Männer unter Zeugungsdruck

Es kann ja eigentlich nicht mehr lange dauern, bis ich wieder schwanger bin. Ich freu mich so drauf! Und ich kann durchaus noch ein bißchen warten. Das wird schon! Kein Streß!
 
Aber was ist mit meinem Mann? Ich bin auf Eltern.de über ein Forum gestolpert, das sich nur mit der Männersicht beschäftigt. Dort tauschen sich Männer aus, die sich unter Zeugungsdruck gesetzt fühlen. Einige wissen sogar zu berichten, dass dieser Druck die Zeugungsfähigkeit beeinträchtigen kann! Das wiederum führt ja zu noch mehr Druck! Was für ein Teufelskreis!
Plagen auch meinen Mann solche Gedanken? Muss ich mir Sorgen machen? Vielleicht quälen ihn Albträume, in denen er von Ovulationstests verfolgt wird?
Für mich ist die Beobachtung meines Zyklus ja wie Zähneputzen geworden. Mach ich einfach. Kein Ding. Jetzt hoffe ich bloß, dass sich mein Mann nicht heimlich mit Versagensängsten quält. In die Ecke gedrängt vom Eisprung seiner fortpflanzungswilligen Frau!
 
Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich meinen Mann komplett unbehelligt lasse, wenn es um die Signale meines Körpers geht. Zervixschleim ist nichts, was man mit seinem Mann gemeinsam interpretieren muss! Für das richtige Timing bin ich zuständig. Aber ihm einfach so mitzuteilen, wann er verstärkt ran muss, ist vielleicht zu unsensibel?
 
Ich denke, es ist Zeit, die Gefühle meines Mannes mal in den Mittelpunkt zu stellen. Gestern habe ich daher den Fernseher ausgemacht (hab aber die letzte Folge von Desperate Housewifes aufgenommen), um meinem Mann Gelegenheit zum Reden zu geben.
 
„Sag mal, Süßer, wie ist das eigentlich für Dich?“
 
„Was denn?“
 
„Na, das mit unserem Kinderwunsch.“
 
„Wie jetzt?“
 
„Also, dass wir jetzt immer Sex nach Kalender haben müssen.“
 
„Und?“
„Ja, mein Schatz, wie ist das für Dich? Was denkst Du?“
„Was ich denke?“
„Ja!“
 
„Beim Sex??“
 
Gott sei Dank! Alles wie immer! „Ist schon gut, mein Süßer!“
 
Dem geht´s gut! Da bin ich aber erleichtert!
 
Eure Mia

Mama Mia und Papa rockt: Kontrabloggen

 
„Du bist zu streng!“ „Und Du zu inkonsequent!“

Über Erziehungsthemen lässt sich streiten und es gibt Themen, zu denen haben Mütter und Väter grundsätzlich gegensätzliche Ansichten. Oder vielleicht auch nicht?
Gemeinsam mit Papa rockt mache ich den Versuch. Wir greifen klassische Streitthemen und schreiben darüber. Jeder in seinem Blog. Jeder seine eigene Meinung. Papa rockt vs. Mama Mia.

Inhaltlich haben wir uns nicht abgestimmt, nur die Themen für die Posts haben wir gemeinsam ausgewählt.

Im Abstand von jeweils zwei Wochen werden wir insgesamt vier Themen behandeln und unsere Posts gegenseitig kommentieren. Ihr werdet in meinem Post den Link zum entsprechenden Artikel von Papa rockt finden, damit ihr Euch immer beide Sichtweisen ansehen und danach eifrig kommentieren könnt. Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit Euch.

Werden Papa rockt und ich uns in die Haare kriegen? Werden wir einträchtig in dieselbe Richtung schreiben? Und was sagt Ihr dazu?

Am Montag, 01. Oktober startet unser „Kontrabloggen“. Ich bin schon sehr gespannt!

Eure Mia

Danke für den „Liebster Award“



Juhu, ich habe einen Award bekommen!

Melfreakz, Autorin des wunderbaren Blogs the unequal unique hat mir den „Liebster Award“ verliehen. Ganz herzlichen Dank dafür, ich freue mich riesig.


http://mamamiasblog.files.wordpress.com/2012/09/8b10e-bildaw1.jpg

Der Award ist an folgende Voraussetzungen geknüpft:


1. Jede getaggte Person muss 11 Sachen über sich selbst erzählen

2. Es müssen die 11 Fragen beantwortet werden, die einem vom Tagger gestellt wurden.
3. Dann muss man ebenfalls 11 Fragen kreiren.
4. Anschließend verleiht man den Award an 11 Blogger aus, die unter 200 Follower haben und berichtet ihnen davon.
5. Zurücktaggen ist nicht erlaubt!

Ich habe ganz brav die 11 Fragen beantwortet. Dann hatte ich aber Probleme, 11 Dinge über mich aufzuschreiben, 11 Fragen zu kreieren und 11 Blogs auszusuchen, denen ich den Award weiterverleihe. 
Ich habe mir daher die Freiheit genommen, jeweils auf eine Anzahl von 7 zu begrenzen. Ich hoffe, der Initiator des Awards wird es mir nachseh

Hier die 11 Fragen und meine Antworten:


1. Hast Du den Beruf gewählt, den Du am liebsten machen wolltest?
Ich habe das Fach studiert, das ich am liebsten machen wollte: Rechtswissenschaften. Während des Referendariats bin ich in einem Dax Unternehmen gelandet, von dem ich so begeistert war, das ich bis heute dort im Bereich Arbeitsrecht geblieben bin.

2. Warum bloggst Du?

Ich schreibe gerne und liebe den Austausch mit anderen. Ich freue mich wie verrückt über jeden Kommentar und über jeden, der sich mit mir auf meiner Facebook Seite austauscht.

3. Was ist Deine größte Schwäche?

Ungeduld. Aber die treibt einem ein Kind ja ganz gut aus.
4. Was ist Deine meistbesuchte Seite im Internet?
5. Was würde Dich glücklich machen?
Ich bin glücklich. Ein positiver Schwangerschaftstest könnte mein Glück allerdings noch steigern.
6. Wie definierst Du Glück?
Oh, das ist eine philosophische Frage… Mein persönliches Glück sind jedenfalls mein Mann, mein Sohn, meine Eltern und meine Schwestern.
7. Was hat Dich zuletzt richtig genervt?
Mein Mann! Am Wochenende hat er wieder nur den Superpapa raushängen lassen, und ich war die böse Spielverderberin, die das Fernsehen verboten hat, die Süßigkeiten limitiert hat, zum Zähneputzen gemahnt hat…
8. Was war der erste Film, den Du in Deinem Leben im Kino gesehen hast?
Ich glaube, es muss „Mio mein Mio“ gewesen sein. Danach konnte ich wochenlang nicht einschlafen, weil ich solche Angst vor Ritter Cato hatte.
9. Wie verbringst du am liebsten Deine Abende?
Mit einem Glas Wein vor dem Fernseher 🙂
10. Womit hast Du Dich zuletzt blamiert?
Mit der Antwort auf Frage 9.
11. Wie lange hast Du für die Bearbeitung der Fragen gebraucht?
15 Minuten

Und jetzt gibt´s 7 Dinge über mich:


1.  Nach dem Abi war ich ein Jahr lang Flugbegleiterin bei Japan Airlines.

2.  Mein Mann hielt mich für ein „überschminktes Püppchen“ als wir uns kennenlernten (fürs Protokoll: Ich war bei unserem ersten Treffen so gut wie ungeschminkt- wie immer).

3.  Ich entstamme einer binationalen Ehe.
4.  Ich bin Linkshänder.
5.  Mein Mann hat mir in der Waschstraße einen Heiratsantrag gemacht.
6.  Wenn ich im Lotto gewinne kaufe ich mir eine Jugendstilvilla in der Bonner Südstadt…
7. …und ein Ferienhaus in Holland am Meer.


Und folgende  7 Fragen müssen nun die Gewinner beantworten:
1. Was ist Dein größter Wunsch?
2. Worauf bist Du stolz?
3. Wovor hast Du Angst?
4. Wie sieht ein perfektes Wochenende für Dich aus?
5. Was ist Dein Lieblings-Kleidungsstück?
6. Welches Buch hast Du zuletzt gelesen?
7. Wie würdest Du Dich mit einem Wort beschreiben?


Folgenden 7 Blogs verleihe ich den „Liebster Award“:

Mamy´s Life

Es gibt noch einige Blogs, die ich sehr gerne regelmäßig lese:

Einer meiner Lieblingsblogs ist „Sonea Sonnenschein“. Zu Recht hat dieser Blog aber mehr als 200 regelmäßige Leser!

Außerdem lese ich sehr viel in einem wunderbaren Babyblog, der aber privat ist und den ich daher hier nicht benennen kann.

Weiterhin gehört „Mamanagement“ zu meinen Lieblingsblogs, aber ich gehe davon aus, dass auch dieser Blog mehr als 200 Leser hat.

Und schließlich gehört auch „Auf Zehenspitzen“ zu meinen Favoriten, aber ich habe die Vermutung, dass ich mit diesem Kettenbrief dort wenig Begeisterung ausgelöst hätte.

Eure Mia

Für meine Mama

Hin und wieder lese ich neben „Bobo Siebenschläfer“ auch mal ein Buch für Erwachsene. Neulich habe ich „Unter dem Herzen“, das aktuelle Buch von Ildiko von Kürthy („Mondscheintarif“) gelesen.

„Unter dem Herzen“ ist ein Sachbuch. Es ist bloß überhaupt nicht sachlich. Die Realität wird so verpackt und aufgemöbelt, dass ein witziges Buch entstanden ist. Die Realität wäre vielleicht langweiliger gewesen, dafür aber auch authentischer. Ich hätte es besser gefunden, dann gleich noch ein bißchen mehr Geschichte drumherum zu packen (auf ein bißchen mehr wäre es nicht mehr angekommen) und das Ganze als Roman zu verkaufen. Nebenbei hat mich die ständige Kokettiererei mit ihrer angeblich so furchtbaren Figur (vor, während und nach der Schwangerschaft) genervt. 

Ich habe das Buch trotzdem gerne gelesen. Es gibt nämlich ein paar sehr schöne gefühlvolle Stellen und viele Zitate zum Thema Mütter und Kinder, die mich berührt haben.

Meine eigene Mutter und ich haben das beste Verhältnis, das eine Mutter und ihr Kind haben können. Meine Mutter hat mir und meinen Schwestern an jedem Tag unseres Lebens zu verstehen gegeben, dass sie uns über alles liebt. Sie ist eine Mutter aus Leidenschaft. Sie ist unser erster Ansprechpartner für all unsere Sorgen und Glücksmomente. Wir laden unseren ganzen Schutt bei ihr ab und lassen uns für unsere Erfolge von ihr feiern. Die Beziehung ist dabei immer nur so eng, wie die jeweilige Tochter das gerade braucht und zulässt. Sie steht für ihre Töchter auf Abruf bereit, aber wenn wir nichts abrufen, drängt sie sich auch nie auf, sondern lässt uns unser eigenes Leben leben.

Seit ich selber ein Kind habe, empfinde ich diese Bindung noch intensiver, weil ich erst jetzt verstehe, was ich für meine Mutter war und bin.

Zwei der Zitate aus „Unter dem Herzen“ habe ich meiner Mutter per Mail geschickt. Hier unser Original-Mailverkehr, mit ausdrücklicher Genehmigung meiner Mutter:

„Hallo Mama,
ich habe neulich ein Zitat gefunden, bei dem ich sofort an Dich denken msste, weil dir doch gerade der Kummer von … so unter die Haut geht:

Eine Mutter kann nur so glücklich sein wie ihr unglücklichstes Kind.

Und dann habe ich noch gelesen, dass die meisten Menschen auf ihrem Sterbebett nach ihrer Mutter rufen. Sowohl Männer als auch Frauen. Bei dem Gedanken kamen mir glatt die Tränen. Einerseits toll, dass die Mutter Kind Beziehung offenbar wirklich die engste und wichtigste im ganzen Leben ist. Andererseits so traurig, dass die Mutter in der Regel nicht mehr lebt, wen man stirbt und einem also nicht mehr das Händchen halten kann.
Jemand wie ich hat es echt schwer: Ich habe eine Mutter und bin eine Mutter. Zwei so intensive Beziehungen. Wie soll man das eigentlich aushalten?
Küsse an meine Mama
Mia““

„Liebste einzige Mia-Tochter und Mama des entzückenden …!
Danke für diese wunderbare Mail!
Du hast Recht, dieses Mutterdasein ist kaum auszuhalten, zuviel Glück und zuviel Schmerz aber doch so schön!!
Du meine kleine Große wirst hoffentlich ein gesegnetes, langes, glückliches Leben haben, wenn das mal zu Ende geht, werde ich mich schon lange im Himmel vergnügen. Aber Du kannst sicher sein, wann immer Du mich rufst, werde ich bei Dir sein, und Du wirst spüren, dass Mama Dir das Händchen hält und Dich ganz fest im Arm hat. So eine schöne Bindung, wie zwischen mir und meinen Töchtern hört niemals auf, und genauso ist es bei Dir und Deinem…
Danke für Deine Liebe!
Mama“

Das klingt jetzt wirklich wie aus einem Roman, ist aber echt und rührt mich gerade schon wieder zu Tränen.

Eure Mia

Wie man schnell schwanger wird

Ich habe (hier) gelesen, dass Männer zur Steigerung ihrer Fruchtbarkeit Antioxidantien zu sich nehmen sollen. „Siehste“, sage ich zu meinem Mann, „Du isst zu viel Wurst!“ Und er: “ Wenn ich gewußt hätte, dass Fleisch ein Verhütungsmitel ist, hätte ich vor einigen Jahren noch viel mehr davon gegessen!“
Fleisch als Verhütungsmittel?? Um weitere Fehler bei der Familienplanung auszuschließen, habe ich direkt mal gegoogelt, was man noch so alles tun kann, um schnell schwanger zu werden. Hier meine Favoriten:
 
1. Vermeiden Sie übermäßigen Kaffeegenuss:
Kommt nicht in Frage! Außerdem wäre ich dann gar nicht mehr wach, wenn mein Mann abends nach Hause kommt. So gibt das auch nix! Irgendwann habe ich mal eine Studie gelesen, nach der sogar vier Tassen Kaffee pro Tag kein Problem sind. Das war allerdings eine italienische Studie…
 
2. Schlafen Sie regelmäßig
Woher kommen dann die Geschwisterkinder?
 
3. Legen Sie nach dem Sex die Beine hoch
Kann man dann beim Sex im Stehen nicht schwanger werden? Ich kenne einige Männer, die sich sicher freuen, das zu hören! Ich gebe zu, ich habe das auch schon gemacht (also das Beine Hochlegen meine ich jetzt) und kam mir sehr doof vor. Ich lag da und dachte mir: Kann doch nicht sein! Was für eine Fehlkonstruktion wäre denn der weibliche Körper, wenn man ihn auf den Kopf stellen müsste, damit er sich fortpflanzen kann? Nebenbei bemerkt: Wie hat Boris Becker das dann eigentlich in der Besenkammer geschafft? Ach ja, das war ja Samenraub!
 
4. Schränken Sie Ihren Alkoholkonsum ein. Das gilt auch für Ihren Partner.
Daran kann es nicht liegen! Sogar Britney Spears hat zwei Kinder! Und Robbie Williams wird jetzt auch Vater!
 
5. Vermeiden Sie Streß.
Siehe Punkt 2
6. Speiseeis und andere sahnige Milchprodukte erhöhen die Fruchtbarkeit
Wenn es danach geht, müsste ich nach diesem Sommer Drillinge bekommen. Vom bloßen Angucken!!
7. Ihr Partner sollte seine Hoden kühl halten
Prima, heute morgen waren es bloß 9 Grad draußen! Dann klappt es bestimmt jetzt!
Eure Mia

Alleine machen!

Gestern hatte ich es mal wieder besonders eilig, aus dem Büro nach Hause zu kommen. Ich hatte mit dem Sohn einen Termin beim Kinderarzt. Versteht sich ja von selbst, dass ich an diesem Tag wieder in einer endlosen Besprechung festsaß. Gestresst hetzte ich schließlich in Richtung Kita. Als der Sohn mir strahlend entgegengerannt kam, dachte ich schon von weitem: „Um Gottes Willen, wie sieht der aus??“

Die Hausschuhe falsch herum angezogen, die Hose mit der Rückseite vorn und den Body gleich ganz weggelassen. Ich weiß gar nicht mehr, welcher Gedanke mir als erstes durch den Kopf schoß. Oh nein! Warum ausgerechnet heute? Wir haben es doch so eilig! Was ist denn da passiert?

Die Erzieherin beantwortete mein Fragezeichen im Gesicht: “ Er hat sich nach dem Mittagsschlaf ganz alleine angezogen!“ Ich antwortete tonlos: „Toll“ und dachte mir: „So kann ich den doch nicht mitnehmen. Der sieht aus, als wäre er Sänger bei Kriss Kross!“

Es ist momentan etwas anstrengend mit dem Sohn, denn wir nähern uns mit großen Schritten der Trotzphase. Er zeigt immer öfter einen eigenen Willen, und wehe, man macht nicht mit! Er will den roten Schnuller, anstatt den Blauen („Roter Nuji haben!“ „Ich weiß nicht, wo der rote ist. Nimm den blauen.“ „ROTER Nuji haben! ROOTER NUJI HAAABEEEN!!“), er will die Schlafanzughose anstatt der Jeans („DIE Hose anziehen““) und vor allem will er alles „alleine machen!“

Die Erzieherin erklärte mir also, er habe sich alleine angezogen. Das hätte zwar ewig gedauert und das Ergebnis sei natürlich nicht perfekt, aber sie wollten ihn danach auch nicht korrekt anziehen, denn es sei ja ein großer Erfolg für den Sohn, dass er es überhaupt alleine geschafft hat. Im Übrigen wäre es toll, wenn wir das zu Hause auch fördern würden, denn dann hätten es die Erzieherinnen deutlich leichter.

Puh! Mir schießen die Bilder unseres allmorgendlichen Durcheinanders in den Kopf. Wenn der Sohn sich auch noch alleine anziehen will, schaffen wir es nie pünktlich ins Büro.

Alleine machen ist wichtig. Das ist mir klar. Der Sohn stellt seine beginnende Selbstständigkeit unter Beweis. Längst hat er mit der Loslösung von mir begonnen und ist jetzt auf der Jagd nach Erfolgserlebnissen- grundlegende Elemente für ein positives Selbstbewußtsein. Da will ich ja nicht im Weg stehen. Allerdings kann ich mir jetzt auch kein Sabbatical nehmen, damit der Sohn ein gesundes Selbstbewußtsein entwickeln kann- das muss irgendwie anders gehen!

Leider bin ich mit der Loslösung noch nicht so weit wie mein Sohn. Ich werde also morgen eine halbe Stunde früher aufstehen…

Eure Mia

Alle drei Tage Eisprung!

Evolutionstechnisch hinkt der weibliche Körper der Realität hoffnungslos hinterher. Nicht nur, dass unsere fruchtbarsten Jahre in eine Lebensphase fallen, in der wir uns unter dem Stichwort „Lebensplanung“ maximal mit der Auswahl des richtigen Clubs für das nächste Wochenende beschäftigen, nein, viel blöder ist, dass wir noch immer mit nur einem einzigen Eisprung pro Monat auskommen müssen.
Paaren mit Kinderwunsch wird empfohlen, sich an die Drei-Tage-Regel zu halten: Da eine Eizelle irgendetwas zwischen 12 und 24 Stunden nach dem Eisprung befruchtungsfähig ist und Sperma bis zu 72 Stunden im weiblichen Körper überleben kann, soll man einfach alle drei Tage Sex haben- dann trifft man schon den richtigen Zeitpunkt. Alle drei Tage?? Das haben wir höchstens in unserer Kennenlernphase geschafft!
Wer berufstätig ist und einen berufstätigen Partner hat, der weiß, dass das gar nicht so einfach ist. Wenn dann noch bereits ein Kind im Haus ist, kann es richtig schwierig werden. Mein Mann kommt für gewöhnlich zwischen 21 und 22 Uhr von der Arbeit nach Hause. Dort trifft er auf seine ermattet auf dem Sofa liegende Frau, die vor einer Stunde endlich den Sohn ins Bett gebracht hat und eigentlich bloß noch ein bißchen fernsehen will, bevor sie ins Bett geht. Lust auf Sex? Gähn! Jetzt noch?
Aber was tut man nicht alles! Wenn der Eisprung sich ankündigt, muss mein Mann extra früher Feierabend machen. „Kommst Du heute früher nach Hause?“ „Geht nicht, heute ist Geschäftsführungssitzung, aber morgen kann ich früher kommen.“ „Aber du musst doch HEUTE früher nach Hause kommen, morgen ist es zu SPÄT“! „Das kann ich in der Geschäftsführung aber schlecht so sagen, oder?“
Da hilft nur eins: langfristige Planung. Heute morgen fragt mein Mann, als er aus der Dusche kommt: „Äh, wann muss ich Sexualitäten einplanen?“ Lachend habe ich geantwortet. „Nächste Woche“. Und er: „Gut, ich sag´s meiner Sekretärin!“ Ich fand das so witzig und außerdem so süß von meinem Mann. Da lag so vieles in dieser Bemerkung. Wir wünschen uns beide noch ein Kind, wir finden beide dass es lansam ein bißchen unromantisch wird, aber wir machen unsere Witzchen, und zeigen uns dadurch gegenseitig, dass wir uns einfach nur auf ein zweites Kind freuen und uns das wiederum so glücklich macht. Ich hätte glatt über ihn herfallen können- aber in dem Moment ging leider das Babyfon an.
Später an diesem Tag fand ich die Idee gar nicht mehr so blöd. Wenn die Sekretärin meinem Mann einen Serientermin „Eisprung“ einstellt, könnte das doch eigentlich vieles vereinfachen. Na ja, noch besser wäre es allerdings, die Evolution würde uns endlich die Drei-Tage Regel für den Eisprung einführen!
Eure Mia

Bedroht die Frauenquote Männerkarrieren?

Bedroht die Frauenquote Männerkarrieren? So lautet die Überschrift eines Interviews im Manager Magazin mit Marion Schick, Personalvorstand der Telekom.
Ursprünglich war ich gegen eine Frauenquote. Wer gut ist, schafft es auch ohne Quote, dachte ich mir. Bis ich die ersten Bemerkungen der Männer dazu hörte. Schenkelklopfend zogen sie über die „Tittenquote“ her. Neuerdings bräuchte „Mann“ ja Brüste, um einen guten Job zu bekommen. Da habe ich kapiert: Freiwillig lassen die uns nie mitspielen. Da aktuell in den Funktionen, die die Besetzungsentscheidungen treffen, im Wesentlichen Männer sitzen, brauchen wir eine Frauenquote. Denn wer eine Auswahl zu treffen hat, wählt üblicherweise das, was er kennt. Und Männer kennen eben hauptsächlich Männer.
So weit so gut. Nachdem sich inzwischen das ein oder andere Unternehmen freiwillig eine Frauenquote verordnet hat, fühlen sich manche Männer davon anscheinend bedroht.
Das muss mir mal einer erklären. Wie kann denn eine Frauenquote eine Bedrohung für Männerkarrieren darstellen? Diese Sichtweise beinhaltet ja, dass Frauen den Männern etwas wegnehmen, was nur den Männern zusteht.
Wer der Ansicht ist, dass Männer das Recht auf Karriere für sich gepachtet haben, der hat natürlich Recht. So gesehen sind Karrieren bedroht. Ich persönlich würde es allerdings vorziehen, von einem fairen Wettbewerb zu sprechen, und für den ist es allerhöchste Zeit. Denn fair ist der Wettbewerb aktuell nicht. Frauen verdienen EU-weit im Schnitt pro Stunde 16% weniger als Männer, dabei sind sie längst ebenso gut ausgebildet wie Männer- wenn nicht besser:  60% der Uniabsolventen der EU sind Frauen (Quelle: equalpayday.de)
Eine gesetzlich verankerte Frauenquote kann man als Eingriff in die Freiheit von Unternehmen als hartes Mittel empfinden, aber ohne gesetzliche Pflicht, wird die Frauenquote höchstens zwei Jahre  als Hochglanzprojekt geführt, bevor sie wieder von der Bildfläche verschwindet. Und das liebe ich gerade an der Juristerei: Dass sie immer auch das Bild der Gesellschaft prägt. Wenn das Gesetz Frauen ein Recht auf einen Platz in Aufsichtsratsgremien einräumt, wird sich dieser Anspruch in den Köpfen der Menschen mit den Jahren als ganz selbstverständlich festsetzen- die Einführung des Wahlrechts für Frauen hielten vor knapp 100 Jahren ja auch nicht alle für eine gute Idee.
Und allen, die sich beraubt fühlen, sei gesagt: Frauen wollen ja nicht nur NEHMEN, sie sind bereit, auch etwas zu GEBEN. Schon seit Jahren machen Frauen Männern den Weg frei sich in die ursprünglich ureigenen Bereiche der Frauen, die Kindererziehung und Haushaltsführung, gleichberechtigt  mit einzubringen. Absolut fair!
Mamablog Mama Mia

 

Schenkt mir Euer Herz bei der Brigitte Mom Blog Aktion

Die Brigitte Mom hat sich eine sehr schöne Aktion ausgedacht: Sie stellt auf ihrer Internetseite Mütterblogs vor. Ich liebe Blogs von anderen Müttern (und Vätern) und stöbere wirklich viel in anderen Blogs. Trotzdem habe ich dank dieser Aktion tatsächlich tolle Blogs entdeckt, die ich noch nicht kannte. Schaut doch einfach mal rein.
Ach ja, Mama Mia findet man dort natürlich auch. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein „Mag ich“ schenkt. Hier geht´s direkt zu meinem Eintrag. Ich danke Euch!!  🙂

Eure Mia

P.S. Warum sich Männer bedroht fühlen, und ob sie damit richtig liegen, erzähle ich Euch morgen!

Happy Birthday!

Heute habe ich Geburtstag, daher heute nur ein ganz kurzer Post.
Ich habe eine super Kamera geschenkt bekommen. Die hatte ich mir gewünscht, weil der Sohn seit einiger Zeit immer so in Aktion ist, dass es nur noch verwackelte Fotos von ihm gab.
Mit der neuen Kamera werde ich also ab jetzt ganz viele tolle Bilder machen. Und damit ihr auch etwas davon habt, werde ich die Bilder regelmäßig auf meiner Facebook-Seite einstellen. Dort könnt ihr Euch demnächst regelmäßig ansehen, wie ein Kind mit seinen verrückten Ideen ein ganzes Wohnkonzept auf den Kopf stellt oder warum ich kein Zentimetermaß benötige, um zu sehen, wie groß der Sohn ist. Das erste Bild ist schon da!

Eure Mia