Zur Mami mutiert!

„Wenn ich irgendwann nur noch Mutter bin, sagst Du mir aber bescheid, ja?“ Während meiner Schwangerschaft hatte ich meine Freundin gebeten, nicht zuzulassen, dass ich eines Tages nur noch in praktischen Klamotten mit praktischen Schuhen über die Konsistenz von Babykacke referieren würde.

 
Ich wollte so bleiben, wie ich bin. Mütter waren für mich Frauen, die einst gut ausgebildet im Berufsleben der Männerwelt die Stirn boten, die sich aber mit der Geburt ihres Kindes dafür entschieden, fortan mit ungewaschenen Haaren und im Schlafanzug zu Hause zu sitzen und sich die Augenbrauen zuwachsen zu lassen. Keine Zeit für Kaffee, Kino, Freundinnen. So würde ich nicht werden! Ich nicht! Ich nahm mir vor, ganz normal weiterzuleben.


Wenn ich heute nach knap zwei Jahren als Mutter Bilanz ziehe muss ich zugeben, dass es Zeiten gab, in denen man mich meistens zu Hause und meistens in Trainingshose antraf, und in denen ich außer Babythemen nicht wirklich Interessantes zu berichten hatte. Über meinen Plan „ganz normal weiterzuleben“ könnte ich mich heute kaputtlachen (süß, haha!), aber insgesamt ist doch einiges von der alten Mia übriggeblieben. Meine Freundin ist da wohl anderer Meinung und kommt nun meiner damaligen Bitte nach. Sie erklärte mir kürzlich, sie sei wirklich enttäuscht, denn von mir hätte sie nicht gedacht, dass ich zu einem solchen Muttertier mutieren würde. Seufz, ich muss ja bloß schon Chef, Mann und Sohn gerecht werden. Jetzt hab ich auch noch meine Freundin enttäuscht.

 
Meine Freundin ist Single ohne Kind. Sie vermisst die Zeiten, in denen wir beide auf einer Party noch einen letzten Drink im Sonnenaufgang genommen haben, bevor wir nach Hause gingen um uns den ganzen Sonntag über gründlich auszuschlafen. Sie macht das immernoch, allerdings jetzt mit anderen Freundinnen und nicht mehr mit mir. Früher hatte ich Spaß daran, am nächsten Tag die Vor- und Nachteile der jeweiligen Abendbegleitung ausführlich zu bequatschen. Heute finde ich das total langweilig. Da sitze ich mit meinem Sohn in einem Berg von Legosteinen auf dem Fußboden, während ich mir am Telefon Geschichten über einen One-Night-Stand anhöre. Das kommt mir so unwirklich vor.

 
Ist es spießig von mir, dass ich mir wünsche, meine Freundin hätte auch Mann und Kind?

Sie ist meine Freundin. Irgendwie habe ich das Gefühl, ich bin es ihr schuldig, dass ich hin und wieder zu Besuch in ihr Leben komme. Andererseits: Muss ich, um eine gute Freundin zu sein alle paar Wochen mit ihr eine Nacht durchfeiern auch wenn ich darauf überhaupt keine Lust habe, ? Oder muss sie sich vielleicht nach mir richten, weil das für sie viel einfacher ist, denn sie muss sich nicht mit ihrem Mann absprechen, ggf. einen Babysitter organisieren und am nächsten Morgen trotzdem um 7: 00 Uhr aufstehen.

 
Einmal mehr seit ich eine Mutter bin, muss ich einen Kompromiss finden. Bloß: Wo liegt die goldene Mitte zwischen Partynächten und Spielplatznachmittagen? Müssen wir beide im Wechsel Dinge tun, auf die wir keine Lust haben, oder gibt es einen Kompromiss, der für uns beide in Ordnung ist?


Gelegentlich treffen wir uns zum abendessen bei uns zu Hause, wenn der Sohn schon im Bett ist. Manchmal sitzen wir dort bis spät in der Nacht. Diese Abende finde ich super. Sie scheint damit nicht zufrieden zu sein. Wenn sie mit mir ausgehen will, dann will sie von Mann und Kind nichts hören. Sie will das ganz beiseite schieben. Sie will mich für sich alleine haben.

 
Der Punkt ist: ich bin glücklich in meiner Vater- Mutter-Kind-Welt. Mir fehlt nichts. Nur meine Freundin manchmal…


Kennt Ihr das auch? Oder kennt ihr vielleicht die andere Perspektive?


Eure Mia

0 Gedanken zu “Zur Mami mutiert!

  1. Diese Diskrepanz kenne ich leider selbst auch nur zu gut!Früher rockte ich jede Party und ging erst ins Bett, wenn andere schon längst wieder aufgestanden waren. Wildes Leben, grausame Männergeschichten und kaum in der Lage Verantwortung für mich selbst zu übernehmen.Als ich dann schwanger wurde hat sich all das um 180° gedreht. Und spätestens mit dem Mamasein, begann mein Spießerleben. Und was soll ich sagen – ich liebe es! PArtynächte vermisse ich nicht. Lust rauszugehen habe ich schon mal…aber bitte nicht die ganze Nacht (ich mach spätestens um 1 Uhr schlapp) und Alkohol? Nur ein winziges Schlückchen bitte! Ein Kater verfielfacht lautes Kindergeschrei um einiges.Einmal war ich mit meiner Freundin Miriam raus feiern, da war Sonea 10 Monate alt…wie in alten Zeiten! Was haben wir uns auf den Abend gefreut…und es war auch schön! Aber bereits nach dem ersten Caipi hatte ich die Lampen an…wie peinlich ist das bitte?! Und am nächsten Tag war ich einfach nur froh, dass die Babysitterin noch etwas länger geblieben ist, so dröhnte mein Kopf.Okay…das war eine Erfahrung…mittlerweile bin ich schon sehr glücklich, wenn ich alle Jubeljahre mal Zeit finde mit ner Freundin ins Kino oder Essen zu gehen. Geplant habe ich schon oft solche Abende…aber die Realität sieht dann meistens doch anders aus, nämlich das schreiende Kind dazu zu bewegen endlich einzuschlafen, damit man wenigstens noch eine Stunde Ruhe hat, bevor man selbst halbtot ins Bett fällt. Und es geht doch nix über einen gemütlichen Abend auf der Couch, wenn die Kinder schlafen und einfach nur Ruhe ist, herrlich!Von meiner eigentlich besten Freundin habe ich schon wieder seit Monaten nix gehört (und das obwohl sie eigentlich Soneas Patentante ist). Aber sie hat keine Kinder und ich habe momentan wenig Gesprächsstoff zu bieten, außer meine beiden Sonnenscheine. Schwierig!Und in unserem Freundeskreis fängt man gerade mal so langsam an mit der Familienplanung. Da ist es dann schwierig, wenn man am Geburtstag beide Läger vertreten hat. Die einen quatschen nur über's Kinder kriegen und haben und die anderen sind total gelangweilt, hmmm!Eine Lösung habe ich also selbst nicht…aber doch ziemlich das gleiche Problem.Sorry…ist nun etwas lang geworden!Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!Katharina

  2. "Grausame Männergeschichten", hihi, das gefällt mir! Kenn ich auch- war auch nett. Damals! Nach deinem Kommentar geht es mir direkt besser 🙂 freu mich aufs WE auf dem Sofa!

  3. Hallo Mia,Deinen Blog habe ich vorletzte Woche ehr zufällig über eine Bekannte entdeckt und ich muss sagen – großartig! Schreibst du über mein Leben?! 😉 Anstatt Urlaubslektüre habe ich deinen Blog von Anfang an gelesen und haben einige Male sehr geschmunzelt und zum Erstaunen meines schlafenden Mannes auch herzhaft gelacht, danke dafür! Dein heutiges Posting beschreibt genau die Situation mit meinen Freundinnen, daher "muss" ich dazu auch einen Kommentar hinterlassen. Kurz zu mir, ich bin 30, habe zwei Kids, Sohn 3,5 und Tochter 2 und lebe ebenfalls am Rhein. Meine beste Freundin ist kurz nach der Geburt meines Großen beruflich ins Ausland. Wir telefonieren ständig, sehen uns leider viel zu selten… Meine anderen Freundinnen aus der "bevor ich Mama wurde Zeit" sind alle noch Nicht-Mütter, teilweise mit (wie ich es empfinde) recht wenig Toleranz mir gegenüber. Sorry, aber 19:00 Uhr ist für mich einfach eine blöde Zeit sich zu treffen. Entweder so, dass ich um 20:00 Uhr zu Hause bin oder ab 20:00 Uhr irgendwo. Das es "harte" Arbeit sein kann die Beiden ins Bett zu bringen – für sie unvorstellbar. Und das ein Feierabend auf der Couch mit meinem Mann mir vollkommen reicht, ebenfalls nicht nachvollziehbar. Ich lade dann auch lieber zu mir ein zum Essen, da kriege ich die Kids noch mitversorgt. Mein Mann hat keine geregelten Arbeitszeiten, da ist es schwierig mit langfristiger Planung. Einige "Freundinnen", ich frage mich manchmal ob sie das noch sind, sehe ich kaum mehr als 1-2 Mal im Jahr. Und auch wenn ich seit einem Jahr wieder Teilzeit arbeite ist der Job einfach nicht mehr mein Hauptthema. Andererseits habe ich durch die Kinder auch neue Bekanntschaften gewonnen und sogar eine richtig gute Freundin.Ich liebe mein "spießiges" Mama-Dasein und genieße Sonntage im Kinderzimmer anstatt im Bett. Zwei Freundinnen möchten gerne im nächsten Jahr schwanger werden und nehmen sich fest vor, dass alles so bleibt wie bisher. So habe ich damals auch gedacht. Jetzt lehne ich mich zurück und freue mich darauf zu sehen wie sie dieses Vorhaben nicht in die Tat umsetzen werden sonder wir uns hoffentlich zukünftig Sonntags auf dem Spielplatz treffen ;)Liebe Grüße, nina

  4. Hallo Nina,Haha, jetzt hast du aber über mein Leben geschrieben 🙂 Es ist echt manchmal alles sooo anstrengend, und dann machen auch noch die Freundinnen Streß. Und wie Du auch habe ich in den letzten zwei Jahren viele andere Mütter kennengelernt, und die Freundschaften werden immer enger. Unsere Leben laufen eben im Einklang. Vielleicht finden wir zu unseren alten Freundinnen ja wieder zurück, wenn sie irgendwann auch Kinder haben. So, jetzt ist es 21:55 und ich gehe ins Bett! Am We!!LG Mia

  5. Hallöchen Mia!Nennt sich Inter-Rollenkonflikt. Wenn man zwischen zwei Rollen steht (Mutter und Freundin) und einen (immer) meistens enttäuschen muss.'Denk dran: Einen wirst du enttäuschen. Kind, weil du morgens eben nicht um 7 Uhr aufstehst, sondern das ggfls Papa oder Babysitter tut. Kind, weil du den Tag nicht wirklich zu gebrauchen bist. Papa, weil du am Sonntag nicht Familiensonntag machen kannst. Oder Freundin, weil du nicht mit ihr gehst oder eben "nur" Zuhause-Sitz-Abende-mit-langen-Gesprächen machst. Tröste dich: Hier ists genauso. Schade! Eine Freundin habe ich noch, der reicht es, wenn ich einmal im halben Jahr mit ihr groß feiern gehe. Ansonsten kommt sie her und wir reden, gucken Filme, spielen gemeinsam. Ansonsten sind die anderen alle gleich. Prioritäten setzen. Entweder du beugst dich für sie. Oder sie tut es für dich. Schwierig, ja ich weiß!

  6. Ah, wieder was gelernt. Wenn ich die Wahl habe, enttäusche ich lieber die Freundin. Oder doch nicht? Manchmal bin ich mir auch nicht sicher, ob das nicht der innere Schweinehund ist, der mich bremst. Quasi ein Rollen-interner Inter-Rollenkonflikt 🙂

  7. Hallo Mia,Die Hoffnung habe ich auch und ich bin so gespannt wie die Mädels sich entwickeln wenn sie dann auch Mama sind. Die Prioritäten ändern sich einfach auf wundervolle vorher unvorstellbare Weise vollkommen wenn ein kleiner Minimensch das eigene Leben durchwirbelt. Manchmal wünsche ich mir ein paar Minuten für mich, aber niemals habe ich die Entscheidung mich hinter die Bedürfnissen der Minis zu stellen bereut. Nach einem anstrengenden Tag liege ich viel lieber 30 Minuten bei den Kindern im Bett, kuschle mit ihnen und begleite sie in den Schlaf als mir einen Babysitter zu organisieren und auszugehen. Schönen Samstagabend, nina

  8. Ich kenn dieses Gefühl von der Nicht-Kinderseite! Man kommt sich ausgeschlossen und komisch vor, so beiseite geschoben worden zu sein! Ich für meinen Teil, bin immer geflüchtet, habe mich mit den Männern verschanzt und Spaß gehabt!Heute habe ich einen 6 Monaten alten Sohn und ganz ehrlich? Ich verschanze mich immer noch mit den Männern, wenn die "Mutties" zusammen treffen!!!! Ich liebe meinen Zwerg, und ich würde ihn nie wieder her geben, aber ich bin immer noch ich! Nur heute kann ich ausleben, was vorher als Nicht-Mutti nie möglich gewesen wäre! Hört sich blöd an, ist aber so!! Ich liebe es zu backen und zu basteln! Und trotzdem labbere ich nicht mit anderen Müttern um die Wette, was mein Kind kann oder was es heute in der Hose hatte! Sowas langweilt mich! Ich habe immer zu meinen Damen gesagt, sollte ich so eine Trutsche werden,erschiesst mich bitte!!! Aber meine beste Freundin ist immer noch der Ansicht, ich wäre noch genauso bescheuert wie immer! Was vielleicht auch daran liegt, das ich erst so spät Mutter geworden bin, da habe ich alles ausgelebt was ich wollte! Partyzeittechnisch! Und es war gut! Wenn ich heute das Bedürfnis nach Party habe, gehe ich los oder mache selber eine! Gott sei Dank, bin ich mit keinen Kopfschmerzen, auch nach den härtesten Drinks, gesegnet! Von daher kann ich feiern und morgens den Zwerg versorgen. Hab ich auch schon gemacht…geht!!Ich war/bin also eine der letzten in der Gruppe der Kinderbekommenden. Wir kriegen das eigentlich gut hin! Ich muss mir keine Sorgen machen, das ich jemanden verletzte, da mein geistiger Horizont noch alltägliche Dinge mit abdeckt, die auch Nicht-Mütter noch interessiert! Und wenn ich trotzdem mal in komische Sachen verfallen sollte, bin ich gewiss, das ich ne schöne Schaufelladung abbekomme um meinen Horizont wieder auszurichten! Das machen meine Lieben mit wachsender Begeisterung! Da kannst Du Gift drauf nehmen! :-))

  9. Hey, ich gehöre fast wie Nicht-Elfe zur Seite der "Gegnerinnen". Als Frau ohne Kind, kann ich mich nur anschließen, fühle ich mich als Miidreißigerin oft ausgeschlossen. Gerade wieder vor ein paar Tagen erlebt…Kaffeeklatsch mit Pärchenfamilien…. und im Gegensatz zu Nicht-Elfins Beschreibung… Keine Männerecke zum Flüchten, die saßen auch mittendrin. Es ist ja nicht so, dass mich die Familienthemen nicht interesssieren, ich versuche mitzureden, darauf einzugehen, sofern ich das kann. Vielmehr habe ich aber das Gefühl, dass ich von der Familygruppe ausgegrenzt werde. Keine fragt, wie geht es dir Jobtechnisch, was machst du so, welche Freuden und Leiden gibt es in deinem Leben.Manchmal komme ich mir vor, wie ein kleines grünes Frauchen in Mitten einer Welt der Eingeweihten, der Gruppe der Geburtserfahrenen! Sorry, soll nicht fies klingen…ich liebe meine Feundinnen und ihre kids…just to keep in case the sentiments of the other side!

  10. Wenn die Basis Eurer Freudnschaft stimmt, findet Ihr doch bestimmt auch Themen ausser Party, Männer(Deine Freundin) und Familie (Du). Und dann fidnet Ihr Euch und Eure Freundschaft vielleicht in diesen Themen wieder. Ich finde nicht, dass Ihr Beide etwas tun solltet, was Ihr nicht wollt, um die Freundschaft aufrecht zu erhalten.

  11. Ich denke, man grenzt niemanden wirklich aus, aber Eltern drehen sich oft nur um sich selbst und ihr Kind, die haben keinen Kopf für andere Menschen und deren Themen. Solche Runden hasse ich auch!Hab Dich vermisst 😉

  12. Genau mein Problem momentan – nur habe ich ganz bewusst sämtliche Windelinhaltsgeschichten und Breianekdoten bei unseren Telefonaten aussen vorgelassen, und sie kennt mich nur gestyled. 😉 Ich kann ihr immer noch stundenlang von Jobproblemen, Schwiegertiger, etc. erzählen (irgendwas findet sich doch immer), aber sie schafft es nicht mal, mir auf simple Fragen wie "Wie war der Urlaub?" zu antworten. Bei einem Gespräch kam raus, dass sie es komisch findet dass wir in einem Bett schlafen und ich einen 1,5 Jährigen stille und überhaupt. Ja und? Ich finde es auch komisch, dass sie X Mal die Pille danach braucht, aber deswegen werte ich sie nicht und bin trotzdem noch für sie da. Ich kenne ihren neuen Partner kaum (vorgeschlagene Treffen meinerseits werden aber ignoriert), und ich meinte dann, sie würde meinen Sohn ja ebenfalls kaum kennen und das sei schade, ob wir uns nicht zum Ziel nehmen wollen gegenseitig die neuen "Flammen" kennenzulernen. Daraufhin meinte sie, dass sei ja wohl kaum zu vergleichen, ein Partner sei ja wohl was völlig anderes (=mehr wert) als ein Kind, ein kleines noch dazu! Es kam raus, dass für sie ein Kind eine Anschaffung ist die einem Hund oder einer teuren Handtasche gleicht. Macht Freude, braucht Pflege, ist aber in ihren Augen nicht WIRKLICH was wert. Tja, ich würde sagen: das war es wohl. Wie soll man das vereinen?

  13. Guten Morgen zusammen!Leider muss ich A. recht geben, wenn ich mal so darüber nachdenke, nie hat auch nur eine der "Muttertiere" mich gefragt, wie mein Tag so gelaufen ist!! Das fällt einem erst hinterher auf! Auch nicht sehr nett! Aber, wie gesagt, ich hatte immer noch die Männer zur Seite! Und genauso wie A. fühlt man sich deplaziert! Es ist noch garnicht allzulange her! Und leider muss ich zu Anonym sagen, das die Freundschaft wohl zum scheitern verurteilt ist! Ich glaube fast, jeder hat mal solch eine Freundin, deren Sachen wichtiger und bedeutender sind als die eigenen! Heute, nach so einigen gescheiterten "Beziehungen" zu Freundinnen, kann ich sagen, auf sowas braucht man nicht eingehen. Die braucht keiner!! Das gibt am Ende nur Schmerzen, und zwar auf deiner Seite, den Sie ist sich keiner Schuld bewußt, denn Du bist aus dem "tollen" Leben ja ausgebrochen!Gott, in dem Zusammenhang bin ich echt froh, nur 2 Freundinnen zu haben, die mir wirklich was bedeuten und auf deren Meinung und Urteil ich mich voll und ganz verlassen kann! Und die beiden ebenso! Sicher kommt man sich da mal in die Quere, aber wir rücken uns den Kopf immer wieder zurecht! Gegenseitig, egal wie schwer es ist! Und ich bin niemand, der viele Freundinnen hat! Das ist bei mir immer Mangelware gewesen, weil es doch manchmal hyänenartig zu geht im Leben! Und da halte ich meinen lieber raus!Abschließend muss ich sagen, die "Müttergemeinschaft", ob sie will oder nicht, schließt unbeabsichtigt Menschen aus! Wenn du dich nicht über so leckere Themen wie Kinderkacke oder Spuckefarbe oder, hey-ganz neu und total In- Bachblüten und son Zeug, unterhalten willst! Ob die Damen es glauben oder nicht, auch mit Kind gibt es noch sowas wie ein Leben!! Und zwar mit anderen Themen! Ich bdarf mich glücklich schätzen, mich in der Lage zu befinden, das meine Damen mich akzeptieren! Und wenn ich 5 Minuten mal referiere, wie der Zwerg mich um meinem wohlverdieneten Schlaf bringt, dann nehmen sie es zum Anlass über ihre Männer her zu ziehen und schon sind wir im Gespräch! Manchmal ist es so einfach, das man vielleicht gar nicht drauf kommt?!LG

  14. Jetzt muss ich die Mamas mal ein Büschen verteidigen. Ja, es gibt Mütter, die können nur über Babykacke etc reden und die nerven. Die nerven aber auch andere Mütter. Alle Mütter reden gerne über ihre Kinder. Die Kinder beschäftigen sie schließlich rund um die Uhr. Wer keine Kinder hat, erzählt ja auch gerne, von dem was ihn umtreibt, zb vom Job oder vom letzten Urlaub. Ich glaube, wichtig ist, dass man dem gegenüber Interesse entgegenbringt. Dann kann man auch ganz unterschiedliche Lebenssituationen unter einen Hut bringen.

  15. Guten Morgen!Versteh mich bitte nicht falsch! Ich möchte die "Muttertiere" nicht herabsetzen! Jeder so wie er es möchte! Ich sage nur, das es sie gibt, die die einem ein komisches Gefühl geben und einen auch ausschließen!Klar, wenn man Kinder hat dreht sich das Universum um sie! Aber so ist es bei meinem Anton, Labradorschnitte, auch gewesen! Ich habe alle meine Freunde mit seinen neusten Tricks und Streichen genervt! Bis zum Erbrechen! So stolz war ich auf ihn! Dann hat sich das auch wieder gelegt! BEi Fiete gab es auch die Zeit, wo ich ihn in allerhöchsten Tönen gelobt und beschrieben habe! Dann war aber auch gut! Tagesordnung…jeder das was er erlebt!!! Ich wollte nur sagen, bei uns gibt es leider NUR zwei Sorten Mütter: Die Muttertiere, keinen Gott neben Ihnen! Und solche wie mich, die noch andere Dinge im Kopf haben unter anderem auch die Probleme und Sorgen und Nöte von anderen!Nichtsdestotrotz ist ja jeder mit dem was er hat glücklich! Oder sollte es zumindest sein!LG

  16. Ich nochmal. ;-)Ich hab zum Glueck nur eine Bekannte der ersten Sorte, und die ist weit weggezogen. :-DAber in meinem Fall war es leider keine Bekannte die man einfach so hinter sich laesst, es war meine BESTE Freundin, sie war jemand, den ich seit 25 Jahren kenne, mag, und der ich vertrau(t)e. Und jetzt so eine Nummer? Das tut WEH. Und das, denke ich, ist ein wichtiger Punkt. Wie Mia schreibt, man muss dem gegenueber Interesse entgegenbringen. Aber schmerzt es, wenn meine beste Freundin sich nicht fuer eines meiner Hobbies, meinen Urlaub, meine neue Handtasche oder meinen Job interessiert? Vielleicht, aber es gibt andere Dinge ueber die man dann trotzdem noch reden kann. Interessiert sie sich NULL fuer mein Kind, schmerzt das mit nahezu angrenzender Sicherheit sehr. Naja, es bestaetigt nur was wir eh schon festgestellt haben – die kann ich mir wohl vorerst leider abschminken. Wahrscheinlich ruft sie mich in 5 Jahren an um sich ueber die blaue Babykacke ihrer Tochter zu wundern.

  17. Ja, es wäre schon gut, wenn deine Freundin auch ein Kind hätte. Denn einiege Dinge kann man erst dann verstehen wenn man selber Kinder hat… Ich habe selbst so einige Freundinnen gehabt die seinerzeit meinten "Wie kannst Du nur" Du solltest so und so" und als sie selber Kinder hatten, dann waren sie noch viel schlimmer, auch ohne, dass ihr Kind mit einem Herzfehler zur Welt gekommen wäre… Allerdings war ich dann auch mit der Familienplanung etwas weiter und ich fand sie nur nervig… vielleicht weil sie als ich sie am meisten gebraucht hätte null Einfüllungsvermögen hatten.LGJoanna Maria

  18. Liebe Mia,ich habe mich jetzt zwei Tage durch Deinen Blog gelesen und finde ihn sehr schön, interessant und spannend. Und vor allem gut geschrieben. Auch wenn dieser Post schön älter ist, möchte ich hierzu etwas schreiben.Meine beste Freundin hat vor knapp anderthalb Jahren ihren Sohn bekommen und ich bin die kinderlose Freundin. Meine Freundin und ich kennen uns schon sehr lange und sind früher auch jedes Wochenende (mit unserer Clique) unterwegs gewesen. Das hat sich dann aber schon durch das Studium an unterschiedlichen Orten geändert. Also, das fehlt mir nicht. Aber seit der Kleine, der wirklich sehr süß und lieb ist, auf der Welt ist, dreht sich alles nur noch um die Familie. Das kann ich auch wirklich verstehen. Besonders auch am Anfang. Aber seit der Geburt des Kleinen interessiert sie sich nicht mehr dafür, wie es mir geht oder was bei mir los ist. Z.B. hatte ich im letzten Jahr einige Schwierigkeiten mit meinem (inzwischen) Exfreund und davon hätte sie nichts mitbekommen, wenn nicht ihr Mann mich nach ihm gefragt hätte. Und auch, dass ich einen neuen Freund habe (seit Weihnachten), weiß sie eigentlich erst seit Ostern und sie hat mich auch in keinster Weise darauf angesprochen. Und das finde ich schon hart. Ich kann ja verstehen, dass sich die ganze Welt um so ein kleines Wesen dreht, aber man kann sich doch nicht völlig ausklinken und sonst nichts mehr mitbekommen.Bezeichnend fand ich es aber auch zu ihrem Geburtstag letzte Woche. Es waren Eltern und Kinder sowie kinderlose Gäste da, und die Tische haben sich schön nach Familien und nicht Familien aufgeteilt. Also, als Zusammenfassung: Ich glaube kinderlose Freundinnen haben ganz viel Verständnis, wollen aber auch gerne weiterhin wahrgenommen werden;-)LG Stephi

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