geburt überraschen lassen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird?
Also, ich könnte das ja nicht. Ich bin irgendwie richtig unzufrieden, weil ich das Geschlecht noch nicht kenne. Und selbst wenn ich es kennen würde, wüsste ich nach wie vor keinen Namen. Wer ist dieses kleine Wesen? Ich würde es so gerne wissen!
 
Vielleicht würde ich mich dann auch entspannter auf das Baby freuen können. Statt dessen mache ich mir ja wieder viel zu viele Sorgen.
Als ich zur Nackenfaltenmessung in der Uniklinik war, hat die Ärztin als Grund für die Untersuchung (muss man wohl für die Abrechung angeben) auf den Bericht geschrieben „mütterliche Angst“.
Der Begriff hat was, oder? Man hätte ja auch schreiben können „Vorsorge“ oder irgendetwas, aber „mütterliche Angst“ hat mich irgendwie erheitert. Dabei ist der Begriff so passend. Niemand kann sich so gut Sorgen machen, wie eine Mutter. Ich bin ja Weltmeisterin darin.
Als am Wochenende der Amoklauf in Amerika passierte, kamen mir erstmal die Tränen. Später, als ich im Bett lag, bin ich fast durchgedreht. Was ist, wenn meine Kinder mal zur falschen Zeit am falschen Ort sind? Wie kann ich das verhindern? Kann ich überhaupt zulassen, dass der Sohn morgen früh das Haus verlässt?? Überall lauern Gefahren für dieses kleine Wesen, das zu beschützen meine Aufgabe ist. Als Mutter muss man schon hier und da eine gute Verdrängungskünstlerin sein, damit man sich nicht nur Sorgen macht.
 
Eigentlich ist der Zustand der Schwangerschaft in der Hinsicht ganz angenehm. Ich kann das Baby jetzt schon spüren, und es scheint ja gesund zu sein. Dann kann ihm in meinem Bauch ja nicht viel passieren.
Wenn ich doch bloß wüsste, was es wird! Vielleicht renne ich morgen noch mal zur Ärztin, und lasse sie mal nachschauen. Wenn sie für die Abrechnung wissen will, warum ich außer der Reihe da bin, sage ich eben einfach: „Mütterliche Angst!“ 
 
Eure Mia

 

0 Gedanken zu “Mütterliche Angst

  1. ich bin wahnsinnig geworden bis ich wußte was unser zwerg wird.erst hieß es 100% ein junge,dann aufeinmal na vielleicht doch ein mädchen und dann wieder ne doch junge.da war ich schon in der 22ssw.ich möchte mal an dieser stelle bemerken wie gerne ich deinen blog lese und das ich ja eigentlich nie kommentiere.aber du bist mir sowas von sympathisch :)ich wünsche dir und deiner familie schon mal schöne weihnachten!!!

  2. Ich hoffe, ich erfahre es im nächsten Termin am 7.01.! Sonst muss ich wohl auch wahnsinnig werden! Danke für Deinen Kommentar, und dir auch ein wunderschönes Weihnachtsfest!LG Mia

  3. Oh, das kenne ich nur zu gut. bei uns war es so ein Hickhack und seit ich es auf dem 3 D Ultraschall selbst gesehen habe bin ich einfach nur tief entspannt und ich denk das kommt ja dann auch Mama und Baby zu gute.wenn ihr wisst was es wird, ist auch sicherlich die Namenswahl einfacher, weil man sich dann in eine Richtung konzentrieren kann.

  4. Das war bei Dir aber auch besonders schlimm. Da stellt man sich seit Wochen auf ein Kind ein und bekommt dann gesagt, dass es vielleicht doch ein anderes Geschlecht hat. Zum Glück ist es ja jetzt klar!

  5. Ja, ich bewundere auch die Eltern, die sich überraschen lassen wollen. Ich könnte das nicht. Dafür bin ich viiiiiel zu neugierig! Und überhaupt – mit dem Geschlecht kann man sich nicht nur besser auf einen Namen festlegen und Babyklamottis shoppen. Das Baby bekommt mit dem festgelegten Geschlecht nochmal eine viel presentere Identität!Apropos Identität! Ich kann mich Julia nur anschließen. Auch wenn ich Dich ja eigentlich gar nicht kenne, fiebere und freu ich mich immer total mit, wenn ich bei Dir lese. Und irgendwie hast Du auch eine Identität für mich. Denn auf dem kleinen Bildchen von Dir und Deinem Sohn, siehst Du der Mutter meines Patenkindes total ähnlich. Und jetzt habe ich immer eine quirlige Italienerin vor Augen, wenn ich Deinen Blog lese. Und als Du neulich geschrieben hast, dass Dein Bauch aus der ersten Schwangerschaft nie ganz weg gegangen ist, hab ich hier gesessen und gedacht "Das kann ja gar nicht sein, die Mia ist doch gertenschlank!" , weil die Mutter meiner Patenmaus so ein schmales Hemdchen ist. Nun ja… :o))Ganz liebe Grüße und falls wir uns vorher nicht mehr lesen sollten, wünsch ich Dir und Deinen Lieben ein wunderschönes Weihnachtsfest!Katharina

  6. Hihi, quirlige Italienerin ist gar nicht so falsch. Jedenfalls hat die Romanze meiner Eltern beim Studium in Rom begonnen :-)Ich denke auch immer, ich kenne Euch. Aber man gibt ja schließlich auch viel preis in seinem Blog…bei Euch gibt's sogar immer tolle Fotos.Euch auch schonmal frohe Weihnachten, aber wir lesen uns vorher bestimmt noch!Ganz liebe GrüßeMia

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